Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

BAG-Urteil | Mindestlohn für 24h Pflege- & Betreuungskräfte

Die Entscheidung vom BAG (Bundesarbeitsgericht), von Donnerstag, den 24.06.2021, für 24h Pflege- & Betreuungskräfte einen Mindestlohn zu bezahlen, wirft massive Probleme, gerade die Finanzierung betreffend auf. Es ist ethisch natürlich absolut vertretbar & begrüssenswert, das Lohnniveau anzugleichen, wenn dies eine mehr als notwendige Säule ist, auf welche sich die Pflege in Deutschland für die Versorgungsproblematik stützt.

Die Entscheidung, die Löhne für ausländische Pflegekräfte & Betreuungskräfte, auf ein Mindestlohnniveau von 9,50 Euro anzugleichen, war mehr als nötig, wirft jedoch erneut undurchdachte Finanzierungsprobleme auf & wird zu weiterer Schwarzarbeit führen, aufgrund der entstehenden Kostenexplosion für die Pflege und Betreuung zu Hause.

Bundesarbeitsgericht Mindestlohn 24h Pflege- & Betreuungskräfte

Das Gesetz sieht vor, daß die Bereitschaftszeiten der 24h Pflege- und Betreuungskräfte finanziell mit berücksichtigt werden müssen, die bei einer 24-Stunden-Versorgung in Form von Präsenzzeiten anfallen. Dies macht die Unterstützung von Pflege- und Betreuungskräften für pflegende Angehörige für die meisten von uns nicht mehr finanzierbar.

Bisher war es so, daß die 24h-Kräfte, einem deutschen Arbeitsvertrag entsprechend, offiziell etwa 6 – 6,5 Stunden pro Tag beansprucht werden konnten, was in der Realität oft nicht den Tatsachen entsprach. 24-h-Pflege- und Betreuungskräfte arbeiten an 6 geregelten Wochentagen, auch dies ist nicht immer der Fall, wenn es die Pflegesituation erfordert. In Deutschland werden, nach Schätzungen, etwa 300 000 – 600 000 Pflege- und Betreuungskräfte aus dem Ausland eingesetzt.

Das Bundesarbeitsgericht gab damit einer Klage einer bulgarischen Pflegekraft recht und schafft hiermit eine komplett neue, arbeitsrechtliche Situation, verbunden mit immens steigenden Kosten, die von den pflegenden Angehörigen getragen werden müssen. Diese klagte, aufgrund ihrer sieben tägigen Tätigkeit im 24h-Pflege- und Betreuungsbereich, welcher sie monatelang, ohne Freizeitregelung nachgekommen musste. Pflegende Angehörige geben den Auftrag für das Arbeitsverhältnis, mit meist im Ausland sitzenden Vermittlungsagenturen. Die Pflegeversicherung deckt diese Kosten nicht ab. Der dem jeweiligen Pflegegrad, von der Pflegeversicherung zugestandene Betrag, das Pflegegeld, ist vom Gesetzgeber nur als Basisfinanzierung zu sehen, es muss von einem Eigenanteil ausgegangen werden. Dieser steigt durch die Mindestlohn Regelung für ausländische Pflege- und Betreuungskräfte nun ins nicht mehr finanzierbare, für die meisten pflegenden Angehörigen.

Wie also kann dieser, ethisch notwendige, Schritt langfristig finanziert werden? Es wird weitere Anpassungen den Pflegeversicherungsbeitrag betreffend geben müssen. auch wenn sich die Politik mit hohen Summen an dieser Finanzierung beteiligen muss, werden auch Steuererhöhungen unumgänglich sein.

Unsichere Zeiten kommen auf pflegende Angehörige zu, die bisher durch die neue Pflegereform von 07/2021 schon deutlich weniger Flexibilität im Umgang mit den vorgesehenen Entlastungsmöglichkeiten durch beispielsweise Verhinderungspflege und Tages- und Nachtpflege zugestanden bekommen.

Eine Möglichkeit des Umdenkens, wäre ein Pflegevollversicherung, in die jeder Bürger einbezahlt und anschließend im Pflegefall davon profitieren könnte, indem die tatsächlich anfallenden Pflegekosten komplett übernommen würden.


Weitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zu Poltischen Neuigkeiten, wie der des Urteils des Bundesarbeitsgericht zu Mindestlohn für 24h  Pflege- & Betreuungskräfte, finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, um Ihnen die nötige transparenz im Bereich Pflege aufzuzeigen.

Reinhören lohnt sich!

 

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Eckdatenpapier zur erweiterten Pflegereform 2021 das Entlastungsbudget betreffend

Die Ideen, von Gesundheitsminister Spahn, für die neue Pflegereform Erweiterung bezogen auf das Entlastungsbudget für pflegende Angehörige wurden vor kurzem über die BILD-Zeitung veröffentlicht. Wir fragen uns zurecht ob dies nicht primär eine Verschlechterung der bisherigen Regelungen des Pflegeversicherungsgesetzes darstellt, was uns hier als positive Neuerung verkauft wird.

Wenn dies ernsthaft das Ergebnis der GROKO darstellt, mit welchen ab 2021 das Entlastungsbudget geregelt ist, sollte sich aus allen Bereichen an der Pflege beteiligter, vor allem von den Leistungsbeziehern, den pflegenden Angehörigen, Widerstand zeigen!

Eine Übersicht der angedachten Reformpunkte:

  1. Pflegesachleistungen, Pflegegeld und das Budget für die Tagespflege sollen ab 07/2021 um 5 % angehoben werden. Ab 2023 zusätzlich jährlich um die Höhe der Inflationsrate.
  2. Die Pauschale für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wird von 40,- Euro monatlich auf 60,- Euro erhöht.
  3. Die Verhinderungspflege kann auch ohne Vorpflegezeit von 6 Monaten, was bisher die Voraussetzung war, genutzt werden.
  4. Den Versicherten wird bei der Versorgung durch ambulante Pflegedienste zugestanden, die Kostenvoranschläge nach Leistungskomplexen oder Zeitkontingenten auswählen zu können.
  5. Wird eine 24h-Betreuungskraft im eigenen Haushalt für die Pflege genutzt, kann unter gewissen Voraussetzungen der Pflegesachleistungsbetrag zu 40% für die Finanzierung der Betreuungskraft umgewandelt werden.
  6. Leistungen aus dem Topf der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sollen flexibler genutzt werden können, hierfür ist ein Jahresbudget von 3300,- Euro vorgesehen.

Eckdatenpapier Pflegereform 2021

Was sich auf den ersten Blick als bereichernde Neuerung in diesem Eckdatenpapier liest, wirft bei genauerer Betrachtung Fragen und berechtigte Kritik auf.

Punkt 1 stellt keinen Reformpunkt dar, sondern eine Überprüfung der Pflegeversicherungsleistungen durch die Bundesregierung, welche im Gesetz alle 5 Jahre verpflichtend verankert ist, eine Erhöhung der angegebenen 5 % deckt gerade die inflationäre Entwicklung ab.

Punkt 2 ist die logische Konsequenz aufgrund der hohen, auch coronabedingten, Nachfrage und dem damit verbundenen Preisanstieg für Verbrauchsprodukte für die Pflege wie Handschuhe, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel. Die Pauschale wurde bereits vergangenen Sommer 2020 angehoben und wird nun nur dauerhaft bei 60,- Euro pro Monat bleiben, was abzusehen war.

Punkt 3 Die Vorpflegezeit von 6 Monaten die bisher für die Verhinderungspflege Bewilligung bindend war, wurde seit langen als nicht realitätsnah kritisiert und eine Abschaffung gefordert. Dieser Forderung wird nun endlich entsprochen.

Punkt 4 wurde bereits in einigen Bundesländern, wie beispielsweise in Bayern, seit Jahren angeboten und umgesetzt, es handelt sich nun nur um eine für alle Bundesländer verbindliche Regelung, welche sinnvoll ist.

Punkt 5 könnte hoffentlich eine Diskussion und einen gesellschaftlichen Denkanstoß, bezogen auf den rechtlich fragwürdig geregelten Bereich der 24h-Betreuungskraftpflege, anregen.

Punkt 6 Die Neuerung der hundertprozentigen Kombination aus beiden Budgets, die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege betreffend, welche bisher mit 50% kombinierbar waren, ist angemessen und wird seit langem gefordert. Seit dem Pflegestärkungsgesetz 2 profitierten beispielsweise Patienten mit kognitiven Einschränkungen nicht von dieser Möglichkeit, da diese nicht in der Lage waren diese Leistung der Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen zu können.


Resultierend aus den bisherigen Punkten kann man diese gesetzlich verankerten Neuerungen des Eckdatenpapiers als gute und sinnvolle Erweiterung des Entlastungsbudgets für pflegende Angehörige ansehen. Die zwei folgenden Punkte sind jedoch eine massive Einschränkung und sollten mit breitem Widerstand kritisiert werden.


Ab 07/2022 sollen für die stundenweise Verhinderungspflege durch eine Ersatzpflegeperson nur noch maximal 40% des Budgets eingesetzt werden können, die restlichen 60% sollen der Ersatzpflege der für einen längeren Zeitraum verhinderten, privaten Pflegeperson vorbehalten bleiben. Sind zukünftig nur noch 40% des Verhinderungspflege Budgets flexibel nutzbar, stellt sich die Frage, was die Verbesserung der GROKO, bezogen auf die flexiblere Nutzung des neuen, grossen Entlastungsbudgets ist, wenn Familien nicht mehr frei entscheiden können, wie und in welchem Umfang sie den Verhinderungspflegebetrag einsetzen können. Möchte oder kann ein Angehöriger nicht auf eine urlaubs- oder krankheitsbedingte Vertretung zurückgreifen, bedeutet dies für ihn eine finanzielle Benachteiligung von ca. 45%, denn bisher wurden 2418,- Euro jährlich übernommen, die Neuregelung sieht nur noch 1320,- Euro vor.

Ein weiterer grosser Kritikpunkt ist die Kürzung des Budgets für die Tagespflege um 50%. Dieses soll ab 07/2022 bei Inanspruchnahme von ambulanten Pflegesachleistungen oder Geldleistungen entsprechend gekürzt werden. Hintergrund ist, daß viele Pflegeanbieter vermehrt kombinierte Angebote aus Betreutem Wohnen und Tagespflege anbieten und damit die falschen Anreize setzen. Ältere und / oder pflegebedürftige Menschen sehen in diesen Angeboten einen Nutzen durch mehr individuelle Freiheit und finanzielle Ersparnisse, ohne Abstriche in der Sicherheit der pflegerischen Versorgung zu haben.

Eine vorgesehene Reduktion des Budgets für Tagespflege um 50% bedeutet für einen Versicherten mit beispielsweise Pflegegrad 4 eine Mehrbelastung von jährlich 9672,- Euro!

Eine absolute Zumutung, wie wir finden.


Die Einsparung durch die Budgetreduzierung von 50% für die Tagespflegenutzung von noch im eigenen Haushalt gepflegten Menschen, stellt für die Pflegeversicherung eine jährliche Ersparnis von 500.000.000 Euro dar – eine Unverschämtheit dies als positive Neuerung und Reform, die von Nutzen für Versicherte und pflegenden Angehörige sei, darzustellen!


Stellt dies die Neuerung des Entlastungsbudgets für pflegende Angehörige dar, mit denen uns eine Verbesserung in Aussicht gestellt werden soll?

