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Dekubitus Entstehung vermeiden und die Drucktoleranz erklärt

Wird ein Mensch pflegebedürftig und ist auf die Hilfe seines pflegenden Angehörigen angewiesen, gibt es für den Angehörigen einiges zu beachten.

Hierzu gehört die Prophylaxe zur Entstehung von druckbedingten Wunden, des sogenannten Dekubitus.

Problem:

Der Patient ist sensorisch eingeschränkt, leidet beispielsweise unter den Folgen eines Schlaganfalls mit Lähmungserscheinung der Extremität/en. Er spürt diesen betroffenen Bereich nicht mehr und merkt nicht, wie ein gesunder Mensch, wenn Druck auf diese Körperstelle einwirkt. Im gesunden Fall, auch während des Schlafs, sind wir in der Lage die Position zu wechseln, wir merken entstehenden Schmerz, aufgrund intakter Reflexe des Körpers.

Dies kann nicht nur bei Einschränkungen nach einem Schlaganfall der Fall sein. Werden einem Patienten starke sedierende, ruhigstellende oder schmerzlindernde / schmerzstillende Medikamente verabreicht, kommt es zu Einschränkungen die diese Wahrnehmung betreffen.

Liegt ein Patient im Koma oder befindet sich im Sterbeprozess ist dies zusätzlich oft der Fall.

Eine weitere Möglichkeit kann auch durch das Tragen einer Brille, eines Hörgeräts, einer Prothese oder der Zahnprothese entstehen, wenn diese Hilfsmittel nicht korrekt sitzen. Am Beispiel der Zahnprothese ist zu erklären, dass diese Druckstelle im Mund nicht rot sondern weiss erscheint, dies kann einfach mit einer Taschenlampe durch beleuchten des Mundbereichs festgestellt werden.

Die Entstehung eines Dekubitus kann auch durch Falten, die durch Bettwäsche, Kleidung oder Bettdurchzüge (Moltons) zum Inkontinenzschutz auftreten. Diese entstandenen Falten genügen oft bereits zur punktuellen Druckentstehung.

Entstehung | Ursache

Entsteht über einen längeren Zeitraum Druck der auf die Haut einwirkt, kommt es, unterdurchblutungbedingt, zuerst einmal zu einer Rötung, die nicht oder nicht sofort zurück geht. Wir kennen das von einer Blase am Fußzehen oder der Ferse, durch nicht richtig sitzende Schuhe, auch dies ist bereits eine druckbedingte Wunde. Bleibt es nicht bei dieser entstandenen Rötung, kommt es zur Blasenbildung. Zu Beginn ist die Blase noch geschlossen, was von Vorteil ist, da sich darunter die neue Haut bildet und somit geschützt ist. Geht diese entstandene Blase auf, haben wir eine druckbedingte, offene Wunde, die es zu versorgen gilt. Das selbe Problem haben wir bei Patienten die diesen entstehenden Druck nicht spüren. Eine Gefährdung besteht bei allen inkontinenten Patienten, da die Haut im Intimbereich oft feucht und nass ist, dadurch zusätzlich gereizt und irritiert sein kann, weswegen sie noch empfindlicher ist.

Folgende Regionen sind überwiegend betroffen, wenn der Patient auf dem Rücken liegt:

  • Hinterkopf
  • Schulterblätter
  • Ellbogen
  • Steiß
  • Fersen

Wenn ein Patient seitlich gelagert wird kann dies, auch im Bereich der aufeinander liegenden Knie der Fall sein, wenn diese nicht dazwischen mit einem kleinen Handtuch oder einem Kissen abgepolstert werden. Je nach Lagerungsposition können auch andere  aufliegende Körperstellen betroffen sein, und müssen kontinuierlich beobachtet werden!

Merke:

Dieser Druck entsteht primär an Körperstellen, die nicht mit Muskulatur & Fett gepolstert sind und wo Haut auf Knochen aufliegt!

Prophylaxe:

Es gibt im Sanitätshaus diverse Weichlagerungshilfsmittel, wie Matratzen oder Sitzkissen, die druckverteilend und entlastend auf gefährdete Hautregionen einwirken.

Zusätzlich muss ein derart immobiler oder bettlägeriger Patient in regelmässigen Abständen gelagert werden, die Position wird hierbei verändert und es entsteht bereits durch kleinste Mikrolagerungen eine Entlastung der Haut.

Der zeitliche Intervall dieser Umpositionierung ist abhängig und individuell unterschiedlich. Er hängt von der Drucktoleranz des Betroffenen ab.

 

Drucktoleranz:

Die Haut ist bei jedem einzelnen unterschiedlich sensibel für die Entstehung von Druck. Dies ist auch von der körperlichen Beschaffenheit abhängig.

Ist ein Patient eher abgemagert, liegt er sich aufgrund der fehlenden Polsterung eher wund. Handelt es sich um einen tendenziell  übergewichtigeren Menschen, hat dieser oft eine höhere Drucktoleranz aufgrund des vorhandenen Körperfetts. Dies heisst jedoch nicht, dass dieser keine Gefährdung haben kann.

Überprüfen der Drucktoleranz:

Wenn ein Patient aus dem Bett mobilisiert wird, ist zuerst einmal nicht klar, wie lange die Haut die neue Position, beispielsweise im Sitzen toleriert. Sitzt der Patient, ist die primäre Druckentstehung auf den Sitzbeinhöckern und dem Steißbereich.

Überprüfen sie in 1/2 stündigen Intervallen, ob die Haut gerötet ist und die Rötung nicht sofort zurück geht. Stellen Sie später bei längeren, grösser werdenden Prüfintervallen fest, ab wann eine bleibende Rötung entsteht diese nicht sofort zurückgeht. Damit haben Sie einen Anhaltspunkt für die Zeit, die die Hautregion des Patientin in dieser Position verweilen kann. Dies gilt auch im Liegen und für die im Liegen notwendigen Umpositionierungsintervalle. Jetzt haben Sie einen groben Richtwert für ihre zeitlich abgestimmten Lagerungswechsel. Finden diese Umpositionierungen regelmässig statt, wirken Sie einem druckbedingten Dekubitus entgegen.

Die 4 Dekubitus Stadien:

  • Stadium 1: bleibende Hautrötung
  • Stadium 2: Blasenbildung, Teilverlust der Huat
  • Stadium 3: Blase ist offen, Verlust diverser Hautregionen
  • Stadium4: Tiefere Gewebeschädigung, auch Muskeln & Sehnen sind betroffen

Hilfsmittel zur Weichlagerung:

  • Schaumstoffweichlagerungsmatratze
  • Wechseldruckmatratze
  • Würfelmatratze
  • Antidekubitussitzkissen (kein Gelring!)
  • professionelle Lagerungskissen aus dem Sanitätshaus
  • gerollte Handtücher zur Freilagerung der Fersen
  • kleine Kissen zum Abpolstern gefährdeter Regionen

Fazit:

Haben Sie den Druck, den der Patient toleriert, festgestellt und wissen nun in welchen Abständen der Betroffene zur Prophylaxe umpositioniert werden muss ist folgendes wichtig.

  • Mikrolagerungen, kleine Bewegungen zur Entlastung reichen aus.
  • Lagern Sie unter der Matratze oder dem Sitzkissen, wegen der Faltenentstehung.
  • Eine liegende 30 Grad Umpositionierung ist ausreichend.
  • Ein Aufstehen vom Sitzen ist auch bereits eine Entlastung.
  • Betroffene Hautregionen adäquat mit Hautpflegeprodukten versorgen.
  • Eincremen fördert auch die Durchblutung der Hautregion.
  • Fragen Sie den Betroffenen nach der Umpositionierung nach seinem Befinden / Bequemlichkeit.
  • Überprüfen Sie regelmässig Schuhe, Brille, Hörgerät und Zahnprothese bezüglich des korrekten Sitzens.

 

Für individuelle Schulungen am Patienten oder Fragen zum Thema Dekubitusprophylaxe, Druckentlastung, Umpositionierung, Hilfsmittelauswahl und Drucktoleranz kontaktieren Sie uns jederzeit telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage, wir helfen Ihnen umgehend und professionell.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pflegeberatung in München | Ein Fallbeispiel | Vorgehensweise eines Pflegeberaters

Die Herausforderung | der Auftrag:

Ein Anruf einer 93-jährigen Dame aus München, kraftbedingt überfordert mit der Versorgung ihres Ehemanns und der Bürokratie von Seiten der Krankenkasse, erreicht uns.

Wir vereinbaren einen Termin bei ihr in der häuslichen Umgebung zur Einschätzung der Situation.

 

Die Umsetzung | die Vorgehensweise:

  • Im Erstgespräch werden, die dem Patienten / Angehörigen bekannten Daten, bisherige Anträge, Ablehnungen, der aktuelle Pflegegrad und vorhandene Pflegehilfsmittel, die Erstanamnese erfasst.
  • Der Pflegeberater macht sich ein Bild der Ist-Situation des Ehepaars vor Ort.
  • Hierbei wird, basierend auf unserem Fachwissen, abgewogen, wo Möglichkeiten der weiteren Finanzierungshilfe für diesen Fall in Anspruch genommen werden können.
  • Die Ehefrau erklärt, in welchen Punkten eine Entlastung für sie geschaffen werden muss und womit sie überfordert ist.
  • Der Patient wird begutachtet und wenn möglich mit in das Gespräch einbezogen, um seine Vorstellungen und Wünsche, auf die pflegerische Versorgung zu äußern.
  • Es muss eruiert werden, ob der aktuelle Pflegegrad ausreichend ist oder angepasst werden kann.
  • Gibt es bereits einen unterstützend tätigen ambulanten Pflegedienst?
  • Gibt es eine zusätzliche Haushaltshilfe oder kann diese empfohlen & organisiert werden.
  • Welche Pflegehilfsmittel sind zur Entlastung vor Ort und welche können zusätzlich empfohlen werden.
  • Was übernehmen eventuelle Angehörige, Freunde oder Bekannte.
  • Welche Anträge wurden bisher gestellt und wie sieht das Ergebnis aus, Akten werden eingesehen.
  • Welche Gefahren können im Haushalt beseitigt werden und wo besteht individueller Beratungsbedarf.
  • Entsprechend der pflegerischen Expertenstandards werden Empfehlungen bzgl. bestehender Risiken gegeben.

Das Ergebnis:

