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Leberüberlastung und Verstopfung bei pflegebedürftigen Menschen vorbeugen

Eine gute und starke Verdauung ist einer der wichtigsten Pfeiler für das Wohlbefinden, vor allem auch bei älteren Patienten. 

Bei Pflegepatienten sind diese Prozesse durch Bettlägerigkeit sowie Medikamente oft nicht im Gleichgewicht und sie leiden an Verstopfung. Häufig ist aber nicht nur die Ausscheidung mangelhaft, sondern der Verdauung fehlt auch die Kraft, die Nahrung optimal aufzuspalten und zu verwerten. So kommen zur Verstopfung auch noch Blähungen, Krämpfe, Völlegefühle und eine gestörte Darmflora hinzu. Einige Medikamente können die Verdauung stören und die Leber belasten.

Bringt man den ganzen Funktionskreis von Verdauung, im Sinne von Verwertung und Ausscheidung, wieder ins Gleichgewicht, profitiert man von einer verbesserten Nährstoffversorgung und einem gesteigerten Wohlbefinden. 

Aus Sicht der Tibetischen Konstitutionslehre braucht die Verdauung genug Wärme und Energie, damit sie Ihre Aufgaben erfüllen kann. Daher empfiehlt die Tibetische Lehre morgens nüchtern ein Glas warmes Wasser zu trinken, vermehrt warm zu essen und jeden Bissen gründlich (ca. 30 Mal) zu kauen.

Bereits diese kleinen Veränderungen können die Verdauung spürbar optimieren. Man kann auch allem was leicht scharf, säuerlich und herb schmeckt mehr Raum in der Ernährung zu geben. Granatapfelsaft beispielsweise oder ein Gewürztee mit Ingwer. Oder man bereichert die Mahlzeiten der Pflegebedürftigen mit entsprechenden Kräutern und Gewürzen.

Der Granatapfel spielt in den Kräuterrezepturen der Tibetischen Konstitutionslehre eine wichtige Rolle. Er kommt in vielen Rezepturen vor, welche die Verdauung unterstützen. So ist er auch Hauptbestandteil in der Rezeptur von Padma DigesTib. Zusammen mit Galgant, langem Pfeffer, Zimt, und Kardamom stärkt die Kräutermischung die Verdauung und optimiert damit auch die Nahrungsverwertung.

Man nimmt am besten zusammen mit einem Glas warmem Wasser 1-2 Kapseln morgens nüchtern und bringt so die Verdauung für ihr Tagwerk in Schwung. Blähungen und Völlegefühle reduzieren sich deutlich und der Appetit kehrt zurück. Patienten, die leicht frieren, profitieren erfahrungsgemäß auch von dem zusätzlich entstehenden wohligen Wärmegefühl.

Eine gute Kombination dazu ist die Tibetische «Drei Früchte Formel». Drei verschiedene saure und herbe Früchte bilden diese im asiatischen Raum sehr beliebte und bekannte Rezeptur. Zusammen mit dem Mikronährstoff Cholin, sind die drei Früchte in Padma HepaTib enthalten. Die Rezeptur schützt die Leberfunktion. Dies ist wichtig, weil die Leber gewisse Stoffe bildet, welche die Verdauung anregen, selbst aber auch an der Umsetzung der Nährstoffe und an der Entgiftung beteiligt ist. Gerade die Leber wird durch viele Medikamente belastet und freut sich daher über eine Unterstützung.

Die drei Früchte in Padma HepaTib erweichen den Stuhl und erleichtern somit den Stuhlgang. Ausserdem nähren sie die Darmflora, was wiederum die Verdauung und Verwertung optimiert. Die Rezeptur kann auch längerfristig ohne Gewöhnungseffekte eingenommen werden. In der Tibetischen Konstitutionslehre gilt die «Drei Früchte Formel» auch als Mittel zur generellen Vitalisierung. Von Padma HepaTib nimmt man vorzugswiese abends 2 Kapseln vor dem Schlafen. 

Die Kombination aus den beiden Kräuterrezepturen sowie die Ernährungsempfehlungen tragen zu einer umfassenden Optimierung aller Verdauungsprozesse bei. So reduzieren sich Verdauungsprobleme und Verstopfung und der Körper gewinnt gleichzeitig an Wohlbefinden durch eine verbesserte Nährstoffverwertung. 

Man ist, was man isst. Aber erst die Verdauung macht das Essen für den Körper auch zur Nahrung. 

 https://padma.de/

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Unsere Haut & sinnvolle Hautpflegeprodukte

Unser grösstes Organ ist die Haut. Sie agiert als Schutzhülle, blockiert gefährdende Umwelteinflüsse und dient als Feuchtigkeitsspeicher. Ein natürlicher Säureschutzmantel gibt hautschützenden Bakterien ein angemessenes Milieu und hält Erreger ab. Unsere natürliche Hautpflege ist also durch Oberhautfette und Talgfette gewährleistet.


Durch häufiges Händewaschen oder Duschen riskieren wir, mit den falschen Wasch- & Hautpflegeprodukten, diesen natürlichen Schutzfilm zu zerstören. Gerade Produkte zum Waschen und Reinigen der Haut sollten pH-neutral gewählt werden, diese wirkend pflegend, rückfettend und nicht auslaugend.

Eigentlich müsste dieser vom Körper selbst regenerierte Schutzmantel nicht zusätzlich durch Cremes, Lotionen und Gels ergänzt werden.

Das ist nur notwendig, wenn ausschliesslich auf nicht ph-neutrale Reinigungsprodukte beim Waschen oder Duschen zurück gegriffen wird, um die Hände oder den Körper, von Viren und Bakterien zu befreien, was natürlich sinnvoll ist. Anschliessend sollten die Hände & der Körper zur Pflege aber unbedingt eingecremt werden, um den Fettschutzfilm zu erneuern.

Die Haut selbst benötigt für diesen Regenerationsschritt, des Neuaufbaus ihres Schutzfilms, ungefähr vier Wochen.

Für Menschen die ihre Hände beruflich sehr oft waschen müssen, wie Ärzte, Pflegekräfte oder beispielsweise Automechaniker empfiehlt die Berufsgenossenschaft spezielle Waschlösungen. Diese Flüssigprodukte enthalten pflegende Substanzen, die nicht auslaugend wirken sondern rückfetten.

Dermatologen / Hautärzte bestätigen, dass zu häufiges Waschen der Hände, das Risiko für ein Handekzem, eine der am meisten verbreiteten Hauterkrankungen überhaupt ist.

Sie empfehlen, die Hände lieber öfter zu desinfizieren als zu waschen. In Hautdesinfektionsmitteln sind heutzutage auch hautpflegende Substanzen, die die Haut schützen und rückfettend wirken.

Wichtig ist, dass sie beim Kauf von Waschprodukten nicht nur auf die Inhaltsstoffe achten, sondern auf enthaltene Duftstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel und das diese nicht zu stark schäumen. Diese beeinflussen das Hautmilieu und den natürlichen Säureschutzmantel!


Verwenden Sie wenig von der Waschsubstanz, eine ganz milde, am besten sythetische Tensidwaschsubstanz, die diese Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe nicht beinhaltet und einen pH-Wert von ca. 5 aufweist.


Verwenden Sie eine falsche Seife, die alkalisch, durch einen zu hohen pH-Wert auf die Haut wirkt, greifen Sie den Säureschutzmantel der Haut an und zerstören ihn langfristig.

Wenn Sie Wert auf biologische Waschsubstanzen legen, gibt es diese auch im Biogeschäft basierend auf Zuckertensiden oder Kokostensiden, diese sind mild und entfetten nicht stark sondern pflegen die Haut beim Waschen.


Tipp:

Um nicht noch mehr Plastik zu produzieren, greifen sie doch auf ein normales Stück Seife zurück, sie benötigen weniger als beim Verwenden von Flüssigseife und schonen durch die fehlende Plastikumverpackung die Umwelt. Ein Stück sogenannte Arztseife, mit einem pH-Wert von 5,5 gibt es in jedem Drogeriemarkt für weniger als 1 Euro.


Ein Minimum an Hautpflege des ganzen Körpers sollte, laut Dermatologen, morgens und abends stattfinden. Die Hände sollten nach jedem Waschen, spätestens wenn die Haut anfängt zu spannen, nachgecremt werden.

Dies ist vor allem im Winter, zum Schutz der Haut vor Kälte, nötig aber auch im Sommer, da die Sonne die Haut zusätzlich austrocknet.

Die Intensität des Hautpflegebedarfs ist aber auch abhängig von der körpereigenen Talgproduktion, nicht jeder benötigt zusätzlich die gleiche Menge an Cremes oder Lotionen.


Urea / Harnstoff als Inhaltsstoff:

Dies ist ein natürlicher Feuchthalter für die Haut, der sie vor Austrocknung schützt. Urea zieht Feuchtigkeit aus der Luft und bindet sie an das Gewebe. Sie ist in vielen Cremes und Lotionen mit 5% oder 10% enthalten.

Shea-Butter als Inhaltsstoff:

Shea verhält sich ähnlich wie körpereigene Fette, wird aus der afrikanischen Nuss des Karité-Baumes gewonnen und pflegt die Haut hervorragend. Sie ist in vielen Pflegeprodukten enthalten oder auch in der Reinform erhältlich.

Öle:

Abhängig vom jeweiligen Öl können diese auch entfettend wirken, sollten vor allem auf die noch feuchte Haut aufgetragen werden, Wasser öffnet die Poren der Haut, Öl verschliesst diese wieder. Man hat anschliessend keinen Fettfilm auf der Haut und an der Kleidung. Merke, nicht alle Öle wirken rückfettend auch wenn sie erst einmal schmierig und fettig sind.

Nährstoffe für ein schönes Hautbild:

  • Vitamin D
  • Vitamin B
  • Zink
  • Omega 3 Fettsäuren
  • Eisen
  • Eiweiß
  • Selen

Diese Nährstoffe nehmen Sie bereits durch eine ausgewogene, abwechslungsreiche und frische Ernährung auf. Sie können ihrem Körper also selbst beim Erhalt des natürlichen Säureschutzmantels der Haut entgegen kommen.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

Alternative Möglichkeiten zu Essen auf Rädern & Fertigprodukten

Sie stehen vor dem Problem, dass Ihr Angehöriger nicht mehr in Lage ist sich selbst Mahlzeiten zu zubereiten?

Einkäufe können nicht mehr selbständig durchgeführt werden und es muss eine Lösung gefunden werden?

  • Was spricht gegen Essen auf Rädern?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Wie ist die Qualität?
  • Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis?
  • Ist es dem Altersstoffwechsel angepasst?
  • Wie ist der Nährstoffgehalt?

Pro:

Auf dem freien Markt gibt es diverse Anbieter die ein warmes Menü oder Einzelgericht für Senioren oder Hilfebedürftige nach Hause liefern. Preise für Einzelgerichte sind aktuell bei 7,50 Euro bis 10,- Euro inkl. Lieferung. Hergestellt werden die Mahlzeiten, die vorab über einen online oder in Druckform bereitgestellten Wochenmenüplan des Anbieters zur Auswahl gestellt werden, in Großküchen.

Die Gerichte werden warm, tiefgefroren zum selbst auftauen und erwärmen geliefert.

Vorteilhaft ist, dass das Essen bis nach Hause geliefert, auf Wunsch auch ausgepackt und auf einem Teller bereitgestellt wird.

Es kann auf die Einhaltung einer ernährungs- oder gesundheitsbezogenen Diät grösstenteils eingegangen werden.

Auch für Patienten mit Kaubeschwerden, können Mahlzeiten püriert geliefert werden.

Vor- und Nachspeisen können zusätzlich, gegen Aufpreis, mit bestellt werden.

 

Contra:

Die Erfahrung seit Jahrzehnten zeigt, dass die Mahlzeiten oft nicht heiss geliefert werden, sondern lauwarm, was sich natürlich auf den Geschmack auswirkt. Das Essen ist leider oft verkocht und in den Abteilungen der Plastikmenüschale verrutscht, es schwimmt alles ineinander und sieht nicht mehr sehr appetitlich aus.

Der Nährstoffgehalt ist nachweislich mehrfach von Instituten getestet worden und ist eher reduziert als den Bedürfnissen des alten Menschen entsprechend. Die Qualität entspricht dem Essen einer herkömmlichen Kantine.

Salate können zusätzlich bestellt werden, sind jedoch meistens nicht sehr vielseitig & vitaminhaltig und mit gezuckerten Fertigdressings angerichtet.

Es wird zusätzlich eine Menge Müll durch Plastikfolien, Plastikschalen und zusätzlichen Plastikbechern produziert.

Die Mahlzeitenauswahl rotiert bei den meisten Anbietern, was zur Folge hat, dass doch immer in gleichen Abständen das gleiche gewählt und geliefert wird.

Die Lieferzeit ist aufgrund der zu beliefernden Kundenmenge oft nicht beeinflussbar, Zeitfenster von mehreren Stunden ab 10 Uhr morgens bis 14 Uhr nachmittags sind normal.

Kaum ein älterer Mensch, ist auf Nachfragen, mit seiner Mahlzeit zufrieden, die Antwort ist meistens, besser als nichts…

Alternativen:

Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich die Zeit als Angehöriger zu nehmen und sich mit den Essensgewohnheiten und Bedürfnissen des Betroffenen auseinander zu setzen. Wenn die Möglichkeit besteht gehen Sie zusammen den Lebensmitteleinkauf erledigen. Kochen Sie Gerichte vor, portionieren Sie diese und frieren Sie diese ein. Ein Pflegedienst kann diese auch morgens zum Auftauen für mittags bereits aus dem Gefrierfach herausnehmen, dass das Essen mittags nur erwärmt werden muss.

Sehen Sie sich Gastronomien in der Nachbarschaft an, sprechen Sie mit diesem über mögliche Lieferungen nach Hause und eine Monatsrechnung. Nutzen Sie Geschirr der Gastronomie oder des eigenen Haushalts und vermeiden Sie unnötigen Plastikmüll.

Wechseln Sie sich mit dem Vorkochen im Familienkreis ab, überlegen Sie ob es nicht sinnvoll und auch kostengünstiger wäre, selbst etwas mehr zu kochen und den Angehörigen mit zu versorgen, wenn er in der nähe lebt oder sie ihn regelmässig in der Woche besuchen. Suppen sind nahrhaft und lassen sich einfrieren und leicht erwärmen.

Jeder online Lieferdienst, der seine Mahlzeiten über Speisekarten im Internet bereit stellt, kann als Alternative genutzt werden und die Preisdifferenz ist kaum höher.

Sprechen Sie mit eventuell vorhanden Bekannten oder Freunden in der Nachbarschaft des Betroffenen, ob diese gegen einen kleinen Betrag bereit sind, mittags etwas mehr zu kochen und es vorbeizubringen.

Planen Sie einen oder mehrere Tage die Woche für ein gemeinsames Essen mit Ihrem Angehörigen, es macht immer mehr Spass Mahlzeiten zusammen zu geniessen, als allein zu essen!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

In der Ruhe liegt die Kraft, gerade für pflegende Angehörige

Es ist für Angehörige und Pflegende nicht immer einfach die Ruhe zu bewahren. Mehrfachbelastungen, zu wenig Zeit und Ressourcen, aber auch die Auseinandersetzung mit Krankheiten und Trauer verlangen viel Energie, können einen langfristig aus dem Gleichgewicht bringen und man fühlt sich «durch den Wind».

Es wird immer schwieriger Ruhe und Entspannung zu finden und kreisende Gedanken hindern einen am Schlafen. Dies schlägt sich dann wiederum im Alltag nieder, man ist unkonzentriert und fahrig, trüber Stimmung und von Motivation weit entfernt. 

Es ist wichtig, dass man seinen Körper frühzeitig unterstützt und nicht wartet bis man nicht mehr kann. Die Tibetische Konstitutionslehre empfiehlt neben ausgleichenden Atemübungen, Mediation oder Yoga vor allem eine nährende Ernährung. Was von Natur aus süss schmeckt erdet den Körper, gibt Substanz und beruhigt einen gestressten Geist. Damit ist nicht Zucker und Schokolade gemeint, sondern Nahrungsmittel wie z.B. Kartoffeln, Reis, Karotten, rote Beete, Bananen, Datteln, Nüsse etc.. Am besten isst und trinkt man warm, das unterstützt die Entspannung und fordert vom Körper weniger Energie. 

Zusätzlich nutzt die Tibetische Konstitutionslehre komplexe Kräuterrezepturen, um die innere Balance wiederherzustellen. Padma NervoTib enthält 10 verschiedene Kräuter und Gewürze sowie Magnesium und sorgt für einen entspannten Alltag und mehr Ruhe in der Nacht. 

Muskatnuss beruhigt den Wind im Geist und lässt Ruhe einkehren, sodass man sich weniger durch «durch den Wind» fühlt. Erdende und einhüllende Substanzen wie Süssholz, Kümmel, Weihrauch oder Bockshornklee sorgen für mehr Bodenhaftung, verwurzeln den Geist und helfen zu fokussieren. Myrobalanenfrüchte dienen dem Energieausgleich und Sichuanpfeffer sorgt dafür dass die Energien frei fliessen können. 

Padma NervoTib sorgt insgesamt für mehr mentale Gelassenheit und innere Ruhe ohne müde zu machen. So kommt man entspannt und mit voller Leistung durch den Tag und findet abends besser zur Ruhe, weil die Gedanken nicht mehr unaufhörlich kreisen. 

https://padma.de/produkte/padma-nervotib/

Denken Sie an Ihre Selbstfürsorge & bleiben Sie gesund,

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Ihre Pflegeberatung in München erklärt: Tabletten richtig teilen | Richtlinien | Hinweise

Ob zur Dosisanpassung von Medikamenten, zum leichteren Schlucken oder aus anderen Gründen gibt es für pflegende Angehörige aber auch Patienten einiges zu beachten.
Viele Menschen haben Angst grössere Tabletten einzunehmen oder zu schlucken, da sie befürchten sie könnten im Hals hängen oder stecken bleiben.
Dies ist gerade bei Kindern aber auch älteren Menschen oft zu beobachten.

Wir gehen auf folgende Punkte ein:

  • Dosisanpassung
  • Tabletten teilen
  • Halbieren des Medikaments untersagt
  • Richtlinien
  • Hinweise
  • Hilfsmittel für das Teilen von Medikamenten

Dosisanpassung:

Wenn ein Arzt Ihnen ein Medikament verordnet bzw. ansetzt und es nicht in der richtigen Milligrammzahl rezeptiert, stehen Sie vor dem Problem wie soll ich es jetzt einnehmen und wie ändere die Dosierung korrekt.

Manchmal gibt es das Medikament von Seiten des Herstellers nicht in der vom Arzt angeordneten Dosierung, es muss individuell angepasst werden.

Ein Präparat muss oft auch geviertelt oder halbiert, jedenfalls angepasst werden, um einen Medikamentenspiegel aufzubauen oder es reduzierend von der Wirkstoffmenge ausschleichen zu lassen, wenn es abgesetzt wird.

Tabletten teilen:

Nicht alle Medikamente eignen sich zum Teilen. Auch wenn ein Präparat mit einer Kerbe oder Kreuzkerbe vorgeprägt ist, kann dies von Seiten des Herstellers zur Identifikation beitragen, um der Verwechselungsgefahr mit anderen Tabletten vorzubeugen, nicht jedoch zur Teilung bestimmt sein.

Achtung:

Bei Unsicherheiten beim Zerteilen von Medikamenten sollte auf jeden Fall die Packungsbeilage vor dem Teilen gelesen werden, der verordnende Arzt oder ein Apotheker befragt werden!

Nicht teilbare Präparate:

In der Regel sind Tabletten, die eine Schutzfilmummantelung haben, sogenannte Fimtabletten, die magensaftresistent sind und deren Wirkstoff über den Darmtrakt aufgenommen wird, nicht teilbar.

Kapseln haben eine Hülle aus Zellstoff, die ebenfalls magensaftresistent ist und über den Darmtrakt ihre Wirkung entfalten und nicht geteilt werden sollten. Dies kann von Präparat zu Präparat unterschiedlich sein, auch hier den Beipackzettel lesen, bei Arzt und / oder Apotheker nähere Informationen einholen.

Risiken durch Tablettenteilung:

Seien Sie sich des Risikos nicht fachgerechter Medikamententeilung für den Patienten bewußt.

Zerkleinern, halbieren oder vierteln Sie Medikamente nicht nach Vorschrift kann es zu folgendem kommen:

  • zu hohe Dosierung
  • zu niedrige Dosierung
  • Wirksamkeit reduziert
  • Wirksamkeit erhöht
  • Gefährdung des Behandlungserfolgs
  • Gefährdung des Gesundheitszustands des Patienten
  • zu schnelle Wirkstoffaufnahme

Hilfsmittel zur Teilung des Medikaments:

Beim Zerteilen von Medikamenten kommt es auch auf die richtige Technik an.

Gelingt Ihnen dieses nicht auf Anhieb beim Halbieren mit den Fingern oder einem dünnen, scharfen Messer, ist es hilfreich sich für wenig Geld in der Apotheke einen Tablettenteiler zu besorgen. In den wird das zu teilende Präparat gelegt und durch schliessen mit einer festverbauten scharfen Klinge halbiert oder wenn nötig erneut geviertelt. Siehe Bild anschliessend.

Abschliessend:

Für nicht teilbare, grosse Tabletten gibt es in der Apotheke auch die Möglichkeit sich spezielle, gleitfähige Umhüllungen, die das Schlucken erleichtern zu besorgen.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

Dekubitus Entstehung vermeiden und die Drucktoleranz erklärt

Wird ein Mensch pflegebedürftig und ist auf die Hilfe seines pflegenden Angehörigen angewiesen, gibt es für den Angehörigen einiges zu beachten.

Hierzu gehört die Prophylaxe zur Entstehung von druckbedingten Wunden, des sogenannten Dekubitus.

Problem:

Der Patient ist sensorisch eingeschränkt, leidet beispielsweise unter den Folgen eines Schlaganfalls mit Lähmungserscheinung der Extremität/en. Er spürt diesen betroffenen Bereich nicht mehr und merkt nicht, wie ein gesunder Mensch, wenn Druck auf diese Körperstelle einwirkt. Im gesunden Fall, auch während des Schlafs, sind wir in der Lage die Position zu wechseln, wir merken entstehenden Schmerz, aufgrund intakter Reflexe des Körpers.

Dies kann nicht nur bei Einschränkungen nach einem Schlaganfall der Fall sein. Werden einem Patienten starke sedierende, ruhigstellende oder schmerzlindernde / schmerzstillende Medikamente verabreicht, kommt es zu Einschränkungen die diese Wahrnehmung betreffen.

Liegt ein Patient im Koma oder befindet sich im Sterbeprozess ist dies zusätzlich oft der Fall.

Eine weitere Möglichkeit kann auch durch das Tragen einer Brille, eines Hörgeräts, einer Prothese oder der Zahnprothese entstehen, wenn diese Hilfsmittel nicht korrekt sitzen. Am Beispiel der Zahnprothese ist zu erklären, dass diese Druckstelle im Mund nicht rot sondern weiss erscheint, dies kann einfach mit einer Taschenlampe durch beleuchten des Mundbereichs festgestellt werden.

Die Entstehung eines Dekubitus kann auch durch Falten, die durch Bettwäsche, Kleidung oder Bettdurchzüge (Moltons) zum Inkontinenzschutz auftreten. Diese entstandenen Falten genügen oft bereits zur punktuellen Druckentstehung.

Entstehung | Ursache

Entsteht über einen längeren Zeitraum Druck der auf die Haut einwirkt, kommt es, unterdurchblutungbedingt, zuerst einmal zu einer Rötung, die nicht oder nicht sofort zurück geht. Wir kennen das von einer Blase am Fußzehen oder der Ferse, durch nicht richtig sitzende Schuhe, auch dies ist bereits eine druckbedingte Wunde. Bleibt es nicht bei dieser entstandenen Rötung, kommt es zur Blasenbildung. Zu Beginn ist die Blase noch geschlossen, was von Vorteil ist, da sich darunter die neue Haut bildet und somit geschützt ist. Geht diese entstandene Blase auf, haben wir eine druckbedingte, offene Wunde, die es zu versorgen gilt. Das selbe Problem haben wir bei Patienten die diesen entstehenden Druck nicht spüren. Eine Gefährdung besteht bei allen inkontinenten Patienten, da die Haut im Intimbereich oft feucht und nass ist, dadurch zusätzlich gereizt und irritiert sein kann, weswegen sie noch empfindlicher ist.

Folgende Regionen sind überwiegend betroffen, wenn der Patient auf dem Rücken liegt:

  • Hinterkopf
  • Schulterblätter
  • Ellbogen
  • Steiß
  • Fersen

Wenn ein Patient seitlich gelagert wird kann dies, auch im Bereich der aufeinander liegenden Knie der Fall sein, wenn diese nicht dazwischen mit einem kleinen Handtuch oder einem Kissen abgepolstert werden. Je nach Lagerungsposition können auch andere  aufliegende Körperstellen betroffen sein, und müssen kontinuierlich beobachtet werden!

Merke:

Dieser Druck entsteht primär an Körperstellen, die nicht mit Muskulatur & Fett gepolstert sind und wo Haut auf Knochen aufliegt!

Prophylaxe:

Es gibt im Sanitätshaus diverse Weichlagerungshilfsmittel, wie Matratzen oder Sitzkissen, die druckverteilend und entlastend auf gefährdete Hautregionen einwirken.

Zusätzlich muss ein derart immobiler oder bettlägeriger Patient in regelmässigen Abständen gelagert werden, die Position wird hierbei verändert und es entsteht bereits durch kleinste Mikrolagerungen eine Entlastung der Haut.

Der zeitliche Intervall dieser Umpositionierung ist abhängig und individuell unterschiedlich. Er hängt von der Drucktoleranz des Betroffenen ab.

 

Drucktoleranz:

Die Haut ist bei jedem einzelnen unterschiedlich sensibel für die Entstehung von Druck. Dies ist auch von der körperlichen Beschaffenheit abhängig.

Ist ein Patient eher abgemagert, liegt er sich aufgrund der fehlenden Polsterung eher wund. Handelt es sich um einen tendenziell  übergewichtigeren Menschen, hat dieser oft eine höhere Drucktoleranz aufgrund des vorhandenen Körperfetts. Dies heisst jedoch nicht, dass dieser keine Gefährdung haben kann.

Überprüfen der Drucktoleranz:

Wenn ein Patient aus dem Bett mobilisiert wird, ist zuerst einmal nicht klar, wie lange die Haut die neue Position, beispielsweise im Sitzen toleriert. Sitzt der Patient, ist die primäre Druckentstehung auf den Sitzbeinhöckern und dem Steißbereich.

Überprüfen sie in 1/2 stündigen Intervallen, ob die Haut gerötet ist und die Rötung nicht sofort zurück geht. Stellen Sie später bei längeren, grösser werdenden Prüfintervallen fest, ab wann eine bleibende Rötung entsteht diese nicht sofort zurückgeht. Damit haben Sie einen Anhaltspunkt für die Zeit, die die Hautregion des Patientin in dieser Position verweilen kann. Dies gilt auch im Liegen und für die im Liegen notwendigen Umpositionierungsintervalle. Jetzt haben Sie einen groben Richtwert für ihre zeitlich abgestimmten Lagerungswechsel. Finden diese Umpositionierungen regelmässig statt, wirken Sie einem druckbedingten Dekubitus entgegen.

Die 4 Dekubitus Stadien:

  • Stadium 1: bleibende Hautrötung
  • Stadium 2: Blasenbildung, Teilverlust der Huat
  • Stadium 3: Blase ist offen, Verlust diverser Hautregionen
  • Stadium4: Tiefere Gewebeschädigung, auch Muskeln & Sehnen sind betroffen

Hilfsmittel zur Weichlagerung:

  • Schaumstoffweichlagerungsmatratze
  • Wechseldruckmatratze
  • Würfelmatratze
  • Antidekubitussitzkissen (kein Gelring!)
  • professionelle Lagerungskissen aus dem Sanitätshaus
  • gerollte Handtücher zur Freilagerung der Fersen
  • kleine Kissen zum Abpolstern gefährdeter Regionen

Fazit:

Haben Sie den Druck, den der Patient toleriert, festgestellt und wissen nun in welchen Abständen der Betroffene zur Prophylaxe umpositioniert werden muss ist folgendes wichtig.

  • Mikrolagerungen, kleine Bewegungen zur Entlastung reichen aus.
  • Lagern Sie unter der Matratze oder dem Sitzkissen, wegen der Faltenentstehung.
  • Eine liegende 30 Grad Umpositionierung ist ausreichend.
  • Ein Aufstehen vom Sitzen ist auch bereits eine Entlastung.
  • Betroffene Hautregionen adäquat mit Hautpflegeprodukten versorgen.
  • Eincremen fördert auch die Durchblutung der Hautregion.
  • Fragen Sie den Betroffenen nach der Umpositionierung nach seinem Befinden / Bequemlichkeit.
  • Überprüfen Sie regelmässig Schuhe, Brille, Hörgerät und Zahnprothese bezüglich des korrekten Sitzens.

 

Für individuelle Schulungen am Patienten oder Fragen zum Thema Dekubitusprophylaxe, Druckentlastung, Umpositionierung, Hilfsmittelauswahl und Drucktoleranz kontaktieren Sie uns jederzeit telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage, wir helfen Ihnen umgehend und professionell.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fallbeispiel | Individuelle Pflegeschulung von Angehörigen bei Demenzproblemen

 

Eine pflegende Ehefrau, deren Ehemann an Demenz erkrankt ist, schildert telefonisch folgende Probleme bei der Versorgung, bittet uns um Hilfestellung & Rat.

 

Problem:

  • Vermehrt verbales aggressives Verhalten des Menschen mit Demenz.
  • Ausgeprägte Skepsis der Pflegeperson gegenüber.
  • Auftretende Handgreiflichkeiten, Übergriffe und sogenanntes, herausforderndes Verhalten.
  • Überforderung der pflegenden Ehefrau.
  • Grenzerfahrung nervlich bedingt.
  • Der Betroffene möchte fortlaufend das KFZ benutzen.
  • Es besteht, natürlich, keine Krankheitseinsicht.
  • Es besteht eine Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz (Er ist ständig gedrängt nach draussen zu gehen, umherzulaufen, etwas oder jemanden zu suchen, Orte aufzusuchen, dies erfolgt auch oft plan- und ziellos. Korrekte Uhrzeiten werden nicht mehr berücksichtigt.

 

Anamnese:

  • Es liegt eine fortgeschrittene Demenz-Diagnose vor.
  • Die Ehefrau pflegt ohne Vorkenntnisse, nach bestem Wissen & Gewissen.
  • Es ist bisher kein ambulanter Pflegedienst tätig.
  • Der Betroffene hat noch viele wache Momente, realisiert noch Zusammenhänge.
  • Er spricht noch klar und bewegt sich noch ohne Pflegehilfsmittel (Rollator etc.).
  • Er äußert Wünsche & Bedürfnisse.
  • Er verwendet Floskeln und versucht die Fassade zu wahren.
  • Es kommt bereits zum Nichterkennen von Personen.
  • Er befindet sich nicht mehr komplett im Hier und Jetzt.
  • Er erkennt Risiken und Gefahren nicht mehr.

Vorgehensweise:

  • Telefonisch grundlegende Tipps zum Umgang und der Kommunikation.
  • Es wird Zeit für Fragen und Antworten gegeben.
  • Bisherige, genutzte Entlastungsmöglichkeiten werden erfragt.
  • Ein Termin vor Ort wird vereinbart um die Situation kennen zu lernen.
  • Der Betroffene wird nicht über den Termin mit dem Pflegeberater informiert, Unruhe vermeiden.
  • Die Ehefrau wird aufgefordert, beim Hausbesuch, ein normales Gespräch mit ihrem an Demenz erkrankten Mann zu führen.
  • Wir organisieren die Tochter des Ehepaars zu ihnen nach Hause, jedoch eine Stunde zeitversetzt, zur späteren Beaufsichtigung des an Demenz erkrankten Vaters.

Umsetzung:

  • Treffen in der häuslichen Umgebung.
  • Der Pflegeberater gibt sich vor dem Menschen mit Demenz als früherer Arbeitskollege der Frau aus.
  • Der Berater stellt sich vor und erkundigt sich nach der Verfassung des Betroffenen.
  • Ihm wird Raum & Zeit gegeben sich mitzuteilen und Fragen zu stellen.
  • Die Ehefrau beginnt eine Unterhaltung und stellt ihrem Mann Fragen um ihn in ein Gespräch zu verwickeln.
  • Der Berater sitzt, nicht am Gespräch teilhabend, sich Notizen machen dabei.
  • Für dieses Gespräch gibt es einen Zeitrahmen von ca. 1/2 Stunde.
  • Nach dem Erscheinen der Tochter, die auf ihren Vater anschliessen aufpassen soll, geht der Pflegeberater mit der Ehefrau spazieren und arbeitet die gemachten Notizen des Gesprächsverlaufs, sowie die Reaktionen des Menschen mit Demenz, gemeinsam mit ihr auf und erklärt ihr bestehende Kommunikationsfehler und Fehler im Umgang mit ihrem Mann.
  • Lösungsvorschläge bezüglich der Fahrzeugnutzung des Menschen mit Demenz werden gegeben.

Ergebnis:

  • Offene Fragen wurden erklärt & beantwortet.
  • Beispiele aufgezeigt & erklärt.
  • Lösungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt.
  • Der Umgang und die Kommunikation aufgezeigt und korrigiert.
  • Triggerpunkte für den Menschen mit Demenz aufgezeigt und Verständnis geschaffen.
  • Sicherheit im Umgang mit diesem Krankheitsbild wurde vermittelt.
  • Die Standards für den Umgang und die Kommunikation wurden mündlich & schriftlich weitergegeben.
  • Die Ehefrau wurde motiviert nicht aufzugeben und an sich, auf den Umgang mit ihrem erkrankten Mann bezogen, zu arbeiten.
  • Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige wurden aufgezeigt und angesprochen.
  • Die KFZ-Nutzung bei Demenzerkrankung wurde lösungsorientiert abgearbeitet.

Evaluation:

  • Der Pflegeberater bietet die Möglichkeit an, bei Unsicherheiten oder Problemen der Ehefrau, jederzeit zu den Bürozeiten anzurufen und sich Unterstützung zu holen.
  • Wir vereinbaren einen festen, wöchentlichen Telefontermin zum Austausch bezüglich des Fortschritts.
  • Es wird auf einen möglichen, weiteren Hausbesuchstermin zur Hilfestellung hingewiesen.

 

Wenn auch Sie oft an Ihre Versorgungsgrenzen bei einem zu pflegenden Menschen mit Demenz oder auch einer anderen Erkrankung stoßen, nutzen Sie die Möglichkeit unserer individuellen Angehörigenschulung vor Ort in München und dem angrenzenden Umland. 

Für weitere Entfernungen bieten wir telefonische Schulungen auch über Videotelefonie, Whatsapp, Skype oder Facetime an.

 

Kontaktieren Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage, wir helfen Ihnen weiter und finden einen praktikablen Weg der Hilfestellung für Sie.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

Tipps zur Sturzprophylaxe im Alter

  • Warum sind ältere Menschen sturzgefährdet?
  • Welche Ursachen gibt es?
  • Welche Diagnosen begünstigen Stürze?
  • Welche vorbeugenden Maßnahmen kann ich treffen?
  • Welche Hilfsmittel kann ich einsetzen?
  • Wie kann ich Stürze vermeiden?
  • Wie passe ich das Wohnumfeld an?
  • Haben Sie an einen Hausnotruf gedacht?

Ursachen | begünstigende Diagnosen

Wenn wir älter werden, nimmt die Muskulatur zwangsläufig ab, da wir uns meistens nicht mehr so frei bewegen können wie in jungen Jahren, schneller ermüden, die sportliche Aktivität zurück geht.

Die ersten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen treten auf. Wir merken deutlich, dass wir an Mobilität und Fitness einbüssen, mit Gleichgewichtsproblemen und oft Kreislaufschwankungen zu kämpfen haben.

Unser Gangbild verändert sich, ist nicht mehr so sicher wie früher. Dies kann durch voran gegangene Operationen, Schmerzen oder Veränderungen des Bewegungsapparats und auch fehlender Kraft der Fall sein.

Wir laufen zur Seite geneigt, nach vorne gebeugt, kleinschrittig oder benutzen bereits ein Hilfsmittel wie einen Gehstock oder einen Rollator zur Sicherheit.

Zusätzlich nehmen Krankheiten, den Herz-Kreislauf betreffend zu, wir leiden unter Schwindel, haben Diabetes und damit verbunden ein Risiko unterzuckert zu sein, das Augenlicht und die Reflexe lassen nach, es kommt zu Stürzen.

Wohnumfeld anpassen:

Was können wir unternehmen, um in unserem Wohnumfeld Stürze zu reduzieren?

  • Beleuchtungsquellen anpassen, stärkere Wattzahl der Leuchtmittel.
  • Tragen von festem, geschlossenen Schuhwerk.
  • Hilfsmittelberatung nutzen (Treppenlift, Rollator, Haltegriffe, Gehstock etc.).
  • Teppichkanten festkleben oder Teppiche entfernen.
  • Störende Möbel & Gegenstände beseitigen.
  • Vorhandene Hilfsmittel nutzen und nicht ignorieren.
  • Schwellen begradigen.

Oft sind Stürze bedingt durch Hektik & Eile. Das Telefon läutete oder es klingelt an der Türe, man versucht sich zu beeilen und schon ist ein Sturz geschehen.

Bei älteren Menschen ist es notwendig, langsam aufzustehen, damit der Kreislauf in Schwung kommt, man keinen Schwindel verspürt und ins Straucheln gerät.

Achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten als Diabetiker um nicht in den Unterzuckerbereich zu fallen, auch hierbei sind die Symptome schwindel- und kreislaufbedingt. Trinken Sie ausreichend, bevorzugt Wasser.

Bei vielen älteren Menschen lässt die Blasenmuskulatur nach und sie müssen sich beeilen die Toilette zu erreichen, was Stress verursacht. Wieder wird sich beeilt und es kann in der Eile zu Stürzen kommen.

 

Hausnotrufanlagen:

Zur Sicherheit, gerade wenn eine Person alleine lebt, gibt es die sinnvolle Möglichkeit eines Hausnotrufgeräts diverser Anbieter. Dieses kann bei vorliegendem Pflegegrad auch über die Krankenkasse teilfinanziert werden.

Liegt kein Pflegegrad vor, gibt es natürlich die Möglichkeit, sich gegen einen Monatsbetrag, differierend nach Anbieter, selbst zu schützen und sich dieses zu bestellen. So kann im Notfall sofort Hilfe herbei gerufen & geleistet werden.

Eigeninitiative:

Versuchen Sie auch im Alter so lange wie möglich Ihre Kraft zu behalten. Machen Sie Gymnastik, Senioren-Yoga oderleichtes Krafttraining, was schon mit Wasser gefüllten Plastikflaschen möglich ist, bleiben Sie beweglich.

Gehen Sie bewusst, korrigieren Sie, wenn möglich Ihr Gangbild und lassen Sie sich vor allem Zeit!

 

Natürlich sind wir auch für dieses Themenfeld gerne beratend für Sie da. Wir unterstützen Sie bei der notwendigen Anschaffung geeigneter Hilfsmittel und zeigen Ihnen Finanzierungsmöglichkeiten auf. Wir helfen ihnen bei der Anpassung Ihres Wohnumfeldes und geben Ihnen weitere nützliche Tipps.

 

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

Pflegeberatung in München | Ein Fallbeispiel | Vorgehensweise eines Pflegeberaters

Die Herausforderung | der Auftrag:

Ein Anruf einer 93-jährigen Dame aus München, kraftbedingt überfordert mit der Versorgung ihres Ehemanns und der Bürokratie von Seiten der Krankenkasse, erreicht uns.

Wir vereinbaren einen Termin bei ihr in der häuslichen Umgebung zur Einschätzung der Situation.

 

Die Umsetzung | die Vorgehensweise:

  • Im Erstgespräch werden, die dem Patienten / Angehörigen bekannten Daten, bisherige Anträge, Ablehnungen, der aktuelle Pflegegrad und vorhandene Pflegehilfsmittel, die Erstanamnese erfasst.
  • Der Pflegeberater macht sich ein Bild der Ist-Situation des Ehepaars vor Ort.
  • Hierbei wird, basierend auf unserem Fachwissen, abgewogen, wo Möglichkeiten der weiteren Finanzierungshilfe für diesen Fall in Anspruch genommen werden können.
  • Die Ehefrau erklärt, in welchen Punkten eine Entlastung für sie geschaffen werden muss und womit sie überfordert ist.
  • Der Patient wird begutachtet und wenn möglich mit in das Gespräch einbezogen, um seine Vorstellungen und Wünsche, auf die pflegerische Versorgung zu äußern.
  • Es muss eruiert werden, ob der aktuelle Pflegegrad ausreichend ist oder angepasst werden kann.
  • Gibt es bereits einen unterstützend tätigen ambulanten Pflegedienst?
  • Gibt es eine zusätzliche Haushaltshilfe oder kann diese empfohlen & organisiert werden.
  • Welche Pflegehilfsmittel sind zur Entlastung vor Ort und welche können zusätzlich empfohlen werden.
  • Was übernehmen eventuelle Angehörige, Freunde oder Bekannte.
  • Welche Anträge wurden bisher gestellt und wie sieht das Ergebnis aus, Akten werden eingesehen.
  • Welche Gefahren können im Haushalt beseitigt werden und wo besteht individueller Beratungsbedarf.
  • Entsprechend der pflegerischen Expertenstandards werden Empfehlungen bzgl. bestehender Risiken gegeben.

Das Ergebnis:

  • Es besteht seit seit 17 Monaten ein zugestandener Pflegerad 2.
  • Dem Versicherten (Ehemann) steht ein monatlicher Pflegegeldbetrag sowie ein Entlastungsbeitrag zu.
  • Es wurde bisher kein ambulanter Pflegedienst unterstützend in Anspruch genommen..
  • Ich erkläre das jedem Pflegegrad ein Geldbetrag zugrunde liegt, der für die pflegerische Versorgung des Betroffenen gedacht ist.
  • Die Höhe des Betrages differiert, je nachdem ob ein ambulanter Pflegedienst beauftragt wurde oder ein Angehöriger, als Laie, die Pflege selbst übernimmt.
  • Im Falle der Angehörigenpflege ist die reduzierte, sogenannte Geldleistung greifend. Der Pflegedienst bekommt einen höheren Betrag aufgrund der professionellen Pflege und den damit verbundenen Personal- & Betriebskosten, sogenannte Sachleistungen.
  • Die Ehefrau äußert, sie hätten bisher kein Pflegegeld von Seiten der Krankenkasse überwiesen bekommen.
  • Aufgrund der Tatsache, dass seit 17 Monaten ein bewilligter Pflegegrad vorliegt, sprechen wir in diesem Fall von einer sehr hohen Summe.
  • Dieser Anspruch kann für das Jahr 2019 noch bis 30.06.2020 genutzt werden.
  • Alle Ansprüche davor sind leider bereits verfallen.
  • Wir beschliessen, die Kasse telefonisch mit diesem Problem zu konfrontieren.
  • Die Sachbearbeiterin gleicht mit uns die Bankverbindung ab und stellt eine Fehler im System fest.
  • Der Betrag wurde auf ein fremdes Konto transferiert, nicht jedoch an den eigentlich Bezugsberechtigten.
  • Die Sachbearbeiterin entschuldigt sich, sichert umgehend eine Nachzahlung zu.
  • Wir stellen das Pflegegeld auf Kombinationsleistung um.
  • Bei einer Kombinationsleistung ist ein Pflegedienstes tätig, ein eventueller Restbetrag des Pflegegeldes, der nicht ausgeschöpft wird, wird anteilig von der Kasse an den Versicherten überwiesen.
  • Das Ehepaar ist froh, dass ihnen diese Information gegeben wurde, dass ein Pflegegrad mit einer finanziellen Leistung zur Basissicherung der Pflege dient und ihnen seit Monaten zusteht.
  • Es gibt in Bayern die Möglichkeit, zusätzlich Landespflegegeld zu beantragen, hierfür liegen die Voraussetzungen vor.
  • Der Pflegeberater stellt den Antrag.
  • Wir gehen auf die Pflegesituation ein und ich erkläre den Unterschied zwischen Kranken- und Pflegekasse und die damit verbundenen unterschiedlichen Leistungszuständigkeiten.
  • Ich organisiere über den Hausarzt eine Verordnung für häusliche Krankenpflege.
  • Ein ambulanter Pflegedienst kann die medizinische Leistung, des An- und Ausziehens der Kompressionstrümpfe, darüber abrechnen, da die Ehefrau, kraftbedingt, überfordert ist.
  • Dieser Punkt greift das Pflegegeld nicht an, sondern wird separat über die Krankenkasse als medizinische Leistung verrechnet.
  • Ich mache mich online auf die Suche nach einem guten, vertrauenswürdigen ambulanten Pflegedienst, welcher Kapazitäten für die pflegerische und medizinische Versorgung des Ehemanns hat.
  • Fündig geworden, bespreche ich mit der Leitung des ambulanten Pflegedienstes, welche Leistungen in diesem Fall erbracht werden sollen.
  • Die bestimmten Tage, die Uhrzeit, ob eine männliche oder weibliche Pflegeperson gewünscht ist.
  • Die Pflegedienstleitung macht mit dem Ehepaar einen Termin für die Erstaufnahme aus und beginnt noch am selben Tag mit der Unterstützung.

Fazit:

Abschliessend konnte dem Ehepaar durch eine angemessene Antragsstellung & das Aufdecken des Fehlers der Kasse ein einmaliger Betrag zur Finanzierung der Pflegesituation von ca. 8000,- Euro rückwirkend zugesichert werden.

Weiterhin profitieren sie von fortlaufenden monatlichen Pflegegeldzahlungen durch die Kasse.

Mit den Leistungen des organisierten Pflegedienstes ist das Ehepaar, auf meine spätere Nachfrage, sehr zufrieden und die Ehefrau ist dankbar über die entstandene Entlastung.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ernährungsberatung Ihrer Deutschen Pflegeberatung Matheis in München

Sie haben eine medizinsche Diagnose Ihres Hausarztes und sollen an Ihrer Ernährung arbeiten?

Sie haben ernährungsrelevante Fragen, möchten ihr Gewicht reduzieren, fühlen sich unwohl & benötigen Unterstützung?

Wussten Sie, dass eine anteilige Kostenübernahme durch die Krankenkasse bei verschiedenen Erkrankungen möglich ist?

Informieren Sie sich über mögliche Zuschüsse Ihrer Krankenkasse!

Ein altes und jedem bekanntes Sprichwort; „Du bist was du isst“, kommt nicht von ungefähr.

In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit, essen wir oft nur gestresst, kümmern uns nur unzureichend um unsere Ernährung und greifen oft auf Fast Food und Convenience Produkte zurück.

Hierdurch fehlen dem Körper wichtige Mikronährstoffe wir beliefern ihn einseitig mit zu vielen Kalorien, künstlichen Zusatzstoffen, künstlichen Aromen, zu viel Salz und minderwertigen Fetten.

Unsere Leistungsfähigkeit des Körpers, unsere Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, unsere Wachheit und Energie ist abhängig von dem, was wir in Form von Nahrung zu uns nehmen.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst & Gemüse, wenn finanziell möglich aus biologischem Anbau, Ballaststoffen und Eiweiße, den richtigen Fetten, Fleisch und Fisch, einer reduzierten Menge an Kohlehydraten und vor allem Zucker, der Verzicht auf Fertigprodukte und industriell erzeugte Lebensmittel ist ein wesentlicher Grundstein.

Unser Körper ist auf viele Bestandteile unserer Nahrung angewiesen, damit er funktionieren kann. Fehlen ihm diese, zeigt er uns Mängel auf, die aufgrund der leeren Depots zu Krankheiten führen.

Stellen Sie sich Ihren Motor des Autos vor, dieser benötigt Benzin, Öl und weitere Schmierstoffe um funktionieren zu können, genau wie unser Körper, sonst macht er über kurz oder lang schlapp .

Unsere Ernährung trägt auch zur Stärkung unserer eigenen Immunabwehr bei.

Sind Sie oft krank, fühlen sich antriebsarm und wenig leistungsfähig, kann ein Grund die unzureichende, wenig abwechslungsreiche Ernährung sein!

Wie ist der Begriff Lebensmittel  definiert?

Nach dem aktuellen Lebensmittelrecht, sind Lebensmittel Stoffe, die in ihrem verarbeiteten, zubereiteten oder ursprünglichen Zustand verzehrt werden können.

Jeder Mensch entscheidet für sich selbst über die ess- und trinkbaren Bestandteile von pflanzlichen oder tierischen Produkten in Lebensmitteln, die er seinem Körper zuführt.

Diese Stoffe sind ursprünglich  nicht für uns als Nahrung gedacht. Beispielsweise sind Getreide oder Kartoffeln ihre eigenen Vorratsspeicher für die jeweilige, sich daraus entwickelnde Pflanze bevor sie die aufgenommenen Nährstoffe in eigene Bestandteile umwandelt.

Kuhmilch ist in ihrer Zusammensetzung für die Ernährung und das Wachstum von Kälbern gedacht.Dem menschlichen bedarf entspricht ihre Zusammensetzung nicht.

Was wir essen, wie unsere bedarfsgerechte Nahrung zusammengesetzt ist und wie wir diese bewerten, sollte sich also primär daran orientieren, welche Inhaltsstoffe wir benötigen

Essentiell ist für uns, die notwendigen Nährstoffkombinationen in unseren Lebensmitteln zu finden, unseren Körper nach individuellem Bedarf zu versorgen und erforderliche Inhaltsstoffe in ausreichendem Maß zur Verfügung zu stellen!

 

  • Versuchen Sie zucker- und kohlenhydratreiche Lebensmittel von Ihrem Speiseplan zu reduzieren!
  • Kochen Sie frisch!
  • Verzichten sie auf industriell verarbeitete Lebensmittel und vor allem Fertiggerichte!
  • Essen Sie möglichst mehrmals täglich regionales, saisonales Gemüse und Obst.
  • Achten Sie auf eine eiweißreiche Ernährung!
  • Ernähren Sie sich ballaststoffreich!
  • Reduzieren Sie ihren Milchproduktkonsum, dies kann Allergien fördern und auslösen!
  • Fleisch und Fisch sollten regelmässig, jedoch nicht im Übermaß, gegessen werden, die Blut-Hirn-Schranke kann sehr gut zwischen wertvollen tierischen & pflanzlichen Fetten und synthetischen oder billigen Kunstfetten unterscheiden auf die wir angewiesen sind!
  • Trinken Sie Wasser und keine industriell hergestellten Getränke!

 

Ihre Ernährungsberatung rät, bleiben Sie reflektiert bei der Auswahl Ihrer Nahrung und beugen Sie folgenden Zivilisationskrankheiten vor:

 

  • Übergewicht bzw. Adipositas
  • Typ-2 Diabetes
  • Bluthochdruck und andere Herz- und Gefäßerkrankungen
  • erhöhte Blutfettwerte
  • Osteoporose
  • Gicht
  • Leberzirrhose
  • Karies
  • Nahrungsintoleranzen
  • Nahrungsallergien
  • bestimmte Krebserkrankungen
  • rheumatoide Arthritis

Eine sinnvolle Möglichkeit Defizite unserer Ernährung auszugleichen und unseren Körper ausreichend mit den notwenigen Mikronährstoffen zu versorgen sind natürliche, nicht chemische Nahrungsergänzungspräparate!

 

Wenn dieses ein für Sie gesundheitsbelastendes Thema ist, Sie Informationen, Beratung oder Hilfestellung benötigen, rufen Sie uns an!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis in München hilft Ihnen gerne weiter.