Wir werden, aus unserer Sicht, für dumm verkauft und uns werden minimale, längst nötige, kleine Veränderungen in den ersten Punkten als Verbesserung verkauft, jedoch findet alles in allem eine massive Verschlechterung in wesentlichen Punkten zu Gunsten der Pflegeversicherung, bezogen auf deren Einsparprogramm statt. 

Gegen diese Maßnahmen muss sich Widerstand aus allen Interessensgruppen, Verbänden & Vereinen sowie von Betroffenen zeigen, dies kann so nicht ernst gemeint sein und hingenommen werden!

Link zur offenen Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/keine-einschraenkung-der-flexibilitaet-von-verhinderungspflege-durch-die-pflegereform-2021


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Eigenanteil Pflegeheim Deckelung auf 700,- Euro | Der Finanzierungsplan

Pflegeheim | Stationäre Altenpflege | Eigenanteil der Kosten


Unser Gesundheitsminister Spahn äußerte sich am Wochenbeginn vor den Medien, mit einem neuen Pflegereformteil, der die finanzielle Entlastung von Angehörigen Pflegebedürftiger vorsieht, durch angebliche Reduktion des Eigenanteil der Pflegeheimkosten.

Konkret spricht er den immer höher werdenden Eigenanteil für die stationäre Unterbringung eines Pflegebedürftigen an und stellt sein Konzept für eine Deckelung dieses Eigenbetrags von maximal 700,- Euro monatlich vor. Doch wie soll dies finanziert werden, die Zuzahlung für die Angehörigen beträgt aktuell in einigen Bundesländern durchschnittlich 2000,- Euro, bei steigender Tendenz.

Eigenanteil Deckelung Pflegeheim | Pflegereform

Steigen die Löhne der Pflegekräfte oder wird durch den Betreiber einer stationären Pflegeeinrichtung mehr Personal eingestellt, macht sich dieses finanziell für den untergebrachten Pflegebedürftigen bemerkbar und dessen Eigenanteil steigt erneut. Durch die aktuelle Pflegeversicherung ist nur ein Basisteil der tatsächlichen Kosten gedeckt. Pflegekräfte und Pflegebedürftige werden in diesem System gegeneinander ausgespielt, hierbei muss sich dringend etwas ändern. Dies haben auch die Abgeordneten des Bundestags begriffen, nur sind die Vorschläge unterschiedlichster Art und es wird kein gemeinsamer Nenner gefunden.

Gesundheitsminister Spahn greift mit seinem Vorschlag, die Eigenanteilskosten zu deckeln, einen alten Entwurf der Sozialdemokraten auf um eine Entlastung finanzieller Art zu bewirken. Er spricht zusätzlich von einer Grenze von drei Jahren, die maximal, als Eigenanteilszahlungspflicht im Raum steht. Wenn Familien von Pflegebedürftigen, durch dieses Modell geschont werden, wer kommt dann für die Finanzierungslücke auf?

Sein Finanzierungskonzept nimmt die zukünftigen Steuerzahler in die Pflicht. Der Bundeshaushalt soll sich zusätzlich an diesen Kosten mit jährlich sechs Milliarden Euro beteiligen. Aufgrund der Tatsache, dass das Gesundheitswesen in Deutschland primär durch Versicherungsbeiträge funktioniert, dort jedoch aktuell kaum Finanzierungsmittel abgeschöpft werden können, was auch an der aktuellen Corona Pandemie liegt, werden wohl die Steuerzahler mit einem höheren Pflegeversicherungsbeitrag belastet werden.

Es ist davon auszugehen, dass der Versicherungsbeitrag von aktuell monatlich 1,1 Prozent im kommenden Jahr auf 1,3 Prozent angehoben wird. Die Sozialversicherungsbeiträge blieben somit noch knapp unter der Grenze von 40 Prozent – ein psychologischer Wert, der nicht überschritten werden soll.

Es sieht so aus als hätte uns die aktuelle Corona Pandemie die Finanzierungsmöglichkeiten für dringende Reformen im Gesundheitswesen genommen. Die Kassen stellen die Situation nicht ganz so einseitig dar. Die Mehrausgaben durch Gesundheitsminister Spahn liegen bei bisher zehn Milliarden Euro, die coronabedingten Kosten belaufen sich auf ca. fünf Milliarden Euro. Der Finanzierungsplan Spahns bezieht sich aktuell nur auf 2021, spannend wird es für die nachfolgenden Jahre, in denen keine weiteren Finanzierungshilfen mehr vorgesehen sind.

Müssen wir also ab 2022 mit einem Kollaps des Gesundheitssystems rechnen?

Der Krankenversicherungsexperte & Vorstand des BKK-Dachverbands Franz Knieps, geht von diesem Szenario aus. Dann wären, laut Knieps, auch die Reserven der Kassen am Limit, der Zusatzbeitrag müsste sich verdoppeln und Spahns Nachfolger müsste über die psychologische Grenze der Sozialversicherungsbeiträge von 40 Prozent treten oder wieder Sparmaßnahmen durchzusetzen. Daraus resultierend würden für den Versicherten Leistungseinschränkungen der Kassen zu erwarten sein und der Eigenanteil für Behandlungen würde ansteigen.

Fazit: Neue Steuererhöhungen sind zu erwarten…


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

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Pflegeunterstützungsgeld | Pflegezeitgesetz | Familienpflegezeitgesetz nutzen

Pflegeunterstützungsgeld, Pflegezeitgesetz und Familienpflegegesetz richtig nutzen


 

  • Pflegezeitgesetz
  • Familienpflegezeitgesetz
  • Pflegeunterstützungsgeld
  • Sonderregelung
  • Definition „naher Angehöriger“
  • Sozialversicherung

Pflegezeitgesetz nutzen:

Geregelt ist, dass Sie sich, unter bestimmten Vorraussetzungen, als Arbeitnehmer für einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten ganz oder teilweise von der Arbeit befreien lassen können. Dies darf nur der häuslichen Pflege eines nahestehenden Angehörigen dienen. In einer für Sie neuen, pflegerischen akuten Situation ist geregelt, dass Sie sich auch zeitnah 10 Tage von der Arbeit befreien lassen können. Im Rahmen dessen ist eine bessere Kombination von Beruf und Pflegesituation vereinbart. Die Leistung kann in jedem Unternehmen von mehr als 15 Mitarbeitern beantragt werden. Sie müssen dafür bei ihrem Arbeitgeber, 10 Tage vor dem geplanten Beginn einen schriftlichen, formlosen Antrag einreichen.

Familienpflegezeitgesetz nutzen:

Durch das Pflegezeitgesetz ( https://www.gesetze-im-internet.de/pflegezg/ ) ist gewährleistet, dass Sie sich als pflegender Angehöriger bis zu 6 Monate, ganz oder teilweise von der Arbeit befreien lassen können um die Pflegezeit nutzen können.

Sie haben hierdurch auch die Möglichkeit bis zu zwei Jahre in Teilzeit zu arbeiten, wenn Sie selbst die Pflege übernehmen. Das Pflegezeitgesetz und das Familienpflegegesetz sind ineinander verankert und lassen sich bis zu 24 Monate kombinieren.

Diese können nacheinander in Anspruch genommen werden, dürfen jedoch nicht länger als 24 Monate andauern. Diese Leistung ist in Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeiter beantragbar.

Nach Bewilligung können Sie über einen Zeitraum von 24 Monaten, Ihre wöchentliche Arbeitszeit um 15 Stunden reduzieren, um die Pflege eines nahestehenden Angehörigen zu gewährleisten. Sie können Ihren Lebensunterhalt zusätzlich absichern, indem Sie ein zinsfreies Darlehen über den Bund beantragen. Ein Anspruch auf Lohnfortzahlung von Seiten des Arbeitgebers besteht in diesem Zeitraum nicht! Ihre notwendige Teilzeitarbeit müssen Sie 8 Wochen vor deren Beginn beim Arbeitgeber anmelden.

Pflegeunterstützungsgeld nutzen:

Diese Lohnersatzleistung der Pflegekasse, genannt Pflegeunterstützungsgeld, dient in einem Rahmen von 10 Tagen dazu, sich um die akute Situation eines pflegebedürftig gewordenen Angehörigen zu kümmern. Die Zeit, die bezahlt, für das Antragswesen, die Organisation, Telefonate mit Kassen, Behörden, Ärzten oder Sanitätshäuser aufgebracht wird.

Pflegeunterstützungsgeld Familienpflegegesetz Pflegezeitgesetz

Das Pflegeunterstützungsgeld wird in einer Höhe von bis zu 90% Ihres Monats-Nettolohns als Lohnersatzzahlung bewilligt. Diese Leistung müssen Sie selbst bei der Pflegekasse des zu pflegenden Angehörigen beantragen.

Sonderregelung:

Kümmern Sie als Arbeitnehmer um die Sterbesituation Ihres Angehörigen, in einer aussichtslosen, präfinalen Pflegesituation, können Sie, nach dem Pflegezeitgesetz, bis zu 3 Monate von der Arbeit freigestellt werden. Sie sind, laut Bundegesundheitsministerium, auch anspruchsberechtigt, wenn der zu pflegende Angehörige in einem Hospiz versorgt und gepflegt wird.

Definition „naher Angehöriger“:

Geregelt ist nicht nur, dass Kinder ihre Eltern pflegen, sondern auch Eltern ihre Kinder, Geschwister, Schwiegereltern, Schwager oder Schwägerin. Bei gleichgeschlechtlichen Partnern muss eine Beziehung von einem Jahr bestehen.

Sozialversicherungspflicht:

Zur sozialen Absicherung während dieser Zeiten, hat der Gesetzgeber folgende Regelung getroffen. Die Pflegeversicherung des pflegebedürftigen bezahlt für diesen Zeitraum die Zuschüsse & Beiträge zur Sozialversicherung des Pflegenden, weiterhin gibt es im Familienpflegegesetz Regelungen, die Arbeitslosen- und Rentenbeiträge betreffend, dieses können Sie bei Bedarf im Detail unter folgendem Link nachlesen:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/gesetze/gesetz-zur-besseren-vereinbarkeit-von-familie–pflege-und-beruf-/78226

 

Wenden Sie sich gerne an uns, bei weiteren Fragen zu Pflegezeitgesetz, Familienpflegegesetz und Pflegeunterstützungsgeld.


Zusätzlich veröffentlichen wir regelmäßig Beiträge & Interviews in unserem Podcast

„Tipps für pflegende Angehörige“,

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

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Sozialhilfefall durch Pflege – die Kosten steigen stark an

Sozialhilfe oder Sozialfall durch Pflege


Wie sich der Kostenanstieg in der Pflege auf Sie auswirkt und welches Risiko ein Sozialhilfefall zu werden besteht, lesen sie in diesem Beitrag. Sie fragen sich wie man die immensen Kosten, die durch die pflegerische Versorgung entstehen, überhaupt noch finanzieren soll? Diese Frage stellte sich auch ein Ko-Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Linken, Hr. Dietmar Bartsch. Er fordert eine Pflegefinanzreform, zurecht!
Sozialhilfefall Pflege Kostenanstieg

Es ist zu hoffen, dass Sie, für eine eventuelle Pflegesituation, genügend Geld angespart haben, sonst droht jedem Einzelnen schnell die Gefahr ein Sozialhilfefall zu werden. Die Kosten in Deutschland, gerade in der pflegerisch stationären Unterbringung, steigen und steigen ins Unermeßliche. Gesundheitsminister Spahn hatte zu diesem Thema bereits Vorschläge zu möglichen Änderungen präsentieren wollen, bleibt diese jedoch bisher schuldig. Das Thema wird offenbar ausgesessen und verschleppt, es macht den Anschein als passiere nichts. Die Kostenexplosion steigt, es muss dringend, gerade auch aus demografischer Sicht, etwas unternommen werden, Die Regierung darf nicht untätig zusehen und dies akzeptieren. Immer mehr, von einer Pflegesituation Betroffene, momentan bereits jeder Dritte in Deutschland, sind zur Finanzierung der Pflegekosten auf Sozialhilfe angewiesen.


Man fragt sich seit der Einführung der Pflegeversicherung zurecht, weswegen man überhaupt Beiträge bezahlt. Die Pflegeversicherung bietet nur eine  Basisfinanzierung der notwendigen Versorgung, es droht im Pflegefall die Verarmung. Diese Versicherungsoption ist langfristig keine Lösung, die Leistungen daraus sind schon lange nicht mehr ausreichend.

Nach einer Studie der DAK Krankenkasse von 2019, fürchten 80% der Deutschen, nicht in der Lage zu sein, die entstehenden Pflegekosten, im eintretenden Fall noch finanzieren zu können.

Diese Problematik in der Pflege, durch den immensen Kostenanstieg führt dazu, daß viele Menschen als Sozialhilfefall enden.

Für die Politik sollte sich die Frage stellen, ob diese Versicherungsform noch angemessen, akzeptabel und legitim ist!

Es muss über ein Reduktion des Eigenanteils der Pflegekosten gesprochen werden und zu einem zeitnahen Ergebnis gekommen werden. Eine Pflegevollversicherung, in die alle einzahlen, wäre eine denkbare Lösung. Gerade im Bereich der stationären Pflege, ist diese Kostenexplosion zu beobachten. Beispielsweise kostete ein Pflegeheimplatz im Jahr 2018 in Mecklenburg-Vorpommern, laut Verband der Ersatzkassen, noch 1159,- Euro Eigenanteil, heute bereits 1540,- Euro. Im Bundesland Brandenburg ist ein Anstieg von 1372,- Euro auf 1697,- Euro durchschnittlich zu sehen. Auf Bundesebene liegt der Eigenanteil sogar bei 2015,- Euro monatlich! Führend hierbei die Bundesländer Hamburg, Bayern und Baden Württemberg. Auch in den ostdeutschen Bundesländern ist ein erschreckend rasanter Anstieg der Kosten zu verzeichnen.

Sozialhilfefall Pflege Kostenanstieg

Vom Pflegeheim zum Sozialhilfefall

Aufgrund des Rentenniveaus, ist es nicht verwunderlich, dass dies von kaum jemandem mehr tragbar und finanzierbar ist. Jedem Dritten in Deutschland greift bereits das Sozialamt finanziell unter die Arme, es droht eine immense Altersarmut, die bereits jetzt spürbar ist.

Die Sozialhilfe im Pflegefall wird jedoch erst bewilligt, wenn Privatvermögen und Immobilien aufgebraucht oder veräußert sind. Das Lebenswerk, welches man sich ein Leben lang aufgebaut, abbezahlt hat, droht in kürzester Zeit aufgebraucht, nicht ausreichend zu sein. Geld wird von der Pflegesituation verschlungen, da die Pflegeversicherung nicht ausreichend ist.

Für diejenigen, die sich diese Kosten bewältigen lassen, ist keine Einschränkung ersichtlich, jedoch können sich immer weniger Menschen in Deutschland einen Friseurbesuch, qualitativ hochwertige oder biologisch angebaute Lebensmittel leisten. Die Pflegekosten werden zur Armutsfalle, die meisten von uns sind oder werden betroffen sein.

Woran liegt diese Kostenexplosion?

Das Lohnniveau in der Pflege ist wohl kaum der ausschlaggebende Faktor für diese Entwicklung!

Wenn man sich die Steigerung in Ostdeutschland ansieht, sind proportional die Eigenanteile der Pflegekosten um 30% gestiegen, nicht die Löhne. Der Anteil der von der Pflegeversicherung übernommen wird stagniert im Gegenzug, die Kosten für die Pflegesituation geraten ausser Kontrolle, für viele jetzt schon existenzgefährdend und unbezahlbar.

Die Linke versucht sich dagegen zu wehren, das Thema erneuet in den Vordergrund zu stellen, dies nicht hinzunehmen. Menschen die zu nicht tragbaren Konditionen in der Pflege arbeiten und Versicherte die Jahrzehnte in ein System, welches soziale Sicherheit suggeriert, einbezahlt haben scheinen gegeneinander ausgespielt zu werden!

Die nächste Bundesregierung muss dringend die Weichen stellen, dass sich umgehend in diesem Finanzierungsfeld der Pflege etwas ändert, die Zustände sind nicht mehr akzeptabel und tragbar. Großverdiener, Selbständige, Abgeordnete und Beamte müssen sich in Zukunft an der Finanzierung beteiligen.

Die Pflegeversicherung muss, laut Dietmar Bartsch, auf ein breiteres Fundament gestellt werden, dies wäre ein möglicher Finanzierungsbeginn, der natürlich auch weitere, angemessen hohe finanzielle Zuschüsse der Regierung erfordert.

Es ist nicht hinzunehmen, daß der Kostenanstieg in der Pflege uns alle gefährdet, ein Sozialhilfefall zu werden.


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Aktueller Kabinettbeschluß: Nationale Demenz-Strategie

Die Nationale Demenz-Strategie


Wir haben bundesweit aktuell 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Demographisch wird diese Zahl bis 2050 auf 2,8 Millionen steigen. Das Bundeskabinett hat hierzu zum 01.07.2020 eine nationale Demenz-Strategie beschlossen, um auf diese gravierende Problematik eingestellt zu sein.

 

Nationale Demenz Strategie

Zusammen mit ausgewählten Partnern der Bundesregierung soll im September diesen Jahres noch das erarbeitete Konzept, das endlich, auf die seit langem bekannte Problematik eingehen soll, umgesetzt werden.

Da uns dieses Krankheitsbild alle angeht und jeder betroffen sein kann, wurde in einem breiten Bündnis zusammen mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Ländern und Kommunen, Verbänden des Gesundheitswesens und auch der Pflege, Sozialversicherungsträgern, Zivilgesellschaft und Wissenschaftlern herausgearbeitet, wie man dieser Problematik in Zukunft entgegen treten möchte.

Es soll ein neues Bewusstsein in allen Lebensbereichen geschaffen werden, Unterstützungsnetzwerke vor Ort, wie unsere Deutsche Pflegeberatung Matheis in München, müssen vermehrt genutzt & beworben werden. Zusätzlich benötigen wir eine bessere medizinische Versorgung, präventive Maßnahmen und mehr Gelder, die in die Forschung dieses Bereichs investiert werden. Ein Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Faktoren, kann diese Strategie erfolgreich werden lassen.


Auf folgende Zielsetzung wurde der Fokus bei der Demenz Strategie gerichtet:

  1. Mehr Aufmerksamkeit für Menschen mit Demenz
  2. Beratung & Begleitung
  3. Netzwerke Pflege & Beruf
  4. Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige
  5. Abgestimmte Abläufe in der Versorgung des Betroffenen
  6. Demenzsensible Krankenhäuser
  7. Forschung zur Demenz-Erkrankung

Nationale Demenz Strategie

Mehr Aufmerksamkeit:

Eine bundesweite Kampagne soll sensibilisieren und zum Engagement aufrufen. Es wird die Möglichkeit geschaffen, sich als „Demenzpartner“ schulen zu lassen.

Beratung & Begleitung:

Ehrenamtliche und vor allem professionelle Beratungs- und Schulungsangebote, wie auch von unserer Beratungsagentur seit langem angeboten, sollen gerade für die schwierige, erste Phase der Erkrankung ausgebaut werden.

Netzwerke:

Es sollen Strategien von pflegenden Angehörigen, Unternehmen und den Kommunen erarbeitet werden, wie Pflege innerhalb der Familie auch mit dem Beruf vereinbart werden kann. Hierfür ist eine Regiestelle des Bundesseniorenministeriums geplant.

Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige:

Es werden verbesserte Gesundheits- und Präventionsangebote für pflegende Angehörige geschaffen, da diese bereits massiv an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Hierfür wird aktuell ein neues Förderprogramm geprüft.

Abgestimmte Abläufe in der Versorgung der Betroffenen:

Alle Versorgungs- und Unterstützungsangebote müssen endlich ineinander greifen. Es muss interdisziplinär gedacht und gearbeitet werden, ein roter Faden zu Gunsten des Betroffenen, muss erkennbar sein. Dazu müssen Kliniken, Pflege, Ärzte und Fachärzte sowie pflegende Angehörige und Beratungsstellen nah zusammen arbeiten. Das Schnittstellenmanagement muss optimiert werden.

Demenzsensible Krankenhäuser:

Die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz müssen in die Gestaltung von Krankenhäusern mit einfliessen.

Ausgebildetes & qualifiziertes Personal muss ausreichend zur Verfügung stehen, um die arbeits- und zeitintensive Versorgung von Menschen mit Demenz in unvermeidbaren Klinikaufenthalten in den Griff zu bekommen. Diese gehen aktuell im Versorgungsbetrieb der Krankenhäuser und Kliniken unter, werden vernachlässigt und bekommen nicht die angemessene Versorgung, die sie benötigen würden. Patienten kommen oft in einem extrem verschlechterten Zustand aus den Krankenhäusern und Kliniken zurück!

Forschung zu Demenz:

Der Aufbau eines nationalen klinischen Demenzforschungsnetzwerks und eines Demenzversorgungsforschungs-Netzwerks ist geplant. Der Zugang zu Daten für Forschungszwecke soll zusätzlich erleichtert werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen schneller und wirksamer für den Betroffenen in die Praxis umgesetzt werden können.


Fazit:

In unseren Augen, bleibt es abzuwarten, wie sich dies möglichst schnell in die Realität umsetzen lässt & ob erste Erfolge gegen das Problem der zunehmenden Vergesslichkeit der Bevölkerung zu erkennen sind.

Es ist auf jeden Fall positiv zu bewerten, dass die Problematik von Seiten der Bundesregierung ernst genommen wird & an einer Lösung gearbeitet wird.


Wir schulen bereits seit langem, individuell, pflegende Angehörige und gehen als Pflegeberatungs-Agentur auf Ängste, Sorgen und Probleme bei der Versorgung von Menschen mit Demenz ein. Wir bieten Lösungsansätze um pflegende Angehörige, die zu Hause den grössten Teil der pflegerischen Betreuung und Versorgung übernehmen müssen, im Umgang mit dem Erkrankten Sicherheit und fachliches Grundwissen zu vermitteln.

Melden Sie sich bei uns, wenn auch Sie bereits an Ihre Belastungsgrenzen in der Versorgung stossen und professionelle Unterstützung oder Beratung, auch über moderne Kommunikationsmedien, wie Videotelefonie, benötigen.


Wir sind bundesweit für Sie da!

 


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

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NEWS! Neue Regelung, corona-bedingt, zum Entlastungsbetrag von 125,- Euro

  • Betrifft Patienten mit Pflegegrad 1
  • Corona-bedingt Probleme bei Betreuung oder hauswirtschaftlicher Unterstützung
  • Vorübergehend flexibler einsetzbarer Entlastungsbetrag von 125,- Euro
  • Antrag bei der Kasse stellen
  • Jetzt auch für Nachbarn, Bekannte, Freunde Unterstützung abrechenbar

 

Entlastungsbetrag 125,- Euro Pflegegrad

Sie haben einen zugestandenen Pflegegrad 1 und damit Anspruch auf den Entlastungsbetrag von monatlich 125,- Euro für eine Betreuungs- und Haushaltshilfe?

Die Kasse hat sich dazu durchgerungen aufgrund personeller Engpässe der Pflegedienste und sonstiger corona-bedingter Organisationsprobleme die Abrechnungsmöglichkeit für den Beziehenden vorübergehend flexibler zu gestalten.

Bisher konnten nur Pflegedienste mit einer Kassenzulassung diesen Betrag mit der Kasse verrechnen.

Sie haben im Moment die Möglichkeit bei der Kasse einen Antrag zu stellen, dass Ihre Kosten für eine private zusätzliche Betreuungskraft oder Haushaltshilfe, gegen Vorlage der entsprechenden Quittungen oder Rechnungen, im Rahmen von monatlich 125,- Euro übernommen werden.

Geben Sie in diesem Antrag an wer Ihnen geholfen hat (Name & Anschrift) sowie den zeitlichen Aufwand.

Wichtig ist, dass es sich zwar um einen Bekannten, Nachbarn oder Freund handeln kann, die Person jedoch nicht im selben Haushalt leben darf!

Bisher hatten Sie die Möglichkeit auch angespartes Geld, des monatlich nicht genutzten Entlastungsbetrags des Vorjahres bis zum 30.06. des laufenden Jahres aufzubrauchen, dieses wurde aktuell erweitert.

Sie können die angesparten Beträge aktuell bis zum 30.09. des laufenden Jahres aufbrauchen.

In manchen Bundesländern greift diese Regelung, wie in NRW (Nordrhein-Westphalen) auch bei höheren Pflegegraden, dies erfragen Sie bitte individuell bei Ihrer Krankenkasse.

Nutzen Sie also unbedingt bei jedem zugestandenen Pflegegrad den Entlastungsbetrag von 125,- Euro.


Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen jederzeit zu unseren Bürozeiten telefonisch oder über das Kontaktformular auf unseren Homepage.


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125,- Euro Entlastungsbetrag – theoretisch gut, praktisch schlecht umzusetzen

Den Entlastungsbetrag von 125,- Euro richtig nutzen


Wie der Entlastungsbetrag von 125,- Euro als Pflegegeld, für den Pflegegrad 1 – 5, nutzbar ist, im folgenden Beitrag erklärt.

  • Entlastungsbetrag?
  • Wofür kann ich ihn einsetzen?
  • Gibt es eine Auszahlungsmöglichkeit?
  • Wer kann ihn abrechnen?

Seit 01.01.2017 haben alle Patienten mit anerkanntem Pflegegrad, zusätzlich zu ihrem Pflegegeld, den Anspruch auf 125,- Euro Entlastungsbetrag der Pflegekasse.

Der Entlastungsbetrag ist monatlich, wie auch das Pflegegeld, abrufbar. Er ist für kleine Hilfen im Alltag gedacht. Diese sind beispielsweise Betreuung und Aktivierung des Patienten. Auch Einkäufe, hauswirtschaftliche Verrichtungen oder Fahrt- und Begleitdienste sind abrechenbar.

Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden & wird im Vergleich zum Pflegegeld, nicht anteilig ausbezahlt.

Der Betrag lässt sich auf dem Konto der Pflegekasse ansparen. Er muss unbedingt bis zum 30.06. des Folgejahres über einen Abrechnungspartner der Kassen, wie einen ambulanten Pflegedienst, in Anspruch genommen werden. Er verfällt Ihnen sonst.

Man kann den angesparten Betrag auch für die Zuzahlung für den Eigenanteil der Kurzzeitpflege anrechnen lassen. Das bietet sich an, wenn sonst während des Jahres keine Unterstützung durch kleine Alltagshilfen benötigt wird.

Es ist auch möglich, wenn eine Tagespflegeeinrichtung in Anspruch genommen wird, diesen mit den Fahrt- oder Essenskosten verrechnen zu lassen.

WICHTIG: Der Entlastungsbetrag von 125,- Euro ist nicht für die Unterstützung bei der Körperpflege nutzbar.

Problematisch seit der Einführung dieses Entlastungsbetrags ist, dass ambulante Pflegedienste extrem viele Anfragen für hauswirtschaftliche Tätigkeiten bekommen. Sehr viele Patienten haben den Pflegegrad 1 und damit Anspruch auf den Entlastungsbetrag von 125,- Euro. Ambulante Pflegedienste kommen den hohen Nachfragen aus Kapazitätsgründen oft gar nicht hinterher. Die bestehenden Patienten haben Anspruch auf hauswirtschaftliche Versorgung haben und sind bevorzugt behandelt. Sie finden schlicht kein Personal für diese niedrigschwelligen Tätigkeiten. Da ambulante Pflegedienste primär Pflegehilfs- und Pflegefachkräfte beschäftigen und nur wenige Hauswirtschaftskräfte, kann dies schon mal frustrierend für den jetzt Pflegegrad 1 Besitzenden sein, da er sich durch etliche Pflegedienste telefonieren muss und meistens zu hören bekommt, dass niemand Kapazitäten hat. Deswegen auch die Überschrift des Artikels; theoretisch gut – praktisch schlecht umzusetzen.

Sollten Sie Fragen zum Einsatz des Entlastungsbetrag haben, kontaktieren Sie uns auf gewohntem Weg per Telefon oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage.


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

Neues Angehörigen Entlastungsgesetz zum 01.01.2020

Was ändert sich durch das neue Angehörigen Entlastungsgesetz?


Neue Regelung im Angehörigen Entlastungsgesetz der Bundesregierung zum 01.01.2020, Einkommensgrenze unterhaltspflichtiger Kinder erst ab 100.000 Euro Jahresgehalt.

Im neuen Gesetz heisst es, dass die Sozialämter grundsätzlich von einem Jahreseinkommen unterhaltspflichtiger Kinder von unter 100.000 Euro ausgehen müssen, wenn keine Hinweise vorliegen, dass das Einkommen doch höher ist.Angehörigen Entlastungsgesetz Einkommensgrenze

Hiermit enfällt die standardisierte Überprüfung der Unterhaltsverpflichtung der Kinder, wenn ein pflegebdürftiger Mensch oder sein gestzlicher Vertreter über das Sozialamt Hilfe zur Pflege beantragen muss, da die Pflegekosten für ihn, trotz Renteneinahmen, nicht finanzierbar sind.

Ein Großteil der älteren, pflegebedürftigen Patienten lehnte deswegen bisher die Unterstützung des Sozialamts ab, da sie ihren Kindern nicht finanziell zur Last fallen wollten, auch nicht durch das Offenlegen der finanziellen Verhältnisse.

Dieses Verhalten führte bisher immer wieder zu einer pflegerischen Unterversorgung des Betroffenen.


Hiermit wurde, auch für den ambulanten Pflegebereich die Möglichkeit durch das neue Angehörigen Entlastungsgesetz geschaffen, bedürfnisorientierte Pflegeleistungen in Anspruch nehmen zu können und einer Unterversorgung mangels finanzieller Möglichkeiten vorzubeugen!


Der Link zum kompletten Gesetzesentwurf:

https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7391369&url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk=&mod=mediathek


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Erneute Razzien in Bayern wegen Abrechnungsbetrugs

Nach wie vor versuchen Unternehmen auf dem deutschen Pflegemarkt, zum Leid der Patienten & Angehörigen sich auf deren und der Kosten der Kranken- & Pflegekassen finanziell zu bereichern.

Die Justiz hat heute in Bayern eine strukturiert vorbereitete Aktion gegen einige Unternehmen durchsetzen können. Pflegebetrug ist in diesem Umfeld nichts Neues, was auch der Justiz, nicht nur Personen die im Pflegebereich arbeiten, bekannt ist.

Ein Wirtschaftszweig in dem sich vermehrt schwarze Schafe niederlassen, dieser ist finanziell extrem lukrativ, was auch mit dem demografischen Wandel in Deutschland zusammenhängt. 

Der Patient wird basisversorgt, bezahlt Unmengen von Geld für seine Versorgung, erhält oft nicht im Ansatz die notwenige Versorgung, es wird nicht im Ansatz auf seine menschlichen Bedürfnisse eingegangen. Zeit & Wirtschaftlichkeit stehen im Vordergrund, nicht das Leben, der Mensch und seine Bedürfnisse.

Kontrollorgane des MDK (Medizinischer Dienst der Kassen) mit ihren Alibi-Instrumenten für die Kontrolle der pflegerischen Einrichtungen, bewirken selten etwas und primär nichts. 

Die Einrichtungen kennen die Prüfkriterien und sind auf Prüfungen durch dafür eingestellte Qualitätsmanager vorbereitet, welche sich um die geforderten Qualitätsstandards der Kassen kümmern. Dieses erweckt nach Aussen den Anschein, man habe es mit einem guten Pflegeunternehmen zu tun, oft wird bereits in Prospekten mit einer sehr guten Benotung durch den MDK geworben. 

Augenwischerei, wenn man die Hintergründe kennt!

Der Pflegemarkt scheint finanziell so interessant zu sein, dass selbst Ärzte dazu bereit sind, sich finanziell zu bereichern, indem sie Beteiligungen für falsch ausgestellte Diagnosen beziehen, mit Pflegediensten unter einem Hut stecken und dazu beitragen die Kranken- & Pflegekassen durch höhere Zahlungen für höhere, jedoch nicht angemessenen Pflegegrade, zu bezahlen.

Ein Netzwerk der Korruption auch in der Pflege.

Patienten die auf einen höheren Pflegegrad angewiesen wären, gehen leer aus, werden nicht adäquat beurteilt, leiden unter zu geringer pflegerischer Versorgung und andere machen sie buchstäblich die Taschen voll.

Für die Pflegekräfte führt nicht nur eine nicht angemessene Bezahlung zu Frustration, auch die Ungerechtigkeit den Patienten gegenüber und der ständige finanzielle Druck, ausgeübt von den Arbeitgebern stellt ein grosses Problem in dieser Branche dar. Dies für zu einem Pflegenotstand in Deutschland, wie wir ihn bereits erleben.

Wem kann ich überhaupt noch vertrauen? 

Wem kann ich meinen zu pflegenden Angehörigen, bei solchen Schlagzeilen überhaupt noch ruhigen Gewissens anvertrauen?

Berechtigte Fragen, die sich ein Angehöriger stellen muss. Kontrollieren Sie die Mitarbeiter, befragen Sie Ihren Angehörigen bezüglich der Zufriedenheit, des Umgangs mit ihm, der Qualität der Mahlzeiten, der Sauberkeit in der jeweiligen Pflegeeinrichtung!

Wir beraten Sie gerne zur Auswahl einer angemessenen Wohnform, Problemen mit Pflegeeinrichtungen , Behörden, Kranken- und Pflegekassen.

Bei uns erhalten Sie Unterstützung im Antragswesen, Finanzierungs- & Entlastungsmöglichkeiten.

Kontaktieren Sie unsere Pflegeberatung, wir helfen Ihnen zuverlässig, kompetent und kostengünstig in allen pflegerelevanten Bereichen mit Herz & Verstand!

Artikel in Süddeutschen Zeitung online vom 23.10.2019

https://www.sueddeutsche.de/bayern/muenchen-augsburg-razzia-pflegebetrug-1.4652496


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