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Pflegeberatung München Pflegegrad Antrag & Widerspruch MDK

Vorsicht vor Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten

Immer wieder rufen Angehörige bei unserer Pflegeberatung an, wenn sie den Verdacht auf Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten erkennen. Leider ist dies immer öfter der Fall. Wir haben es, auf den Bereich Pflege bezogen, mit einem großen Wirtschaftszweig zu tun. Auch in diesem Bereich gibt es selbstverständlich schwarze Schafe, die demographisch bedingt, die Chance wittern sich finanziell zu bereichern.


Abrechnungsbetrug | Welche Dinge kann ich selbst kontrollieren und prüfen?


Es ist für einen pflegenden Angehörigen nicht leicht zu durchschauen, was hinter den im Kostenvoranschlag enthaltenen Leistungen an auszuführenden Tätigkeiten steckt. Im Idealfall muß beim Aufnahmegespräch des Patienten der Kostenvoranschlag besprochen und transparent erklärt sein. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Wir stellen immer wieder fest, daß Angehörige & Patienten keine Ahnung davon haben, was sie da eigentlich unterschreiben.

Ambulante Pflegedienste haben somit leicht die Möglichkeit Abrechnungsbetrug zu betreiben. Dies können Sie, anhand der nächsten beiden Fallbeispiele, vermeiden. Wir bieten unseren Kunden als Teil unserer Pflegeberatung  immer an, wenn Unklarheiten zwischen Kostenvoranschlag und erbrachten Leistungen bestehen, diesen zu prüfen. Wir gehen präzise auf die Einzelleistungen ein, erklären, was von Seite der Kasse vorgegeben ist und wie sich die Punkte auf die Versorgung des Patienten beziehen.Deutsche Pflegeberatung Matheis | Abrechungsbetrug ambulanter Pflegedienst


Fallbeispiel Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten


Ein Kunde wendet sich an uns, da der Pflegesachleistungsbetrag bei Pflegegrad 3 von 1298,- Euro vom ambulanten Pflegedienst voll ausgeschöpft wird. Zusätzlich verrechnet der ambulante Pflegedienst den monatlichen Entlastungsbetrag von 125,- Euro für die hauswirtschaftliche Versorgung. Seine Mutter erhält jedoch, nachdem wir den vorliegenden Kostenvoranschlag durchgehen, nicht die vereinbarten Leistungen. Der ambulante Pflegedienst rechnet diese jedoch monatlich voll ab.

Es sind teilweise Punkte, die nicht mit anderen Leistungskomplexen kombiniert abrechenbar sind. Es werden Leistungen im Kostenvoranschlag und gegenüber der Kasse als erbracht abgerechnet, obwohl die Versicherte diese selbst ausführt. Sie erhält keinerlei Unterstützung bei diesen Tätigkeiten durch den ambulanten Pflegedienst, wir sprechen von Abrechnungsbetrug.

Wir erstellen, zusammen mit dem Sohn, der Versicherten, eine Übersicht der tatsächlich notwendigen Leistungen. Die Übersicht zeigt uns nun eine Differenz von insgesamt 620,25 Euro monatlich. Dieser Betrag wird regelmäßig bei der Kasse abgerechnet, für angeblich erbrachte Pflegeleistungen.

Die Versicherte kann sich den Restbetrag, des nicht verbrauchten Pflegegeldes, als Kombinationsleistung von der Kasse anteilig ausbezahlen lassen.

Bei der Durchsicht des Pflegevertrags finden wir zusätzlich nicht rechtskräftige Klauseln, auf die Kündigungsfrist bezogen. Ein ambulanter Pflegedienst ist nicht berechtigt eine Kündigungsfrist für den Patienten vorzuschreiben. In diesem Fall soll der Pflegedienst, laut Vertrag, mindestens 6 Monate genutzt und nicht gekündigt werden. Das Patientenrecht sieht vor, daß ein Patient den ambulanten Pflegedienst von einem Tag auf den anderen kündigen & wechseln kann.


Ein weiteres Beispiel für Abrechnungsbetrug durch ambulante Pflegedienste

Der Aufmerksamkeit der Tochter ist es zu verdanken, daß sie stutzig geworden ist, über die abgerechneten Leistungen im Pflegefall ihrer Mutter. Diese wird auch zu Hause von einem ambulanten Pflegedienst pflegerisch versorgt. In diesem Fallbeispiel ist mit dem ambulanten Pflegedienst vereinbart, sich um die Hauswirtschaft zu kümmern. Es wurde kein Auftrag für pflegerische oder medizinische Leistungen erteilt. Die Versicherte hatte über den Entlastungsbetrag von monatlich 125,- Euro ingesamt 1254,- Euro angespart. Der ambulante Pflegedienst soll mit diesem Budget haushaltsnahe Dienstleistungen erbringen.

Der Umfang hierfür ist mit der Tochter besprochen bei wöchentlichen 5,25 Stunden. Die Tochter wundert sich im folgenden Monat über das Ausbleiben des von der Kasse bezahlten Pflegegeldes. Dieses wird nach Geldleistung ausbezahlt. die Tochter übernimmt als pflegende Angehörige die pflegerische Versorgung ihrer Mutter. Auf Nachfrage bei der Kasse erfährt sie, daß der ambulante Pflegedienst zusätzlich zum Entlastungsbetrag für die Haushaltstätigkeiten, die Pflegesachleistungspauschale für angebliche Leistungen der Körperpflege abrechnet. Deswegen findet keine Auszahlung des Pflegegeldes statt, es gibt keinen Restbetrag. Es wurden nicht vereinbarte Leistungen über 2263,71 Euro bei der Kasse abgerechnet.

Die Reklamation der Tochter gegenüber dem ambulanten Pflegedienst

Die Tochter konfrontiert den ambulanten Pflegedienst mit den Vorwürfen, sieht die Leistungsnachweise ein. dabei stellt sich heraus, daß die zu unterschreibenden Leistungsnachweise nicht stimmen. Ihre Mutter hat diese ihr vorgelegten Nachweise gutgläubig unterschrieben. Eine Leistungsnachweis hat eine offensichtlich gefälschte Unterschrift, die nicht von der Mutter stammt. es sind Tage abgerechnet an denen keine Pflegekraft vor Ort war. Weiterhin stellt sich heraus, daß diese Leistungsnachweise nachträglich erstellt wurden. Der Haushaltshelfer, aus einem Drittland stammend, hat diese gegen gezeichnet. Er versteht diese Formulare jedoch laut Tochter überhaupt nicht. Handelt ausschließlich nach Anweisung seiner Pflegedienstleitung. Nach seinen Angaben ist diese oft cholerisch, schreit ihn an und droht ihm bei Unfolgsamkeit mit Kündigung.

Für einen Vormonat tauchen zusätzlich zwei erstellte Leistungsnachweise auf. Es macht den Anschein als wären zwei Personen, unabhängig voneinander, tätig gewesen. Auch das gibt keinen Sinn und verhärtet den Verdacht auf Abrechnungsbetrug des ambulanten Pflegedienstes. Weiterhin wurden die Rechnungen der nicht getätigten Leistungen nicht nur an die Kasse sondern auch an die BFS-Abrechnungstelle weitergeleitet. Der Verdacht des Versuchs der doppelten Abrechnung des ambulanten Pflegedienstes steht im Raum. Nach einem weiteren Telefonat mit der Techniker Krankenkasse, bei dem auch der Sachbearbeiter nicht mehr durchsteigt, wird eine Überprüfung veranlaßt.

Eine weitere Möglichkeit für Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten

Die Tochter schildert uns, daß der Betreiber des ambulanten Pflegedienstes auch Transferfahrten ins Impfzentrum, coronabedingt, anbietet. Es liegt jedoch, wie bei allen ambulanten Pflegediensten kein Personenbeförderungsschein vor. Dieser ist aus Versicherungsgründen jedoch erforderlich um Patienten im KFZ zu transportieren. Wir sprechen von grober Fahrläßigkeit dem Patienten gegenüber. Es wird auch eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren betrieben. Diese nutzen morgens und abends den Hol- und Bringservice. Unabhängig davon, daß die Kunden nicht täglich für die Fahrten bezahlen, sind diese jedoch notwendig für den Umsatz der Tagespflege und mit einkalkuliert.

Die Gesetzesgrundlage

Daher hat der Gesetzgeber entschieden, dass solch eine Fahrt eine entgeltliche Personenbeförderung ist. Diese ist ohne den notwendigen Unternehmerschein, einem eigenen Standortleiter und speziellen gewerblichen Parkplätzen (die Genehmigung muss das Bauamt der Gemeinde geben) nicht betriebbar. Die Versicherung ist für diese Fahrzeuge (V-Klassen) erheblich teurer, zudem müssen sie jährlich zum TÜV und obliegen hier auch der BO-Kraftverordnung. Es fällt auch eine Beitragspflicht zur dazugehörigen Berufsgenossenschaft in Hamburg an. Die Behörde, die dazu gehört, ist das Landratsamt München. Der Ansprechpartner ist Herr Burkhardt vom Bereich Verkehrswesen. Bei den V-Klassen sind auch die Türgriffe manipuliert. So wird die Betreuungskraft, die bei solchen „Krankenfahrten“, zusätzlich genehmigt sein muss, gespart. Scheinbar – das weiß die Tochter nur vom Hörensagen – sind die Türgriffe so manipuliert – nicht mit der Kindersicherung – dass die Menschen mit Demenz im Notfall nicht alleine aussteigen können. Der ambulante Pflegedienst handelt zusätzlich gesetzwidrig.

Das Gesetz ist da, um Chauffeursunternehmen und Taxiunternehmer zu schützen. Im Sprachgebrauch der Behörden spricht man von der Genehmigung / Konzession für Taxi- und Mietwagenunternehmer. Mietwagen sind Chauffeursunternehmen. Das was wir umgangssprachlich als Mietwagen bezeichnen, ist die sogenannte Selbstfahrervermietung.


Fazit:

Selbstverständlich sind dies Fälle von Abrechnungsbetrug, die zum Glück nicht bei allen Betreibern von ambulanten Pflegediensten auftreten. Jedoch empfehlen wir immer nicht zu gutgläubig zu sein, diese regelmäßig zu kontrollieren. stellen Sie Fragen wenn Sie etwas nicht verstehen! Ziehen Sie unsere Serviceleistung der Prüfung von Kostenvoranschlägen & Pflegeverträgen in Erwägung. Lassen Sie sich finanziell nicht betrügen und vor allem keine falschen Tatsachen vortäuschen!

Vertrauen ist gut – Kontrolle dringend nötig!!!


Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

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BAG-Urteil | Mindestlohn für 24h Pflege- & Betreuungskräfte

Die Entscheidung vom BAG (Bundesarbeitsgericht), von Donnerstag, den 24.06.2021, für 24h Pflege- & Betreuungskräfte einen Mindestlohn zu bezahlen, wirft massive Probleme, gerade die Finanzierung betreffend auf. Es ist ethisch natürlich absolut vertretbar & begrüssenswert, das Lohnniveau anzugleichen, wenn dies eine mehr als notwendige Säule ist, auf welche sich die Pflege in Deutschland für die Versorgungsproblematik stützt.

Die Entscheidung, die Löhne für ausländische Pflegekräfte & Betreuungskräfte, auf ein Mindestlohnniveau von 9,50 Euro anzugleichen, war mehr als nötig, wirft jedoch erneut undurchdachte Finanzierungsprobleme auf & wird zu weiterer Schwarzarbeit führen, aufgrund der entstehenden Kostenexplosion für die Pflege und Betreuung zu Hause.

Bundesarbeitsgericht Mindestlohn 24h Pflege- & Betreuungskräfte

Das Gesetz sieht vor, daß die Bereitschaftszeiten der 24h Pflege- und Betreuungskräfte finanziell mit berücksichtigt werden müssen, die bei einer 24-Stunden-Versorgung in Form von Präsenzzeiten anfallen. Dies macht die Unterstützung von Pflege- und Betreuungskräften für pflegende Angehörige für die meisten von uns nicht mehr finanzierbar.

Bisher war es so, daß die 24h-Kräfte, einem deutschen Arbeitsvertrag entsprechend, offiziell etwa 6 – 6,5 Stunden pro Tag beansprucht werden konnten, was in der Realität oft nicht den Tatsachen entsprach. 24-h-Pflege- und Betreuungskräfte arbeiten an 6 geregelten Wochentagen, auch dies ist nicht immer der Fall, wenn es die Pflegesituation erfordert. In Deutschland werden, nach Schätzungen, etwa 300 000 – 600 000 Pflege- und Betreuungskräfte aus dem Ausland eingesetzt.

Das Bundesarbeitsgericht gab damit einer Klage einer bulgarischen Pflegekraft recht und schafft hiermit eine komplett neue, arbeitsrechtliche Situation, verbunden mit immens steigenden Kosten, die von den pflegenden Angehörigen getragen werden müssen. Diese klagte, aufgrund ihrer sieben tägigen Tätigkeit im 24h-Pflege- und Betreuungsbereich, welcher sie monatelang, ohne Freizeitregelung nachgekommen musste. Pflegende Angehörige geben den Auftrag für das Arbeitsverhältnis, mit meist im Ausland sitzenden Vermittlungsagenturen. Die Pflegeversicherung deckt diese Kosten nicht ab. Der dem jeweiligen Pflegegrad, von der Pflegeversicherung zugestandene Betrag, das Pflegegeld, ist vom Gesetzgeber nur als Basisfinanzierung zu sehen, es muss von einem Eigenanteil ausgegangen werden. Dieser steigt durch die Mindestlohn Regelung für ausländische Pflege- und Betreuungskräfte nun ins nicht mehr finanzierbare, für die meisten pflegenden Angehörigen.

Wie also kann dieser, ethisch notwendige, Schritt langfristig finanziert werden? Es wird weitere Anpassungen den Pflegeversicherungsbeitrag betreffend geben müssen. auch wenn sich die Politik mit hohen Summen an dieser Finanzierung beteiligen muss, werden auch Steuererhöhungen unumgänglich sein.

Unsichere Zeiten kommen auf pflegende Angehörige zu, die bisher durch die neue Pflegereform von 07/2021 schon deutlich weniger Flexibilität im Umgang mit den vorgesehenen Entlastungsmöglichkeiten durch beispielsweise Verhinderungspflege und Tages- und Nachtpflege zugestanden bekommen.

Eine Möglichkeit des Umdenkens, wäre ein Pflegevollversicherung, in die jeder Bürger einbezahlt und anschließend im Pflegefall davon profitieren könnte, indem die tatsächlich anfallenden Pflegekosten komplett übernommen würden.


Fazit:

Wie ist die rechtliche Regelung für eine 24-Stunden-Pflegekraft

Diese hat einen Arbeitsvertrag über 40 Wochenstunden, aufgeteilt auf 6 Tage die Woche. Die restliche Präsenzzeit oder Bereitschaftszeit ist im aktuellen BAG Urteil neu geregelt und muss abgegolten werden.


Bundesarbeitsgericht Mindestlohn 24h Pflege- & BetreuungskräfteWeitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zu Poltischen Neuigkeiten, wie der des Urteils des Bundesarbeitsgericht zu Mindestlohn für 24h  Pflege- & Betreuungskräfte, finden sie im

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15 Tipps | Dehydration bei Demenz im Sommer vorbeugen

Die Wichtigkeit von Flüssigkeit für den menschlichen Körper


Gerade in den heißen Monaten im Sommer, sollte auf die Gefahr einer Dehydration bei Menschen mit Demenz geachtet werden. Bei alternden Menschen und gerade bei dem Krankheitsbild Demenz muss unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Menschen mit Demenz denken nicht selbständig daran ausreichend zu trinken. Die Gefahr eines Austrocknens, der Dehydration, muss von Pflegenden vorgebeugt werden. Vielen ist die Wichtigkeit der regelmäßigen Flüssigkeitszufuhr für unseren Körper nicht bewußt. Man weiß, daß dieser zu 65-70 Prozent aus Wasser besteht. Durch Schwitzen, körperliche Betätigung verlieren wir tgl. zwischen 500ml und 1000ml Flüssigkeit. Dieses Defizit gilt es auszugleichen und aufzufüllen. Jede Zelle des Körpers benötigt Flüssigkeit, sonst reagiert dieser mit Leistungsabfall, kognitiven Defiziten, gerade bei Demenz, Konzentrationsproblemen oder Kopfschmerzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt eines angemessenen Flüssigkeitshaushalts ist die Elastizität unsere Haut.

Demenz Dehydration Sommer

Was genau kann ich also tun und worauf kann ich bei Menschen mit Demenz im Sommer achten, um einer Dehydration vorzubeugen? Wir geben Ihnen in diesem Artikel 15 Tipps, um dieser Problematik als pflegender Angehöriger vorzubeugen, daß es nicht zu weiteren, dehydrationsbedingten Verwirrheitszuständen Ihres Angehörigen mit Demenz kommt. Eine angemessene Tagestrinkmenge bei Menschen mit Demenz zu erreichen ist nicht schwierig, da diese oft vergessen, gerade getrunken zu haben. Es erfordert also Ihre Aufmerksamkeit und Ausdauer, ihn kontinuierlich zu erinnern. Zusätzlich gibt es Möglichkeiten, ihn in den heissen Monaten im Sommer, auch wenn man ihn vielleicht nicht mit zum Baden nehmen kann, zu erfrischen und den Körper zu revitalisieren.

15 Tipps für heisse Sommermonate


  1. Starten Sie morgens bereits beim Wachwerden mit einem Lieblingsgetränk an der Bettkante, bevor Sie mit dem Morgenritual beginnen.
  2. Gemeinsames Trinken macht deutlich mehr Spaß, auch kann dieses mit einem Zuprosten oder einem Trinkspruch getan werden.
  3. Stellen Sie Getränke an Plätze, an denen sich der Mensch mit Demenz aufhält oder an denen er tagsüber sitzt, er wird dadurch visuell erinnert.
  4. Bieten Sie viel frisches Obst als Snack oder Zwischenmahlzeit an, beispielsweise Weintrauben, Melone, Erdbeeren oder Ananas.
  5. Bereiten Sie 1 x tgl. einen Salat als Mahlzeit an, vorzugsweise mit Gurke, Tomaten und Gemüsesorten die ähnlich viel Flüssigkeit beinhalten.
  6. Bieten Sie nachmittags einen kalten Eiskaffee, eine Eisschokolade oder grundsätzlich ein Eis an.
  7. Ein kühles Tuch, bei Hitze, wirkt erfrischend & revitalisierend.
  8. Ein Fußbad mit Eiswürfeln und um zusätzlich die Haut zu pflegen mit Olivenöl im Wasser, regt den Kreislauf an und macht die Haut geschmeidig & weich.
  9. Das gleiche kann auch als Handbad angerichtet werden, achten Sie darauf, daß die Unterarme ruhig auch mit im kühlenWasser liegen oder eingetaucht werden.
  10. Achten Sie bei der Getränkeauswahl auf bevorzugte Getränke des Menschen mit Demenz, diese wird er eher annehmen, auch wenn er keinen Durst verspürt.
  11. Nutzen Sie ansprechende Adjektive beim Anbieten des Getränks, wie köstlich, lecker, toll, fruchtig, erfrischend etc..
  12. Lüften Sie morgens die Räume & halten Sie tagsüber die Fenster, wenn möglich, geschlossen. Die Hitze wird vom älteren Menschen ferngehalten.
  13. Achten Sie auf Kleidung ohne Synthetikanteil, dies fördert das Schwitzen. Baumwolle oder Leinen sind sinnvolle Materialien. Auch Menschen mit Demenz oder ältere Menschen können kurze Hosen oder Röcke tragen, um der Witterung entsprechend gekleidet zu sein.
  14. Ein Ventilator, aufgestellt im Zimmer oder Wohnraum, bietet kühle Luft und macht es drinnen angenehmer.
  15. Vermeiden Sie unnötige körperliche Aktivitäten und gönnen Sie Ihrem Angehörigen Pausen, Ruhe und Schlafpausen, um sich zu erholen, überfordern Sie ihn nicht.

Demenz Dehydration Sommer

Diese Tipps können Sie selbstverständlich auch für sich selbst und nicht nur zum Vorbeugen einer Dehydration im Sommer bei Menschen mit Demenz anwenden!

Wir wünschen Ihnen einen phantastischen Sommer, denken Sie bei der Pflege Ihres Angehörigen auch an Pausen und Erholungszeiten für sich selbst!


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Demenz | Verständnis durch Validation nach Naomi Feil

Verständnis für einen Menschen der Symptome der Demenz zeigt, fällt nicht immer leicht, Naomi Feil gibt uns ein wertvolles Instrument durch die Technik der Validation an die Hand. Bedingt durch die Wesensveränderung, die ein Mensch bei einer Demenz Erkrankung durchläuft, kommt es häufig zu Unverständnis aufgrund seiner Reaktionen, ablehnendem oder abwehrendem Verhalten. Die Gerontologin Naomi Feil hat sich mit dieser Thematik und Problematik beschäftigt. Sie hat das Konzept der Validation entwickelt. Dieses wird bei hochbetagten,  an Alzheimer Demenz erkrankten Menschen angewendet.

Pflegende Angehörige und Pflegepersonal bekommen eine empathische, urteilsfreie, verbale oder nonverbale Kommunikationstechnik & Grundeinstellung vermittelt. Die Technik der Validation nach Naomi Feil hilft den Menschen mit Demenz und seine Reaktionen besser zu verstehen. Es wird davon ausgegangen, daß aufgrund der geistigen Rückentwicklung bis ins Kindesalter, ein Prozeß des Aufarbeitens, von Ereignissen im Leben, im Unterbewusstsein stattfindet.

Wenn ein Mensch mit Demenz beispielsweise plötzlich eine bereits verstorbene Person zu sehen glaubt, kann dieses nicht nur mit der Erkrankung zusammen hängen. Oft ist dies der Fall wenn im bisherigen Leben eine Strategie fehlte, Situationen aufzuarbeiten und damit zu bewältigen. Die Situation wird neu durchlebt. Validation ist hierbei eine tolle, unterstützende Möglichkeit dieses gemeinsam zu bewältigen. Diese Technik schafft nicht nur Verständnis für Situationen, die im ersten Moment nicht begreifbar für uns sind, sondern sie erleichtert den Umgang mit dem Menschen mit Demenz. Sie unterstützt ihn in seinem Krankheitsverlauf, schafft und erhält Vertrauen und erleichtert den Umgang mit dem Krankheitsbild Demenz.


Demenz Symptome Validation Naomi Feil

Die 4 Phasen für angewendete Validation


Phase 1: Mangelhafte Orientierung – oft unglücklich

Der Mensch mit Demenz leugnet seine Gefühle vermehrt. Er projiziert Konflikte und nicht aufgearbeitete Probleme oft auf Personen aus der Gegenwart.

Techniken der Validation in der 1. Phase:

  • Offene Fragen stellen, beispielsweise „Wie fühlst du dich?“, „Wie geht es dir?“ oder „Hast du einen schönen Tag?“. Es geht darum die Gefühlsebene durch offene Fragen zu ermitteln.
  • Nach Extremen oder dem Gegenteil fragen. Beschuldigt eine mangelhaft orientierte Person jemanden böse zu ihr gewesen zu sein, hinterfragen Sie ob sie das immer tut oder antworten sie, das kommt aber nicht jeden Tag vor, oder?
  • Sich gemeinsam erinnern. Bieten Sie Fragen auf die Vergangenheit bezogen an und gehen Sie auf das Gesagte ein, ergänzen Sie wenn möglich, um eine gemeinsame Erinnerungssituation zu gestalten, die positive Erinnerungen hervorruft.
  • Umformulieren von Gesagtem, dieses führt zu verstanden werden und Akzeptanz.
  • Bewältigungsmechanismen erfahren dient dem Zweck herauszufinden, ob die Person diese Situation früher schon einmal erlebt hat und wie sie damit umgegangen ist. Als Beispiel, der Mensch mit Demenz beschwert sich darüber, daß eine andere Person immer so laut schreit.

 

Phase 2: Zeitverwirrtheit

Rückzug aus der Realität, Verluste sind willkürlich nicht mehr zu leugnen. Vertraute Gegenstände oder Menschen erinnern den Menschen mit Demenz an die Vergangenheit, in die er sich immer mehr zurück zieht. Die Gefühlsebene wird in den Vordergrund gestellt, Themen drehen sich um Liebe, Trennung, Hass und Trauer. Hierüber schafft sich der Betroffene seine Identität.

Techniken der Validation in der 2. Phase:

  • Offene Fragen, kommuniziert die Person noch verbal, versuchen Sie es mit dem Stellen von offenen Fragen.
  • Geschlossene Fragen, ist die verbale Kommunikation kaum noch möglich, stellt man geschlossene Fragen. Bieten Sie Fragen mit nur zwei Antwort Optionen, dieses fällt dem Betroffenen leichter.
  • Nonverbale Techniken können, beschrieben in Phase 3, eingesetzt werden.

 

Phase 3: Bewegungen werden wiederholt

Gefühle werden in dieser Phase durch sich kontinuierlich wiederholende Bewegungen ersetzt. Beispiele können Streichbewegungen über den Tisch, zupfen an einer Tischdecke oder Daumen drehen sein. Sprachliche Veränderungen, hin zu Lauten, wie Pa pa pa helfen Menschen mit Demenz, die unverständliche Gegenwart für eine kurze Zeit zu verlassen und in die Vergangenheit zu driften. Hier kommen ausschließlich nonverbale Techniken zum Einsatz:

  • Blickkontakt hilft zu suggerieren, ich spreche dich an, begeben Sie sich auf Augenhöhe, achten Sie auf Gesicht & Augen Ihres Gegenübers bei der Ansprache.
  • Spiegeln Sie durch Bewegungen, Körperhaltung und Gesichtsausdruck die Person und zeigen damit Bestätigung, dadurch zeigen Sie gezielt Mitgefühl und Empathie.
  • Berührung ist eine gute Möglichkeit in Kontakt zu treten. Legen Sie der Person behutsam die Hand auf die Schulter, nehmen Sie seine Hand bei der Ansprache. Diese Gesten erzeugen Vertrautheit und Geborgenheit.
  • Musik & Singen ist oft, auch nach dem Verlust der Sprache, noch eine Möglichkeit eine Emotionsebene aufzubauen. Musik ruft Erinnerungen aus der Vergangenheit des Menschen mit Demenz hervor, gelegentlich kommen sogar noch Worte oder Teilsätze aus dem Mund des Betroffenen.
Phase 4: Vegetieren

In dieser Phase nehmen die Personen die Außenwelt kaum und gar nicht mehr wahr, Vergangenes wird nicht mehr aufgegriffen und verarbeitet. In dieser Phase ist Berührung, Anerkennung und Fürsorge essentiell und wichtig. Ehrliche Worte spielen eine übergeordnete Rolle und werden durch einen positiven Unterton gespürt. Verwenden Sie Sätze wie, „Es ist schön, dich zu sehen“, „Ich freue mich immer wenn ich dich besuche“ oder beispielsweise „Du siehst heute sehr hübsch oder gut aus“. Erwarten Sie keine Gegenreaktion des Menschen mit Demenz, seien Sie einfach für ihn da.


Was lernen wir also wenn Symptome der Demenz auftreten durch die Technik der Validation nach Naomi Feil?

 

  • Nicht aufgearbeitetes im Leben positiv aufzuarbeiten
  • Eine bessere, gefühlvolle Kommunikation mit dem Betroffenen
  • Unverständliche Situationen besser zu begreifen
  • Einfühlungsvermögen für die betroffene Person
  • Die Aufmerksamkeit auf die noch vorhandenen Fähigkeiten des Menschen mit Demenz zu lenken

Validieren kann jeder lernen. die Grundvoraussetzung ist eine emphatische, gefühlvolle Ebene aufzubauen, eigene Gedanken und Vorurteile in den Hintergrund zu stellen. Vermeiden Sie Ausreden & Lügen dem Menschen mit Demenz gegenüber. Erzeugen Sie eine wertschätzende Atmosphäre. Die Emotionsebene bleibt bis zum Schluß erhalten. Ehrlichkeit ist spürbar, mag die betroffene Person auch noch so verwirrt wirken.

Fazit:

Was ist Validation

Durch Validation sind wir in der Lage die betroffene Person in dieser Aufarbeitung zu unterstützen, uns mit ihr auseinander zusetzen, um sie und ihre Reaktionen zu verstehen.


Demenz Validation Naomi Feil

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Nachtpflege | Eine Leistung der Pflegeversicherung

 Nutzen Sie als pflegende Angehörige bereits die Entlastungsleistung der Nachtpflege der Pflegeversicherung?

Werden Menschen pflegebedürftig, wünschen sie sich häufig, trotzdem weiter in ihrem häuslichen Umfeld zu verbleiben, statt dauerhaft in eine Pflegeeinrichtung umzuziehen. Dieser Wunsch ist verständlich, stellt die pflegenden Angehörigen oft aber vor eine Herausforderung. Nur wenige haben die Möglichkeit, rund um die Uhr für den Pflegebedürftigen da zu sein, und insbesondere eine Pflege während der Nacht kann für die Angehörigen eine Belastung darstellen.

Glücklicherweise gehört zu den Angeboten der Pflegeversicherung auch die Nachtpflege. Bei dieser Leistung wird die Betreuung des Pflegebedürftigen während der Nachtstunden von einem Pflegedienst übernommen, sodass die Angehörigen entlastet werden und selbst zur Ruhe kommen. Die professionellen Pfleger übernehmen währenddessen zum Beispiel die Begleitung des Pflegebedürftigen beim nächtlichen Toilettengang oder dessen medizinische Versorgung, soweit dies erforderlich ist.

Nachtpflege Entlastungsleistung pflegende Angehörige

Die verschiedenen Formen der Nachtpflege

Die Nachtpflege kann auf zwei verschiedene Arten erfolgen:

  • Als teilstationäre Pflege: Bei dieser Form der Nachtpflege wird der Pflegebedürftige während der Nacht in einer Pflegeeinrichtung untergebracht und kehrt tagsüber nach Hause zurück. Die Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Pflegeeinrichtung (und zurück) ist bei dieser Leistung mit inbegriffen.
  • Als ambulante Pflege: Hier kommt ein Mitarbeiter des Pflegedienstes zu dem Pflegebedürftigen nach Hause und betreut ihn dort entweder stundenweise oder während der gesamten Nacht.

Welche Form der Nachtpflege für einen Pflegebedürftigen in Frage kommt, hängt vor allem von dessen körperlichem und geistigem Gesundheitszustand ab. Nachtaktive Demenzkranke, die zum Weglaufen neigen, benötigen beispielsweise oft eine besonders intensive Betreuung, die nicht jeder ambulante Pflegedienst leisten kann. Angehörige sollten sich hier ausführlich beraten lassen, welche Form der Nachtpflege für die pflegebedürftige Person am geeignetsten erscheint.

Wann besteht Anspruch auf Nachtpflege?

In § 41 im Sozialgesetzbuch – Elftes Buch (SGB XI) erläutert der Gesetzgeber, wann ein Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege geltend gemacht werden kann. Gemäß diesem Paragraphen müssen dafür folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Pflegebedürftige weist einen Pflegegrad von 2 bis 5 auf.
  • Die häusliche Pflege kann nicht in ausreichendem Maße sichergestellt werden bzw. die teilstationäre Betreuung ist zur Ergänzung der häuslichen Pflege erforderlich.

Sind die genannten Voraussetzungen gegeben, können die Kosten für die Nachtpflege über die Pflegeversicherung abgerechnet werden. Dies umfasst jedoch nur die Grund- und Krankenpflege sowie eventuelle Transportkosten, die durch den Fahrdienst einer Pflegeeinrichtung anfallen. Bis zu welchem Gesamtwert diese Kosten übernahmefähig sind, hängt außerdem vom Pflegegrad ab. Gemäß § 41 Abs. 2 SGB XI gelten hier folgende Grenzbeträge:

  • Pflegegrad 2: bis zu 689 Euro pro Monat
  • Pflegegrad 3: bis zu 1298 Euro pro Monat
  • Pflegegrad 4: bis zu 1612 Euro pro Monat
  • Pflegegrad 5: bis zu 1995 Euro pro Monat

Nachtpflege Entlastungsleistung pflegende Angehörige

Übersteigen die Pflegekosten den jeweiligen monatlichen Leistungsbeitrag der Pflegeversicherung, muss der Pflegebedürftige den Restbetrag aus eigener Tasche zahlen. Gleiches gilt für die Kosten, die für Unterkunft und Verpflegung anfallen. Reicht das Einkommen bzw. das Vermögen der Betroffenen nicht aus, um die Pflegekosten zu decken, besteht die Möglichkeit, Sozialhilfe zu beantragen.

Die Nachtpflege kann zusätzlich zum Pflegegeld und den ambulanten Pflegesachleistungen beansprucht werden. Es erfolgt somit keine Anrechnung auf diese Leistungen.

Weiter Infos unter:https://www.anwalt.org/nachtpflege/


Nachtpflege Entlastungsleistung pflegende Angehörige

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Demenz | GPS-Technik als Prävention beim Weglaufen

Weglaufen bei Demenz – auch bekannt als Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz


Demenz GPS Uhr

Welche Vorteile bietet moderne GPS Technik bei Orientierungsverlust des Menschen mit Demenz & der Gefahr von weglaufen?

Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen moderne technische Möglichkeiten vorstellen, wenn es aufgrund einer Demenz Erkrankung zu Orientierungsverlust im Außenbereich kommt. Diese Situation kann für den Betroffenen schnell zu einer immensen Gefahr werden. Menschen mit Demenz versuchen ihrem Bewegungsdrang nach zu gehen. Dabei kommt es außerhalb der eigenen vier Wände schnell zur Orientierungslosigkeit. Der Betroffene geht seiner Intuition nach, ohne auf witterungsgerechte Kleidung zu achten, Angehörigen sein Vorhaben zu kommunizieren. Er denkt einfach nicht mehr daran, daß er sich nicht mehr zurecht finden könnte. Nicht nur die Temperaturen außerhalb der Wohnung stellen ein Gefahrenpotential dar, sondern auch der Verkehr, welchem der Betroffene oft nicht mehr gewachsen ist. Verkehrsschilder werden übersehen, Ampeln nicht beachtet, Geschwindigkeiten von Fahrzeugen nicht richtig eingeschätzt.

Wie funktioniert GPS Technik


Eine Möglichkeit einen Menschen mit Demenz wieder zu finden oder ihn zu orten ist ein auf GPS Technik basierendes Hilfsmittel wie eine Uhr. Dieses kann ein Sensor oder ein Armband bzw. eine Kette, die um den Hals getragen wird, sein. Diese Geräte arbeiten, genau wie bei einem Mobiltelefon, mit einer integrierten SIM-Karte. Über eine APP auf dem Mobiltelefon, kann man nachvollziehen wo sich die Person befindet. Im Notfall grenzen Sie sofort den Bereich ein und sehen genau, wo sich die Person befindet.

Demenz GPS Uhr

Unterschiedliche GPS Technik Systeme für Menschen mit Demenz


Geo-Fence System

Sie legen einen Bereich für die betroffene Person fest, in dem sie sich frei bewegen kann. Verläßt die Person diesen Bereich, erhalten Sie automatisch eine SMS Benachrichtigung mit den GPS basierenden Daten, wo sich die Person aufhält. Ein Mobilgerät an welches die Daten übermittelt werden empfiehlt sich. eine andere Möglichkeit ist ihr Computer oder ein Notebook, auf dem Sie die Daten abrufen können. Die Bewegungsdaten werden hierbei alle 2 – 4 Minuten aktualisiert.

GPS-Tracking Systeme ohne Geo-Fence

Bei diesem einfachen Basissystem schrieben Sie eine SMS an den Anbieter und Ihnen werden die Koordinaten des Sender Trägers übermittelt.

Demenz-Ortungssysteme

Die Daten werden wahlweise an eine oder mehrere Mobilfunknummern übermittelt. Sie haben die Möglichkeit dies entsprechend Ihres Nutzens im System einzutragen.

Demenz Ortungssystem mit Notruffunktion

Bei diesem System ist eine Notrufzentrale zwischengeschaltet. Diese ist 24 Stunden besetzt. Im Notfall ruft dieses einen Arzt hinzu, das Ortungssystem übermittelt die Daten direkt an die Notrufzentrale.

Systeme mit Sturzalarm Signal

Sensible Geräte die am Körper, in Form eines Senders, getragen werden. Bei Erschütterung lösen diese Alarm aus, der an eine Einsatzzentrale weitergeleitet wird. Wenn es sich um einen Fehlalarm handelt, kann dieser durch Bestätigung einer Taste abgebrochen werden. Über die Lautsprechfunktion kann innerhalb der Wohnung mit der Person Kontakt aufgenommen werden. Meldet diese sich nicht, wird ein hinterlegter Angehöriger verständigt. Es besteht bei vielen Anbietern auch die Möglichkeit einen Notfallschlüssel zu hinterlegen, daß im Bedarfsfall zur Hilfe geeilt werden kann.

GPS Uhr

Der Standard dieser am Handgelenk getragenen Uhr, ist eine Erschütterungsfunktion, ein Alarmtaste und ein GPS Sender zur Ortung bei Verlust des Menschen mit Demenz. Die Ortung erfolgt in Echtzeit.

GPS Uhr & Telefonfunktion

Systeme die als Armbanduhr mit integrierter Telefonfunktion ausgestattet sind, bieten den Vorteil auch in geschlossenen Häusern oder Räumen Anrufe entgegen zu nehmen oder zu tätigen. Bei diesem Gerät sollten allerdings die kognitiven Einschränkungen noch nicht zu weit fortgeschritten sein. Der Bedienungsmodus ist etwas komplexer. Die Ortungsmöglichkeit ist hierbei durch die Standards GPRS und WLAN erweitert. Diese kann Funktion ist variabel zu- und abschaltbar.


Kosten für Ortungssysteme

Der technische Fortschritt ist in diesem Fall eine enorme Sicherheit und Hilfestellung. Die Kosten dafür sind beginnend bei ca. 50,- Euro plus monatliche Kosten für die SIM-Karte des Netzbetreibers. Technisch aufwendigere Geräte liegen im Preisbereich bis ca. 150,- Euro und können im Internet oder bei spezialisierten Anbietern erworben werden.

 

Denken Sie über die sinnvolle Nutzung der GPS Technik bei Menschen mit Demenz nach, wenn diese von einer Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz betroffen sind. Eine sinnvolle Möglichkeit zum Schutz des Menschen mit Demenz und zu Ihrer eigenen Absicherung, sowie der eigenen Beruhigung.

 


Fazit:

Welche Möglichkeiten gibt es wenn ein Mensch mit Demenz wegläuft?

Moderne Technik durch Ortungsgeräte die über GPS Technik, beispielsweise als Uhr, verfügen, bieten eine Möglichkeit den Menschen mit Demenz aufzufinden und zu lokalisieren.


Demenz Orientierungsverlust GPS TechnikWeitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zu GPS Uhr & Orientierungsverlust des Menschen mit Demenz der weglaufen will, finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, um Ihnen die nötige transparenz im Bereich Pflege aufzuzeigen.

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Kurzzeitpflege | Nutzen Sie den Leistungsanspruch richtig

Im folgenden Beitrag erklären wir Ihnen, als pflegende Angehörige, den Begriff Kurzzeitpflege als Entlastungsangebot. Bei der Kurzzeitpflege handelt es sich um eine Leistung, die für maximal 8 Wochen im Jahr bewilligt wird. Voraussetzung dafür ist ein Pflegegrad 2 oder höher, um eine Kostenübernahme durch die Pflegekasse zu bekommen. Hierfür ist ein Budget von 1774,- Euro jährlich vorgesehen. dieses kann, zu 50%, mit den Leistungen der Verhinderungspflege kombiniert werden, wenn diese im laufenden Jahr nicht oder nur teilweise in Anspruch genommen wurde.


  • Definition
  • Voraussetzungen
  • Kosten | Eigenanteil
  • Zeitraum
  • Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad

Kurzzeitpflege Entlastungsangebot pflegende Angehörige

Definition Kurzzeitpflege


Die Pflege kann beispielsweise aufgrund einer Krankheit oder akuten Zustandsverschlechterung nicht wie bisher in der häuslichen Umgebung erfolgen. eine weitere Möglichkeit ist, daß ein Teil der Wohnung oder des Hauses aktuell umgebaut wird und die Versorgung zu Hause nicht erfolgen kann. Eine Kurzzeitpflege ist auch nach Krankenhausaufenthalt möglich, um den Gesundheitszustand eines Patienten wiederherzustellen. Sie kann auch vorübergehend genutzt werden, wenn Sie auf einen Platz in einem Pflegeheim warten und noch keine Zusage bekommen haben. Anspruch besteht auch, wenn Sie als pflegender Angehöriger selbst ausfallen, beispielsweise durch einen Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalt.

Der Gesetzgeber sieht für diese Eventualitäten eine Unterbringung in einer zugelassenen, stationären Einrichtung vor.

 

Voraussetzung für das Entlastungsangebot


Das Budget von aktuell 1612,- Euro steht allen Menschen mit Pflegegrad 2 oder höher zu. Eine Möglichkeit die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad zu beantragen besteht bei plötzlichem Unfall oder Krankheit, dazu mehr im letzten Punkt. Der zeitliche Rahmen für die stationäre Unterbringung ist mit 56 Tagen im Jahr geregelt. Das Budget der Kurzzeitpflege ist kombinierbar mit den Leistungen der Verhinderungspflege. Dieses ist möglich wenn die Verhinderungspflege im laufenden Jahr nur teilweise oder bisher gar nicht in Anspruch genommen wurde. Der Betrag läßt sich hiermit auf maximal 3224,- Euro jährlich aufstocken.

 

Kosten | Eigenanteil für pflegende Angehörige oder Versicherten


Die Kosten der Kurzzeitpflege setzen sich aus drei Komponenten zusammen.

  1. Unterbringung & Verpflegung
  2. Pflegekosten
  3. Investitionskosten

Mit der erwähnten Pauschale von 1774,- Euro gewährt die Pflegekasse jährlich einen Zuschuß für alle Menschen mit Pflegegrad 2 oder höher. Die anfallenden Kosten für die Kurzzeitpflege können durch den Entlastungsbetrag von 125,- Euro für die Unterbringungskosten erweitert werden. Weitere anfallende Kosten sind vom Versicherten selbst zu tragen. ist dieser dazu nicht in der Lage, gibt es die Möglichkeit diese über das Sozialamt finanziert zu bekommen. Ihr Pflegegeld bekommen Sie für weitere vier Wochen halbiert ausbezahlt. Es gibt die Möglichkeit die anfallenden Kosten beim Lohnsteuerjahresausgleich, im Bereich der außerordentlichen Belastungen anzurechnen.

Zeitraum der Unterbringung in der Kurzzeitpflege

Die Möglichkeit von diesem Entlastungsangebot der Kurzzeitpflege für pflegende Angehörige zu profitieren besteht für maximal 56 Tage oder acht Wochen pro Jahr.

 

Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad nutzen

Seit dem 01. Januar 2016 gibt es die Möglichkeit die Einrichtung der Kurzzeitpflege unter folgenden Voraussetzungen ohne Pflegegrad zu nutzen. Bei dieser Sonderregelung übernimmt die Krankenkasse, nicht die Pflegekasse die Kosten für die vorübergehende stationäre Unterbringung. Vorausstzung ist, daß ein akuter Unfall oder eine Erkrankung vorliegt und der Gesundheitszustand des Betroffenen eine weitere pflegerische Betreuung & Versorgung erfordert, die zu Hause nicht gegeben ist.

Die Krankenkasse übernimmt hierbei die Pauschale für die Pflege von 1774,- Euro, nicht die Investitionskosten, die Unterbringung und Verpflegung. Diese muss vom Betroffenen getragen werden. Die Beantragung dient in diesem Fall der Kompensation eines pflegerischen Engpasses.


Kurzzeitpflege pflegende AngehörigeKontaktieren Sie uns jederzeit bei Fragen zur Entlastungsmöglichkeit für pflegende Angehörige durch Kurzzeitpflege.

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Pro & Contra Nahrungsergänzungspräparate & Nahrungsergänzungsmittel

Unterschiede der Nahrungsergänzungspräparate | Nahrungsergänzungsmittel


Nahrungsergänzungspräparate oder Nahrungsergänzungsmittel pro und contra. In diesem Beitrag möchten wir, da es ausgesprochen wichtig ist, auf die Qualität der Nahrungsergänzungen eingehen. Der Grund dafür ist, daß zu viele Nahrungsergänzungen verkauft werden, die eigentlich nur einen Placebo-Effekt aufweisen, inhaltlich für den Körper keinen Mehrwert zeigen.

Natürliche, echte Nahrungsergänzungsmittel gibt es nur aus der Natur und nicht aus dem Labor. Da unglaublich viele Menschen sich sehr oberflächlich informieren und nicht gründlich recherchieren was sie genau zu sich nehmen, lachen sich viele Firmen darüber ins Fäustchen. Denn sie profitieren von enormen Gewinnen, aus der Bequemlichkeit des gutgläubigen, uninformierten Konsumenten.

Gerade bei älteren und pflegebedürftigen Menschen ist oft nicht mehr gewährleistet, daß die nötigen Nährstoffe, Mikronährstoffe und Vitamine über die Nahrung in ausreichender Form zu sich genommen werden. Dieses hängt oft mit einem reduzierten Zahnbestand, einer Zahnprothese, Schluck- oder Kaubeschwerden zusammen. Die Folge sind Mangelerscheinungen, die durch Nahrungsergänzungspräparate kompensiert und ausgeglichen werden müssen.

Studien in der Demenz- und Alzheimerforschung belegen, daß beispielsweise durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin B12 und Vitamin D3 deutliche Verbesserungen auf die kognitive Leistung bezogen zu erreichen sind.

Ein Mangel an grundliegenden Nährstoffen, Mikronährstoffen und Vitaminen führt zu Mangelerscheinungen des Körpers und begünstigt diverse Krankheitsbilder. Es ist dringend nötig, auch im Alter, auf eine ausgewogene, frische und abwechslungsreiche Ernährung zu achten. Ist dies nicht möglich sind biologische Nahrungsergänzungsmittel eine Ergänzungsmöglichkeit, um Defiziten vorzubeugen. Wichtig bei der Auswahl der Nahrungsergänzungspräparate oder Nahrungsergänzungsmittel ist die Abwägung des Nutzens, pro & contra.


Hier also Merkmale, die sich wirklich jeder merken sollte, sonst schadet er oder sie sich selbst und gibt unnötig Geld für Nahrungsergänzung ohne jeglichen Nutzen aus.


Gerade bei Nahrungsergänzungspräparaten darf man nicht nach dem Prinzip billig ist gut und hilfreich gehen. Man muß wirklich genau drauf achten, wo werden die Nahrungsergänzungsmittel hergestellt, handelt es sich um eine biologische, pflanzliche oder eben synthetisch hergestellte Basis.

Die Qualität der Nahrungsergänzungen ist entscheident, ob der Körper diese verarbeiten, verstoffwechseln kann oder keine oder sogar negative Reaktionen auf das Präparat entstehen.

Pro & contra Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel


Weswegen sollte ich pro und contra abwägen, wenn ich Nahrungsergänzungspräparate oder Nahrungsergänzungsmittel konsumiere? Zwei sehr wichtige Fakten zeigen Ihnen, daß es sich bei dem Nahrungsergänzungsmittel um kein echtes Lebens- oder Nahrungsmittel handelt.

Jedes Vitamin, daß in einzelnen Untervitaminen verkauft wird, ist synthetisch hergestellt. Um ein Vitamin über den

Stoffwechsel verarbeiten zu können werden immer mehrere Komponenten gebraucht.

Beispiele sind:

  • B-Vitamine, die einzeln, beispielsweise als Vitamin B1, B2, B3, B5, B6 oder B12 verkauft werden.
  • Vitamin D3
  • Vitamin E ist synthetisch hergestellt, wenn es hochdosiert angeboten wird. Bei Vitamin E ist der Körper übrigens besonders wählerisch.

Dies ist auch bei allen anderen Vitaminen, die hochdosiert angeboten werden, der Fall.

Pro Contra Nahrungsergänzungspräparate NahrungsergänzungsmittelProteine als Nahrunsergänzungspräparate


Auch Einzelproteine kann der Körper nicht verwerten, wobei es auch wichtig ist darauf zu achten, daß es sich um pflanzliche Proteine handelt. Tierische Proteine sind ungeeignet, da sie Harnsäure enthalten und diese zu Gicht führen kann.

Mineralstoffe als Nahrungsergänzungsmittel


Hier kann man auch, wie bei den Vitaminen, erkennen, dass einzeln angebotene Mineralstoffe synthetisch sind. Bei den Aminosäuren ist das ebenfalls der Fall. Hier gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten der Beschaffenheit.

Tierische, pflanzliche und synthetische Aminosäuren, auch Proteine genannt.

Tierische Aminosäuren enthalten Harnsäure, die zu Gicht führen kann, durch Übersäuerung des Körpers. Synthetische Präparate sind hochdosiert, das Mischungsverhältnis stimmt nicht, der Körper kann diese nicht verstoffwechseln. Natürliche Nahrungsergänzungspräparate werden aus Obst, Gemüse, Salat, Hülsenfrüchten und Kräutern hergestellt.

Maßgeblich dafür sind die Pflanzenbegleitstoffe, wie Fruchtfleisch und Pflanzenfasern. Bei natürlichen Nahrungsergänzungen dürfen die Inhaltsstoffe auf der Packung abgebildet sein. Mineralstoffe findet man am Meisten in Ölsardinen, Käse Milch und Naturjoghurt. Auch Obst und Gemüse enthalten Mineralstoffe. Aminosäuren kann der Körper zu 50 % selbst herstellen. Es ist erforderlich, die 10 essentiellen Aminosäuren über die Nahrung zuzuführen. Insgesamt gibt es demnach 20 Aminosäuren. Aminosäuren werden in der Leber zu körpereigenen Aminosäuren umgewandelt und sind die Bausteine der Zellen. Um die Nährstoffe richtig im Körper durch den Stoffwechsel verarbeiten und den Zellen zuführen zu können, benötigen wir zusätzlich Enzyme und Hormone.

Enzyme als Nahrungsergänzungspräparate

Damit die natürlichen Nährstoffe vom Körper aufgenommen werden können, müssen diese zerkleinert werden.

Dieses ist durch Enzymen gewährleistet. Enzyme sorgen dafür, dass die natürlichen Nährstoffe von den Zellen aufgenommen werden können. Wie bei den Vitaminen gibt es auch bei Enzymen natürliche und synthetische. Symthetische Enzyme kann der Körper nicht verwerten. Daraus resultierend sind synthetische Enzyme wirkungslos.

Hormone als Nahrungsergänzungsmittel

Zuletzt gibt es da noch die Hormone. Vitamin A und D sind natürliche Hormone. Die natürlichen Hormone können die DNA und die RNA reparieren und stärken. All diese Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, Enzyme und Hormone brauchen einander, um sie in optimale Energie umwandeln zu können.


Pro Contra Nahrungsergänzungspräparate NahrungsergänzungsmittelWeitere interessante Beiträge, nicht nur zu pro & contra von Nahrungsergänzungspräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln, sondern weiteren pflegerelevanten Themen finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

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Was man über die Qualität von ätherischen Ölen wissen sollte 

Die Grundlage: Wertvolle Rohstoffe von ätherischen Ölen


Die Qualität bei ätherischen Ölen ist essentiell bei der Auswahl der auf dem Markt befindlichen Produkte. Saatgut, klimatische und zeitliche Einflüsse, aber auch unterschiedliche Anbaumethoden oder der Erntezeitpunkt haben großen Einfluss auf die Qualität ätherischer Öle. Auch, wo die Pflanze wächst, macht einen Unterschied. Denn in ihrer natürlichen Heimat wird eine Pflanze stets die besten Bedingungen finden und aufgrund idealer klimatischer Bedingungen, perfekter Bodenqualität und des biologischen Umfelds eine besondere Kraft entwickeln. Auch die Bodenbeschaffenheit ist für die Duftentwicklung ausschlaggebend. Beispielsweise fühlt sich Lavendel an sonnigen Standorten mit durchlässigen, nährstoffarmen und steinigen Böden am wohlsten.
https://www.primaveralife.com/qualitaet/rohstoffe

So schonend wie möglich: Gewinnung und Verarbeitung

Hochwertige ätherische Öle herzustellen ist eine große Kunst. Neben den bereits genannten Kriterien sind der Erntezeitpunkt, der Zeitpunkt der Verarbeitung und die Art der Verwendung des Pflanzenmaterials entscheidend, außerdem die Dauer der Destillation, die Erfahrung und Kompetenz der Landwirt*innen und Destillateur*innen und viele andere mehr. 

Grundsätzlich unterscheidet man bei den Gewinnungsmethoden zwischen Destillation per Wasserdampf, Wasserdestillation, Kaltpressung und Extraktion. Der ganz überwiegende Teil aller ätherischen Öle wird mit Wasserdampfdestillation hergestellt. Das Kondenswasser, das beim Destillationsvorgang entsteht, enthält Spuren des ätherischen Öls und andere, hitzebeständige und wasserlösliche Bestandteile der Pflanze. Es ist das sogenannte Hydrolat, das bedingt durch andere Inhaltsstoffe, ganz anders riecht als das ätherische Öl.
https://www.primaveralife.com/qualitaet/herstellung

Qualität ätherischen Ölen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Um eine gleichbleibend hohe Qualität zu gewährleisten, sollten ätherische und fette Pflanzenöle regelmäßig strenge Laborkontrollen durchlaufen. In einer sensorischen Analyse werden zunächst die Eigenschaften jedes ätherischen Öls oder Pflegeöls bewertet. Die Produkte werden auf ihr charakteristisches Duftbild, ihr optisches Erscheinungsbild und ihre Duft- bzw. Pflegewirkung hin überprüft.

Anschließend folgen verschiedene weitere Prüfungsschritte: eine sensorische Prüfung des Geruches und des Aussehens, eine Dichte-Messung, die Bestimmung der Peroxid-Zahl (bestimmt den Frischezustand) sowie eine Bestimmung der Inhaltsstoffe der ätherischen Öle mittels eines Gaschromatographen mit integriertem Massenspektrometer. Dabei wird auch auf Verunreinigungen und Verfälschungen untersucht. 

https://www.primaveralife.com/qualitaet/qualitaetssicherung

Oft schwer verständlich: Deklaration und Zertifzierung

Hochwertige, naturreine Öle werden ausschließlich direkt aus den Blättern, Blüten, Samen, Früchten, Zweigen und Wurzeln der Ursprungspflanze gewonnen und nicht „gestreckt“. Sie enthalten auch keine biotechnologisch hergestellten Duftstoffe, die laut Gesetz als „natürlich“ bezeichnet werden dürfen.

Nach Vorgabe der EU-Deklarationspflicht gilt für ein Produkt je nachdem, für welche Anwendung es gedacht ist, unterschiedliche Gesetze. Als Hersteller muss man sich für eine Anwendungsform (kosmetisches Mittel zur Hautanwendung, Bedarfsgegenstand zur Raumbeduftung oder Lebensmittel) entscheiden und dies entsprechend in der Kennzeichnung deutlich machen. 

Folgende Angaben sollten zusätzlich auf dem Etikett zu finden sein:

  • Herkunftsland
  • Botanischer Name
  • Deutscher Pflanzenname
  • Inhaltsstoffe (INCI)
  • Gewinnungsmethode
  • Pflanzenteil, aus dem das Öl gewonnen wurde
  • Produktionsort und Hersteller
  • Unabhängige Zertifizierung (z.B. Bio, Demeter, Natrue)
  • Füllmenge
  • Haltbarkeit nach dem Öffnen
  • Chargennummer
  • Pharmazentralnummer (PZN)
  • Verwendungs- und Dosierhinweise
  • Duftprofil und Duftwirkung
  • Sicherheitshinweise

Sichere Anwendung durch klare Dosierungshinweise 

Weil ätherische Öle hochkonzentrierte Substanzen sind, ist es für eine sichere Anwendung wichtig, sie in der richtigen Menge einzusetzen. Außerdem sollten ätherische Öle für die Hautpflege nie unverdünnt angewendet, sondern stets mit einem Pflegeöl gemischt werden. Hersteller, die auf eine sichere Anwendung Wert legen, geben Anwender*innen daher Dosierungsempfehlungen mit an die Hand.

https://www.primaveralife.com/qualitaet/sichere-anwendung


 

Qualität ätherischen Ölen

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Was ist eigentlich eine Demenz Wohngemeinschaft oder Demenz WG?

Sie haben von einer speziellen Pflege in einer Demenz Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz oder Alzheimer gehört? Wir gehen im folgenden Beitrag auf die Struktur, die Organisation & die Betreuung durch ambulante Pflegedienste ein.  Als Angehöriger übernehmen Sie übrigens auch die Pflicht der Gremiumtätigkeit in der Demenz-WG.


Die Demenz Wohngemeinschaft als Versorgungsmöglichkeit


Der kleinste gemeinsame Nenner dieser alternativen Wohnform ist die Grunderkrankung Demenz. Menschen mit Demenz sind in kleinen Wohngruppen über 24 Stunden betreut. Die maximale Größe der Wohngruppe beträgt 12 Personen. Dies stellt einen wesentlichen Vorteil gegenüber einem Platz in einem Pflegeheim dar. Die Grösse ist überschaubar, die Mitarbeiter kennen jeden Bewohner sehr genau. Sie sind in der Lage präzise auf die Eigenheiten und Gewohnheiten des einzelnen Menschen mit Demenz einzugehen.

In einem geeigneten, idealerweise barrierefreien Objekt, hat jeder der Bewohner sein eigenes Zimmer. Dieses können Sie zusätzlich zu den notwenigen Pflegehilfsmitteln, mit persönlichen Gegenständen wie Möbeln oder Bildern ausstatten. Je nach Objekt, verfügt jedes Zimmer über ein eigenen Bad und eine eigene Toilette. Dieses kann auch durch ein Gemeinschaftsbad oder gemeinschaftlich genutzte Toiletten gelöst sein. In einem Gemeinschaftsraum finden Gruppenaktivitäten oder gemeinsame Mahlzeiten statt. Auch Beschäftigungsmöglichkeiten und Therapien finden vor Ort statt. Je nach individuellem Bedürfnis des Einzelnen, werden Therapeuten über den Hausarzt über ein Rezept beauftragt.

Eine Gemeinschaftsküche in der die Pflege- und Betreuungskräfte, mit oder ohne die Bewohner, die Mahlzeiten zubereiten ist vor Ort. Noch rüstige Bewohner der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz oder Alzheimer, können sich je nach Möglichkeit noch in der Demenz-WG nützlich machen. Sie werden gefördert und erhalten zumutbare Aufgaben, je nach Interesse und noch vorhandener Möglichkeit.

Wohngemeinschaft Demenz Pflege WG

Die Versorgung durch Pflegepersonal in der Demenz-WG


Der von der Bewohnervertretung, dem Gremium, beauftragte ambulante Pflegedienst stellt das Pflegepersonal für die 24-Stunden-Beaufsichtigung. Dieser arbeitet mit einem vorgegebenen Personal- und Betreuungsschlüssel. Es ist rund um die Uhr Personal vor Ort. Die Pflege- und Betreuungskräfte kümmern sich um die Pflege, die Ernährung und die Beschäftigung der Demenz-WG Bewohner. Es wird gemeinsam gesungen, gespielt, gelesen oder gebastelt. Bewohner können sich nach ihren noch vorhandenen Möglichkeiten an Alltagstätigkeiten beteiligen. Das Prinzip der Selbstbestimmtheit wird gelebt. Niemand wird zu etwas gezwungen. Es gibt Angebote, hat ein Mensch mit Demenz oder Alzheimer kein Interesse ist dies in Ordnung. das gilt auch für die Körperpflege, welche sich oft sehr schwierig gestaltet. Der Bewohner sieht dieses oft nicht ein, es wird versucht ihn zu motivieren, einen Zugang zu ihm zu bekommen, jedoch ohne Zwang.

Die ist gerade oft für die Angehörigen ein Problem, da sie erwarten, daß ihr Angehöriger top gepflegt aussieht. Dies umzusetzen ist bei Menschen mit Demenz jedoch oft nicht möglich. Die Angehörigen müssen dieses zwanglose Konzept verstehen, sich darauf einlassen und ihre eigenen Erwartungshaltungen zurück schrauben. das Prinzip der Selbstbestimmtheit des Menschen mit Demenz oder Alzheimer hat in der Demenz-WG oberste Priorität. Druck und sachliche Diskussionen bringen bei diesem Krankheitsbild nichts. Im Gegenteil rufen wir Aggressionen und Mißtrauen hervor. Der Betroffene zieht sich zurück, fühlt sich nicht verstanden und respektiert in seinen Wünschen und Vorstellungen.

Das Gremium – die Bewohnervertretung


Das Konzept der ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz sieht ein Gremium vor. Diese Angehörigenvertretung trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen. Demenz-WG interne Aufgaben sind unter den Mitgliedern verteilt. Beispielsweise kümmert sich eine Person um die Einkäufe, ein weiterer um kleine Reparaturen, Feste sind zu organisieren, Gelder zu verwalten. Für alle Bewohner besteht ein Gemeinschaftsmietvertrag mit dem Vermieter. Der ambulante Pflegedienst hat damit nichts zu tun. er hat nur ein sogenanntes Gastrecht für die Versorgung der Bewohner.

Wenn ein Bewohner ausscheidet sorgt das Gremium für einen neuen Interessenten für die Nachbesetzung. Das Gremium wählt auch einen Sprecher, der als Ansprechpartner für den versorgenden ambulanten Pflegedienst dient. Probleme, Anregungen und Verbesserungen, die in einer Sitzung besprochen wurden, werden durch ihn weitergetragen. Anschaffungen, die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz betreffend, tätigt das  Gremium. Elektrogeräte, Mobilar, Küchenbedarf und Dekorationsgegenstände gehören damit der Allgemeinheit. Es werden monatliche Rücklagen für Reparaturen oder Neuanschaffungen geschaffen. Die Angehörigen kümmern sich auch um die Reinigung der Wohngemeinschaft. Dies kann vom Gremium, über eine angestellte Reinigungskraft oder in Absprache über eine Haushaltshilfe des ambulanten Pflegedienstes erfolgen.

Wohngemeinschaft Demenz Pflege WG

Die Kosten für einen WG Platz in der Wohngemeinschaft

Zusätzlich zu den Pflegekosten (ca. 2000,- – 2500,- Euro montalich), die individuell nach Pflegeaufwand variieren, kommen Pauschalen für Miete, Verpflegung und Rücklagen für die Demenz-WG. Die Mietkosten des Objekts sind durch die Anzahl der Bewohner geteilt. Eine Verpflegungspauschale liegt etwa bei 200,- – 300,- Euro monatlich. Die Pauschale für die Rücklagen ist individuell geregelt. Sie haben Anspruch auf den Wohngruppenzuschlag der Kasse von aktuell monatlich 214,- Euro, zusätzlich zum Pflegesachleistungsbetrag, je nach Pflegegrad.


Fazit:

Was ist eine Demenz Wohngemeinschaft

Eine alternative Möglichkeit, in einer kleinen Wohngruppen von 8 -12 Menschen mit Demenz, über 24 Stunden von einem ambulanten Pflegedienst der das Personal stellt, als Betroffener zu leben, beaufsichtigt & gepflegt zu werden.


Demenz Wohngemeinschaft Pflege WG

Wir blicken auf jahrelange Erfahrung als Leitung mehrerer ambulant betreuter Demenz Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz oder Alzheimer zurück & beantworten Ihnen gerne weitere Fragen zur Pflege WG.

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