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Demenz – die Veränderung für Kinder verständlich erklären

In diesem Beitrag gehen wir auf das Thema Demenz für Kinder verständlich erklären ein. Die Demenz Erkrankung ist nicht nur für den Betroffenen eine Veränderung, sondern auch für die Familie, Angehörige und Kinder nehmen die Wesensveränderung natürlich auf ihre Art wahr.

Demenz Kinder verständlich erklären

Kinder sind sehr sensibel und emotional feinfühlig und nehmen Veränderungen durch ihre Art zu beobachten bewußt wahr. Sie merken wenn gewohnte Dinge, Rituale oder Eigenarten von Personen sich verändern und diese nicht in ihr gewohntes Schema passen, Einschätzungen zu treffen. Fragen tauchen auf. Eine Herausforderung für die Eltern, die Kinder mit Antworten zufrieden zu stellen. Soll ich die Kinder außen vor lassen und sie schonen? Können sie das überhaupt schon begreifen und verarbeiten? Mache ich ihnen mit den Informationen Angst und verunsicherte sie zusätzlich?


Empfehlungen für Eltern, Demenz für Kinder verständlich zu erklären


Für eine demenzfreundliche Gesellschaft sollten auch bereits die Kleinsten darauf vorbereitet sein, weswegen krankheitsbedingte Veränderungen im Alter auftreten. Es ist langfristig nicht sinnvoll, sich mit Ausreden „über Wasser“ zu halten. Kinder sind wie gesagt sehr sensibel, Notlügen, Ausreden oder Falschaussagen sind schnell enttarnbar. Man macht sich selbst unglaubwürdig, angreifbar und beginnt schon in jungen Jahren ein Vertrauensverhältnis kaputt zu machen.

Aufklärung schafft auch in diesem Punkt Transparenz und verhindert beispielsweise eine Ablehnung des Besuchs bei den Großeltern. Da Kinder bewußt die Wesensveränderung des Menschen mit Demenz auf ihre Art wahrnehmen, reagieren sie womöglich aus Angst mit der Situation nicht umgehen zu können, ablehnend. Dies kann durch ein kindgerechtes Erklären der Situation verhindert werden.

Nehmen sie gestellte Fragen des Kindes, bezogen auf die jetzt auftretenden Eigenheiten des von Demenz Betroffenen ernst. Greifen Sie die Fragen des Kindes auf, suchen Sie einen ruhigen Moment um die Fragen zu beantworten. Nutzen Sie einfache, verständliche Worte und bilden Sie kurze Sätze. Halten Sie Blickkontakt zum Kind um festzustellen, ob es begreift und versteht. Schildern Sie die Veränderung auch aus Ihrem Blickwinkel, erklären Sie Ihre Emotionen, die durch die neue Situation entstehen.

Wenn Sie selbst einen Teil der Pflege des Angehörigen mit Demenz übernehmen, können Sie während der Pflegesituation gezielt auf Beispiele eingehen. Dies verdeutlicht dem Kind, welches nun bereits Vorabinformationen zu dem Thema erhalten hat, wie das Erklärte in der Praxis aussieht und sich gestaltet. Durch Beobachten begreift das Kind, es verdeutlicht zusätzlich, was es theoretisch bereits weiß.

Halten Sie sich mit zu vielen Fakten und Fachbegriffen zurück. Überfordern Sie das Kind nicht. Nutzen Sie die Emotionsebene um das Gespräch zu führen. Die Sachebene ist oft noch zu komplex. Greifen Sie die Ängste des Kindes auf. Beruhigen Sie die Situation indem Sie auf Probleme und Sorgen eingehen.

So entsteht ein gemeinsames Verständnis für eine neue, veränderte Situation. Der Mensch mit Demenz profitiert von diesem neu geschaffenen Verständnis genauso wie Ihr Kind. Die Sensibilität und Gefühlsebene bei Menschen mit Demenz ist nicht oder nur minimal eingeschränkt. Die Person wird sich freuen, das Kind zu sehen, es bringt frischen Wind in den Alltag, Sie schaffen dadurch positive Momente und Freude, wenn das Kind nun mit dem Neuerfahrenen besser umgehen kann. Besuche bei den Großeltern oder einem Großelternteil sind kein Grund zur Angst mehr, können eingeordnet und sogar jetzt spannend sein. Das Kind kann eine neue Situation jetzt selbst einschätzen, bewerten und hat erfahren, daß es mit Ihrer Unterstützung & Aufklärung eine vertrauensvolle Person an seiner Seite hat.

Im Internet und im lokalen Buchhandel gibt es mittlerweile tolle, kindgerechte Bücher, die sich mit dem Thema „Demenz für Kinder verständlich erklärt“ beschäftigen. Ziehen Sie auch diese Möglichkeit der Aufklärung für Ihr Kind in Erwägung.

Fazit:

Wie erkläre ich Demenz einfach & verständlich für Kinder?

Seien Sie ehrlich, suchen Sie ein offenes Gespräch, verzichten Sie auf Fachbegriffe. Nehmen Sie Gefühle und Sorgen des Kindes ernst. Beschönigen Sie nichts und nutzen Sie keine Notlügen oder Falschaussagen. Kindern enttarnen diese schnell, sie sind sehr einfühlsam und sensibel.

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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