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Alternative Möglichkeiten zu Essen auf Rädern & Fertigprodukten

Sie stehen vor dem Problem, dass Ihr Angehöriger nicht mehr in Lage ist sich selbst Mahlzeiten zu zubereiten?

Einkäufe können nicht mehr selbständig durchgeführt werden und es muss eine Lösung gefunden werden?

  • Was spricht gegen Essen auf Rädern?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Wie ist die Qualität?
  • Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis?
  • Ist es dem Altersstoffwechsel angepasst?
  • Wie ist der Nährstoffgehalt?

Pro:

Auf dem freien Markt gibt es diverse Anbieter die ein warmes Menü oder Einzelgericht für Senioren oder Hilfebedürftige nach Hause liefern. Preise für Einzelgerichte sind aktuell bei 7,50 Euro bis 10,- Euro inkl. Lieferung. Hergestellt werden die Mahlzeiten, die vorab über einen online oder in Druckform bereitgestellten Wochenmenüplan des Anbieters zur Auswahl gestellt werden, in Großküchen.

Die Gerichte werden warm, tiefgefroren zum selbst auftauen und erwärmen geliefert.

Vorteilhaft ist, dass das Essen bis nach Hause geliefert, auf Wunsch auch ausgepackt und auf einem Teller bereitgestellt wird.

Es kann auf die Einhaltung einer ernährungs- oder gesundheitsbezogenen Diät grösstenteils eingegangen werden.

Auch für Patienten mit Kaubeschwerden, können Mahlzeiten püriert geliefert werden.

Vor- und Nachspeisen können zusätzlich, gegen Aufpreis, mit bestellt werden.

 

Contra:

Die Erfahrung seit Jahrzehnten zeigt, dass die Mahlzeiten oft nicht heiss geliefert werden, sondern lauwarm, was sich natürlich auf den Geschmack auswirkt. Das Essen ist leider oft verkocht und in den Abteilungen der Plastikmenüschale verrutscht, es schwimmt alles ineinander und sieht nicht mehr sehr appetitlich aus.

Der Nährstoffgehalt ist nachweislich mehrfach von Instituten getestet worden und ist eher reduziert als den Bedürfnissen des alten Menschen entsprechend. Die Qualität entspricht dem Essen einer herkömmlichen Kantine.

Salate können zusätzlich bestellt werden, sind jedoch meistens nicht sehr vielseitig & vitaminhaltig und mit gezuckerten Fertigdressings angerichtet.

Es wird zusätzlich eine Menge Müll durch Plastikfolien, Plastikschalen und zusätzlichen Plastikbechern produziert.

Die Mahlzeitenauswahl rotiert bei den meisten Anbietern, was zur Folge hat, dass doch immer in gleichen Abständen das gleiche gewählt und geliefert wird.

Die Lieferzeit ist aufgrund der zu beliefernden Kundenmenge oft nicht beeinflussbar, Zeitfenster von mehreren Stunden ab 10 Uhr morgens bis 14 Uhr nachmittags sind normal.

Kaum ein älterer Mensch, ist auf Nachfragen, mit seiner Mahlzeit zufrieden, die Antwort ist meistens, besser als nichts…

Alternativen:

Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich die Zeit als Angehöriger zu nehmen und sich mit den Essensgewohnheiten und Bedürfnissen des Betroffenen auseinander zu setzen. Wenn die Möglichkeit besteht gehen Sie zusammen den Lebensmitteleinkauf erledigen. Kochen Sie Gerichte vor, portionieren Sie diese und frieren Sie diese ein. Ein Pflegedienst kann diese auch morgens zum Auftauen für mittags bereits aus dem Gefrierfach herausnehmen, dass das Essen mittags nur erwärmt werden muss.

Sehen Sie sich Gastronomien in der Nachbarschaft an, sprechen Sie mit diesem über mögliche Lieferungen nach Hause und eine Monatsrechnung. Nutzen Sie Geschirr der Gastronomie oder des eigenen Haushalts und vermeiden Sie unnötigen Plastikmüll.

Wechseln Sie sich mit dem Vorkochen im Familienkreis ab, überlegen Sie ob es nicht sinnvoll und auch kostengünstiger wäre, selbst etwas mehr zu kochen und den Angehörigen mit zu versorgen, wenn er in der nähe lebt oder sie ihn regelmässig in der Woche besuchen. Suppen sind nahrhaft und lassen sich einfrieren und leicht erwärmen.

Jeder online Lieferdienst, der seine Mahlzeiten über Speisekarten im Internet bereit stellt, kann als Alternative genutzt werden und die Preisdifferenz ist kaum höher.

Sprechen Sie mit eventuell vorhanden Bekannten oder Freunden in der Nachbarschaft des Betroffenen, ob diese gegen einen kleinen Betrag bereit sind, mittags etwas mehr zu kochen und es vorbeizubringen.

Planen Sie einen oder mehrere Tage die Woche für ein gemeinsames Essen mit Ihrem Angehörigen, es macht immer mehr Spass Mahlzeiten zusammen zu geniessen, als allein zu essen!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Ihre Pflegeberatung in München erklärt: Tabletten richtig teilen | Richtlinien | Hinweise

Ob zur Dosisanpassung von Medikamenten, zum leichteren Schlucken oder aus anderen Gründen gibt es für pflegende Angehörige aber auch Patienten einiges zu beachten.
Viele Menschen haben Angst grössere Tabletten einzunehmen oder zu schlucken, da sie befürchten sie könnten im Hals hängen oder stecken bleiben.
Dies ist gerade bei Kindern aber auch älteren Menschen oft zu beobachten.

Wir gehen auf folgende Punkte ein:

  • Dosisanpassung
  • Tabletten teilen
  • Halbieren des Medikaments untersagt
  • Richtlinien
  • Hinweise
  • Hilfsmittel für das Teilen von Medikamenten

Dosisanpassung:

Wenn ein Arzt Ihnen ein Medikament verordnet bzw. ansetzt und es nicht in der richtigen Milligrammzahl rezeptiert, stehen Sie vor dem Problem wie soll ich es jetzt einnehmen und wie ändere die Dosierung korrekt.

Manchmal gibt es das Medikament von Seiten des Herstellers nicht in der vom Arzt angeordneten Dosierung, es muss individuell angepasst werden.

Ein Präparat muss oft auch geviertelt oder halbiert, jedenfalls angepasst werden, um einen Medikamentenspiegel aufzubauen oder es reduzierend von der Wirkstoffmenge ausschleichen zu lassen, wenn es abgesetzt wird.

Tabletten teilen:

Nicht alle Medikamente eignen sich zum Teilen. Auch wenn ein Präparat mit einer Kerbe oder Kreuzkerbe vorgeprägt ist, kann dies von Seiten des Herstellers zur Identifikation beitragen, um der Verwechselungsgefahr mit anderen Tabletten vorzubeugen, nicht jedoch zur Teilung bestimmt sein.

Achtung:

Bei Unsicherheiten beim Zerteilen von Medikamenten sollte auf jeden Fall die Packungsbeilage vor dem Teilen gelesen werden, der verordnende Arzt oder ein Apotheker befragt werden!

Nicht teilbare Präparate:

In der Regel sind Tabletten, die eine Schutzfilmummantelung haben, sogenannte Fimtabletten, die magensaftresistent sind und deren Wirkstoff über den Darmtrakt aufgenommen wird, nicht teilbar.

Kapseln haben eine Hülle aus Zellstoff, die ebenfalls magensaftresistent ist und über den Darmtrakt ihre Wirkung entfalten und nicht geteilt werden sollten. Dies kann von Präparat zu Präparat unterschiedlich sein, auch hier den Beipackzettel lesen, bei Arzt und / oder Apotheker nähere Informationen einholen.

Risiken durch Tablettenteilung:

Seien Sie sich des Risikos nicht fachgerechter Medikamententeilung für den Patienten bewußt.

Zerkleinern, halbieren oder vierteln Sie Medikamente nicht nach Vorschrift kann es zu folgendem kommen:

  • zu hohe Dosierung
  • zu niedrige Dosierung
  • Wirksamkeit reduziert
  • Wirksamkeit erhöht
  • Gefährdung des Behandlungserfolgs
  • Gefährdung des Gesundheitszustands des Patienten
  • zu schnelle Wirkstoffaufnahme

Hilfsmittel zur Teilung des Medikaments:

Beim Zerteilen von Medikamenten kommt es auch auf die richtige Technik an.

Gelingt Ihnen dieses nicht auf Anhieb beim Halbieren mit den Fingern oder einem dünnen, scharfen Messer, ist es hilfreich sich für wenig Geld in der Apotheke einen Tablettenteiler zu besorgen. In den wird das zu teilende Präparat gelegt und durch schliessen mit einer festverbauten scharfen Klinge halbiert oder wenn nötig erneut geviertelt. Siehe Bild anschliessend.

Abschliessend:

Für nicht teilbare, grosse Tabletten gibt es in der Apotheke auch die Möglichkeit sich spezielle, gleitfähige Umhüllungen, die das Schlucken erleichtern zu besorgen.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

Gedanken zum aktuellen Corona-Virus-Problem

Der Entschluss, diesen Text zu veröffentlichen, hat mich seit Beginn dieses Theams beschäftigt. Ich war mir bisher nicht sicher ob es sinnvoll ist, sich bei der bisherigen Informationsschwemme auch noch dazu zu äußern.

Ich bin der Meinung es ist unfassbar verantwortungslos von Seiten der Medien und auch der Politik, präventiv überhaupt keine Informationen an die Bevölkerung heraus zu geben, wie man sich durch Eigeninitiative, selbst schützen und sein Immunsystem seit Wochen stärken könnte. 

Dies wäre eine sinnvolle und beruhigende Möglichkeit dem Corona Virus und auch jedem anderen Virus oder jeder anderen Erkrankung etwas durch den eigenen Körper entgegen zu setzen.

Weswegen entsteht diese Panik überhaupt?

Sind wir so unsicher oder ist uns indirekt doch bewußt, dass wir kontinuierlich unsere Gesundheit durch mittelmäßige oder schlechte Ernährung, vorwiegend mit industriell erzeugten Lebensmitteln und zu wenig Bewegung vernachlässigen?

Entsteht diese selbstverursachte Panik, durch das Bewußtsein unseres Lebensstils, oft verbunden mit Alkohol- Drogen- und Nikotinkonsum?

Warum versuchen wir nicht auf natürliche Weise, in diesen Zeiten, unseren Körper und unser Immunsystem auf Vordermann zu bekommen? Erkältungs- und Grippewellen sind nichts Neues. Zusätzlich sind wir im Herbst, Winter und Frühling noch mit zu wenig Tageslicht versorgt und unser Körper ist noch nicht wieder in der Lage, wie im Sommer durch mehr Sonnenlicht, eigenes Vitamin D3 zur Stärkung der Immunabwehr zu produzieren.

Weswegen gleichen wir dieses Defizit nicht ergänzend mit Vitamin D3-Präparaten aus und stärken unsere Immunabwehr? Vitamin C ist eine weitere Möglichkeit, Krankheiten etwas entgegen zu setzen, ganz abgesehen von viel frischen Lebensmitteln in Form von saisonalem Obst und Gemüse.

Ich denke ich bin nicht der einzige, der verstanden hat, dass man sich nur noch wenig auf Staat und Politik verlassen kann, sondern primär für sich selbst verantwortlich ist, weswegen vertrauen wir in diesem Fall auf Entscheidungen und Empfehlungen dieser Organisationen?

Wir brauchen kein weiteres, chemisch erzeugtes Medikament durch die Pharmaindustrie, wir müssen wieder lernen für uns selbst verantwortlich zu sein!

Eine mathematische Vorgehensweise der Politik, bezogen auf Risikominimierung basierend auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen, durch Schulschliessungen, meiden von Großveranstaltungen und nun noch dem Meiden sozialer Kontakte ist nur ein Weg der gegangen werden kann.

Unsere Eigenverantwortung ist das Thema. Unser Körper kann Erkrankungen bei unserem Lebensstil, stressigen Zeiten, fehlenden Ruhephasen, schlechter Ernährung kaum etwas entgegen setzen, deswegen werden wir krank.

Änderungen dieser Gewohnheiten führen auch wieder zu Genesung, jeder einzelne ist in der Lage dies zu steuern!

In diese Richtung sollte ein Appell von Seiten der Medien und Politik gehen.

Wieso haben wir einen Gesundheitsminister, wie Herrn Spahn (erlernter Beruf: Bankkaufmann), der keine Vorbild Rolle übernimmt und das Volk aufklärt? Ist er dazu nicht in der Lage? Die Lobby-Arbeit der Krankenkassen zu erledigen, darauf kann eine Gesellschaft verzichten.

Natürlich gibt es Risikogruppen, ältere Menschen, Menschen mit einer bestehenden Immunschwäche, Kinder und Schwangere, welche geschützt werden müssen, jedoch sollte das bei jeder Grippewelle oder ähnlichem der Fall sein, nicht nur im Coronafall.

Weswegen stützen wir nicht das Immunsystem der Risikogruppen, bauen dieses auf und vermitteln Sicherheit?

Weswegen wird die Gesellschaft in Unsicherheit gelassen und nicht klar erklärt, dass ältere und auch immunschwache Menschen, auch an einer herkömmlichen Grippeerkrankung oder Influenza versterben können, da diese den geschwächten Körper überfordert?

Ein Krisenmanagement muss in diesem Fall anders aussehen, wir sehen deutlich wozu diese Panikmache bisher geführt hat.

Passen Sie auf sich auf und übernehmen Sie Verantwortung für sich selbst!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Dekubitus Entstehung vermeiden und die Drucktoleranz erklärt

Wird ein Mensch pflegebedürftig und ist auf die Hilfe seines pflegenden Angehörigen angewiesen, gibt es für den Angehörigen einiges zu beachten.

Hierzu gehört die Prophylaxe zur Entstehung von druckbedingten Wunden, des sogenannten Dekubitus.

Problem:

Der Patient ist sensorisch eingeschränkt, leidet beispielsweise unter den Folgen eines Schlaganfalls mit Lähmungserscheinung der Extremität/en. Er spürt diesen betroffenen Bereich nicht mehr und merkt nicht, wie ein gesunder Mensch, wenn Druck auf diese Körperstelle einwirkt. Im gesunden Fall, auch während des Schlafs, sind wir in der Lage die Position zu wechseln, wir merken entstehenden Schmerz, aufgrund intakter Reflexe des Körpers.

Dies kann nicht nur bei Einschränkungen nach einem Schlaganfall der Fall sein. Werden einem Patienten starke sedierende, ruhigstellende oder schmerzlindernde / schmerzstillende Medikamente verabreicht, kommt es zu Einschränkungen die diese Wahrnehmung betreffen.

Liegt ein Patient im Koma oder befindet sich im Sterbeprozess ist dies zusätzlich oft der Fall.

Eine weitere Möglichkeit kann auch durch das Tragen einer Brille, eines Hörgeräts, einer Prothese oder der Zahnprothese entstehen, wenn diese Hilfsmittel nicht korrekt sitzen. Am Beispiel der Zahnprothese ist zu erklären, dass diese Druckstelle im Mund nicht rot sondern weiss erscheint, dies kann einfach mit einer Taschenlampe durch beleuchten des Mundbereichs festgestellt werden.

Die Entstehung eines Dekubitus kann auch durch Falten, die durch Bettwäsche, Kleidung oder Bettdurchzüge (Moltons) zum Inkontinenzschutz auftreten. Diese entstandenen Falten genügen oft bereits zur punktuellen Druckentstehung.

Entstehung | Ursache

Entsteht über einen längeren Zeitraum Druck der auf die Haut einwirkt, kommt es, unterdurchblutungbedingt, zuerst einmal zu einer Rötung, die nicht oder nicht sofort zurück geht. Wir kennen das von einer Blase am Fußzehen oder der Ferse, durch nicht richtig sitzende Schuhe, auch dies ist bereits eine druckbedingte Wunde. Bleibt es nicht bei dieser entstandenen Rötung, kommt es zur Blasenbildung. Zu Beginn ist die Blase noch geschlossen, was von Vorteil ist, da sich darunter die neue Haut bildet und somit geschützt ist. Geht diese entstandene Blase auf, haben wir eine druckbedingte, offene Wunde, die es zu versorgen gilt. Das selbe Problem haben wir bei Patienten die diesen entstehenden Druck nicht spüren. Eine Gefährdung besteht bei allen inkontinenten Patienten, da die Haut im Intimbereich oft feucht und nass ist, dadurch zusätzlich gereizt und irritiert sein kann, weswegen sie noch empfindlicher ist.

Folgende Regionen sind überwiegend betroffen, wenn der Patient auf dem Rücken liegt:

  • Hinterkopf
  • Schulterblätter
  • Ellbogen
  • Steiß
  • Fersen

Wenn ein Patient seitlich gelagert wird kann dies, auch im Bereich der aufeinander liegenden Knie der Fall sein, wenn diese nicht dazwischen mit einem kleinen Handtuch oder einem Kissen abgepolstert werden. Je nach Lagerungsposition können auch andere  aufliegende Körperstellen betroffen sein, und müssen kontinuierlich beobachtet werden!

Merke:

Dieser Druck entsteht primär an Körperstellen, die nicht mit Muskulatur & Fett gepolstert sind und wo Haut auf Knochen aufliegt!

Prophylaxe:

Es gibt im Sanitätshaus diverse Weichlagerungshilfsmittel, wie Matratzen oder Sitzkissen, die druckverteilend und entlastend auf gefährdete Hautregionen einwirken.

Zusätzlich muss ein derart immobiler oder bettlägeriger Patient in regelmässigen Abständen gelagert werden, die Position wird hierbei verändert und es entsteht bereits durch kleinste Mikrolagerungen eine Entlastung der Haut.

Der zeitliche Intervall dieser Umpositionierung ist abhängig und individuell unterschiedlich. Er hängt von der Drucktoleranz des Betroffenen ab.

 

Drucktoleranz:

Die Haut ist bei jedem einzelnen unterschiedlich sensibel für die Entstehung von Druck. Dies ist auch von der körperlichen Beschaffenheit abhängig.

Ist ein Patient eher abgemagert, liegt er sich aufgrund der fehlenden Polsterung eher wund. Handelt es sich um einen tendenziell  übergewichtigeren Menschen, hat dieser oft eine höhere Drucktoleranz aufgrund des vorhandenen Körperfetts. Dies heisst jedoch nicht, dass dieser keine Gefährdung haben kann.

Überprüfen der Drucktoleranz:

Wenn ein Patient aus dem Bett mobilisiert wird, ist zuerst einmal nicht klar, wie lange die Haut die neue Position, beispielsweise im Sitzen toleriert. Sitzt der Patient, ist die primäre Druckentstehung auf den Sitzbeinhöckern und dem Steißbereich.

Überprüfen sie in 1/2 stündigen Intervallen, ob die Haut gerötet ist und die Rötung nicht sofort zurück geht. Stellen Sie später bei längeren, grösser werdenden Prüfintervallen fest, ab wann eine bleibende Rötung entsteht diese nicht sofort zurückgeht. Damit haben Sie einen Anhaltspunkt für die Zeit, die die Hautregion des Patientin in dieser Position verweilen kann. Dies gilt auch im Liegen und für die im Liegen notwendigen Umpositionierungsintervalle. Jetzt haben Sie einen groben Richtwert für ihre zeitlich abgestimmten Lagerungswechsel. Finden diese Umpositionierungen regelmässig statt, wirken Sie einem druckbedingten Dekubitus entgegen.

Die 4 Dekubitus Stadien:

  • Stadium 1: bleibende Hautrötung
  • Stadium 2: Blasenbildung, Teilverlust der Huat
  • Stadium 3: Blase ist offen, Verlust diverser Hautregionen
  • Stadium4: Tiefere Gewebeschädigung, auch Muskeln & Sehnen sind betroffen

Hilfsmittel zur Weichlagerung:

  • Schaumstoffweichlagerungsmatratze
  • Wechseldruckmatratze
  • Würfelmatratze
  • Antidekubitussitzkissen (kein Gelring!)
  • professionelle Lagerungskissen aus dem Sanitätshaus
  • gerollte Handtücher zur Freilagerung der Fersen
  • kleine Kissen zum Abpolstern gefährdeter Regionen

Fazit:

Haben Sie den Druck, den der Patient toleriert, festgestellt und wissen nun in welchen Abständen der Betroffene zur Prophylaxe umpositioniert werden muss ist folgendes wichtig.

  • Mikrolagerungen, kleine Bewegungen zur Entlastung reichen aus.
  • Lagern Sie unter der Matratze oder dem Sitzkissen, wegen der Faltenentstehung.
  • Eine liegende 30 Grad Umpositionierung ist ausreichend.
  • Ein Aufstehen vom Sitzen ist auch bereits eine Entlastung.
  • Betroffene Hautregionen adäquat mit Hautpflegeprodukten versorgen.
  • Eincremen fördert auch die Durchblutung der Hautregion.
  • Fragen Sie den Betroffenen nach der Umpositionierung nach seinem Befinden / Bequemlichkeit.
  • Überprüfen Sie regelmässig Schuhe, Brille, Hörgerät und Zahnprothese bezüglich des korrekten Sitzens.

 

Für individuelle Schulungen am Patienten oder Fragen zum Thema Dekubitusprophylaxe, Druckentlastung, Umpositionierung, Hilfsmittelauswahl und Drucktoleranz kontaktieren Sie uns jederzeit telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage, wir helfen Ihnen umgehend und professionell.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fallbeispiel | Individuelle Pflegeschulung von Angehörigen bei Demenzproblemen

 

Eine pflegende Ehefrau, deren Ehemann an Demenz erkrankt ist, schildert telefonisch folgende Probleme bei der Versorgung, bittet uns um Hilfestellung & Rat.

 

Problem:

  • Vermehrt verbales aggressives Verhalten des Menschen mit Demenz.
  • Ausgeprägte Skepsis der Pflegeperson gegenüber.
  • Auftretende Handgreiflichkeiten, Übergriffe und sogenanntes, herausforderndes Verhalten.
  • Überforderung der pflegenden Ehefrau.
  • Grenzerfahrung nervlich bedingt.
  • Der Betroffene möchte fortlaufend das KFZ benutzen.
  • Es besteht, natürlich, keine Krankheitseinsicht.
  • Es besteht eine Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz (Er ist ständig gedrängt nach draussen zu gehen, umherzulaufen, etwas oder jemanden zu suchen, Orte aufzusuchen, dies erfolgt auch oft plan- und ziellos. Korrekte Uhrzeiten werden nicht mehr berücksichtigt.

 

Anamnese:

  • Es liegt eine fortgeschrittene Demenz-Diagnose vor.
  • Die Ehefrau pflegt ohne Vorkenntnisse, nach bestem Wissen & Gewissen.
  • Es ist bisher kein ambulanter Pflegedienst tätig.
  • Der Betroffene hat noch viele wache Momente, realisiert noch Zusammenhänge.
  • Er spricht noch klar und bewegt sich noch ohne Pflegehilfsmittel (Rollator etc.).
  • Er äußert Wünsche & Bedürfnisse.
  • Er verwendet Floskeln und versucht die Fassade zu wahren.
  • Es kommt bereits zum Nichterkennen von Personen.
  • Er befindet sich nicht mehr komplett im Hier und Jetzt.
  • Er erkennt Risiken und Gefahren nicht mehr.

Vorgehensweise:

  • Telefonisch grundlegende Tipps zum Umgang und der Kommunikation.
  • Es wird Zeit für Fragen und Antworten gegeben.
  • Bisherige, genutzte Entlastungsmöglichkeiten werden erfragt.
  • Ein Termin vor Ort wird vereinbart um die Situation kennen zu lernen.
  • Der Betroffene wird nicht über den Termin mit dem Pflegeberater informiert, Unruhe vermeiden.
  • Die Ehefrau wird aufgefordert, beim Hausbesuch, ein normales Gespräch mit ihrem an Demenz erkrankten Mann zu führen.
  • Wir organisieren die Tochter des Ehepaars zu ihnen nach Hause, jedoch eine Stunde zeitversetzt, zur späteren Beaufsichtigung des an Demenz erkrankten Vaters.

Umsetzung:

  • Treffen in der häuslichen Umgebung.
  • Der Pflegeberater gibt sich vor dem Menschen mit Demenz als früherer Arbeitskollege der Frau aus.
  • Der Berater stellt sich vor und erkundigt sich nach der Verfassung des Betroffenen.
  • Ihm wird Raum & Zeit gegeben sich mitzuteilen und Fragen zu stellen.
  • Die Ehefrau beginnt eine Unterhaltung und stellt ihrem Mann Fragen um ihn in ein Gespräch zu verwickeln.
  • Der Berater sitzt, nicht am Gespräch teilhabend, sich Notizen machen dabei.
  • Für dieses Gespräch gibt es einen Zeitrahmen von ca. 1/2 Stunde.
  • Nach dem Erscheinen der Tochter, die auf ihren Vater anschliessen aufpassen soll, geht der Pflegeberater mit der Ehefrau spazieren und arbeitet die gemachten Notizen des Gesprächsverlaufs, sowie die Reaktionen des Menschen mit Demenz, gemeinsam mit ihr auf und erklärt ihr bestehende Kommunikationsfehler und Fehler im Umgang mit ihrem Mann.
  • Lösungsvorschläge bezüglich der Fahrzeugnutzung des Menschen mit Demenz werden gegeben.

Ergebnis:

  • Offene Fragen wurden erklärt & beantwortet.
  • Beispiele aufgezeigt & erklärt.
  • Lösungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt.
  • Der Umgang und die Kommunikation aufgezeigt und korrigiert.
  • Triggerpunkte für den Menschen mit Demenz aufgezeigt und Verständnis geschaffen.
  • Sicherheit im Umgang mit diesem Krankheitsbild wurde vermittelt.
  • Die Standards für den Umgang und die Kommunikation wurden mündlich & schriftlich weitergegeben.
  • Die Ehefrau wurde motiviert nicht aufzugeben und an sich, auf den Umgang mit ihrem erkrankten Mann bezogen, zu arbeiten.
  • Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige wurden aufgezeigt und angesprochen.
  • Die KFZ-Nutzung bei Demenzerkrankung wurde lösungsorientiert abgearbeitet.

Evaluation:

  • Der Pflegeberater bietet die Möglichkeit an, bei Unsicherheiten oder Problemen der Ehefrau, jederzeit zu den Bürozeiten anzurufen und sich Unterstützung zu holen.
  • Wir vereinbaren einen festen, wöchentlichen Telefontermin zum Austausch bezüglich des Fortschritts.
  • Es wird auf einen möglichen, weiteren Hausbesuchstermin zur Hilfestellung hingewiesen.

 

Wenn auch Sie oft an Ihre Versorgungsgrenzen bei einem zu pflegenden Menschen mit Demenz oder auch einer anderen Erkrankung stoßen, nutzen Sie die Möglichkeit unserer individuellen Angehörigenschulung vor Ort in München und dem angrenzenden Umland. 

Für weitere Entfernungen bieten wir telefonische Schulungen auch über Videotelefonie, Whatsapp, Skype oder Facetime an.

 

Kontaktieren Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage, wir helfen Ihnen weiter und finden einen praktikablen Weg der Hilfestellung für Sie.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

Tipps zur Sturzprophylaxe im Alter

  • Warum sind ältere Menschen sturzgefährdet?
  • Welche Ursachen gibt es?
  • Welche Diagnosen begünstigen Stürze?
  • Welche vorbeugenden Maßnahmen kann ich treffen?
  • Welche Hilfsmittel kann ich einsetzen?
  • Wie kann ich Stürze vermeiden?
  • Wie passe ich das Wohnumfeld an?
  • Haben Sie an einen Hausnotruf gedacht?

Ursachen | begünstigende Diagnosen

Wenn wir älter werden, nimmt die Muskulatur zwangsläufig ab, da wir uns meistens nicht mehr so frei bewegen können wie in jungen Jahren, schneller ermüden, die sportliche Aktivität zurück geht.

Die ersten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen treten auf. Wir merken deutlich, dass wir an Mobilität und Fitness einbüssen, mit Gleichgewichtsproblemen und oft Kreislaufschwankungen zu kämpfen haben.

Unser Gangbild verändert sich, ist nicht mehr so sicher wie früher. Dies kann durch voran gegangene Operationen, Schmerzen oder Veränderungen des Bewegungsapparats und auch fehlender Kraft der Fall sein.

Wir laufen zur Seite geneigt, nach vorne gebeugt, kleinschrittig oder benutzen bereits ein Hilfsmittel wie einen Gehstock oder einen Rollator zur Sicherheit.

Zusätzlich nehmen Krankheiten, den Herz-Kreislauf betreffend zu, wir leiden unter Schwindel, haben Diabetes und damit verbunden ein Risiko unterzuckert zu sein, das Augenlicht und die Reflexe lassen nach, es kommt zu Stürzen.

Wohnumfeld anpassen:

Was können wir unternehmen, um in unserem Wohnumfeld Stürze zu reduzieren?

  • Beleuchtungsquellen anpassen, stärkere Wattzahl der Leuchtmittel.
  • Tragen von festem, geschlossenen Schuhwerk.
  • Hilfsmittelberatung nutzen (Treppenlift, Rollator, Haltegriffe, Gehstock etc.).
  • Teppichkanten festkleben oder Teppiche entfernen.
  • Störende Möbel & Gegenstände beseitigen.
  • Vorhandene Hilfsmittel nutzen und nicht ignorieren.
  • Schwellen begradigen.

Oft sind Stürze bedingt durch Hektik & Eile. Das Telefon läutete oder es klingelt an der Türe, man versucht sich zu beeilen und schon ist ein Sturz geschehen.

Bei älteren Menschen ist es notwendig, langsam aufzustehen, damit der Kreislauf in Schwung kommt, man keinen Schwindel verspürt und ins Straucheln gerät.

Achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten als Diabetiker um nicht in den Unterzuckerbereich zu fallen, auch hierbei sind die Symptome schwindel- und kreislaufbedingt. Trinken Sie ausreichend, bevorzugt Wasser.

Bei vielen älteren Menschen lässt die Blasenmuskulatur nach und sie müssen sich beeilen die Toilette zu erreichen, was Stress verursacht. Wieder wird sich beeilt und es kann in der Eile zu Stürzen kommen.

 

Hausnotrufanlagen:

Zur Sicherheit, gerade wenn eine Person alleine lebt, gibt es die sinnvolle Möglichkeit eines Hausnotrufgeräts diverser Anbieter. Dieses kann bei vorliegendem Pflegegrad auch über die Krankenkasse teilfinanziert werden.

Liegt kein Pflegegrad vor, gibt es natürlich die Möglichkeit, sich gegen einen Monatsbetrag, differierend nach Anbieter, selbst zu schützen und sich dieses zu bestellen. So kann im Notfall sofort Hilfe herbei gerufen & geleistet werden.

Eigeninitiative:

Versuchen Sie auch im Alter so lange wie möglich Ihre Kraft zu behalten. Machen Sie Gymnastik, Senioren-Yoga oderleichtes Krafttraining, was schon mit Wasser gefüllten Plastikflaschen möglich ist, bleiben Sie beweglich.

Gehen Sie bewusst, korrigieren Sie, wenn möglich Ihr Gangbild und lassen Sie sich vor allem Zeit!

 

Natürlich sind wir auch für dieses Themenfeld gerne beratend für Sie da. Wir unterstützen Sie bei der notwendigen Anschaffung geeigneter Hilfsmittel und zeigen Ihnen Finanzierungsmöglichkeiten auf. Wir helfen ihnen bei der Anpassung Ihres Wohnumfeldes und geben Ihnen weitere nützliche Tipps.

 

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

Pflegeberatung in München | Ein Fallbeispiel | Vorgehensweise eines Pflegeberaters

Die Herausforderung | der Auftrag:

Ein Anruf einer 93-jährigen Dame aus München, kraftbedingt überfordert mit der Versorgung ihres Ehemanns und der Bürokratie von Seiten der Krankenkasse, erreicht uns.

Wir vereinbaren einen Termin bei ihr in der häuslichen Umgebung zur Einschätzung der Situation.

 

Die Umsetzung | die Vorgehensweise:

  • Im Erstgespräch werden, die dem Patienten / Angehörigen bekannten Daten, bisherige Anträge, Ablehnungen, der aktuelle Pflegegrad und vorhandene Pflegehilfsmittel, die Erstanamnese erfasst.
  • Der Pflegeberater macht sich ein Bild der Ist-Situation des Ehepaars vor Ort.
  • Hierbei wird, basierend auf unserem Fachwissen, abgewogen, wo Möglichkeiten der weiteren Finanzierungshilfe für diesen Fall in Anspruch genommen werden können.
  • Die Ehefrau erklärt, in welchen Punkten eine Entlastung für sie geschaffen werden muss und womit sie überfordert ist.
  • Der Patient wird begutachtet und wenn möglich mit in das Gespräch einbezogen, um seine Vorstellungen und Wünsche, auf die pflegerische Versorgung zu äußern.
  • Es muss eruiert werden, ob der aktuelle Pflegegrad ausreichend ist oder angepasst werden kann.
  • Gibt es bereits einen unterstützend tätigen ambulanten Pflegedienst?
  • Gibt es eine zusätzliche Haushaltshilfe oder kann diese empfohlen & organisiert werden.
  • Welche Pflegehilfsmittel sind zur Entlastung vor Ort und welche können zusätzlich empfohlen werden.
  • Was übernehmen eventuelle Angehörige, Freunde oder Bekannte.
  • Welche Anträge wurden bisher gestellt und wie sieht das Ergebnis aus, Akten werden eingesehen.
  • Welche Gefahren können im Haushalt beseitigt werden und wo besteht individueller Beratungsbedarf.
  • Entsprechend der pflegerischen Expertenstandards werden Empfehlungen bzgl. bestehender Risiken gegeben.

Das Ergebnis:

  • Es besteht seit seit 17 Monaten ein zugestandener Pflegerad 2.
  • Dem Versicherten (Ehemann) steht ein monatlicher Pflegegeldbetrag sowie ein Entlastungsbeitrag zu.
  • Es wurde bisher kein ambulanter Pflegedienst unterstützend in Anspruch genommen..
  • Ich erkläre das jedem Pflegegrad ein Geldbetrag zugrunde liegt, der für die pflegerische Versorgung des Betroffenen gedacht ist.
  • Die Höhe des Betrages differiert, je nachdem ob ein ambulanter Pflegedienst beauftragt wurde oder ein Angehöriger, als Laie, die Pflege selbst übernimmt.
  • Im Falle der Angehörigenpflege ist die reduzierte, sogenannte Geldleistung greifend. Der Pflegedienst bekommt einen höheren Betrag aufgrund der professionellen Pflege und den damit verbundenen Personal- & Betriebskosten, sogenannte Sachleistungen.
  • Die Ehefrau äußert, sie hätten bisher kein Pflegegeld von Seiten der Krankenkasse überwiesen bekommen.
  • Aufgrund der Tatsache, dass seit 17 Monaten ein bewilligter Pflegegrad vorliegt, sprechen wir in diesem Fall von einer sehr hohen Summe.
  • Dieser Anspruch kann für das Jahr 2019 noch bis 30.06.2020 genutzt werden.
  • Alle Ansprüche davor sind leider bereits verfallen.
  • Wir beschliessen, die Kasse telefonisch mit diesem Problem zu konfrontieren.
  • Die Sachbearbeiterin gleicht mit uns die Bankverbindung ab und stellt eine Fehler im System fest.
  • Der Betrag wurde auf ein fremdes Konto transferiert, nicht jedoch an den eigentlich Bezugsberechtigten.
  • Die Sachbearbeiterin entschuldigt sich, sichert umgehend eine Nachzahlung zu.
  • Wir stellen das Pflegegeld auf Kombinationsleistung um.
  • Bei einer Kombinationsleistung ist ein Pflegedienstes tätig, ein eventueller Restbetrag des Pflegegeldes, der nicht ausgeschöpft wird, wird anteilig von der Kasse an den Versicherten überwiesen.
  • Das Ehepaar ist froh, dass ihnen diese Information gegeben wurde, dass ein Pflegegrad mit einer finanziellen Leistung zur Basissicherung der Pflege dient und ihnen seit Monaten zusteht.
  • Es gibt in Bayern die Möglichkeit, zusätzlich Landespflegegeld zu beantragen, hierfür liegen die Voraussetzungen vor.
  • Der Pflegeberater stellt den Antrag.
  • Wir gehen auf die Pflegesituation ein und ich erkläre den Unterschied zwischen Kranken- und Pflegekasse und die damit verbundenen unterschiedlichen Leistungszuständigkeiten.
  • Ich organisiere über den Hausarzt eine Verordnung für häusliche Krankenpflege.
  • Ein ambulanter Pflegedienst kann die medizinische Leistung, des An- und Ausziehens der Kompressionstrümpfe, darüber abrechnen, da die Ehefrau, kraftbedingt, überfordert ist.
  • Dieser Punkt greift das Pflegegeld nicht an, sondern wird separat über die Krankenkasse als medizinische Leistung verrechnet.
  • Ich mache mich online auf die Suche nach einem guten, vertrauenswürdigen ambulanten Pflegedienst, welcher Kapazitäten für die pflegerische und medizinische Versorgung des Ehemanns hat.
  • Fündig geworden, bespreche ich mit der Leitung des ambulanten Pflegedienstes, welche Leistungen in diesem Fall erbracht werden sollen.
  • Die bestimmten Tage, die Uhrzeit, ob eine männliche oder weibliche Pflegeperson gewünscht ist.
  • Die Pflegedienstleitung macht mit dem Ehepaar einen Termin für die Erstaufnahme aus und beginnt noch am selben Tag mit der Unterstützung.

Fazit:

Abschliessend konnte dem Ehepaar durch eine angemessene Antragsstellung & das Aufdecken des Fehlers der Kasse ein einmaliger Betrag zur Finanzierung der Pflegesituation von ca. 8000,- Euro rückwirkend zugesichert werden.

Weiterhin profitieren sie von fortlaufenden monatlichen Pflegegeldzahlungen durch die Kasse.

Mit den Leistungen des organisierten Pflegedienstes ist das Ehepaar, auf meine spätere Nachfrage, sehr zufrieden und die Ehefrau ist dankbar über die entstandene Entlastung.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipps zur Vorbereitung auf das MDK oder Medicproof Gutachten

Welche Unterlagen benötige ich für den Eingradierungstermin?

Wer sollte mit anwesend sein?

Wie lange dauert der Termin?

Darf ich mich mit Fragen einbringen?

Wie ist die Gewichtung der Fragen zu sehen?

Was interessiert beim Gutachten nicht?

Wann bekomme ich das Ergebnis des Gutachtens?

Kann ich Widerspruch einlegen?

Aktenordner

Bisher erfolgt:

Sie haben bisher schon den formlosen Antrag auf Nutzung von Leistungen aus der Pflegeversicherung bei Ihrer Krankenkasse gereicht. Die Krankenkasse hat sich anschliessend innerhalb von 3 – 4 Wochen schriftlich bei Ihnen mit einer Terminankündigung für das Gutachten in Ihrer häuslichen Umgebung gemeldet. In der Regel haben Sie einen Zeitrahmen von etwa 3 Stunden für die Begutachtung mitgeteilt bekommen. Dieser lässt sich zeitlich eingrenzen, wenn Sie sich telefonisch an den Medizinischen Dienst der Krankenkasse oder alternativ an Medicproof wenden, können Sie den Wunsch äußern 1 Stunde vor dem Termin vom Gutachter angerufen zu werden.

Es ist sinnvoll vor dem Termin mit einem Pflegeberater zu sprechen und sich erklären zu lassen, wie der genaue Ablauf & die Vorbereitung für den Termin ist!

 

Vorbereitung:

  • Besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt / Facharzt, dass alle nötigen Diagnosen erfasst und zum Termin schriftlich vorgelegt werden können.
  • Halten Sie einen aktuellen Medikamentenplan / Medikamentenübersicht bereit.
  • Organisieren Sie eine zusätzliche Person Ihres Vertrauens, als Zeugen, für den Termin.
  • Halten Sie bisherige Krankenhausberichte parat.
  • Sorgen Sie für einen störungsfreien Ablauf, keine Telefonate bzw. Telefon kurz ausschalten.

 

Ablauf:

Ist der Gutachter bei Ihnen und möchte beginnen, Ihre Vertrauensperson die Sie organisiert haben noch nicht vor Ort, wird gewartet bis alle Beteiligten anwesend sind. die Gutachter möchten natürlich zeitnah beginnen, Sie haben jedoch das Recht darauf zu bestehen, dass begonnen wird wenn wirklich alle Personen anwesend sind. Dies ist auch der Fall wenn jemand vom Pflegedienst, der Hausarzt oder ein Pflegeberater zum Termin hinzugezogen wurden!

Der Zeitrahmen für das Gutachten beträgt ca. 60 – 70 Minuten.

Der Gutachter arbeitet über sein Notebook / Laptop den von der Kasse vorgegebenen Fragenkatalog mit Ihnen ab. er erfragt dabei den aktuellen Gesundheitszustand, eventuelle Verschlechterungen, Ihre vorhandenen Einschränkungen die nicht akut sondern chronisch problematisch für Sie sein müssen.

Sie haben bei allen Fragen die Möglichkeit, auch Ihre Fragen zu stellen oder sich eine Rückversicherung auf die zu gebende Antwort geben zu lassen.

Fragen Sie, wenn Sie etwas nicht verstehen!

Es ist wichtig zu verstehen, dass sich Ihr gesundheitlicher Zustand auf die Einschränkungen in der Selbstversorgung, Einschränkungen die Psyche betreffend, Einschränkungen in Ihrer Mobilität sowie Einschränkungen in der Pflege sozialer Kontakte bezieht.

Ihre Einschränkungen bei der Haushaltsführung, Wäschepflege, Einkauf, Wohnungsreinigung etc. zählen für die Bepunktung nicht, sondern werden nur erfasst!

Wir sprechen von zu bezahlendem Pflegegeld, keinem Haushaltsgeld, dies sieht die Kasse so. Deswegen wird jedem Patienten, dem ein Pflegegrad zugestanden wird ein zusätzlicher, monatlich ausbezahlter, sogenannter Entlastungsbeitrag von 125,- Euro zugestanden. Dieser kann nur über einen Pflegedienst zur Nutzung einer über diesen abgerechneten Haushaltshilfe oder Betreuungskraft genutzt werden. Ihnen steht somit ca. 4 – 5 Stunden monatlich eine Haushaltshilfe zu, der genaue Stundensatz richtet sich nach der anbietenden Pflegeeinrichtung.

Antragsformular

Die Punktevergabe:

 

Insgesamt gibt es 8 Module die für das Gutachten von Bedeutung sind:

 

Modul 1: Mobilität

Modul 2: Kognitive & kommunikative Fähigkeiten

Modul 3: Verhaltensweisen & psychische Problemlagen

Modul 4: Selbstversorgung

Modul 5: Bewältigung & Umgang mit therapie- & krankheitsbedingten Anforderungen / Ängsten

Modul 6: Gestaltung von Alltagsleben und sozialer Kontakte

Modul 7: Außerhäusliche Aktivitäten (wird nicht mit Punkten gewertet)

Modul 8: Haushaltsführung (wird nicht mit Punkten gewertet)

 

Abschluss:

Abschliessend werden vom Gutachter die Punkte anhand einer Tabelle zusammen gerechnet und es ergibt sich ein Wert in dessen Spanne ersichtlich ist, wie Ihr aktueller Pflegegrad zu werten ist.

Das Ergebnis wird Ihnen schriftlich, in der Regel innerhalb von 3 Wochen per Post mitgeteilt.

Der Gutachter wird Ihnen vor Ort keine Auskunft geben, dieses darf er nicht, zu welchem Ergebnis er gekommen ist!

Er wertet, das Gutachten erst im Büro aus, die Erfassung der Informationen ist nur der Teil des Gutachtens an dem Sie beteiligt sind.

Widerspruch:

Innerhalb von 4 Wochen nach Zustellung des Gutachtens, haben Sie die Möglichkeit, wenn Sie sich unfair bewertet sehen, einen formlosen Widerspruch bei der Krankenkasse einzureichen. Dieser muss nun anhand der Einzelmodule begründet werden. Da Sie bereits formlos widersprochen haben, setzen Sie sich nun am besten mit einem Pflegeberater in Verbindung, der die Kenntnisse hat sich mit dem Erstgutachten auseinander zu setzen, Angriffspunkte heraus zuarbeiten und Ihnen zu helfen einen angemessenen Pflegegrad zu bekommen.

Interessant zu wissen ist, dass 35% der Gutachten unzureichend sind und man sich gewinnversprechend in das Widerspruchsverfahren begeben kann!

 

Nehmen Sie in einem solchen Fall unbedingt Kontakt zu uns auf, wir arbeiten mit einer Agentur für juristische Widerspruchsverfahren zusammen, die sich ausschliesslich auf abgelehnte Pflegegrade spezialisiert hat und seit 2016 bereits 30.000 Verfahren, mit einer Erfolgsquote von 95% für den Versicherten durchsetzen konnte.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis in München informiert: Ketogene Ernährung

 

  • Was bedeutet ketogen?
  • Worauf basiert ketogene Ernährung
  • Wie funktioniert dieser Stoffwechselprozeß?
  • Was kann ich damit beeinflussen?
  • Was erreiche ich mit dieser Ernährung?
  • Welche Lebensmittel sind relevant?

Die ketogene Ernährung basiert auf kohlenhydratlimitierter, proteinreicher und deshalb fettreicher Ernährung. Die notwendige Energie für den Körper wird nicht mehr aus Glucose & Fett, sondern nur noch aus Fetten aus der Nahrung und den dadurch in Gang gesetzten Ketonkörpern geliefert.

Es handelt sich um einen Stoffwechselprozeß, welcher durch den Verzicht auf Kohlenhydrate & Zucker in Gang gesetzt wird.

Für wen?

  • Patienten mit Übergewicht
  • Patienten mit Epilepsie
  • Patienten mit Alzheimer Demenz
  • Sportler
  • Patienten mit Glucosetransportstörung
  • Gesundheitsbewußte Menschen

Stoffwechselprozeß:

Der Körper wandelt ca. 50% der aufgenommenen Proteine & nur ca. 10% der Fette aufgrund des geringen Glycerinanteils in Glucose (Energie/Zucker) um.

Wenn wir Hunger verspüren greift unser Körper zuerst auf gespeicherte Kohlenhyrdat Vorräte in unserer Leber zurück. 

Wir setzen hiermit einen Stoffwechselprozeß in Gang den der Körper als Hungestoffwechsel interpretiert. Hierbei werden Fettsäuren aus der Leber zu Ketokörpern umgestaltet, welche anschliessend als Energiequelle für unser Gehirn dienen. Dieser Stoffwechsel-Prozeß wird Ketose genannt.

Umsetzung:

Bei der Errechnung unseres Bedarfs sind diese zwei Faktoren ausschlaggebend. Einmal die Höhe des Energiebedarfs und die des Proteinbedarfs.

Man geht davon aus, dass der Fettanteil mit ca. 80% berechnet wird und der Anteil der zuzuführenden Proteine mit ca. 20% aus unserer Nahrung.

Um die Wirksamkeit der Ketose aufzubauen, sollten Kohlenhydrate nur in sehr geringem Maß zugeführt werden.

Eine korrekte Durchführung wird zu Beginn von einem Ernährungsberater oder einem Facharzt begleitet und durch Urin sowie Blutproben kontrolliert. Hierbei lassen sich Rückschlüsse auf den Bedarf und eine eventuelle Anpassung von Fetten und Proteinen ziehen!

Lebensmittel:

  • Fleisch, Geflügel sowie Fisch
  • Avocados
  • Nüsse & Samen
  • Eier
  • Käse
  • Low-Carb-Gemüse und Früchte
  • dunkle, zartbitter Schokolade und Kakao

Eventuelle Nebenwirkungen zu Beginn:

  • vorübergehnde Verdauungs- und Stuhlprobleme durch die Umstellung
  • gelegentliche Müdigkeit

Ergebnis:

Innerhalb kurzer Zeit werden Sie feststellen, dass Sie sich deutlich fitter, wacher und leistungsstärker fühlen. 

Sie verlieren an überflüssigem Gewicht und fühlen sich wohler. 

Eine Gelenkbelastung wird reduziert durch die Gewichtsabnahme. 

Sie senken Ihren Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise.

Weniger Triglyceride und HDL-Cholesterin – dadurch Verringerung der Arteriosklerosegefahr

Melden sie sich gerne telefonisch oder über unser Kontaktformular auf unserer Homepage für weitere Information zum Thema ketogene Ernährung

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis in München erklärt: Palliativpflege

 

Palliativpflege…

  • Was versteht man darunter?
  • Zu Hause oder stationär möglich?
  • Ab wann ist ein Patient palliativ zu pflegen?
  • Gibt es ein Therapieziel?
  • Kann dieses Ziel geändert werden?
  • Bei welcher Indikation?

Man spricht in der Pflege von Palliativpflege, wenn keine Aussicht mehr auf Heilung besteht und der Patient sich am Lebensende einer Krankheitsphase befindet.

Der Fokus der Pflege richtet sich in diesem Stadium auf Selbstbestimmung, Linderung, Schmerzreduktion und Lebensqualität.

Der Patient wird im Sterbeprozeß begleitet, nach dem Prinzip:

Alles kann – nichts muss!

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  • Wann hört man auf zu heilen?
  • Wer entscheidet über diesen Prozeß?
  • Habe ich als Angehöriger ein Mitspracherecht?
  • Können Pflegekonzepte auch kombiniert werden?
  • Klare Grenze oder fliessender Übergang?

Definition:

Die herkömmliche Pflege des Patienten hat einen kurativen Fokus, welcher im Palliativbereich nicht mehr verfolgt wird. 

Der Patient wird in seinen letzten Stunden, Tagen oder Wochen behutsam begleitet.

Es wird, wenn verbal noch möglich, auf seine Vorstellungen und Wünsche eingegangen. Er bestimmt was noch stattfindet und was nicht. 

Eine zwingende Ernährung oder Getränkezufuhr bleibt dem Wollen des Patienten überlassen. Der begleitende Arzt setzt meistens die bisherige Medikation ab und es wird mit palliativ üblichen, lindernden, angst- und unruhelösenden Medikamenten gearbeitet. 

Die eventuelle Schmerzproblematik steht im Vordergrund und wird mit starken schmerzstillenden Medkamenten, wie Morphium, behandelt um dem Patienten keinen unnötigen Qualen auszusetzen.

Die Körperpflege wird auf ein Minimum reduziert, um den Patienten nicht unnötig zu fordern, ihn zu belasten oder anderweitig zu beeinträchtigen.

Es wird darauf geachtet, dass bei reduzierter Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, die Mundschleimhaut feucht gehalten wird und die Lippen nicht austrocknen. Dies dient alleinig dem Wohlbefinden.

Wo wird palliativ gepflegt:

Eine palliative Versorgung kann nicht nur auf speziellen Palliativ-Stationen in der Klinik erbracht werden, diese arbeiten mit erweiterten Personalschlüsseln, um Zeit für die Sterbenden zu haben. 

Unter Einbezug eines speziellen ambulanten Palliativ-Teams (SAPV-Team) zusätzlich zum ambulanten Pflegedienst kann dies auch zu Hause stattfinden.

Therapieziele:

Ist dieses palliative Ziel von Seiten des behandelnden Arztes besprochen, leitet dieser notwenige Schritte und Änderungen an alle an der Pflege beteiligten weiter.

Dieses Ziel kann revidiert werden, wenn es der Patientenwille ergibt oder die Indikation sich verändert bzw. verbessert.

Das Ziel ist auf die Linderung, Begleitung und Selbstbestimmung des Patienten gerichtet.

Therapiemaßnahmen:

Man unterscheidet unter den vier folgenden Therapiemaßnahmen.

  • indiziert
  • zweifelhaft
  • nicht indiziert
  • kontraindiziert

Nur wenn diese Maßnahmen angemessen sind, werden sie dem Betroffenen angeboten. Sind diese zweifelhaft, sollte man offen und konkret, unter Einbezug aller, an der Pflege beteiligten, darüber sprechen.

So lange es möglich ist, wird auf den Willen des Patienten eingegangen. Dies ist auch der Fall, wenn eine Chance auf Besserung bestehen würde, der Patient, krankheitsbedingt, jedoch keine Kraft und keinen Lebenswillen meht aufbringt und dies klar äußert.

Ist der Patient im Vorfeld adäquat über Risken, Problematiken und entstehende Komplikationen aufgeklärt worden, wird seine Entscheidungsfreiheit nicht weiter beeinflusst.

Dies ist nur dann möglich, wenn der Patient ansprechbar, orientiert und geistig nicht eingeschränkt ist, sonst muss ein eventueller vorhandener gesetzlicher Betreuer oder eine von Patient vorab ernannte Person (Patientenverfügung oder Patientenvollmacht) über das weitere Vorgehen entscheiden.

Gibt es im Vorfeld keine vorliegenden Vorsorgeunterlagen, gilt es den Pateintenwillen zu deuten, wenn dieser ihn nicht mehr klar oder gar nicht äußern kann.

Therapieumsetzung:

Der ambulante Pflegedienst, die Pflegekräfte der Palliativstation arbeiten Hand in Hand mit Ärzten und SAPV-Team zusammen. es gibt regelmäßige Übergaben den Patientenzustand betreffend, wobei aktuelle Therapien abgewogen, geändert oder auch belassen werden.

Das Personal des SAPV-Teams oder speziell ausgebildete Pflegekräfte im Palliativbereich geben den zusätzlich Pflegenden wertvolle Tips und Tricks zur Versorgung des Betroffenen, man arbeitet zusammen in einem interdisziplinären Team.

Sollten Sie mit dieser Problmatik konfrontiert und überfordert sein, Beratung & Unterstützung benöigen, zögern Sie nicht uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage zu kontaktieren.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis