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Weswegen Logopädie-Therapie bei Menschen mit Demenz sinnvoll ist

Der Mehrwert von Logopädie bei Demenz

Der langsame Verlust der eigenen Sprache durch das Vergessen, während dem Verlauf der Krankheit oder wenn erste Symptome einer Demenz auftreten, ist ein Thema welches die Teilnahme am Leben sehr einschränkt. Nicht verstanden werden, sich nicht adäquat ausdrücken zu können, führt zu sozialer Isolation und Rückzug ins eigene Innere. Die Logopädie sollte als therapeutischer Ansatz, gerade in der frühen Phase der Demenz-Erkrankung präventiv genutzt werden, um diesen Prozeß der sprachlichen Barriere, des langsamen Vergessens von Wörtern, sowie dem Bilden von ganzen Sätzen entgegen zu wirken.


Für welche Symptome der Demenz nutze ich die Logopädie-Therapie?

  • Die Person hat Wortfindungsstörungen
  • Die Person verwendet Ersatzwörter oder
  • Der Faden im Satz geht oft verloren
  • Sprachverständnisprobleme werden offensichtlich & führen zu Missverständnissen
  • Es werden Gesprächsinhalte nicht verstanden
  • Antriebslosigkeit beim Sprechen, die Sprachbeteiligung nimmt ab
  • Sprunghafte Wechsel während des Erzählens / Sprechens

Logopädie Demenz Symptome Verlauf


Der Therapieansatz der Logopädie bei Demenz:

Die Therapie bezieht sich auf auftretende Sprachstörungen, Störungen der Stimme sowie Schluckprobleme, welche oft nach einer Krankheit oder während dieser, wie im Fall der fortgeschrittenen Demenz, zu beobachten sind. Ihr Hausarzt kann Ihnen bei auftretenden Problemen ein Therapierezept ausstellen. Ziel ist es eine Verbesserung der Sprach-, Stimm- und Schluckqualität zu erwirken oder einen aktuellen Stand zu halten.

Logopädie und Demenz:

Das Ziel bei Menschen mit Demenz ist es, die Kommunikations- und Ernährungsmöglichkeit, unter der krankheitsbedingten Veränderung, möglichst lange aufrecht zu erhalten. Zu Beginn der Erkrankung ist es bereits sinnvoll diese logopädische Unterstützung in Anspruch zu nehmen und präventiv auf den Krankheitsverlauf einzuwirken, um Kommunikationsstörungen entgegen zu wirken. Da der Lernprozeß bei Menschen mit Demenz, aufgrund des eingeschränkten oder nicht mehr vorhandenen Kurzzeitgedächtnisses, nicht mehr stattfindet, ist ein ressourcenorientierter Ansatz nötig, nachdem die Logopädie-Therapie vorgeht.

Nutzen Sie die noch vorhandenen Ressourcen, um den betroffenen Menschen zu spiegeln, seine noch präsenten Fähigkeiten zu fördern und möglichst aufrechtzuerhalten. Hierbei spielt die nonverbale Kommunikation eine primäre Rolle. Beobachten Sie kommunikativen Fähigkeiten wie, Sprachmelodie, Gestik und Mimik diese geben Ihnen wertvolle Hinweise auf eventuelle Förderansätze der Therapie.

Erinnern Sie sich immer an den Grundsatz der Logopädie, es ist wichtiger wie sage ich etwas als was Sie sagen!

Beachten Sie den Grundsatz der Kommunikation bei Menschen mit Demenz. Achten Sie auf den Tonfall der empfunden wird, dieser steht bei Menschen mit Demenz, vor dem Inhalt des Gesagten.


Therapieziele:
  • Aufrechterhaltung der Teilhabe am sozialen Leben
  • Größtmögliche Erhaltung der Lebensqualität für den betroffenen Menschen
  • Der Erhalt der sprachlichen Selbständigkeit
  • Unterstützung bei der Mahlzeiten- und Getränkeeinnahme & Reduktion von auftretenden Schluckproblemen

Bisher sind diese therapeutischen Möglichkeiten bei der Förderung & Begleitung von Menschen mit Demenz nur wenigen bekannt. Wird erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf diese therapeutische Möglichkeit zurückgegriffen, kann dies bereits zu spät sein und eine Unterstützung bereits nicht mehr möglich sein bzw. nur noch geringe Erfolge zeigen.

Wir haben Ihnen anschliessend eine Übersicht von Logopädie-Praxen und Logopädie-Therapeuten verlinkt, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, in Ihrer Nähe eine therapeutische Unterstützung, mit dem Schwerpunkt auf Demenzbehandlung zu finden.

https://www.dbl-ev.de/service/logopaedensuche/

Fazit:

Was bringt Logopädie bei Demenz?

Eine Teilhabe am sozialen Leben & eine größtmögliche Lebensqualität soll aufrechterhalten bleiben. Die sprachliche Selbständigkeit soll erhalten werden. Die Unterstützung bei bereits auftretenden Schluckproblemen ist therapeutisch gewährleistet. Eine unabhängige Pflegeberatung gibt Ihnen weitere Informationen & Tipps.

 

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Demenz – Diese 3 Phasen werden unterschieden

Demenz Phasen erklärt


Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen Tipps zur Selbsteinschätzung des aktuellen Krankheitsverlaufs Ihres Angehörigen mit Demenz bezogen auf die 3 Phasen ermöglichen. Beleuchten Sie selbst, wie Sie den Krankheitsverlauf Ihres Angehörigen einschätzen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei unterschiedlichen Verlaufsphasen, je nach Fortschritt der Erkrankung. Unterschieden werden Prozesse des geistigen Abbaus bezogen auf die Merkfähigkeit, Sprache, die eigene Handlungsfähigkeit, Wesensveränderungen und Einschränkungen bezogen auf die noch bestehenden Möglichkeiten der Selbstversorgung.

Wir erklären Ihnen in kurzen Stichpunkten die einzelnen der drei Phasen.


Demenz Phasen erklärt


Symptomatik der Demenz-Phase 1, beginnende Demenz:

  • Während des Gesprächs wird oft der Faden verloren
  • Die Merkfähigkeit ist eingeschränkt
  • Neue Informationen werden nicht mehr oder nur teilweise behalten
  • Das Kurzzeitgedächtnis läßt nach
  • Fragen werden mehrmals gestellt
  • Ersatzwörter werden vermehrt genutzt
  • Die Konzentration ist beeinträchtigt
  • Schwierigkeiten beim Benennen von Datum & Uhrzeit
  • Namen werden vergessen
  • Sätze werden verkürzt
  • Störungen bei Alltagstätigkeiten ( Körperpflege, Mahlzeitenzubereitung, sich kleiden etc.)
  • Erste Wortfindungsstörungen treten auf
  • Oft stimmt die Reihenfolge von Handlungsabläufen nicht mehr
  • Bereits erledigtes wird nochmal aufgegriffen
  • Es entsteht eine Passivität und Teilnahmslosigkeit
  • Das Erfassen von komplexen Zusammenhängen ist nicht mehr möglich
  • Erste örtliche Orientierungsschwierigkeiten treten auf, auch in gewohnter Umgebung
  • Die Merkfähigkeit an länger zurückliegende Ereignisse oder Situationen ist noch nicht beeinträchtigt

Symptomatik der Demenz-Phase 2, mittelgradig fortgeschrittene Demenz:

  • Die Gedächtnisleistung baut noch mehr ab
  • Tag-Nacht-Rhythmus-Störungen treten auf
  • Häufige Stimmungsschwankungen sind bemerkbar, bis zu aggressivem Verhalten
  • Es kommt zu Desorientiertheit außerhalb der eigenen Wohnung / des eigenen Hauses
  • Gefühlsschwankungen nehmen vermehrt zu
  • Der Betroffene zieht sich noch mehr zurück, beteiligt sich kaum noch am Alltagsgeschehen
  • Die personell notwendige Unterstützung, bei bisher selbständigem, nimmt zu
  • Alltagstätigkeiten bereiten dem Betroffenem größte Mühe
  • Die Ausübung des Berufs ist unmöglich
  • Auch das Langzeitgedächtnis ist massiv beeinträchtigt
  • Gegenwart und Vergangenheit sind nicht mehr unterscheidbar

Symptomatik der Demenz-Phase 3, schwere Demenz:
  • Eine Kontaktaufnahme gestaltet sich sehr schwierig oder ist kaum noch möglich
  • Eine Infektanfälligkeit nimmt zu
  • Bewegungen sind nur noch eingeschränkt möglich, bis hin zur Bettlägerigkeit
  • Es kommt zu auftretenden Schluckstörungen
  • Die Darm- und Blasenkontrolle nimmt ab
  • Gehen und Stehen ist erschwert
  • Der Wortschatz ist stark reduziert
  • Das Bilden von Sätzen ist erschwert
  • Die Artikulation findet oft nur noch über Laute statt

Fazit:

Wie ist der Verlauf einer Demenz Erkrankung?

Grundsätzlich unterscheidet man den Verlauf einer Demenz in drei unterschiedlichen Phasen, welche den geistigen Abbau und die kognitive Leistung, Sprache, Wesensveränderungen, die eigene Handlungsfähigkeit & Selbständigkeit betreffen.

 

In allen der drei Stadien der Demenz, ist es wichtig die Nerven zu behalten, ruhig zu bleiben, den Betroffenen nicht zu maßregeln, ihn nicht zusätzlich auf seine Fehler aufmerksam zu machen und auf diese zu reduzieren. Behandeln Sie Ihren Angehörigen wetschätzend und versuchen Sie den Zugang über die emotionale Ebene aufrecht zu halten, vermeiden Sie sachliche Diskussionen, die zu nichts führen. Denken Sie an Ihre Selbstfürsorge und planen Sie regelmäßige Aus- und Erholungszeiten für sich selbst in den schwierigem Pflegealltag ein!


 

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6 Tipps zur Pflege Ihres Angehörigen nach Schlaganfall

Pflege nach Schlaganfall


Im folgenden Beitrag möchten wir ihnen die notwendigen und wichtigen Aspekte in der Pflege eines Schlaganfall-Patienten erklären:

  • Körperwahrnehmung des Betroffenen
  • Tipps bei der Körperpflege
  • Anziehtraining
  • Raumgestaltung
  • Schmerzproblematik
  • Richtiges Lagern und Positionieren

Körperwahrnehmung des Betroffenen nach Schlaganfall:

Da der Betroffene seine Körperhälfte im Moment gar nicht oder nur teilweise wahrnimmt, was von der Ausprägung und Region des Schlaganfalls im Gehirn abhängt, ist es die wichtigste Priorität ihn für diese Körperseite wieder zu sensibilisieren. Seine Wahrnehmung richtet sich aktuell nur auf die funktionierende, nicht betroffene, Körperhälfte. Die gelähmten Extremitäten sind schlaff, hängen teilnahmslos am Körper, müssen unterstützend gelagert oder positioniert werden und sind vor allem oft schmerzfrei! Sie werden vom Patient nicht mit einbezogen, er vergißt diese schlicht und beachtet sie oft gar nicht oder nur teilweise.

Auch der rehabilitative Ansatz geht nur in die Richtung der erneuten Sensibilisierung der betroffenen Körperteile. Ein Umdenkansatz im Gehirn muss angelernt und antrainiert werden!


Unterstützung bei der Körperpflege nach Schlaganfall:

Der pflegerische Standard nach Schlaganfall sieht vor, immer zuerst die betroffenen Körperpartien, vor den nicht betroffenen in die Pflege einzubeziehen. Am praktischen Beispiel der Körperpflege lassen Sie Ihren Angehörigen, unter Anreichen der Pflegeutensilien, zuerst die betroffene Seite des Gesichts waschen, dann den nicht betroffenen Bereich. Anschließend zuerst mit der gesunden, nicht gelähmten Hand, die gelähmte Hand und den gelähmten Arm waschen, eventuell können Sie Bereiche die er nicht selbständig erreicht, ergänzend waschen. Achten Sie darauf, daß der gelähmte Arm nicht frei hängt, sondern stützen Sie ihn ab, er kann zum Beispiel ins Waschbecken gelegt werden oder mit einem Kissen auf dem Schoß, erhöht gelegt sein.

Machen Sie nicht den Fehler ihm diese Tätigkeiten ganz abzunehmen, er muss lernen, diese Seite wieder zu fühlen, spüren und an sie zu denken!

Fahren Sie fort und lassen Sie ihn das betroffene Bein und den Fuß waschen. Bei der gesunden Seite des Körpers und Teilen des Körpers die er nicht erreichen kann, übernehmen Sie die Waschtätigkeit. Der Intimbereich kann im Sitzen, beispielsweise auf einem Duschstuhl, welcher unten offen ist, sitzend selbständig gewaschen werden.

Die Hautpflege mit einer Lotion oder Creme, kann in der gleichen Reihenfolge von Ihrem Angehörigen selbst erfolgen. Immer zuerst die gelähmte Seite des Körpers, anschließend die gesunde Seite.

Bei männlichen Angehörigen können Sie, ohne Hinweis und Anleitung, am Beispiel des Rasierens im Gesicht sehen, dass meist nur eine Seite des Gesichts rasiert wird, die andere Hälfte liegt außerhalb der Wahrnehmung und wird nicht rasiert. Weisen Sie ihn sachte darauf hin zuerst die betroffene Seite zu rasieren, helfen Sie gegebenenfalls nach und lassen Sie ihn anschliessend die gesunde Seite rasieren. Das Gleiche gilt beim Akt des Zähneputzens.


Anziehtraining nach Schlaganfall:

Reichen Sie Ihrem Angehörigen nach Möglichkeit die Kleidung nur an oder legen Sie diese so in seine Reichweite, dass er unter Ihrer Anleitung und mit nur geringer Hilfe, immer zuerst das betroffene Körperteil bekleidet, bei einem Oberteil zum Beispiel, zuerst den betroffenen Arm, anschließend den Kopf und danach erst den gesunden Arm. Das Gleiche beim Bekleiden des Unterkörpers. Reißverschlüsse und Knöpfe sind eine große Herausforderung, mit speziellen Einfädelhilfen (Schlaganfallprodukte) ist ein gutes Hilfsmittel erhältlich. Verlängern Sie Reißverschlüsse mit einem Bändchen, um diesen leichter bedienbar zu machen.

Strümpfe oder Socken können mit einer speziell erhältlichen Greifzange (Ergotherapie-Zange / Ergo-Greifzange) übergestreift oder hochgezogen werden. Bei den Schuhen empfiehlt es sich auf Klettverschlüsse zurück zu greifen, Schleifen zu binden ist mit einer Hand möglich, jedoch nur sehr schwer zu erlernen.

Beim Entkleiden am Abend gehen Sie genau in der umgekehrten Reihenfolge vor – immer zuerst die gesunde Seite, anschliessend die betroffene Seite. Sie beugen damit einer Verletzung durch die schlaffe Lähmung der Extremität vor, beim Hängenbleiben eines Fingers oder der ganzen Hand im Kleidungsstück beispielsweise .


Raumgestaltung für Schlaganfall Patienten:

Stellen Sie zu benutzende Gegenstände, wie Trinkglas, Uhr, Zeitschriften, Fernbedienung etc. immer auf die betroffene Seite. Weisen Sie ihren Angehörigen darauf hin, er muss den Kopf bewegen um die Gegenstände zu sehen und erlernt somit durch fortlaufendes Wiederholen die betroffene Körperhälfte wahrzunehmen, da er über diese greifen muss. Positionieren Sie das Bett so, daß er über die durch den Schlaganfall betroffene Seite das restliche Zimmer wahrnimmt. Er muss den Kopf bewegen, über die betroffene Seite hinweg sehen, auch dies dient der zu erlernenden Selbstwahrnehmung. Auch für das Aufstellen des Fernsehers gilt diese Regel, nicht auf die gesunde, sondern auf die betroffene Seite Ihres Angehörigen.

Im Badezimmer können Sie seine Pflege-Utensilien so stellen, dass er über die durch Schlaganfall betroffene Seite greifen muss.

Versuchen Sie sich in seine Position zu begeben und gehen Sie mit weiteren Möbelstücken oder Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens nach diesem Standard vor.


Schmerzproblematik bei Schlaganfall Patienten:

Eine schlaganfallbedingt hängende Schulter ist oft eine Pein für den Betroffenen. Er nimmt den hängenden Arm ohne kontinuierliche Hinweise nicht wahr. Die Schulter und der Arm hängen und verursachen durch das Eigengewicht einen zu großen Zug an der Schulter, was starke Schmerzen auslöst. Der betroffene Arm muss von der gesunden Hand gehalten oder im Sitzen auf dem Schoß mit einem zusätzlichen Kissen hochgelagert werden. Dies beugt dem Schulterschmerz vor!

Achten Sie unbedingt bei Ihrem Angehörigen, wenn er im Rollstuhl sitzt, auf den betroffenen Arm. Er könnte abrutschen und sich im Rad des Rollstuhls mit der Hand verfangen. Dies kann zu unnötigen Verletzungen und weiteren Schmerzen beitragen!

Sinnvoll sind Lockerungs- und Bewegungsübungen durch regelmäßige Physiotherapie. Ihr Hausarzt rezeptiert die therapeutischen Übungen, diese tragen zum Lockern der Schulter und damit zur Schmerzreduktion bei.


Richtiges Lagern und Positionieren der betroffenen Extremitäten nach Schlaganfall:

Das Standard Konzept nach Bobath, gibt die korrekte Positionierung der betroffenen Extremitäten vor. Das Konzept fördert die bewußte Körperwahrnehmung nach Schlaganfall für die gelähmte, betroffene Körperpartie. Sie sieht den Einsatz von unterschiedlichen Lagerungskissen vor, die zur Stabilisierung der betroffenen Region hinzugezogen werden. Wichtig hierbei, die betroffene Schulterpartie wird immer frei positioniert, es soll kein Druck entstehen! Je nach Drucktoleranz Ihres Angehörigen verändern Sie die jeweilige Position alle 2 – 3 Stunden. Aufgrund der Sensibilitätsstörungen besteht eine erhöhte Gefahr für einen Dekubitus (Wund-Druckgeschwür, siehe Lexikon im Menü unserer Homepage), da der Patient auch diese Druckentstehung nicht wahrnimmt. Wir beraten Sie hierzu gerne ausführlicher.

Dies textlich zu beschreiben ist schwieriger als nachfolgende bildliche Darstellung für die Positionierung und deren Wechsel im Liegen:

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Demenz-Test zur Selbsteinschätzung für pflegende Angehörige

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Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung verstehen

Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung verstehen


Sie beobachten bei Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen mit Demenz, dass er Sie nachts nicht schlafen lässt, am Tag nur müde und antriebslos ist, nachts aktiv wird, keine Ruhe und Schlaf findet und wissen nicht was Sie dagegen unternehmen sollen? Wir sprechen in der Pflege von einer Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung. Bei Menschen mit Demenz ist oft nicht nur die räumliche und örtliche Orientierung verloren gegangen, sondern es leidet auch das Zeitgefühl unter dem Krankheitsbild. Die Nacht wird zum Tag gemacht, was uns als pflegende Angehörige zusätzlich auslaugt und belastet, da auch wir keinen Schlaf und keine Erholung finden, die wir für den nächsten Tag unbedingt benötigen.

 

Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung

  • Ursachen
  • Folgen
  • Orientierung schaffen
  • Auswirkung von Dunkelheit & Licht
  • Den Tag strukturieren & organisieren
  • Auswirkungen durch Medikamente
  • Auswirkungen von Getränken
  • Beschaffenheit von Bett & Matratze

Ursachen der Tag-Nacht-Rhythmus-Störung bei Demenz verstehen:

Als Grund ist meistens fehlende körperliche Auslastung, Unterforderung und zu wenig Aktivität tagsüber zu sehen. Den Betroffenen ist oft nicht klar was sie tun sollen. Sie langweilen sich, dösen vor sich hin, nicken ein und verfallen in Tiefschlafphasen. Deswegen sind sie oft nachts nicht müde, wenn es Zeit dafür wäre zu schlafen, sie werden wach und aktiv.

Hinzu kommt, dass die innere Uhr, welche sich im Gehirn befindet und aus Nervenzellen besteht, die bei einer Alzheimer-Demenz langsam absterben, nicht mehr funktioniert.

Sauerstoffmangel tagsüber und fehlendes Tages- oder Sonnenlicht, lassen den Körper zusätzlich ermüden. Betroffene verbringen viel zu viel Zeit in geschlossen Räumen unter künstlicher Beleuchtung.

Folgen der Tag-Nacht-Rhythmus-Störung:

Resultierend entsteht eine ungewollte Nachtaktivität. Menschen mit Demenz versuchen sich dann zu beschäftigen, irren umher, langweilen sich. Da sie ja nicht müde sind und suchen sie nach einer Aufgabe. Hierbei werden wir, wenn der Betroffene im selben Haushalt lebt, in unserer Nachtruhe gestört. Darauf reagieren wir oft ungehalten, genervt und verständlich gestresst.

Orientierung schaffen:

Der Hinweis von uns auf aktuelle Tageszeiten ist eien Orientierungsmöglichkeit für den Menschen mit Demenz. Wecken Sie die betroffene Person mit einem fröhlichen guten Morgen. Weisen Sie ihn beim gemeinsamen Frühstück auch durch Wortwiederholungen auf die jeweilige Mahlzeit hin. Beispielsweise können Sie mehrfach beim Frühstück das Wort in ähnlichen Verbindungen wiederholen. Wortbeispiele wie Frühstücksei, Frühstückstoast, leckeres Frühstück, es ist schön mit dir gemeinsam zu frühstücken. Ähnlich bei allen anderen täglichen Mahlzeiten.

Geben Sie feste Schlafenszeiten vor. Jetzt ist es aber Zeit für eine Mittagspause oder einen Mittagsschlaf. Auch abends dient dieses zur Orientierung. Jetzt ist es aber Zeit ins Bett zu gehen, wir haben uns jetzt aber ein Schläfchen verdient, du bist sicher müde etc..

Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung
Auswirkung von Licht & Dunkelheit bei Demenz Erkrankung:

Wenn es morgens noch dämmrig ist, schalten Sie möglichst viele Lichtquellen ein, um zu verdeutlichen, dass es hell ist, der Tag da ist und es Zeit zum Aufstehen ist. Verwenden Sie höhere Wattzahlen bei Ihren Leuchtmitteln, sorgen Sie für saubere Fenster und zurück gezogene Gardinen, öffnen Sie Rollos, soweit wie möglich, um Tageslicht in Wohnung und Zimmer zu bekommen.

Reduzieren Sie gegen Abend hingegen die Beleuchtung um den Abend anzuzeigen. Schliessen Sie gegebenenfalls Gardinen und Rollos wieder, um Dunkelheit zu gewinnen.

 

Den Tag für Menschen mit Demenz strukturieren & organisieren:

Schaffen Sie feststehende Rituale & Strukturen, wie Sie gemeinsam mit dem Menschen mit Demenz den Tag gestalten.

  • Aufsteh- und Zubettgehzeiten
  • Körperpflegezeiten
  • Essenszeiten
  • Toilettenzeiten – Toilettentraining
  • Spaziergangszeiten
  • Beschäftigungszeiten
  • Mittagsschlafzeit etc.
Auswirkungen von Medikamenten:

Sprechen Sie mit Ihrem Haus- oder Facharzt über eventuelle Nebenwirkungen die den Schlaf beeinflussen können. Medikamente können auch lang- oder kurzfristig hinzugezogen werden, um einen Tag- Nacht-Rhythmus wiederherzustellen.

Auswirkungen von Getränken:

Koffeinhaltige Getränke sollten nach 16 Uhr gemieden werden, da sie das nächtliche Schlafverhalten beeinflussen können. Setzen Sie diese gezielt ein, um den Menschen mit Demenz zu steuern und ihn wach zu halten oder wach zu bekommen – morgens oder nach dem Mittagsschlaf, das selbe gilt übrigens für Mahlzeiten oder Snacks die Zucker enthalten – dies sind als Energiekicks zu sehen.

Versuchen Sie die erforderliche Tagestrinkmenge bis ca. 16 Uhr erreicht zu haben, damit nachts nicht zusätzlich unnötige Toilettengänge stattfinden müssen.

Alkohol ist bei Betroffenen absolut risikobehaftet. Die Sturzgefahr nimmt zu, Verwirrtheitszustände werden gefördert. Wird abends Alkohol getrunken, versucht der Körper diesen nachts zu verarbeiten und abzubauen, es entsteht ein unruhiger, nicht erholsamer Schlaf!

Bettbeschaffenheit und Matratze:

Ein Mensch mit Demenz ist in seiner Eigenwahrnehmung gestört, er muss sich fühlen, ist oft auf der Suche nach sich selbst. Er wird unruhig, nervös oder ängstlich, versucht die Eigenwahrnehmung wieder herzustellen, sucht nach Berührung, sucht sich selbst.

Es kann schon beispielsweise eine schwerere Bettdecke Abhilfe schaffen. Bei der Auswahl einer geeigneten Matratze sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht zu weich gewählt wird. Eine weiche Matratze beeinflusst die Wahrnehmung des Körpergefühls. Der Betroffene kann sich zusätzlich nur mit grösserem Kraftaufwand selbst drehen, der Eigenaufwand ist grösser, dies ist bei einer etwas härteren Matratze leichter möglich.

Vermeiden Sie, dass der Betroffene in der Matratze versinkt, oft fehlt ihnen, dementiellbedingt, die Kraft sich selbst aus dieser Position zu befreien, sie werden nervös und unruhig. Das Resultat ist, er wird wach und benötigt oft sehr viel Zeit um wieder zur Ruhe zu finden und einzuschlafen.

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Wenn Sie weitere Tipps zum Thema Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung oder anderen pflegerelevanten Themen benötigen, zögern Sie nicht uns zur weiteren Beratung, gerne auch telefonisch, per Videotelefonie oder in München & angrenzendem Umland auch individuell vor Ort hinzuzuziehen.


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Gedächtnisverlust und Gedächtnislücken im Alter pflanzlich vorbeugen

Gedächtnisverlust, Gedächtnislücken, Altersvergeßlichkeit vorbeugen


Nachlassendes Gedächtnis, geistige Erschöpfung, beginnende Altersvergeßlichkeit?

Kommt Ihnen das bekannt vor ?

Sie gehen beschwingt von einem Raum in den anderen, um dort etwas zu holen bzw. zu machen, und eben angekommen wissen Sie nicht mehr, was Sie tun bzw. holen wollten! Sie haben einen Namen oder Begriff auf der Zunge, können es aber partout nicht ausdrücken! 

Diese geistige Ermüdung mit vorübergehender, oder beginnender und fortschreitender Gedächtnisschwäche, ist ein Fall für das Komplexhomöopathische Mittel REGENAPLEX Nr.112:Gedächtnisverlust Gedächtnislücken Altersvergeßlichkeit

Arzneimittelbilder aus einzelnen Bestandteilen:

Die Phosphorsäure (Acidum phosphoricum) ist wichtig bei Nervenschwäche, nervöser Erschöpfung mit Schlaflosigkeit und anämischen Tendenzen. 

Das Silbernitrat (Argentum nitricum) beseitigt die nervöse, geistige und auch körperliche Erschöpfung, schwächt schon eingetretene Verwirrung ab und erfrischt den Geist wieder. Die Arnika löst die zerebrale Kongestion, die einen Apoplex zur Folge haben könnte und der Sonnenhut (Echinacea) stärkt den Gesamtorganismus bei Entkräftung, Müdigkeit, Schwindel und Verwirrtheit im Kopf. 

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) hat antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die Rosskastanie (Aesculus) löst venöse Stauungszustände und fördert die Durchblutung, und die Eberraute (Artemisia abrotanum) lässt Drüsen abschwellen. 

Die Brunnenkresse (Nasturtium) reinigt das Blut und trägt zur Entgiftung bei, während Buchenholzteeer (Kreosotum) die Nerven beruhigt, das Gedächtnis stärkt und zusammen mit dem weissen Germer (Veratrum album) der Zerebral-Sklerose und dem Kreislaufversagen entgegen wirkt. 

 

Die oben beschriebene Situation ist kein „Privileg“ des Alters, so dass eine 4-wöchige Kur mit Nr. 112 schon in jüngeren Jahren prophylaktisch sehr empfehlenswert ist, um geistige Frische und volle Aufmerksamkeit wieder zu erlangen, insbesondere wenn beruflich oder privat Wichtiges auf der Tagesordnung steht, wo Konzentration und geistige Präsenz absolut notwendig sind. 

Beugen Sie Gedächtnisverlust, Gedächtnislücken, Altersvergeßlichkeit rechtzeitig vor!

In Kombination mit Entgiftung, Ausleitung und geistigem Training ist das REGENAPLEX Nr.112 eine sehr wertvolle Bereicherung in den reifen Jahren, um nicht „zum alten Eisen“ zu zählen!

Autorin: Monique Stahlkopf
Buch: REGENAPLEXE –Natürliche Wirkstoffakkorde, Band 2

Das Buch und mehr Informationen finden Sie hier:

https://www.regenaplex.de/literatur/


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