Sehen, hören und verstehen sichern die Teilnahme am Leben

 

Das Wichtigste in der zweiten Lebenshälfte ist die Erhaltung der gewünschten Lebensqualität.

Sie drückt sich maßgeblich darin aus, inwieweit der Betreffende in der Lage ist,  sich aktiv an seinem sozialen Umfeld beteiligen zu können. Eine wesentliche Voraussetzung dafür sind eine intakte Wahrnehmung und die Verarbeitung der äußeren Reize. Dabei spielt die Informationsaufnahme über das visuelle und das auditive System sowie die zentrale Weiterverarbeitung eine große Rolle. An fast allen derartigen Alterserscheinungen sind Gefäßablagerungen und schlechte Durchblutung der kleinen Gefäße beteiligt. 

Die Ursachen für das abnehmende Sehvermögen im Alter können vielfältig sein: z.B. Trübung der Augenlinse (grauer Star), Diabetes, Cortisontherapie und vieles mehr. 

Neben der Behandlung der Grunderkrankung haben die Arzneimittelbilder der Homöopathie einiges zu bieten:

Folgende Arzneimittelbilder passen in die ganzheitliche Erhaltung des Sehvermögens:

Aurum chloratum
Gerötete und tränende Augen, Augen druckempfindlich und ertragen keine Berührung, weite Pupillen, Schleier vor den Augen, unscharfes Sehen, der Patient erkennt oft die obere Hälfte von den Dingen nicht richtig

 

Conium maculatum
Auge passt sich nur langsam an, häufig mit Kopfschmerz verbunden, Lichtscheu, brennende, tränende Augen

Kalium bichromicum
Augenbeschwerden auf Grundlage einer Stoffwechselerkrankung, entzündlich, degenerativ

Die drei Homöpathika finden sich ergänzend vereint z.B. in dem Komplexmittel Kalium bichromicum Phcp (in Apotheken unter der PZN 359706 erhältlich) und tragen nach Erfahrungen aus der Praxis auch zu einer vermehrten Belastbarkeit des Auges bei.

Altersschwerhörigkeit ist in der Regel auf degenerative Prozesse in Innenohr und im Zentralen Nervensystem zurückzuführen.  Es spielen auch Faktoren wie Fehlernährung, Stress, Genussgifte, Altersdiabetes und Bluthoch- oder Niederdruck eine Rolle. Zu beachten sind auch Erkrankungen der Hörnerven, Nierenfunktionsstörungen oder die Schilddrüse. Schulmedizinisch wird oft nur mit der Verordnung eines Hörgerätes „therapiert“. Umso interessanter ist für den Patienten die Tatsache, dass die Naturheilkunde sehr wohl Präparate zur Behandlung der Innenohrschwerhörigkeit und des Tinnitus kennt.

Folgende Arzneimittelbilder passen in die ganzheitliche Erhaltung des Hörvermögens:

Citrullus colocynthis
Colocynthis hat einen Bezug zu den Nerven, vor allem auch zum Trigeminusnerv, Neuralgien im Bereich Auge, Ohr, Gesicht und Kopfbereich

Pulsatilla pratensis
Im Arzneimittelbild der Küchenschelle sind u.a. Klingeln, Sausen und verminderte Hörschärfe zu finden; Hören ähnlich verstopften Ohren; Übrigens kann auch der Trigeminus aufgrund seiner weiten Verzweigung Störungen aus dem Zahn-und Kieferbereich auf das Ohr übertragen;

Kalium bichromicum
Eines der Hauptmittel bei chronisch-katarrhalischer Schleimhautentzündung, auch bei chronischer Mittelohreiterung; diese können ebenfalls ein Nachlassen der Hörfähigkeit zur Folge haben, insbesondere bei Trommelfellbeteiligung.

Gelsemium sempervirens
Affinität zu den Kopfnerven und zum Kopf allgemein, Affektionen des Trigeminus- und Facialnervs, Schwerhörigkeit, Ohrensausen; Hauptmittel bei allen sich langsam entwickelnden Krankheiten.

Im Präparat Gelsemium Phcp (erhältlich in Apotheken unter der PZN 359698) hat sich die Kombination dieser vier Mittel als sehr hilfreich bei der Vorbeugung und Behandlung von Altersschwerhörigkeit erwiesen.

Bei „Verstand sein“ ist eine der wichtigsten Funktionen um seine Selbstverantwortung zu erhalten. Arterielle Durchblutungsstörungen, d.h. Stenosen und Verschlüsse der Gefäße gehören zu den häufigsten Todesursachen. Die Gefäßwände werden mit zunehmendem Alter starrer und verlieren an Elastizität, Ablagerungen und Neigung zu Gerinnungsstörungen tun das Ihrige hinzu.  Die schleichende Zunahme einer Gehirnarteriosklerose wird im Alter am Fortschreiten der sog. Senilen Demenz deutlich. Aufgrund der schlechten Durchblutungs- und Versorgungssituation können Informationen nicht mehr adäquat verarbeitet werden. Folge sind Gedächtnis-, Konzentrations- sowie Persönlichkeitsstörungen. Am Herzen kann es zu den bekannten Symptomen führen, die einen Infarkt auslösen können. Mit den Ausführungen wird deutlich, dass man eine Arteriosklerose-Therapie nicht erst beginnen sollte, wenn schon eine massive Beeinträchtigung vorliegt. Eine frühzeitige Langzeittherapie ist unbedingt zu empfehlen.

Folgende Arzneimittelbilder passen in diesen Bereich:

Aurum jodatum
Hoher Blutdruck, Gefäßveränderungen, Störungen im Zentralnervensstem, konstitutionelle Wirkung bei Herz-Kreislaufleiden, Arteriosklerose Herzkranzgefäße, Angina pectoris 

Arnica montana
Großes Arterien- und Durchblutungsmittel, traumatische Verletzungen, Mikrorisse in der Gefäßinnenhaut, Neigung zu Gewebedegeneration, Angina pectoris, Leitsymptome: Schwindel, Benommenheit; Resorptionsmittel bei Blutgerinnseln, Arteriosklerose und Begleiterscheinungen

Barium jodatum
Bluthochdruck auf arteriosklerotischer Basis, Schwindelzustände und Gedächtnisschwäche alter Menschen, Schlaflosigkeit im Rahmen von Arteriosklerose, Altersherz, Koronargefäßverkalkung, Starre Gefäße

Secale
Gefäßnerven sowie Muskeln der Gefäßwand, Gefäßkrämpfe, cerebrale Arteriosklerose, Raynaud´sche und Bürger´sche Krankheit, kalte Hautpartien, brennende Fußsohlen, Parästhesien aufgrund gestörter Versorgung, blau angelaufene Finger und Zehen

Die vier Mittel finden sich kombiniert im Präparat Aurum jodatum Phcp (erhältlich in Apotheken unter PZN 359505) wieder und werden Als Kur eingesetzt zur Gefäßpflege.

Die drei Komplexmittel können zur Erhaltung der Lebensqualität entweder präventiv als Kur über 90 Tage (3x tägl. 5 Globuli) einmal im Jahr oder auch bei entsprechender Vorgeschichte als Dauertherapie (1x tägl. 5 Globuli) im dreitägigen Wechsel gegeben werden. Selbstverständlich kann auch jedes Mittel für sich als Kur angewendet werden (täglich 3×5 Globuli über 90 Tage)

Als ergänzende präventive Maßnahme bei Gefäßablagerungen und schlechter Durchblutung allgemein ist z.B. auch PADMA Basic (in Apotheken erhältlich unter PZN 1342329) zur Dauereinnahme mit einer Kapsel pro Tag geeignet.

Für die Erhaltung der Lebensqualität spielt es eine große Rolle, ob und wann mit präventiven Maßnahmen begonnen wird. Diese können umso wirksamer sein, je früher damit begonnen wird.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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