Lexikon

Allgemeine Pflege

Grundpflege – umfasst alle Maßnahmen zur Unterstützung, Erhaltung und Wiederherstellung der psychischen und physischen Gesundheit sowie des Wohlbefindens der Pflegebedürftigen. Pflegende können zudem eine beratende Position einnehmen und sind Ansprechpartner für ihre Patienten. Zu den Aufgaben in der allgemeinen Pflege gehören die Körperpflege ( duschen, baden, eincremen, Haare waschen, Nagelpflege etc. ), Ernährung ( Zubereitung einer kalten oder warmen Mahlzeit, sowie Unterstützung beim Einnehmen der Nahrung durch die Pflegekraft ), hauswirtschaftliche Versorgung ( staubsaugen, naßwischen, staubsaugen Einkauf, Wäschepflege ), sowie die Erhaltung der Bewegungsfähigkeit.

Altenheim

Bei einem Altenheim handelt es sich um eine stationäre Einrichtung, in der Regel einzelne Pflegestationen mit einem 3-Schicht Versorgungskonzept über 24 Stunden in welcher die Versorgung und Betreuung derjenigen Menschen gewährleistet wird, welche alters- beziehungsweise gesundheitsbedingt nicht mehr selbstständig in einer eigenen Wohnung leben können oder wollen.

Altenhilfe

Unter Altenhilfe wird im Allgemeinen die Unterstützung älterer Menschen verstanden. Sie soll im Alter entstehende Schwierigkeiten verhindern oder mildern und so eine ungehinderte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben weiterhin ermöglichen.

Altenpflege

Die Altenpflege beschäftigt sich mit der Betreuung und Pflege unterstützungsbedürftiger, älterer & kranker Menschen. Ausgebildete Fachkräfte, wie auch Pflegehelfer übernehmen hierbei Aufgaben der Grundpflege: unterstützen die Senioren bei Erledigungen Ansprechpartner bei Sorgen und Problemen.

Altenpflegegesetz

Seit dem 1. August 2003 ist das sogenannte Gesetz über die Berufe in der Altenpflege aktiv. Es gewährleistet die einheitliche Ausbildung in der Altenpflege auf  Bundesebene, dies umfasst den Ausbildungsinhalt und die Ausbildungsstruktur sowie die Anforderungen, die in der Prüfung erfüllt werden müssen.

Altenpflegehelfer

Altenpflegehelfer unterstützen Altenpfleger bei ihrer Arbeit in stationären und teilstationären Einrichtungen sowie im ambulanten Pflegedienst.
Als Unterstützung für die Fachangestellten übernehmen sie Aufgaben rund um die Pflege und Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen, sowie leichte Medizinische Tätigkeiten wie Medikamentengaben, Blutzucker messen, Blutdruck messen etc.

Altersgerechtes Wohnen

Mit fortschreitendem Alter können alltägliche Verrichtungen wie Treppen laufen oder in die Badewanne bzw. Dusche steigen eine Belastung darstellen. Deswegen sollte schon frühzeitig über eine altersgerechte und barrierefreie Anpassung des Wohnraums nachgedacht werden. Im Alltag können dies zur Entlastung und Ergänzung folgende Maßnahmen sein:

  • Patiententransferlifter, Haltegriffe, Schwellenbegradigung
  • Bewegungssensoren für das Licht, Bewegungssensormatten

Hierzu gibt es Zuschüsse von der Pflegeversicherung, wenn man leistungsberechtigt ist.

Alzheimer

Das sogenannte „Morbus Alzheimer“ ist eine neurologische Erkrankung, die meist erst im fortgeschrittenen Alter auftritt. Sie ist eine der häufigsten Ursachen für altersbedingte Demenz. Den Patienten fällt das Bewältigen alltäglicher Aufgaben durch eine fortschreitende Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten immer schwerer. Von Gedächtnisstörungen bis hin zu Orientierungsproblemen und Sprach- sowie Handlungsstörungen äußern sich die Symptome auf unterschiedliche Art und Weise. Oftmals wird eine Alzheimer Erkrankung spät erkannt, da die Symptome leicht mit dem altersbedingten Nachlassen kognitiver Fähigkeiten verwechselt werden können.

Ambulant betreute Demenzwohngemeinschaft

Darunter versteht man eine durch einen ambulanten Pflegedienst über 24-h betreute Wohngruppe mit zwischen 4 und 10 an Demenz erkrankten Menschen.

Ambulante Pflege

Unter der ambulanten Pflege versteht man die pflegerische Betreuung und hauswirtschaftliche Versorgung eines Patienten in seinem privaten Wohnumfeld. Sie wird durch ambulante Pflegedienste oder alternative Pflegekonzepte (z.B. 24h Betreuung) durchgeführt und soll für pflegebedürftige Menschen als Unterstützung dienen sowie die größtmögliche Selbständigkeit erhalten. Ambulante Pflegedienste sind – im Unterschied zu Sozialstationen – privat oder gemeinnützig geführte Unternehmen. Pflegefach- Pflegehilfskräfte führen hierbei die Patientenversorgung durch.
Neben Leistungen der Grundpflege bieten ambulante Pflegedienste zudem noch die hauswirtschaftliche Versorgung des Patienten, die Behandlungspflege ( medizinische Tätigkeiten die vom Haus- oder Facharzt delegiert werden ) nach ärztlicher Verordnung an.

Aneurysma

Eine Ausbuchtung oder Erweiterung der Gefäßwand beispielsweise bei einer Arterie. Das Aneurysma kann dazu führen, dass das Gefäß einreisst oder platzt.

Angina Pectoris

Dieses Symptom ist typisch als Folge einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Sie wird auch als Brustenge bezeichnet, tritt anfallartig auf, verbunden mit starken Schmerzen hinter dem Brustbein, eine Ausstrahlung des Schmerzes ist bis in den linken Arm, den Oberbauch oder den Unterkiefer möglich.

Anti-Dekubitus-Hilfsmittel

Als Dekubitus werden Druckgeschwüre bezeichnet, eine Hautschädigung bzw. eine Gewebeschädigung, welche von Schmerzen begleitet wird.
Sie entstehen infolge von langem Liegen beziehungsweise dem dauerhaften Verharren in der gleichen Position ohne Bewegung. Einem Dekubitus kann durch Mobilisierung und mit Unterstützung von Hilfsmitteln schon frühzeitig vorgebeugt. Mit speziellen Anti- Dekubitus-Matratzen wird der Druck beim Liegen beispielsweise nicht auf eine Stelle komprimiert, sondern gleichmäßig auf die größtmögliche Auflagefläche des Körpers verteilt, es findet eine Druckentlastung statt, die durch gezieltes Lagern des Patienten, mit Lagerungshilfsmitteln, u.a. Lagerungskissen, unterstützt wird.
Zudem können beim Sitzen Antidekubituskissen verwendet werden, welche den Auflagedruck ebenfalls umverteilen.

Antidementiva

Medikamente mit gering belegter Wirksamkeit, die die geistige Leistung erhalten und den Demenzverlauf reduzieren sollen. Es gibt bisher keinen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit.

CAVE: Auch hier an den finanziellen Marktwert der Menschen mit Demenz denken, den Patienten beobachten und nach maximal drei Wochen mit dem behandelnden Arzt besprechen, ob eine Verbesserung oder Verschlechterung zu beobachten war. Ansonsten nicht dauerhaft weiter verabreichen!

Antidepressiva

Medikamente der Gruppe derPsychopharmaka, die primär bei Depressionen aber auch Schlafstörungen, Panik- oder Angstattacken, Essstörungen, chronischen Schmerzen und Antriebslosigkeit verordnet werden, sie wirken stimmungsaufhellend.

Apoplex

Der Apoplex auch Schlaganfall oder Hirnschlag, Hirninsult oder zerebraler oder apoplektischer Insult ist eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn. Die hat zur Folge, dass Gehirnzellen zu wenig Sauerstoff und Nährstoffen erhalten und absterben. Ausfälle von Gehirnregionen können der Fall sein, wie z. b. Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle, Sprach- oder Sehstörungen. Bei rascher Behandlung können sie sich manchmal wieder zurückbilden, in anderen Fällen bleiben sie dauerhaft bestehen. Ein schwerer Schlaganfall kann auch tödlich enden.

Appalisches Syndrom

Patienten die im Wachkoma liegen, wach erscheinen, jedoch sind in diesem Stadium Wahrnehmung und Kommunikationsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Es ist sehr unwahrscheinlich das in diesem Zustand ein Bewusstsein vorhanden ist. Es handelt sich um einen Ausfall der Großhirnregion.  Das Zwischenhirn, Stammhirn und das Rückenmark sind in ihrer Funktion davon nicht beeinträchtigt. Ein Schlaganfaal (Apoplex) oder ein Herzinfarkt mit Kreislaufstillstand können der Auslöser für dieses Syndrom sein.

Arthrose

Ein Anlauf- oder Belastungsschmerz, vor allem in Knie-, Schulter-, Hüftgelenk oder im Wirbelsäulenbereich auftretend, verursacht durch Abnutzungserscheinungen des Gelenks. Dies ist verursacht durch einseitige, langjährige Bewegung und Belastung, es entstand dadurch physikalischer Druck, der die Knorpelmasse zwischen den Gelenken aufraut und abgeschleiffen hat, womit Knochen auf Knochen reibt.

Aseptisch

Ein anderer Ausdruck für steril oder erregerfrei. Dies kann in Bezug auf eine Wunde der Fall sein.

Asthma

Eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege. Das Asthma Bronchiale verengt durch die Entzündung diese Atemwege, dadurch kommt es zu anfallartiger Atemnot. Es gibt lindernde Medikamente, die jedoch nicht ausheilend wirken.

Basale Stimulation

Die Bedeutung basiert auf dem Wort grundlegende Anregung. Sie wird bei Patienten angewendet die krankheitsbedingt in ihren Bewegungs-, Kommunikations- oder Wahrnehmungsfähigkeiten beeinträchtigt sind. Bei der basalen Stimulation wird versucht mit einfachen Sinnenreizen Kontakt zu dem betroffenen Patienten aufzunehmen um den Zugang zu Umwelt und Mitmenschen wieder aufnehmen zu können. Die Methode ist ein pädagogischer Ansatz kein therapeutisches Konzept.

Begutachtungsinstrument

Das Begutachtungsinstrument dient der Feststellung der Pflegebedürftigkeit. Die Begutachtung nimmt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) vor. Diese fachliche Einschätzung der Selbständigkeit des Betroffenen stellt die Grundlage für einen der fünf Pflegegrade dar.

Betablocker

Eine Gruppe von Medikamenten, die die Ausschüttungen von Stresshormonen im Körper hemmen und beispielsweise adrenalinsenkend wirken. Die primäre Wirkung eines Betablockers soll die Pulsfrequenz senken und den Blutdruck regulieren, eingesetzt bei Hypertonie (Bluthochdruck) und der Koronaren Herzkrankheit.

Betreutes Wohnen

Das betreute Wohnen soll eine Möglichkeit bieten, auch mit fortschreitendem Alter sowie einer eventuellen Pflegebedürftigkeit die Selbstständigkeit und Normalität weitestgehend beizubehalten. Das Konzept stützt sich auf den Grundsatz: „So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie nötig“. Beim betreuten Wohnen handelt es sich um eine allgemeine Wohnform, welche nicht an spezielle Einrichtungen gebunden ist. So kann betreutes Wohnen innerhalb einer Seniorenwohnung, aber selbstverständlich auch in der eigenen Wohnung stattfinden. Minimale Leistung sind Anbindung an ein Hausnotrufsystem und das Vorhandensein eines Ansprechpartners der Pflege vor Ort sind üblich.

Betreutes Einzelwohnen

Betreutes Einzelwohnen ist eine ambulante sozialpsychiatrische Hilfe, abgestimmt auf den einzelnen Klienten, die einzelne Klientin. Menschen, die psychisch erkrankt oder von einer psychischen Erkrankung bedroht sind, werden professionell unterstützt, um weiterhin in ihrer eigenen Wohnung leben zu können. Mit Hilfe der ambulanten Betreuung  stabilisiert sich der Gesundheitszustand oft wieder sehr gut.

Betreuungsangebot

Für pflegende Angehörige kann eine temporäre Betreuung der Pflegebedürftigen eine große Entlastung für Erledigungen oder die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit bedeuten. Die Tagespflege ist eine Form von temporärer Betreuung. Die Pflegebedürftigen werden hierbei für einen bestimmten Zeitraum am Tag in einer stationären Einrichtung oder zu Hause betreut. Ambulante Pflegedienste bieten auch Betreuungsleistungen an.

Betreuungsassistent

Betreuungsassistenten ( Alltagsbegleiter ) sind für die Betreuung pflegebedürftiger Menschen in teilstationären, stationären Pflegeeinrichtungen & ambulant betreuten Wohngemeinschaften tätig. Nach dem Inkrafttreten des ersten Pflegestärkungsgesetzes am 01.01.2015 haben alle pflegebedürftigen fortan Anspruch auf eine zusätzliche Betreuungskraft. Zuvor galt diese Regelung nur für Menschen mit Demenzerkrankungen und Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung. Sie übernehmen die Aktivierung der Patienten für geistige oder körperliche Tätigkeiten und sind gleichzeitig eine Bezugsperson.

Betreuungsgesetz

Das Gesetz zur Reform des Rechts der Vormundschaft und Pflegschaft für Volljährige gilt heute nicht mehr als eigenständiges Gesetz, sondern wird unter dem Begriff des Betreuungsrechts gefasst. Mit Inkrafttreten dieses Gesetzes wurde der vollständigen Entmündigung einer betreuten Person entgegengewirkt. Der vom Gericht zugewiesene Betreuer soll lediglich als Beistand für den Betreuten dienen und ihm behilflich sein, seine Interessen wahrnehmen und vertreten zu können.

Betreuungsrecht

Kann ein volljähriger Mensch aufgrund einer körperlichen oder geistigen Einschränkung seine alltäglichen Angelegenheiten nicht mehr allein erledigen, so bekommt er vom Gericht einen gesetzlichen Betreuer zugewiesen, der diese für ihn übernimmt.

Bezugspflege

Eine Form der pflegerischen Versorgung, bei der ausschließlich eine einzige Person für die Betreuung und Versorgung eines Patienten verantwortlich ist und diese koordiniert. Sie baut über die Zeit eine Bindung zum Patienten auf und dient als Vertrauensperson. Die Pflegetätigkeiten selbst können auch von anderen Pflegefach- oder Pflegehilfskräften übernommen werden.

Blasenkatheter

Ein aus Silikon, PVC, Latex oder Polyurethan bestehender Schlauch, welcher Harn ableitet. Dieser kann bei intakter Harnröhre über diese oder auch über die Bauchdecke als suprapubischer Katheter direkt in die Blase gelegt werden. Das Legen des suprapubischen Katheters ist ein kurzer operativer Eingriff. Am Ende des Katheterschlauchs befindet sich ein kleinerer Beinbeutel oder ein grösserer Bettbeutel um den Urin aufzufangen.

Blutzucker

Die Glucose ist ein essentieller Energielieferant im Blut. Sie ist in der Lage die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und versorgt auch unser Gehirn mit Energie. Bei einer Unterzuckerung kann es zu Scheißausbrüchen, zittern, Nervosität, vermehrter Adrenalinausschüttung oder Krämpfen kommen. In ausgeprägten Fällen auch zum Schock, dem sogenannten hypoglykämischen Schock. Der Wert des Blutzuckers wird in mg/dl gemessen, man spricht von Milligramm pro Deziliter.

Bobath Konzept

Ein multidisziplinärer therapeutischer Therapieansatz der in der Rehabilitation des Patienten angewendet wird. Basierend auf dem Ansatz, dass das Gehirn Umverteilungen vornehmen kann, wenn bestimmte Regionen beispielsweise nach Schlaganfall, Multipler Sklerose, Schädel-Hirn-Trauma, Parkinson oder auch bei Erkrankungen des Rückenmarks beeinträchtigt sind. Angewendet von Physiotherapeuten, Pflegepersonal, Ergotherapeuten oder Logopäden wird dem Gehirn durch Wiederholung beigebracht Dinge auf gesunde Hirnregionen umzuverteilen und körpermotorische Abläufe in anderen Bereichen des Gehirns neu zu verankern.

Chemotherapie

Die medikamentöse Behandlung von Krebserkrankungen.Die schädigende Wirkung des Inhaltsstoffs soll gezielt krankheitsverursachende Zellen oder Mikroorganismen abtöten bzw. diese in ihrem Wachstum hemmen. In der Krebstherapie werden diese Stoffe  Zytostatika genannt. Bei bösartigen Tumoren wird die Teilungsfähigkeit der Tumorzellen genutzt, um diese Stoffe einzusetzen. Diese reagieren, im Gegensatz zu gesunden Zellen empfindlicher auf eine medikamentöse Störung der Zellteilung. Hierbei werden jedoch auch gutartige Zellen, mit einer ähnlichen Teilungsfähigkeit zerstört, was zu den klassischen Nebenwirkungen wie Haarausfall, Übelkeit oder Durchfällen führt.

Cholesterin

Ein für den Zellstoffwechsel unerlässlicher Stoff der in allen tierischen Zellen vorkommt. Cholesterin dient zur Stärkung der Zellwände. Ein zu hoher Spiegel im Blut, bedingt durch Fehlernährung oder zu wenig Bewegung, kann zu verschiedenen Erkrankungen des Herzkreislaufs führen. Dies wird wissenschaftlich jedoch aktuell angezweifelt, da Cholesterin auch eine schützende Funktion für die Gefäße besitzt.

Colitis Ulcerosa

Dies ist eine chronische Entzündung des Dickdarms, welche sich kontinuierlich ausbreitet und Geschwüre im Darmtrakt bildet. Die Symptome verlaufen schubweise und werden mit Medikamenten behandelt. In seltenen, ausgeprägten Formen ist eine Operation notwendig.

Dauerpflege

Menschen, die aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen permanent auf die Unterstützung Dritter angewiesen sind, benötigen sogenannte Dauerpflege.Diese kann sowohl im häuslichen Umfeld, durch Angehörige in Kombination mit ambulanten Pflegediensten oder durch die 24-Stunden-Versorgungskonzepte – als auch in einer stationären Einrichtung erbracht werden. Hierbei wird die pflegebedürftige Person rund um die Uhr betreut, bei alltäglichen Verrichtungen unterstützt und gepflegt.

Dekubitus

Dekubitus ( Druckgeschwür ) ist eine Hautschädigung des Gewebes beziehungsweise der Haut, welche durch zu lange Druckeinwirkung über einen, nicht durch die Drucktolleranz des Patienten, verträglichen Zeitraum entsteht, dies kann zu einer offenen, chronischen Wunde führen, welche medizinisch versorgt werden muss. Vor allem ältere Menschen sind bedingt durch die Veränderung der Haut, Gewichts- und Muskulaturverlust beziehungsweise eine erhöhte Sensibilität oftmals von derartigen chronischen Wunden betroffen.

Demenz

Als Demenz wird eine Hirnschädigung bezeichnet, welche eine Fehlfunktion des Gedächtnisses zur Folge hat. Demente Menschen können sich meist episodisch nicht mehr an bestimmte Dinge erinnern. Zudem passiert es häufig, dass Menschen mit Demenz vergessen, wie bestimmte alltägliche Verrichtungen funktionieren oder nicht mehr die volle Kontrolle über ihre Handlungen und Sinne haben. Aus medizinischer Hinsicht wird zwischen den primären und sekundären Demenzen unterschieden. Die primäre Demenzerkrankung – zu welcher auch die Alzheimer- Krankheit zählt – hat ihren Ursprung direkt im Gehirn. Sie entsteht beispielsweise durch Stoffe, welche den Austausch zwischen den einzelnen Nervenzellen behindern.
Diese Form der Demenz ist irreversibel. Die sekundäre Demenz entsteht durch Erkrankungen außerhalb des Gehirns, beispielsweise durch Stoffwechselstörungen oder psychische Erkrankungen und ist in der Regel behandelbar.

Demenzbetreuung

Pflegekräfte mit einer speziellen Zusatzausbildung übernehmen bei entsprechender Pflegebedürftigkeit die Betreuung und Aktivierung von Demenzpatienten. Eine hohe Präsenz, spezielle Pflegekonzepte und eine Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben prägen dieses Angebot. Diese Form der Betreuung wird in vollstationären, teilstationären Pflegeeinrichtungen & ambulant betreuten Wohngemeinschaften angeboten. Auch ambulante Pflegedienste können entsprechende Betreuungsangebote für den Patienten zu Hause erstellen.

Diabetes Mellitus

Man unterscheidet zwei unterschiedliche Typen dieser Stoffwechselstörung. Typ 1 Diabetes, ist eine Autoimmunerkrankung, der Körper zerstört hierbei im Rahmen einer
Entzündungsreaktion die insulinproduzierenden ß-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Es handelt sich um eine angeborene Erkrankung. Bei Diabetes Typ 2 handelt es sich um eine
erworbene Krankheit. Es liegt hierbei eine eine Störung oder Insulinresistenz vor, der Körper produziert zwar Insulin, dieses kann jedoch nicht richtig wirken. Zu Beginn der Erkrankung versucht der Körper dies noch durch eine höhere Produktion des eigenen Insulins zu regulieren. Dieses kann die Bauspeicheldrüse jedoch nicht lange aufrechterhalten und es werden unterstützend zu Beginn Medikamente zur Regulation notwendig, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Ergibt sich im Verlauf ein absoluter Insulinmangel, wird der Patient mit künstlichem Insulin in Injektionsform behandelt, um dies auszugleichen.

Diuretikum

Meistens als Tablette aber auch als Infusionslösung verabreicht, bewirken diese die vermehrte Harnausscheidung aus dem Körper. Sie werden primär bei Ödemen (Wassereinlagerungen), Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) oder arteriellem Bluthochdruck. Bei der Einnahme kann es zu vermehrtem Ausschwemmen von Kalium, Calcium, Magnesium. Dies muss vom behandelnden Arzt kontrolliert und gegebenenfalls durch zusätzliche Elektrolyte ergänzt werden.

EEG

Bei der Elektroenzephalografie werden Spannungsschwankungen, an der Kopfoberfläche, der summierten elektrischen Hirnaktivität medizinisch-diagnostisch aufgezeichnet. Es handelt sich um eine neurologische Standard Untersuchung. Das Ergebnis dieser Messung wird grafisch dargestellt.

Eingliederungshilfe (SGB XII)

Eine aktuell noch über das SGB XII (2019) zu beziehende Unterstützung, welche Menschen mit Behinderung oder von einer Behinderung bedrohten Menschen die Möglichkeit bietet wieder ins Alltags- und / oder Berufsleben integriert zu werden. Einzelne Bestimmungen dieses Gesetzes von 2017 zur Regelung der Teilhabe & Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung treten erst im Laufe bis 2020 in Kraft und sollen dann über das SGB XI geregelt werden.

EKG

Das Elektrokardiogramm wird zur Messung der elektrischen Aktivitäten der Herzfasern als medizinisches Diagnostikinstrument eingesetzt.  Das Ergebnis zeigt dem Arzt die Eigenschaften und Erkrankungen & Einschränkungen des Herzens auf.

Epilepsie

Ein, das Großhirn betreffendes Anfallsleiden, basierend auf einem Krampfanfall ausgelöst aufgrund einer Funktionsstörung der Nervenzellen im Gehirn. Diese steht nicht im Zusammenhang mit einer Kopfverletzung, einem Schlaganfall, einer Entzündung des Gehirns, Schlaf- oder Alkoholentzug bei Alkoholabhängigkeit. Es liegt keine Erbkrankheit vor und man geht von mehreren Anfällen über 24 Stunden aus um die diese Diagnose zu stellen. Der Anfall ist die Folge plötzlich, parallel auftretender elektrischer Entladungen von Nervenzellen im Gehirn, die zu nicht willkürlich steuerbaren Befindungs- oder Verhaltensstörungen führen.

Ersatzpflege

Die Ersatz- oder auch Verhinderungspflege ist nach § 39 SGB XI eine Leistung der Pflegeversicherung. Für einen Zeitraum von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr wird von der Pflegeversicherung bei Bedarf eine Ersatzpflegekraft zur Verfügung gestellt. Dies kann dann in Anspruch genommen werden, wenn es einem pflegenden Angehörigen oder einer unbezahlten Privatperson aufgrund von Krankheit, Urlaub oder privaten Gründen nicht möglich ist, die Pflege in der nächsten Zeit zu gewährleisten. Je nach Pflegebedarf wird dies durch einen ambulanten Pflegedienst zu Hause beziehungsweise in einer teilstationären oder stationären Einrichtung vorgenommen.

ESBL-Keim

Die ausgeschrieben Bedeutung des Keims ist Extended Spectrum Beta Lactamase. Es handelt sich um ein Eiweiß, welches in multiresistenten Darmbakterien produziert wird und einige Antibiotika spalten kann und diese dadurch in ihrer Wirksamkeit hemmt.

Essen auf Rädern / Menüservice

Die Möglichkeit warme Mahlzeiten nach Hause geliefert zu bekommen und über eine Menüauswahl vorab auch auf unterschiedliche Diätformen eingehen zu können. Anbieter privater Art oder Wohlfahrtsverbände bieten u.a. Diabeteskost, salzarme Kost, vegetarische oder pürierte Kost und auch Normalkost zur Auswahl. Zusätzlich können zur Hauptmahlzeit auch Vor- & Nachspeise oder ein zusätzlicher Salat geliefert werden. Die Mahlzeiten werden werden warm, tiefgekühlt oder zum selbständigen Erwärmen im Wasserbad oder der Mikrowelle geliefert. Preislich liegen die Hauptmahlzeiten inklusive Lieferung bei ca. 7,50 – 10 Euro (Stand 2019).

Familienpflegezeit

Für pflegende Angehörige ist es oftmals schwer, neben der Berufstätigkeit Zeit für die Betreuung und Pflege eines Familienmitglieds zu finden. Es wurde am 01.01.2012 mit dem Familienpflegezeitgesetz ein Modell eingeführt, welches es ArbeitnehmerInnen erleichtern soll, sich der Pflege eines Angehörigen trotz Berufstätigkeit anzunehmen. In einem Zeitraum von höchstens zwei Jahren nimmt sich der Arbeitnehmer / Arbeitnehmerin hauptsächlich der Pflege an; die wöchentliche Arbeitszeit wird auf maximal 15 Stunden reduziert. Zudem erhält der Pflegende / die Pflegende eine Aufstockung seines Gehaltes in Relation zur verringerten Arbeitszeit, was nach Ablauf der Pflegezeit nach und nach mit dem eigentlichen Gehalt verrechnet wird. Sobald der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin wieder voll arbeitet, wird ein verringerter Lohn ausgezahlt, bis das Wertguthaben aus der Pflegezeit ausgeglichen ist. Während der maximal zweijährigen Pflegezeit steht der Arbeitnehmer / die Arbeitnehmerin unter Kündigungsschutz.

Fibrin

Dies ist ein gelblicher Wundbelag, welcher aufgrund seiner Farbe oft mit Eiter verwechselt wird. Im Wundheilungsprozeß blockiert diese Proteinschicht die nächste Heilungsphase und muss mittels Debridement abgetragen werden.

Fibromyalgie

Eine chronische Schmerzerkrankung, die sich durch Schmerzen auf Haut, tiefliegenden Muskeln und Gelenken bemerkbar macht. Weitere Symptome können Schlafprobleme, Erschöpfung und Konzentrationsdefizite sein. Die Schmerzen sind je nach Tagesverlauf unterschiedlich stark und betreffen unterschiedliche Körperregionen. Als Ursache gilt eine Störung der Schmerzverarbeitung im Gehirn. Man geht von einer genetischen Ursache und zusätzlichen Faktoren wie physischen und psychischen Überlastungen aus. Häufig tritt diese Schmerzleiden zwischen dem 40.- 60. Lebensjahr auf. Teil der Behandlung ist regelmässige, leichte Bewegung, Studien zeigten, dass dies zur Linderung beiträgt. Botenstoffe beeinflussende Medikamente werden zur Schmerzreduktion vom Hausarzt verordnet.

Freiheitsentziehende Maßnahmen

Folgende Maßnahmen die die Bewegungsfreiheit eines Menschen manuell oder durch den Eingriff von Medikamenten einschränken, bedürfen eines richterlichen Beschlusses.

  • Hochgezogene Bettgitter des Pflegebettes
  • sedierende (ruhigstellende) Medikamente
  • Abschließen von Türen
  • Fixierungen durch Gurte oder andere Hilfsmittel

Ganglion

Das umgangssprachliche Überbein, ist eine gutartige Geschwulst, die einfach oder mehrfach im Gelenkkapselbereich oder die oberflächliche Sehnenscheide betreffend auftreten kann.

Gehstock

Bei einem Gehstock handelt es sich um ein Hilfsmittel, welches die Mobilität bei einer körperlichen oder kreislaufbedingten Einschränkung erleichtern bzw. gewährleisten soll. Als Unterstützung und zusätzliche Stabilisation des Körpers beim Gehen kann dieser im Außenbereich bzw. in der Öffentlichkeit verwendet werden.

Geriatrie

Die Geriatrie stellt sowohl einen Bereich der Alterswissenschaften (Gerontologie), als auch der Medizin dar. Sie arbeitet interdisziplinär und befasst sich vor allem mit dem Erkennen, Vorbeugen und Behandeln altersbedingter Krankheiten; nicht nur physischer, sondern auch psychischer Art. Sie richtet den Fokus vor allem auf das Auftreten mehrerer gleichzeitiger Erkrankungen (Multimorbidität) und deren Behandlungsmöglichkeiten.

Geriatrische Rehabilitation

Mit zunehmendem Alter wächst häufig das Risiko der Multimorbidität, also dem gleichzeitigen Auftreten mehrerer Krankheitsbilder.
Bei der geriatrischen Rehabilitation wird genau dies berücksichtigt: Es handelt sich um eine spezielle Form der Rehabilitation, bei welcher eine Pflegebedürftigkeit vermieden und die individuelle Selbstständigkeit erhalten werden soll, was durch gezielte Förderung durch Pflegefachkräfte geschieht.

Gerontologie

Die Gerontologie ist die Wissenschaft des Alterns bzw. Altwerdens. Sie befasst sich sowohl mit der biologischen Erforschung des Alters sowie mit der Aufklärung der Öffentlichkeit und Anpassung der Umgebung sowie den Vorschlägen zur Prävention altersbedingter Risiken.

Gerontopsychiatrie

Bei der Gerontopsychiatrie handelt es sich um ein spezielles Gebiet in der Psychiatrie, welches sich mit psychischen Störungen im fortgeschrittenen Alter beschäftigt. Da Symptome für altersbedingte psychische Erkrankungen aufgrund des Nachlassens der kognitiven Fähigkeiten im Alter oftmals spät erkannt werden, ist diese von entscheidender Bedeutung.

Gerontopsychiatrische Pflege

Die Betreuung und Begleitung von demenziell schwerst veränderten Menschen findet an einigen Standorten in gerontopsychiatrischen Wohnpflegebereichen oder ambulant betreuten Wohngemeinschaften statt.

Gesetzliche Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung, welche im Falle einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit greift. Personen, welche gesetzlich oder privat krankenversichert sind, sind automatisch auch gesetzlich pflegeversichert. Sie stützt sich auf regelmäßige Pflichtbeiträge von Arbeitnehmern. Im Falle einer Pflegebedürftigkeit können auf Basis der zugrunde liegenden Pflegegrades finanzielle Zuschüsse (Pflegegeld) gewährt werden.

Glaukom

Beim grünem Star, entsteht am Sehnerv eine Aushöhlung, welche zu Gesichtsfeldausfällen und in ausgeprägten, fortgeschrittenen Fällen zur Erblindung führen kann. Durch erhöhten Augeninnendruck haben wir ein besonderes Risiko für die Erkrankung, dem kann mit regulierenden Augentropfen entgegengewirkt werden. Bei vielen Patienten ist der Augeninnendruck normal, jedoch leiden diese unter gesteigerter Empfindsamkeit den Blutdruckbedingt was zu Sehproblemen führt, eine Zusammenarbeit zwischen Augenarzt und Internist ist erforderlich.

Grundpflege

Die Grundpflege soll als Unterstützung bei Aufgaben des alltäglichen Lebens dienen. Sie umfasst die Bereiche:

  • Körperpflege
  • Ernährung
  • Mobilität

Genauer gesagt helfen Pflegekräfte oder Angehörige beim Waschen, der Nahrungsaufnahme sowie dem Gehen, Treppen steigen, etc..Die hauswirtschaftliche Versorgung, wie z.B. die Unterhaltsreinigung der Wohnung, gehört nicht in den Bereich der Grundpflege.

Häusliche Pflege

Die häusliche Pflege umfasst die pflegerische Betreuung und hauswirtschaftliche Unterstützung innerhalb der eigenen Wohnung des Patienten oder eines Angehörigen. Sie kann sowohl durch Angehörige als auch durch ambulante Pflegedienste durchgeführt werden. Das Ziel der häuslichen Pflege ist es, den Verbleib im gewohnten Umfeld trotz Pflegebedürftigkeit zu ermöglichen. Hier gilt ambulant vor stationär.

Hausnotruf

Ein über die Telefonanlage angeschlossenes Zusatzgerät, welches mit einem mobilen Sender welchen der betroffene Mensch am Handgelenk oder um den Hals trägt verbunden ist. Dieses System bietet allein lebenden, älteren oder kranken Menschen die Möglichkeit und Sicherheit im Notfall selbständig sofort Hilfe anzufordern. Einige Geräte sind auch in der Lage nach einem Sturz oder einer Erschütterung selbsttätig auszulösen und den Hilferuf abzusetzen.

Heimaufsicht

Um zu jedem Zeitpunkt eine qualitativ hochwertige und angemessene Pflege und Betreuung zu gewährleisten gibt es unabhängige Prüfstellen, welche Pflege- und Senioreneinrichtungen in regelmäßigen unangemeldeten Abständen besuchen und prüfen. Dies gibt nicht nur den Bewohnern und deren Angehörigen ein gewisses Maß an Sicherheit, sondern ist auch für die Einrichtungen eine gute Möglichkeit, sich beraten zu lassen, zu verbessern und eine fachliche Rückmeldung auf die momentane Versorgungssituation zu erhalten.

Heimleiter

Ein Heimleiter ist mit der Führung eines Alten-, Behinderten- oder Pflegeheims betraut. Sein Aufgabenbereich umfasst die verantwortungsvolle Leitung, Repräsentation in der Öffentlichkeit, Personalmanagement, Finanzen sowie Angehörigenberatung innerhalb der Einrichtung.

Heimplatz

Kann die allgemeine Pflege und Unterstützung bzw. die Pflege gemäß des zugrunde liegenden Pflegegrades in den eigenen vier Wänden nicht mehr in vollem Maße gewährleistet werden, so wird die Suche nach einem passenden Pflege- oder Seniorenheimplatz notwendig. Heimplätze sind Betreuungsplätze in stationären Einrichtungen. Infolge des demografischen Wandels und der daraus resultierenden Nachfrage, ist es meist schwierig, kurzfristig einen Heimplatz zu erhalten. Wird eine Unterbringung im Heim notwendig, sollten Angehörige und Patienten daher frühzeitig mit der Suche beginnen, um eine bestmögliche und angenehme Unterbringung zu gewährleisten. Es gibt die Möglichkeit sich auf einer Warteliste der Einrichtung eintragen zu lassen.

Heimvertrag

In einem Heimvertrag werden die Leistungen und Kosten in Bezug auf die Unterbringung sowie die entsprechenden Pflegeleistungen gemäß des Pflegegrades festgehalten.

Herzinfarkt

Eine anhaltende Durchblutungsstörung eines Herzmuskel Bereichs, ausgelöst durch ein Blutgerinnsel das sich in einer Engstelle eines Herzkranzgefäßes festsetzt. Symptomatisch dafür sind auftretende Schmerzen im Bereich des Brustbereichs ausstrahlend in den linken Arm, Kiefer, Rücken oder oberen Bauchbereich. Dies kann begleitet sein durch Kreislaufprobleme wie kalten Schweiss, Übelkeit und Erbrechen.

Hilfsmittel Pflege

Nach Unfällen oder bei einer körperlichen Einschränkung des Betroffenen werden Hilfsmittel zur Rehabilitation oder Vereinfachung beziehungsweise zur Gewährleistung der Eigenständigkeit vom Hausarztverordnet und angewendet. Damit sind nicht nur Gehhilfen, sondern auch Hilfsmittel zum Sehen und Hören gemeint. Hierfür übernehmen die Krankenversicherungen die Kosten, für den Versicherten fällt nur eine einmalige, geringe Selbstbeteiligungsgebühr an, das Hilfsmittel bleibt im Besitz der Krankenversicherung.

Hospiz

Bei einem Hospiz handelt es sich um eine stationäre Einrichtung, welche zum Ziel hat, Sterbende und deren Angehörige in den verbleibenden Wochen und Monaten zu begleiten. Der Fokus liegt hierbei nicht auf dem Versuch der Heilung – es geht um Patienten, welche aus medizinischer Sicht nicht mehr geheilt werden können – sondern um die Linderung der Symptome und darum, die verbleibende Zeit so wertvoll wie möglich zu gestalten. Diese Hospize können auf einen personell angepassten Personalschlüssel zurückgreifen.

Hospizpflege

Die Hospizpflege umfasst die Begleitung unheilbar kranker Menschen und deren Angehörigen. Eine Heilung ist hierbei aus medizinischer Sicht ausgeschlossen, es geht vielmehr um die Linderung der Symptome. Zudem soll die verbleibende Zeit mit Hilfe der Angehörigen so angenehm wie möglich gestaltet werden. Diese Form der Pflege kann sowohl in einer spezialisierten stationären Einrichtung, als auch ambulant im eigenen Zuhause durchgeführt werden. Wichtig ist in jedem Fall die Verbindung zu Familie und Verwandten, die eine Beziehung zum Patienten haben und dementsprechend am Prozess beteiligt sein sollten.

Hyperthyreose

Die Schilddrüsenüberfunktion ist eine krankheitsbedingte Überproduktion mit beiden Schilddrüsenhormonen. Sie macht sich bemerkbar durch starkes Schwitzen, ständigen Hunger und Appetit, Gewichtsreduktion, Zittern, erhöhter Herzschlag oder anderen Herzrhythmuserkrankungen. Nachweisbar durch ärztliche Blutuntersuchungen und mit Schilddrüsenhormonen in Tablettenform behandelbar. Patienten sind in der Regel eher schlank und wirken unterernährt. Symptomatisch ist oft auch eine Kropfbildung, sowie bei der Morbus Basedow Diagnose hervortretende Augäpfel.

Hypothyreose

Bei der Schilddrüsenunterfunktion ist der Stoffwechsel krankheitsbedingt herabgesetzt und verlangsamt. Dies macht sich durch eine geringere Leistungsfähigkeit des Körpers und Gehirns bemerkbar. Die Erkrankung ist durch einen Ausgleich mit den fehlenden Schilddrüsenhormonen in Tablettenform gut möglich, festgestellt wird sie durch eine Blutuntersuchung Ihres Arztes. Die Patienten neigen in der Regel zu Übergewicht, da der Körper zu wenig bzw. zu langsam verbrennt.

Infektion

Das Eindringen von Krankheitserregern oder Keimen in den menschlichen Körper. Hierbei kann der Befall durch Viren, Keime, Würmer oder weitere Erreger verursacht sein. Beispiele für Infektionskrankheiten können Grippe, Tuberkulose, AIDS, Tetanus oder Malaria sein.

Inkontinenz

Im Allgemeinen bezeichnet Inkontinenz das unwillkürliche, unkontrollierbare Ablassen von Ausscheidungen, wie Urin & Stuhl. Dies ist meist zurückzuführen auf eine Krankheit oder auf Muskel- bzw. Nervenschäden. Inkontinenz kann zudem unterschiedliche Ausmaße annehmen. Vielen Menschen ist es unangenehm, über dieses Thema zu sprechen, jedoch gibt es heutzutage gute und diskrete Möglichkeiten, Inkontinenz gezielt zu behandeln, bzw. damit umzugehen.

Inkontinenzpauschale

Ein Pauschalbetrag zwischen 30 – 60 Euro monatlich, je nach Krankenkasse unterschiedlich gehandhabt, welcher Patienten für geeignete Inkontinenzprodukte als Basisfinanzierung der Krankenkasse zur Verfügung gestellt wird, sofern eine Inkontinenzdiagnose des behandelnden Arztes vorliegt, ein Pflegegrad besteht und ein Rezept vorliegt.

Insulin

Ein lebenswichtiges Hormon welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird um den Blutzuckerspiegel zu senken. In der Diabetes Mellitus Therapie wird künstlich hergestelltes Insulin eingesetzt.

Intertrigo

Diese Hautirritation oder Hautschädigung entsteht, wenn Hautlappen auf Hautlappen liegen. Dies tritt primär im Bereich, Leiste, Brust, Bauchfalte aber auch an Stellen wie Schulter- Oberarmverbindung oder in der Knie- oder Ellenbeuge auf, wenn bereits Gelenkversteifungen oder Gelenkeinschränkungen bestehen. Dadurch das Haut auf Haut liegt, man gerade bei wärmeren Temperaturen zu schwitzen beginnt und zusätzlich Bewegung ins Spiel kommt, entsteht Reibung, die zu dieser Form der, zu Beginn nur oberflächlichen, Hautschädigung kommt. Es kann sich um eine anfängliche Rötung bis zu einer offenen Schädigung der betroffenen Hautregion handeln. Hierfür gibt es pflegerische Behandlungsstandards bzw. bei entsprechenden Risikofaktoren Prophylaxemaßnahmen um dieser entgegen zu wirken.

Katarakt

Der graue Star ist eine Eintrübung der Linse. Man kann im fortgeschrittenen Stadium eine Graufärbung der Linse beobachten, wovon sich der Name ableitet. Man sieht hierdurch bedingt wie durch einen Nebelschleier, dieser verdichtet sich Verlauf und kann bis zur Erblindung führen. Durch das Abtragen und Ersetzen durch eine künstliche Linse wird dies operativ behandelt.

Kombinationsleistung / Pflegegeld

Der Pflegebedürftige hat einen ambulanten Pflegedienst der über Pflegesachleistungen mit der Krankenversicherung abrechnet, den kompletten Betrag des Pflegegeldes jedoch nicht vollständig ausschöpft. Der übrige Restbetrag wird von der Krankenversicherung anteilig an den Pflegebedürftigen ausbezahlt.

Krankenpflege

Die Krankenpflege umfasst die Pflege, die Betreuung und die Unterstützung eines kranken Patienten. Darunter fallen:

  • Körperpflege
  • Nahrungsaufnahme
  • Wundversorgung
  • Medizinische Tätigkeiten von Arztseite delegiert

Künstliche Ernährung

Können oder wollen Menschen aufgrund physischer oder psychischer Erkrankungen nicht mehr selbstständig essen, so können sie künstlich ernährt werden. Es wird zwischen parenteraler und enteraler Ernährung unterschieden. Bei der parenteralen Ernährung werden alle für den Körper notwendigen Nährstoffe über eine Infusion direkt in die Blutbahn geleitet. Diese Behandlungsform findet beispielsweise bei Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt, des Mundraums oder der Speiseröhre Anwendung, denn dieser wird dabei komplett umgangen. Die enterale Ernährung wird über eine Sonde durch die Speiseröhre oder durch die Bauchdecke direkt in den Magen (sog. PEG-Sonde) durchgeführt. Hierbei wird die flüssige Nahrung durch den Magen-Darm-Trakt geleitet. Eine künstliche Ernährung kann nur mit dem Einverständnis des Patienten oder dessen gesetzlichen Vertreter erfolgen, man spricht von einer lebensverlängernden Maßnahme.

Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung und tritt dann ein, wenn eine pflegebedürftige Person für einen Zeitraum von maximal acht Wochen pro Jahr in einer stationären Einrichtung untergebracht wird. Das Pflegegeld wird für diesen Zeitraum zur Hälfte weiter ausgezahlt. Die Unterbringung dient Personen, die von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt und betreut werden und ermöglicht diesen eine vorübergehende Entlastung. Diese Form der Pflege findet Anwendung, wenn eine häusliche Pflege durch Krankheit, Abwesenheit oder Überforderung von Angehörigen kurzzeitig nicht gewährleistet werden kann und auch eine teilstationäre Unterbringung nicht ausreichend ist. Die Kurzzeitpflege kann auch für pflegebedürftige Menschen eingesetzt werden, die nach einem längeren Krankenhausaufenthalt auf das eigenständige Leben zu Hause vorbereitet werden sollen.

Landespflegegeld (nur im Bundesland Bayern zu beantragen)

Es handelt sich um eine zusätzliche finanzielle Anerkennung der Bayerischen Staatsregierung, die Pflegebedürftige unter eingeschränkten Bedingungen zugestanden wird. Es besteht die Möglichkeit jährlich 1000,- Euro zusätzlich und unabhängig zum Pflegegeld zu erhalten, um sich selbst etwas Gutes zu tun oder pflegende Angehörige oder Bekannte zu entlohnen.

Langzeitpflege

Wird eine Betreuung einer pflegebedürftigen Person für länger als vier Wochen pro Jahr notwendig, so spricht man von Langzeitpflege. Diese kann in Form von häuslicher Pflege durch Angehörige mit entsprechender Beratung durch Experten oder durch ambulante Pflegedienste durchgeführt werden. Ist eine häusliche Pflege durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste sowie eine teilstationäre Unterbringung nicht ausreichend, so kann die Langzeitpflege auch in Form einer fortlaufenden stationären Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung erfolgen. Bei der Langzeitpflege werden die Pflegebedürftigen umfassend betreut und versorgt und bei der Bewältigung des Alltags weitestgehend unterstützt. Zudem sind die Betreuungs- und Pflegekräfte für die Patienten Ansprechpartner und soziale Bezugspersonen.

Lewy-Body-Demenz

Nach der Alzheimer Krankheit die häufigste Demenzform. Diese kann eigenständig oder in Verbindung mit einer parallel verlaufenden Parkinson Erkrankung auftreten. Symptomatisch hierbei sind folgende Punkte auffallend:

  • starke Aufmerksamkeitsschwankungen
  • visuelle Halluzinationen
  • nicht steuerbare motorische Störungen

Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen ( MDK ) ist ein sozialmedizinischer Dienst, welcher in beratender und begutachtender Funktion im Auftrag der Pflegekassen arbeitet.Er überprüft beispielsweise, ob die Voraussetzungen für eine Pflegebedürftigkeit im individuellen Fall gegeben sind und welcher Pflegegrad zugrunde liegt. Für dieses Gutachten kann ein von Patienten und Angehörigen geführtes Pflegetagebuch von Vorteil sein.
Die Pflegekassen orientieren sich am Gutachten des MDK, es stellt die Basis für den Anspruch auf Pflegegeld dar. Zudem ist der MDK für die Begutachtung und Beurteilung von Senioreneinrichtungen zuständig und vergibt anhand vielseitiger Kriterien die sogenannten Pflegenoten.
Sie sind als Orientierung für Pflegebedürftige und Angehörige gedacht, welche sich auf der Suche nach dem passenden Pflegeheim oder einer ambulanten Versorgung zu Hause durch einen Pflegedienst befinden.

Mobiler Pflegedienst

Ein mobiler Pflegedienst ist ein Unternehmen, welches die häusliche Alten- und Krankenpflege durchführt. Neben Leistungen der Grundpflege führen ausgebildete Pflegefach- und Pflegehilfskräfte zudem noch die hauswirtschaftliche Versorgung des Patienten, die Behandlungspflege ( medizinische Versorgung ) nach ärztlicher Verordnung oder Verhinderungspflege durch.

Mobilisierung

Bettlägerige Patienten sowie Pflegebedürftige, die sich bedingt durch Krankheiten oder körperliche Beschwerden nur schwer oder gar nicht mehr bewegen können, sollen durch Maßnahmen der Mobilisation wieder zur eigenständigen Bewegung motiviert werden. Durch die Bewegung einzelner Körperteile – beispielsweise durch Physio- & Ergotherapeuten – soll die Bewegungsfähigkeit erhalten bleiben und die Selbstständigkeit des Patienten erhöht werden. Gelenkversteifungen und weiterem Muskelabbau wird somit entgegen gewirkt. Auch nach Operationen an Gelenken kann eine Mobilisierung in Form einer Rehabilitation eingesetzt werden, um die volle Funktionsfähigkeit der Körperteile weiterhin zu garantieren.

MRGN-Keim

Multiresistente Bakterien, die grammnegativ sind. Es handelt sich um eine Bakteriengruppe, die eines gemeinsam haben, die Resistenz gegen häufig verwendete Antibiotika. Man differenziert zwischen 3MRGN und 4MRGN, da diese gegen drei oder vier Antibiotika-Gruppen resistent sind. Nachweisbar sind diese Bakterien Magen-Darm-Trakt, der Haut, dem Analbereich oder rohen Lebensmitteln. Diese Bakterien treten häufig dort auf, wo viele Antibiotika eingesetzt werden, in Krankenhäusern beispielsweise. Bei gesunden Menschen spricht man von MRGN-Trägern, für die die Keime kein Problem darstellen. Man spricht von einer MRGN-Infektion wenn diese eine Infektion über die Blutbahn z.B. in Wunden auslösen.

MRSA-Keim

Die ausgeschriebene Bedeutung ist Methicillin-resistenter Staphylococcus Aureus.

Er kommt auf der Haut bzw. den Schleimhäuten vieler Menschen vor, ist bei intaktem Immunsystem kein Problem für die Gesundheit. Bei einer Immunschwäche besteht ein Risiko, da der Körper sich selbst nicht wehren kann und der Keim auf viele Antibiotika resistent wirkt. Ein Vorkommen ist häufig an Orten wie Krankenhäusern, da dort viele Antibiotika verabreicht werden. Der Erreger wird von Person zu Person weitergegeben, primär durch Handkontakt.

MRT

Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren der medizinischen Diagnostik, welches zur Darstellung der Struktur und Funktion von Organen & Gewebe eingesetzt wird.

Multimorbidität

Unter Multimorbidität wird das gleichzeitige Auftreten mehrerer Krankheiten verstanden, das Risiko hierfür steigt mit zunehmendem Alter. So leiden ältere Menschen beispielsweise gleichzeitig an Bluthochdruck, Diabetes und Herzkrankheiten. In solchen Fällen ist eine Berücksichtigung der Medikation beziehungsweise der allgemeinen Behandlung und Therapie erforderlich.

Multiple Sklerose

Eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung, die Nerven betreffend, bisher unklarer Ursache. Der Verlauf der Erkrankung verläuft Schubweise und bei allen betroffenen unterschiedlich. Folgende neurologische Symptome sind zu beobachten:

  • Beeinträchtigung des Sehens (Unschärfe, Doppellbilder)
  • Lähmungen der Extremitäten auch mit Spastiken verbunden
  • Kraftlosigkeit
  • unwillkürliches Zittern im Bereich der Extremitäten
  • Muskel- Gelenk- Nerven- oder Kopfschmerzen

Im Verlauf der Krankheit kann es zusätzlich zu Schluck- und Sprachproblemen (verwaschenes Sprachbild) kommen. Wesensveränderungen bei fortgeschrittener Erkrankung sind sehr oft auch zu beobachten.

Naturheilverfahren

Das Themenfeld bedient sich unterschiedlicher Methoden um die Selbstheilungskräfte des Körpers, unter Einbezug natürlicher Mittel & Reize zu aktivieren. Therapien wie Akupunktur, Homöopathie, Rolfing oder Pohl-Therapie sind gängige Praktiken.

Nekrose

Ein örtlich abgegrenzter Bereich, bei welchem Zellen, nährstoff-, sauerstoff-, gift- oder radioaktivitätsbedingt abgestorben sind. Dies ist für den Laien ersichtlich, durch eine sich bildende schwarze Hautschicht, welche meistens bei Wunden wie einem Dekubitus auftreten können und durch einen Chirurgen abgetragen werden müssen, dass die darunter liegenden Hautschichten nachwachsen können. Diese würden durch die Nekrose daran gehindert werden sich zu erneuern.

Neuroleptika

Medikamente aus der Gruppe der Psychopharmaka, welche zur Behandlung von Halluzinationen und Wahnvorstellungen bei Schizophrenien und Manien verabreicht werden. Sie werden auch als Beruhigungsmittel bei Angstzuständen, Unruhe und Erregungszuständen verabreicht.

Neurologie

Zusammengefasst, Erkrankungen die das Nervensystem betreffen. Hierbei ist oft die Therapie überschneidend zur Psychiatrie.

Neuropathie

Dies betrifft viele unterschiedliche Erkrankungen des peripheren Nervensystems. Oft ist eine Neuropathie eine Begleiterscheinung einer bestehenden Erkrankung wie Diabetes Mellitus oder des Konsums toxischer Stoffe, wie Alkohol. Diese macht sich in der Motorik bemerkbar, Tastsinn oder Bewegungsfähigkeit können betroffen sein.

Neurose

Eine psychische Störung, welche aufgrund von unverarbeiteten Kindheitskonflikten auftritt. Der Zusammenhang zwischen ungelöstem Kindheitskonflikt und Symptom wird von Patienten oft nicht in Verbindung gebracht. Ein Psychotherapeut kann helfen dies aufzuarbeiten und trägt somit zum Genesungsprozeß bei.

Obstipation

Eine Verstopfung des Darmtrakts, bedingt durch Bewegungsmangel, ballaststoffarme Ernährung, zu wenig Flüssigkeit oder eine Erkrankung, die den Darmtrakt betrifft. Man spricht von einer Obstipation, wenn weniger als drei Mal wöchentlich eine Darmentleerung stattfindet.

Oedeme

Eine Geschwulst oder Schwellung, durch Ansammlungen von wässriger Flüssigkeit im Gewebe. Ursachen hierfür können Probleme des Herzkreislaufs, Nierenschwäche, Eiweißmangel, Stauungen des lymphatischen Systems oder Ablussstörungen des venösen Blutes im Körper sein. Es fällt also zu viel Gewebeflüssigkeit an, die in der Regel nicht vom Körper abtransportiert werden kann. Medikamente werden eingesetzt um dies zu regulieren.

Parkinson

Die Parkinson-Krankheit oder Morbus Parkinson bezeichnet eine Erkrankung des Gehirns, von welcher vor allem die willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungsabläufe betroffen sind. Die neurologischen Fehlfunktionen  äußern sich meist durch Muskelzittern, Muskelstarre und verlangsamte Bewegungsabläufe. Die Nervenkrankheit ist bisher noch nicht heilbar, jedoch gibt es verschiedene Behandlungsmethoden (z.B. Ergotherapie) und Hilfsmittel (z.B. Gehhilfen) und hilfreiche Medikamente.

Patientenverfügung

Die Patientenverfügung gibt im Notfall beziehungsweise im Falle der Entscheidungsunfähigkeit des Betroffenen Auskunft über die Einwilligung oder Verweigerung in bestimmte Behandlungen sowie medizinische Versorgungsmaßnahmen. Idealerweise schließt man sie zusammen mit einer Vorsorgevollmacht ab, bei welcher die Umsetzung des eigenen Willens im Notfall auf eine Vertrauensperson übertragen wird.

PEG-Sonde

Ein künstlich gelegter Zugang über die Bauchdecke in den Magen, mittels eines elastischen Schlauchs. Diese Sonde dient zur künstlichen Ernährung eines Patienten, wenn dieser beispielsweise unter schlaganfallbedingten Schluckstörungen leidet, eine Krebserkrankung des Mund- oder Rachenraums vorliegt und Nahrung nicht oral zu sich genommen werden kann. Dieser Eingriff zählt bereits zu den lebensverlängernden Maßnahmen, da Organe bis zu weiteren 15 Jahren am Leben gehalten werden können. Über die Sonde können auch Flüssigkeit und Medikamente verabreicht werden.

PEJ-Sonde

Bei dieser künstlich gelegten Sonde über die Bauchdecke ist der Unterschied zur PEG, dass sie nicht in den Magen eingesetzt wird, sondern in den Dünndarm. Spezielle Nahrung wird über dieses System verabreicht, da sie nicht vom Magen zersetzt werden kann und vorverdaut sein muss. Diese Methode findet Anwendung, wenn der Magen nicht mehr passierbar ist oder eine Verengung, etwa tumorbedingt vorliegt. Auch diese Methode der Ernährung über eine Sonde ist eine lebensverlängernde Maßnahme.

Pflegebedürftigkeit

Eine Pflegebedürftigkeit liegt laut § 14 SGB XI dann vor, wenn ein Mensch aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkung nicht mehr in der Lage ist, seinen Alltag ohne die Hilfe Dritter zu bewältigen. Je nach Pflegebedürftigkeit bedarf es hierbei einer dauerhaften Unterstützung bei täglichen Verrichtungen, wie z.B. der Körperpflege oder Nahrungsaufnahme, welche sowohl durch Angehörige als auch durch ambulante Pflegedienste oder mittels der Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung erfolgen kann.

Pflegedienst

Pflegedienste sind Dienstleistungsunternehmen, welche ältere und kranke Menschen in ihrem zu Hause betreuen und pflegen. Diese ambulanten Dienste sollen eine Unterbringung in einer stationären Einrichtung umgehen sowie eine vollwertige häusliche Unterstützung und Pflege gewährleisten.

Pflegedienstleistung

Als Pflegedienstleitung wird eine leitende Pflegefachkraft in einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung bezeichnet. Sie koordinieren die Aufgaben und Abläufe des pflegerischen Alltags, führt das Team und stellt sicher, dass eine hohe Pflegequalität gewährleistet ist.

Pflegedokumentation

Die schriftliche Fixierung individueller Arbeitsabläufe und Pflegemaßnahmen durch das Pflegepersonal dient der Transparenz für Mitarbeiter sowie Orientierung bei der Planung der zukünftigen Pflege. Hierbei werden nicht nur die einzelnen Arbeitsschritte detailliert festgehalten, sondern auch Anmerkungen bezüglich zukünftiger Pflegemaßnahmen dokumentiert. Dies dient bei Ausfall oder dem Wechsel des Pflegepersonals für die Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen und patientenorientierten Pflege.

Pflegeeinrichtung

Können Menschen ihren Alltag aufgrund seelischer, körperlicher oder geistiger Einschränkungen nicht mehr ohne fremde Hilfe bewältigen, bietet sich die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung an. Hierunter fallen sowohl teilstationäre Pflegekonzepte (z.B. Tagespflege) als auch der dauerhafte Aufenthalt in einem Senioren- oder Pflegeheim.

Pflegefachkraft

Personen, die eine Ausbildung mit staatlich anerkannter Abschlussprüfung im Bereich Alten-, Kranken-, Gesundheits- oder Kinderkrankenpflege abgelegt haben, werden als Pflegefachkraft bezeichnet.

Pflegegeld

Beim Pflegegeld handelt es sich um eine finanzielle Bezuschussung pflegebedürftiger Personen, die von der Pflegekasse gewährt wird. Das Pflegegeld wird nach einem entsprechenden Antrag bei der Pflegekasse auf Grundlage der Pflegebedürftigkeit berechnet. Es dient dazu, selbst beschaffte pflegerische Unterstützung finanzieren zu können.

Pflegegrad

Die ehemals drei Pflegestufen wurden 2017 durch fünf Pflegegrade ersetzt. Ausschlaggebend ist nun der Grad der Selbständigkeit in den folgenden sechs Bereichen.
Mobilität: Ist jemand körperlich noch so beweglich, dass er z.B. selbständig aufstehen, ins Wohnzimmer gehen oder Treppen steigen kann?
Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Kann jemand so viel sprechen und verstehen, dass er sich z.B. an Gespräche beteiligen, Informationen begreifen, Risiken einschätzen und erkennen, oder sich örtlich, zeitlich & zur Person orientieren kann?
Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: Verhält sich jemand z.B. „schwierig“, ist er nachts unruhig oder angstvoll oder verweigert er pflegerische Unterstützung?
Selbstversorgung: Kann jemand z.B. selbständig essen und trinken, das WC benutzen, die Körperpflege vollziehen?
Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen: Kann jemand z.B. seine Medikamente selbständig einnehmen & verwalten, kleine Tests wie eine Blutzuckermessung selbst durchführen und deuten, ohne Hilfe zum Arzt gehen oder mit Hilfsmitteln wie einem Rollator zurechtkommen?
Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Kann jemand seinen Tag selbständig gestalten, Kontakt zu anderen aufnehmen oder ein Freizeitangebot außerhalb seiner Wohnung ohne Hilfe besuchen?

Pflegeheim

Als Pflegeheime werden Einrichtungen bezeichnet, welche sich auf die Pflege und Betreuung hilfsbedürftiger Menschen spezialisiert haben. Ausgebildete Pflegefachkräfte & Pflegehilfskräfte übernehmen die Versorgung der Bewohner und helfen ihnen bei der Verrichtung alltäglicher Aufgaben, wie z.B. der Körperpflege oder Nahrungsaufnahme, aber auch bei der Betreuung und Beschäftigung.

Pflegehelfer

Pflegehelfer sind Mitarbeiter in ambulanten Pflegediensten oder stationären Pflegeheimen, die zwar praktisch geschult und angeleitet werden, jedoch über keine fachpflegerische Ausbildung verfügen.

Pflegehilfsmittel

Als Pflegehilfsmittel werden Gegenstände bezeichnet, welche unterstützend bei erforderlichen Pflegemaßnahmen eingesetzt werden können. Pflegehilfsmittel werden von der Pflegeversicherung finanziert und sind eher zum Verbrauch bestimmte Dinge, wie einmalig verwendbare Hilfsmittel wie Einmalhandschuhe, Bettauflagen ( Moltons ) oder Desinfektionsmittel. Sie sollen die Arbeit des zuständigen Pflegedienstes oder pflegenden Angehörigen erleichtern. Es gibt aber auch sogenannte „Hilfsmittel“, die von der Krankenkasse finanziert werden und vom Arzt verordnet werden müssen, z.B. ein Pflegebett, ein Rollstuhl oder eine Toilettensitzerhöhung.

Pflegehotel

Urlaub und Entspannung sind für jeden Menschen gleichermaßen wichtig. Ältere Menschen werden jedoch oft von körperliche Gebrechen oder Krankheiten abgehalten, in den Urlaub zu fahren beziehungsweise gemeinsam mit der Familie unterkommen zu können. Spezielle Pflegehotels vereinen Urlaub mit der individuellen Pflege sowie Hilfsmitteln: In idyllischen Gegenden Urlaub machen, jedoch mit barrierefreiem Zugang zum Hotel sowie der seniorenfreundlichen Zimmerausstattung, welche sich noch um zusätzliche Hilfsmittel erweitern lassen. Pflegehotels bieten Senioren die Möglichkeit, zusammen mit Familie und Angehörigen einen Urlaub ohne Einschränkungen zu genießen.

Pflegekasse

Die Pflegekassen in Deutschland sind nach §46 SGB XI die Träger der Pflegeversicherungen. Sie übernehmen beispielsweise die Prüfung von Anträgen auf Pflegebedürftigkeit und ermitteln den individuell zugrunde liegenden Anspruch an Hilfsbedarf (Pflegegeld / Pflegesachleistung).

Pflegeleitbild

Als Pflegeleitbild werden die einrichtungsintern festgelegten übergeordneten Arbeitsgrundsätze bezeichnet. Es umfasst neben der fachgemäßen Durchführung pflegerischer Tätigkeiten unter anderem das Menschenbild und die Unternehmensphilosophie. Durch das Pflegeleitbild schafft sich eine Einrichtung gewissermaßen eine eigene Identität, da sie ihre Schwerpunkte und Ansprüche genau definieren, sich individuell präsentieren und somit von anderen Pflegeeinrichtungen absetzen können.

Pflegenoten

In Pflegeeinrichtungen, welche Leistungen nach dem SGB XI (Pflegeversicherungen) erbringen, gelten gewissen Qualitäts- und Leistungsstandards. Diese werden in Deutschland durch die Pflegekassen mit den sogenannten Pflegenoten bewertet. Die Qualitätsprüfung innerhalb der Einrichtung erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Das Ziel der Pflegenoten soll eine weitgehende Transparenz und Vertrauenswürdigkeit darstellen. Sowohl Patienten und Angehörige sollen sich bei der Suche nach einem Pflegeheim oder einem ambulanten Pflegedienst auf eine seriöse Bewertung verlassen können, zusätzlich soll die Bewertung auch ein Anreiz für die Einrichtung sein, sich in bestimmten Punkten weiterentwickeln zu können. Bei der Bewertung der Einrichtungen werden verschiedene verbindliche Kategorien bewertet, darunter fallen unter anderem:

  • der Umgang mit Demenzpatienten
  • die Bewertung der pflegerischen Leistungen
  • die Zufriedenheit einzelner begutachteten Patienten

Der Gesetzgeber erwägt, die Noten wieder abzuschaffen und durch ein aussagekräftigeres Instrument zu ersetzen.

Pflegepersonal

Unter dem Begriff Pflegepersonal werden alle Personen zusammengefasst, die einer pflegerischen Tätigkeit im ambulanten Pflegedienst oder in stationären Einrichtungen nachgehen. Hierunter fallen nicht nur examinierte Pflegefachkräfte, sondern auch Pflegehilfskräfte.

Pflegesachleistung / Pflegegeld

Ein ambulanter Pflegedienst übernimmt die Versorgung des Patienten und schöpft den Pflegegeldbetrag voll aus und es entsteht kein Restanspruch auf Auszahlung durch die Krankenkasse. Meistens ist zusätzlich ein Eigenanteil zu leisten, da das Pflegegeld immer nur die Basis der Versorgung abdeckt.

Pflegestandards

Pflegestandards sind Richtlinien, nach denen die Leistungen und das Pflegeniveau innerhalb einer Pflegeeinrichtung ausgerichtet werden sollen.
Sie dienen zur Garantie einer gleichwertigen, qualitativ hochwertigen Pflegeleistung und legen die Organisation und Durchführung allgemeiner Pflegemaßnahmen fest.

Pflegestärkungsgesetz (PSG)

Die beiden Pflegestärkungsgesetze regeln die finanzielle Unterstützung für die pflegerische Betreuung hilfsbedürftiger Menschen. Das erste Pflegestärkungsgesetz umfasst die Erhöhung der Leistungen für pflegebedürftige Menschen und trat ab 01.01.2015 in Kraft. Das zweite Pflegestärkungsgesetz umfasst eine erneute Erhöhung der Leistungen und führt ein neues Begutachtungsverfahren sowie eine neue Definition von Pflegebedürftigkeit ein. Aus den zuvor gültigen drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade. Diese sollen dazu dienen, die Pflegeleistungen besser an den Bedürfnissen pflegebedürftiger Menschen mit kognitiven Einschränkungen zu orientieren. Hierbei wird besonders auf Menschen mit demenziellen Erkrankungen geachtet. Die fünf Pflegegrade sind am 01.01.2017 endgültig in Kraft getreten.

Pflegetagebuch

Ein Pflegetagebuch sollte dann geführt werden, wenn eine Einstufung in die Pflegeversicherung beantragt wird und durch den Medizinischen Dienst (MDK) ein entsprechendes Gutachten erstellt wird. Ein Pflegetagebuch wird hierbei als Hilfsmittel zur Beurteilung des Pflegeaufwandes herangezogen. Es sollte in der Regel den täglichen Pflegeaufwand sowie diejenigen Aufgaben beinhalten, die der Pflegebedürftige nicht mehr selbstständig verrichten kann.

Pflegetransparenzvereinbarung (PTV)

Seit dem 01. Juli 2009 gilt die Pflegetransparenzvereinbarung als verbindliche Grundlage bei der Qualitätsprüfung von Pflegeeinrichtungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Hierbei werden ambulante und stationäre Einrichtung anhand festgelegter Kriterien bewertet. Diese Bewertung gilt als Grundlage für die sogenannte Pflegenote, welche für Außenstehende Aufschluss über die Qualität der Pflege, des Wohnens oder ähnlichen Faktoren geben soll. Die tatsächliche Aussagekraft der Pflegenoten ist allerdings stark umstritten.

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung stellt die fünfte Säule der gesetzlichen Sozialversicherung dar. Jeder Mensch, der gesetzlich oder privat krankenversichert ist, ist auch automatisch bei der sozialen Pflegeversicherung gemeldet. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen zu gleichen Teilen regelmäßige Beiträge in die Versicherungskasse ein. Die Leistungen der Pflegeversicherung decken einen Großteil der entstehenden Kosten, jedoch meist nicht die Gesamtkosten.

Pflegevertrag

Ähnlich wie bei Wohnstiftsverträgen beinhaltet der Pflegevertrag die Rahmenbedingungen, auf denen das Pflegeverhältnis basiert. Dieser wird zwischen einem ambulanten Pflegedienst, und der pflegebedürftigen Person geschlossen und beinhaltet sowohl die zu erbringenden Pflegemaßnahmen, sowie die entsprechenden Kosten. In der Regel wird ein Kostenvoranschlag erstellt, die tastsächlichen Kosten können im ambulanten Bereich aber abweichen, je nach tatsächlicher Inanspruchnahme der Leistungen. Auch im stationären Pflegeheim gibt es Pflegeverträge, diese beinhalten auch die Kosten, die aber fix sind und alle notwendigen Maßnahmen beinhalten.

Portkatheter

Ein dauerhafter, unter der Hautoberfläche liegender Zugang zum venösen Blutkreislauf. Er besteht aus einer Kammer, die sich Port nennt, diese ist meiner Silikonmembran verschlossen, sowie einem Schlauchstück welches in eine Vene führt. Dieser Katheter wird operativ eingesetzt. Von aussen kann mit einer für den Zugang notwendigen Nadel durch die Membranschicht gestochen werden, so dass diese Nadel am anderen Ende mit einem Infusionsschlauch verbunden werden kann, worüber beispielsweise Nährstofflösungen oder Medikamente verabreicht werden. Dies wird genutzt, wenn der Patient keine orale Nahrung bzw. seine Medikamente nicht mehr oral einnhemen kann, etwa krebsbedingt. Diese From der künstlichen Ernährung stellt eine lebensverlängernde Maßnahme dar.

Physiotherapie

Ob eine Physiotherapie notwendig ist, entscheidet einzig und allein ein Arzt.Beim Physiotherapeuten handelt es sich um einen Gesundheitsfachberuf. Hierbei wird durch eine Art körperlichen Trainings und Ausführung spezieller Bewegungsabläufe auf eine Wiederherstellung, Besserung oder Prävention bestimmter Körperpartien abgezielt.

Psychopharmaka

Medikamente deren psychoaktive Substanz als Inhaltsstoff genutzt wird um die neuronalen Abläufe im Gehirn zu beeinflussen und eine psychische Verfassung zu beeinflussen.

Qualitätshandbuch

Ein Qualitätshandbuch beinhaltet alle Richtlinien und Vorgaben, welche eine Einrichtung innerhalb des Betriebsablaufs umsetzt. Es gliedert sich meist in verschiedene Themenabschnitte auf, darunter fallen beispielsweise die Leistungen des Unternehmens sowie Vorgaben, die Unternehmensphilosophie und das Erläutern von Pflegeprozessen und deren Umsetzung bzw. Ziele.

Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement ( Qualitätssicherung ) umfasst jegliche Aspekte der Umsetzung von festgelegten Richtlinien zur Förderung der Unternehmensleistungen. Hierunter fallen sowohl die grundlegende Auffassung von qualitativ hochwertigen Pflege- und Betreuungsprozessen als auch die Orientierung an vorgegebenen Pflegestandards und die Pflegedokumentation.

Qualitätsprüfung

Seit Herbst 2009 veröffentlicht der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) die Beurteilung verschiedener Pflegeeinrichtungen anhand der erbrachten Leistungen und deren Qualität. Hierbei werden die Einrichtungen im Hinblick auf zahlreiche Kriterien geprüft, dazu gehören sowohl die Pflegedokumentation als auch der Pflegezustand der Patienten. Aus diesen Kriterien ergibt sich am Ende ein Gesamturteil (Pflegenote), an welchem sich Pflegebedürftige und deren Angehörige bei der Auswahl einer passenden Einrichtung orientieren können. Die Heimaufsicht führt ebenfalls Qualitätsprüfungen in stationären Pflegeeinrichtungen durch.

Rehabilitation

Eine Rehabilitation dient laut §5 SGB XI der Vorbeugung einer Pflegebedürftigkeit. Sie kann infolge eines Unfalls, einer Verletzung, oder auch eines psychischen beziehungsweise seelischen Schadens erfolgen. Bei körperlichen Schäden erfolgt die Rehabilitation meist in Form von Physiotherapie, bei welcher der Patient dazu angeleitet wird, bestimmte Körperteile selbstständig beziehungsweise mit geringer Unterstützung zu bewegen. Die Rehabilitation kann in einfachen Fällen ambulant, aber auch in spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen erfolgen.

Schmerztherapie

Alle notwendigen therapeutischen Maßnahmen die zu einer Verbesserung und Schmerzlinderung des Betroffenen führen. Nach einem ärztlichen Behandlungsplan werden psychosomatische, psychische und psychologische Faktoren berücksichtigt und therapiert. Zur Behandlung der Schmerzen, werden sogenante Schmerzskalen, Schmerztagebücher und Schmerzprotokolle erhoben um den Schmerzzustand einschätzen zu können und den Patienten medikamentös möglichst schmerzfrei einstellen zu können, um ihm wieder Lebensqualität zu verschaffen.

Seniorenresidenz

Seniorenresidenzen stellen die Luxusklasse der Seniorenheime dar. Es handelt sich um gehobene, komfortable Wohneinrichtungen mit 1- bis 3-Zimmer- Wohnungen. Diese sind selbstverständlich barrierefrei gestaltet. Senioren können hier entweder allein oder auch zusammen mit dem Partner ihren Ruhestand genießen. Die Betreuung durch Pflegepersonal bleibt gegeben, zudem gibt es meist ein großzügiges Angebot an Freizeit- und Gruppenaktivitäten.

Seniorenwohnanlage

Eine Seniorenwohnanlage ist eine Form des betreuten Wohnens und vereint das barrierefreie, selbstständige Wohnen mit der Unterstützung und Betreuung durch Betreuungskräfte. Es handelt sich um seniorengerechte Wohnräume in einer ansprechenden Umgebung, in welcher Senioren ihren Ruhestand in Gesellschaft Gleichaltriger verbringen können. In der Regel sind derartige Wohnanlagen so angesiedelt, dass auch die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erhalten bleibt und beispielsweise die Innenstadt leicht zu Fuß erreicht werden kann.

SGB V (Leistungen Sozialgesetzbuch 5)

Alle Bestimmungen die die Leistungen der medizinischen Krankenversicherung beinhalten.

SGB XI (Leistungen Sozialgesetzbuch 11)

Alle Bestimmungen die die Leistungen der medizinischen Krankenversicherung beinhalten.

SGB XII (Leistungen Sozialgesetzbuch 12)

Alle Bestimmungen die Sozialhilfeleistungen und Hilfe zur Pflege Leistungen beinhalten.

Sonderkostenformen in der Pflege

Bedingt durch Erkrankungen (z.B. Allergien und Unverträglichkeiten) oder  die persönlichen Ansprüche verträgt beziehungsweise mag nicht jeder Mensch die gleiche Kost. Eine gesunde und ausgewogene  Ernährung ist für Menschen jeden Alters wichtig, gerade mit fortschreitendem Alter sollte neben eventuellen Unverträglichkeiten oder Krankheiten auch darauf geachtet werden, dass das Essen nicht zu fettig oder salzhaltig ist. Sowohl Krankenhäuser, Pflege- und Altenheime sowie Menübringdienste für kranke und ältere Menschen bieten für diese Fälle Sonderkostformen an, die speziell auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Stationäre Pflege

Können pflegerische Maßnahmen durch ambulante Pflegedienste oder Angehörige nicht in angemessenem Umfang in der häuslichen Umgebung gewährleistet werden, ist eine Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung meist die geeignetere Option. Bei der stationären Pflege kann grundsätzlich zwischen zwei Arten unterschieden werden:

  • die vollstationäre und
  • die teilstationäre Pflege.

Bei der teilstationären Pflege wird der Patient nur für einen begrenzten Zeitraum am Tag in einer Tagespflege-Einrichtung betreut und gepflegt.
Die vollstationäre Pflege umfasst hingegen einen vollständigen Wohnraumwechsel für den Patienten. Er bezieht ein Zimmer oder Appartement in einer stationären Pflegeeinrichtung und wird dort rund um die Uhr gemäß seinen Ansprüchen bzw. auf der Grundlage seines Pflegegrades versorgt.
Hierbei gibt es verschiedene Formen stationärer Einrichtungen, die auf Basis der individuellen Anforderungen ausgewählt werden können: Vom normalen Seniorenpflegeheim bis hin zu Seniorenresidenzen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Sturzprophylaxe

Bei der Sturzprophylaxe geht es vor allem darum, potenzielle Sturzgefahren für ältere Menschen schon frühzeitig zu erkennen und diese zu beseitigen.
Sowohl äußere Faktoren wie herumliegende Kabel oder Schuhe schlechte Beleuchtung herausstehende Fußbodenleisten oder Teppiche auf glattem Untergrund aber auch die körperliche und gesundheitliche Verfassung des Patienten steigern das Sturzrisiko enorm. Gerade für ältere Menschen kann dies schnell zum Verhängnis werden, da sich im fortschreitenden Alter sowohl die Reaktionsgeschwindigkeit verringert als auch die Reflexe nachlassen. Ein Sturz kann demnach immense Folgen für die körperliche Gesundheit älterer Menschen haben. Um dies zu erkennen und zu umgehen, sind die verantwortlichen Pflegekräfte gefragt. Zudem können bei eventuell anfallenden Umbaumaßnahmen auch Sachverständige hinzugezogen werden. Auch Hilfsmittel wie Hüftprotektoren, Sturzhelme, Gehhilfen oder Haltegriffe können nützlich sein, gefährliche Stürze im Vorfeld zu verhindern. Die beste Sturzprophylaxe ist aber ein Höchstmaß an Mobilität, welches es aufrecht zu erhalten gilt.

Tagespflege

Bei der Tagespflege handelt es sich um eine Form der teilstationären Versorgung. Die Patienten verbringen den Tag in einer stationären Einrichtung, in welcher sie sowohl betreut und versorgt werden, Mahlzeiten zusammen eingenommen werden, sowie Zeit für Aktivitäten mit anderen Menschen & Beschäftigung gegeben ist. Diese Form der Pflege dient zur Entlastung der Angehörigen für einen bestimmten Zeitraum. Besonders für Patienten mit Demenz eignet sich dieses Konzept, da sie für einen bestimmten Zeitraum sicher untergebracht und betreut werden.

Tumor

Eine Schwellung, im engeren Sinne Geschwulst, bedingt durch eine krankheitsbedingte Zellansammlung die durch überschiessendes, ungehemmtes Wachstum körpereigener Zellen entsteht, wobei die Zellen unterschiedlich stark verändert sind. Es wird zwischen gut und bösartig unterschieden. Tumore beziehen sich primär auf ein Krebserkrankung. Im weiteren Sinne jede lokale Schwellung im Rahmen einer Entzündung.

Thrombus & Thrombose

Der Thrombus ist ein Blutgerinsel welches eine Vene oder Arterie ganz oder nur teilweise verschlissen kann. Ist dieses der Fall sprechen wir von einer Thrombose. Die häufigste Entstehung hierfür ist im Beinvenenbereich. Hierbei kommt es zu einer Behinderung des Blutflusses und es kann im gefährlichsten Fall eine Lungenembolie ausgelöst werden.

Ulcus Cruris

Ein offener Hautdefekt, der mindestens bis in die Dermis, die mittlere der drei Hautschichten reicht. Primär am Unterschenkel und Fußbereich, einzeln oder mehrfach auftretend, zu 85 % auf eine venöse Problematik zurück zuführen, selten arteriell bedingt. Die Wundbehandlung ist oftmals fortlaufend notwendig, da eine chronische Wunde entsteht.

Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege ist nach § 39 SGB XI eine Leistung der Pflegeversicherung. Sie wird gewährt, wenn Angehörige oder andere ehrenamtliche unbezahlte Privatpersonen die häusliche Pflege des Betroffenen übernommen haben und für einen Zeitraum von maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr für die Versorgung durch Krankheit, Urlaub oder aus anderen Gründen verhindert sind. Von der Pflegeversicherung wird für diesen Zeitraum eine Ersatzkraft für die Pflege zu Hause zur Verfügung gestellt. Je nach Pflegegrad kann die Leistung für einen ambulanten Pflegedienst, aber auch für stationäre Einrichtungen genutzt werden, welche Tages- und oder Nachtpflege anbieten. Es muss sich jedoch nicht immer um einen längeren Zeitraum handeln: Durch die Verhinderungspflege kann also eine auf die Bedürfnisse des Patienten angepasste, lückenlose Pflege gewährleistet werden.

Vollstationäre Pflege

Eine vollstationäre Betreuung und Pflege wird notwendig, wenn die häusliche Pflege nicht mehr als ausreichend erachtet wird. Dies wird auf der Basis der verschiedenen Pflegegrade vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) geprüft und durch die Pflegekassen genehmigt. Bei der vollstationären Pflege wird der Pflegebedürftige in einer speziellen Pflegeeinrichtung untergebracht, in welcher er dauerhaft lebt und betreut wird.
Abhängig vom Pflegegrad wird die vollstationäre Unterbringung von der Pflegekasse bezuschusst, um den Pflegeaufwand, die soziale Betreuung abzudecken. Unterbringung, Verpflegung und eventuelle Sonderleistungen sind darin nicht enthalten und müssen vom Patienten selbst getragen werden.

Vorhofflimmern

Eine dauerhafte oder vorübergehende Herzrhythmusstörung, die im Gegensatz zum Kammerflimmern nicht lebensbedrohlich verläuft und medikamentös vom Arzt durch ein blutverdünnendes Medikament behandelt wird.

Vorsorgevollmacht

In der Vorsorgevollmacht wird die Umsetzung des eigenen Willens im Falle einer Entscheidungsunfähigkeit auf eine zuvor ausgewählte Person übertragen. Im Idealfall sollte eine Vorsorgevollmacht in Verbindung mit einer Patientenverfügung abgeschlossen werden. Diese regelt zusätzlich, welche Eingriffe am Patienten durchgeführt werden dürfen und welche gemäß dem eigenen Willen zu unterlassen sind.

Wechseldruckmatratze

Eine spezielle Matratze aus Luftkammern bestehend, die über einen Motor und eigebauten Chip die Luftkammern selbständig in regelmässigen Abständen mit Luft be- und entfüllt. Dadurch wird bettlägerigen Patienten, die sich nicht mehr selbständig drehen und wenden können, ein Druckentlastung beim Liegen gewährleistet, um sich nicht wund  zu liegen. Der Nachteil besteht durch das Motorgeräusch der Anlage, dieser ist meistens am Bettende befestigt.

Wechselwirkung

Der Begriff bezieht sich auf die Einnahme verschiedener Medikamente, die ihre Wirkung gegenseitig beeinflussen, hemmen oder verstärken können.

Weichlagerungsmatratze

Eine spezielle Schaumstoffmatratze, in verschiedenen Stärken und Härten erhältlich im Sanitätshaus über ein Hilfsmittelrezept des Hausarztes verschrieben. Voraussetzung ist ein Pflegegrad und eine entsprechende Diagnose ( Sensibilitätstörung, Dekubitusgefahr oder ein bestehender Dekubitus). Sie dient zur Weichlagerung, wenn der Patient aus eigenen Reflexen nicht mehr spürt, dass Druck über einen längeren Zeitpunkt auf die Haut einwirkt und er nicht mehr selbständig die Position im Bett verändern kann. Sie dient zur Prophylaxe des Wundliegens.

Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG)

Seit dem 01.10.2009 gibt das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG) die Rahmenbedingungen für Heim- bzw. Wohnstiftsverträge vor.
Im Gegensatz zum zuvor gültigen Heimgesetz schließt das WBVG alle unterschiedlichen Wohnformen mit ein. Es basiert auf dem Verbraucherschutzgesetz und soll für Transparenz und Übersichtlichkeit bezüglich der Leistungen und Kosten in Heimverträgen Sorge tragen. Die Unternehmen sind verpflichtet, den Verbrauchern im Voraus alle notwendigen Informationen über die Konditionen in Bezug auf die Überlassung des Wohnraums und die Erbringung von Pflegeleistungen sowie die dadurch entstehenden Kosten zu vermitteln.

Wohnstift

Wohnstifte sind spezialisierte Einrichtungen für altersgerechtes betreutes Wohnen. Im Vordergrund steht hierbei die Gewährleistung der Selbstständigkeit der Senioren. Sie leben in einem eigenen möblierten Appartement mit Küche und barrierefreiem Badezimmer. In einem Wohnstiftsvertrag werden die Kosten für die Unterbringung sowie die Pflege- und Betreuungsleistungen innerhalb der Einrichtung schriftlich festgehalten. Neben dem Wohnraum und der Betreuung durch Fachkräfte werden den Senioren verschiedene Freizeitprogramme, wie zum Beispiel Gedächtnistraining, Gruppengespräche oder sportliche Betätigungen, angeboten.

Wohnstiftsvertrag

Der Wohnstiftsvertrag ist die vertragliche Grundlage für das Leben im Wohnstift. Im Wohnstiftsvertrag beschreibt der Träger einer Wohnanlage alle Angebote, Leistungen und Kosten im Wohnstift. Die Regelleistungen rund um die Unterkunft, die Gemeinschaftseinrichtungen, die Leistungen der Hauswirtschaft, Küche und Haustechnik sowie die sozial-kulturellen Leistungen werden dabei genau beschrieben und zugehörige Kosten benannt. Selbiges gilt für diejenigen Betreuungs- und Pflegeleistungen, die ggf. zu den Regelleistungen gehören. Der Wohnstiftsvertrag unterliegt den Bestimmungen des Wohn- und Betreuungsvertragsgesetzes (WBVG).

Wundheilungsphasen

man unterscheidet zwischen:

  • Exsudationsphase (viel Sekretbildung, Wundbeläge, auch Reinigungsphase)
  • Granulationsphase (weniger Sekretbildung, abnehmende Wundbeläge, Bildung von          Granulationsgewebe)
  • Epithelisierungsphase ( Bildung von granulierendem & epithelisierendem Gewebe, abheilend, kaum bis gar kein Wundsekret)

Zyste

Diese können erworben oder auch angeboren sein. Es handelt sich um ein Epithelhäutchen welches einen Hohlraum im Körpergewebe auskleidet. Eine Zyste kann mit Blut, Sekret, Luft, Talg, Eiter oder Parasiten gefüllt sein. Bei einer grösseren Dimension einer Zyste können zusätzlich unangenehme Schmerzen auftreten. Zysten können operativ chirurgisch entfernt werden.

Zytostatika

Medikamente die in der Krebstherapie eingesetzt werden, um das Zellwachstum und die Zellteilung zu reduzieren. Sie wirken wachstumshemmend auf den Tumor. Weiterhin werden diese Präparate in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt.