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Alternative Möglichkeiten zu Essen auf Rädern & Fertigprodukten

Sie stehen vor dem Problem, dass Ihr Angehöriger nicht mehr in Lage ist sich selbst Mahlzeiten zu zubereiten?

Einkäufe können nicht mehr selbständig durchgeführt werden und es muss eine Lösung gefunden werden?

  • Was spricht gegen Essen auf Rädern?
  • Welche Alternativen gibt es?
  • Wie ist die Qualität?
  • Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis?
  • Ist es dem Altersstoffwechsel angepasst?
  • Wie ist der Nährstoffgehalt?

Pro:

Auf dem freien Markt gibt es diverse Anbieter die ein warmes Menü oder Einzelgericht für Senioren oder Hilfebedürftige nach Hause liefern. Preise für Einzelgerichte sind aktuell bei 7,50 Euro bis 10,- Euro inkl. Lieferung. Hergestellt werden die Mahlzeiten, die vorab über einen online oder in Druckform bereitgestellten Wochenmenüplan des Anbieters zur Auswahl gestellt werden, in Großküchen.

Die Gerichte werden warm, tiefgefroren zum selbst auftauen und erwärmen geliefert.

Vorteilhaft ist, dass das Essen bis nach Hause geliefert, auf Wunsch auch ausgepackt und auf einem Teller bereitgestellt wird.

Es kann auf die Einhaltung einer ernährungs- oder gesundheitsbezogenen Diät grösstenteils eingegangen werden.

Auch für Patienten mit Kaubeschwerden, können Mahlzeiten püriert geliefert werden.

Vor- und Nachspeisen können zusätzlich, gegen Aufpreis, mit bestellt werden.

 

Contra:

Die Erfahrung seit Jahrzehnten zeigt, dass die Mahlzeiten oft nicht heiss geliefert werden, sondern lauwarm, was sich natürlich auf den Geschmack auswirkt. Das Essen ist leider oft verkocht und in den Abteilungen der Plastikmenüschale verrutscht, es schwimmt alles ineinander und sieht nicht mehr sehr appetitlich aus.

Der Nährstoffgehalt ist nachweislich mehrfach von Instituten getestet worden und ist eher reduziert als den Bedürfnissen des alten Menschen entsprechend. Die Qualität entspricht dem Essen einer herkömmlichen Kantine.

Salate können zusätzlich bestellt werden, sind jedoch meistens nicht sehr vielseitig & vitaminhaltig und mit gezuckerten Fertigdressings angerichtet.

Es wird zusätzlich eine Menge Müll durch Plastikfolien, Plastikschalen und zusätzlichen Plastikbechern produziert.

Die Mahlzeitenauswahl rotiert bei den meisten Anbietern, was zur Folge hat, dass doch immer in gleichen Abständen das gleiche gewählt und geliefert wird.

Die Lieferzeit ist aufgrund der zu beliefernden Kundenmenge oft nicht beeinflussbar, Zeitfenster von mehreren Stunden ab 10 Uhr morgens bis 14 Uhr nachmittags sind normal.

Kaum ein älterer Mensch, ist auf Nachfragen, mit seiner Mahlzeit zufrieden, die Antwort ist meistens, besser als nichts…

Alternativen:

Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich die Zeit als Angehöriger zu nehmen und sich mit den Essensgewohnheiten und Bedürfnissen des Betroffenen auseinander zu setzen. Wenn die Möglichkeit besteht gehen Sie zusammen den Lebensmitteleinkauf erledigen. Kochen Sie Gerichte vor, portionieren Sie diese und frieren Sie diese ein. Ein Pflegedienst kann diese auch morgens zum Auftauen für mittags bereits aus dem Gefrierfach herausnehmen, dass das Essen mittags nur erwärmt werden muss.

Sehen Sie sich Gastronomien in der Nachbarschaft an, sprechen Sie mit diesem über mögliche Lieferungen nach Hause und eine Monatsrechnung. Nutzen Sie Geschirr der Gastronomie oder des eigenen Haushalts und vermeiden Sie unnötigen Plastikmüll.

Wechseln Sie sich mit dem Vorkochen im Familienkreis ab, überlegen Sie ob es nicht sinnvoll und auch kostengünstiger wäre, selbst etwas mehr zu kochen und den Angehörigen mit zu versorgen, wenn er in der nähe lebt oder sie ihn regelmässig in der Woche besuchen. Suppen sind nahrhaft und lassen sich einfrieren und leicht erwärmen.

Jeder online Lieferdienst, der seine Mahlzeiten über Speisekarten im Internet bereit stellt, kann als Alternative genutzt werden und die Preisdifferenz ist kaum höher.

Sprechen Sie mit eventuell vorhanden Bekannten oder Freunden in der Nachbarschaft des Betroffenen, ob diese gegen einen kleinen Betrag bereit sind, mittags etwas mehr zu kochen und es vorbeizubringen.

Planen Sie einen oder mehrere Tage die Woche für ein gemeinsames Essen mit Ihrem Angehörigen, es macht immer mehr Spass Mahlzeiten zusammen zu geniessen, als allein zu essen!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Ihre Pflegeberatung in München erklärt: Tabletten richtig teilen | Richtlinien | Hinweise

Ob zur Dosisanpassung von Medikamenten, zum leichteren Schlucken oder aus anderen Gründen gibt es für pflegende Angehörige aber auch Patienten einiges zu beachten.
Viele Menschen haben Angst grössere Tabletten einzunehmen oder zu schlucken, da sie befürchten sie könnten im Hals hängen oder stecken bleiben.
Dies ist gerade bei Kindern aber auch älteren Menschen oft zu beobachten.

Wir gehen auf folgende Punkte ein:

  • Dosisanpassung
  • Tabletten teilen
  • Halbieren des Medikaments untersagt
  • Richtlinien
  • Hinweise
  • Hilfsmittel für das Teilen von Medikamenten

Dosisanpassung:

Wenn ein Arzt Ihnen ein Medikament verordnet bzw. ansetzt und es nicht in der richtigen Milligrammzahl rezeptiert, stehen Sie vor dem Problem wie soll ich es jetzt einnehmen und wie ändere die Dosierung korrekt.

Manchmal gibt es das Medikament von Seiten des Herstellers nicht in der vom Arzt angeordneten Dosierung, es muss individuell angepasst werden.

Ein Präparat muss oft auch geviertelt oder halbiert, jedenfalls angepasst werden, um einen Medikamentenspiegel aufzubauen oder es reduzierend von der Wirkstoffmenge ausschleichen zu lassen, wenn es abgesetzt wird.

Tabletten teilen:

Nicht alle Medikamente eignen sich zum Teilen. Auch wenn ein Präparat mit einer Kerbe oder Kreuzkerbe vorgeprägt ist, kann dies von Seiten des Herstellers zur Identifikation beitragen, um der Verwechselungsgefahr mit anderen Tabletten vorzubeugen, nicht jedoch zur Teilung bestimmt sein.

Achtung:

Bei Unsicherheiten beim Zerteilen von Medikamenten sollte auf jeden Fall die Packungsbeilage vor dem Teilen gelesen werden, der verordnende Arzt oder ein Apotheker befragt werden!

Nicht teilbare Präparate:

In der Regel sind Tabletten, die eine Schutzfilmummantelung haben, sogenannte Fimtabletten, die magensaftresistent sind und deren Wirkstoff über den Darmtrakt aufgenommen wird, nicht teilbar.

Kapseln haben eine Hülle aus Zellstoff, die ebenfalls magensaftresistent ist und über den Darmtrakt ihre Wirkung entfalten und nicht geteilt werden sollten. Dies kann von Präparat zu Präparat unterschiedlich sein, auch hier den Beipackzettel lesen, bei Arzt und / oder Apotheker nähere Informationen einholen.

Risiken durch Tablettenteilung:

Seien Sie sich des Risikos nicht fachgerechter Medikamententeilung für den Patienten bewußt.

Zerkleinern, halbieren oder vierteln Sie Medikamente nicht nach Vorschrift kann es zu folgendem kommen:

  • zu hohe Dosierung
  • zu niedrige Dosierung
  • Wirksamkeit reduziert
  • Wirksamkeit erhöht
  • Gefährdung des Behandlungserfolgs
  • Gefährdung des Gesundheitszustands des Patienten
  • zu schnelle Wirkstoffaufnahme

Hilfsmittel zur Teilung des Medikaments:

Beim Zerteilen von Medikamenten kommt es auch auf die richtige Technik an.

Gelingt Ihnen dieses nicht auf Anhieb beim Halbieren mit den Fingern oder einem dünnen, scharfen Messer, ist es hilfreich sich für wenig Geld in der Apotheke einen Tablettenteiler zu besorgen. In den wird das zu teilende Präparat gelegt und durch schliessen mit einer festverbauten scharfen Klinge halbiert oder wenn nötig erneut geviertelt. Siehe Bild anschliessend.

Abschliessend:

Für nicht teilbare, grosse Tabletten gibt es in der Apotheke auch die Möglichkeit sich spezielle, gleitfähige Umhüllungen, die das Schlucken erleichtern zu besorgen.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

Fallbeispiel | Individuelle Pflegeschulung von Angehörigen bei Demenzproblemen

 

Eine pflegende Ehefrau, deren Ehemann an Demenz erkrankt ist, schildert telefonisch folgende Probleme bei der Versorgung, bittet uns um Hilfestellung & Rat.

 

Problem:

  • Vermehrt verbales aggressives Verhalten des Menschen mit Demenz.
  • Ausgeprägte Skepsis der Pflegeperson gegenüber.
  • Auftretende Handgreiflichkeiten, Übergriffe und sogenanntes, herausforderndes Verhalten.
  • Überforderung der pflegenden Ehefrau.
  • Grenzerfahrung nervlich bedingt.
  • Der Betroffene möchte fortlaufend das KFZ benutzen.
  • Es besteht, natürlich, keine Krankheitseinsicht.
  • Es besteht eine Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz (Er ist ständig gedrängt nach draussen zu gehen, umherzulaufen, etwas oder jemanden zu suchen, Orte aufzusuchen, dies erfolgt auch oft plan- und ziellos. Korrekte Uhrzeiten werden nicht mehr berücksichtigt.

 

Anamnese:

  • Es liegt eine fortgeschrittene Demenz-Diagnose vor.
  • Die Ehefrau pflegt ohne Vorkenntnisse, nach bestem Wissen & Gewissen.
  • Es ist bisher kein ambulanter Pflegedienst tätig.
  • Der Betroffene hat noch viele wache Momente, realisiert noch Zusammenhänge.
  • Er spricht noch klar und bewegt sich noch ohne Pflegehilfsmittel (Rollator etc.).
  • Er äußert Wünsche & Bedürfnisse.
  • Er verwendet Floskeln und versucht die Fassade zu wahren.
  • Es kommt bereits zum Nichterkennen von Personen.
  • Er befindet sich nicht mehr komplett im Hier und Jetzt.
  • Er erkennt Risiken und Gefahren nicht mehr.

Vorgehensweise:

  • Telefonisch grundlegende Tipps zum Umgang und der Kommunikation.
  • Es wird Zeit für Fragen und Antworten gegeben.
  • Bisherige, genutzte Entlastungsmöglichkeiten werden erfragt.
  • Ein Termin vor Ort wird vereinbart um die Situation kennen zu lernen.
  • Der Betroffene wird nicht über den Termin mit dem Pflegeberater informiert, Unruhe vermeiden.
  • Die Ehefrau wird aufgefordert, beim Hausbesuch, ein normales Gespräch mit ihrem an Demenz erkrankten Mann zu führen.
  • Wir organisieren die Tochter des Ehepaars zu ihnen nach Hause, jedoch eine Stunde zeitversetzt, zur späteren Beaufsichtigung des an Demenz erkrankten Vaters.

Umsetzung:

  • Treffen in der häuslichen Umgebung.
  • Der Pflegeberater gibt sich vor dem Menschen mit Demenz als früherer Arbeitskollege der Frau aus.
  • Der Berater stellt sich vor und erkundigt sich nach der Verfassung des Betroffenen.
  • Ihm wird Raum & Zeit gegeben sich mitzuteilen und Fragen zu stellen.
  • Die Ehefrau beginnt eine Unterhaltung und stellt ihrem Mann Fragen um ihn in ein Gespräch zu verwickeln.
  • Der Berater sitzt, nicht am Gespräch teilhabend, sich Notizen machen dabei.
  • Für dieses Gespräch gibt es einen Zeitrahmen von ca. 1/2 Stunde.
  • Nach dem Erscheinen der Tochter, die auf ihren Vater anschliessen aufpassen soll, geht der Pflegeberater mit der Ehefrau spazieren und arbeitet die gemachten Notizen des Gesprächsverlaufs, sowie die Reaktionen des Menschen mit Demenz, gemeinsam mit ihr auf und erklärt ihr bestehende Kommunikationsfehler und Fehler im Umgang mit ihrem Mann.
  • Lösungsvorschläge bezüglich der Fahrzeugnutzung des Menschen mit Demenz werden gegeben.

Ergebnis:

  • Offene Fragen wurden erklärt & beantwortet.
  • Beispiele aufgezeigt & erklärt.
  • Lösungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt.
  • Der Umgang und die Kommunikation aufgezeigt und korrigiert.
  • Triggerpunkte für den Menschen mit Demenz aufgezeigt und Verständnis geschaffen.
  • Sicherheit im Umgang mit diesem Krankheitsbild wurde vermittelt.
  • Die Standards für den Umgang und die Kommunikation wurden mündlich & schriftlich weitergegeben.
  • Die Ehefrau wurde motiviert nicht aufzugeben und an sich, auf den Umgang mit ihrem erkrankten Mann bezogen, zu arbeiten.
  • Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige wurden aufgezeigt und angesprochen.
  • Die KFZ-Nutzung bei Demenzerkrankung wurde lösungsorientiert abgearbeitet.

Evaluation:

  • Der Pflegeberater bietet die Möglichkeit an, bei Unsicherheiten oder Problemen der Ehefrau, jederzeit zu den Bürozeiten anzurufen und sich Unterstützung zu holen.
  • Wir vereinbaren einen festen, wöchentlichen Telefontermin zum Austausch bezüglich des Fortschritts.
  • Es wird auf einen möglichen, weiteren Hausbesuchstermin zur Hilfestellung hingewiesen.

 

Wenn auch Sie oft an Ihre Versorgungsgrenzen bei einem zu pflegenden Menschen mit Demenz oder auch einer anderen Erkrankung stoßen, nutzen Sie die Möglichkeit unserer individuellen Angehörigenschulung vor Ort in München und dem angrenzenden Umland. 

Für weitere Entfernungen bieten wir telefonische Schulungen auch über Videotelefonie, Whatsapp, Skype oder Facetime an.

 

Kontaktieren Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage, wir helfen Ihnen weiter und finden einen praktikablen Weg der Hilfestellung für Sie.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

Tipps: Deutsche Pflegeberatung Matheis in München zu Autofahren bei Demenz-Diagnose

Warnzeichen:

  • Die Orientierung fehlt?
  • Zu langsame Fahrweise?
  • Unentschlossenheit an Kreuzungen?
  • Verfahren auf gewohnten Strecken?

Sie merken, bei Ihrem Angehörigen, dass diese Punkte leider zutreffen oder die Unsicherheit im Straßenverkehr zunimmt?

Wie gehe ich mit dem Verlustgefühl für seine Unabhängigkeit um?

Keine Einsicht bei Fahruntauglichkeit?

Wer ist im Schadensfall haftbar?

Kann ich die Fahrtauglichkeit prüfen lassen?

Die Freiheit & Unabhängigkeit:

Viele Fragen, die sich durch diese neue Diagnose Demenz für Angehörige ergeben.

Wir sehen die nachlassende Verantwortung des Betroffenen bei der Autofahrt, fühlen uns mitverantwortlich und suchen nach einer Lösung dies zu ändern.

Selbstverständlich ist uns bewußt, wie wichtig vielen ihre Radiuserweiterung mit dem PKW ist und dass das benutzen des Fahrzeugs etwas mit Unabhängigkeit und Freiheit zu tun hat.

Ein Fahrzeug ist oft notwendig um noch an Aktivitäten teilnehmen zu können, Einkäufe zu erledigen oder Freunde / Angehörige zu besuchen.

Eine Einschränkung dessen ist das Resultat, oft verbunden mit Frustration beider Parteien, Streit, Ärger und anstrengenden, zu nichts führenden Diskussionen.

Bedenken Sie, eine sachliche Auseinandersetzung ist mit der Diagnose Demenz nicht mehr oder in nur sehr geringem Maß möglich.

Beeinträchtigungen des Fahrverhaltens durch die Demenz:

Am Anfang der Demenzerkrankung wird den Betroffenen, laut Studien, noch eine hohe, kaum reduzierte Fahrkompetenz zugesprochen.

In diesem Stadium ist die Erlaubnis zum Führen eines Kraftfahrzeugs noch gegeben.

Schreitet die Erkrankung fort, lässt auch die geistige, kognitive Leistung nach.

Davon betroffen sind Orientierung, Reaktionsfähigkeit, Wahrnehmung & Konzentration.

Oft ist diese nachlassende Fahrtüchtigkeit nicht sofort zu erkennen, sie wird durch demenztypische Floskeln kaschiert, um eine gesellschaftslich akzeptabele Fassade zu wahren.

Dies liegt primär am unterschiedlichen Verlauf der Erkrankung, die natürlich bei jedem Betroffenen individuell ist.

Meiden Sie bei diesen, beginnenden Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit unbedingt Fahrten zu Berufsverkehrzeiten, Dunkelheit, auftretender Müdigkeit oder schlechten Witterungsverhältnissen, wie Eis, Schnee & Glätte!

Überprüfen der Fahrtauglichkeit:

Es gibt die Möglichkeit, über beispielsweise den ADAC, an einem Fahr-Fitness-Check teilzunehmen.

In Form eines Fahrsicherheitstrainings für Autofahrer im fortgeschrittenen Alter.

Bestehen Sie, bei auftretenden kognitiven Einschränkungen, auf einen solchen Test, um nicht nur andere Personen zu schützen, sondern primär ihren betroffenen Angehörigen.

Bei einer Demenzform, der frontotemporalen Demenz, neigen die Betroffenen zu einem unkontrolliert schnellen Fahrstil, dieser ist oft aggrssiv und offensiv. 

Beispielsweise werden rote Ampeln ignoriert, die Geschwindigkeitsbegrenzungen werden nicht mehr erkannt.

Wie gehe ich als Angehöriger damit um?

Sie sollten dem Thema Raum geben und es in einem ruhigen Moment, vorwurfsfrei, sensibel und verständnisvoll aufgreifen, damit der Betroffene nicht in die Verteidigungsposition gerät.

Versuchen Sie auf alternative Möglichkeiten einzugehen, Taxifahrten, sich chauffieren lassen oder auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurück zugreifen.

Uneinsichtigkeit der Fahruntauglichkeit:

Menschen mit Demenz reagieren auf visuelle Reize. Die ersten Schritte die Sie unternehmen können:

  • Autoschlüssel verstecken
  • Fahrzeug ausser Sichtweite parken, Zugangsbarrieren schaffen
  • Batterie abklemmen
  • Ausreden erfinden; das KFZ wird vom Sohn gebraucht oder es befindet sich in der Werkstatt

Seien Sie nicht frustriert und nehmen Sie negative Äußerungen vor allem nicht persönlich!

Zeigen Sie Möglichkeiten auf, die notwendige Mobilität anderweitig aufrecht zu erhalten.

Sprechen Sie Mut zu.

Versuchen Sie das Thema zu wechseln, Ablenkung funktioniert bei Menschen mit Demenz, da sie schnell wieder vergessen, worüber eben noch diskutiert oder gestritten wurde, nutzen Sie die emotionale Ebene für Ihre Kommunikation, diese bleibt lange erhalten.

Eine amtliche Überprüfung der Fahrtauglichkeit:

Sie haben die Möglichkeit bei Ihrer Stadt eine Überprüfung der Verkehrtauglichkeit Ihres Betroffenen anzumelden.

Eine Behörde ist verpflichtet solchen Hinweisen nachzugehen.

Als Basis für die Beurteilung dient ein medizinisch-psychologischer Test der TÜV-Stelle, die MPU.

Bei diesem Test werden unter anderem Reaktionsfähigkeit & Konzentrationsfähigkeit überprüft.

Wichtig: Ist diese Prüfung amtlich angeordnet entstehen Ihnen keine Kosten!

Fahren trotz Fahruntüchtigkeit:

Wird trotz einer vorliegenden Demenzdiagnose das Fahrzeug bewegt, gilt durch die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, die Aufhebung der Schweigepflicht für den Arzt.

Dieser ist verpflichtet die zuständige Behörde zu verständigen.

Haftbarkeit des Angehörigen:

Im, durch den Menschen mit Demenz, zustande gekommenen Schaden reguliert die KFZ-Versicherung zuerst den Schaden, welcher Dritten zugeführt wurde.

Diese ist, bei vorliegender Demenz Diagnose des Schadenverursachers, in der Position sich den Schaden ersetzen zu lassen. Angehörige haben eine Aufsichtspflicht, wie bei einem Kind und können haftbar gemacht werden.

Es wird sich auf die Vorhersehbarkeit berufen, Sie haben ihre Aufsichtspflicht verletzt und unterlassen, alles in Ihrer Kraft stehende zu unternehmen, einen Schaden abzuwenden.

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem sensibelen Thema haben kontaktieren Sie uns auf gewohntem Weg telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis