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Tipps Ihrer Pflegeberatung zu Seniorenheim Besuchen in Zeiten von Corona

Welche Schutzmaßnahmen gelten beim Besuch im Pflegeheim in Zeiten der Corona Pandemie? Gerade in der kommenden Weihnachtszeit spüren wir das Bedürfnis unsere nahen Angehörigen um uns zu haben oder diese zu besuchen, auch im Pflegefall in einer stationären Einrichtung. Es gibt vorab jedoch einige Dinge zu beachten, welche nach Vorgaben der unterschiedlichen Einrichtungsbetreiber variieren. Sie sollten am Besten vor dem Besuch den telefonischen Kontakt zur Einrichtung suchen um sich über die angeordneten Corona-Vorschriften zu informieren, nicht abgewiesen zu werden und sich adäquat über die Besuchsvorschriften abzusprechen.


Pflegeheim Schutzmaßnahmen Corona

Seit geraumer Zeit, coronabedingt, zeigt sich wie Menschen die in stationären Pflegeeinrichtungen leben, betreut und gepflegt werden, unter der Isolation leiden, vereinsamen und psychisch zusätzlich zu ihrer Pflegebedürftigkeit leiden. Es ist eine Gradwanderung zwischen nötigem Schutz der Risikogruppe und dem Provozieren von psychischen Problemen & Vereinsamung durch ein eingeschränktes oder komplettes Besuchsverbot in Einrichtungen der Pflege für alle Beteiligten.


  • Welche Vorschriften gelten bei Besuchen im Pflegeheim aktuell?
  • Warum & wie werden Schnelltests eingesetzt?
  • Was muss ich als Besucher beachten?
  • Gibt es spezielle Räume für Besuche?
  • Welche Maske benötige ich?

Besuchsvorschriften & Schutzmaßnahmen im Pflegeheim zur Corona Pandemie:

Wenn Sie bereits Erkältungssymptome zeigen, sollten Sie, auf anraten der Bundesregierung, die ein Konzept, zusammen mit dem Rober-Koch-Institut als Empfehlung heraus gegeben hat, von einem Besuch in einer stationären Einrichtung absehen. In besonderen Situation, beispielsweise bei im Sterben liegenden Menschen oder in einzelnen Demenzfällen sind Ausnahmen möglich. Dies ist mit der jeweiligen Einrichtungsleitung vorab zu besprechen. Die Einrichtungen sind angehalten bei Besuchen von Angehörigen abzufragen, ob Erkältungsanzeichen oder eine erhöhte Temperatur bestehen. Zusätzlich, abhängig vom Konzept der Pflegeeinrichtung, kann ein Corona-Schnelltest durchgeführt werden, um eine Übertragung mit dem Virus für die Bewohner auszuschliessen.


Der Einsatz von Schnelltests

Bei lokalen oder inzidenzbedingt hohen Werten in einer Region, sieht der Gesetzgeber vor, Schnelltests zur Absicherung der Bewohner durchzuführen. Dies kommt auch zum Zuge, wenn krankheitsbedingt, z.B. bei Menschen mit Demenz, eine Abstandsregelung und Einhaltung der Hygienevorschriften kaum umsetzbar ist. Als weitere Ausnahmemöglichkeit wird angegeben, wenn der Mund-Nasen-Schutz kurzfristig abgenommen werden muss, um bei der Körperpflege oder Mahlzeiteneinnahme des Pflegebedürftigen zu unterstützen. Haben wir in einer Pflegeeinrichtung einen Coronafall, kann durch regelmäßige Schnelltests der Bewohner die bisher keine Symptome zeigen, eine weitere Gefahr für die verbleibenden Bewohner präventiv reduziert werden.


Was muss ich als Besucher beachten?

Sie müssen sich an die aktuell vorgeschriebene Abstandsregelung von 1,5 Metern halten, einen enganliegenden Mund-Nasen-Schutz während des Besuchs tragen, sowie die gültigen Händedesinfektionsregeln beachten. Bei jedem Besuch einer Pflegeeinrichtung ist sich vor Ort schriftlich zu registrieren, um bei einer möglichen Infektion die Infektionskette transparent nachvollziehen zu können.


Spezielle Besucherräume

Von der Bundesregierung als geeignet eingeschätzte Räume, für den Besuch des pflegebedürftigen Angehörigen, werden bei Einzelzimmer-Bewohnern, deren Zimmer genannt, wobei auf eine gute Belüftung geachtet werden soll. In Zimmern, in denen zwei Personen leben, sollte auf einen außerhalb liegenden Raum, wenn möglich einen Spaziergang mit dem Angehörigen oder den von der Einrichtung zur Verfügung gestellten Besuchsraum zurück gegriffen werden. In vielen Einrichtungen gibt es bereits hierfür einen Belegplan, auf dem sich eingetragen werden kann, was Doppelbelegungen mit anderen Besuchern und Bewohnern vermeidet. Unsere Empfehlung ist sich vorab in der jeweiligen Einrichtungen nach möglichen Räumen die der Zusammenkunft dienen zu erkundigen.


Benötige ich eine spezielle Maske für den Besuch?

Die Bundesregierung sieht den herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz als ausreichend an. Sogenannte FFP2-Masken sind sinnvoll, alle Masken sollten auf ihre Dichtigkeit und Passform überprüft worden sein. Erkennt ein älterer Mensch seinen Besuch nicht, aufgrund der getragenen Maske, kann dieses in Absprache mit dem Einrichtungsbetreiber, unter Einhaltung des notwenigen Abstands von 1,5 Metern, auch in Ausnahmefällen abgenommen werden.


Fazit:

Welche Coronamaßnahmen gelten aktuell für Pflegeheimbesucher?

Informieren Sie sich beim Betreiber der Einrichtung nach individuellen Standards. Es muss eine Maske getragen werden. Die Abstandsregelung von 1,5 Metern muss eingehalten werden. Händehygienevorschriften sind zu beachten. Es kann eine Limitierung bezogen auf Anzahl der Besucher und Besuchstage vorgegeben sein. Informieren Sie sich über bestimmte Besuchsräume um Ihren Angehörigen aufsuchen zu können.


 

Pflegeheim Schutzmaßnahmen Corona

Sind Sie sich des Risikos einer Übertragung durch COVID19 durch sich selbst bewußt, handeln Sie verantwortungs- und rücksichtsvoll Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen, sowie den anderen Bewohnern und auch dem Personal gegenüber.

Hinterfragen Sie ob jeder Besuch momentan dringend erforderlich ist, vermieden werden kann oder durch den Einsatz von, wenn möglich, Telefonaten oder von modernen Kommunikationsmethoden wie Videotelefonie ersetzbar ist!

Beachten Sie die notwendigen Schutzmaßnahmen in Zeiten der Corona Pandemie im Pflegeheim!


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Sozialhilfe durch Pflege – Erzwungene Altersarmut

Sozialhilfe & Altersarmut durch Pflege


Wie sich der Kostenanstieg in der Pflege auf Sie auswirkt, Altersarmut entsteht und welches Risiko Sozialhilfe zu beantragen, lesen sie in diesem Beitrag. Sie fragen sich wie man die immensen Kosten, die durch die pflegerische Versorgung entstehen, überhaupt noch finanzieren soll? Diese Frage stellte sich auch ein Ko-Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Linken, Hr. Dietmar Bartsch. Er fordert eine Pflegefinanzreform, zurecht!

Es ist zu hoffen, dass Sie, für eine eventuelle Pflegesituation, genügend Geld angespart haben, sonst droht jedem Einzelnen schnell die Gefahr ein Sozialhilfefall zu werden. Die Kosten in Deutschland, gerade in der pflegerisch stationären Unterbringung, steigen und steigen ins Unermeßliche. Gesundheitsminister Spahn hatte zu diesem Thema bereits Vorschläge zu möglichen Änderungen präsentieren wollen, bleibt diese jedoch bisher schuldig. Das Thema wird offenbar ausgesessen und verschleppt, es macht den Anschein als passiere nichts. Die Kostenexplosion steigt, es muss dringend, gerade auch aus demografischer Sicht, etwas unternommen werden, Die Regierung darf nicht untätig zusehen und dies akzeptieren. Immer mehr, von einer Pflegesituation Betroffene, momentan bereits jeder Dritte in Deutschland, sind zur Finanzierung der Pflegekosten auf Sozialhilfe angewiesen.


Sozialhilfe Pflege Altersarmut

Man fragt sich seit der Einführung der Pflegeversicherung zurecht, weswegen man überhaupt Beiträge bezahlt. Die Pflegeversicherung bietet nur eine  Basisfinanzierung der notwendigen Versorgung, es droht im Pflegefall die Verarmung. Diese Versicherungsoption ist langfristig keine Lösung, die Leistungen daraus sind schon lange nicht mehr ausreichend.

Nach einer Studie der DAK Krankenkasse von 2019, fürchten 80% der Deutschen, nicht in der Lage zu sein, die entstehenden Pflegekosten, im eintretenden Fall noch finanzieren zu können.

Diese Problematik in der Pflege, durch den immensen Kostenanstieg führt dazu, daß viele Menschen als Sozialhilfefall enden.

Für die Politik sollte sich die Frage stellen, ob diese Versicherungsform noch angemessen, akzeptabel und legitim ist!

Es muss über ein Reduktion des Eigenanteils der Pflegekosten gesprochen werden und zu einem zeitnahen Ergebnis gekommen werden. Eine Pflegevollversicherung, in die alle einzahlen, wäre eine denkbare Lösung. Gerade im Bereich der stationären Pflege, ist diese Kostenexplosion zu beobachten. Beispielsweise kostete ein Pflegeheimplatz im Jahr 2018 in Mecklenburg-Vorpommern, laut Verband der Ersatzkassen, noch 1159,- Euro Eigenanteil, heute bereits 1540,- Euro. Im Bundesland Brandenburg ist ein Anstieg von 1372,- Euro auf 1697,- Euro durchschnittlich zu sehen. Auf Bundesebene liegt der Eigenanteil sogar bei 2015,- Euro monatlich! Führend hierbei die Bundesländer Hamburg, Bayern und Baden Württemberg. Auch in den ostdeutschen Bundesländern ist ein erschreckend rasanter Anstieg der Kosten zu verzeichnen.

 

Durch Pflege zum Sozialhilfefall

Aufgrund des Rentenniveaus, ist es nicht verwunderlich, dass dies von kaum jemandem mehr tragbar und finanzierbar ist. Jedem Dritten in Deutschland greift bereits das Sozialamt finanziell unter die Arme, es droht eine immense Altersarmut, die bereits jetzt spürbar ist.

Die Sozialhilfe im Pflegefall wird jedoch erst bewilligt, wenn Privatvermögen und Immobilien aufgebraucht oder veräußert sind. Das Lebenswerk, welches man sich ein Leben lang aufgebaut, abbezahlt hat, droht in kürzester Zeit aufgebraucht, nicht ausreichend zu sein. Geld wird von der Pflegesituation verschlungen, da die Pflegeversicherung nicht ausreichend ist.

Für diejenigen, die sich diese Kosten bewältigen lassen, ist keine Einschränkung ersichtlich, jedoch können sich immer weniger Menschen in Deutschland einen Friseurbesuch, qualitativ hochwertige oder biologisch angebaute Lebensmittel leisten. Die Pflegekosten werden zur Armutsfalle, die meisten von uns sind oder werden betroffen sein.

Woran liegt diese Kostenexplosion?

Das Lohnniveau in der Pflege ist wohl kaum der ausschlaggebende Faktor für diese Entwicklung!

Wenn man sich die Steigerung in Ostdeutschland ansieht, sind proportional die Eigenanteile der Pflegekosten um 30% gestiegen, nicht die Löhne. Der Anteil der von der Pflegeversicherung übernommen wird stagniert im Gegenzug, die Kosten für die Pflegesituation geraten ausser Kontrolle, für viele jetzt schon existenzgefährdend und unbezahlbar.

Die Linke versucht sich dagegen zu wehren, das Thema erneuet in den Vordergrund zu stellen, dies nicht hinzunehmen. Menschen die zu nicht tragbaren Konditionen in der Pflege arbeiten und Versicherte die Jahrzehnte in ein System, welches soziale Sicherheit suggeriert, einbezahlt haben scheinen gegeneinander ausgespielt zu werden!

Die nächste Bundesregierung muss dringend die Weichen stellen, dass sich umgehend in diesem Finanzierungsfeld der Pflege etwas ändert, die Zustände sind nicht mehr akzeptabel und tragbar. Großverdiener, Selbständige, Abgeordnete und Beamte müssen sich in Zukunft an der Finanzierung beteiligen.

Die Pflegeversicherung muss, laut Dietmar Bartsch, auf ein breiteres Fundament gestellt werden, dies wäre ein möglicher Finanzierungsbeginn, der natürlich auch weitere, angemessen hohe finanzielle Zuschüsse der Regierung erfordert.

Es ist nicht hinzunehmen, daß der Kostenanstieg in der Pflege uns alle gefährdet, ein Sozialhilfefall zu werden.


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Wertvolle Tipps zu Sturz & Sturzprophylaxe im Alter

Sturzgefahr | Sturzreduktion | Sturzvermeidung im Alter


Ein grosses Thema in der Pflege von älteren Menschen ist Sturzprophylaxe, Sturzvermeidung, Sturzgefahr & Sturzrisiko.

  • Warum sind ältere Menschen sturzgefährdet?
  • Welche Ursachen gibt es?
  • Welche Diagnosen begünstigen Stürze?
  • Welche vorbeugenden Maßnahmen kann ich treffen?
  • Welche Hilfsmittel kann ich einsetzen?
  • Wie kann ich Stürze vermeiden?
  • Wie passe ich das Wohnumfeld an?
  • Haben Sie an einen Hausnotruf gedacht?

Sturzprophylaxe Sturzvermeidung Sturzgefahr Sturzrisiko

Ursachen | begünstigende Diagnosen für einen Sturz im Alter

Wenn wir älter werden, nimmt die Muskulatur zwangsläufig ab, da wir uns meistens nicht mehr so frei bewegen können wie in jungen Jahren, schneller ermüden, die sportliche Aktivität zurück geht.

Die ersten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen treten auf. Wir merken deutlich, dass wir an Mobilität und Fitness einbüssen, mit Gleichgewichtsproblemen und oft Kreislaufschwankungen zu kämpfen haben.

Unser Gangbild verändert sich, ist nicht mehr so sicher wie früher. Dies kann durch voran gegangene Operationen, Schmerzen oder Veränderungen des Bewegungsapparats und auch fehlender Kraft der Fall sein.

Wir laufen zur Seite geneigt, nach vorne gebeugt, kleinschrittig oder benutzen bereits ein Hilfsmittel wie einen Gehstock oder einen Rollator zur Sicherheit.

Zusätzlich nehmen Krankheiten, den Herz-Kreislauf betreffend zu, wir leiden unter Schwindel, haben Diabetes und damit verbunden ein Risiko unterzuckert zu sein, das Augenlicht und die Reflexe lassen nach, es kommt zu Stürzen.

Wohnumfeld anpassen, Sturzgefahr im Alter reduzieren:

Was können wir unternehmen, um in unserem Wohnumfeld Stürze zu reduzieren?

  • Beleuchtungsquellen anpassen, stärkere Wattzahl der Leuchtmittel.
  • Tragen von festem, geschlossenen Schuhwerk.
  • Hilfsmittelberatung nutzen (Treppenlift, Rollator, Haltegriffe, Gehstock etc.).
  • Teppichkanten festkleben oder Teppiche entfernen.
  • Störende Möbel & Gegenstände beseitigen.
  • Vorhandene Hilfsmittel nutzen und nicht ignorieren.
  • Schwellen begradigen.

Oft sind Stürze bedingt durch Hektik & Eile. Das Telefon läutete oder es klingelt an der Türe, man versucht sich zu beeilen und schon ist ein Sturz geschehen.

Bei älteren Menschen ist es notwendig, langsam aufzustehen, damit der Kreislauf in Schwung kommt, man keinen Schwindel verspürt und ins Straucheln gerät.

Achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten als Diabetiker um nicht in den Unterzuckerbereich zu fallen, auch hierbei sind die Symptome schwindel- und kreislaufbedingt. Trinken Sie ausreichend, bevorzugt Wasser.

Bei vielen älteren Menschen lässt die Blasenmuskulatur nach und sie müssen sich beeilen die Toilette zu erreichen, was Stress verursacht. Wieder wird sich beeilt und es kann in der Eile zu Stürzen kommen.

Sturzprophylaxe Sturzvermeidung Sturzgefahr Sturzrisiko

 

Hausnotrufanlagen:

Zur Sicherheit, gerade wenn eine Person alleine lebt, gibt es die sinnvolle Möglichkeit eines Hausnotrufgeräts diverser Anbieter. Dieses kann bei vorliegendem Pflegegrad auch über die Krankenkasse teilfinanziert werden.

Liegt kein Pflegegrad vor, gibt es natürlich die Möglichkeit, sich gegen einen Monatsbetrag, differierend nach Anbieter, selbst zu schützen und sich dieses zu bestellen. So kann im Notfall sofort Hilfe herbei gerufen & geleistet werden.

Eigeninitiative:

Versuchen Sie auch im Alter so lange wie möglich Ihre Kraft zu behalten. Machen Sie Gymnastik, Senioren-Yoga oderleichtes Krafttraining, was schon mit Wasser gefüllten Plastikflaschen möglich ist, bleiben Sie beweglich.

Gehen Sie bewusst, korrigieren Sie, wenn möglich Ihr Gangbild und lassen Sie sich vor allem Zeit!

 

Natürlich sind wir auch für dieses Themenfeld gerne beratend für Sie da. Wir unterstützen Sie bei der notwendigen Anschaffung geeigneter Hilfsmittel und zeigen Ihnen Finanzierungsmöglichkeiten auf. Wir helfen ihnen bei der Anpassung Ihres Wohnumfeldes und geben Ihnen weitere nützliche Tipps. Kontaktieren Sie uns bei Fragen zum Thema Sturzprophylaxe, Sturzvermeidung, Sturzgefahr & Sturzrisiko.


 

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Fallbeispiel Pflegeberatung | Vorgehensweise des Pflege-Experten

Fallbeispiel unserer Pflegeberatung in München


Die Herausforderung | der Auftrag für die Pflegeberatung:

Fallbeispiel unserer Pflegeberatung in München, wir erklären Ihnen die mögliche Vorgehensweise.

Ein Anruf einer 93-jährigen Dame aus München, kraftbedingt überfordert mit der Versorgung ihres Ehemanns und der Bürokratie von Seiten der Krankenkasse, erreicht uns.

Wir vereinbaren einen Termin bei ihr in der häuslichen Umgebung zur Einschätzung der Situation.

 

Die Umsetzung | die Vorgehensweise der Pflegeberatung im Fallbeispiel:

  • Im Erstgespräch werden, die dem Patienten / Angehörigen bekannten Daten, bisherige Anträge, Ablehnungen, der aktuelle Pflegegrad und vorhandene Pflegehilfsmittel, die Erstanamnese erfasst.
  • Der Pflegeberater macht sich ein Bild der Ist-Situation des Ehepaars vor Ort.
  • Wir wägen, basierend auf unserem Fachwissen, ab, wo Möglichkeiten der weiteren Finanzierungshilfe für diesen Fall gegeben sind.
  • Der berater zeigt Entlastungsmöglichkeiten auf, um einer Überforderung vorzubeugen.
  • Er begutachtet den Patient und bezieht ihn wenn möglich mit in das Gespräch, um seine Vorstellungen und Wünsche, auf die pflegerische Versorgung zu erfahren.
  • Ist der aktuelle Pflegegrad ausreichend.
  • Gibt es bereits einen unterstützend tätigen ambulanten Pflegedienst?
  • Gibt es eine zusätzliche Haushaltshilfe oder kann diese empfohlen & organisiert werden.
  • Welche Pflegehilfsmittel sind zur Entlastung vor Ort und welche benötigen wir.
  • Was übernehmen eventuelle Angehörige, Freunde oder Bekannte.
  • Welche Anträge sind bereits gestellt und wie sieht das Ergebnis aus.
  • Gibt es Gefahrenquellen im Haushalt und wo besteht individueller Beratungsbedarf.
  • Es werden, entsprechend der pflegerischen Expertenstandards, Empfehlungen bzgl. bestehender Risiken gegeben.

Das Ergebnis der Pflegeberatung:
  • Es besteht seit seit 17 Monaten ein zugestandener Pflegerad 2.
  • Dem Versicherten (Ehemann) steht ein monatlicher Pflegegeldbetrag sowie ein Entlastungsbeitrag zu.
  • Die Familie nimmt bisher keinen ambulanter Pflegedienst unterstützend in Anspruch.
  • Ich erkläre das jedem Pflegegrad ein Geldbetrag zugrunde liegt, der für die pflegerische Versorgung des Betroffenen gedacht ist.
  • Die Höhe des Betrages differiert, je nachdem ob ein ambulanter Pflegedienst beauftragt ist oder ein Angehöriger, als Laie, die Pflege selbst übernimmt.
  • Im Falle der Angehörigenpflege ist die reduzierte, sogenannte Geldleistung greifend. Der Pflegedienst bekommt einen höheren Betrag aufgrund der professionellen Pflege und den damit verbundenen Personal- & Betriebskosten, sogenannte Sachleistungen.
  • Die Krankenkasse hat bisher kein Pflegegeld an die Ehefrau ausbezahlt.
  • Aufgrund der Tatsache, dass seit 17 Monaten ein bewilligter Pflegegrad vorliegt, sprechen wir in diesem Fall von einer sehr hohen Summe.
  • Sie können diesen Anspruch für das Jahr 2019 noch bis 30.06.2020 nutzen.
  • Alle Ansprüche davor sind leider bereits verfallen.
Weiteres Vorgehensweise der Pflegeberatung in München zu diesem Fallbeipiel:
  • Wir beschliessen, die Kasse telefonisch mit diesem Problem zu konfrontieren.
  • Die Sachbearbeiterin gleicht mit uns die Bankverbindung ab und stellt eine Fehler im System fest.
  • Der Betrag wurde auf ein fremdes Konto transferiert, nicht jedoch an den eigentlich Bezugsberechtigten.
  • Die Sachbearbeiterin entschuldigt sich, sichert umgehend eine Nachzahlung zu.
  • Wir stellen das Pflegegeld auf Kombinationsleistung um.
  • Bei einer Kombinationsleistung ist ein Pflegedienst tätig, ein Restbetrag des Pflegegeldes, der nicht ausgeschöpft ist, wird anteilig von der Kasse an den Versicherten überwiesen.
  • Das Ehepaar ist froh, dass ihnen diese Information gegeben wurde, dass ein Pflegegrad mit einer finanziellen Leistung zur Basissicherung der Pflege dient und ihnen seit Monaten zusteht.
  • Es gibt in Bayern die Möglichkeit, zusätzlich Landespflegegeld zu beantragen, hierfür liegen die Voraussetzungen vor.
  • Der Pflegeberater stellt den Antrag.
  • Wir gehen auf die Pflegesituation ein und ich erkläre den Unterschied zwischen Kranken- und Pflegekasse und die damit verbundenen unterschiedlichen Leistungszuständigkeiten.
  • Ich organisiere über den Hausarzt eine Verordnung für häusliche Krankenpflege.
  • Ein ambulanter Pflegedienst kann die medizinische Leistung, des An- und Ausziehens der Kompressionstrümpfe, darüber abrechnen.
  • Dieser Punkt greift das Pflegegeld nicht an, sondern wird separat über die Krankenkasse als medizinische Leistung verrechnet.
  • Ich mache mich online auf die Suche nach einem guten, vertrauenswürdigen ambulanten Pflegedienst. ich erfrage die Kapazitäten für die pflegerische und medizinische Versorgung des Ehemanns.
  • Wir besprechen mit der Leitung des ambulanten Pflegedienstes, welche Leistungen in diesem Fall nötig sind.
  • Die bestimmten Tage, die Uhrzeit, ob eine männliche oder weibliche Pflegeperson gewünscht ist.
  • Die Pflegedienstleitung macht mit dem Ehepaar einen Termin für die Erstaufnahme aus und beginnt noch am selben Tag mit der Unterstützung.
Fazit für das Fallbeispiel unserer Pflegeberatung in München:

Abschliessend konnte dem Ehepaar durch eine angemessene Antragsstellung & das Aufdecken des Fehlers der Kasse ein einmaliger Betrag zur Finanzierung der Pflegesituation von ca. 8000,- Euro rückwirkend zugesichert werden.

Weiterhin profitieren sie von fortlaufenden monatlichen Pflegegeldzahlungen durch die Kasse.

Mit den Leistungen des organisierten Pflegedienstes ist das Ehepaar, auf meine spätere Nachfrage, sehr zufrieden und die Ehefrau ist dankbar über die entstandene Entlastung.

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Was ist Pflegeberatung?

Individuelle Bedarfsanalyse Ihre Pflegesituation betreffend. Die Beratung erfolgt im Bereich Organisation der Pflegesituation, Entlastung der Pflegeperson, Antragswesen mit Krankenkassenassen & Behörden, Widerspruchswesen bei abgelehntem Pflegegrad, Finanzierungsmöglichkeiten, Individuelle Pflegeschulungen – Coachings für pflegende Angehörige, Pflegehilfsmittelberatung und weitere die Pflege betreffende Themen.


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Arthrose und die Arthroselüge erklärt

Lesen Sie Spannende Erkenntnisse des Physio- und Schmerztherapie Experten Liebscher & Bracht zum Thema Arthrose und die Arthroselüge.

Unser Körper schreit heutzutage förmlich nach mehr Bewegung.

Frühere Zeiten verlangten uns mehr körperliche Aktivität und unterschiedlichere Bewegungen ab, da wir nicht, wie heute meistens üblich, verkrampft, arbeitsbedingt oder privat vor unserem Bildschirm saßen. 

Unsere Freizeitaktivitäten sind oft nicht mehr bewegungs- und sportgeprägt. 

Unsere gewohnheitsbedingten Verhaltenmuster sind fast täglich die gleichen, angefangen vom Aufstehen, über die Fahrt zur Arbeit, die eigentliche Arbeit, den Weg zurück nach Hause und die Gestaltung unserer anschliessenden Freizeit – auf der Couch, vor dem Fernseher, dem Computer etc..

Wir bewegen und zu einseitig, nach immer dem gleichen bzw. nur leicht abweichenden Muster und zwar täglich und dies ist zu wenig. 

Muskelgruppen werden gar nicht mehr beansprucht, Dehnung fehlt, es kommt zu physikalischem Druck auf unsere Gelenke, der durch schlechte, einseitige Ernährung, gerade im Alter, zu Übergewicht und noch mehr Druck auf unsere Gelenke führt, es entsteht Arthrose. 

Knochen reibt auf Knochen, da durch den entstehenden Druck die Knorpelmasse verdrängt wird.

Durch unsere neuzeitliche Ernährung, geprägt von Convenience-Produkten der Lebensmittelindustrie und industriellhergestellten Nahrungsmitteln, wird der Körper und damit auch die, das Gelenk umgebenden Kapseln, zu wenig mit den notwendigen Mikronährstoffen versorgt. 

Diese sind jedoch notwendig um Nährstoffe in den Kapseln zu bilden, die für den Knorpelaufbau und die Regeneration, die auch noch im hohen Alter möglich ist, nötig sind.

Fazit:

Mehr oder vielseitigere Bewegung die alle Muskelgruppen miteinbezieht. Regelmässiges Dehnen unserer Gliedmaßen und eine ausgewogene, vielseitige Ernährung mit frischen, nicht industriell hergestellten Lebensmitteln.

Es gibt eine Lösung für unseren arthrosebedingten Schmerz, der herkömmlich mit Schmerzmedikamenten, später Operationen behandelt wird.

Es fehlt uns, im Gegensatz zu anderen, alternativen medizinischen Ansätzen an der nötigen Eigenverantwortung.

Wir sind kaum bereit unseren Lebensstil zu ändern, wenn der Körper Signale sendet, er damit nicht einverstanden ist, wir Schmerzen bekommen und in unserer Lebensqualität eingeschränkt sind.

Wir haben den Anspruch unseren Arzt mit der Symptomatik zu konfrontieren, eine Medikament zu erhalten und alles wird wieder wie zuvor.

Dies ist falsch, eine Symptombekämpfung mit Medikamenten heilt nicht die Ursache des entstandenen Problems, wenn wir weiter machen wie bisher, unseren Lebensstil nicht ändern und die Signale unseres Körpers ignorieren, werden wir zu unserem eigenen Opfer.

Durch diese beschriebenen Bewegungsdefizite kommt es zu verhärteten, verklebten Faszien, die nicht nur Verspannungen auslösen, sondern physikalischen Druck, der von oben entsteht & sich auf unsere Gelenke auswirkt. 

Die Knorpelmasse, zwischen den Gelenkteilen, hat nicht die Möglichkeit sich zu regenerieren, weil schlicht kein Platz durch den Druck der Knochen da ist. 

Zusätzlich fehlt die notwendige Mikronährstoffversorgung für unsere Kapseln was zu Arthrose führt.Arthrose Arthroselüge Liebscher Bracht

Was sind Faszien?

Faszien bestehen aus netzähnlichem Bindegewebe, welches unsere Organe, Muskeln, Sehnen & Bänder umgibt. Diese können verhärten und verkleben, was unsere Gelenke in Positionen zwingt und pysikalischen Druck erzeugt.

Wir bekommen Schmerzen, spannungsbedingt, dadurch Bewegungseinschränkungen und können noch weniger aktiv sein.

Dies kann man selbst beeinflussen, durch ein Überdenken unseres eigenen Verhaltens und einem Anpassen unserer Bewegungsaktivitäten.

Denken Sie an den seit Jahren andauernden Hype um Yoga! 

In diesem Zusammenhang leuchtet ein, weswegen durch regelmäßiges, vielseitges Dehnen und Strecken bei diesen Übungen genau diesem physikalischen Druck auf unsere Gelenke entgegengewirkt wird. 

Es entsteht eine gleichmässige Verteilung der Kraft die auf die Gelenke einwirkt, Verhärtungen der Faszien können durch gezielte Übungen abgebaut werden. Es entsteht wieder Raum zwischen den Gelenkteilen, Knorpel kann, vorausgesetzt unsere Ernährung ist ausgewogener und abwechslungsreicher als zuvor, neu aufgebaut werden, die Reibung und damit auch die Schmerzen, gehen zurück und verschwinden oft ganz, Knorpelmasse bildet sich wieder.

Eine umfangreiche Bewegung unter Einbezug aller Extremitäten & Gelenke findet statt.

Dies stellt eine hervorragende Prophylaxe dar bzw. ist dadurch eine Selbstheilung möglich!

Wir bekommen unsere Lebensqualität zurück.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben und mehr Informationen benötigen, melden Sie sich telefonisch oder über unser Kontaktformular bei uns, wir helfen Ihnen weiter.

Ich verlinke Ihnen, mir bekannte Therapeuten, die alternative Heilungsansätze verfolgen, hervoragende Ergebnisse erzielen und Sie unterstützen.

Es gibt neben der Physiotherapie, auch andre Methoden wie, Rolfing oder Pohl-Therapie, die sich mit dem Thema Faszienarbeit beschäftigen und mit Ihnen zusammen wieder einen schmerzmedikamentfreien Alltag herstellen werden!

Glauben Sie nicht diese weit verbreitete Lüge, Arthrose sei abnutzungs- und verschleissbedingt, Knorpel könne, im Alter nicht wieder neu gebildet werden, es liegt an unserer Compliance, unserem Lifestyle.


Links zum Thema:

http://www.ea-rolfing.de

https://www.anja-fersch.de/pohltherapie/

https://www.liebscher-bracht.com

https://www.buecher.de/shop/gesundheit–medizin/die-arthrose-luege/liebscher-bracht-roland-bracht-petra/products_products/detail/prod_id/48069730/


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Green Care – Bauernhof statt Altenheim?

Was ist Green Care?


Wir erklären Ihnen im folgenden Artikel welche Vorteile sich beim Projekt Green Care auf dem Bauernhof gegenüber einem Pflegeheim ergeben.

Immer häufiger tauchen alternative Wohn- & Pflegemöglichkeiten zu bestehenden Senioren- oder Altenpflegeheimen auf.

  • Ist es wirklich noch zeitgemäß seinen pflegebedürftigen Angehörigen in einem Alten- oder Seniorenheim unterzubringen?
  • Ist er dort adäquat versorgt?
  • Welche Alternativen bietet der Pflegemarkt?
  • Wo könnte sich, die mir nahestehende Person wohl fühlen?

Green Care: Pflege auf dem Bauernhof

In der nachfolgenden ZDF Dokumentation Green Care, wird ein tolles alternatives Wohnprojekt, welches auch bereits in verschiedenen EU-Ländern praktiziert wird, vorgestellt. Senioren leben mit jungen Menschen zusammen auf dem Bauernhof. Ein Umdenken, von der Singularisierung zurück zur Großfamilie. Jeder kann sich an anfallenden Aufgaben beteiligen, Wertschätzung wird gelebt, Vereinsamung vorgebeugt & Aufgaben auf dem Hof können übernommen werden, müssen es aber nicht, je nach körperlichem Allgemeinzustand. Zusätzlich betreut wird die Wohngemeinschaft von einem ambulanten Pflegedienst.

green care auf dem bauernhof

Es ist schön zu sehen, wie zufrieden die in der Dokumentation vorgestellten Menschen des Green Care Projekts miteinander leben. Eine Gemeinschaft in die jeder einbringt, wozu er in der Lage ist. Aufgaben werden übernommen, die Tagesstruktur gemeinsam gestaltet & bewältigt. Menschen brauchen Aufgaben, Anerkennung & Wertschätzung.

Das Gegenteil ist häufig der Fall. Menschen vereinsamen, fühlen sich im wegstehend oder nicht mehr gebraucht, überflüssig & unnütz. Die eigentliche Familie ist nicht vor Ort, lebt entfernt, für viele Senioren ist diese Distanz nicht mehr selbständig zu bewältigen.

Jeder Tagesablauf ist der gleiche, es passiert nichts mehr. Oft sind langjährige Freunde bereits verstorben oder selbst pflegebedürftig und dadurch eingeschränkt. Man ist fortlaufend mit dem eigenen Altwerden & den damit verbundenen Problemen konfrontiert. Junge Menschen bringen frischen Wind, neue Ideen und Leben in eine Wohngemeinschaft. Man lässt sich mitreissen, motivieren, sieht einen Sinn für das Weiterleben, man wird gebraucht, ist teil eines Ganzen & nicht abgeschoben am Rande der Gesellschaft.

Nicht zu unterschätzen ist die beruhigende, ausgleichende Präsenz von Tieren. Sie werden seit Jahren in psychatrischen Einrichtungen als Therapieteil einbezogen. In der Pflege werden bereits heutzutage batteriebetriebene, sich bewegende und artikulierende Plüschtiere eingesetzt, um Patienten zu beschäftigen oder zu beruhigen.

Die Wertschätzung eines älteren Menschen, ist nach meiner Meinung, nicht gegeben, er wird wie ein Kind behandelt, nicht wie ein vollwertiger, erfahrener und vor allem erwachsener Mensch mit Wünschen & Bedürfnissen.

Ein natürlicher Umgang, wie in dieser Green Care Dokumentation gezeigt, wäre eine Möglichkeit mit mehreren Generationen und Tieren zusammenzuleben. Basierend auf Verständnis, Rücksicht und gegenseitiger Bereicherung. Senioren passen auf Kinder auf, während wir unserer Arbeit nachgehen, eine Tagesmutter wird überflüssig. Gemeinsames Kochen, der Erfahrungsaustausch von mehreren Generationen, jeder bringt sein Wissen mit ein, man lernt vom Anderen. Freizeitaktivitäten können von jüngeren Menschen anders geplant werden, es gibt jemanden der die Aufgabe des Babysitters am Abend übernimmt.

Unzählige neue Möglichkeiten bilden sich ab, wenn man vom konventionellen Weg des alleine alt werden abkommt, offen für neues ist. Für meine Generation eine nicht fremde Denkweise, wir haben fast alle aus Kostengründen bereits zu Studien- oder Ausbildungszeiten gelernt in Wohngemeinschaften zu leben, sind gewohnt uns zu arrangieren, Badezimmer & Küche zu teilen, Dinge gemeinsam oder in Absprache zu erledigen.

Der im Film erwähnte ambulante Pflegedienst kann sich auf das Wesentliche im Bereich der Unterstützung in der Körperpflege konzentrieren, Haushaltstätigkeiten entfallen, werden von noch rüstigen Mitbewohnern übernommen, dies spart wertvolles Geld, Pflegegeld welches vom Gesetzgeber klar, als nur die Basis der pflegerischen Versorgung betrachtet wird, es muss immer von einem zu leistenden Eigenanteil ausgegangen werden und dieser muss zuerst einmal finanzierbar sein.

Es wird kein Dienst welcher Essen auf Rädern liefert, das in Großküchen zubereitet wird und nur einen geringen Nährwert hat benötigt. Man kocht gemeinsam frisch, baut einige Lebensmittel noch selbst an, wie in alten Zeiten, auch hier lässt sich mit einer geringen Rente einiges einsparen.

In meinen Augen ist Green Care eine bereichernde, attraktive Wohnform um gemeinsam alt zu werden und einer Vereinsamung vorzubeugen!

Fazit:

Welche Alternative gibt zum Altenheim?

Senioren-WGs oder Mehrgenerationenhäuser sind eine gute Alternativen zum klassischen Wohnen im Altenheim. Diese Projekte sind oft durch gemeinnützige Vereine selbst organisiert. Senioren sind nach ihren Möglichkeiten am Alltagsleben beteiligt, helfen & unterstützen sich untereinander, Angehörige unterstützen den Alltag zusätzlich. Es ist oft ein ambulanter Pflegedienst für pflegerische und / oder medizinische Tätigkeiten organisiert.

Link zur ZDF Dokumentation:

https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-bauernhof-statt-altersheim-100.html?fbclid=IwAR2CtV9ERir8ow4NGv9aLQbNM79dK0nwICcAnZc95MwTItNzn8BXWV1vYi4


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