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Wenn ich dement werde – der berührendste Text über Demenz im Netz!

Wenn ich dement werde…

Wenn ich dement werde, soll mein Leben einfach, übersichtlich und voraussehbar sein.

Es soll so sein, dass ich das Gleiche mache jeden Tag zur gleichen Zeit, auch wenn es dauert, bis ich es begreife.

Wenn ich dement werde, musst Du ruhig mit mir sprechen, damit ich keine Angst bekomme und nicht das Gefühl kriege, dass Du böse mit mir bist. 

Du sollst mir immer erzählen, was Du tust.

Du sollst mich wählen lassen und respektieren, was ich wähle.

Wenn ich dement werde, denke daran es wäre gut für mich, auch schöne Erlebnisse zu haben und wenn Du sie mir erklärst, bevor ich sie erlebe.

Wenn ich dement werde, brauche und bekomme ich viel mehr Schlaf als ich eigentlich will.

Wenn ich schlafe, habe ich immer Angst, dass ich nicht mehr wach werde.

Wenn ich dement werde, kann ich vielleicht nicht mehr mit Messer & Gabel essen, aber bestimmt sehr gut mit den Fingern. Lass mich das tun und gib mir Mut zu schlafen.

Wenn ich dement werde, kann ich mich nicht mehr erinnern, was ich gerne möchte, dann musst Du lernen, mir das zu zeigen.

Wenn ich dement werde, bin ich eigensinnig und boshaft und habe schlechte Laune, dann bin ich das nur, weil ich mich so machtlos und hilflos fühle, das hasse ich.

Wenn ich dement werde und schimpfe, dann gehe einen Schritt zurück von mir, dass ich spüre, das ich immer noch Eindruck machen kann.

Wenn ich dement werde und Panik bekomme, dann nur, weil ich an zwei Dinge gleichzeitig denken soll. Halt meine Hand fest und hilf mir, mich auf eine Sache zu konzentrieren.

Wenn ich dement werde, bin ich leicht zu beruhigen, nicht mit Worten, sondern indem Du ganz ruhig neben mir sitzt und meine Hand fest hältst.

Wenn ich dement werde, verstehe ich nicht das Abstrakte, schwach formulierte, ich will sehen, spüren und begreifen, wovon Du sprichst.

Wenn ich dement werde, habe ich das Gefühl, dass andere mich schwer verstehen und genauso ist es schwer für mich, andere zu verstehen. Mach Deine Stimme ganz leise und sieh mich an, dann versteh ich Dich am besten. Benutze nur wenige Worte und einfache Sätze und versuche herauszufinden, ob ich alles verstanden habe. Sieh mich an, berühre mich und lächle, bevor Du mit mir sprichst. Vergesse nicht, dass ich oft vergesse.

Wenn ich dement werde, habe ich oft keine Lust, spazieren zu gehen, aber ich weiß hinterher, dass es mir besser geht.

Wenn ich dement werde, möchte ich gute Musik hören von damals, aber ich habe vergessen, welche. Lass sie uns gemeinsam hören, ich vermisse das. Ich mag auch gerne singen, aber nicht alleine.

Wenn ich dement werde, dann ist da manchmal gar nichts, wenn ich begreifen soll, aber vielleicht begreife ich besser, als Du denkst.

Wenn ich dement werde und sage ich will nach Hause, dann antworte mir ernsthaft, damit ich merke, dass Du weißt, dass ich mich im Moment sehr unsicher fühle.

Ihre Demenz-Profis für Beratung & Schulung von Angehörigen zu diesem Thema!

Deutsche Pflegeberatung Matheis

Pflegekurse für pflegende Angehörige über die Pflegekasse beantragen

Sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern, fordert nicht nur Zeit und gute Nerven, sondern auch fachliche Grundkenntnisse.

Die Pflegekasse bietet pflegenden Angehörigen die Möglichkeit sich in diesem Themenfeld Sicherheit vermitteln zu lassen. Sie können bei Ihrer Pflegekasse einen Antrag nach §45 SGB XI auf Pflegeschulungen stellen. 

Inhaltlich geht es in diesen kostenlosen Schulungen um diese Themen:

  • Grundlagen der Körperpflege 
  • Transferunterstützungskniffe die das Bewegen des Patienten mit Unterstützung erleichtern
  • Basiswissen über krankheitsbedingte Problematiken 
  • Hygiene
  • Recht & Soziales

Diese Kurse sind auch für ehrenamtlich tätige, interessierte Personen frei zugänglich.

Es gibt die Möglichkeit öffentliche Kurse zu besuchen oder individuelle Unterstützung im eigenen privaten häuslichen Umfeld zu bekommen.

Öffentliche Kurse werden meistens von Alten- & Servicezentren, Volkshochschulen oder Sozialstationen angeboten.

Pflegeschulungen in der eigenen Häuslichkeit sind oft praxisnäher, da auf individuelle Probleme, beispielsweise den Gebrauch von Pflegehilfsmitteln direkt eingegangen werden kann.

FAZIT:

  • Grundlage: §45 Sozialgesetzbuch 11 (SGB XI)
  • Zielgruppe: pflegende Angehörige & ehrenamtliche Personen
  • Kosten: kostenfrei
  • Freiwillig oder verpflichtend: Freiwillige Teilnahme
  • Termine: Bitte erfragen Sie diese für Ihre Region bei Ihrer Pflegekasse

Sollten Sie aufgrund Ihrer Situation bereits mit den pflegerischen Grundlagen vertraut sein, jedoch in einem Krankheitsfeld wie einem Schlaganfall, Multipler Sklerose, Demenz oder Parkinson Unterstützung und Schulung benötigen, gibt es die Möglichkeit sich bei Ihrer Kasse nach speziellen Pflegeschulungen zu erkundigen, die die einzelenen Krankheitsbilder behandeln und Ihnen wertvolles Wissen vermitteln.

In diesen Spezialschulungen haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, Kontakt zu Menschen aufzunehmen, die in einer ähnlichen Situation stecken und können Probleme, Fragen oder Tipps austauschen.

Sollten Sie Fragen zur Beantragung Ihrer kostenfreien Schulungen nach §45 Sozialgesetzbuch 11 (SGB XI) haben, kontaktieren Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Tipp Ihrer Deutschen Pflegeberatung Matheis in München: – Wohnen für Hilfe –

Ich bin letzte Woche auf ein interessantes Projekt gestossen, welches ich Ihnen vorstellen möchte.

Eine neue interessante und kostensparende alternative Wohnform für jung & alt!

Gerade wenn man älter wird, stellt man oft fest, dass einem Dinge im Haushalt und Alltag nicht mehr so leicht von der Hand gehen wie früher.

Man traut sich oft nicht, die Nachbarn um Hilfe bei Alltäglichem zu Fragen und weiß, dass auch die eigene Familie fest in ihre Strukturen eingebunden ist und kaum Zeit hat. Man möchte anderen, mit seiner Problemen nicht zur Last fallen. Im Gegenzug ist man vielleicht im Besitz davon, was andere dringend brauchen und realisiert es nur noch nicht. Wohnraum, ist in Ballungszentren, wie München, ein grosses Problem für jung & alt. Viele Menschen leben nach dem Tod ihres Partners in einer zu grossen Wohnung oder einem zu grossen Haus. Man fühlt sich mit handwerklichen Tätigkeiten überfordert, abends allein im Haus auch zusätzlich unsicher.

Viele haben die Möglichkeit, ihren vorhandenen Wohnraum zu separieren oder mit einer weiteren Person, die auf Wohnungssuche ist, zu teilen, kommen aber gar nicht auf diese, eigentlich naheliegende Idee.

Weswegen, vermieten wir nicht, gegen Hilfe im Haushalt oder kleine anfallende Reparaturen ein Zimmer an einen wohnungssuchenden Studenten?

Daraus kann sich nicht nur eine Zweckgemeinschaft die für beide Parteien eine Win-Win-Situation darstellt ergeben sondern auch eine Bereicherung der sozialen Kontakte. Es kommt durch die unterschiedlichen Generationen zu frischem Wind im Leben, Einsamkeit wird vorgebeugt, Hilfe ist notfalls vor Ort, Ängsten durch Einbruch wird vorgebeugt.

Eine grossartige Idee!

Dieser gemeinnützige Verein hat genau diesen Gedanken aufgegriffen und vermittelt, seit 1996, beispielsweise Studenten an Senioren, welche auf zusätzliche Miete verzichten können und lieber eine Hilfe im Alltag in Anspruch nehmen möchten.

Basierend auf dem Gedanken der nachbarschaftlichen Hilfe und Solidarität.

Wenn auch Sie sich durch dieses Problem angesprochen fühlen, einen Mehrwert und eine Entlastung für sich selbst sehen, stellen wir gerne für Sie den Kontakt her.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular auf unserer Homepage!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis in München erklärt: Tipps zur Körperpflege des Patienten

Körperpflege und Hygiene spielen für den Allgemeinzustand und das Wohlbefinden des pflegebedürftigen Menschen eine große Rolle. Kann sich die Person nicht mehr selbstständig oder nur teilweise pflegen, übernehmen pflegende Angehörige oder ein ambulanter Pflegedienst diese Aufgabe.

Der Umfang der Hilfestellung ist bei jedem zu pflegenden Menschen unterschiedlich. Sehen Sie, welche Teile noch selbständig möglich sind oder nur leichte Unterstützung notwendig ist. Übernehmen Sie nicht alle Teile selbständig, wichtig ist, dass eine größtmögliche Selbständigkeit erhalten bleibt und auch leichte Bewegungen Gelenkversteifungen vorbeugen. Erziehen Sie sich keinen unnötigen Pflegefall!

Während ein Patient aufgrund einer leichten Einschränkung der Bewegungen beispielsweise nur Unterstützung beim Haarewaschen benötigt, muss ein anderer Patient im Bett liegend komplett gewaschen werden.

Sind Sie sich bewußt, dass das Pflegen eines Menschen eine sehr intime Tätigkeit darstellt!

Pflegende müssen dabei behutsam und respektvoll vorgehen,
denn der Hilfsbedürftige erlebt die Körperpflege häufig als Eindringen in seine Intimsphä
re!

Die richtige Vorbereitung für die Körperpflege:

  • Achten Sie auf eine Raumtemperatur von etwa 22° Celsius und stellen Sie alle Pflegeutensilien zuvor griffbereit. 
  • Die Wassertemperatur sollte nicht zu heiß oder zu kalt sein – 35 bis 37 Grad sind angenehm. 
  • Benutzen Sie zudem milde, pH-neutrale (Wert bei 5,5 – 7,0) Pflegeprodukte. 
  • Verwenden Sie für Gesicht und Körper sowie für den Intimbereich zwei unterschiedliche Waschhandschuhe oder Waschlappen, es gibt diese auch als Einmalprodukt in der Drogerie, sinnvoll sind auch zwei unterschiedliche Handtücher. 
  • Vermeiden Sie Hautirritationen, achten Sie besonders auf das sorgfältige Entfernen / Abwaschen von Seifenresten. 
  • Trocknen Sie die Haut des Patienten tupfend nicht stark reibend, besonders in den Hautfalten im Brust-, Bauch-, und Leistenbereich, den Zehenzwischenräumen und der Achselhöhle gründlich ab. 
  • Achten Sie auf Hautirritationen, schuppige Stellen, Ekzeme oder sonstige Veränderungen des Hautbildes. 
  • Besteht ein Pilzbefall oder eine andere ansteckende Hautkrankheit, verwenden Sie Einmalhandschuhe, um eine Ansteckung für sich selbst zu verhindern. 
  • Legen Sie zur Sicherheit eine rutschfeste Matte in die Dusche oder Badewanne, um Stürze zu vermeiden.
  • Bringen Sie zur Erleichterung beim Ein- und Aussteigen Haltegriffe an.
  • Achten Sie beim Putzen der Zahnprothese im Waschbecken darauf einen Waschlappen ins Waschbecken zu legen, damit die Prothese beim aus der Hand rutschen nicht bricht.

Achten Sie auf die Tagesform des Patienten:

Wenn es die Tagesform des Pflegebedürftigen erlaubt, kann die tägliche Körperpflege sitzend oder stehend am Waschbecken oder in der Dusche oder Badewanne erfolgen.

  • Beginnen Sie im Gesicht, anschliessend mit dem Oberkörper und Rücken. Danach Beine, Füsse und abschliessend den Intimbereich. Zum Waschen des Rückens setzen Sie den bettlägerigen Patienten auf oder drehen Sie ihn in die Seitenlage. Zum Stabilisieren eigenen sich Kissen oder eine Decke oder ein dickes Handtuch entlang des Rückens bis zum Gesäß.
  • Sobald einzelne Körperbereiche gewaschen und sorgfältig abgetrocknet sind, sollten Sie den Patienten dort direkt wieder anziehen oder die Körperteile zumindest abdecken.  Sie vermeiden hiermit unnötiges Auskühlen und gewährleisten dem Patienten während der Körperpflege so möglichst viel Privatsphäre.

Fazit:

Verhalten Sie sich rücksichts- und gefühlvoll, gehen Sie auf die Wünsche des Patienten ein. Bereiten Sie den Waschplatz sorgfälltig vor, damit Sie den Patienten wenn etwas fehlen sollte nicht unbeaufsichtigt zurück lassen müssen. 

Achten Sie auf eine gründliche Hautbeobachtung und verständigen Sie notfalls den behandelnden Arzt, wenn Ihnen Irritationen der Haut auffallen.

Bei Fragen oder Problemen kontaktieren Sie uns auf gewohntem Weg telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Tipps zur Auswahl einer seriösen Vermittlungsagentur für Pflegekräfte

Der Wunsch zu Hause alt zu werden & in den eigenen vier Wänden gepflegt zu werden ist nachvollziehbar, stösst jedoch oft auf organisatorische Probleme.

Wie kann ich mir Unterstützung nach Hause holen?

Wie finde ich eine seriöse Agentur die 24h-Kräfte vermittelt?

Worauf achte ich bei der Auswahl der Agentur?

Brauche ich zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst?

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Eine 24h-Pflegekraft über einen Pflegedienst in Deutschland zu bekommen ist für die meisten von uns kaum finanzierbar, da die Kosten bei 3000,- Euro monatlich beginnen.

Vergleichsweise günstiger sind Pflegekräfte die aus dem Ausland über Personalagenturen akquiriert und vermittelt werden.

Die Kosten liegen hier, je nach Anbieter bei bis zu 2000,- Euro monatlich.

Seriöse Agenturen kümmern sich um die Versicherung, Steuern und Sozialabgaben der Pflegekraft.

Jedoch arbeiten nicht alle Vermittlungsagenturen immer seriös. Oft liegen die bezahlten Löhne unter der Mindestlohnvorschrift oder die selbständigen Pflegekräfte verfügen über kein angemeldetes Gewerbe bzw. werden nicht versichert.

Worauf ist also zu achten, wenn ich mich für eine 24h-Pflegekraft über eine Personalvermittlngsagentur entscheide?

  • Wurde ein schriftlicher Vertrag für die Vermittlung mit Ihnen geschlossen?
  • Wurden Ihnen die Vertragsbedingungen transparent erklärt?
  • Hatten Sie die Möglichkeit alle Fragen zu stellen & beantwortet zu bekommen?
  • Welche deutsche Rechtsform hat die Agentur bzw. hat sie überhaupt eine?
  • Liegt eine A1-Bescheinigung für die Pflegekraft vor?
  • Kann ein Wechsel der Pflegekraft stattfinden, wenn man unzufrieden ist?
  • Ist das Angebot ohne Mindestlaufzeit & Einmalgebühren?
  • Wurden Ihnen die Preise & Kosten transparent aufgezeigt?
  • Welchen Gesamteindruck haben Sie selbst von der Agentur?

Abschliessend ist zu beachten, dass die Pflegekräfte meistens in Deutschland keine Anerkennung ihrer Ausbildung aus ihrem Herkunftsland haben.

Dies ist wichtig, da sie keine medizinischen Tätigkeiten, wie Medikamentengaben und Stellen der Medikation, Verbandwechsel, Infusionstherapien, Injektionen etc. ausführen dürfen.

Hierfür benötigen Sie zusätzlich einen niedergelassenen ambulanten Pflegedienst, der über eine Kassenzulassung verfügt um diese Leistungen zu erbringen!

Pflegekräfte, die aus dem Ausland vermittelt und bei Ihnen eingesetzt werden, dürfen ausschliesslich für Tätigkeiten der Körperpflege, Betreuung und der hauswirtschaftlichen Versorgung eingesetzt werden!

Online finden Sie eine Vielzahl von Anbietern für die Vermittlung von Pflegepersonal, nehmen Sie sich die Zeit und Ruhe einen für Sie passenden zu finden.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis unterstützt Sie bei Bedarf gerne.

Richtiges Gehen am Rollator und dadurch Stürze vermeiden

Aufgrund einer Bewegungsunsicherheit oder Bewegungseinschränkung läuft Ihr Angehöriger jetzt an einem Gehwagen oder Rollator?

Damit ist jedoch noch nicht sichergestellt, dass wirklich eine Sturzreduktion gegeben ist, dies ist abhängig von der Nutzung durch den Patienten!

Im Idealfall wurde das Gerät auf den Patienten vom Sanitätshaus eingestellt und der Patient wurde geschult, korrekt an diesem neuen Pflegehilfsmittel zu gehen.

Muss ich meinen pflegebedürftigen Angehörigen regelmässig kontrollieren, ob er das Hilfsmittel angemessen verwendet?

Ja, dies sollten Sie unbedingt machen!

Folgende Punkte können Ihnen helfen, einzuschätzen ob das Hilfsmittel sachgerecht angewendet wird:

  • Das richtige Einstellen der Höhe ist das A und O, ist dieser zu hoch eingestellt, neigen die Patienten dazu, weit hinter dem Rollator zu laufen und können sich im Bedarfsfall nicht rechtzeitig abstützen und es kommt zum Sturz da er ihnen wegrollt.
  • Die Handgriffe sollten idealerweise auf der Höhe des Beckens arretiert sein. Die Arme zeigen nach unten nicht nach vorne. Geht der Patient gebückt oder nach vorne gebeugt, ist er in sich nicht mehr stabil und der Körperschwerpunkt verlagert sich nach vorne, weg von der Körpermitte und es kann zu einem Sturz kommen.
  • Der Stand mit den Füssen am Rollator ist zwischen den beiden Rädern und nicht dahinter, was bei vielen Patienten zu beobachten ist.
  • Den Oberkörper beim Gehen aufrecht halten und nicht in sich zusammengesackt gehen, dies kann langfristig zu Verspannungen und chronischen Schmerzen führen, das Gerät wird jetzt täglich mehrmals genutzt und nicht nur gelegentlich, beugen sie Haltungsschäden vor!
  • Beachten Sie auch ob beide Bremsen zum Abstellen des Hilfsmittels gedrückt und eingerastet sind und der Patient sich so beim Umsetzen oder Aufstehen abstützen kann, rollt dieser ungebremst davon, kann dies eine weitere Sturzgefahr darstellen.
  • Wenn die Sitzfläche des Rollators zum Pausieren genutzt wird, bietet es sich an, wenn nicht bereits bei Ihrem Modell vorhanden, einen Rückengurt zu ergänzen, dieser gibt beim Sitzen auf der Sitzfläche des Rollators zusätzlichen Halt um nicht nach hinten abzurutschen.
  • Nutzen Sie auch das mitgelieferte Tablett für die Sitzfläche und den einhängbaren Korb, um Dinge zu transportieren und nicht einhändig am Rollator zu balancieren.

Sehen Sie sich unterschiedliche Modelle im Sanitätshaus an und lassen Sie sich beraten. Es gibt verschiedene, auch überbreite Modelle aus leichteren und schwereren Metallen.

Achten Sie auch auf die Bereifung, hierbei gibt es Vollgummiräder, Hartplastikräder und auch auch mit Luft gefüllte Schlauchreifen. Der Unterschied, gerade wenn Sie mit dem Gerät ausserhalb des Hauses unterwegs sein sollten, ist vom Gehkomfort erheblich!

Üben Sie, wenn dies nicht bereits bei der Einführung des neuen Hilfsmittels erfolgt ist, das Überwinden von Schwellen oder Hindernissen. Bedenken Sie, dass mit sicherem Halt, der Rollator auch rückwärts laufend eingesetzt werden kann, beispielsweise um ein Hindernis besser bewältigen zu können.

Vermeiden Sie beim Gehen am Rollator unbedingt lose Hausschlappen oder offene Sandalen oder Schuhe. Trittsicherheit ist notwendig um sich auf das richtige Gehen konzentrieren zu können und nicht durch loses Schuhwerk Probleme zusätzlicher Art zu haben, zu kippen oder herauszurutschen!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis berät Sie gerne auch zu weiteren Hilfsmitteln und deren sachgerechter Nutzung!

Rufen Sie uns an oder nutzen Sie unser Kontaktformular auf unserer Homepage.

 

 

 

 

 

 

Neues Angehörigen Entlastungsgesetz zum 01.01.2020

Neue Regelung des Angehörigen Entlastungsgesetzes der Bundesregierung zum 01.01.2020

Einkommensgrenze unterhaltspflichtiger Kinder erst ab 100.000 Euro Jahresgehalt.

Im neuen Gesetz heisst es, dass die Sozialämter grundsätzlich von einem Jahreseinkommen unterhaltspflichtiger Kinder von unter 100.000 Euro ausgehen müssen, wenn keine Hinweise vorliegen, dass das Einkommen doch höher ist.

Hiermit enfällt die standardisierte Überprüfung der Unterhaltsverpflichtung der Kinder, wenn ein pflegebdürftiger Mensch oder sein gestzlicher Vertreter über das Sozialamt Hilfe zur Pflege beantragen muss, da die Pflegekosten für ihn, trotz Renteneinahmen, nicht finanzierbar sind.

Ein Großteil der älteren, pflegebedürftigen Patienten lehnte deswegen bisher die Unterstützung des Sozialamts ab, da sie ihren Kindern nicht finanziell zur Last fallen wollten, auch nicht durch das Offenlegen der finanziellen Verhältnisse.

Dieses Verhalten führte bisher immer wieder zu einer pflegerischen Unterversorgung des Betroffenen.

Hiermit wurde, auch für den ambulanten Pflegebereich die Möglichkeit geschaffen, bedürfnisorientierte Pflegeleistungen in Anspruch nehmen zu können und einer Unterversorgung mangels finanzieller Möglichkeiten vorzubeugen!

Der Link zum kompletten Gestzesentwurf:

https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7391369&url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk=&mod=mediathek

Wie hilft mir die Deutsche Pflegeberatung in München weiter?

Seit dem 1. Januar 2009 hat jeder Versicherte in Deutschland Anspruch auf individuelle Pflegeberatung durch die Pflegekassen (Pflegeweiterentwicklungsgesetz).

Es gibt für Versicherte die Möglichkeit einen einmaligen Beratungsgutschein über 90,- Euro bei der Pflegekasse zu beantragen. Dieser wird beim von der Pflegekasse zertifizierten Pflegeberater, welcher den Betroffenen zu Hause besucht, eingelöst und er kann seine Beratung bei der Pflegekasse abrechnen.

In meiner langjährigen Erfahrung als Pflegedienstleitung mehrerer ambulanter Pflegedienste, sah die von meinen Patienten genutzte Kassenberatungsdienstleistung, leider meistens wie folgt aus.

Vorgehensweise der zertifizierten Berater der Pflegekasse:

Die Berater vereinbarten einen Termin bei dem jeweiligen Betroffenen. Die Pflegeberatung war innerhalb eines Zeitrahmens von 20 – 40 Minuten abgeschlossen, da diese selbstverständlich mit ihrem Budget wirtschaften, auch ihre An- und Abfahrtszeit in die abzurechnenden 90,- Euro einberechnen. Oft bleiben viele Fragen offen und es war schlicht keine Zeit, in diesem Budgetrahmen, individuell und ausführlich auf alle Probleme, Fragen und Wünsche eingehen zu können. Zurück bleibt ein unzufriedener Betroffener, der versucht sich weitere Hilfe & Beratung zu organisieren, da er sich, wie am Fliessband abgefertigt vorkommt.

Ergebnis der Beratung:

Es hat für alle Beteiligten den Anschein, als würde nur dem Gesetzgeber gerecht geworden, der diese Beratung vorschreibt, wie diese oberflächlich umgesetzt wird zeigt oft die Realität in der Praxis.

Man kann realistisch niemanden zu einer komplexen Pflegesituation in einem so kurzen Zeitrahmen beraten, dem Angehörigen durch die notwendigen Informationen Sicherheit im Umhang mit dem Patienten vermitteln! Ausführliche Beratung zu einem Themenfeld des Patienten, zum Beispiel Demenz, dauern nicht selten 90 – 120 Minuten. dann wurde jedoch auch nur Basiswissen zu diesem Thema weitergegeben. Weitere Hilfeangebote, Entlastungsmöglichkeiten, Beratung zur adäquaten Hilfsmittelauswahl, pflegerische Unterbringungsmöglichkeiten, die Möglichkeit von Selbsthilfegruppen etc., wurden in diesem Zeitrahmen noch nicht mal angesprochen.

Mit diesem genutzten Beratungsangebot auf Kassengutschein, kamen in der Vergangenheit viele Angehörige und auch Patienten zu uns. Sie wunderten sich, dass ihre Fragen, Wünsche und Probleme ernstgenommen wurden, in einem deutlich höheren Zeitrahmen anschliessend keine Fragen offen blieben, da sich Zeit genommen werden konnte auf die individuelle Situation einzugehen, die Betroffenen mit ihren Ängsten zu sehen und zu verstehen.

Was macht unsere Pflegeberatung in München besser?

  • Wir nehmen uns Zeit für Sie, egal wie lange es nötig ist, Sie sind uns wichtig!
  • Wir arbeiten unabhängig von den Pflege- & Krankenkassen, patienten- und angehörigenorientiert!
  • Wir gehen bei unserer Arbeit neutral und unabhängig von Abrechnungspartnern vor!
  • Wir beraten persönlich unter Einbezug moderner Kommunikationsmedien (Bildtelefonie, Email, WhatsApp etc.)!
  • Wir sind vom Fach & haben jahrelange Pflegeerfahrung in allen Bereichen!
  • Wir bleiben auch nach der Beratung Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen und Unterstützungsmöglichkeiten!

Wir meistern diese Herausforderung durch langjährige Erfahrung zusammen mit Ihnen, vertrauen Sie uns!

Wie kommuniziere ich korrekt bei Demenz & wende die Marte Meo Methode an?

Diese Methode wurde in den 70er und 80er Jahren in den Niederlanden von Maria Aarts entwickelt. 

Die Methode wurde zu Beginn für die Erziehungsberatung bei Kindern mt Entwicklungsstörungen entwickelt und wird heutzutage auch in der Erwachsenenarbeit in der Pflege u.a. bei Menschen mit Demenz angewendet. 

Die Bedeutung des Namens soll „aus eigener Kraft“ bedeuten und stellt die Stärken des Handelnden in den Vordergrund, seine Stärken & Handlungen sollen erkannt und mit ihnen gearbeitet werden.

Für in der Pflege arbeitende Menschen bedeutet dies in der Umsetzung eine verbesserte Kommunikation, auf allen Ebenen, mit dem an Demenz erkrankten Patienten.

Bausteine der Marte Meo Methode:

  • Gutes Gesicht – Einsetzen von Mimik, wenn Vertrauen gefragt ist. Menschen mit Demenz über die Emotionsebene erreichen: Ich werde gemeint, ich werde gesehen!
  • Gut Anschließen – wenn der Patient mit Demenz noch nicht die Aufmerksamkeit auf uns richten konnte und sich uns geistig noch nicht zuwenden konnte. Die Pflegeperson greift  das Interesse auf und benennt es. Das hilft dem Dementen, sich auf eine neue Situation einzulassen & die Wahrnehmung auf ein neues Thema zu richten.
  • Benennen – immer wenn Dinge geplant oder durchgeführt werden, die nicht der gewohnten Alltagsstruktur entsprechen. Die Pflegekraft schafft so verbale Struktur und Orientierung und wird für den Menschen mit Demenz einschätzbar.
  • Handlungen folgen – immer wenn der betroffene Patient mit Worten, Mimik oder Gestik eine passende Handlung zeigt. Dies kann auch im Kleinen nur die Aufnahme des Blicks sein, wenn wir ihn ansprechen und dabei ansehen. Wenn wir als Pflegekräfte seiner Handlung folgen, vermitteln wir unserem Gegenüber, dass er eine Situation geschaffen hat und wir uns darauf einlassen.

Ein Fallbeispiel:

Wir besuchen einen Patienten mit Demenz als Pflegekraft eines ambulanten Pflegedienstes oder Sie sind selbst pflegender Angehöriger eines Menschen mit Demenz.

Sie haben etwas mit dem Patienten vor, nehmen wir an es geht um die Körperpflege. 

Diese findet zwar täglich zur ähnlichen Uhrzeit statt, um eine Struktur zu erhalten, jedoch wissen nur wir dieses, nicht aber der betroffene Demente, dieser speichert die Information oft nicht mehr im Kurzzeitgedächtnis ab. 

Er ist überrascht und von der für ihn neuen Situation überfordert, was sich in seiner Reaktion zeigen wird. Er reagiert herausfordernd oder ablehnend.

Was ist passiert?

Wir versuchen ein Ziel zu erreichen und gehen entsprechend vor. 

Ohne eine Vorinformation für den Menschen mit Demenz erreichen wir nichts!

Zusätzlich arbeiten wir oft zügig und unter Zeitdruck, was den Betroffenen überfordert, seine kognitive Leistung ist stark reduziert, er begreift langsamer oder benötigt eine Satzwiederholung. 

Passende Sie ihre Sprachgeschwindigkeit an, bilden Sie kurze, verständliche Sätze und Vermeiden Sie Entscheidungsfragen!

Sprechen Sie den Patienten mit Demenz von vorne an, legen Sie ihm eine Hand auf die Schulter, nachdem Sie seinen, ihm auch bekannten, Namen nennen, berücksichtigen Sie seine Biographie, nicht jeder Name passt zum Lebensabschnitt, in dem er sich befindet!

Bauen Sie Blickkontakt zu ihm auf, Sie suggerieren ihm hiermit, dass er gemeint ist und Sie mit ihm sprechen. 

Erklären Sie wer Sie sind, was Sie vorhaben und lassen Sie sich eine Rückversicherung geben, ein Händedruck, ein Nicken, Sie verstehen was gemeint ist. 

Definieren Sie ein für ihn verständliches, positives Ziel.

Nutzen Sie die Emotionsebene, die Sachebene funktioniert bei Menschen mit Demenz kaum noch oder gar nicht mehr, diskutieren Sie nicht!

Seine Reaktion wird eine ganz andere sein, er fühlt sich gesehen, angesprochen und kann nun verbal oder nonverbal reagieren.

Beim zweiten Versuch haben Sie ihm die Zeit gegeben die er benötigt, ihn nicht mit unserer Geschwindigkeit überfordert und die korrekte Anspracheform eines Dementen berücksichtigt.

Wir müssen lernen uns in unseren pflegerischen Handlungen, gerade bei Menschen mit Demenz, auf ihr Tempo einzulassen, sie werden sich aufgrund ihrer Demenzerkrankung sicher nicht an unser Tempo und unseren Zeitdruck anpassen!

Demente können das was sie beschäftigt oft nicht mehr in Worte fassen, oft reagieren sie bevor sie etwas Falsches machen, mit Rückzug. Dieses gibt ihnen Sicherheit bevor sie sich in eine für sie unsichere Lage begeben die sie nicht verstanden haben.

Versuchen Sie seiner Aufmerksamkeit zu folgen, worauf richtet er seinen Blick, was lenkt ihn ab und was beschäftigt ihn in diesem Moment, wie kann ich ihn abholen.

Das ist worauf Sie ihren empathischen Fokus legen müssen.

Versuchen Sie vor Allem Ihre eigenen Erwartungshaltung an den Dementen stark zu reduzieren, was zu deutlich weniger Frustration führt.

Wir müssen lernen umzudenken, von eigenen Standards, die wir aus der gesamten Altenhilfe kennen und nach denen wir arbeiten, wegzukommen. Ich kann einem selbstbestimmt regaierenden Menschen nicht meine pflegerische Leistung aufzwingen, ihn überfordern, nur um ein Ziel, welches ich mir gesetzt habe durchzusetzen. Sehen Sie den Menschen vor sich und gehen Sie auf ihn ein. 

Manchmal ist es deutlich sinnvoller fünf Minuten seine Hand zu halten und Ruhe in eine Situation zu bringen, im sicherheit und orientierung zu vermitteln, als meine pflegerische Tätigkeit nach Leistungsplanung durchzuziehen!

Versuchen Sie sich an der Marte Meo Methode.

Sie werden feststellen, dass es Ihnen leichter fällt, den Betroffenen zu verstehen, wenn Sie versuchen seine Wünsche und Bedürfnisse zu sehen und zu erkennen. Damit können Sie Situationen gezielt einschätzen und adäquat auf ihn eingehen!

Studien in der ambulanten und stationären Pflege belegen, das die Marte Meo Methode zu deutlich höherer Mitarbeiterzufriedenheit führt.

Der Mensch mit Demenz fühlt sich besser wahrgenommen & es wird von seiner Seite zu weniger herausforderndem Verhalten kommen. 

Ihr Arbeitsalltag wird sich entspannen, er ist täglich stressig genug!

Nehmen Sie Kontakt für Schulungen zu diesem Thema & dem Umgang und der Kommunikation bei Demenz mit unserer Pflegeberatung auf!

Green Care – Bauernhof statt Altenheim?

Immer häufiger tauchen alternative Wohn- & Pflegemöglichkeiten zu bestehenden Senioren- oder Altenpflegeheimen auf.

  • Ist es wirklich noch zeitgemäß seinen pflegebedürftigen Angehörigen in einem Alten- oder Seniorenheim unterzubringen?
  • Ist er dort adäquat versorgt?
  • Welche Alternativen bietet der Pflegemarkt?
  • Wo könnte sich, die mir nahestehende Person wohl fühlen?

Green Care: Pflege auf dem Bauernhof

In der nachfolgenden ZDF Dokumentation Green Care, wird ein tolles alternatives Wohnprojekt, welches auch bereits in verschiedenen EU-Ländern praktiziert wird, vorgestellt. Senioren leben mit jungen Menschen zusammen auf dem Bauernhof. Ein Umdenken, von der Singularisierung zurück zur Großfamilie. Jeder kann sich an anfallenden Aufgaben beteiligen, Wertschätzung wird gelebt, Vereinsamung vorgebeugt & Aufgaben auf dem Hof können übernommen werden, müssen es aber nicht, je nach körperlichem Allgemeinzustand. Zusätzlich betreut wird die Wohngemeinschaft von einem ambulanten Pflegedienst.

green care auf dem bauernhof

Es ist schön zu sehen, wie zufrieden die in der Dokumentation vorgestellten Menschen miteinander leben. Eine Gemeinschaft in die jeder einbringt, wozu er in der Lage ist. Aufgaben werden übernommen, die Tagesstruktur gemeinsam gestaltet & bewältigt. Menschen brauchen Aufgaben, Anerkennung & Wertschätzung.

Das Gegenteil ist häufig der Fall. Menschen vereinsamen, fühlen sich im wegstehend oder nicht mehr gebraucht, überflüssig & unnütz. Die eigentliche Familie ist nicht vor Ort, lebt entfernt, für viele Senioren ist diese Distanz nicht mehr selbständig zu bewältigen.

Jeder Tagesablauf ist der gleiche, es passiert nichts mehr. Oft sind langjährige Freunde bereits verstorben oder selbst pflegebedürftig und dadurch eingeschränkt. Man ist fortlaufend mit dem eigenen Altwerden & den damit verbundenen Problemen konfrontiert. Junge Menschen bringen frischen Wind, neue Ideen und Leben in eine Wohngemeinschaft. Man lässt sich mitreissen, motivieren, sieht einen Sinn für das Weiterleben, man wird gebraucht, ist teil eines Ganzen & nicht abgeschoben am Rande der Gesellschaft.

Nicht zu unterschätzen ist die beruhigende, ausgleichende Präsenz von Tieren. Sie werden seit Jahren in psychatrischen Einrichtungen als Therapieteil einbezogen. In der Pflege werden bereits heutzutage batteriebetriebene, sich bewegende und artikulierende Plüschtiere eingesetzt, um Patienten zu beschäftigen oder zu beruhigen.

Die Wertschätzung eines älteren Menschen, ist nach meiner Meinung, nicht gegeben, er wird wie ein Kind behandelt, nicht wie ein vollwertiger, erfahrener und vor allem erwachsener Mensch mit Wünschen & Bedürfnissen.

Ein natürlicher Umgang, wie in dieser Green Care Dokumentation gezeigt, wäre eine Möglichkeit mit mehreren Generationen und Tieren zusammenzuleben. Basierend auf Verständnis, Rücksicht und gegenseitiger Bereicherung. Senioren passen auf Kinder auf, während wir unserer Arbeit nachgehen, eine Tagesmutter wird überflüssig. Gemeinsames Kochen, der Erfahrungsaustausch von mehreren Generationen, jeder bringt sein Wissen mit ein, man lernt vom Anderen. Freizeitaktivitäten können von jüngeren Menschen anders geplant werden, es gibt jemanden der die Aufgabe des Babysitters am Abend übernimmt.

Unzählige neue Möglichkeiten bilden sich ab, wenn man vom konventionellen Weg des alleine alt werden abkommt, offen für neues ist. Für meine Generation eine nicht fremde Denkweise, wir haben fast alle aus Kostengründen bereits zu Studien- oder Ausbildungszeiten gelernt in Wohngemeinschaften zu leben, sind gewohnt uns zu arrangieren, Badezimmer & Küche zu teilen, Dinge gemeinsam oder in Absprache zu erledigen.

Der im Film erwähnte ambulante Pflegedienst kann sich auf das Wesentliche im Bereich der Unterstützung in der Körperpflege konzentrieren, Haushaltstätigkeiten entfallen, werden von noch rüstigen Mitbewohnern übernommen, dies spart wertvolles Geld, Pflegegeld welches vom Gesetzgeber klar, als nur die Basis der pflegerischen Versorgung betrachtet wird, es muss immer von einem zu leistenden Eigenanteil ausgegangen werden und dieser muss zuerst einmal finanzierbar sein.

Es wird kein Dienst welcher Essen auf Rädern liefert, das in Großküchen zubereitet wird und nur einen geringen Nährwert hat benötigt. Man kocht gemeinsam frisch, baut einige Lebensmittel noch selbst an, wie in alten Zeiten, auch hier lässt sich mit einer geringen Rente einiges einsparen.

In meinen Augen eine bereichernde, attraktive Wohnform um gemeinsam alt zu werden und einer Vereinsamung vorzubeugen!

Link zur ZDF Dokumentation:

https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-bauernhof-statt-altersheim-100.html?fbclid=IwAR2CtV9ERir8ow4NGv9aLQbNM79dK0nwICcAnZc95MwTItNzn8BXWV1vYi4