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Was man über die Qualität von ätherischen Ölen wissen sollte 

Die Grundlage: Wertvolle Rohstoffe von ätherischen Ölen


Die Qualität bei ätherischen Ölen ist essentiell bei der Auswahl der auf dem Markt befindlichen Produkte. Saatgut, klimatische und zeitliche Einflüsse, aber auch unterschiedliche Anbaumethoden oder der Erntezeitpunkt haben großen Einfluss auf die Qualität ätherischer Öle. Auch, wo die Pflanze wächst, macht einen Unterschied. Denn in ihrer natürlichen Heimat wird eine Pflanze stets die besten Bedingungen finden und aufgrund idealer klimatischer Bedingungen, perfekter Bodenqualität und des biologischen Umfelds eine besondere Kraft entwickeln. Auch die Bodenbeschaffenheit ist für die Duftentwicklung ausschlaggebend. Beispielsweise fühlt sich Lavendel an sonnigen Standorten mit durchlässigen, nährstoffarmen und steinigen Böden am wohlsten.
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So schonend wie möglich: Gewinnung und Verarbeitung

Hochwertige ätherische Öle herzustellen ist eine große Kunst. Neben den bereits genannten Kriterien sind der Erntezeitpunkt, der Zeitpunkt der Verarbeitung und die Art der Verwendung des Pflanzenmaterials entscheidend, außerdem die Dauer der Destillation, die Erfahrung und Kompetenz der Landwirt*innen und Destillateur*innen und viele andere mehr. 

Grundsätzlich unterscheidet man bei den Gewinnungsmethoden zwischen Destillation per Wasserdampf, Wasserdestillation, Kaltpressung und Extraktion. Der ganz überwiegende Teil aller ätherischen Öle wird mit Wasserdampfdestillation hergestellt. Das Kondenswasser, das beim Destillationsvorgang entsteht, enthält Spuren des ätherischen Öls und andere, hitzebeständige und wasserlösliche Bestandteile der Pflanze. Es ist das sogenannte Hydrolat, das bedingt durch andere Inhaltsstoffe, ganz anders riecht als das ätherische Öl.
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Qualität ätherischen Ölen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Um eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten, sollten ätherische und fette Pflanzenöle regelmäßig strenge Laborkontrollen durchlaufen. In einer sensorischen Analyse werden zunächst die Eigenschaften jedes ätherischen Öls oder Pflegeöls bewertet. Die Produkte werden auf ihr charakteristisches Duftbild, ihr optisches Erscheinungsbild und ihre Duft- bzw. Pflegewirkung hin überprüft.

Anschließend folgen verschiedene weitere Prüfungsschritte: eine sensorische Prüfung des Geruches und des Aussehens, eine Dichte-Messung, die Bestimmung der Peroxid-Zahl (bestimmt den Frischezustand) sowie eine Bestimmung der Inhaltsstoffe der ätherischen Öle mittels eines Gaschromatographen mit integriertem Massenspektrometer. Dabei wird auch auf Verunreinigungen und Verfälschungen untersucht. 

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Oft schwer verständlich: Deklaration und Zertifzierung

Hochwertige, naturreine Öle werden ausschließlich direkt aus den Blättern, Blüten, Samen, Früchten, Zweigen und Wurzeln der Ursprungspflanze gewonnen und nicht „gestreckt“. Sie enthalten auch keine biotechnologisch hergestellten Duftstoffe, die laut Gesetz als „natürlich“ bezeichnet werden dürfen.

Nach Vorgabe der EU-Deklarationspflicht gilt für ein Produkt je nachdem, für welche Anwendung es gedacht ist, unterschiedliche Gesetze. Als Hersteller muss man sich für eine Anwendungsform (kosmetisches Mittel zur Hautanwendung, Bedarfsgegenstand zur Raumbeduftung oder Lebensmittel) entscheiden und dies entsprechend in der Kennzeichnung deutlich machen. 

Folgende Angaben sollten zusätzlich auf dem Etikett zu finden sein:

  • Herkunftsland
  • Botanischer Name
  • Deutscher Pflanzenname
  • Inhaltsstoffe (INCI)
  • Gewinnungsmethode
  • Pflanzenteil, aus dem das Öl gewonnen wurde
  • Produktionsort und Hersteller
  • Unabhängige Zertifizierung (z.B. Bio, Demeter, Natrue)
  • Füllmenge
  • Haltbarkeit nach dem Öffnen
  • Chargennummer
  • Pharmazentralnummer (PZN)
  • Verwendungs- und Dosierhinweise
  • Duftprofil und Duftwirkung
  • Sicherheitshinweise

Sichere Anwendung durch klare Dosierungshinweise 

Weil ätherische Öle hochkonzentrierte Substanzen sind, ist es für eine sichere Anwendung wichtig, sie in der richtigen Menge einzusetzen. Außerdem sollten ätherische Öle für die Hautpflege nie unverdünnt angewendet, sondern stets mit einem Pflegeöl gemischt werden. Hersteller, die auf eine sichere Anwendung Wert legen, geben Anwender*innen daher Dosierungsempfehlungen mit an die Hand.

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Reinhören lohnt sich!

 

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Sterbebegleitung in der Pflege mit ätherischen Ölen

Palliativ Pflege mit ätherischen Ölen:
Die wichtigsten ätherischen Öle am Lebensende


Im folgenden Text erklären wir Ihnen den Ansatz der Aromatherapie mit ätherischen Ölen in der Palliativ Pflege.

In der aromapflegerischen Sterbebegleitung sorgen einfache Pflegerituale mit naturreinen ätherischen und wertvollen Pflanzenölen für genau die Nähe und Zuwendung, die in dieser letzten Lebensphase so wichtig ist. Sie kann eine wichtige unterstützende Rolle spielen, wenn es darum geht, Sterbephasen zu verbessern und Beschwerden zu lindern. 

Zu den am häufigsten eingesetzten duftenden Ölen in der Sterbebegleitung zählen Rose, Iris und Sandelholz, aber auch Zeder, Orange und Benzoe Siam. 


Wirkung von ätherischen Ölen

  • Rose ist das ätherische Öl, das für den Lebensanfang und das Lebensende steht. Es öffnet das Herz und hilft, sich auf neue Gegebenheiten einzulassen. Es kann stressreduzierend, ausgleichend und beruhigend sein.
  • Das Öl der Iris ist eine wahre Kostbarkeit. In der Sterbebegleitung entfaltet es bereits in niedriger Dosierung und als 1%ige Verdünnung seine Wirkung. Irisöl gleicht seelisch aus, stabilisiert und hilft Sterbenden und Angehörigen loszulassen. Es gilt als „Übergangsöl“ und wird zu diesem Zweck häufig mit 1 Tropfen unverdünnt auf das Kinn aufgetragen. 
  • Der Duft von Sandelholz beruhigt, richtet auf und ist besonders hilfreich bei Ängsten. 
  • Zedernöl gibt Kraft, Stärke und die Zuversicht, die es braucht, um die letzte Reise anzutreten. Auch körperlich hilft es bei Juckreiz und ist ein guter Begleiter bei Unruhe.
  • Benzoe Siam gilt als „Seelenmäntelchen“. Das Öl spendet kindliche Geborgenheit und Schutz für wunde Seelen, die in Trauer gefangen sind.
  • Der Duft von Orange weckt Kindheitserinnerungen. Das ätherische Öl gilt als „Lichtbringer“ und ist auch in schwierigen Phasen stimmungsaufhellend und wohltuend.

Als gebrauchsfertige Produkte sind außerdem die beiden Mischungen „Lass los“ (mit Irisöl) und „Wegbegleitungsöl“ (Rose türkisch) empfehlenswert, die etwa im Hospizbereich für den Übergangsprozess zwischen Leben und Tod gute Begleiter sind, aber auch im Rahmen der Trauerbegleitung.

Die fünf Phasen des Sterbeprozesses 

Zu den großen Wegbereiterinnen der Sterbeforschung zählt die gebürtige Schweizerin und Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross (1926 bis 2004). Von ihr stammt die Einteilung des Sterbeprozesses in fünf Phasen. Die Phaseneinteilung kann auch dabei helfen, das passende ätherischen Öl zu finden.


Erste Phase: Verleugnung und Verdrängung
Die Betroffenen wollen die Situation nicht wahrhaben. Betroffene/r und Angehörige fühlen sich gelähmt. Das ist ein Schutzmechanismus, der vor emotionaler Überlastung bewahrt. Schließlich brauchen Annehmen und Verarbeiten Zeit.
Als gebrauchsfertiges Produkt ist in dieser Phase das Raumspray „Kraft tanken“ zu empfehlen.
Zweite Phase: Wut und Zorn
Jetzt steht die Frage „Warum gerade ich?“ im Vordergrund. Diese Phase ist besonders schwierig für alle, die die Betroffenen begleiten. Wichtig ist, verletzende Äußerungen nicht auf sich selbst zu beziehen, sondern als Ausdruck von tiefem Kummer und Verlustangst zu respektieren – als verständliche Eifersucht auf alles, was leben darf. Empfehlenswert ist jetzt das Raumspray „Ganz entspannt“ mit entspannendem Lavendel und einhüllender Benzoe Siam. 
Dritte Phase: Verhandeln
Was kann ich noch tun? Was ist noch möglich? In dieser Phase des letzten Aufbäumens wird mit Gott oder wem auch immer gefeilscht. Sterbende konzentrieren sich auf die Dinge, die (ihnen) letztendlich wichtig sind. Praktische gebrauchsfertige Produkte für diese Phase sind in der Yogaflow-Serie mit Myrte, Grapefruit und Sandelholz zu finden, sei es als Roll-On, Raumspray oder Duftmischung.
Vierte Phase: Trauer über Versäumtes

           In dieser Phase werden unerreichte Ziele und nicht realisierbare Zukunftspläne betrauert. Viele Betroffene versinken in              Depression und Verzweiflung und ziehen sich zurück. Es ist ein „Kräftesammeln“ für alles, was kommt.

           Hilfreiche gebrauchsfertige Produkte in dieser Phase sind das „Energiekick“-Raumspray oder Roll-on.

Fünfte Phase: Einlassen ins Unvermeidliche
In dieser letzten Phase ist der Blick der Sterbenden ganz nach innen gerichtet. Sie brauchen viel Ruhe, die ist Richtung klar. In dieser Zeit fühlen sich Angehörige häufig zurückgewiesen. Die Zurückbleibenden stehen vor der Herausforderung, loszulassen.

Aromapflegerisch empfehlen sich hier die Duftmischungen „In Balance“ mit ausgleichender Orange, harmonisierender Rose und sinnlicher Rosengeranie oder „Herzenswärme“ mit Rose, Vanille und Sandelholz. Wenn es Zeit zum Abschiednehmen ist, hat sich der Einsatz des bereits genannten „Wegbegleitungsöl“ oder der gebrauchsfertigen „Lass los“-Duftmischung bewährt.

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Mundhygiene & Mundpflege | Aromaöl unterstützend nutzen

Aromatherapie | Mundhygiene & Mundpflege


Im folgenden Text erklären wir ihnen wie zur Mundhygiene & Mundpflege Aromaöl unterstützend nutzen.

Mundpflege: Wichtig, aber oft schwierig umzusetzen

Wer in der palliativen Pflege arbeitet, weiß: Weil viele Patient*innen nicht mehr essen, trinken oder schlucken können, haben sie kaum noch Speichel. Diese Trockenheit kann nicht nur unangenehm und äußerst schmerzhaft sein – sie bildet auch den idealen Nährboden für Beläge, Borken, Infektionen und starken Mundgeruch. 

Als ganzheitlich orientierte, unterstützende Maßnahme bietet der Einsatz von ätherischen Ölen, Pflanzenölen und Pflanzenwässern im Rahmen der Aromapflege die Möglichkeit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität von stark pflegebedürftigen und sterbenden Menschen auch bei solchen Problemen deutlich zu steigern. Durch eine präventive Aroma-Mundpflege im Rahmen der täglichen Mundhygiene lassen sich außerdem viele häufig auftretende Beschwerden vermeiden. 

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Welche Öle eignen sich?

Das Spektrum der ätherischen Öle, die bei der Aroma-Mundpflege zum Einsatz kommen, ist groß. Grundsätzlich haben viele ätherische Öle wie beispielsweise Pfefferminze und Zitrone eine adstringierende, also zusammenziehende Wirkung. Dadurch regen sie den Speichelfluss an und unterstützen die Befeuchtung der Mundschleimhaut. 

Für die Mund-Aromapflege besonders geeignete ätherische Öle sind Lavendel fein und Manuka. Gerade der Synergieeffekt verschiedener Öle macht individuelle Mundpflegemischungen zu einer starken Maßnahme, die sich als sehr wirkungsvoll erwiesen hat. Wer nicht selbst mischen kann oder darf, kann auf das Mund-Vital-Öl von PRIMAVERA zurückgreifen. Es wurde speziell für die Ansprüche pflegebedürftiger Menschen entwickelt und garantiert bei fachgerechter Anwendung Rechtssicherheit für Pflegefachkräfte. 

Wichtig: Ätherische Öle müssen bei einer Anwendung im Mund verdünnt werden!

Pluspunkt beim Einsatz von Aromaöl unterstützend bei der Mundhygiene & Mundpflege: Die Öle werden über die Mundschleimhäute sehr schnell aufgenommen. Deshalb sollten sie grundsätzlich nicht unverdünnt angewendet werden, das gilt auch für die Anwendung als Massage auf der Haut. Vielmehr sollte immer eine Mischung aus Pflanzenölen und ätherischen Ölen erstellt werden. Auf diese Weise lassen sich gerade schwache Patienten mit einem feinen, angenehmen oder „leckeren“ Aroma wie Orange oder Ingwer für eine aromapflegerische Maßnahme gewinnen, ohne sie oder ihn zu überfordern. 

Zur Verdünnung kommen hochwertige Pflanzenöle und Pflanzenwässer infrage, etwa Sanddornfruchtfleischöl, Kokosöl und Sesamöl. Zusammen mit Mandelöl und einigen wenigen ätherischen Ölen in geringer Konzentration ergeben sich wohltuende Mischungen für die tägliche Pflege. Viele Pflegefachkräfte schwören für ihre aromapflegerischen Anwendungen außerdem auf Honig, denn er schmeckt süß und hat zahlreiche positive Eigenschaften.

Rezept Mundpflegeöl 

1 Esslöffel Sanddornfruchtfleischöl 

1 Tropfen Orange bio

Die Zutaten mischen und den Mund und die Lippen sanft ausstreichen.

Sanfte Pflege bei Mundtrockenheit

50 ml Rosenhydrolat + 1 Topfen Lorbeer + 1 Tropfen Zitrone + 1 Tropfen Salbei

Die Zutaten durch kreisende Bewegungen mischen und sanft auftupfen.

 

Mehr Informationen finden Sie hier:

https://www.primaveralife.com/wissen/aromapflege/news/aromapflege-bei-mundproblemen

Ein fertiges Aromapflege BIO-Mundöl finden Sie unter:

https://www.primaveralife.com/aromapflege-mund-vital-oel-bio.html


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Aromaöl | Bei Juckreiz der Haut & Intimpflege bei Inkontinenz

Aromatherapie | Juckreiz der Haut & Intimpflege bei Inkontinenz


Ätherische Öle in der Pflege:
Die besten Tipps für Haut- und Intimpflege bei Inkontinenz mit Aromaöl bei pflegebedürftige Menschen

Pruritus, zu Deutsch Juckreiz, zählt zu den 50 Krankheiten, die Menschen weltweit am meisten belasten. Rund 15 Prozent der Bevölkerung sollen betroffen sein. Besonders häufig tritt das sogenannte Altersjucken (Pruritus senilis) auf: Es entsteht, bedingt durch sehr trockene Haut, vor allem an Oberarmen und Unterschenkeln. Viele Patienten im Klinik- und Pflegebereich sind davon betroffen. 

Pruritus senilis macht sich hauptsächlich nachts bemerkbar. Viele Patienten leiden jedoch auch am Tage sehr darunter, denn durch das Kratzen, das im Schlaf nicht unterdrückt werden kann, entstehen kleine Hautschäden, sogenannte Kratzeffekte: längliche, zum Teil verkrustete rötliche Linien. In fortgeschrittenen Stadien ist die Haut an den befallenen Stellen leicht gerötet und verdickt, in ausgeprägten Fällen ist das Erscheinungsbild von einem Ekzem kaum zu unterscheiden. 

 

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Aromaöl Intimpflege Inkontinenz

Die wichtigsten Tipps: Erleichterung für Juckreiz-Geplagte 

  •  Trockene Haut vermeiden, denn trockene Haut ist häufig auch juckende Haut. Deswegen empfiehlt es sich, mit Verneblern, ob mit oder ohne ätherische Öle, für angenehme Feuchtigkeit in der Raumluft zu sorgen.
  • Haut pflegen: Hier empfehlen sich hochwertige Bio-Pflegeöle und Pflegeprodukte. Duschen und Baden trocknet die Haut besonders aus – deswegen sollte sie anschließend unbedingt gut gepflegt werden. Bereits gebrauchsfertig ist das Hautstärkungsöl von PRIMAVERA, bei bereits geschädigter Haut hat sich eine Mischung aus Mandel-, Nachtkerzen- und Calendulaöl bewährt.
  • Baumwollhandschuhe tragen: Sie schützen die Haut vor Kratzattacken im Schlaf. 
  • Luftige Kleidung wählen: Empfehlenswert ist lockere Kleidung, die nicht am Körper scheuert und die Haut unnötig reizt. Sie sollte außerdem möglichst aus Naturfasern wie Baumwolle bestehen. Viele schwören auch auf Seide, weil sie kühlt und den Heilungsprozess unterstützt. 
  • Schnelle Linderung mit Pflanzenwässern: Bei plötzlich einsetzendem starkem Juckreiz hilft es, naturreine Pflanzenwässer wie Lavendel- oder Pfefferminzhydrolat aufzusprühen, ggf. direkt aus dem Kühlschrank, oder 2 Esslöffel davon verdünnt mit 1 Liter kaltem Wasser als Auflage oder Wickel anzuwenden. Auch Umschläge mit Schwarztee haben sich bewährt. Bei allen feuchten Wickeln sollte die Haut im Anschluss gut gepflegt werden. 

Zur kontinuierlichen Pflege trockener und juckender Haut bieten sich als kühlend beschriebene Basisöle in Kombination mit beruhigenden, und natürlich hautpflegenden ätherischen Ölen an. Zu den besonders angenehm, leicht kühlenden ätherischen Ölen zählen Immortelle, Pfefferminze, Palmarosa sowie Zeder. Ätherische Öle mit antihistaminischer Wirkung sind Zeder, Manuka, Lavendel und Zypresse. Als beruhigend und entspannend wirkende Öle gelten in der Literatur z.B. Lavendel fein, Bergamotte, Neroli, Kamille römisch sowie Zeder und Manuka.   

Aromaöl Intimpflege Inkontinenz

Begegnung in der Tabuzone: Intimpflege bei Inkontinenz

Ein weiteres für die Betroffenen oft schwieriges Thema ist die Intimpflege bei Inkontinenz. Viele Pflegebedürftige schämen sich, wenn sie eingenässt haben oder sich dem Pflegepersonal mit unangenehmen Gerüchen präsentieren müssen. Deswegen ist bei der Intimhygiene ein besonders sanftes, einfühlsames und die Würde des Pflegebedürftigen wahrendes Vorgehen gefragt. 

Auf der anderen Seite ist bekannt, dass die Pflege des äußeren Intimbereichs für das allgemeine Wohlbefinden eine herausragende Rolle spielt. Aus den genannten Gründen bekommt diese Körperregion allerdings häufig nicht die nötige Aufmerksamkeit. Die Folge: Strapazierte Haut und eine gestörte Hautflora, die weitere, oft schwere Probleme nach sich ziehen kann. 

Um solche Beschwerden zu vermeiden, hier einige Tipps für die tägliche Grundpflege des Intimbereiches:

  • Einen möglichst geschützten und privaten Rahmen wählen. D.h.: Die Türe ist zu und es befinden sich keine weiteren Personen im Raum.
  • Bei unangenehmen Gerüchen kann es Pflegekräften helfen, einen Tropfen einer Duftmischung oder Ihres Lieblingsdufts auf ein Taschentuch zu geben und etwa in der Nähe des Dekolltées zu tragen.
  • Sanft und ohne Zeitdruck vorgehen. So sollte jede Handlung angekündigt werden – und zwar VOR der Ausführung! Ansonsten bietet es sich an, während der Körperpflege über andere Themen zu sprechen. Das lenkt ab und macht die Intimpflege zur „Nebensache“.
  • Bei der Intimhygiene grundsätzlich Handschuhe tragen. Das gibt beiden Seiten Schutz und schafft trotz aller Nähe hilfreichen Abstand.
  • Alle Pflegemittel sollten speziell für die Verwendung im Intimbereich geeignet sein. Vor allem bei Dekubitus, Inkontinenz oder offenen Wunden sind ärztliche Anordnungen einzuhalten.
  • Nach der Intimwäsche die Haut vorsichtig trocken tupfen und eine passende Pflege auftragen, beispielsweise das Intimpflegeöl bio aus der Aromapflege-Serie von PRIMAVERA. Das gebrauchsfertige Intimpflegeöl enthält wertvolle ätherische Öle wie Manuka, Niauli und Weihrauch, die eine gesunde Hautflora bewahren und zusätzlich geruchsbindende Eigenschaften haben. Außerdem enthält die Mischung reichhaltiges Johanniskrautöl und pflegendes Sanddornfruchtfleischöl. 

Rezept beruhigende Wäsche für den gereizten Intimbereich bei Inkontinenz:

2 Tropfen Lavendel fein in den Inhalt eines Döschens Kaffeesahne geben. Das Ganze in 5 Liter Wasser geben und als Waschwasser nutzen. 

Rezept Pflegeöl bei Windeldermatitis (für Erwachsene)

50 ml Calendulaöl

5 Tropfen Manuka

5 Tropfen Lavendel

5 Tropfen Rosengeranie

2 Tropfen Niauli

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Weitere Tipps und Infos zu Einsatzmöglichkeiten von Aromaöl, nicht nur zur Intimpflege & bei Inkontinenz, sowie Beiträge zu pflegerelevanten Themen, finden Sie in der Kategorie Aromatherapie im Blog-Bereich.

Nächste Woche gibt es einen weiteren Beitrag zu Mund- und Mundschleimhautpflege mit ätherischen Ölen!

 

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Mit Aromapflege leichter durch schwierige Zeiten

Aromatherapie | Selbstfürsorge | Ganzheitlichkeit


Im folgenden Beitrag erklären wir ihnen eine weitere Möglichkeit der Aromapflege und dem Einsatz von Aromatherapie.

Auch im neuen Jahr hat uns COVID-19 (erstmal) weiter fest im Griff. Insbesondere für Pflegekräfte ist die Pandemie mit hohen zusätzlichen Anforderungen verbunden. Erschwert wird die Situation durch die Tücken der kalten Jahreszeit, die schnell einen Infekt oder auch eine „normale“ Grippe mit sich bringt.

Wenn der Stress – sei es im beruflichen oder im privaten Umfeld – Überhand zu nehmen droht, sorgt Aromapflege für Schutz und Ausgleich. In diesem Beitrag wollen wir deswegen ein paar ganz konkrete Tipps geben, die helfen, besser durchzuhalten, innerlich den Halt nicht zu verlieren und vor allem gesund zu bleiben. Denn das ist im Moment am wichtigsten!

Aromatherapie Aromapflege

Stress macht anfällig. Aromapflege und Aromatherapie bringt uns wieder ins Gleichgewicht 

COVID-19 macht vor niemandem Halt. Die einen sind selbst betroffen oder haben viele Erkrankte, um die sie sich kümmern müssen, andere – wie viele der Pflegebedürftigen – leiden an Einsamkeit und sozialer Isolation. Dieser Stress belastet das Immunsystem, das derzeit ohnehin stark gefordert ist, zusätzlich. 

Wer sich körperlich und emotional wappnen will, findet gerade jetzt in ätherischen Ölen eine wirksame Unterstützung. Warum? Weil die naturreinen Öle direkt auf das limbische System wirken, also den Teil des Gehirns, in dem die Gefühle gesteuert werden. Düfte können uns also innerhalb weniger Momente körperlich und seelisch beruhigen und Kraft schöpfen lassen. 

Wurzel- und Baumöle erden, Blütenöle heben die Stimmung

Bei der Wahl des geeigneten Öls sollte jede/r seiner Nase nach gehen, denn der Duft, der ein Lächeln ins Gesicht zaubert und am meisten berührt, ist jetzt der beste Begleiter. Warum ein bestimmtes ätherisches Öl subjektiv am angenehmsten empfunden wird, lässt sich bei näherer Betrachtung allerdings oft doch gut erklären. So stehen naturreine Öle, die aus Wurzeln gewonnen werden, für Stabilität und die tiefe Verbundenheit des Menschen mit der Erde. Zu diesen Ölen zählen unter anderem Angelikawurzel, Vetiver, Narde, Ingwer oder Iris. Aber auch die Öle von Bäumen geben Halt, schenken Kraft und innere Stärke. Die bekanntesten sind hier Atlas- oder Himalaya-Zeder sowie die Nadelöle von Douglasfichte, Kiefernnadel, Lärche oder Lacriciokiefer. Weitere stärkende Öle sind Immortelle, Lorbeerblätter, Manuka oder Myrrhe.

Viele Menschen schätzen die duftenden pflanzlichen Öle auch für ihre stimmungsaufhellenden Eigenschaften. Diese Wirkungen sind in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt worden. So vertrauen viele Anwender*innen vor allem Zitrusdüften und ätherischen Ölen wie Jasmin, Rose, Neroli, Lavendel oder Ylang-Ylang. Aber auch unbekanntere Blütenöle wie Frangipani, Ginster, Magnolienblüte oder Tuberose können durch ihren lieblich-durchdringenden Duft in unsicheren Zeiten eine emotionale Hilfe sein. Benzoe Siam, Kakao, Tonka oder Vanille gelten als „Kuscheldüfte“, die uns umarmen und schützend umhüllen. Weitere bewährte Stimmungsaufheller sind Bergamotte, Grapefruit oder Sandelholz. 

Wie setzt man Aromapflege & Aromatherapie am besten ein?

Nicht nur das jeweils am besten geeignete Öl, auch die Art der Anwendung richtet sich ganz nach individuellen Vorlieben und Gegebenheiten. Am schnellsten und einfachsten ist es, einfach direkt am Fläschchen mit dem ätherischen Öl zu schnuppern und den Duft mit geschlossenen Augen bewusst wahrzunehmen. Alternativ kann man ein Stück Wolle oder Stoff mit einem Tropfen des Lieblingsöls beträufeln und zum Beispiel in der Kitteltasche immer griffbereit halten. Wer seinen Lieblingsduft präsenter haben möchte, kann den Pausenraum oder das heimische Wohn- oder Schlafzimmer mit einem Duftgerät oder einer Duftlampe beduften. Und dann heißt es: Rauf aufs Sofa oder den Lieblingssessel, Augen schließen oder ein schönes Buch lesen, Musik hören und einfach nur genießen.

Schnell und einfach in der Anwendung sind übrigens auch sogenannte Pflanzenwässer. Sie enthalten nur einen Hauch ätherischen Öls, aber alle wasserlöslichen Inhaltsstoffe der jeweiligen Pflanze. Sie können direkt ins Gesicht gesprüht oder als Duftnebel in der Luft verteilt werden. Orangenblütenwasser kann beispielsweise zur Beruhigung und Stärkung bei unbestimmten Ängsten eingesetzt werden. Rosenwasser wirkt lindernd und stärkend, gerade in emotional fordernden Situationen.

Aromapflege: Wohltat für Körper und Seele     

Auch Teilmassagen und Pflegerituale mit duftenden Körperölen sorgen bei Unruhe für Entlastung. Solche Anwendungen kann man an sich selbst, aber natürlich auch bei euren Pflegebedürftigen durchführen. In der aromapflegerischen Praxis wird dabei dem Körperteil besondere Aufmerksamkeit geschenkt, in dem die Sorge „sitzt“ – also etwa der Solarplexus, die Herzgegend, der Bauchraum oder der Nacken. Zur Anwendung wird das ätherische Öl der Wahl beispielsweise mit duftneutralem Mandelöl vermischt und einmassiert.

Nach einem anstrengenden Tag helfen auch Fußbäder oder Fußmassagen ganz wunderbar dabei, das Karussell negativer Gedanken zum Halten zu bringen. Wohltuende Fußeinreibungen massieren außerdem die Reflexzonen und wirken erdend und stärkend. 

Zum Abschluss noch zwei Rezepte für aromapflegerischen Anwendungen für eine fordernde Zeit:

Körperöl „Schützende Hülle“

5 Tropfen Melisse 30% 

3 Tropfen Majoran bio

50 ml Basisöl, z.B. Mandelöl

Die ätherischen Öle und das Mandelöl mischen und das krautig-warm duftende Öl in der Herz- oder Bauchgegend auftragen.

Badezusatz „Schutz & Stärke“ für ein Fußbad

1 Tropfen Himalayazeder (oder Atlaszeder) und 3 Tropfen Rosengeranie auf 3 EL Meersalz geben, schütteln und in eine Fußbadewanne oder einen großen Eimer geben. Mit warmem Wasser auffüllen und die Füße ca. 15 Minuten lang darin baden.

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Aromatherapie – Tipps zur Erkältungszeit

Aromatherapie zur Erkältungszeit einsetzen


Ätherische Öle & Aromatherapie bei Erkältungsbeschwerden & zur Erkältungszeit

COVID-19 führt uns seit Monaten vor Augen, wie wichtig die Einhaltung einfacher Hygieneregeln ist, etwa das Händewaschen. Abstandhalten, der Verzicht auf Umarmungen oder Begrüßungsküsse leisten aber auch einen wichtigen Beitrag, wenn es darum geht, uns vor lästigen Erkältungen zu schützen. Hat es einen doch erwischt, greift man gerne zu Bewährtem und dazu zählen – natürlich! – auch ätherische Öle. 

Infekte können bekanntlich von Bakterien oder Viren ausgelöst werden. Gegen beide haben sich ätherische Öle in unzähligen Untersuchungen als wirksam erwiesen. Warum das so ist, lässt sich schnell erklären: Als Vielstoffgemische enthalten ätherische Öle bis zu 500 verschiedene Wirkstoffe. Einige von ihnen, die Gruppe der Sesquiterpene etwa, wirken stärkend auf das Immunsystem. Andere, wie die Phenole, aktivieren die körpereigenen Abwehrzellen und tragen dazu bei, dass unerwünschte Eindringlinge schnell unschädlich gemacht werden. Das macht sie zu wirksamen und wohltuenden Begleitern, die Husten, Schnupfen und andere Beschwerden frühzeitig bekämpfen, Symptome lindern und den Verlauf einer Erkältung deutlich verkürzen können. 

Die fünf wichtigsten ätherischen Öle bei Erkältungsbeschwerden: 

  • Ravintsara bio

Ravintsara ist ein Kampherbaum, der auf Madagaskar gedeiht. Er kann mehr als 30 Meter hoch werden und je nach Herkunft unterschiedliche Chemotypen ausbilden. Der Cineol-Chemotyp Ravintsara findet in der Naturheilkunde Verwendung bei Erkältungsbeschwerden und zur Raumluftverbesserung. Manchmal wird es auch als „Virenschutzöl“ bezeichnet. 

  • Lorbeerblätter bio
    Lorbeer, auch Gewürzlorbeer genannt, ist ein immergrüner Baum mit aromatischen Blättern und blauschwarzen Beeren, der ursprünglich aus Asien stammt. Das aus den Blättern gewonnene ätherische Öl kann bei Atemwegserkrankungen befreiend wirken und dient als Schutzschild, wenn die Menschen im Umfeld kränkeln. Dann empfiehlt es sich, die Raumluft durch das Verdampfen von Lorbeeröl zu reinigen.
  • Latschenkieferöl bio
    Latschenkiefer, auch Latsche oder Legföhre genannt, ist ein immergrüner strauchartiger Nadelholzbaum, der in Höhen zwischen 1.000 und 2.700 Meter gedeiht. In der Naturheilkunde kommt das aromatisch holzig duftende Öl traditionell bei Erkältungsbeschwerden zum Einsatz. Als ätherischer Allrounder auch gegen Unwohlsein und Stress sollte es in keiner Haus- und Reiseapotheke fehlen. Latschenkieferöl vertieft die Atmung, stärkt die Abwehrkräfte, wirkt befreiend und entzündungshemmend. Einreibungen auf der Brust mit Latschenkieferöl in einen Bio Pflegeöl sind bei Erkältungsbeschwerden besonders wohltuend.
     
  • Thymian Thymol bio
    Thymian ist ein Kraut, das je nach Klima und Bodenbeschaffenheit unterschiedliche Inhaltsstoffe, Duft- und Wirkungsprofile ausbilden kann. Thymian Thymol hat sich in der Naturheilkunde speziell bei Erkrankungen der unteren Atemwege und Infekten bewährt.
  • Zitrone bio
    Das ätherische Öl aus der Schale der Frucht punktet nicht nur mit reinigenden Eigenschaften, sondern eignet sich wegen seines frischen Dufts auch zur Raumbeduftung und hat dabei eine stimmungsaufhellende, beruhigende Wirkung. Anwendung findet das Öl unter anderem in Gurgellösungen, Wickeln und in der Handhygiene.

Rezept SOS-Halsspray:

15 ml Pfefferminzwasser

10 ml Mandelöl

5 ml Sanddornfruchtfleischöl

10 Tropfen Zitrone bio

6 Tropfen Ravintsara bio

5 Tropfen Lorbeer bio

2 Tropfen Thymian Thymol bio

Pflanzenöle in ein Sprühfläschchen mit 30 ml Inhalt füllen, ätherische Öle einträufeln und mit Pfefferminzwasser auffüllen. Vor jeder Anwendung kräftig schütten. Ein- bis dreimal täglich in den Rachenraum sprühen.

Rezept „Grippe-Prophylaxe-Mischung“ zum Inhalieren

1 TL Salz

2 Tropfen Lorbeer bio

2 Tropfen Ravintsara bio

1 Tropfen Zitrone bio

Ätherische Öle mit dem Salz vermengen und direkt ins heiße Wasser geben.

Rezept Hustenbalsam

25 mg Bio-Koosöl

5 ml Jojobaöl

6 Tropfen Lavandin bio

5 Tropfen Ravintsara bio

5 Tropfen Weißtanne bio

4 Tropfen Thymian Thymol bio

Kokosöl im Wasserbad schmelzen, Jojobaöl und ätherische Öle zugeben, gut verrühren und in einen sauberen Tiegel füllen. Bei starkem Hustenreiz auf der Brust sanft einmassieren. 

Aromatherapie Erkältungszeit

Alle Rezepte stammen aus dem Buch „Ätherische Öle in der Erkältungszeit – Schnelle Hilfe bei Husten, Schnupfen, und grippalen Infekten. Immunstärkend • schützend • heilend.“ von Maria M. Kettenring und Anusati Thumm. Es ist im JOY-Verlag erschienen und im PRIMAVERA-Online-Shop erhältlich (https://www.primaveralife.com/shop/literatur).

 

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