Transfer-Hilfsmittel für Patienten richtig einsetzen

  1. Wie entlasten Umlagerungshilfen und Umsetzhilfen die Pflegeperson?
  2. Wofür werden Transferhilfen eingesetzt?
  3. Bevor Sie diese Hilfsmittel zu nutzen beginnen
  4. Vorteile von Transferhilfen
  5. Kann ich Transferhilfen als Rezept ausstellen lassen?
  6. Welche Transferhilfen gibt es?

1.Entlastung durch Transferhilfen

Pflegende Angehörige werden aufgrund einer akuten Pflegesituation buchstäblich ins kalte Wasser geworfen & müssen sich nach bestem Wissen und Gewissen selbst helfen. Sie haben keine grundliegende Ausbildung, hierfür einige Tipps von uns.

Wie arbeitet man gelenk- und rückenschonend? Oft fehlt das Wissen, dass es Hilfsmittel für die Mobilisation und Transferunterstützung des Pflegebedürftigen von A nach B gibt.

Lassen Sie sich von unserer Pflegeberatungsagentur erklären welche Entlastungsmöglichkeiten es gibt, nutzen Sie Pflegetechniken statt Kraft.

Achten Sie auch vor allem auf Ihre Gesundheit, nur wer gesund ist kann auch andere Menschen pflegen!


 

2.Wofür werden Transferhilfen eingesetzt?

Der Pflegemarkt bietet ein Spekrum an Hilfsmitteln für das Transferieren und Umpositionieren eines Patienten, um Kräfte zu schonen und Scherkräfte zu vermeiden, die auf die Haut des Patienten einwirken.

Diese können in folgenden Bereichen angewendet werden:

  • Transfer beim Hochziehen im Bett
  • Transfer beim Umsetzen vom Bett in den Rollstuhl
  • Transfer ins Auto
  • Transfer auf den Badewannenlifter
  • Transfer auf den Toilettenstuhl
  • Transfer in einen Sessel oder auf die Couch

3.Bevor Sie diese Hilfsmittel zu nutzen beginnen

Sehen Sie sich Ihr neues Hilfsmittel zuerst einmal an. Lesen Sie die Beschreibung und versuchen Sie es zuerst ohne den betroffenen Patienten zum Üben zu verwenden, um Sicherheit beim Einsatz zu haben.

Liegt eine Gewichtsbeschränkung vor, die berücksichtigt werden soll?

Nachdem Sie im Umgang mit dem neuen Hilfsmittel sicher sind, erklären Sie zuerst dem Patienten, wie es funktioniert, was er zur Mithilfe zu tun hat, was Sie übernehmen und demonstrieren Sie es inform einer Trockenübung. Lassen Sie sich bestätigen, dass der Patient keine Angst hat, Ihnen vertraut und er Zeit hatte auch seine Fragen zu stellen und mit dem Ablauf zurecht kommt.

 

4.Vorteile von Transferhilfen 

  • Sie vermeiden Scherkräfte, weniger Schmerzen und sind angenehmer für den Patient
  • Kraftsparend, für Sie als pflegender Angehöriger
  • Verletzungs- und Sturzgefahr ist reduziert
  • Patienten mit vorhandener Restmobilität setzen diese selbst ein und sind weniger auf Hilfe angewiesen
  • Einfache Handhabung und aufgrund der Grösse auch platzsparend

5.Kann ich diese Hilfsmittel rezeptieren lassen?

Standardmodelle sind im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkasse verzeichnet und können über ein Pflegehilfsmittelrezept vom Hausarzt ausgestellt werden. Sie haben einen gesetzlichen Zuzahlungsbetrag von lediglich 10,- Euro.

Weitere Modelle sind im Sanitätshaus oder online selbst zu finanzieren.

6.Welche Transferhilfen gibt es?

Gleitlaken | Rutschtücher:

Dieses doppellagige Hilfsmittel, siehe Bild oben, dient dem Patienten im Bett liegend oder auch im Rollstuhl sitzend seine Position selbst wieder zu verändern. Scherkräfte werden vermieden bzw. reduziert und der Patient ist in seiner Restmobilität unterstützt.

Pflegende Angehörige müssen weniger Kraft beim Umpositionieren des Patienten aufwenden.

Geeignet für folgende Transfers:

  •  Transfer ins Bett oder aus dem Bett.
  •  Umsetzen aus dem Bett in den Rollstuhl.
  •  Umpositionieren des Patienten im Bett (Transfer zum Kopfende, zum Fußende oder zur Seite).
  •  Um dem Patienten mehr Eigenmobilität zu ermöglichen.

Tipps für die Auswahl:

  • Waschbar / kochbar bei 60 – 70 Grad?
  • Wählen Sie individuell zwischen Grösse, Material & Ausführung des Herstellers.
  • Ist das Hilfsmittel beim Verbleib im Bett atmungsaktiv?
  • Gibt es einen Schutz für Urin & andere Körperflüssigkeiten?
  • Für welches Gewicht ist das Hilfsmittel ausgelegt?

Gleitmatten für Rollstuhlfahrer:

Dieses Hilfsmittel wird auf der Sitzfläche des Rollstuhls positioniert.

Es ermöglicht dem Patienten mit genügend Oberkörperrestmobilität beim Verrutschen im Rollstuhl die Sitzposition wieder anzupassen ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Ist dies aus eigener Kraft nicht möglich stellt eine Gleitmatte auch für den Pflegenden eine kraftsparende Möglichkeit beim Umpositionieren dar.

Gleitbrett oder Rutschbrett:

Diese leicht gebogenen Hartplastikbretter verfügen über zwei Griffmulden und abgerundete Kanten. Sie ähneln der Form einer Banane, siehe Bild oben. Sie können je nach Kraft und Beweglichkeit des Patienten selbst oder auch von einer Pflegeperson mit dem Patienten zusammen benutzt werden.

  • Sie sind platzsparend, handlich und leicht.
  • Die Gleitbretter sind leicht zu reinigen und bei Bedarf zu desinfizieren.
  • Ein Rutschbrett ist mobil auf Reisen oder beim Besuch von Freunden / Bekannten einsetzbar.
  • Einige Modelle sind dreiflügelig und der Länge nach teilbar. Sie sind größenvariabel und auf den individuellen Bedarf einstellbar.
  • Achten Sie auf die maximale Belastbarkeit des Hilfsmittels.
  • Stellen Sie beim Umpositionieren des Betroffenen immer sicher, dass die Bremsen des Rollstuhls, Pflegebetts oder Toilettenstuhls festgestellt sind!

Dreh- und Transferteller:

Es handelt sich um einen, sich in sich drehbaren runden Teller, mit einem Durchmesser von ca. 60 cm. Dieser wird zum Transfer im Sitzen auf dem Boden platziert, sodass der Patient seine Füsse daraufstellt und mit Unterstützung der Pflegeperson oder aus eigener Kraft, wenn möglich, die Beine & Füsse beim Transfer automatisch mitgedreht werden.

Geeignet für alle Transfers vom Bett in den Rollstuhl oder zurück, sowie in einen Sessel, auf die Couch oder auch auf den Toilettenstuhl, den Badewannenlifter, ins Auto und zurück.

Achten Sie auch bei dieser Transferhilfe auf die Höchstbelastungsgrenze!

Fazit:

Denken Sie an Ihre Gesundheit & Ihren Rücken, arbeiten Sie kraftsparend, ziehen Sie mögliche Hilfsmittel in Erwägung, die Ihnen die Arbeit mit Ihrem Patienten / Angehörigen erleichtern können!

Sollten Sie weitere Fragen zu Transferhilfen haben, kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

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Befreiung Rundfunkbeitrag (GEZ) bei Pflegebedürftigkeit

  • Wer kann sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen?
  • Wer kann eine Ermäßigung bewirken?
  • Tipps zum formlosen Antrag auf Befreiung oder Ermäßigung
  • Gibt es Härtefälle?
  • Wie kann ich diese Befreiung oder Ermäßigung beantragen?
  • Ab wann beginnt diese Befreiung oder Ermäßigung?

Seit bereits 2012 hat sich die damalige Gebühreneinzugszentrale / GEZ umbenannt. Die Bezeichnung lautet seither ARD, ZDF, Deutschlandradio Beitragsservice. Der anfallende Betrag von monatlich 17,50 Euro ist allen Beitragszahlenden mehr als bekannt und vielen ein Dorn im Auge.
Sie fragen sich ob man diesen Betrag auch bei Pflegebedürftigkeit bezahlen muss?
Gerade für Menschen mit Pflegebedürftigkeit gibt es die Möglichkeit von diesem Betrag befreit zu werden oder ihn wenigstens zu reduzieren.
Sie können damit eine jährliche Ersparnis von über 200,- Euro erwirken.
Es besteht die Option diesen Betrag, wenn Sie mit einem pflegebedürftigen oder auch behinderten Menschen zusammen in einem Haushalt leben, abzumelden oder eine Ermäßigung zu erwirken.

Wer ist aufgrund seiner Pflegesituation befreiungsfähig?

  1. Empfänger von Sozialgesetzbuch 12 (SGB XII) Leistungen der Hilfe zur Pflege, die einen Pflegegrad von Seiten des Sozialamts zugestanden bekommen haben und nicht von der Pflegekasse
  2. Empfänger von Pflegezulagen nach §267 Abs. 1 Lastenausgleichgesetz und Personen, denen wegen der Pflegebedürftigkeit nach §267 Abs. 2 Satz 1 Nr 2 Buchstabe c LAG ein Freibetrag zuerkannt wird.
  3. Bezieher von Grundsicherung im Alter.
  4. Menschen mit einer Behinderung, die Sozialhilfe und vollstationär in einer Wohneinrichtung leben (SGB XII (§ 75 Abs. 3 Satz 1 a. F.).
  5. Menschen mit einer Erblindung
  6. Taubblinde Personen, wenn sie eine ärztliche Bescheinigung über die Taubblindheit oder den Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen „Bl” (blind) und „Gl” (gehörlos) verfügen.
  7. Empfänger des Arbeitslosengeld II oder Sozialgeldes (einschließlich Leistungen nach § 22 Sozialgesetzbuch (SGB) II) beziehen, wie auch Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII (3. Kapitel), sowie nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) (§§ 27a oder 27d) benötigen.
  8. Menschen die vollstationär aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit in einer Wohneinrichtung leben.

Wer kann eine Ermäßigung erhalten?

  1. Blinde, die eine Schwerbehinderung von mindestens 60% nachweisen können.
  2. Gehörlose oder von einer Hörbeeinträchtigung Betroffene, die trotz einer Hörhilfe kaum oder nur wenig hören.

Tipps zum formlosen Antrag:

Wenn Sie die Voraussetzungen für eine Befreiung oder eine Ermäßigung erfüllen, stellen Sie einen formlosen Antrag.

Sie müssen belegen, dass Sie Sozialleistungen beziehen, entsprechende Atteste des Arztes besitzen oder im Besitz eines Schwerbehindertenausweises sind.

Senden Sie auf jeden Fall nur Kopien dieser Bescheide oder Atteste ein, nicht die Originale!

Härtefall-Ausnahme:

Es besteht die Option, wenn eine Demenzerkrankung oder die Situation eines Wachkoma-Patienten vorliegt eine Härtefallbefreiung zu beantragen.

Hierfür reichen Sie eine Kopie der ärztlichen Diagnose ein.

 

Wie stelle ich den Antrag und wohin sende ich meine Unterlagen?

Geben Sie mit dem formlosen Antrag Ihre bisherige Beitragsnummer an. Senden Sie Ihre Unterlagen an:

 

ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice

Freimersdorfer Weg

650829 Köln

 

Die Gebühreneinzugszentrale bietet auch die Möglichkeit per Telefon | FAX oder Email mit ihnen in Kontakt zu treten.