  • Es besteht seit seit 17 Monaten ein zugestandener Pflegerad 2.
  • Dem Versicherten (Ehemann) steht ein monatlicher Pflegegeldbetrag sowie ein Entlastungsbeitrag zu.
  • Es wurde bisher kein ambulanter Pflegedienst unterstützend in Anspruch genommen..
  • Ich erkläre das jedem Pflegegrad ein Geldbetrag zugrunde liegt, der für die pflegerische Versorgung des Betroffenen gedacht ist.
  • Die Höhe des Betrages differiert, je nachdem ob ein ambulanter Pflegedienst beauftragt wurde oder ein Angehöriger, als Laie, die Pflege selbst übernimmt.
  • Im Falle der Angehörigenpflege ist die reduzierte, sogenannte Geldleistung greifend. Der Pflegedienst bekommt einen höheren Betrag aufgrund der professionellen Pflege und den damit verbundenen Personal- & Betriebskosten, sogenannte Sachleistungen.
  • Die Ehefrau äußert, sie hätten bisher kein Pflegegeld von Seiten der Krankenkasse überwiesen bekommen.
  • Aufgrund der Tatsache, dass seit 17 Monaten ein bewilligter Pflegegrad vorliegt, sprechen wir in diesem Fall von einer sehr hohen Summe.
  • Dieser Anspruch kann für das Jahr 2019 noch bis 30.06.2020 genutzt werden.
  • Alle Ansprüche davor sind leider bereits verfallen.
  • Wir beschliessen, die Kasse telefonisch mit diesem Problem zu konfrontieren.
  • Die Sachbearbeiterin gleicht mit uns die Bankverbindung ab und stellt eine Fehler im System fest.
  • Der Betrag wurde auf ein fremdes Konto transferiert, nicht jedoch an den eigentlich Bezugsberechtigten.
  • Die Sachbearbeiterin entschuldigt sich, sichert umgehend eine Nachzahlung zu.
  • Wir stellen das Pflegegeld auf Kombinationsleistung um.
  • Bei einer Kombinationsleistung ist ein Pflegedienstes tätig, ein eventueller Restbetrag des Pflegegeldes, der nicht ausgeschöpft wird, wird anteilig von der Kasse an den Versicherten überwiesen.
  • Das Ehepaar ist froh, dass ihnen diese Information gegeben wurde, dass ein Pflegegrad mit einer finanziellen Leistung zur Basissicherung der Pflege dient und ihnen seit Monaten zusteht.
  • Es gibt in Bayern die Möglichkeit, zusätzlich Landespflegegeld zu beantragen, hierfür liegen die Voraussetzungen vor.
  • Der Pflegeberater stellt den Antrag.
  • Wir gehen auf die Pflegesituation ein und ich erkläre den Unterschied zwischen Kranken- und Pflegekasse und die damit verbundenen unterschiedlichen Leistungszuständigkeiten.
  • Ich organisiere über den Hausarzt eine Verordnung für häusliche Krankenpflege.
  • Ein ambulanter Pflegedienst kann die medizinische Leistung, des An- und Ausziehens der Kompressionstrümpfe, darüber abrechnen, da die Ehefrau, kraftbedingt, überfordert ist.
  • Dieser Punkt greift das Pflegegeld nicht an, sondern wird separat über die Krankenkasse als medizinische Leistung verrechnet.
  • Ich mache mich online auf die Suche nach einem guten, vertrauenswürdigen ambulanten Pflegedienst, welcher Kapazitäten für die pflegerische und medizinische Versorgung des Ehemanns hat.
  • Fündig geworden, bespreche ich mit der Leitung des ambulanten Pflegedienstes, welche Leistungen in diesem Fall erbracht werden sollen.
  • Die bestimmten Tage, die Uhrzeit, ob eine männliche oder weibliche Pflegeperson gewünscht ist.
  • Die Pflegedienstleitung macht mit dem Ehepaar einen Termin für die Erstaufnahme aus und beginnt noch am selben Tag mit der Unterstützung.

Fazit:

Abschliessend konnte dem Ehepaar durch eine angemessene Antragsstellung & das Aufdecken des Fehlers der Kasse ein einmaliger Betrag zur Finanzierung der Pflegesituation von ca. 8000,- Euro rückwirkend zugesichert werden.

Weiterhin profitieren sie von fortlaufenden monatlichen Pflegegeldzahlungen durch die Kasse.

Mit den Leistungen des organisierten Pflegedienstes ist das Ehepaar, auf meine spätere Nachfrage, sehr zufrieden und die Ehefrau ist dankbar über die entstandene Entlastung.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis in München informiert: Ketogene Ernährung

 

  • Was bedeutet ketogen?
  • Worauf basiert ketogene Ernährung
  • Wie funktioniert dieser Stoffwechselprozeß?
  • Was kann ich damit beeinflussen?
  • Was erreiche ich mit dieser Ernährung?
  • Welche Lebensmittel sind relevant?

Die ketogene Ernährung basiert auf kohlenhydratlimitierter, proteinreicher und deshalb fettreicher Ernährung. Die notwendige Energie für den Körper wird nicht mehr aus Glucose & Fett, sondern nur noch aus Fetten aus der Nahrung und den dadurch in Gang gesetzten Ketonkörpern geliefert.

Es handelt sich um einen Stoffwechselprozeß, welcher durch den Verzicht auf Kohlenhydrate & Zucker in Gang gesetzt wird.

Für wen?

  • Patienten mit Übergewicht
  • Patienten mit Epilepsie
  • Patienten mit Alzheimer Demenz
  • Sportler
  • Patienten mit Glucosetransportstörung
  • Gesundheitsbewußte Menschen

Stoffwechselprozeß:

Der Körper wandelt ca. 50% der aufgenommenen Proteine & nur ca. 10% der Fette aufgrund des geringen Glycerinanteils in Glucose (Energie/Zucker) um.

Wenn wir Hunger verspüren greift unser Körper zuerst auf gespeicherte Kohlenhyrdat Vorräte in unserer Leber zurück. 

Wir setzen hiermit einen Stoffwechselprozeß in Gang den der Körper als Hungestoffwechsel interpretiert. Hierbei werden Fettsäuren aus der Leber zu Ketokörpern umgestaltet, welche anschliessend als Energiequelle für unser Gehirn dienen. Dieser Stoffwechsel-Prozeß wird Ketose genannt.

Umsetzung:

Bei der Errechnung unseres Bedarfs sind diese zwei Faktoren ausschlaggebend. Einmal die Höhe des Energiebedarfs und die des Proteinbedarfs.

Man geht davon aus, dass der Fettanteil mit ca. 80% berechnet wird und der Anteil der zuzuführenden Proteine mit ca. 20% aus unserer Nahrung.

Um die Wirksamkeit der Ketose aufzubauen, sollten Kohlenhydrate nur in sehr geringem Maß zugeführt werden.

Eine korrekte Durchführung wird zu Beginn von einem Ernährungsberater oder einem Facharzt begleitet und durch Urin sowie Blutproben kontrolliert. Hierbei lassen sich Rückschlüsse auf den Bedarf und eine eventuelle Anpassung von Fetten und Proteinen ziehen!

Lebensmittel:

  • Fleisch, Geflügel sowie Fisch
  • Avocados
  • Nüsse & Samen
  • Eier
  • Käse
  • Low-Carb-Gemüse und Früchte
  • dunkle, zartbitter Schokolade und Kakao

Eventuelle Nebenwirkungen zu Beginn:

  • vorübergehnde Verdauungs- und Stuhlprobleme durch die Umstellung
  • gelegentliche Müdigkeit

Ergebnis:

Innerhalb kurzer Zeit werden Sie feststellen, dass Sie sich deutlich fitter, wacher und leistungsstärker fühlen. 

Sie verlieren an überflüssigem Gewicht und fühlen sich wohler. 

Eine Gelenkbelastung wird reduziert durch die Gewichtsabnahme. 

Sie senken Ihren Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise.

Weniger Triglyceride und HDL-Cholesterin – dadurch Verringerung der Arteriosklerosegefahr

Melden sie sich gerne telefonisch oder über unser Kontaktformular auf unserer Homepage für weitere Information zum Thema ketogene Ernährung

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Pflegekurse für pflegende Angehörige über die Pflegekasse beantragen

Sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern, fordert nicht nur Zeit und gute Nerven, sondern auch fachliche Grundkenntnisse.

Die Pflegekasse bietet pflegenden Angehörigen die Möglichkeit sich in diesem Themenfeld Sicherheit vermitteln zu lassen. Sie können bei Ihrer Pflegekasse einen Antrag nach §45 SGB XI auf Pflegeschulungen stellen. 

Inhaltlich geht es in diesen kostenlosen Schulungen um diese Themen:

  • Grundlagen der Körperpflege 
  • Transferunterstützungskniffe die das Bewegen des Patienten mit Unterstützung erleichtern
  • Basiswissen über krankheitsbedingte Problematiken 
  • Hygiene
  • Recht & Soziales

Diese Kurse sind auch für ehrenamtlich tätige, interessierte Personen frei zugänglich.

Es gibt die Möglichkeit öffentliche Kurse zu besuchen oder individuelle Unterstützung im eigenen privaten häuslichen Umfeld zu bekommen.

Öffentliche Kurse werden meistens von Alten- & Servicezentren, Volkshochschulen oder Sozialstationen angeboten.

Pflegeschulungen in der eigenen Häuslichkeit sind oft praxisnäher, da auf individuelle Probleme, beispielsweise den Gebrauch von Pflegehilfsmitteln direkt eingegangen werden kann.

FAZIT:

  • Grundlage: §45 Sozialgesetzbuch 11 (SGB XI)
  • Zielgruppe: pflegende Angehörige & ehrenamtliche Personen
  • Kosten: kostenfrei
  • Freiwillig oder verpflichtend: Freiwillige Teilnahme
  • Termine: Bitte erfragen Sie diese für Ihre Region bei Ihrer Pflegekasse

Sollten Sie aufgrund Ihrer Situation bereits mit den pflegerischen Grundlagen vertraut sein, jedoch in einem Krankheitsfeld wie einem Schlaganfall, Multipler Sklerose, Demenz oder Parkinson Unterstützung und Schulung benötigen, gibt es die Möglichkeit sich bei Ihrer Kasse nach speziellen Pflegeschulungen zu erkundigen, die die einzelenen Krankheitsbilder behandeln und Ihnen wertvolles Wissen vermitteln.

In diesen Spezialschulungen haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, Kontakt zu Menschen aufzunehmen, die in einer ähnlichen Situation stecken und können Probleme, Fragen oder Tipps austauschen.

Sollten Sie Fragen zur Beantragung Ihrer kostenfreien Schulungen nach §45 Sozialgesetzbuch 11 (SGB XI) haben, kontaktieren Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Arthrose und die Arthroselüge erklärt

 

Unser Körper schreit heutzutage förmlich nach mehr Bewegung.

Frühere Zeiten verlangten uns mehr körperliche Aktivität und unterschiedlichere Bewegungen ab, da wir nicht, wie heute meistens üblich, verkrampft, arbeitsbedingt oder privat vor unserem Bildschirm saßen. 

Unsere Freizeitaktivitäten sind oft nicht mehr bewegungs- und sportgeprägt. 

Unsere gewohnheitsbedingten Verhaltenmuster sind fast täglich die gleichen, angefangen vom Aufstehen, über die Fahrt zur Arbeit, die eigentliche Arbeit, den Weg zurück nach Hause und die Gestaltung unserer anschliessenden Freizeit – auf der Couch, vor dem Fernseher, dem Computer etc..

Wir bewegen und zu einseitig, nach immer dem gleichen bzw. nur leicht abweichenden Muster und zwar täglich und dies ist zu wenig. 

Muskelgruppen werden gar nicht mehr beansprucht, Dehnung fehlt, es kommt zu physikalischem Druck auf unsere Gelenke, der durch schlechte, einseitige Ernährung, gerade im Alter, zu Übergewicht und noch mehr Druck auf unsere Gelenke führt, es entsteht Arthrose. 

Knochen reibt auf Knochen, da durch den entstehenden Druck die Knorpelmasse verdrängt wird.

Durch unsere neuzeitliche Ernährung, geprägt von Convenience-Produkten der Lebensmittelindustrie und industriellhergestellten Nahrungsmitteln, wird der Körper und damit auch die, das Gelenk umgebenden Kapseln, zu wenig mit den notwendigen Mikronährstoffen versorgt. 

Diese sind jedoch notwendig um Nährstoffe in den Kapseln zu bilden, die für den Knorpelaufbau und die Regeneration, die auch noch im hohen Alter möglich ist, nötig sind.

Fazit:

Mehr oder vielseitigere Bewegung die alle Muskelgruppen miteinbezieht. Regelmässiges Dehnen unserer Gliedmaßen und eine ausgewogene, vielseitige Ernährung mit frischen, nicht industriell hergestellten Lebensmitteln.

Es gibt eine Lösung für unseren arthrosebedingten Schmerz, der herkömmlich mit Schmerzmedikamenten, später Operationen behandelt wird.

Es fehlt uns, im Gegensatz zu anderen, alternativen medizinischen Ansätzen an der nötigen Eigenverantwortung.

Wir sind kaum bereit unseren Lebensstil zu ändern, wenn der Körper Signale sendet, er damit nicht einverstanden ist, wir Schmerzen bekommen und in unserer Lebensqualität eingeschränkt sind.

Wir haben den Anspruch unseren Arzt mit der Symptomatik zu konfrontieren, eine Medikament zu erhalten und alles wird wieder wie zuvor.

Dies ist falsch, eine Symptombekämpfung mit Medikamenten heilt nicht die Ursache des entstandenen Problems, wenn wir weiter machen wie bisher, unseren Lebensstil nicht ändern und die Signale unseres Körpers ignorieren, werden wir zu unserem eigenen Opfer.

Durch diese beschriebenen Bewegungsdefizite kommt es zu verhärteten, verklebten Faszien, die nicht nur Verspannungen auslösen, sondern physikalischen Druck, der von oben entsteht & sich auf unsere Gelenke auswirkt. 

Die Knorpelmasse, zwischen den Gelenkteilen, hat nicht die Möglichkeit sich zu regenerieren, weil schlicht kein Platz durch den Druck der Knochen da ist. 

Zusätzlich fehlt die notwendige Mikronährstoffversorgung für unsere Kapseln was zu Arthrose führt.

Was sind Faszien?

Faszien bestehen aus netzähnlichem Bindegewebe, welches unsere Organe, Muskeln, Sehnen & Bänder umgibt. Diese können verhärten und verkleben, was unsere Gelenke in Positionen zwingt und pysikalischen Druck erzeugt.

Wir bekommen Schmerzen, spannungsbedingt, dadurch Bewegungseinschränkungen und können noch weniger aktiv sein.

Dies kann man selbst beeinflussen, durch ein Überdenken unseres eigenen Verhaltens und einem Anpassen unserer Bewegungsaktivitäten.

Denken Sie an den seit Jahren andauernden Hype um Yoga! 

In diesem Zusammenhang leuchtet ein, weswegen durch regelmäßiges, vielseitges Dehnen und Strecken bei diesen Übungen genau diesem physikalischen Druck auf unsere Gelenke entgegengewirkt wird. 

Es entsteht eine gleichmässige Verteilung der Kraft die auf die Gelenke einwirkt, Verhärtungen der Faszien können durch gezielte Übungen abgebaut werden. Es entsteht wieder Raum zwischen den Gelenkteilen, Knorpel kann, vorausgesetzt unsere Ernährung ist ausgewogener und abwechslungsreicher als zuvor, neu aufgebaut werden, die Reibung und damit auch die Schmerzen, gehen zurück und verschwinden oft ganz, Knorpelmasse bildet sich wieder.

Eine umfangreiche Bewegung unter Einbezug aller Extremitäten & Gelenke findet statt.

Dies stellt eine hervorragende Prophylaxe dar bzw. ist dadurch eine Selbstheilung möglich!

Wir bekommen unsere Lebensqualität zurück.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben und mehr Informationen benötigen, melden Sie sich telefonisch oder über unser Kontaktformular bei uns, wir helfen Ihnen weiter.

Ich verlinke Ihnen, mir bekannte Therapeuten, die alternative Heilungsansätze verfolgen, hervoragende Ergebnisse erzielen und Sie unterstützen.

Es gibt neben der Physiotherapie, auch andre Methoden wie, Rolfing oder Pohl-Therapie, die sich mit dem Thema Faszienarbeit beschäftigen und mit Ihnen zusammen wieder einen schmerzmedikamentfreien Alltag herstellen werden!

Glauben Sie nicht diese weit verbreitete Lüge, Arthrose sei abnutzungs- und verschleissbedingt, Knorpel könne, im Alter nicht wieder neu gebildet werden, es liegt an unserer Compliance, unserem Lifestyle.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Links zum Thema:

http://www.ea-rolfing.de

https://www.anja-fersch.de/pohltherapie/

https://www.liebscher-bracht.com

https://www.buecher.de/shop/gesundheit–medizin/die-arthrose-luege/liebscher-bracht-roland-bracht-petra/products_products/detail/prod_id/48069730/

https://www.youtube.com/watch?v=RvmlH7p4dy8