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Nachtpflege | Eine Leistung der Pflegeversicherung

 Nutzen Sie als pflegende Angehörige bereits die Entlastungsleistung der Nachtpflege der Pflegeversicherung?

Werden Menschen pflegebedürftig, wünschen sie sich häufig, trotzdem weiter in ihrem häuslichen Umfeld zu verbleiben, statt dauerhaft in eine Pflegeeinrichtung umzuziehen. Dieser Wunsch ist verständlich, stellt die pflegenden Angehörigen oft aber vor eine Herausforderung. Nur wenige haben die Möglichkeit, rund um die Uhr für den Pflegebedürftigen da zu sein, und insbesondere eine Pflege während der Nacht kann für die Angehörigen eine Belastung darstellen.

Glücklicherweise gehört zu den Angeboten der Pflegeversicherung auch die Nachtpflege. Bei dieser Leistung wird die Betreuung des Pflegebedürftigen während der Nachtstunden von einem Pflegedienst übernommen, sodass die Angehörigen entlastet werden und selbst zur Ruhe kommen. Die professionellen Pfleger übernehmen währenddessen zum Beispiel die Begleitung des Pflegebedürftigen beim nächtlichen Toilettengang oder dessen medizinische Versorgung, soweit dies erforderlich ist.

Nachtpflege Entlastungsleistung pflegende Angehörige

Die verschiedenen Formen der Nachtpflege

Die Nachtpflege kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen:

  • Als teilstationäre Pflege: Bei dieser Form der Nachtpflege wird der Pflegebedürftige während der Nacht in einer Pflegeeinrichtung untergebracht und kehrt tagsüber nach Hause zurück. Die Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Pflegeeinrichtung (und zurück) ist bei dieser Leistung mit inbegriffen.
  • Als ambulante Pflege: Hier kommt ein Mitarbeiter des Pflegedienstes zu dem Pflegebedürftigen nach Hause und betreut ihn dort entweder stundenweise oder während der gesamten Nacht.

Welche Form der Nachtpflege für einen Pflegebedürftigen in Frage kommt, hängt vor allem von dessen körperlichem und geistigem Gesundheitszustand ab. Nachtaktive Demenzkranke, die zum Weglaufen neigen, benötigen beispielsweise oft eine besonders intensive Betreuung, die nicht jeder ambulante Pflegedienst leisten kann. Angehörige sollten sich hier ausführlich beraten lassen, welche Form der Nachtpflege für die pflegebedürftige Person am geeignetsten erscheint.

Wann besteht Anspruch auf Nachtpflege?

In § 41 im Sozialgesetzbuch – Elftes Buch (SGB XI) erläutert der Gesetzgeber, wann ein Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege geltend gemacht werden kann. Gemäß diesem Paragraphen müssen dafür folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Pflegebedürftige weist einen Pflegegrad von 2 bis 5 auf.
  • Die häusliche Pflege kann nicht in ausreichendem Maße sichergestellt werden bzw. die teilstationäre Betreuung ist zur Ergänzung der häuslichen Pflege erforderlich.

Sind die genannten Voraussetzungen gegeben, können die Kosten für die Nachtpflege über die Pflegeversicherung abgerechnet werden. Dies umfasst jedoch nur die Grund- und Krankenpflege sowie eventuelle Transportkosten, die durch den Fahrdienst einer Pflegeeinrichtung anfallen. Bis zu welchem Gesamtwert diese Kosten übernahmefähig sind, hängt außerdem vom Pflegegrad ab. Gemäß § 41 Abs. 2 SGB XI gelten hier folgende Grenzbeträge:

  • Pflegegrad 2: bis zu 689 Euro pro Monat
  • Pflegegrad 3: bis zu 1298 Euro pro Monat
  • Pflegegrad 4: bis zu 1612 Euro pro Monat
  • Pflegegrad 5: bis zu 1995 Euro pro Monat

Nachtpflege Entlastungsleistung pflegende Angehörige

Übersteigen die Pflegekosten den jeweiligen monatlichen Leistungsbeitrag der Pflegeversicherung, muss der Pflegebedürftige den Restbetrag aus eigener Tasche zahlen. Gleiches gilt für die Kosten, die für Unterkunft und Verpflegung anfallen. Reicht das Einkommen bzw. das Vermögen der Betroffenen nicht aus, um die Pflegekosten zu decken, besteht die Möglichkeit, Sozialhilfe zu beantragen.

Die Nachtpflege kann zusätzlich zum Pflegegeld und den ambulanten Pflegesachleistungen beansprucht werden. Es erfolgt somit keine Anrechnung auf diese Leistungen.


Weitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zur Entlastungsleistung für pflegende Angehörige der Nachtpflege, finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, um Ihnen die nötige transparenz im Bereich Pflege aufzuzeigen.

Reinhören lohnt sich!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

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Kurzzeitpflege | Nutzen Sie den Leistungsanspruch richtig

Im folgenden Beitrag erklären wir Ihnen, als pflegende Angehörige, den Begriff Kurzzeitpflege als Entlastungsangebot. Bei der Kurzzeitpflege handelt es sich um eine Leistung, die für maximal 8 Wochen im Jahr bewilligt wird. Voraussetzung dafür ist ein Pflegegrad 2 oder höher, um eine Kostenübernahme durch die Pflegekasse zu bekommen. Hierfür ist ein Budget von 1612,- Euro jährlich vorgesehen. dieses kann mit den Leistungen der Verhinderungspflege kombiniert werden, wenn diese im laufenden Jahr nicht oder nur teilweise in Anspruch genommen wurde.


  • Definition
  • Voraussetzungen
  • Kosten | Eigenanteil
  • Zeitraum
  • Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad

Kurzzeitpflege Entlastungsangebot pflegende Angehörige

Definition Kurzzeitpflege


Die Pflege kann beispielsweise aufgrund einer Krankheit oder akuten Zustandsverschlechterung nicht wie bisher in der häuslichen Umgebung erfolgen. eine weitere Möglichkeit ist, daß ein Teil der Wohnung oder des Hauses aktuell umgebaut wird und die Versorgung zu Hause nicht erfolgen kann. Eine Kurzzeitpflege ist auch nach Krankenhausaufenthalt möglich, um den Gesundheitszustand eines Patienten wiederherzustellen. Sie kann auch vorübergehend genutzt werden, wenn Sie auf einen Platz in einem Pflegeheim warten und noch keine Zusage bekommen haben. Anspruch besteht auch, wenn Sie als pflegender Angehöriger selbst ausfallen, beispielsweise durch einen Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalt.

Der Gesetzgeber sieht für diese Eventualitäten eine Unterbringung in einer zugelassenen, stationären Einrichtung vor.

 

Voraussetzung für das Entlastungsangebot


Das Budget von aktuell 1612,- Euro steht allen Menschen mit Pflegegrad 2 oder höher zu. Eine Möglichkeit die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad zu beantragen besteht bei plötzlichem Unfall oder Krankheit, dazu mehr im letzten Punkt. Der zeitliche Rahmen für die stationäre Unterbringung ist mit 56 Tagen im Jahr geregelt. Das Budget der Kurzzeitpflege ist kombinierbar mit den Leistungen der Verhinderungspflege. Dieses ist möglich wenn die Verhinderungspflege im laufenden Jahr nur teilweise oder bisher gar nicht in Anspruch genommen wurde. Der Betrag läßt sich hiermit auf maximal 3224,- Euro jährlich aufstocken.

 

Kosten | Eigenanteil für pflegende Angehörige oder Versicherten


Die Kosten der Kurzzeitpflege setzen sich aus drei Komponenten zusammen.

  1. Unterbringung & Verpflegung
  2. Pflegekosten
  3. Investitionskosten

Mit der erwähnten Pauschale von 1612,- Euro gewährt die Pflegekasse jährlich einen Zuschuß für alle Menschen mit Pflegegrad 2 oder höher. Die anfallenden Kosten für die Kurzzeitpflege können durch den Entlastungsbetrag von 125,- Euro für die Unterbringungskosten erweitert werden. Weitere anfallende Kosten sind vom Versicherten selbst zu tragen. ist dieser dazu nicht in der Lage, gibt es die Möglichkeit diese über das Sozialamt finanziert zu bekommen. Ihr Pflegegeld bekommen Sie für weitere vier Wochen halbiert ausbezahlt. Es gibt die Möglichkeit die anfallenden kOsten beim Lohnsteuerjahresausgleich, im Bereich der außerordentlichen Belastungen anzurechnen.

Zeitraum der Unterbringung in der Kurzzeitpflege

Die Möglichkeit von diesem Entlastungsangebot der Kurzzeitpflege für pflegende Angehörige zu profitieren besteht für maximal 56 tage oder acht Wochen pro Jahr.

 

Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad nutzen

Seit dem 01. Januar 2016 gibt es die Möglichkeit die Einrichtung der Kurzzeitpflege unter folgenden Voraussetzungen ohne Pflegegrad zu nutzen. Bei dieser Sonderregelung übernimmt die Krankenkasse, nicht die Pflegekasse die Kosten für die vorübergehende stationäre Unterbringung. Vorausstzung ist, daß ein akuter Unfall oder eine Erkrankung vorliegt und der Gesundheitszustand des Betroffenen eine weitere pflegerische Betreuung & Versorgung erfordert, die zu Hause nicht gegeben ist.

Die Krankenkasse übernimmt hierbei die pauschale für die pflege von 1612,- euro, nicht die Investitionskosten, die Unterbringung und Verpflegung. Diese muss vom Betroffenen getragen werden. Die Beantragung dient in diesem Fall der Kompensation eines pflegerischen Engpasses.


Kontaktieren Sie uns jederzeit bei Fragen zur Entlastungsmöglichkeit für pflegende Angehörige durch Kurzzeitpflege.

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Vorsicht vor Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten

Immer wieder rufen Angehörige bei unserer Pflegeberatung an, wenn sie den Verdacht auf Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten erkennen. Leider ist dies immer öfter der Fall. Wir haben es, auf den Bereich Pflege bezogen, mit einem großen Wirtschaftszweig zu tun. Auch in diesem Bereich gibt es selbstverständlich schwarze Schafe, die demographisch bedingt, die Chance wittern sich finanziell zu bereichern.


Abrechnungsbetrug | Welche Dinge kann ich selbst kontrollieren und prüfen?


Es ist für einen pflegenden Angehörigen nicht leicht zu durchschauen, was hinter den im Kostenvoranschlag enthaltenen Leistungen an auszuführenden Tätigkeiten steckt. Im Idealfall muß beim Aufnahmegespräch des Patienten der Kostenvoranschlag besprochen und transparent erklärt sein. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Wir stellen immer wieder fest, daß Angehörige & Patienten keine Ahnung davon haben, was sie da eigentlich unterschreiben.

Ambulante Pflegedienste haben somit leicht die Möglichkeit Abrechnungsbetrug zu betreiben. Dies können Sie, anhand der nächsten beiden Fallbeispiele, vermeiden. Wir bieten unseren Kunden als Teil unserer Pflegeberatung  immer an, wenn Unklarheiten zwischen Kostenvoranschlag und erbrachten Leistungen bestehen, diesen zu prüfen. Wir gehen präzise auf die Einzelleistungen ein, erklären, was von Seite der Kasse vorgegeben ist und wie sich die Punkte auf die Versorgung des Patienten beziehen.Deutsche Pflegeberatung Matheis | Abrechungsbetrug ambulanter Pflegedienst


Fallbeispiel Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten


Ein Kunde wendet sich an uns, da der Pflegesachleistungsbetrag bei Pflegegrad 3 von 1298,- Euro vom ambulanten Pflegedienst voll ausgeschöpft wird. Zusätzlich verrechnet der ambulante Pflegedienst den monatlichen Entlastungsbetrag von 125,- Euro für die hauswirtschaftliche Versorgung. Seine Mutter erhält jedoch, nachdem wir den vorliegenden Kostenvoranschlag durchgehen, nicht die vereinbarten Leistungen. Der ambulante Pflegedienst rechnet diese jedoch monatlich voll ab.

Es sind teilweise Punkte, die nicht mit anderen Leistungskomplexen kombiniert abrechenbar sind. Es werden Leistungen im Kostenvoranschlag und gegenüber der Kasse als erbracht abgerechnet, obwohl die Versicherte diese selbst ausführt. Sie erhält keinerlei Unterstützung bei diesen Tätigkeiten durch den ambulanten Pflegedienst, wir sprechen von Abrechnungsbetrug.

Wir erstellen, zusammen mit dem Sohn, der Versicherten, eine Übersicht der tatsächlich notwendigen Leistungen. Die Übersicht zeigt uns nun eine Differenz von insgesamt 620,25 Euro monatlich. Dieser Betrag wird regelmäßig bei der Kasse abgerechnet, für angeblich erbrachte Pflegeleistungen.

Die Versicherte kann sich den Restbetrag, des nicht verbrauchten Pflegegeldes, als Kombinationsleistung von der Kasse anteilig ausbezahlen lassen.

Bei der Durchsicht des Pflegevertrags finden wir zusätzlich nicht rechtskräftige Klauseln, auf die Kündigungsfrist bezogen. Ein ambulanter Pflegedienst ist nicht berechtigt eine Kündigungsfrist für den Patienten vorzuschreiben. In diesem Fall soll der Pflegedienst, laut Vertrag, mindestens 6 Monate genutzt und nicht gekündigt werden. Das Patientenrecht sieht vor, daß ein Patient den ambulanten Pflegedienst von einem Tag auf den anderen kündigen & wechseln kann.


Ein weiteres Beispiel für Abrechnungsbetrug durch ambulante Pflegedienste

Der Aufmerksamkeit der Tochter ist es zu verdanken, daß sie stutzig geworden ist, über die abgerechneten Leistungen im Pflegefall ihrer Mutter. Diese wird auch zu Hause von einem ambulanten Pflegedienst pflegerisch versorgt. In diesem Fallbeispiel ist mit dem ambulanten Pflegedienst vereinbart, sich um die Hauswirtschaft zu kümmern. Es wurde kein Auftrag für pflegerische oder medizinische Leistungen erteilt. Die Versicherte hatte über den Entlastungsbetrag von monatlich 125,- Euro ingesamt 1254,- Euro angespart. Der ambulante Pflegedienst soll mit diesem Budget haushaltsnahe Dienstleistungen erbringen.

Der Umfang hierfür ist mit der Tochter besprochen bei wöchentlichen 5,25 Stunden. Die Tochter wundert sich im folgenden Monat über das Ausbleiben des von der Kasse bezahlten Pflegegeldes. Dieses wird nach Geldleistung ausbezahlt. die Tochter übernimmt als pflegende Angehörige die pflegerische Versorgung ihrer Mutter. Auf Nachfrage bei der Kasse erfährt sie, daß der ambulante Pflegedienst zusätzlich zum Entlastungsbetrag für die Haushaltstätigkeiten, die Pflegesachleistungspauschale für angebliche Leistungen der Körperpflege abrechnet. Deswegen findet keine Auszahlung des Pflegegeldes statt, es gibt keinen Restbetrag. Es wurden nicht vereinbarte Leistungen über 2263,71 Euro bei der Kasse abgerechnet.

Die Reklamation der Tochter gegenüber dem ambulanten Pflegedienst

Die Tochter konfrontiert den ambulanten Pflegedienst mit den Vorwürfen, sieht die Leistungsnachweise ein. dabei stellt sich heraus, daß die zu unterschreibenden Leistungsnachweise nicht stimmen. Ihre Mutter hat diese ihr vorgelegten Nachweise gutgläubig unterschrieben. Eine Leistungsnachweis hat eine offensichtlich gefälschte Unterschrift, die nicht von der Mutter stammt. es sind Tage abgerechnet an denen keine Pflegekraft vor Ort war. Weiterhin stellt sich heraus, daß diese Leistungsnachweise nachträglich erstellt wurden. Der Haushaltshelfer, aus einem Drittland stammend, hat diese gegen gezeichnet. Er versteht diese Formulare jedoch laut Tochter überhaupt nicht. Handelt ausschließlich nach Anweisung seiner Pflegedienstleitung. Nach seinen Angaben ist diese oft cholerisch, schreit ihn an und droht ihm bei Unfolgsamkeit mit Kündigung.

Für einen Vormonat tauchen zusätzlich zwei erstellte Leistungsnachweise auf. Es macht den Anschein als wären zwei Personen, unabhängig voneinander, tätig gewesen. Auch das gibt keinen Sinn und verhärtet den Verdacht auf Abrechnungsbetrug des ambulanten Pflegedienstes. Weiterhin wurden die Rechnungen der nicht getätigten Leistungen nicht nur an die Kasse sondern auch an die BFS-Abrechnungstelle weitergeleitet. Der Verdacht des Versuchs der doppelten Abrechnung des ambulanten Pflegedienstes steht im Raum. Nach einem weiteren Telefonat mit der Techniker Krankenkasse, bei dem auch der Sachbearbeiter nicht mehr durchsteigt, wird eine Überprüfung veranlaßt.

Eine weitere Möglichkeit für Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten

Die Tochter schildert uns, daß der Betreiber des ambulanten Pflegedienstes auch Transferfahrten ins Impfzentrum, coronabedingt, anbietet. Es liegt jedoch, wie bei allen ambulanten Pflegediensten kein Personenbeförderungsschein vor. Dieser ist aus Versicherungsgründen jedoch erforderlich um Patienten im KFZ zu transportieren. Wir sprechen von grober Fahrläßigkeit dem Patienten gegenüber. Es wird auch eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren betrieben. Diese nutzen morgens und abends den Hol- und Bringservice. Unabhängig davon, daß die Kunden nicht täglich für die Fahrten bezahlen, sind diese jedoch notwendig für den Umsatz der Tagespflege und mit einkalkuliert.

Die Gesetzesgrundlage

Daher hat der Gesetzgeber entschieden, dass solch eine Fahrt eine entgeltliche Personenbeförderung ist. Diese ist ohne den notwendigen Unternehmerschein, einem eigenen Standortleiter und speziellen gewerblichen Parkplätzen (die Genehmigung muss das Bauamt der Gemeinde geben) nicht betriebbar. Die Versicherung ist für diese Fahrzeuge (V-Klassen) erheblich teurer, zudem müssen sie jährlich zum TÜV und obliegen hier auch der BO-Kraftverordnung. Es fällt auch eine Beitragspflicht zur dazugehörigen Berufsgenossenschaft in Hamburg an. Die Behörde, die dazu gehört, ist das Landratsamt München. Der Ansprechpartner ist Herr Burkhardt vom Bereich Verkehrswesen. Bei den V-Klassen sind auch die Türgriffe manipuliert. So wird die Betreuungskraft, die bei solchen „Krankenfahrten“, zusätzlich genehmigt sein muss, gespart. Scheinbar – das weiß die Tochter nur vom Hörensagen – sind die Türgriffe so manipuliert – nicht mit der Kindersicherung – dass die Menschen mit Demenz im Notfall nicht alleine aussteigen können. Der ambulante Pflegedienst handelt zusätzlich gesetzwidrig.

Das Gesetz ist da, um Chauffeursunternehmen und Taxiunternehmer zu schützen. Im Sprachgebrauch der Behörden spricht man von der Genehmigung / Konzession für Taxi- und Mietwagenunternehmer. Mietwagen sind Chauffeursunternehmen. Das was wir umgangssprachlich als Mietwagen bezeichnen, ist die sogenannte Selbstfahrervermietung.


Fazit:

Selbstverständlich sind dies Fälle von Abrechnungsbetrug, die zum Glück nicht bei allen Betreibern von ambulanten Pflegediensten auftreten. Jedoch empfehlen wir immer nicht zu gutgläubig zu sein, diese regelmäßig zu kontrollieren. stellen Sie Fragen wenn Sie etwas nicht verstehen! Ziehen Sie unsere Serviceleistung der Prüfung von Kostenvoranschlägen & Pflegeverträgen in Erwägung. Lassen Sie sich finanziell nicht betrügen und vor allem keine falschen Tatsachen vortäuschen!

Vertrauen ist gut – Kontrolle dringend nötig!!!


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Wie hilft mir die Deutsche Pflegeberatung in München im Pflegefall weiter?

Unsere Pflegeberatung in München unterstützt Sie im Pflegefall


Unsere Pflegeberatung in München bietet Ihnen im Pflegefall nicht nur Schulungen, sondern unterstützt sie im Antrag oder Widerspruch für einen Pflegegrad.

Seit dem 1. Januar 2009 hat jeder Versicherte in Deutschland Anspruch auf individuelle Pflegeberatung durch die Pflegekassen (Pflegeweiterentwicklungsgesetz).

Es gibt für Versicherte die Möglichkeit einen einmaligen Beratungsgutschein über 90,- Euro bei der Pflegekasse zu beantragen. Dieser wird beim von der Pflegekasse zertifizierten Pflegeberater, welcher den Betroffenen zu Hause besucht, eingelöst und er kann seine Beratung bei der Pflegekasse abrechnen.

In meiner langjährigen Erfahrung als Pflegedienstleitung mehrerer ambulanter Pflegedienste, sah die von meinen Patienten genutzte Kassenberatungsdienstleistung, leider meistens wie folgt aus.

Vorgehensweise der zertifizierten Berater der Pflegekasse:

Die Berater vereinbarten einen Termin bei dem jeweiligen Betroffenen. Die Pflegeberatung war innerhalb eines Zeitrahmens von 20 – 40 Minuten abgeschlossen.  Selbstverständlich wird mit diesem Budget zeitlich gewirtschaftet. Natürlich wird auch ihre An- und Abfahrtszeit in die abzurechnenden 90,- Euro einberechnet. Oft bleiben viele Fragen offen. Es war schlicht keine Zeit, in diesem Budgetrahmen, individuell und ausführlich auf alle Probleme, Fragen und Wünsche einzugehen. Zurück bleibt ein unzufriedener Betroffener. Dieserr versucht sich weitere Hilfe & Beratung zu organisieren, da er sich, wie am Fliessband abgefertigt vorkommt.

Ergebnis der Beratung:

Es hat für alle Beteiligten den Anschein, als würde nur dem Gesetzgeber gerecht geworden. Das Gesetz gibt die Notwendigkeit der Beratung vor. In der Realität und Praxis wird dies jedoch oft nur oberflächlich umgesetzt.

Unsere Kritik:

Man kann realistisch niemanden zu einer komplexen Pflegesituation in einem so kurzen Zeitrahmen beraten. Dem Angehörigen sollte durch die notwendigen Informationen Sicherheit im Umhang mit dem Patienten vermittelt werden! Ausführliche Beratung, zu einem Themenfeld des Patienten, zum Beispiel Demenz, dauert nicht selten 90 – 120 Minuten. Auch dann wurde jedoch auch nur Basiswissen zu diesem Thema weitergegeben. Weitere Hilfeangebote, Entlastungsmöglichkeiten müssen besprochen werden. Beratung zur adäquaten Hilfsmittelauswahl, pflegerischen Unterbringungsmöglichkeiten, Tipps zu Selbsthilfegruppen fehlen. Es passte schlicht nihct in den zeitlich vorgegebenen Rahmen.

Mit diesem genutzten Beratungsangebot auf Kassengutschein, kamen in der Vergangenheit viele Angehörige und auch Patienten zu uns. Sie wunderten sich, dass ihre Fragen, Wünsche und Probleme ernstgenommen wurden. Ein zeitlich deutlich höherer Zeitrahmen ist notwendig, daß keine Fragen offen blieben. Es muss sich Zeit genommen werden, um auf die individuelle Situation einzugehen. Als Betroffener muss man mit seinen Ängsten gesehen und verstanden werden.

Was macht unsere Pflegeberatung in München besser?

  • Wir nehmen uns Zeit für Sie, egal wie lange es nötig ist, Sie sind uns wichtig!
  • Unabhängig von den Pflege- & Krankenkassen, patienten- und angehörigenorientiert!
  • Wir gehen bei unserer Arbeit neutral und unabhängig von Abrechnungspartnern vor!
  • Persönliche Pflegeberatung  unter Einbezug moderner Kommunikationsmedien (Videotelefonie, Email, WhatsApp etc.)!
  • Jahrelange theoretische und praktische Pflegeerfahrung in allen Bereichen!
  • Wir bleiben auch nach der Beratung Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen und Unterstützungsmöglichkeiten!

Als Pflegeberatung unterstützen wir Sie auch im Antrag & Widerspruch bei abgelehntem Pflegegrad


Gemeinsam meistern wir diese Herausforderung durch langjährige Erfahrung mit Ihnen, vertrauen Sie uns!

Nehmen Sie Kontakt zu unserer Pflegeberatung in München auf, wenn Sie im Pflegefall Unterstützung für den Antrag auf Pflegegrad, oder einen Widerspruch bei abgelehntem Pflegegrad benötigen.


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Haushaltshilfe über Verhinderungspflege oder Entlastungsbetrag 125,- Euro – so gehts!

Entlastungsbetrag 125,- Euro & Verhinderungspflege für haushaltsnahe Dienstleistungen nutzen


Wie kann ich den Entlastungsbetrag von 125,- Euro oder das Verhinderungspflege Budget sinnvoll für haushaltsnahe Dienstleistungen einsetzen? Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag unseren neuen Kooperationspartner VitalKura vorstellen. Ein, wie wir finden, toller Dienstleister im Bereich haushaltsnaher Diensteistungen, der für die Vermittlung von Haushaltshilfen auf dem Pflegemarkt zuständig ist. Seit es den Entlastungsbetrag von 125,- Euro monatlich von der Pflegekasse bei allen Pflegegraden gibt, stoßen Versicherte an ihre Grenzen eine Haushalthilfe, einen Alltagshelfer oder eine Betreuungskraft zu finden, da die ambulanten Pflegedienste an ihre Kapazitäten stoßen und sich oft niemand für diese Tätigkeiten finden läßt. VitalKura hat die Möglichkeit ab Pflegegrad 2 über das Verhinderungspflege Budget von jährlich 1612,- Euro abzurechnen. In einigen Bundesländern ist dieses auch bereits ab Pflegegrad 1 über den 125,- Euro Entlastungsbetrag möglich, in Bayern bisher nur über Verhinderungspflege ab Pflegegrad 2. Viele Versicherte lassen dieses Budget oft unangetastet und verlieren kostbare zusätzliche Leistungen der Pflegekasse.

Ihre Pflegeversicherung übernimmt jährliche Kosten, zusammengesetzt aus dem Entlastungsbetrag von 125,- Euro monatlich und dem Verhinderungspflegebudget von insgesamt maximal 4000,- Euro im Jahr. Zusätzlich können nicht genutzte Leistungsansprüche aus den Vorjahren aufgebraucht werden.

VitalKura übernimmt die nötigen Formalitäten mit der Kasse, damit Sie die Alltagsunterstützung bekommen, die Sie benötigen!


Entlastungsbetrag | Verhinderungspflege


Das Angebot umfaßt folgende Leistungen:

  • Reinigung der Wohnung
  • Gemeinsame Spaziergänge
  • Botengänge
  • Erledigung von Einkäufen
  • Leichte Gartenarbeit
  • Begleitung zu Terminen (Arzt, Therapie)
  • Begleitung bei sozialen Aktivitäten (Theater, Kino)
  • Haustierbetreuung
  • Gesellschaft leisten

Die Vorgehensweise:

  • Gemeinsam wird der individuelle Unterstützungsbedarf ermittelt.
  • VitalKura schickt Ihnen den Antrag  für die Kasse zu.
  • Nach dem Ihr Antrag vollständig ausgefüllt vorliegt, wird er an die Kasse zur Genehmigung weitergeleitet.
  • VitalKura kümmert sich um einen für Sie passenden Mitarbeiter, der mit Ihnen Kontakt aufnimmt.
  • Mit Ihnen wird ein Termin für die notwendige Unterstützung vereinbart.
  • Sie bestätigen anschließend nur die erbrachten Leistungen zur Abrechnung für die Kasse.
  • Die erbrachten Leistungen werden durch VitalKura direkt mit der Kasse abgerechnet.
  • Ihnen entstehen keine zusätzlichen Kosten.
  • Auf Wunsch erhalten Sie eine Rechnungskopie der erbrachten Leistungen, um Ihnen eine transparente Abrechnung mit Ihrer Kasse aufzuzeigen.

Wenn Sie Fragen zu unserem neuen Kooperationspartner oder dessen Leistungsangebot haben zögern Sie nicht mit uns in Kontakt zu treten, wir beantworten Ihre Fragen und vermitteln Sie gerne weiter.

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Entlastung für pflegende Angehörige – Tagespflege-Einrichtung

Tagespflege als Entlastung für pflegende Angehörige


In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wie Sie als pflegende Angehörige durch eine Tagespflege Einrichtung Entlastung bekommen.


Ihre Belastungsgrenze ist durch die Pflegesituation Ihres Angehörigen erreicht ?

Eine Entlastung für einige Stunden tagsüber und Erholung für sich selbst ist dringend nötig?

Sie wissen nicht, wie Sie sich noch um eigene Termine, Alltagstätigkeiten und soziale Kontakte kümmern können?


Wir erklären Ihnen, wie Sie die Möglichkeit einer Tagespflege-Einrichtung zu Ihrer Entlastung nutzen.

  • Definition Tagespflege
  • Konzept einer Tagespflege
  • Kosten & Finanzierung der Tagespflege
  • Leistungen der Tagespflege

Tagespflege pflegende Angehörige

Definition Tagespflege:

Es handelt sich bei der teilstationären Tagespflege um eine Leistung der Pflegeversicherung für pflegende Angehörige. Der Vorteil für pflegenden Angehörigen ist die Möglichkeit, Abstand zum belastenden Pflegealltag zu bekommen.

Dadurch haben Sie selbst die Chance sich um Termine, Alltagsarbeiten, die Pflege eigener sozialer Kontakte und vor allem Erholung zu kümmern.

Die Betreuungs- und Pflegekräfte strukturieren das Angebot durch Beschäftigungsmöglichkeiten. Es gibt vorgegebene Essens- und Ruhezeiten. Die Mitarbeiter achten selbstverständlich auf die individuelle notwendige Pflege. Um die medizinische Versorgung Ihres Angehörigen, brauchen Sie nicht zu sorgen. Tabletten werden beispielsweise verabreicht.

Mit anderen, unterschiedlich pflegebedürftigen Menschen, verbringt Ihr Angehöriger den Tag. Unter personeller Beaufsichtigung baut er somit selbst Kontakte auf und pflegt diese regelmäßig.

Ein spezieller Fahrdienst der Einrichtungen kümmert sich an den vereinbarten Tagen um den Transfer zur Tagespflege. Auch der Rücktransport wird übernommen, damit Sie keinen zusätzlichen Aufwand haben.


Konzept einer Tagespflege:

Bei diesem Angebot, ist eine personelle, durchgehende Anwesenheit einer Betreuungskraft vorausgesetzt, um Hilfestellung & Unterstützung zu geben. Die pflegebedürftige Person darf jedoch noch nicht auf kontinuierliche Pflege angewiesen sein, eine Restmobilität & Restselbständigkeit ist erforderlich.

Damit ist eine gewisse Homogenität, bezogen auf die Gruppenaktivitäten umsetzbar, es kommt nicht zum Ausschluß und Interaktionen können gefördert werden.

Die Tagespflege dient dem gemeinsamen Miteinander. Es besteht die Möglichkeit zu Gesprächen, Kontaktpflege und ist in Zeiten von Einsamkeit eine bereichernde Option für eingeschränkte, bedingt pflegebedürftige Menschen.


Unter folgenden Voraussetzung kann eine Tagespflege Einrichtung für pflegende Angehörige, für Ihre Entlastung, in Anspruch genommen werden:

  • Die Gefahr einer Mangelernährung besteht.
  • Die Person ist hochbetagt und alleinstehend.
  • Eine geistige / kognitive Beeinträchtigung besteht.
  • Bewegungseinschränkungen, welche die Alltagskompetenz beeinträchtigen.
  • Alltagskompetenzen bleiben erhalten oder werden wiederhergestellt.
  • Die Person muss transportfähig und nicht bettlägerig sein.

Kosten & Finanzierung der Tagespflege:
  • Je nach Einrichtung wird eine Stunden- oder Tagespauschale abgerechnet, Preise sind zu erfragen.
  • Es fällt eine Pauschale für die Mahlzeiten an.
  • Der Fahrdienst erhebt eine Kilometerpauschale, diese entfällt bei selbst organisierter Anfahrt.
  • Es fallen geringe Investitionskosten, zum Erhalt der Tagespflege-Einrichtung, an.

Je nach Aufwand des pflegerischen und medizinischen Bedarfs der zu betreuenden Person, berechnen sich die Tagespflegekosten.  Ab Pflegegrad 2, erfolgt die Abrechnung direkt für die erbrachten, notwendigen Leistungen mit der Kasse. Über eine Kassenzulassung hat die Tagespflege Einrichtung die Möglichkeit diese Betreuung abzurechnen.


WICHTIG:

Den Entlastungsbetrag von 125,- Euro monatlich, können Sie zur Finanzierung einsetzen. Nutzen Sie ihn für die anfallenden Investitionskosten, Mahlzeitenpauschale und die Unterbringung in der Tagespflege!


Durch die Pflegeversicherung ist ein Budget pro Monat geregelt. Es variiert je nach Pflegegrad 2 – 5.

Damit läßt sich für Sie ein Angebot der Tagespflege finanzieren, profitieren Sie von dieser stundenweisen Entlastung.

Hier sehen Sie die hinterlegten Leistungen der Pflegeversicherung für die Tagespflege Nutzung anhand des Pflegegrads:

Pflegegrad 2:                 689,00 €

Pflegegrad 3:               1298,00 €

Pflegegrad 4:               1612,00 €

Pflegegrad 5:               1995,00 €

Es handelt dich bei diesen Beträgen um zweckgebundene, ausschließlich für die Tagespflege nutzbare Budgets.  Diese können nicht anteilig ausbezahlt werden. Sie können sie nicht mit anderen Leistungen kombinieren!


Fazit:

Was ist eine Tagespflege?

Es handelt sich um eine Leistung der Pflegeversicherung, welche pflegenden Angehörigen die Möglichkeit bietet, sich selbst während des Tages Freiraum & Entlastung zu verschaffen, sich um alltägliches zu kümmern und Abstand & Erholung zu einer belastenden Pflegesituation zu bekommen. Weitere Infos kann Ihnen Ihr unabhängiger Pflegeberater vermitteln.


Interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zur Entlastung für pflegende Angehörige durch Tagespflege Einrichtungen, finden Sie im Blog-Bereich in Kategorien geordnet, zum Nachlesen.


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6 Tipps zur Pflege Ihres Angehörigen nach Schlaganfall

Pflege nach Schlaganfall


Im folgenden Beitrag möchten wir ihnen die notwendigen und wichtigen Aspekte in der Pflege eines Schlaganfall-Patienten erklären:

  • Körperwahrnehmung des Betroffenen
  • Tipps bei der Körperpflege
  • Anziehtraining
  • Raumgestaltung
  • Schmerzproblematik
  • Richtiges Lagern und Positionieren

Körperwahrnehmung des Betroffenen nach Schlaganfall:

Da der Betroffene seine Körperhälfte im Moment gar nicht oder nur teilweise wahrnimmt, was von der Ausprägung und Region des Schlaganfalls im Gehirn abhängt, ist es die wichtigste Priorität ihn für diese Körperseite wieder zu sensibilisieren. Seine Wahrnehmung richtet sich aktuell nur auf die funktionierende, nicht betroffene, Körperhälfte. Die gelähmten Extremitäten sind schlaff, hängen teilnahmslos am Körper, müssen unterstützend gelagert oder positioniert werden und sind vor allem oft schmerzfrei! Sie werden vom Patient nicht mit einbezogen, er vergißt diese schlicht und beachtet sie oft gar nicht oder nur teilweise.

Auch der rehabilitative Ansatz geht nur in die Richtung der erneuten Sensibilisierung der betroffenen Körperteile. Ein Umdenkansatz im Gehirn muss angelernt und antrainiert werden!


Unterstützung bei der Körperpflege nach Schlaganfall:

Der pflegerische Standard nach Schlaganfall sieht vor, immer zuerst die betroffenen Körperpartien, vor den nicht betroffenen in die Pflege einzubeziehen. Am praktischen Beispiel der Körperpflege lassen Sie Ihren Angehörigen, unter Anreichen der Pflegeutensilien, zuerst die betroffene Seite des Gesichts waschen, dann den nicht betroffenen Bereich. Anschließend zuerst mit der gesunden, nicht gelähmten Hand, die gelähmte Hand und den gelähmten Arm waschen, eventuell können Sie Bereiche die er nicht selbständig erreicht, ergänzend waschen. Achten Sie darauf, daß der gelähmte Arm nicht frei hängt, sondern stützen Sie ihn ab, er kann zum Beispiel ins Waschbecken gelegt werden oder mit einem Kissen auf dem Schoß, erhöht gelegt sein.

Machen Sie nicht den Fehler ihm diese Tätigkeiten ganz abzunehmen, er muss lernen, diese Seite wieder zu fühlen, spüren und an sie zu denken!

Fahren Sie fort und lassen Sie ihn das betroffene Bein und den Fuß waschen. Bei der gesunden Seite des Körpers und Teilen des Körpers die er nicht erreichen kann, übernehmen Sie die Waschtätigkeit. Der Intimbereich kann im Sitzen, beispielsweise auf einem Duschstuhl, welcher unten offen ist, sitzend selbständig gewaschen werden.

Die Hautpflege mit einer Lotion oder Creme, kann in der gleichen Reihenfolge von Ihrem Angehörigen selbst erfolgen. Immer zuerst die gelähmte Seite des Körpers, anschließend die gesunde Seite.

Bei männlichen Angehörigen können Sie, ohne Hinweis und Anleitung, am Beispiel des Rasierens im Gesicht sehen, dass meist nur eine Seite des Gesichts rasiert wird, die andere Hälfte liegt außerhalb der Wahrnehmung und wird nicht rasiert. Weisen Sie ihn sachte darauf hin zuerst die betroffene Seite zu rasieren, helfen Sie gegebenenfalls nach und lassen Sie ihn anschliessend die gesunde Seite rasieren. Das Gleiche gilt beim Akt des Zähneputzens.


Anziehtraining nach Schlaganfall:

Reichen Sie Ihrem Angehörigen nach Möglichkeit die Kleidung nur an oder legen Sie diese so in seine Reichweite, dass er unter Ihrer Anleitung und mit nur geringer Hilfe, immer zuerst das betroffene Körperteil bekleidet, bei einem Oberteil zum Beispiel, zuerst den betroffenen Arm, anschließend den Kopf und danach erst den gesunden Arm. Das Gleiche beim Bekleiden des Unterkörpers. Reißverschlüsse und Knöpfe sind eine große Herausforderung, mit speziellen Einfädelhilfen (Schlaganfallprodukte) ist ein gutes Hilfsmittel erhältlich. Verlängern Sie Reißverschlüsse mit einem Bändchen, um diesen leichter bedienbar zu machen.

Strümpfe oder Socken können mit einer speziell erhältlichen Greifzange (Ergotherapie-Zange / Ergo-Greifzange) übergestreift oder hochgezogen werden. Bei den Schuhen empfiehlt es sich auf Klettverschlüsse zurück zu greifen, Schleifen zu binden ist mit einer Hand möglich, jedoch nur sehr schwer zu erlernen.

Beim Entkleiden am Abend gehen Sie genau in der umgekehrten Reihenfolge vor – immer zuerst die gesunde Seite, anschliessend die betroffene Seite. Sie beugen damit einer Verletzung durch die schlaffe Lähmung der Extremität vor, beim Hängenbleiben eines Fingers oder der ganzen Hand im Kleidungsstück beispielsweise .


Raumgestaltung für Schlaganfall Patienten:

Stellen Sie zu benutzende Gegenstände, wie Trinkglas, Uhr, Zeitschriften, Fernbedienung etc. immer auf die betroffene Seite. Weisen Sie ihren Angehörigen darauf hin, er muss den Kopf bewegen um die Gegenstände zu sehen und erlernt somit durch fortlaufendes Wiederholen die betroffene Körperhälfte wahrzunehmen, da er über diese greifen muss. Positionieren Sie das Bett so, daß er über die durch den Schlaganfall betroffene Seite das restliche Zimmer wahrnimmt. Er muss den Kopf bewegen, über die betroffene Seite hinweg sehen, auch dies dient der zu erlernenden Selbstwahrnehmung. Auch für das Aufstellen des Fernsehers gilt diese Regel, nicht auf die gesunde, sondern auf die betroffene Seite Ihres Angehörigen.

Im Badezimmer können Sie seine Pflege-Utensilien so stellen, dass er über die durch Schlaganfall betroffene Seite greifen muss.

Versuchen Sie sich in seine Position zu begeben und gehen Sie mit weiteren Möbelstücken oder Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens nach diesem Standard vor.


Schmerzproblematik bei Schlaganfall Patienten:

Eine schlaganfallbedingt hängende Schulter ist oft eine Pein für den Betroffenen. Er nimmt den hängenden Arm ohne kontinuierliche Hinweise nicht wahr. Die Schulter und der Arm hängen und verursachen durch das Eigengewicht einen zu großen Zug an der Schulter, was starke Schmerzen auslöst. Der betroffene Arm muss von der gesunden Hand gehalten oder im Sitzen auf dem Schoß mit einem zusätzlichen Kissen hochgelagert werden. Dies beugt dem Schulterschmerz vor!

Achten Sie unbedingt bei Ihrem Angehörigen, wenn er im Rollstuhl sitzt, auf den betroffenen Arm. Er könnte abrutschen und sich im Rad des Rollstuhls mit der Hand verfangen. Dies kann zu unnötigen Verletzungen und weiteren Schmerzen beitragen!

Sinnvoll sind Lockerungs- und Bewegungsübungen durch regelmäßige Physiotherapie. Ihr Hausarzt rezeptiert die therapeutischen Übungen, diese tragen zum Lockern der Schulter und damit zur Schmerzreduktion bei.


Richtiges Lagern und Positionieren der betroffenen Extremitäten nach Schlaganfall:

Das Standard Konzept nach Bobath, gibt die korrekte Positionierung der betroffenen Extremitäten vor. Das Konzept fördert die bewußte Körperwahrnehmung nach Schlaganfall für die gelähmte, betroffene Körperpartie. Sie sieht den Einsatz von unterschiedlichen Lagerungskissen vor, die zur Stabilisierung der betroffenen Region hinzugezogen werden. Wichtig hierbei, die betroffene Schulterpartie wird immer frei positioniert, es soll kein Druck entstehen! Je nach Drucktoleranz Ihres Angehörigen verändern Sie die jeweilige Position alle 2 – 3 Stunden. Aufgrund der Sensibilitätsstörungen besteht eine erhöhte Gefahr für einen Dekubitus (Wund-Druckgeschwür, siehe Lexikon im Menü unserer Homepage), da der Patient auch diese Druckentstehung nicht wahrnimmt. Wir beraten Sie hierzu gerne ausführlicher.

Dies textlich zu beschreiben ist schwieriger als nachfolgende bildliche Darstellung für die Positionierung und deren Wechsel im Liegen:

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Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch Pflegebescheid

Hörverlust jetzt vorbeugen – Ursache & Risiko für Demenz!

Hörverlust und Risiko & Ursache für Demenz


Experten fordern von den gesetzlichen Krankenkassen, dass diese die Leistung des Hörscreenings ab dem 50. Lebensjahr übernehmen. Sie gehen bei beginnendem Hörverlust von einer Ursache und einem Risiko für Demenz aus.

In Deutschland leben circa 5,8 Millionen Menschen, die mit einem Hörverlust konfrontiert sind, jedoch unternimmt nur jeder Dritte etwas dagegen. Dies mag primär am Schamgefühl und am verdrängten Alterungsprozeß liegen. Bei frühzeitigem Gegensteuern, können primär Folgeerscheinungen, wie das Risiko einer Demenzerkrankung vermieden werden. Je früher der beginnende Hörverlust ausgeglichen wird, desto besser!

Wer unter Hördefiziten leidet nimmt berufliche Schwierigkeiten und auch soziale Isolation in Kauf. Wenn die Hörbeeinträchtigung unbehandelt bleibt, zeigen sich laut Wissenschaftlern kognitive Defizite ab, diese begünstigen die Entwicklung & das Risiko einer Demenzerkrankung oder Depression, aufgrund dessen, dass Bereiche des Gehirns nicht mehr vollständig angesprochen und genutzt werden.

Der Präsident der Hals, Nasen- und Ohrenärzte fordert deswegen einen Hörtest für alle ab dem 50. Lebensjahr, um auch eine damit zusammenhängende Sturzgefahr und eine allgemeine Hilfsbedürftigkeit zu vermeiden. Er stellt sich mit seiner Forderung hinter die WHO (Weltgesundheitsorganisation), die diese Forderung ebenfalls vertritt.

Niemand sollte aufgrund eines Hörverlusts seine sozialen Kontakte einschränken, auf Musik verzichten, isoliert leben und auf Tätigkeiten verzichten, die er zuvor gerne gemacht hat und die ihm Freude bereitet haben.

Wer also die Vermutung hat, schlechter zu hören, sollte sich präventiv an einen Hals-Nasen- & Ohrenarzt oder Hörakustiker wenden!

Studien belegen, das ein Mensch mit einem unbehandelten Hörverlust ein fünf Mal höheres Risiko hat an Demenz zu erkranken, als ein Mensch mit einem intakten Hörvermögen. Dies ist durch den Mangel an akustischen Reizen begründet, der durch diese akustische Isolation entsteht. Andere Theorien besagen, dass das Gehirn selbständig versucht dieses Defizit durch andere Gehirnregionen zu kompensieren, was zu einem deutlichen Mehraufwand anderer Hirnregionen führt, wobei bereits deutliche, beginnende Demenzsymptome erkennbar sind. Weiterhin wurde festgestellt, dass die kognitive Leistung bei Menschen mit einem Hördefizit bereits deutlich früher abnimmt, als bei gleichaltrigen ohne Hördefizit. Wir sprechen von einem Prozentsatz von 41% des geistigen Abbaus! Bei Menschen, die dieser Problematik frühzeitig mit einem Hörgerät entgegenwirken, fällt die Quote deutlich geringer aus.

Das Risiko an Demenz zu erkranken, steigt proportional, pro 10 Dezibel Hörverlust, um einen Faktor von 2,7. Bei einem Hörverlust von 30 – 50 Dezibel, spricht man von einer leichten Hörminderung, die jedoch durch das Tragen eines Hörgeräts sofort kompensierbar ist und einer Altersschwerhörigkeit und Demenzentwicklung vorbeugt. Auditive Reize, bleiben, aufgrund des eingesetzten Hörsystems erhalten, das Gehirn wird kontinuierlich stimuliert.

Als pflegender Angehöriger oder Angehöriger eines älteren Menschen können auch Sie positiv und ermutigend auf die Person einwirken, bei der Sie festzustellen glauben, ein Hördefizit zu erkennen.

Nehmen Sie der Person die Angst und erklären Sie die präventive Notwendigkeit eines Ausgleichs des Hördefizits. Geräte sind aktuell bereits so modern konzipiert, dass sie in der Lage sind, sich der Situation und Umgebung durch unterschiedliche Filtersysteme des Betroffenen anzupassen.

Überprüfen Sie folgende Fragen bei sich selbst oder unter Einbezug des bereits Betroffenen:

  • Sind Telefonanrufe für mich / die Person anstrengender geworden?
  • Stellen Sie / stellt die Person das TV, Radio deutlich lauter um besser hören zu können als früher?
  • Sprechen Sie / spricht die Person noch in einer angemessenen Lautstärke oder muss sie des öfteren korrigiert werden?
  • Müssen Gesprächsinhalte regelmäßig wiederholt werden?
  • Gibt es Probleme die Herkunft eines Geräuschs zu lokalisieren?
  • Sind einige Frequenzen bereits unerträglich und laut?
  • Meiden Sie / meidet die Person bereits soziale Treffen und Kontakte?

Gutes Hören bedeutet Lebensqualität. Vielleicht wurden Sie bereits auf einen Hörverlust angesprochen? Eine Hörminderung tritt schleichend auf. Oft wird es zunehmend schwieriger, Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in lauter Umgebung mit vielen Nebengeräuschen zu verstehen. Wiederholte Verständnisschwierigkeiten im Beruf und Alltag können Sie und Ihr Gegenüber gleichermaßen frustrieren und an Grenzen stoßen lassen.


Wußten Sie, dass es online bereits Hörtests gibt, die Sie von zu Hause aus, zur Selbsteinschätzung, durchführen können?

Wenn Sie ein neues Hörgerät erhalten haben, gibt es für Patienten, um sich an das neue, wieder deutlichere und differenzierte Hören zu gewöhnen, sogenannte Hörschulen, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen beantragt und übernommen werden können. Die Hörregion im Gehirn muss übrigens wieder lernen, mit der neuerworbenen Geräuschkulisse zurecht zu kommen, was viele Menschen mit einem neuen Hörgerät zuerst in den ersten Wochen überfordert und aufgrund der plötzlichen Lautstärke frustriert!

Kümmern Sie sich bei beginnendem Hörverlust rechtzeitig und reduzieren Sie eine Ursache & das Risiko einer Demenz Erkrankung.
 

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Tiere in der Pflege – Unterstützung für die Psyche

Psyche beeinflussen & stärken durch Tiere in der Pflege


Die unterstützende Wirkung der Tiere in der Pflege hat eine sehr positive Auswirkung auf die Psyche. Viele ältere und jetzt pflegebedürftige Menschen hatten in ihrem bisherigen Leben oft einen oder mehrere tierische Begleiter. Aufgrund der neuen Pflegesituation ziehen viele Menschen dies jedoch nicht mehr in Erwägung. Man kann sich jedoch auch mit einem Tier, welches versorgt werden muss, adäquat organisieren.

  • Welche Vorteile hat ein tierischer Begleiter?
  • Welche Auswirkungen hat ein Tier auf die Psyche im Fall der Pflege?
  • Welches Tier passt zu einem älteren Menschen?
  • Welche Tiere brauchen wenig Pflege und machen kaum Arbeit?
  • Wie soll ich die tierische Versorgung organisieren?
  • Wie sieht es mit der Hygiene aus?
  • Welche Alternativen zum eigenen Tier gibt es?

Wir möchten Ihnen Möglichkeiten für die Auswahl & Versorgung der Tiere aufzeigen, ihnen den Vorteil für die Psyche in der Pflege erklären und Sie bei der Auswahl eines neuen tierischen Freundes beraten.

Hatte auch Ihr Angehöriger früher Freude an seiner schnurrenden Katze und wirkte es beruhigend auf ihn, diese zu streicheln?

Liebte er die Gesellschaft eines Hundes und ausgedehnte Spaziergänge in der Natur an der frischen Luft?

Gab es einen Singvogel, der ihm Spass bereitete, wenn dieser schon morgens fröhlich zwitscherte?

Tiere Psyche Pflege

Vorteile durch Tiere in der Pflege & Auswirkungen auf die Psyche:

Wissenschaftlich erwiesen ist die beruhige Wirkung auf den Menschen und die Psyche durch Anwesenheit eines Tieres. Gerade bei alleinstehenden älteren Menschen ist die Wirkung durch die Aufgabe die man noch hat, sich um ein Lebewesen zu kümmern, nicht zu unterschätzen. Gezielt wird dadurch dem Alleinsein, der Trauer um den verlorenen Partner und der Einsamkeit entgegen gewirkt. Man verliert das Gefühl gebraucht zu werden nicht, es stärkt das Selbstwertgefühl und man übernimmt, trotz seiner eigenen, gesundheitlichen Einschränkungen noch eine verantwortungsvolle Aufgabe. Automatisch ergibt sich zusätzlich für die bisherige Eintönigkeit des Alltags eine Beschäftigungsmöglichkeit und Ablenkung von den eigenen Problemen. Für Menschen mit Demenz ist ein Tier kognitiv verwertbar, überfordert sie nicht, wie beispielsweise das Fernsehprogramm und ruft schöne Erinnerungen an die Vergangenheit hervor. Es werden positive Emotionen und schöne Momente erzeugt.

Welches Tier passt zu einem älteren Menschen?

Katzen:

Bestehen keine Allergien gegen Katzenhaare, bietet sich dieses recht pflegeleichte Tier, gut für einen älteren oder pflegebedürftigen Menschen an. Die täglichen Streicheleinheiten wirken beruhigend, Katzen lassen sich gerne bürsten, sind reinlich und einfach zu füttern. Auch deren Toilettenreinigung lässt sich einfach, im Bedarfsfall durch Freunde, Nachbarn, Angehörige oder den ambulanten Pflegedienst organisieren. man kann ohne grossen Kraftaufwand mit Ihnen spielen und sie suchen von selbst die Nähe des Menschen. Sinnvoll ist ein älteres Tier, welches im Tierheim organisiert werden kann, da junge Tiere sehr temperamentvoll sind und ihren Bewegungsdrang ausleben möchten.

Singvögel:

Nichts ist einfacher als die Pflege eines Singvogels bzw. des Käfigs. Dies gestaltet sich weder teuer, noch zeitintensiv & bereitet vielen Menschen Freude. Auch für Menschen mit Demenz lässt sich ein Vogelkäfig leicht durch ein kleines Vorhängeschloß präparieren, sodass das Tier nicht aus Versehen frei gelassen werden kann. Es kommt durch das fröhliche Zwitschern Leben in die Wohnung. Auch hier bietet es sich an im Tierheim nach einem älteren Tier zu fragen, welches keine Lebenserwartung von weiteren 10 Jahren hat und den Lebensabend mit dem älteren Menschen verbringen kann.

Fische:

Die langsamen Schwimmbewegungen von Fischen haben eine beruhigende Wirkung auf den Menschen. ein kleines Aquarium bietet eine schöne Abwechslung im Pflegezimmer, macht bei der richtigen Auswahl der Fische, es gibt beispielsweise Putzerfische, die die Scheiben von Algen und Schnecken befreien, wenig Arbeit. Gerade für Menschen die lieber die Ruhe geniessen und denen Vögel zu laut sind eine gute Alternative.

Hunde:

Setzen eine gewisse Restmobilität voraus oder Angehörige & Bekannte müssen sich zusätzlich um Spaziergänge kümmern um diesen Wegbegleitern gerecht zu werden. Alternativ kann man im Tierheim eine Patenschaft für gelegentliche Spaziergänge übernehmen, wenn kein eigenes Tier mehr im Alter angeschafft werden soll. Auch Nachbarn sind oft froh, wenn sie ihren Vierbeiner mal für eine einige Stunden los sind, er in Gesellschaft ist und einfach nur zu Besuch in der Wohnung zum Spielen oder Streicheln bei einem älteren Menschen verweilt.

Meerschweinchen oder Hasen:

Beide Tierarten strahlen Ruhe aus, sie lassen sich gerne streicheln und bei mehrfacher, wöchentlicher Käfigreinigung stellen diese auch nicht wie oft behauptet, eine Geruchsbelästigung in der Wohnung dar. Günstig in der Haltung sind beide Arten auch, ausser Körnern, Sägemehl und Heu und ab und zu frischem Löwenzahn oder Salat ist nicht viel zu investieren.

Tiere Psyche Pflege

Wie organisiere ich die tierische Versorgung?

Haben Sir nur geringe körperliche oder pflegerische Einschränkungen werden Sie Teile der Tierhaltung und Pflege noch selbst übernehmen können. Sprechen Sie mit Angehörigen, Bekannten, Freunden oder Nachbarn über die Bereitschaft für eine eventuelle Unterstützung. Käfigtiere sind auch bei Umzug in ein Pflegeheim oder eine ähnliche stationäre Einrichtung kein Problem. Auch im Falle eine Krankenhaus Aufenthalts ist eine Versorgung schnell organisierbar.

Ich hatte in der Vergangenheit auch Patienten die mit einem Hund in eine Demenz-Wohngemeinschaft eingezogen sind und der Pflegedienst sich um die Spaziergänge und Fütterungszeiten gekümmert hat, für die anderen Bewohner war der tierische Vierbeiner eine zusätzliche Abwechslung und Bespassung.

Wenn Sie bzw. Ihr Angehöriger noch zu Hause leben können, kann auch ihr ambulanter Pflegedienst in Absprache die Käfigreinigung gegen Bezahlung erbringen. Wir hatten auch schon Hunde die von unseren Mitarbeitern spazieren geführt wurden, Katzentoiletten die täglich gereinigt wurden oder Singvögel die durch unseren Dienst mit betreut wurden. Sprechen Sie sich mit Ihrem Pflegedienstleiter vor der Anschaffung eines Tieres ab.

Wie sieht es mit der Hygiene aus?

Sind Tiere grundsätzlich zu impfen, sollte dem durch den Tierarzt nachgekommen werden. Ansonsten liegt es bei Käfigtieren an der Organisation des Halters sich um die Sauberkeit des Käfigs oder dem Bürsten des Tieres oder um die Krallen- oder Nagelpflege zu kümmern. Alles kann mit sehr überschaubarem Aufwand geregelt und organisiert werden.

Alternativen zum eigenen Tier:

  • Kennen Sie Nachbarn, Freunde und Bekannte, die ein eigenes Tier besitzen und vielleicht dankbar über eine stündliche Entlastung wären?
  • Gibt es im Familienkreis ein Tier auf welches man zurück greifen kann?
  • Bietet eine Patenschaft im Tierheim eine Alternative sich gelegentlich um ein Tier zu kümmern?
  • Kann ich auf eine Zeitungsannonce zurückgreifen und gelegentlich auf ein Tier aufpassen?
  • Hat ein Mitarbeiter des ambulanten Pflegedienstes eventuell ein Tier, dass er zu den Besuchen mitbringen kann?

In jedem Fall ist ein Tier, auch im Alter bei Pflegebedürftigkeit, eine Bereicherung und Aufgabe, die überdacht werden sollte um vor allem Einsamkeit und dem Alleinsein entgegen zu wirken. Tiere sind in der Pflege, bezogen auf die Psyche, nicht zu unterschätzen. Voraussetzung ist natürlich, dass derjenige Tiere mag und es ihm Freude bereitet seinen Wohnraum mit diesem zu teilen.


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Gewalt & Übergriffe in der Pflege


Wie kommt es zu Gewalt in der Pflege durch Übergriffe?


Im nachfolgenden Artikel erklären wir Ihnen wie es zu Gewalt in der Pflege durch Übergriffe kommt.

Die Umsorgung eines pflegebedürftigen Menschen bringt uns oft psychisch und physisch an unsere Grenzen. Überforderung und Stress treten auf, es fehlt der nötige Kanal Luft abzulassen. Wir haben vor Überlastung nicht die Möglichkeit uns Auszeiten zu schaffen, fühlen uns gebraucht und verantwortlich und vergessen, wie nötig auch für pflegende und pflegende Angehörige ein Ventil ist um mit mit neuer Kraft und Abstand unsere Arbeit anschließend wieder konzentriert und mit neuer Energie aufnehmen zu können.

Gerade jetzt in den Zeiten von häuslicher Isolation und gesellschaftlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, hat die Zahl der häuslichen Gewaltfälle auch in der Pflege zugenommen. Die hohe Arbeitsbelastung, fehlende Ruhezeiten und ein angemessener Freizeitausgleich werden als Gründe erkannt.

Es wird aktuell davon ausgegangen, dass in diesem Jahr jeder sechste Mensch über 60 Jahren mit einer Form der Gewalt in der Pflege konfrontiert war.

Gewalt Übergriffe Pflege

Welche Signale sendet der Körper?

Wichtig ist, sich selbst bewußt zu machen und zu erkennen, wenn der eigene Körper Signale sendet. Die Stimme wird lauter und zur Verdeutlichung von Gesagtem gehoben. Man reagiert nervös & gereizt. Raucher werden vermehrt auf Zigaretten zurück greifen. Schlafstörungen können stressbedingt auftreten. Lustlosigkeit & Müdigkeit blockieren uns darin, Freunde zu treffen und einem angemessenen Ausgleich nachzugehen. Wir sind schlapp und erschöpft und fallen nur noch kraftlos auf unsere Couch oder ins Bett.

Wie äußert sich Gewalt in der Pflege?

Gewalt muss hierbei nicht ausschließlich körperlich angewendet werden, auch verbale Äußerungen der Überforderung gegenüber einem hilfs- und pflegebedürftigen Menschen zählen dazu.

Aussagen wie, du machst mein ganzes Leben kaputt, ich habe überhaupt nichts mehr von meinem Leben und wärest du doch nur endlich tot, erzeugen psychischen Druck und sind eine Form der verbalen Gewalt gegenüber einem Menschen.

Welche Ursachen gibt es für Gewalt in der Pflege?

Dieses zeigt sich primär bei pflegenden Angehörigen, denen natürlich die nötige Distanz und oft die Professionalität für den Umgang damit fehlen, wir sprechen von Laienpflege.

Jedoch macht sich Überforderung, Stress und Ermüdung auch bei professionellen Pflegekräften bemerkbar. Nicht jeder ist in der Lage dies selbst für sich zu kompensieren, damit umzugehen und sich um einen entsprechenden Ausgleich zu kümmern, um neue Energie für die Arbeit zu tanken.

Zusätzliche Schichten in der Pflege und fehlende Freizeit- und Ruhezeiten sind ein grosses Problem. Zusätzliche Dienste sind an der Tagesordnung, irgendjemand muss sich auch bei personellen Ausfällen um die Patienten kümmern.

Zustände des Patienten verschlechtern sich und es bedarf eines Mehraufwands und noch mehr Zeit für die Versorgung.

Wir haben schlicht das Gefühl keine Zeit mehr für uns selbst zu haben, nur noch zu funktionieren und zu arbeiten.

Welche Präventionsmöglichkeiten gibt es bei Gewalt in der Pflege?
  • Nutzen Sie die Möglichkeit der Tagespflege für ihren pflegebedürftigen Angehörigen
  • Denken Sie daran die Verhinderungspflege zu nutzen
  • Ergänzen Sie die Leistungen des ambulanten Pflegedienstes
  • Ist Kurzzeitpflege eine Entlastung für mich
  • Kann ich Familienmitglieder mit in den Pflegeprozeß involvieren
  • Können ehrenamtliche Helfer eine Unterstützung geben
  • Ist eine Betreuungskraft zusätzlich eine Entlastung für mich
  • Kann ich auf eine 24h-Betreuung zurückgreifen und mir diese leisten
  • Kümmere ich mich ausreichend um meine Selbstfürsorge
  • Planen Sie feste Pausen und Erholungsphasen für mich
  • Kann Meditation eine Entspannungsmöglichkeit für mich sein
  • Trinken Sie genügend Wasser & ernähren Sie sich ausgewogen
  • Treiben Sie Sport und bewegen Sie sich zum Ausgleich
  • Viele kleine Pausen sind effektiver als eine grosse Auszeit am Tag
  • Versuchen Sie erholsamen und ausreichenden Schlaf zu finden
  • Schalten Sie unnötige Stressfaktoren, wie Mobiltelefone gelegentlich einfach ab
  • Greifen Sie auf Selbsthilfegruppen zurück
  • Holen Sie sich, wenn nötig, Unterstützung durch Psychologen

 

Gewalt Übergriffe Pflege

Wenn auch Sie merken wie ausgelaugt und psychisch oder physisch überlastet Sie durch Ihre Pflegesituation sind, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen bei notwendigen Schritten und Anträgen damit Sie nachhaltig und langfristig diese wertvolle und wichtige Arbeit am Patienten mit neuer Energie & Kraft fortführen können! Es darf in der Pflege nicht zu Gewalt durch Übergriffe kommen!


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