 

Telefon 0221/50610 

Service-Telefon 0185/99950100

Email: Service@Rundfunkbeitrag.de

 

Ab wann profitiere ich von der Befreiung oder Ermäßigung?

Die Gebühreneinzugszentrale sendet Ihnen nach dem Einsenden Ihrer Unterlagen und der entsprechenden Prüfung einen Bescheid zu. Sie haben Anspruch ab der Gültigkeit dieses Bescheids.

Abhängig vom jeweiligen Einzelfall kann die Rundfunkgebührenzentrale nach drei bis fünf Jahren erneut anfragen und neue Nachweise fordern. Beziehen Sie Sozialleistungen, ist die Dauer der Beitragsbefreiung auf ein Jahr befristet und somit ein anschliessender aktueller Nachweis über die entsprechenden Bezüge vorzulegen.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

Wie erhalte ich einen Behindertenparkausweis & einen Behindertenparkplatz?

  • Was ist ein Behindertenparkausweis?
  • Wo kann ich ihn beantragen?
  • Was ist ein Behindertenparkplatz?
  • Unterschied oranger oder blauer Ausweis?
  • Welche Unterlagen brauche ich dafür?
  • Wieviel Kosten entstehen?
  • An welchen Orten darf ich damit parken?
  • Wer darf diesen Ausweis nutzen?
  • Wie beantrage ich einen eigenen Behindertenparkplatz?

Der Behindertenparkausweis:

Dieser ist die Berechtigung für Menschen mit einer festgestellten Behinderung durch gesondert gekennzeichnete Parkflächen leichten am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Sie weisen damit die Voraussetzungen nach auf einem Behindertenparkplatz parken zu dürfen.

Wo beantrage ich ihn?

  • Stadtverwaltung
  • Örtliche Gemeinde

Was ist ein Behindertenparkplatz?

Da es für Menschen mit Behinderung oft nicht einfach ist, in kleinere Parkplätze oder Parklücken einzuparken, wurden Parkflächen erschaffen, die dies erleichtern. Damit ist auch für Rollstuhlfahrer die Möglichkeit gegeben, diesen durch mehr Platz entladen zu können und umsteigen zu können. Zudem erleichtert es die Parkplatzsuche, diese sind meist zentraler angeordnet. Es gibt zudem die Möglichkeit einen Parkplatz in Haus- oder Wohnungsnähe zu erhalten, um die Wegstrecke zu verkürzen. Diese Parkplätze sind barrierefrei gestaltet um Menschen mit Behinderung leichter die Teilnahme am öffentlichen Leben zu ermöglichen.

Der Unterschied zwischen blauen und orangem Ausweis:

  • Der orange Ausweis ist nur innerhalb Deutschlands einsetzbar und gültig auf allen dafür gekennzeichneten Parkflächen.
  • Der blaue Ausweis ist für ganz Europa auf allen gekennzeichneten Parkflächen gültig.

Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?

  1. Antrag zur Erleichterung für Schwerbehinderte (bei der Behörde der Gemeinde oder Stadt erhältlich)
  2. Lichtbild
  3. Schwerbehindertenausweis oder ein Nachweis der die Beeinträchtigung für die Nutzung eines Behindertenparkausweises belegt

Welche Kosten entstehen?

Fragen Sie bei Ihrer zuständigen Behörde nach. Es sollten grundsätzlich keine Kosten berechnet werden, dieses kann jedoch von Kommune zu Kommune oder je nach Bundesland variieren.

An welchen Orten darf ich parken?

Sie haben mit dem Ausweis das Recht gegenüber Menschen ohne Behinderung die gekennzeichneten Parkplätze für Behinderte zu nutzen. Sie dürfen natürlich auch reguläre Parkplätze nutzen, wenn Behindertenparkplätze nicht ausreichend zur Verfügung stehen. An diesen kann es gegebenenfalls erforderlich sein einen normalen Parkschein zu lösen oder die Parkscheibe zu verwenden. Der Behindertenparkausweis berechtigt Sie nicht dazu im eingeschränkten oder absoluten Halteverbot zu stehen. Ebenso sind Feuerwehrzufahrten frei zu halten.

Wer darf den Behindertenparkausweis nutzen?

Der Ausweis ist nicht Fahrzeug gebunden. Es ist nicht wichtig wer das Fahrzeug fährt sondern ob es sich um eine Fahrt mit einem Menschen mit Behinderung und das notwenige verkürzte Parken für diese Person handelt.

Wie beantrage ich einen eigenen Behindertenparkplatz?

Menschen die im Besitz eines Schwerbehindertenausweises sind, können bei ihrer zuständigen Behörde einen eigenen Behindertenparkplatz an ihrem Wohnort oder Arbeitsplatz beantragen. Dieser wird nach Genehmigung mit einem individuellen Schild und einer Ihnen zugewiesenen Nummer gekennzeichnet, die sich auch auf dem ausgestellten Behindertenparkausweis für die Verkehrsüberwachung ablesen lässt.

 

Fahren Sie vorsichtig und bleiben Sie gesund!

Ihr Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

Gewalt & Übergriffe in der Pflege

Die Umsorgung eines pflegebedürftigen Menschen bringt uns oft psychisch und physisch an unsere Grenzen. Überforderung und Stress treten auf, es fehlt der nötige Kanal Luft abzulassen. Wir haben vor Überlastung nicht die Möglichkeit uns Auszeiten zu schaffen, fühlen uns gebraucht und verantwortlich und vergessen, wie nötig auch für pflegende und pflegende Angehörige ein Ventil ist um mit mit neuer Kraft und Abstand unsere Arbeit anschließend wieder konzentriert und mit neuer Energie aufnehmen zu können.

Gerade jetzt in den Zeiten von häuslicher Isolation und gesellschaftlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, hat die Zahl der häuslichen Gewaltfälle auch in der Pflege zugenommen. Die hohe Arbeitsbelastung, fehlende Ruhezeiten und ein angemessener Freizeitausgleich werden als Gründe erkannt.

Es wird aktuell davon ausgegangen, dass in diesem Jahr jeder sechste Mensch über 60 Jahren mit einer Form der Gewalt in der Pflege konfrontiert war.

Welche Signale sendet der Körper?

Wichtig ist, sich selbst bewußt zu machen und zu erkennen, wenn der eigene Körper Signale sendet. Die Stimme wird lauter und zur Verdeutlichung von Gesagtem gehoben. Man reagiert nervös & gereizt. Raucher werden vermehrt auf Zigaretten zurück greifen. Schlafstörungen können stressbedingt auftreten. Lustlosigkeit & Müdigkeit blockieren uns darin, Freunde zu treffen und einem angemessenen Ausgleich nachzugehen. Wir sind schlapp und erschöpft und fallen nur noch kraftlos auf unsere Couch oder ins Bett.

Wie äußert sich Gewalt in der Pflege?

Gewalt muss hierbei nicht ausschließlich körperlich angewendet werden, auch verbale Äußerungen der Überforderung gegenüber einem hilfs- und pflegebedürftigen Menschen zählen dazu.

Aussagen wie, du machst mein ganzes Leben kaputt, ich habe überhaupt nichts mehr von meinem Leben und wärest du doch nur endlich tot, erzeugen psychischen Druck und sind eine Form der verbalen Gewalt gegenüber einem Menschen.

Welche Ursachen gibt es?

Dieses zeigt sich primär bei pflegenden Angehörigen, denen natürlich die nötige Distanz und oft die Professionalität für den Umgang damit fehlen, wir sprechen von Laienpflege.

Jedoch macht sich Überforderung, Stress und Ermüdung auch bei professionellen Pflegekräften bemerkbar. Nicht jeder ist in der Lage dies selbst für sich zu kompensieren, damit umzugehen und sich um einen entsprechenden Ausgleich zu kümmern, um neue Energie für die Arbeit zu tanken.

Zusätzliche Schichten in der Pflege und fehlende Freizeit- und Ruhezeiten sind ein grosses Problem. Zusätzliche Dienste sind an der Tagesordnung, irgendjemand muss sich auch bei personellen Ausfällen um die Patienten kümmern.

Zustände des Patienten verschlechtern sich und es bedarf eines Mehraufwands und noch mehr Zeit für die Versorgung.

Wir haben schlicht das Gefühl keine Zeit mehr für uns selbst zu haben, nur noch zu funktionieren und zu arbeiten.

Welche Präventionsmöglichkeiten gibt es?

  • Nutzen Sie die Möglichkeit der Tagespflege für ihren pflegebedürftigen Angehörigen
  • Denken Sie daran die Verhinderungspflege zu nutzen
  • Ergänzen Sie die Leistungen des ambulanten Pflegedienstes
  • Ist Kurzzeitpflege eine Entlastung für mich
  • Kann ich Familienmitglieder mit in den Pflegeprozeß involvieren
  • Können ehrenamtliche Helfer eine Unterstützung geben
  • Ist eine Betreuungskraft zusätzlich eine Entlastung für mich
  • Kann ich auf eine 24h-Betreuung zurückgreifen und mir diese leisten
  • Kümmere ich mich ausreichend um meine Selbstfürsorge
  • Planen Sie feste Pausen und Erholungsphasen für mich
  • Kann Meditation eine Entspannungsmöglichkeit für mich sein
  • Trinken Sie genügend Wasser & ernähren Sie sich ausgewogen
  • Treiben Sie Sport und bewegen Sie sich zum Ausgleich
  • Viele kleine Pausen sind effektiver als eine grosse Auszeit am Tag
  • Versuchen Sie erholsamen und ausreichenden Schlaf zu finden
  • Schalten Sie unnötige Stressfaktoren, wie Mobiltelefone gelegentlich einfach ab
  • Greifen Sie auf Selbsthilfegruppen zurück
  • Holen Sie sich, wenn nötig, Unterstützung durch Psychologen

 

Wenn auch Sie merken wie ausgelaugt und psychisch oder physisch überlastet Sie durch Ihre Pflegesituation sind, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen bei notwendigen Schritten und Anträgen damit Sie nachhaltig und langfristig diese wertvolle und wichtige Arbeit am Patienten mit neuer Energie & Kraft fortführen können!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Aktueller Kabinettbeschluß: Nationale Demenz-Strategie

Wir haben bundesweit aktuell 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Demographisch wird diese Zahl bis 2050 auf 2,8 Millionen steigen. Das Bundeskabinett hat hierzu zum 01.07.2020 eine nationale Demenz-Strategie beschlossen, um auf diese gravierende Problematik eingestellt zu sein.

 

Zusammen mit ausgewählten Partnern der Bundesregierung soll im September diesen Jahres noch das erarbeitete Konzept, das endlich, auf die seit langem bekannte Problematik eingehen soll, umgesetzt werden.

Da uns dieses Krankheitsbild alle angeht und jeder betroffen sein kann, wurde in einem breiten Bündnis zusammen mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Ländern und Kommunen, Verbänden des Gesundheitswesens und auch der Pflege, Sozialversicherungsträgern, Zivilgesellschaft und Wissenschaftlern herausgearbeitet, wie man dieser Problematik in Zukunft entgegen treten möchte.

Es soll ein neues Bewusstsein in allen Lebensbereichen geschaffen werden, Unterstützungsnetzwerke vor Ort, wie unsere Deutsche Pflegeberatung Matheis in München, müssen vermehrt genutzt & beworben werden. Zusätzlich benötigen wir eine bessere medizinische Versorgung, präventive Maßnahmen und mehr Gelder, die in die Forschung dieses Bereichs investiert werden. Ein Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Faktoren, kann diese Strategie erfolgreich werden lassen.


Auf folgende Zielsetzung wurde der Fokus gerichtet:

  1. Mehr Aufmerksamkeit für Menschen mit Demenz
  2. Beratung & Begleitung
  3. Netzwerke Pflege & Beruf
  4. Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige
  5. Abgestimmte Abläufe in der Versorgung des Betroffenen
  6. Demenzsensible Krankenhäuser
  7. Forschung zur Demenz-Erkrankung

Mehr Aufmerksamkeit:

Eine bundesweite Kampagne soll sensibilisieren und zum Engagement aufrufen. Es wird die Möglichkeit geschaffen, sich als „Demenzpartner“ schulen zu lassen.

Beratung & Begleitung:

Ehrenamtliche und vor allem professionelle Beratungs- und Schulungsangebote, wie auch von unserer Beratungsagentur seit langem angeboten, sollen gerade für die schwierige, erste Phase der Erkrankung ausgebaut werden.

Netzwerke:

Es sollen Strategien von pflegenden Angehörigen, Unternehmen und den Kommunen erarbeitet werden, wie Pflege innerhalb der Familie auch mit dem Beruf vereinbart werden kann. Hierfür ist eine Regiestelle des Bundesseniorenministeriums geplant.

Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige:

Es werden verbesserte Gesundheits- und Präventionsangebote für pflegende Angehörige geschaffen, da diese bereits massiv an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Hierfür wird aktuell ein neues Förderprogramm geprüft.

Abgestimmte Abläufe in der Versorgung der Betroffenen:

Alle Versorgungs- und Unterstützungsangebote müssen endlich ineinander greifen. Es muss interdisziplinär gedacht und gearbeitet werden, ein roter Faden zu Gunsten des Betroffenen, muss erkennbar sein. Dazu müssen Kliniken, Pflege, Ärzte und Fachärzte sowie pflegende Angehörige und Beratungsstellen nah zusammen arbeiten. Das Schnittstellenmanagement muss optimiert werden.

Demenzsensible Krankenhäuser:

Die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz müssen in die Gestaltung von Krankenhäusern mit einfliessen.

Ausgebildetes & qualifiziertes Personal muss ausreichend zur Verfügung stehen, um die arbeits- und zeitintensive Versorgung von Menschen mit Demenz in unvermeidbaren Klinikaufenthalten in den Griff zu bekommen. Diese gehen aktuell im Versorgungsbetrieb der Krankenhäuser und Kliniken unter, werden vernachlässigt und bekommen nicht die angemessene Versorgung, die sie benötigen würden. Patienten kommen oft in einem extrem verschlechterten Zustand aus den Krankenhäusern und Kliniken zurück!

Forschung zu Demenz:

Der Aufbau eines nationalen klinischen Demenzforschungsnetzwerks und eines Demenzversorgungsforschungs-Netzwerks ist geplant. Der Zugang zu Daten für Forschungszwecke soll zusätzlich erleichtert werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen schneller und wirksamer für den Betroffenen in die Praxis umgesetzt werden können.


Fazit:

In unseren Augen, bleibt es abzuwarten, wie sich dies möglichst schnell in die Realität umsetzen lässt & ob erste Erfolge gegen das Problem der zunehmenden Vergesslichkeit der Bevölkerung zu erkennen sind.

Es ist auf jeden Fall positiv zu bewerten, dass die Problematik von Seiten der Bundesregierung ernst genommen wird & an einer Lösung gearbeitet wird.


Wir schulen bereits seit langem, individuell, pflegende Angehörige und gehen als Pflegeberatungs-Agentur auf Ängste, Sorgen und Probleme bei der Versorgung von Menschen mit Demenz ein. Wir bieten Lösungsansätze um pflegende Angehörige, die zu Hause den grössten Teil der pflegerischen Betreuung und Versorgung übernehmen müssen, im Umgang mit dem Erkrankten Sicherheit und fachliches Grundwissen zu vermitteln.

Melden Sie sich bei uns, wenn auch Sie bereits an Ihre Belastungsgrenzen in der Versorgung stossen und professionelle Unterstützung oder Beratung, auch über moderne Kommunikationsmedien, wie Videotelefonie, benötigen.


Wir sind bundesweit für Sie da!

 


Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis in München