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Leberüberlastung und Verstopfung bei pflegebedürftigen Menschen vorbeugen

Eine gute und starke Verdauung ist einer der wichtigsten Pfeiler für das Wohlbefinden, vor allem auch bei älteren Patienten. 

Bei Pflegepatienten sind diese Prozesse durch Bettlägerigkeit sowie Medikamente oft nicht im Gleichgewicht und sie leiden an Verstopfung. Häufig ist aber nicht nur die Ausscheidung mangelhaft, sondern der Verdauung fehlt auch die Kraft, die Nahrung optimal aufzuspalten und zu verwerten. So kommen zur Verstopfung auch noch Blähungen, Krämpfe, Völlegefühle und eine gestörte Darmflora hinzu. Einige Medikamente können die Verdauung stören und die Leber belasten.

Bringt man den ganzen Funktionskreis von Verdauung, im Sinne von Verwertung und Ausscheidung, wieder ins Gleichgewicht, profitiert man von einer verbesserten Nährstoffversorgung und einem gesteigerten Wohlbefinden. 

Aus Sicht der Tibetischen Konstitutionslehre braucht die Verdauung genug Wärme und Energie, damit sie Ihre Aufgaben erfüllen kann. Daher empfiehlt die Tibetische Lehre morgens nüchtern ein Glas warmes Wasser zu trinken, vermehrt warm zu essen und jeden Bissen gründlich (ca. 30 Mal) zu kauen.

Bereits diese kleinen Veränderungen können die Verdauung spürbar optimieren. Man kann auch allem was leicht scharf, säuerlich und herb schmeckt mehr Raum in der Ernährung zu geben. Granatapfelsaft beispielsweise oder ein Gewürztee mit Ingwer. Oder man bereichert die Mahlzeiten der Pflegebedürftigen mit entsprechenden Kräutern und Gewürzen.

Der Granatapfel spielt in den Kräuterrezepturen der Tibetischen Konstitutionslehre eine wichtige Rolle. Er kommt in vielen Rezepturen vor, welche die Verdauung unterstützen. So ist er auch Hauptbestandteil in der Rezeptur von Padma DigesTib. Zusammen mit Galgant, langem Pfeffer, Zimt, und Kardamom stärkt die Kräutermischung die Verdauung und optimiert damit auch die Nahrungsverwertung.

Man nimmt am besten zusammen mit einem Glas warmem Wasser 1-2 Kapseln morgens nüchtern und bringt so die Verdauung für ihr Tagwerk in Schwung. Blähungen und Völlegefühle reduzieren sich deutlich und der Appetit kehrt zurück. Patienten, die leicht frieren, profitieren erfahrungsgemäß auch von dem zusätzlich entstehenden wohligen Wärmegefühl.

Eine gute Kombination dazu ist die Tibetische «Drei Früchte Formel». Drei verschiedene saure und herbe Früchte bilden diese im asiatischen Raum sehr beliebte und bekannte Rezeptur. Zusammen mit dem Mikronährstoff Cholin, sind die drei Früchte in Padma HepaTib enthalten. Die Rezeptur schützt die Leberfunktion. Dies ist wichtig, weil die Leber gewisse Stoffe bildet, welche die Verdauung anregen, selbst aber auch an der Umsetzung der Nährstoffe und an der Entgiftung beteiligt ist. Gerade die Leber wird durch viele Medikamente belastet und freut sich daher über eine Unterstützung.

Die drei Früchte in Padma HepaTib erweichen den Stuhl und erleichtern somit den Stuhlgang. Ausserdem nähren sie die Darmflora, was wiederum die Verdauung und Verwertung optimiert. Die Rezeptur kann auch längerfristig ohne Gewöhnungseffekte eingenommen werden. In der Tibetischen Konstitutionslehre gilt die «Drei Früchte Formel» auch als Mittel zur generellen Vitalisierung. Von Padma HepaTib nimmt man vorzugswiese abends 2 Kapseln vor dem Schlafen. 

Die Kombination aus den beiden Kräuterrezepturen sowie die Ernährungsempfehlungen tragen zu einer umfassenden Optimierung aller Verdauungsprozesse bei. So reduzieren sich Verdauungsprobleme und Verstopfung und der Körper gewinnt gleichzeitig an Wohlbefinden durch eine verbesserte Nährstoffverwertung. 

Man ist, was man isst. Aber erst die Verdauung macht das Essen für den Körper auch zur Nahrung. 

 https://padma.de/

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Unsere Haut & sinnvolle Hautpflegeprodukte

Unser grösstes Organ ist die Haut. Sie agiert als Schutzhülle, blockiert gefährdende Umwelteinflüsse und dient als Feuchtigkeitsspeicher. Ein natürlicher Säureschutzmantel gibt hautschützenden Bakterien ein angemessenes Milieu und hält Erreger ab. Unsere natürliche Hautpflege ist also durch Oberhautfette und Talgfette gewährleistet.


Durch häufiges Händewaschen oder Duschen riskieren wir, mit den falschen Wasch- & Hautpflegeprodukten, diesen natürlichen Schutzfilm zu zerstören. Gerade Produkte zum Waschen und Reinigen der Haut sollten pH-neutral gewählt werden, diese wirkend pflegend, rückfettend und nicht auslaugend.

Eigentlich müsste dieser vom Körper selbst regenerierte Schutzmantel nicht zusätzlich durch Cremes, Lotionen und Gels ergänzt werden.

Das ist nur notwendig, wenn ausschliesslich auf nicht ph-neutrale Reinigungsprodukte beim Waschen oder Duschen zurück gegriffen wird, um die Hände oder den Körper, von Viren und Bakterien zu befreien, was natürlich sinnvoll ist. Anschliessend sollten die Hände & der Körper zur Pflege aber unbedingt eingecremt werden, um den Fettschutzfilm zu erneuern.

Die Haut selbst benötigt für diesen Regenerationsschritt, des Neuaufbaus ihres Schutzfilms, ungefähr vier Wochen.

Für Menschen die ihre Hände beruflich sehr oft waschen müssen, wie Ärzte, Pflegekräfte oder beispielsweise Automechaniker empfiehlt die Berufsgenossenschaft spezielle Waschlösungen. Diese Flüssigprodukte enthalten pflegende Substanzen, die nicht auslaugend wirken sondern rückfetten.

Dermatologen / Hautärzte bestätigen, dass zu häufiges Waschen der Hände, das Risiko für ein Handekzem, eine der am meisten verbreiteten Hauterkrankungen überhaupt ist.

Sie empfehlen, die Hände lieber öfter zu desinfizieren als zu waschen. In Hautdesinfektionsmitteln sind heutzutage auch hautpflegende Substanzen, die die Haut schützen und rückfettend wirken.

Wichtig ist, dass sie beim Kauf von Waschprodukten nicht nur auf die Inhaltsstoffe achten, sondern auf enthaltene Duftstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel und das diese nicht zu stark schäumen. Diese beeinflussen das Hautmilieu und den natürlichen Säureschutzmantel!


Verwenden Sie wenig von der Waschsubstanz, eine ganz milde, am besten sythetische Tensidwaschsubstanz, die diese Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe nicht beinhaltet und einen pH-Wert von ca. 5 aufweist.


Verwenden Sie eine falsche Seife, die alkalisch, durch einen zu hohen pH-Wert auf die Haut wirkt, greifen Sie den Säureschutzmantel der Haut an und zerstören ihn langfristig.

Wenn Sie Wert auf biologische Waschsubstanzen legen, gibt es diese auch im Biogeschäft basierend auf Zuckertensiden oder Kokostensiden, diese sind mild und entfetten nicht stark sondern pflegen die Haut beim Waschen.


Tipp:

Um nicht noch mehr Plastik zu produzieren, greifen sie doch auf ein normales Stück Seife zurück, sie benötigen weniger als beim Verwenden von Flüssigseife und schonen durch die fehlende Plastikumverpackung die Umwelt. Ein Stück sogenannte Arztseife, mit einem pH-Wert von 5,5 gibt es in jedem Drogeriemarkt für weniger als 1 Euro.


Ein Minimum an Hautpflege des ganzen Körpers sollte, laut Dermatologen, morgens und abends stattfinden. Die Hände sollten nach jedem Waschen, spätestens wenn die Haut anfängt zu spannen, nachgecremt werden.

Dies ist vor allem im Winter, zum Schutz der Haut vor Kälte, nötig aber auch im Sommer, da die Sonne die Haut zusätzlich austrocknet.

Die Intensität des Hautpflegebedarfs ist aber auch abhängig von der körpereigenen Talgproduktion, nicht jeder benötigt zusätzlich die gleiche Menge an Cremes oder Lotionen.


Urea / Harnstoff als Inhaltsstoff:

Dies ist ein natürlicher Feuchthalter für die Haut, der sie vor Austrocknung schützt. Urea zieht Feuchtigkeit aus der Luft und bindet sie an das Gewebe. Sie ist in vielen Cremes und Lotionen mit 5% oder 10% enthalten.

Shea-Butter als Inhaltsstoff:

Shea verhält sich ähnlich wie körpereigene Fette, wird aus der afrikanischen Nuss des Karité-Baumes gewonnen und pflegt die Haut hervorragend. Sie ist in vielen Pflegeprodukten enthalten oder auch in der Reinform erhältlich.

Öle:

Abhängig vom jeweiligen Öl können diese auch entfettend wirken, sollten vor allem auf die noch feuchte Haut aufgetragen werden, Wasser öffnet die Poren der Haut, Öl verschliesst diese wieder. Man hat anschliessend keinen Fettfilm auf der Haut und an der Kleidung. Merke, nicht alle Öle wirken rückfettend auch wenn sie erst einmal schmierig und fettig sind.

Nährstoffe für ein schönes Hautbild:

  • Vitamin D
  • Vitamin B
  • Zink
  • Omega 3 Fettsäuren
  • Eisen
  • Eiweiß
  • Selen

Diese Nährstoffe nehmen Sie bereits durch eine ausgewogene, abwechslungsreiche und frische Ernährung auf. Sie können ihrem Körper also selbst beim Erhalt des natürlichen Säureschutzmantels der Haut entgegen kommen.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

Alternative Möglichkeiten zu Essen auf Rädern & Fertigprodukten

Sie stehen vor dem Problem, dass Ihr Angehöriger nicht mehr in Lage ist sich selbst Mahlzeiten zu zubereiten?

Einkäufe können nicht mehr selbständig durchgeführt werden und es muss eine Lösung gefunden werden?

  • Was spricht gegen Essen auf Rädern?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Wie ist die Qualität?
  • Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis?
  • Ist es dem Altersstoffwechsel angepasst?
  • Wie ist der Nährstoffgehalt?

Pro:

Auf dem freien Markt gibt es diverse Anbieter die ein warmes Menü oder Einzelgericht für Senioren oder Hilfebedürftige nach Hause liefern. Preise für Einzelgerichte sind aktuell bei 7,50 Euro bis 10,- Euro inkl. Lieferung. Hergestellt werden die Mahlzeiten, die vorab über einen online oder in Druckform bereitgestellten Wochenmenüplan des Anbieters zur Auswahl gestellt werden, in Großküchen.

Die Gerichte werden warm, tiefgefroren zum selbst auftauen und erwärmen geliefert.

Vorteilhaft ist, dass das Essen bis nach Hause geliefert, auf Wunsch auch ausgepackt und auf einem Teller bereitgestellt wird.

Es kann auf die Einhaltung einer ernährungs- oder gesundheitsbezogenen Diät grösstenteils eingegangen werden.

Auch für Patienten mit Kaubeschwerden, können Mahlzeiten püriert geliefert werden.

Vor- und Nachspeisen können zusätzlich, gegen Aufpreis, mit bestellt werden.

 

Contra:

Die Erfahrung seit Jahrzehnten zeigt, dass die Mahlzeiten oft nicht heiss geliefert werden, sondern lauwarm, was sich natürlich auf den Geschmack auswirkt. Das Essen ist leider oft verkocht und in den Abteilungen der Plastikmenüschale verrutscht, es schwimmt alles ineinander und sieht nicht mehr sehr appetitlich aus.

Der Nährstoffgehalt ist nachweislich mehrfach von Instituten getestet worden und ist eher reduziert als den Bedürfnissen des alten Menschen entsprechend. Die Qualität entspricht dem Essen einer herkömmlichen Kantine.

Salate können zusätzlich bestellt werden, sind jedoch meistens nicht sehr vielseitig & vitaminhaltig und mit gezuckerten Fertigdressings angerichtet.

Es wird zusätzlich eine Menge Müll durch Plastikfolien, Plastikschalen und zusätzlichen Plastikbechern produziert.

Die Mahlzeitenauswahl rotiert bei den meisten Anbietern, was zur Folge hat, dass doch immer in gleichen Abständen das gleiche gewählt und geliefert wird.

Die Lieferzeit ist aufgrund der zu beliefernden Kundenmenge oft nicht beeinflussbar, Zeitfenster von mehreren Stunden ab 10 Uhr morgens bis 14 Uhr nachmittags sind normal.

Kaum ein älterer Mensch, ist auf Nachfragen, mit seiner Mahlzeit zufrieden, die Antwort ist meistens, besser als nichts…

Alternativen:

Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich die Zeit als Angehöriger zu nehmen und sich mit den Essensgewohnheiten und Bedürfnissen des Betroffenen auseinander zu setzen. Wenn die Möglichkeit besteht gehen Sie zusammen den Lebensmitteleinkauf erledigen. Kochen Sie Gerichte vor, portionieren Sie diese und frieren Sie diese ein. Ein Pflegedienst kann diese auch morgens zum Auftauen für mittags bereits aus dem Gefrierfach herausnehmen, dass das Essen mittags nur erwärmt werden muss.

Sehen Sie sich Gastronomien in der Nachbarschaft an, sprechen Sie mit diesem über mögliche Lieferungen nach Hause und eine Monatsrechnung. Nutzen Sie Geschirr der Gastronomie oder des eigenen Haushalts und vermeiden Sie unnötigen Plastikmüll.

Wechseln Sie sich mit dem Vorkochen im Familienkreis ab, überlegen Sie ob es nicht sinnvoll und auch kostengünstiger wäre, selbst etwas mehr zu kochen und den Angehörigen mit zu versorgen, wenn er in der nähe lebt oder sie ihn regelmässig in der Woche besuchen. Suppen sind nahrhaft und lassen sich einfrieren und leicht erwärmen.

Jeder online Lieferdienst, der seine Mahlzeiten über Speisekarten im Internet bereit stellt, kann als Alternative genutzt werden und die Preisdifferenz ist kaum höher.

Sprechen Sie mit eventuell vorhanden Bekannten oder Freunden in der Nachbarschaft des Betroffenen, ob diese gegen einen kleinen Betrag bereit sind, mittags etwas mehr zu kochen und es vorbeizubringen.

Planen Sie einen oder mehrere Tage die Woche für ein gemeinsames Essen mit Ihrem Angehörigen, es macht immer mehr Spass Mahlzeiten zusammen zu geniessen, als allein zu essen!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

In der Ruhe liegt die Kraft, gerade für pflegende Angehörige

Es ist für Angehörige und Pflegende nicht immer einfach die Ruhe zu bewahren. Mehrfachbelastungen, zu wenig Zeit und Ressourcen, aber auch die Auseinandersetzung mit Krankheiten und Trauer verlangen viel Energie, können einen langfristig aus dem Gleichgewicht bringen und man fühlt sich «durch den Wind».

Es wird immer schwieriger Ruhe und Entspannung zu finden und kreisende Gedanken hindern einen am Schlafen. Dies schlägt sich dann wiederum im Alltag nieder, man ist unkonzentriert und fahrig, trüber Stimmung und von Motivation weit entfernt. 

Es ist wichtig, dass man seinen Körper frühzeitig unterstützt und nicht wartet bis man nicht mehr kann. Die Tibetische Konstitutionslehre empfiehlt neben ausgleichenden Atemübungen, Mediation oder Yoga vor allem eine nährende Ernährung. Was von Natur aus süss schmeckt erdet den Körper, gibt Substanz und beruhigt einen gestressten Geist. Damit ist nicht Zucker und Schokolade gemeint, sondern Nahrungsmittel wie z.B. Kartoffeln, Reis, Karotten, rote Beete, Bananen, Datteln, Nüsse etc.. Am besten isst und trinkt man warm, das unterstützt die Entspannung und fordert vom Körper weniger Energie. 

Zusätzlich nutzt die Tibetische Konstitutionslehre komplexe Kräuterrezepturen, um die innere Balance wiederherzustellen. Padma NervoTib enthält 10 verschiedene Kräuter und Gewürze sowie Magnesium und sorgt für einen entspannten Alltag und mehr Ruhe in der Nacht. 

Muskatnuss beruhigt den Wind im Geist und lässt Ruhe einkehren, sodass man sich weniger durch «durch den Wind» fühlt. Erdende und einhüllende Substanzen wie Süssholz, Kümmel, Weihrauch oder Bockshornklee sorgen für mehr Bodenhaftung, verwurzeln den Geist und helfen zu fokussieren. Myrobalanenfrüchte dienen dem Energieausgleich und Sichuanpfeffer sorgt dafür dass die Energien frei fliessen können. 

Padma NervoTib sorgt insgesamt für mehr mentale Gelassenheit und innere Ruhe ohne müde zu machen. So kommt man entspannt und mit voller Leistung durch den Tag und findet abends besser zur Ruhe, weil die Gedanken nicht mehr unaufhörlich kreisen. 

https://padma.de/produkte/padma-nervotib/

Denken Sie an Ihre Selbstfürsorge & bleiben Sie gesund,

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Ihre Pflegeberatung in München erklärt: Tabletten richtig teilen | Richtlinien | Hinweise

Ob zur Dosisanpassung von Medikamenten, zum leichteren Schlucken oder aus anderen Gründen gibt es für pflegende Angehörige aber auch Patienten einiges zu beachten.
Viele Menschen haben Angst grössere Tabletten einzunehmen oder zu schlucken, da sie befürchten sie könnten im Hals hängen oder stecken bleiben.
Dies ist gerade bei Kindern aber auch älteren Menschen oft zu beobachten.

Wir gehen auf folgende Punkte ein:

  • Dosisanpassung
  • Tabletten teilen
  • Halbieren des Medikaments untersagt
  • Richtlinien
  • Hinweise
  • Hilfsmittel für das Teilen von Medikamenten

Dosisanpassung:

Wenn ein Arzt Ihnen ein Medikament verordnet bzw. ansetzt und es nicht in der richtigen Milligrammzahl rezeptiert, stehen Sie vor dem Problem wie soll ich es jetzt einnehmen und wie ändere die Dosierung korrekt.

Manchmal gibt es das Medikament von Seiten des Herstellers nicht in der vom Arzt angeordneten Dosierung, es muss individuell angepasst werden.

Ein Präparat muss oft auch geviertelt oder halbiert, jedenfalls angepasst werden, um einen Medikamentenspiegel aufzubauen oder es reduzierend von der Wirkstoffmenge ausschleichen zu lassen, wenn es abgesetzt wird.

Tabletten teilen:

Nicht alle Medikamente eignen sich zum Teilen. Auch wenn ein Präparat mit einer Kerbe oder Kreuzkerbe vorgeprägt ist, kann dies von Seiten des Herstellers zur Identifikation beitragen, um der Verwechselungsgefahr mit anderen Tabletten vorzubeugen, nicht jedoch zur Teilung bestimmt sein.

Achtung:

Bei Unsicherheiten beim Zerteilen von Medikamenten sollte auf jeden Fall die Packungsbeilage vor dem Teilen gelesen werden, der verordnende Arzt oder ein Apotheker befragt werden!

Nicht teilbare Präparate:

In der Regel sind Tabletten, die eine Schutzfilmummantelung haben, sogenannte Fimtabletten, die magensaftresistent sind und deren Wirkstoff über den Darmtrakt aufgenommen wird, nicht teilbar.

Kapseln haben eine Hülle aus Zellstoff, die ebenfalls magensaftresistent ist und über den Darmtrakt ihre Wirkung entfalten und nicht geteilt werden sollten. Dies kann von Präparat zu Präparat unterschiedlich sein, auch hier den Beipackzettel lesen, bei Arzt und / oder Apotheker nähere Informationen einholen.

Risiken durch Tablettenteilung:

Seien Sie sich des Risikos nicht fachgerechter Medikamententeilung für den Patienten bewußt.

Zerkleinern, halbieren oder vierteln Sie Medikamente nicht nach Vorschrift kann es zu folgendem kommen:

  • zu hohe Dosierung
  • zu niedrige Dosierung
  • Wirksamkeit reduziert
  • Wirksamkeit erhöht
  • Gefährdung des Behandlungserfolgs
  • Gefährdung des Gesundheitszustands des Patienten
  • zu schnelle Wirkstoffaufnahme

Hilfsmittel zur Teilung des Medikaments:

Beim Zerteilen von Medikamenten kommt es auch auf die richtige Technik an.

Gelingt Ihnen dieses nicht auf Anhieb beim Halbieren mit den Fingern oder einem dünnen, scharfen Messer, ist es hilfreich sich für wenig Geld in der Apotheke einen Tablettenteiler zu besorgen. In den wird das zu teilende Präparat gelegt und durch schliessen mit einer festverbauten scharfen Klinge halbiert oder wenn nötig erneut geviertelt. Siehe Bild anschliessend.

Abschliessend:

Für nicht teilbare, grosse Tabletten gibt es in der Apotheke auch die Möglichkeit sich spezielle, gleitfähige Umhüllungen, die das Schlucken erleichtern zu besorgen.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis