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Pflegebedürftig – Keine Chance auf Urlaub? NEIN!

Auch wenn bereits eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, geht der Wunsch die eigenen vier Wände für einen Urlaub zu verlassen, natürlich nicht verloren.

Natürlich ist dies mit einer entsprechenden Vororganisation verbunden, notwendiges für den Betroffenen, wie beispielsweise Inkontinenzmaterialien müssen vorab über Sanitätshäuser und Apotheken bestellt werden, eventuelle Impfungen sollten bedacht werden, der Hausarzt sollte informiert sein und auch die Notfallapotheke ergänzt und aufgefrischt werden.

Wie finde ich ein passendes, evtl. sogar barrierefreies Urlaubsdomizil?

  • Dank des Internets haben verschiedene Plattformen oder Homepages sich diesen Bedürfnissen gewidmet und es gibt passende Angebote auch für Menschen, die mit Hilfsmitteln, wie Rollstuhl & Rollator verreisen.
  • Aus eigener Erfahrung ist es auch gut möglich bei üblichen Reiseportalen, die Liste der Filter so einzustellen, dass nur Objekte mit Waschmaschine, Barrierefreiheit, Aufzug etc. gesucht werden können.
  • Die Möglichkeit passende Wohnungen oder Häuser von privat zu mieten oder eine Ferienwohnung zu nutzen besteht natürlich auch.

Wer unterstützt mich bei der Pflege des Betroffenen?

Entscheiden Sie sich für einen Urlaub in Deutschland oder einem Land in dem ambulante Pflegedienste ihren Service anbieten, ist es ein leichtes diese vorab im Internet ausfindig zu machen, mit diesen einen Vertrag und Kostenvoranschlag für den geplanten Urlaub zu vereinbaren und sich selbst, als pflegenden Angehörigen zu entlasten und auch etwas vom Urlaubsgefühl zu erleben.

Ein interessantes Konzept für Nordzypern bietet beispielsweise ein selbst seit Jahren in der Pflege tätiger Kollege an. Dieser ist aktuell mit der Umsetzung von einem barrierefreien Penthouse mit zwei Wohnungen in Griechenland beschäftigt. 

Er möchte es pflegebedürftigen und deren pflegenden Angehörigen ermöglichen auf seine pflegerische Tätigkeit in einem perfekten Urlaubsambiente zurück zu greifen. Er richtet seinen Fokus dabei auf Betroffene mit dem Pflegegrad 2 und 3, in individuellen Fällen, die vorab besprochen werden auch bei Pflegegrad 4.

Er kümmert sich um die Flughafentransfers, die Verköstigung, er liebt es selbst zu kochen und bietet damit die Alternative zu Restaurantbesuchen, die im Pflegefall oft schwierig zu bewerkstelligen sind, in einer gemütlichen Atmosphere innerhalb der gebuchten Penthouse-Wohnung. Diese beiden Wohnungen können mit beachtliche Quadratmeterzahlen von 175 und 225 aufwarten. Die Hilfsmittelnutzung von Rollstuhl oder Rollator ist also kein Problem. Die Wohnungen sind zusätzlich mit großzügigen Terrassen ausgestattet.

Er kümmert sich auch, nach individuellen Wünschen der Urlaubsgäste, um Freizeitaktivitäten und Ausflüge. Diese können auf Wunsch begleitet oder selbständig durchgeführt werde.

Abrechenbar ist diese Konzept durch die Verhinderungspflege der Krankenkasse, die mit jährlich 1612,- Euro verrechnet werden kann, wenn für das gleiche Jahr keine Kurzzeitpflege beansprucht wird sogar noch einmal um die Hälfte des Betrages aufgestockt werden kann.

Es wird zur Erleichterung der Reise und Reisevorbereitung auch gerne bei der Buchung von entsprechenden Flügen und der Organistaion des Mobilitätsservice an den Flughäfen geholfen.

Wir stellen gerne den Kontakt her, wenn von Ihrer Seite Interesse besteht.

Wie hoch sind die Kosten?

Flug, Unterkunft und Verpflegung müssen von den Gästen selbst getragen werden. 

Ein Flug nach Zypern kostet zwischen 250,- und 400,- Euro, je nach Reisezeit, hinzu kommen Unterkunftskosten inkl. Verpflegung von 55,- bis 80,- Euro pro Tag und Person. 

Es kommen somit Urlaubskosten zusammen, die einem normalen Urlaub in einem Hotel ähneln.

Sie sehen, auch wenn es mit organisatorischem Aufwand verbunden ist, gibt es Wege und Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Tapetenwechsel um etwas Freizeit und Urlaub vom anstrengenden Pflegealltag zu bekommen.

Kontaktieren Sie uns für das Herstellen eines Kontakts, zur Beantwortung ihrer Fragen oder Problemen die wir in diesem Artikel aussen vor gelassen haben und die für Sie geklärt sein sollten.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Ihre Pflegeberatung in München erklärt: Tabletten richtig teilen | Richtlinien | Hinweise

Ob zur Dosisanpassung von Medikamenten, zum leichteren Schlucken oder aus anderen Gründen gibt es für pflegende Angehörige aber auch Patienten einiges zu beachten.
Viele Menschen haben Angst grössere Tabletten einzunehmen oder zu schlucken, da sie befürchten sie könnten im Hals hängen oder stecken bleiben.
Dies ist gerade bei Kindern aber auch älteren Menschen oft zu beobachten.

Wir gehen auf folgende Punkte ein:

  • Dosisanpassung
  • Tabletten teilen
  • Halbieren des Medikaments untersagt
  • Richtlinien
  • Hinweise
  • Hilfsmittel für das Teilen von Medikamenten

Dosisanpassung:

Wenn ein Arzt Ihnen ein Medikament verordnet bzw. ansetzt und es nicht in der richtigen Milligrammzahl rezeptiert, stehen Sie vor dem Problem wie soll ich es jetzt einnehmen und wie ändere die Dosierung korrekt.

Manchmal gibt es das Medikament von Seiten des Herstellers nicht in der vom Arzt angeordneten Dosierung, es muss individuell angepasst werden.

Ein Präparat muss oft auch geviertelt oder halbiert, jedenfalls angepasst werden, um einen Medikamentenspiegel aufzubauen oder es reduzierend von der Wirkstoffmenge ausschleichen zu lassen, wenn es abgesetzt wird.

Tabletten teilen:

Nicht alle Medikamente eignen sich zum Teilen. Auch wenn ein Präparat mit einer Kerbe oder Kreuzkerbe vorgeprägt ist, kann dies von Seiten des Herstellers zur Identifikation beitragen, um der Verwechselungsgefahr mit anderen Tabletten vorzubeugen, nicht jedoch zur Teilung bestimmt sein.

Achtung:

Bei Unsicherheiten beim Zerteilen von Medikamenten sollte auf jeden Fall die Packungsbeilage vor dem Teilen gelesen werden, der verordnende Arzt oder ein Apotheker befragt werden!

Nicht teilbare Präparate:

In der Regel sind Tabletten, die eine Schutzfilmummantelung haben, sogenannte Fimtabletten, die magensaftresistent sind und deren Wirkstoff über den Darmtrakt aufgenommen wird, nicht teilbar.

Kapseln haben eine Hülle aus Zellstoff, die ebenfalls magensaftresistent ist und über den Darmtrakt ihre Wirkung entfalten und nicht geteilt werden sollten. Dies kann von Präparat zu Präparat unterschiedlich sein, auch hier den Beipackzettel lesen, bei Arzt und / oder Apotheker nähere Informationen einholen.

Risiken durch Tablettenteilung:

Seien Sie sich des Risikos nicht fachgerechter Medikamententeilung für den Patienten bewußt.

Zerkleinern, halbieren oder vierteln Sie Medikamente nicht nach Vorschrift kann es zu folgendem kommen:

  • zu hohe Dosierung
  • zu niedrige Dosierung
  • Wirksamkeit reduziert
  • Wirksamkeit erhöht
  • Gefährdung des Behandlungserfolgs
  • Gefährdung des Gesundheitszustands des Patienten
  • zu schnelle Wirkstoffaufnahme

Hilfsmittel zur Teilung des Medikaments:

Beim Zerteilen von Medikamenten kommt es auch auf die richtige Technik an.

Gelingt Ihnen dieses nicht auf Anhieb beim Halbieren mit den Fingern oder einem dünnen, scharfen Messer, ist es hilfreich sich für wenig Geld in der Apotheke einen Tablettenteiler zu besorgen. In den wird das zu teilende Präparat gelegt und durch schliessen mit einer festverbauten scharfen Klinge halbiert oder wenn nötig erneut geviertelt. Siehe Bild anschliessend.

Abschliessend:

Für nicht teilbare, grosse Tabletten gibt es in der Apotheke auch die Möglichkeit sich spezielle, gleitfähige Umhüllungen, die das Schlucken erleichtern zu besorgen.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis