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Pflegeberatung München Pflegegrad Antrag & Widerspruch MDK

Wie hilft mir die Deutsche Pflegeberatung in München weiter?

Nutzen einer Pflegeberatung | Vorteil eines Pflegeberaters


Ihre Pflegeberatung in München ist Ihr professioneller Ansprechpartner bei allen Fragen zu Themen wie, Erstantrag Pflegegeld, Widerspruch Pflegegrad, Demenz-Beratung & allen pflegerelevanten Fragen.

Seit dem 1. Januar 2009 hat jeder Versicherte in Deutschland Anspruch auf individuelle Pflegeberatung durch die Pflegekassen (Pflegeweiterentwicklungsgesetz).

Es gibt für Versicherte die Möglichkeit einen einmaligen Beratungsgutschein über 90,- Euro bei der Pflegekasse zu beantragen. Dieser wird beim von der Pflegekasse zertifizierten Pflegeberater, welcher den Betroffenen zu Hause besucht, eingelöst und er kann seine Beratung bei der Pflegekasse abrechnen.

In meiner langjährigen Erfahrung als Pflegedienstleitung mehrerer ambulanter Pflegedienste, sah die von meinen Patienten genutzte Kassenberatungsdienstleistung, leider meistens wie folgt aus.

Vorgehensweise der zertifizierten Berater der Pflegekasse:

Die Berater vereinbarten einen Termin bei dem jeweiligen Betroffenen. Die Pflegeberatung war innerhalb eines Zeitrahmens von 20 – 40 Minuten abgeschlossen, da diese selbstverständlich mit ihrem Budget wirtschaften, auch ihre An- und Abfahrtszeit in die abzurechnenden 90,- Euro einberechnen. Oft bleiben viele Fragen offen und es war schlicht keine Zeit, in diesem Budgetrahmen, individuell und ausführlich auf alle Probleme, Fragen und Wünsche eingehen zu können. Zurück bleibt ein unzufriedener Betroffener, der versucht sich weitere Hilfe & Beratung zu organisieren, da er sich, wie am Fliessband abgefertigt vorkommt.

Pflegeberatung München Widerspruch Pflegegrad

Ergebnis der Pflegeberatung:

Es hat für alle Beteiligten den Anschein, als würde nur dem Gesetzgeber gerecht geworden, der diese Beratung vorschreibt, wie diese oberflächlich umgesetzt wird zeigt oft die Realität in der Praxis.

Man kann realistisch niemanden zu einer komplexen Pflegesituation in einem so kurzen Zeitrahmen beraten, dem Angehörigen durch die notwendigen Informationen Sicherheit im Umhang mit dem Patienten vermitteln! Ausführliche Beratung zu einem Themenfeld des Patienten, zum Beispiel Demenz, dauern nicht selten 90 – 120 Minuten. dann wurde jedoch auch nur Basiswissen zu diesem Thema weitergegeben. Weitere Hilfeangebote, Entlastungsmöglichkeiten, Beratung zur adäquaten Hilfsmittelauswahl, pflegerische Unterbringungsmöglichkeiten, die Möglichkeit von Selbsthilfegruppen etc., wurden in diesem Zeitrahmen noch nicht mal angesprochen.

Mit diesem genutzten Beratungsangebot auf Kassengutschein, kamen in der Vergangenheit viele Angehörige und auch Patienten zu uns. Sie wunderten sich, dass ihre Fragen, Wünsche und Probleme ernstgenommen wurden, in einem deutlich höheren Zeitrahmen anschliessend keine Fragen offen blieben, da sich Zeit genommen werden konnte auf die individuelle Situation einzugehen, die Betroffenen mit ihren Ängsten zu sehen und zu verstehen.

Was macht unsere Pflegeberatung in München besser?
  • Wir nehmen uns Zeit für Sie, egal wie lange es nötig ist, Sie sind uns wichtig!
  • Wir arbeiten unabhängig von den Pflege- & Krankenkassen, patienten- und angehörigenorientiert!
  • Wir gehen bei unserer Arbeit neutral und unabhängig von Abrechnungspartnern vor!
  • Wir beraten persönlich unter Einbezug moderner Kommunikationsmedien (Bildtelefonie, Email, WhatsApp etc.)!
  • Wir sind vom Fach & haben jahrelange Pflegeerfahrung in allen Bereichen!
  • Wir bleiben auch nach der Beratung Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen und Unterstützungsmöglichkeiten!

Wir meistern diese Herausforderung durch langjährige Erfahrung zusammen mit Ihnen, vertrauen Sie uns!

Ihre Pflegeberatung in München hilft Ihnen bei allen Problemen wie Erstantrag Pflegegeld, Widerspruch bei abgelehntem Pflegegrad, Höherstufung, Demenz Schulungen für pflegende Angehörige und allen weiteren pflegerelevanten Fragen und Problemen.


Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

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Wie kommuniziere ich korrekt bei Demenz & wende die Marte Meo Methode an?

Kommunikation bei Demenz & Alzheimer |

Marte Meo Methode


Die Marte Meo Kommunikations-Methode bei Demenz & Alzheimer wurde in den 70er und 80er Jahren in den Niederlanden von Maria Aarts entwickelt. 

Die Methode wurde zu Beginn für die Erziehungsberatung bei Kindern mt Entwicklungsstörungen entwickelt und wird heutzutage auch in der Erwachsenenarbeit in der Pflege u.a. bei Menschen mit Demenz angewendet. 

Die Bedeutung des Namens soll „aus eigener Kraft“ bedeuten und stellt die Stärken des Handelnden in den Vordergrund, seine Stärken & Handlungen sollen erkannt und mit ihnen gearbeitet werden.

Für in der Pflege arbeitende Menschen bedeutet dies in der Umsetzung eine verbesserte Kommunikation, auf allen Ebenen, mit dem an Demenz erkrankten Patienten.

Bausteine der Marte Meo Methode bei Demenz & Alzheimer :

  • Gutes Gesicht – Einsetzen von Mimik, wenn Vertrauen gefragt ist. Menschen mit Demenz über die Emotionsebene erreichen: Ich werde gemeint, ich werde gesehen!
  • Gut Anschließen – wenn der Patient mit Demenz noch nicht die Aufmerksamkeit auf uns richten konnte und sich uns geistig noch nicht zuwenden konnte. Die Pflegeperson greift  das Interesse auf und benennt es. Das hilft dem Dementen, sich auf eine neue Situation einzulassen & die Wahrnehmung auf ein neues Thema zu richten.
  • Benennen – immer wenn Dinge geplant oder durchgeführt werden, die nicht der gewohnten Alltagsstruktur entsprechen. Die Pflegekraft schafft so verbale Struktur und Orientierung und wird für den Menschen mit Demenz einschätzbar.
  • Handlungen folgen – immer wenn der betroffene Patient mit Worten, Mimik oder Gestik eine passende Handlung zeigt. Dies kann auch im Kleinen nur die Aufnahme des Blicks sein, wenn wir ihn ansprechen und dabei ansehen. Wenn wir als Pflegekräfte seiner Handlung folgen, vermitteln wir unserem Gegenüber, dass er eine Situation geschaffen hat und wir uns darauf einlassen.Demenz Alzheimer Marte Meo

Ein Fallbeispiel:

Wir besuchen einen Patienten mit Demenz als Pflegekraft eines ambulanten Pflegedienstes oder Sie sind selbst pflegender Angehöriger eines Menschen mit Demenz.

Sie haben etwas mit dem Patienten vor, nehmen wir an es geht um die Körperpflege. 

Diese findet zwar täglich zur ähnlichen Uhrzeit statt, um eine Struktur zu erhalten, jedoch wissen nur wir dieses, nicht aber der betroffene Demente, dieser speichert die Information oft nicht mehr im Kurzzeitgedächtnis ab. 

Er ist überrascht und von der für ihn neuen Situation überfordert, was sich in seiner Reaktion zeigen wird. Er reagiert herausfordernd oder ablehnend.

Was ist passiert?

Wir versuchen ein Ziel zu erreichen und gehen entsprechend vor. 

Ohne eine Vorinformation für den Menschen mit Demenz erreichen wir nichts!

Zusätzlich arbeiten wir oft zügig und unter Zeitdruck, was den Betroffenen überfordert, seine kognitive Leistung ist stark reduziert, er begreift langsamer oder benötigt eine Satzwiederholung. 

Passende Sie ihre Sprachgeschwindigkeit an, bilden Sie kurze, verständliche Sätze und Vermeiden Sie Entscheidungsfragen!

Sprechen Sie den Patienten mit Demenz von vorne an, legen Sie ihm eine Hand auf die Schulter, nachdem Sie seinen, ihm auch bekannten, Namen nennen, berücksichtigen Sie seine Biographie, nicht jeder Name passt zum Lebensabschnitt, in dem er sich befindet!

Bauen Sie Blickkontakt zu ihm auf, Sie suggerieren ihm hiermit, dass er gemeint ist und Sie mit ihm sprechen. 

Erklären Sie wer Sie sind, was Sie vorhaben und lassen Sie sich eine Rückversicherung geben, ein Händedruck, ein Nicken, Sie verstehen was gemeint ist. 

Definieren Sie ein für ihn verständliches, positives Ziel.

Nutzen Sie die Emotionsebene, die Sachebene funktioniert bei Menschen mit Demenz kaum noch oder gar nicht mehr, diskutieren Sie nicht!

Seine Reaktion wird eine ganz andere sein, er fühlt sich gesehen, angesprochen und kann nun verbal oder nonverbal reagieren.

Beim zweiten Versuch haben Sie ihm die Zeit gegeben die er benötigt, ihn nicht mit unserer Geschwindigkeit überfordert und die korrekte Anspracheform eines Dementen berücksichtigt.

Wir müssen lernen uns in unseren pflegerischen Handlungen, gerade bei Menschen mit Demenz, auf ihr Tempo einzulassen, sie werden sich aufgrund ihrer Demenzerkrankung sicher nicht an unser Tempo und unseren Zeitdruck anpassen!

Demente können das was sie beschäftigt oft nicht mehr in Worte fassen, oft reagieren sie bevor sie etwas Falsches machen, mit Rückzug. Dieses gibt ihnen Sicherheit bevor sie sich in eine für sie unsichere Lage begeben die sie nicht verstanden haben.

Versuchen Sie seiner Aufmerksamkeit zu folgen, worauf richtet er seinen Blick, was lenkt ihn ab und was beschäftigt ihn in diesem Moment, wie kann ich ihn abholen.

Das ist worauf Sie ihren empathischen Fokus legen müssen.

Versuchen Sie vor Allem Ihre eigenen Erwartungshaltung an den Dementen stark zu reduzieren, was zu deutlich weniger Frustration führt.

Wir müssen lernen umzudenken, von eigenen Standards, die wir aus der gesamten Altenhilfe kennen und nach denen wir arbeiten, wegzukommen. Ich kann einem selbstbestimmt regaierenden Menschen nicht meine pflegerische Leistung aufzwingen, ihn überfordern, nur um ein Ziel, welches ich mir gesetzt habe durchzusetzen. Sehen Sie den Menschen vor sich und gehen Sie auf ihn ein. 

Manchmal ist es deutlich sinnvoller fünf Minuten seine Hand zu halten und Ruhe in eine Situation zu bringen, im sicherheit und orientierung zu vermitteln, als meine pflegerische Tätigkeit nach Leistungsplanung durchzuziehen!


Versuchen Sie sich an der Marte Meo Methode.

Sie werden feststellen, dass es Ihnen leichter fällt, den Betroffenen zu verstehen, wenn Sie versuchen seine Wünsche und Bedürfnisse zu sehen und zu erkennen. Damit können Sie Situationen gezielt einschätzen und adäquat auf ihn eingehen!


Studien in der ambulanten und stationären Pflege belegen, das die Marte Meo Methode zu deutlich höherer Mitarbeiterzufriedenheit führt.

Der Mensch mit Demenz fühlt sich besser wahrgenommen & es wird von seiner Seite zu weniger herausforderndem Verhalten kommen. 

Ihr Arbeitsalltag wird sich entspannen, er ist täglich stressig genug!


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Nehmen Sie Kontakt für Schulungen zum Thema Marte Meo bei Alzheimer und Demenz sowie dem Umgang und der Kommunikation bei Demenz mit unserer Pflegeberatung auf!


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

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Green Care – Bauernhof statt Altenheim?

Was ist Green Care?


Wir erklären Ihnen im folgenden Artikel welche Vorteile sich beim Projekt Green Care auf dem Bauernhof gegenüber einem Pflegeheim ergeben.

Immer häufiger tauchen alternative Wohn- & Pflegemöglichkeiten zu bestehenden Senioren- oder Altenpflegeheimen auf.

  • Ist es wirklich noch zeitgemäß seinen pflegebedürftigen Angehörigen in einem Alten- oder Seniorenheim unterzubringen?
  • Ist er dort adäquat versorgt?
  • Welche Alternativen bietet der Pflegemarkt?
  • Wo könnte sich, die mir nahestehende Person wohl fühlen?

Green Care: Pflege auf dem Bauernhof

In der nachfolgenden ZDF Dokumentation Green Care, wird ein tolles alternatives Wohnprojekt, welches auch bereits in verschiedenen EU-Ländern praktiziert wird, vorgestellt. Senioren leben mit jungen Menschen zusammen auf dem Bauernhof. Ein Umdenken, von der Singularisierung zurück zur Großfamilie. Jeder kann sich an anfallenden Aufgaben beteiligen, Wertschätzung wird gelebt, Vereinsamung vorgebeugt & Aufgaben auf dem Hof können übernommen werden, müssen es aber nicht, je nach körperlichem Allgemeinzustand. Zusätzlich betreut wird die Wohngemeinschaft von einem ambulanten Pflegedienst.

green care auf dem bauernhof

Es ist schön zu sehen, wie zufrieden die in der Dokumentation vorgestellten Menschen des Green Care Projekts miteinander leben. Eine Gemeinschaft in die jeder einbringt, wozu er in der Lage ist. Aufgaben werden übernommen, die Tagesstruktur gemeinsam gestaltet & bewältigt. Menschen brauchen Aufgaben, Anerkennung & Wertschätzung.

Das Gegenteil ist häufig der Fall. Menschen vereinsamen, fühlen sich im wegstehend oder nicht mehr gebraucht, überflüssig & unnütz. Die eigentliche Familie ist nicht vor Ort, lebt entfernt, für viele Senioren ist diese Distanz nicht mehr selbständig zu bewältigen.

Jeder Tagesablauf ist der gleiche, es passiert nichts mehr. Oft sind langjährige Freunde bereits verstorben oder selbst pflegebedürftig und dadurch eingeschränkt. Man ist fortlaufend mit dem eigenen Altwerden & den damit verbundenen Problemen konfrontiert. Junge Menschen bringen frischen Wind, neue Ideen und Leben in eine Wohngemeinschaft. Man lässt sich mitreissen, motivieren, sieht einen Sinn für das Weiterleben, man wird gebraucht, ist teil eines Ganzen & nicht abgeschoben am Rande der Gesellschaft.

Nicht zu unterschätzen ist die beruhigende, ausgleichende Präsenz von Tieren. Sie werden seit Jahren in psychatrischen Einrichtungen als Therapieteil einbezogen. In der Pflege werden bereits heutzutage batteriebetriebene, sich bewegende und artikulierende Plüschtiere eingesetzt, um Patienten zu beschäftigen oder zu beruhigen.

Die Wertschätzung eines älteren Menschen, ist nach meiner Meinung, nicht gegeben, er wird wie ein Kind behandelt, nicht wie ein vollwertiger, erfahrener und vor allem erwachsener Mensch mit Wünschen & Bedürfnissen.

Ein natürlicher Umgang, wie in dieser Green Care Dokumentation gezeigt, wäre eine Möglichkeit mit mehreren Generationen und Tieren zusammenzuleben. Basierend auf Verständnis, Rücksicht und gegenseitiger Bereicherung. Senioren passen auf Kinder auf, während wir unserer Arbeit nachgehen, eine Tagesmutter wird überflüssig. Gemeinsames Kochen, der Erfahrungsaustausch von mehreren Generationen, jeder bringt sein Wissen mit ein, man lernt vom Anderen. Freizeitaktivitäten können von jüngeren Menschen anders geplant werden, es gibt jemanden der die Aufgabe des Babysitters am Abend übernimmt.

Unzählige neue Möglichkeiten bilden sich ab, wenn man vom konventionellen Weg des alleine alt werden abkommt, offen für neues ist. Für meine Generation eine nicht fremde Denkweise, wir haben fast alle aus Kostengründen bereits zu Studien- oder Ausbildungszeiten gelernt in Wohngemeinschaften zu leben, sind gewohnt uns zu arrangieren, Badezimmer & Küche zu teilen, Dinge gemeinsam oder in Absprache zu erledigen.

Der im Film erwähnte ambulante Pflegedienst kann sich auf das Wesentliche im Bereich der Unterstützung in der Körperpflege konzentrieren, Haushaltstätigkeiten entfallen, werden von noch rüstigen Mitbewohnern übernommen, dies spart wertvolles Geld, Pflegegeld welches vom Gesetzgeber klar, als nur die Basis der pflegerischen Versorgung betrachtet wird, es muss immer von einem zu leistenden Eigenanteil ausgegangen werden und dieser muss zuerst einmal finanzierbar sein.

Es wird kein Dienst welcher Essen auf Rädern liefert, das in Großküchen zubereitet wird und nur einen geringen Nährwert hat benötigt. Man kocht gemeinsam frisch, baut einige Lebensmittel noch selbst an, wie in alten Zeiten, auch hier lässt sich mit einer geringen Rente einiges einsparen.

In meinen Augen ist Green Care eine bereichernde, attraktive Wohnform um gemeinsam alt zu werden und einer Vereinsamung vorzubeugen!

Fazit:

Welche Alternative gibt zum Altenheim?

Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäuser sind eine gute Alternativen zum klassischen Wohnen im Altenheim. Diese Projekte sind oft durch gemeinnützige Vereine selbst organisiert. Senioren sind nach ihren Möglichkeiten am Alltagsleben beteiligt, helfen & unterstützen sich untereinander, Angehörige unterstützen den Alltag zusätzlich. Es ist oft ein ambulanter Pflegedienst für pflegerische und / oder medizinische Tätigkeiten organisiert.

Link zur ZDF Dokumentation:

https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-bauernhof-statt-altersheim-100.html?fbclid=IwAR2CtV9ERir8ow4NGv9aLQbNM79dK0nwICcAnZc95MwTItNzn8BXWV1vYi4


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Erneute Razzien in Bayern wegen Abrechnungsbetrugs

Nach wie vor versuchen Unternehmen auf dem deutschen Pflegemarkt, zum Leid der Patienten & Angehörigen sich auf deren und der Kosten der Kranken- & Pflegekassen finanziell zu bereichern.

Die Justiz hat heute in Bayern eine strukturiert vorbereitete Aktion gegen einige Unternehmen durchsetzen können. Pflegebetrug ist in diesem Umfeld nichts Neues, was auch der Justiz, nicht nur Personen die im Pflegebereich arbeiten, bekannt ist.

Ein Wirtschaftszweig in dem sich vermehrt schwarze Schafe niederlassen, dieser ist finanziell extrem lukrativ, was auch mit dem demografischen Wandel in Deutschland zusammenhängt. 

Der Patient wird basisversorgt, bezahlt Unmengen von Geld für seine Versorgung, erhält oft nicht im Ansatz die notwenige Versorgung, es wird nicht im Ansatz auf seine menschlichen Bedürfnisse eingegangen. Zeit & Wirtschaftlichkeit stehen im Vordergrund, nicht das Leben, der Mensch und seine Bedürfnisse.

Kontrollorgane des MDK (Medizinischer Dienst der Kassen) mit ihren Alibi-Instrumenten für die Kontrolle der pflegerischen Einrichtungen, bewirken selten etwas und primär nichts. 

Die Einrichtungen kennen die Prüfkriterien und sind auf Prüfungen durch dafür eingestellte Qualitätsmanager vorbereitet, welche sich um die geforderten Qualitätsstandards der Kassen kümmern. Dieses erweckt nach Aussen den Anschein, man habe es mit einem guten Pflegeunternehmen zu tun, oft wird bereits in Prospekten mit einer sehr guten Benotung durch den MDK geworben. 

Augenwischerei, wenn man die Hintergründe kennt!

Der Pflegemarkt scheint finanziell so interessant zu sein, dass selbst Ärzte dazu bereit sind, sich finanziell zu bereichern, indem sie Beteiligungen für falsch ausgestellte Diagnosen beziehen, mit Pflegediensten unter einem Hut stecken und dazu beitragen die Kranken- & Pflegekassen durch höhere Zahlungen für höhere, jedoch nicht angemessenen Pflegegrade, zu bezahlen.

Ein Netzwerk der Korruption auch in der Pflege.

Patienten die auf einen höheren Pflegegrad angewiesen wären, gehen leer aus, werden nicht adäquat beurteilt, leiden unter zu geringer pflegerischer Versorgung und andere machen sie buchstäblich die Taschen voll.

Für die Pflegekräfte führt nicht nur eine nicht angemessene Bezahlung zu Frustration, auch die Ungerechtigkeit den Patienten gegenüber und der ständige finanzielle Druck, ausgeübt von den Arbeitgebern stellt ein grosses Problem in dieser Branche dar. Dies für zu einem Pflegenotstand in Deutschland, wie wir ihn bereits erleben.

Wem kann ich überhaupt noch vertrauen? 

Wem kann ich meinen zu pflegenden Angehörigen, bei solchen Schlagzeilen überhaupt noch ruhigen Gewissens anvertrauen?

Berechtigte Fragen, die sich ein Angehöriger stellen muss. Kontrollieren Sie die Mitarbeiter, befragen Sie Ihren Angehörigen bezüglich der Zufriedenheit, des Umgangs mit ihm, der Qualität der Mahlzeiten, der Sauberkeit in der jeweiligen Pflegeeinrichtung!

Wir beraten Sie gerne zur Auswahl einer angemessenen Wohnform, Problemen mit Pflegeeinrichtungen , Behörden, Kranken- und Pflegekassen.

Bei uns erhalten Sie Unterstützung im Antragswesen, Finanzierungs- & Entlastungsmöglichkeiten.

Kontaktieren Sie unsere Pflegeberatung, wir helfen Ihnen zuverlässig, kompetent und kostengünstig in allen pflegerelevanten Bereichen mit Herz & Verstand!

Artikel in Süddeutschen Zeitung online vom 23.10.2019

https://www.sueddeutsche.de/bayern/muenchen-augsburg-razzia-pflegebetrug-1.4652496


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Sie benötigen Unterstützung für den Zuschuss für Pflegehilfsmittel & wohnumfeldverbessernde Maßnahmen?

Zuschuß Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel nach SGB XI §40 | Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen


In diesem Beitrag erklären wir ihnen alles zum Thema Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen & sogenannte zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel.

Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbständigere Lebensführung ermöglichen, soweit die Hilfsmittel nicht wegen Krankheit oder Behinderung von der Krankenversicherung oder anderen zuständigen Leistungsträgern zu leisten sind.

Die Aufwendungen der Pflegekassen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel dürfen monatlich den Betrag von 40 Euro nicht übersteigen. Mögliche Produkte, die für Sie in diesem Rahmen erstattet werden können sind, Händedesinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen, Flächendesinfektionsmittel, Mundschutz oder Einmal-Schutzschürzen. Die Leistung kann auch in Form einer Kostenerstattung erbracht werden.

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen Pflegehilfsmittel Verbrauch

Die Pflegekassen können subsidiär finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen gewähren, beispielsweise für technische Hilfen im Haushalt, wenn dadurch im Einzelfall die häusliche Pflege ermöglicht oder erheblich erleichtert oder eine möglichst selbständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wiederhergestellt wird. Die Zuschüsse dürfen einen Betrag in Höhe von 4 000 Euro je Maßnahme nicht übersteigen. Leben mehrere Pflegebedürftige in einer gemeinsamen Wohnung, dürfen die Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des gemeinsamen Wohnumfeldes einen Betrag in Höhe von 4 000 Euro je Pflegebedürftigem nicht übersteigen. Der Gesamtbetrag je Maßnahme nach Satz 3 ist auf 16 000 Euro begrenzt und wird bei mehr als vier Anspruchsberechtigten anteilig auf die Versicherungsträger der Anspruchsberechtigten aufgeteilt.

Zuschuss für Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen:

Wenn Sie auf Grund Ihre Krankheit nicht mehr sich bewegen können, haben Sie plötzlich Schwierigkeiten beim Bad, Toilette Nutzung, Treppen steigen oder Ähnliches, was bis jetzt war Selbstverständlich, können Sie mit einem Zuschuss von der Krankenkasse (einmalig bis 4000,- €) die Wohnung umbauen.

Die Bewilligung von Zuschüssen wird immer individuell bewertet und freigegeben.

Fazit:

Was übernimmt die Krankenkasse bei Umbaukosten für die Pflege?

Sie haben Anspruch, ab Pflegegrad 1, auf sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen im Rahmen von einmalig 4000,- Euro. Für Anträge und Voraussetzungen berät Sie Ihr unabhängiger Pflegeberater.

Kontaktieren Sie unsere Pflegeberatung für weitere Fragen zur Kostenübernahme durch die Pflegekasse!


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Distance Caregiving – Wie pflege und organisiere ich als Angehöriger auf Distanz?

Was versteht man unter Distance Caregiving in der Pflege?


Wir erklären Ihnen in diesem Beitrag alles zum Thema Distance Caregiving in der Pflege und wie Sie es als pflegende Angehörige umsetzen.

Im Alter von 40 bis 50 Jahren müssen wir täglich mit einem Anruf rechnen, dass unsere Eltern in einer pflegerischen Akutsituation sind und unsere Hilfe benötigen.

Wie lässt sich dieses mit unserem ausgelasteten Leben in einer sehr schnelllebigen Zeit noch integrieren und uns nicht noch mehr an Grenzen der Belastbarkeit stossen? Eine Frage die uns alle betreffen kann.

Unser Team der Deutschen Pflegeberatung Matheis gibt unser Möglichstes, Sie in dieser hilflosen Situation, umgehend mit Rat & Tat zu unterstützen und alles notwendige für Sie zu erklären und in die Wege zu leiten.

Wie bekomme ich einen Pflegegrad und damit Pflegegeld von der Pflegekasse für meinen Angehörigen, welche Finanzierungshilfen sind möglich, welche Entlastungsangebote, bezogen auf Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege gibt es?Distance Caregiving Pflege pflegende Angehörige

Wir kümmern uns von A – Z um Ihre Problematiken, beginnend von Sicherheitssystemen wie Hausnotruf, Pflegehilfsmitteln ( Pflegebett, Rollator, Rollstuhl, Treppensteiglifter und weitere), Inkontinenzmaterial etc., Essen auf Rädern, Wohnumfeldanpassung, direkten Beratungen telefonisch & auf Wunsch über Bildtelefonie zu Pflegethemen. Wir bieten Schulungen, Seminare & Vorträge per Email oder direkt in München vor Ort an. Ich & mein Team von Pflegeexperten möchten Sie sicher im Umgang mit Ihrem zu pflegenden Angehörigen machen, Ihnen das nötige fachliche Hintergrundwissen weitergeben und lassen Sie nicht allein im Pflegedschungel stehen. Wir geben unser Möglichstes um Ihnen die grösstmögliche Entlastung zu ermöglichen, damit Sie ruhigen Gewissens Ihrem Alltag nachgehen können.


So kann Distance Caregiving aussehen!


Uns ist bewußt, das nicht jeder nahe des Wohnorts seiner zu pflegenden Angehörigen lebt, jedoch den Wunsch hat, eine bestmögliche Lösung für die Pflege zu planen. Unsere Pflegeberatung unterstützt Sie, ohne Sie stundenlang selbst recherchieren zu lassen und wertvolle Zeit zu verschwenden!

Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular auf unsere Homepage oder direkt telefonisch!

Passender Artikel in der Zeit online vom 18.10.2019

https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-10/pflege-distanz-eltern-kinder-pflegebeduerftige-pendeln

Die jungen Damen von www.desideriacare.de haben zum selbigen Thema eine spannende Podcast Folge veröffentlicht, die Sie unter folgendem Link hören können, gute Unterhaltung:

https://desideriacare.de/podcast


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Pflegeberatung | Tipps zur Auswahl ambulanter Pflegedienst oder stationärem Pflegeheim

Ambulante Pflege | Ambulanter Pflegedienst finden & beauftragen


Ihre Pflegeberatung gibt ihnen in diesem Artikel Tipps, ob ein ambulanter Pflegedienst oder ein Pflegeheim die richtige Wahl für Ihren Angehörigen ist und was Sie bei der Auswahl beachten sollten.

Verlassen Sie sich bei der Auswahl für ihren pflegebedürftigen Angehörigen nicht nur auf Äußerlichkeiten oder finanzielle Aspekte der Einrichtung oder des ambulanten Pflegedienstes. Ich selbst habe jahrelang für die unterschiedlichsten  Anbieter und damit auch Rechtsformen, wie gemeinnützige Vereine, Aktiengesellschaften oder Wohlfahrtsverbände gearbeitet, als Pflegefachkraft, Praxisanleiter und im Leitungsbereich als Pflegedienstleiter.

Wenn Sie sich bewußt machen, das es in der Pflege von Menschen nicht ausschliesslich humanitäre Interessen gibt, sondern dies ein riesiger, stetig wachsender Wirtschaftszweig ist, wird Ihnen klar, worauf ich hinaus will.

Bei ambulanten Pflegediensten und stationären Einrichtungen steht oft der zu erwirtschaftende Gewinn im Vordergrund, nicht der Patient, worunter durch die massiv reduzierten Pflegezeiten, Patient und Pflegekraft leiden. Stress und damit verbundene Unzufriedenheit, auch von Seiten der Angehörigen, sind keine Seltenheit.

Dieses habe ich bei Aktiengesellschaften noch ausgeprägter erlebt als beispielsweise bei Wohlfahrtsverbänden, welche durch ihr Konzept durch die ambulanten Pflegedienste und stationären Einrichtungen, ihre angeschlossenen Sozialarbeiter der unterschiedlichsten Bereiche mit abdecken und finanzieren, da diese selten, in ihren Bereichen, eigenständig Geld erwirtschaften.

Am erträglichsten fand ich die Arbeit für gemeinnützige Vereine, da diesen eine Kostendeckung ausreicht, nicht der Gewinn sondern der Patient im Vordergrund steht. Die Pflegezeiten sind ausreichender kalkuliert, die Fahrtzeiten nicht auf ein Minimum reduziert. Hiervon profitieren alle Parteien, die Mitarbeiter sind weniger gestresst, haben mehr Versorgungszeit für ihre Patienten und es kommt zu weniger Reklamationen durch die Angehörigen oder gesetzlichen Betreuer.

Der Personalschlüssel ist oftmals das A und O.Ambulanter Pflegedienst Pflegeberatung Pflegeheim

Bei Trägern welche nicht den ausschliesslichen Profit im Vordergrund sehen, ist ihr betroffener Angehöriger sicher in besseren Händen.

Es drängen leider immer mehr Investoren aus dem Ausland auf den deutschen Pflegemarkt, da sie aus wirtschaftlichem Interesse und dem demografischen Wandel angelockt werden. Sie erfüllen oft nur die minimalsten Vorraussetzungen des Gesetzgebers, was ihnen ausreicht um auf den Markt zugreifen zu können und Gewinne abzuschöpfen.

Versuchen Sie das Gespräch zu direkt in der Pflege Arbeitenden zu suchen, seien Sie feinfühlig und versuchen Sie herauszuhören, wie zufrieden die Pflegekräfte in ihrem Arbeitsbereich der jeweiligen Pflegeeinrichtung sind. Sind diese gestresst, überlastet, kurzangebunden werden sie auch in einer pflegerischen Situation nicht immer professionell auftreten und arbeiten.


Wir beraten & unterstützen Sie bei der Auswahl einer für den Patienten angemessenen Wohnform, Versorgungsmöglichkeit oder der Suche nach einem ambulanten Pflegedienst.


Es gibt Online-Portale in denen zudem der jährliche Prüfbericht des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) transparent veröffentlicht ist und man sich einen groben Überblick der jeweiligen Einrichtung stationär oder im Bereich der ambulanten Pflege machen kann.

Die Einrichtungen wissen jedoch auch vor der jeweiligen Überprüfung der Kassen von den Anforderungen & Voraussetzungen, haben entsprechend Qualitätsmanagementbeauftragte angestellt, die sich um die zu erfüllenden Rahmenbedingungen kümmern und somit kein 100% transparentes Bild der jeweiligen Einrichtung abgebildet werden kann.

Fazit:

Worauf achte ich bei der Suche nach einem ambulanten Pflegedienst?

Es sollte eine Transparenz im Bereich Vertrag & Kostenvoranschlag für Sie gegeben sein. Wurden Ihnen diese Unterlagen ausreichend erklärt? Wie ist die Einrichtung online bewertet? Es empfiehlt sich aufgrund der nicht gegebenen Gewinnorientierung in Erwägung zu ziehen ob ein gemeinnütziger Verein in Ihrer Region tätig ist, dieser arbeitet mit einer Kostendeckung und nicht gewinnorientiert, dies bedeutet entspanntere Pflegezeiten und weniger Zeitdruck für die Pflege des Patienten. Greifen sie auch auf Informationen von Freunden oder Bekannten zurück, die bereits eine Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen oder nutzen Sie die Beratung eines unabhängigen Pflegeberaters.

Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

Nehmen Sie für weitere Beratungsfragen zum Thema ambulanter Pflegedienst, Pflegeheim oder anderen Pflege-Einrichtungen gerne Kontakt mit unserer Pflegeberatung auf, wir helfen Ihnen kompetent und zuverlässig weiter!


Weitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

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Muss der Personalmangel, laut Studie, dazu führen die Sicherheit der Patienten zu gefährden?

Ein trauriger Artikel zum Thema Personalmangel in der Pflege die zur Patientengefährdung führt & für diesen ein Risiko darstellt, welches sich vermeiden ließe.

Das Problem des Personalproblems in der Pflege ist seit langem bekannt, nur interessierte sich die Politik bisher zu wenig für dieses Thema und es wurde nur aufgeschoben, was in vielen anderen Bereichen ja auch nichts neues ist.

Schwierig ist es in unseren Augen, wenn eine sehr grosse Gruppe in Deutschland einfach keine Lobby hat, da diese nicht wahr oder ernst genommen werden, da sie auch in Zukunft nur vereinzelt in der Lage sein werden wieder im Berufsleben teilzunehmen, primär jedoch in den Augen der Politik nur Kosten verursachen…
Der in diesem Artikel erwähnte primäre Personalmangel in der ambulanten Pflege ist darauf zurück zu führen, dass die Mitarbeiter gezwungen sind unter katastrophalen Bedingungen in der Pflege zu arbeiten, da die Patientenwohnungen nur als Gast besucht werden um dem Patienten Hilfestellung zu leisten.

Wir finden natürlich keine barrierefreien Wohnungen, sondern Wohnungen die abgenutzt, herunter gewohnt und Mobilar eines bisherigen Lebens aufweisen, zudem selten angemessen gepflegt und aufgeräumt sind, was an der Überforderung des Einzelnen, oft verbunden mit seiner Krankheit liegt.

Auch der angesprochene Personalwechsel, bei mehreren Hausbesuchen pro Tag im ambulanten Bereich lässt sich nur schwer in den Griff bekommen, ist jedoch weder neu noch etwas anderes gemessen an einem Dreischichtsystem, welches auch im Krankenhaus praktiziert wird. Realistisch sind 6-8 Pflegekräfte auf einen Monat gesehen. Es gibt Schichtwechsel die bei der Planung so gut wie möglich berücksichtigt werden, dass eine angemessene Bezugspflege umgesetzt werden kann, jedoch brauchen Pflegekräfte auch ihre Frei- bzw. Urlaubszeiten zum Ausgleich.

Angesprochene Missverständnisse und Probleme entstehen nicht durch diese Themen, sondern durch den zeitlichen Druck der aufgebaut wird, aufgrund von sinnfreier Minutenpflege und damit von den Kassen vorgegebene Minutenkontingenten für die jeweiligen verkauften Einzelleistungen, die am Patient erbracht werden. Dazu kommt in der ambulanten Pflege, dass wir mit den irrsinnigsten Verkehrssituationen klar kommen müssen, auf dem Land und in der Stadt. Auf dem Land sind die Strecken aufgrund der Distanzen nicht in den von der Kasse vorgegebenen Fahrzeiten zu erreichen, in der Stadt haben wir Problem im Berufsverkehr zügig voran zu kommen, sind behindert von Grossveranstaltungen und Demonstration. Parkplätze müssen vor und nach jedem Patienten gesucht und gefunden werden, die Strafzettel bezahlt nicht der Pflegedienst sondern der jeweilige Mitarbeiter von seinem geringen Einkommen. Mitarbeiter sind gestresst aufgrund ständigem Einspringen, versucht durch eine zu dünne Personaldecke und kontinuierliche Mitarbeiterausfälle durch Krankheiten oder private Probleme. Der Anspruch auf acht freie Tage, bei einer Vollzeit arbeiten Pflegekraft ist oft reduziert auf drei bis vier Tage, es muss eingesprungen werden, irgendjemand muss nach den Patienten / Bewohnern sehen und die Arbeit ausführen, nicht wie in Bürojobs, wo Dinge zwar auch dringend sind aber auch einmal liegen bleiben müssen.Personalmangel Pflege Patientengefährdung Risiko

Die Patienten sind jedoch auf unsere Hilfe angewiesen. Das unter diesen Voraussetzungen Fehler und Probleme auftauchen ist vorprogrammiert. Die Sicherheit des Patienten eine angemessene pflegerische Versorgung zu bekommen, sollte im Vordergrund stehen!

Es ist richtig, dass viele Dinge in der Pflege nicht zu verantworten sind und grob fahrlässig gehandelt werden muss, da diese Berufsgruppe seit Jahren vernachlässigt wurde und fast ausschliesslich auf unqualifiziertes, angelerntes Personal zurück gegriffen werden muss, das keine Alternative auf dem Markt besteht.

Ein Zeichen für das Versagen der Politik seit Jahren. Patienten werden von Pflegediensten abgelehnt, was als kompetent gesehen werden muss, denn wenn es zeitlich nicht umsetzbar ist, noch mehr Patienten aufzunehmen und dadurch noch mehr Stress auf die einzelnen Mitarbeiter zu übertragen, ist dieser Schritt weg vom Gewinndenken ein richtiger. Ich kenne genügend Beispiele von Unternehmen, die unreflektiert Patienten aufnehmen, egal ob es machbar ist oder nicht, der Leidtragende ist der noch weiter gestresste Mitarbeiter, Hauptsache die Finanzen stimmen für die Geschäftsleitung.

In diesem Artikel wird eine zeitsparende digitale Dokumentation erwähnt, welche ich ebenfalls aus eigener Erfahrung kritisch sehe. Viele ältere Mitarbeiter sind mit dieser technischen Neuerung, trotz Schulung & Einweisung gnadenlos überfordert. Geräte stürzen technisch ab, Leistungen die erbracht wurden, müssen manuell eingegeben werden, Akkus halten nicht die komplette Schicht durch, Geräte synchronisieren sich nicht zuverlässig. Zusätzlich haben wir extrem viele aus dem Ausland stammende Pflegekräfte, welche sprachlich auf Barrieren stossen, Missverständnisse entstehen und dadurch erneute Probleme verursachen, die korrigiert werden müssen.

Wenn man den Arbeitstag einer Pflegekraft aufschlüsselt, ist diese zu einem Drittel im Fahrzeug unterwegs, zu einem Drittel am Patienten beschäftigt und zu einem weiteren Drittel mit der zeitraubenden Dokumentation beschäftigt. Es bleibt also kaum Zeit für den Patienten, der diese dringend benötigen würde.

Hier sollte man ansetzen und etwas ändern. die Kassen bauen immer höheren Druck bzgl. der Beratungen, Risikoeinschätzungen und Dokumentation auf, der nicht aufrecht zu erhalten ist, mit dieser Personaldecke und fast nur noch Hilfskräften in diesem Berufsfeld! es kann nicht sein, daß durch den tolerierten Personalmangel in der Pflege eine Patientengefährdung  & ein Risiko in der pflegerischen Versorgung entsteht.

Hierzu ein passender Artikel im Spiegel Online vom 31.09.2019

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/pflege-personalmangel-gefaehrdet-laut-studie-sicherheit-von-patienten-a-1289263.html


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Weswegen sind auch alte Menschen oft von Suizidgedanken betroffen?

Suizidgedanken im Alter oder Pflegefall ernst nehmen

Das Thema Suizidgedanken & Suizidgefahr in der Pflege, mit dem Pflegekräfte im Alltag oft täglich durch den Kontakt zu älteren Patienten konfrontiert sind.

Einsamkeit wird ständig in den Mittelpunkt des Gesprächs gestellt. Die Problematik nicht mehr gebraucht zu werden und keine Aufgaben mehr zu haben, nicht mehr gebraucht zu werden beschäftigt diese Altersgruppe.

Oft leben nahestehende Familienmitglieder nicht in der Nähe, sind beruflich & privat oft eingebunden, haben wenig Zeit sich um ihre älteren Angehörigen zu kümmern.

Es ist ihnen auch nicht bewußt, da sie selbst voll ausgelastet sind, wie einsam diese oft sind, da sie dies selten artikulieren um nicht Sorgen zu bereiten oder zusätzlich zur Last zu fallen. Dieses Problem war früher, als noch in Großfamilien gelebt wurde weniger oder nicht vorhanden, da ältere Menschen mit in den Alltag eingebunden waren und nicht auf sich allein gestellt lebten. Pflegekräfte bekommen diesen Wunsch nach Anerkennung und gebraucht werden oft während der Arbeit am Patienten im Gespräch mit, haben jedoch aufgrund des Zeitdrucks kaum die Möglichkeit, in Ruhe auf diese Themen einzugehen.

Diese Suizidgedanken im Alter machen sich besonders stark zu Zeiten wie im Advent oder direkt an Weihnachten bemerkbar. Feste, die man am liebsten im Kreis seiner Familie verbringt. Der Gesprächsbedarf und die Traurigkeit ist dann am höchsten, man fühlt sich ungebraucht, ungesehen und allein. Für die psychosoziale Betreuung ist aus pflegerischer Sicht keine Zeit, wenn diese aufgewendet werden kann, improvisiert die Pflegekraft selbständig, nimmt sich Zeit, die sie an anderen Stelle wieder einsparen muss. Situationen die für alle Beteiligten sehr emotional sind, man sich schlecht fühlt, jedoch nicht in der Lage ist mehr auf die Betroffenen einzugehen.Suizidgedanken Suizidgefahr Pflege

Die Möglichkeit Besuchsdienste, ehrenamtlicher Art zu organisieren ist auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Der Patient muss einen Zugang zu dieser Person aufbauen, bevor er sich mit diesen seniblen Themen wie Suizid im Alter an ihn wendet und die zeitliche Begrenzung des Termins, welcher meistens höchstens einmal wöchentlich stattfindet, ist nicht ausreichend.

Ärzte verordnen Antidepressiva, was nur eine Symptombekämpfung, jedoch keine Ursachenbekämpfung der Suizidgedanken des Patienten ist. Der Wunsch nach der Erlösung, dem Tod, wird von vielen älteren Menschen geäußert, der Lebenswille und die Sicht des noch bestehenden Sinns wird in Gesprächen oft thematisiert, jedoch selten Ernst genommen, da die Zeit hierfür fehlt. Suizidgedanken und Suizidgefahr sind ein grosses Thema in der Pflege älterer Menschen.

Hier ein ähnlicher Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 10.09.2019:

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/suizid-alter-1.4593328


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Weswegen freiheitseinschränkende oder freiheitsentziehende Maßnahmen in der psychatrischen Pflege?

Freiheitsentziehende Maßnahmen | Freiheitseinschränkende Maßnahmen in der Pflege


Fixierende bzw. freiheitseinschränkende oder freiheitsentziehende Maßnahmen sind in der Pflege Teil des Tagesgeschäfts. Es gibt nicht nur Fixierungen oder Bettgitter die Aktivitäten des Patienten einschränken sollen, Medikamente sind ein weiterer Teil Patienten in ihren Bewegungen einzuschränken, dessen sind sich viele oft nicht bewußt.

Oft liegt es am Personalmangel, dass Patienten als anstrengend, zeitraubend oder zu unruhig wahrgenommen werden. Sie schränken uns Pflegekräfte in unserer Arbeit ein, da sie mehr Aufmerksamkeit, Zuwendung & Zeit benötigen, die wir aufgrund der Personalsituation nicht aufbringen können.

Es ist, in vielen Fällen humanistisch kaum zu akzeptieren, dass die Person und ihre Erkrankung nicht im Vordergrund stehen. Man ist als Pflegekraft zeitlich und psychisch überlastet, da sich nicht ausreichend und angemessen um die jeweilige, individuelle Situation des Einzelnen gekümmert werden kann.

Hier macht es sich das Gesundheitssystem sehr einfach und sieht über Notwendigkeiten hinweg. Wir haben uns daran gewöhnt, dass es Mittel und Möglichkeiten gibt, die Patienten an uns und unseren Berufsalltag anzupassen uns zu entlasten.

In der Psychatrie gibt es zwar einen angepassten, höheren Personalschlüssel als in anderen pflegerischen Bereichen, jedoch ist dieser noch immer nicht ausreichend. Wir sprechen über eine krankheitsbedingt, stark auf individuelle Zuwendung angewiesene Patientengruppe, die oft sehr lange braucht, um eine Vertrauensbasis entstehen zu lassen, skeptisch und herausfordernd reagiert und eine psychische Herausforderung für die Pflegekräfte darstellt.

Deswegen ziehen sich auch aus diesem Berufsfeld viele Mitarbeiter zurück, da ihnen die Belastung zu gross ist und sie sich dieser nicht langfristig gewachsen fühlen.

Artikel im Spiegel Online vom 09.09.2019

https://www.spiegel.de/karriere/psychiatrien-patienten-werden-regelmaessig-wegen-personalnot-zwangsfixiert-mitarbeiterumfrage-a-1285840.html


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