Beiträge

Weswegen Logopädie-Therapie bei Menschen mit Demenz sinnvoll ist

Der langsame Verlust der eigenen Sprache durch das Vergessen, während des Krankheitsverlaufs einer Demenz ist ein Thema welches die Teilnahme am Leben sehr einschränkt. Nicht verstanden werden, sich nicht adäquat ausdrücken können, führt zu sozialer Isolation und Rückzug ins eigene Innere. Die Logopädie sollte als therapeutischer Ansatz, gerade in der frühen Phase der Demenz-Erkrankung präventiv genutzt werden, um diesen Prozeß der sprachlichen Barriere, des langsamen Vergessens von Wörtern, sowie dem Bilden von ganzen Sätzen entgegen zu wirken.


Bei welchen Symptomen nutze ich die Logopädie-Therapie?

  • Wortfindungsstörungen treten auf
  • Ersatzwörter oder Floskeln werden genutzt
  • Der Faden im Satz geht oft verloren
  • Sprachverständnisprobleme werden offensichtlich & führen zu Missverständnissen
  • Inhalte des Gesprächs werden schnell vergessen
  • Antriebslosigkeit beim Sprechen, die Sprachbeteiligung nimmt ab
  • Sprunghafte Wechsel während des Erzählens / Sprechens


Der Therapieansatz der Logopädie:

Die Therapie bezieht sich auf auftretende Sprachstörungen, Störungen der Stimme sowie Schluckprobleme, welche oft nach einer Krankheit oder während dieser, wie im Fall der fortgeschrittenen Demenz, zu beobachten sind. Ihr Hausarzt kann Ihnen bei auftretenden Problemen ein Therapierezept ausstellen. Ziel ist es eine Verbesserung der Sprach-, Stimm- und Schluckqualität zu erwirken oder einen aktuellen Stand zu halten.

Logopädie und Demenz:

Das Ziel bei Menschen mit Demenz ist es, die Kommunikations- und Ernährungsmöglichkeit, unter der krankheitsbedingten Veränderung, möglichst lange aufrecht zu erhalten. Zu Beginn der Erkrankung ist es bereits sinnvoll diese logopädische Unterstützung in Anspruch zu nehmen und präventiv auf den Krankheitsverlauf einzuwirken, um Kommunikationsstörungen entgegen zu wirken. Da der Lernprozeß bei Menschen mit Demenz, aufgrund des eingeschränkten oder nicht mehr vorhandenen Kurzzeitgedächtnisses, nicht mehr stattfindet, ist ein ressourcenorientierter Ansatz nötig, nachdem die Logopädie-Therapie vorgeht.

Die noch vorhandenen Ressourcen werden genutzt um den betroffenen Menschen zu spiegeln, seine noch präsenten Fähigkeiten zu fördern und möglichst aufrechtzuerhalten. Hierbei spielt die nonverbale Kommunikation eine primäre Rolle. Diese kommunikativen Fähigkeiten wie, Sprachmelodie, Gestik und Mimik werden beobachtet und geben wertvolle Hinweise auf eventuelle Förderansätze der Therapie.

Der logopädische Ansatz erfolgt nach dem Grundsatz, es ist wichtiger wie etwas gesagt wird als was gesagt wird!

Prägend für die Kommunikation bei Menschen mit Demenz ist der Tonfall der empfunden wird, sowie ein weiterer Grundsatz, die Beziehung vor dem Inhalt des Gesagten.


Therapieziele:

  • Aufrechterhaltung der Teilhabe am sozialen Leben
  • Größtmögliche Erhaltung der Lebensqualität für den betroffenen Menschen
  • Der Erhalt der sprachlichen Selbständigkeit
  • Unterstützung bei der Mahlzeiten- und Getränkeeinnahme & Reduktion von auftretenden Schluckproblemen

Bisher sind diese therapeutischen Möglichkeiten bei der Förderung & Begleitung von Menschen mit Demenz nur wenigen bekannt. Wird erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf diese therapeutische Möglichkeit zurückgegriffen, kann dies bereits zu spät sein und eine Unterstützung bereits nicht mehr möglich sein bzw. nur noch geringe Erfolge zeigen.

Wir haben Ihnen anschliessend eine Übersicht von Logopädie-Praxen und Logopädie-Therapeuten verlinkt, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, in Ihrer Nähe eine therapeutische Unterstützung, mit dem Schwerpunkt auf Demenzbehandlung zu finden.

https://www.dbl-ev.de/service/logopaedensuche/

Fazit:

Was bringt Logopädie bei Demenz?

Eine Teilhabe am sozialen Leben & eine größtmögliche Lebensqualität soll aufrechterhalten bleiben. Die sprachliche Selbständigkeit soll erhalten werden. Die Unterstützung bei bereits auftretenden Schluckproblemen ist therapeutisch gewährleistet. Eine unabhängige Pflegeberatung gibt Ihnen weitere Informationen & Tipps.

 

Bei Fragen, Anregungen und Beratungswünschen kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage.

Weitere interessante, pflegerelevante Themen finden Sie rechts neben dem Blog, in Kategorien für Sie zum Nachlesen sortiert.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Entlastungsmöglichkeit für pflegende Angehörige – Tagespflege-Einrichtung

Sie stoßen durch die Pflegesituation Ihres Angehörigen an Ihre Belastungsgrenzen?

Sie benötigen dringend einige Stunden tagsüber eine Entlastung und Erholung für sich selbst?

Sie wissen nicht, wie Sie sich noch um eigene Termine, Alltagstätigkeiten und soziale Kontakte kümmern können?


Im folgenden Beitrag möchten wir auf die Möglichkeit eine Tagespflege-Einrichtung zu Ihrer Entlastung eingehen und Ihnen folgende Punkte erklären:

  • Definition Tagespflege
  • Konzept einer Tagespflege
  • Kosten & Finanzierung der Tagespflege
  • Leistungen der Tagespflege

Definition Tagespflege:

Es handelt sich bei der teilstationären Tagespflege um eine Leistung der Pflegeversicherung. Diese bietet pflegenden Angehörigen die Möglichkeit, Abstand zum belastenden Pflegealltag zu bekommen, sich selbst um Termine, Alltagsarbeiten, die Pflege eigener sozialer Kontakte und vor allem Erholung zu kümmern. Die pflegebedürftige Person ist während eines, durch das Tagespflegeangebot variierenden Zeitraums, in einer teilstationären Einrichtung. Dort findet durch Betreuungs- und Pflegekräfte strukturiert, ein auf Beschäftigungsmöglichkeiten, Essens- und Ruhezeiten basierendes Angebot statt, welches auch die notwendige Pflege und medizinische Versorgung, durch beispielsweise Verabreichen von Medikamenten, gewährleistet. Mit anderen, unterschiedlich pflegebedürftigen Menschen, verbringt Ihr Angehöriger den Tag unter personeller Beaufsichtigung. Ein spezieller Fahrdienst der Einrichtungen kümmert sich an den vereinbarten Tagen um den Transfer zur Tagespflege und zurück.


Konzept einer Tagespflege:

Es handelt sich um ein Angebot welches eine personelle, durchgehende Anwesenheit einer Betreuungskraft voraussetzt, der pflegebedürftige Mensch jedoch nicht auf kontinuierliche Pflege selbst angewiesen ist.

Unter folgenden Voraussetzung kann eine Tagespflege-Einrichtung in Anspruch genommen werden:

  • Die Gefahr einer Mangelernährung besteht.
  • Die Person ist hochbetagt und alleinstehend.
  • Eine geistige / kognitive Beeinträchtigung besteht.
  • Bewegungseinschränkungen, welche die Alltagskompetenz beeinträchtigen, liegen vor.
  • Wenn Alltagskompetenzen erhalten oder wiederhergestellt werden sollen.
  • Die Person transportfähig und nicht bettlägerig ist.

Kosten & Finanzierung der Tagespflege:

  • Je nach Einrichtung wird eine Stunden- oder Tagespauschale abgerechnet, Preise sind zu erfragen.
  • Eine Pauschale für die Mahlzeiten wird berechnet.
  • Eine Kilometerpauschale für den Fahrdienst wird in Rechnung gestellt, entfällt bei selbst organisierter Anfahrt.
  • Investitionskosten zum Erhalt der Tagespflege-Einrichtung werden berechnet.

Je nach Aufwand des pflegerischen und medizinischen Bedarfs der zu betreuenden Person, rechnet die Tagespflege-Einrichtung, ab Pflegegrad 2, direkt mit Kranken- und / oder Pflegekasse die erbrachten, notwendigen Leistungen ab. Die Tagespflege-Einrichtung hat entsprechend eine Kassenzulassungsnummer, welche diese Abrechnung möglich macht.


WICHTIG:

Den Ihnen zugestandenen Entlastungsbetrag von 125,- Euro monatlich, können Sie zur Finanzierung der Investitionskosten, Mahlzeitenpauschale und der Unterbringung in der Tagespflege nutzen!


Durch die Pflegeversicherung ist ein Budget pro Monat, variierend nach Pflegegrad 2 – 5, für die pflegebedürftige Person geregelt. Hiermit kann ein Angebot der Tagespflege bezahlt werden. Anschließend können Sie die hinterlegten Pflegeversicherungsleistungen für die Tagespflege Nutzung anhand des Pflegerads einsehen:

  • Pflegegrad 2:                 689,00 €
  • Pflegegrad 3:               1298,00 €
  • Pflegegrad 4:               1612,00 €
  • Pflegegrad 5:               1995,00 €

Bei diesen Beträgen handelt es sich um zweckgebundene, ausschließlich für die Tagespflege nutzbare Budgets, die auch nicht anteilig ausbezahlt oder mit anderen Leistungen kombiniert werden können!


Fazit:

Was ist eine Tagespflege?

Es handelt sich um eine Leistung der Pflegeversicherung, welche pflegenden Angehörigen die Möglichkeit bietet, sich selbst während des Tages Freiraum & Entlastung zu verschaffen, sich um alltägliches zu kümmern und Abstand & Erholung zu einer belastenden Pflegesituation zu bekommen. Weitere Infos kann Ihnen Ihr unabhängiger Pflegeberater vermitteln.


Weitere interessante Tipps, Beiträge und Artikel zu pflegerelevanten Themen finden Sie rechts im Blog-Bereich nach Kategorien sortiert. Viel Spaß beim Stöbern!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Demenz – In welcher, der drei Phasen der Erkrankung, befindet sich mein Angehöriger?

Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen Tipps zur Selbsteinschätzung des aktuellen Krankheitsverlaufs Ihres Angehörigen mit Demenz ermöglichen. Beleuchten Sie selbst, wie Sie den Krankheitsverlauf Ihres Angehörigen einschätzen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei unterschiedlichen Verlaufsphasen, je nach Fortschritt der Erkrankung. Unterschieden werden Prozesse des geistigen Abbaus bezogen auf die Merkfähigkeit, Sprache, die eigene Handlungsfähigkeit, Wesensveränderungen und Einschränkungen bezogen auf die noch bestehenden Möglichkeiten der Selbstversorgung.

Wir erklären Ihnen in kurzen Stichpunkten die einzelnen der drei Phasen.



Symptomatik der Demenz-Phase 1, beginnende Demenz:

  • Während des Gesprächs wird oft der Faden verloren
  • Die Merkfähigkeit ist eingeschränkt
  • Neue Informationen werden nicht mehr oder nur teilweise behalten
  • Das Kurzzeitgedächtnis läßt nach
  • Fragen werden mehrmals gestellt
  • Ersatzwörter werden vermehrt genutzt
  • Die Konzentration ist beeinträchtigt
  • Schwierigkeiten beim Benennen von Datum & Uhrzeit
  • Namen werden vergessen
  • Sätze werden verkürzt
  • Störungen bei Alltagstätigkeiten ( Körperpflege, Mahlzeitenzubereitung, sich kleiden etc.)
  • Erste Wortfindungsstörungen treten auf
  • Oft stimmt die Reihenfolge von Handlungsabläufen nicht mehr
  • Bereits erledigtes wird nochmal aufgegriffen
  • Es entsteht eine Passivität und Teilnahmslosigkeit
  • Komplexe Zusammenhänge können bereits nicht mehr erfaßt werden
  • Erste örtliche Orientierungsschwierigkeiten treten auf, auch in gewohnter Umgebung
  • Die Merkfähigkeit an länger zurückliegende Ereignisse oder Situationen ist noch nicht beeinträchtigt

Symptomatik der Demenz-Phase 2, mittelgradig fortgeschrittene Demenz:

  • Die Gedächtnisleistung baut noch mehr ab
  • Tag-Nacht-Rhythmus-Störungen treten auf
  • Häufige Stimmungsschwankungen sind bemerkbar, bis zu aggressivem Verhalten
  • Es kommt zu Desorientiertheit außerhalb der eigenen Wohnung / des eigenen Hauses
  • Gefühlsschwankungen nehmen vermehrt zu
  • Der Betroffene zieht sich noch mehr zurück, beteiligt sich kaum noch am Alltagsgeschehen
  • Die personell notwendige Unterstützung, bei bisher selbständigem, nimmt zu
  • Alltagstätigkeiten bereiten dem Betroffenem größte Mühe
  • Ein Beruf kann nicht mehr ausgeübt werden
  • Auch das Langzeitgedächtnis ist massiv beeinträchtigt
  • Gegenwart und Vergangenheit sind nicht mehr unterscheidbar

Symptomatik der Demenz-Phase 3, schwere Demenz:

  • Eine Kontaktaufnahme gestaltet sich sehr schwierig oder ist kaum noch möglich
  • Eine Infektanfälligkeit nimmt zu
  • Bewegungen sind nur noch eingeschränkt möglich, bis hin zur Bettlägerigkeit
  • Es kommt zu auftretenden Schluckstörungen
  • Die Darm- und Blasenkontrolle nimmt ab
  • Gehen und Stehen ist erschwert
  • Der Wortschatz ist stark reduziert
  • Sätze können meist gar nicht mehr gebildet werden
  • Die Artikulation findet oft nur noch über Laute statt

Fazit:

Wie ist der Verlauf einer Demenz Erkrankung?

Grundsätzlich unterscheidet man den Verlauf einer Demenz in drei unterschiedlichen Phasen, welche den geistigen Abbau und die kognitive Leistung, Sprache, Wesensveränderungen, die eigene Handlungsfähigkeit & Selbständigkeit betreffen.

 

In allen der drei Stadien der Demenz, ist es wichtig die Nerven zu behalten, ruhig zu bleiben, den Betroffenen nicht zu maßregeln, ihn nicht zusätzlich auf seine Fehler aufmerksam zu machen und auf diese zu reduzieren. Behandeln Sie Ihren Angehörigen wetschätzend und versuchen Sie den Zugang über die emotionale Ebene aufrecht zu halten, vermeiden Sie sachliche Diskussionen, die zu nichts führen. Denken Sie an Ihre Selbstfürsorge und planen Sie regelmäßige Aus- und Erholungszeiten für sich selbst in den schwierigem Pflegealltag ein!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

Aromatherapie – Tipps zur Erkältungszeit

Ätherische Öle bei Erkältungsbeschwerden

 

COVID-19 führt uns seit Monaten vor Augen, wie wichtig die Einhaltung einfacher Hygieneregeln ist, etwa das Händewaschen. Abstandhalten, der Verzicht auf Umarmungen oder Begrüßungsküsse leisten aber auch einen wichtigen Beitrag, wenn es darum geht, uns vor lästigen Erkältungen zu schützen. Hat es einen doch erwischt, greift man gerne zu Bewährtem und dazu zählen – natürlich! – auch ätherische Öle. 

Infekte können bekanntlich von Bakterien oder Viren ausgelöst werden. Gegen beide haben sich ätherische Öle in unzähligen Untersuchungen als wirksam erwiesen. Warum das so ist, lässt sich schnell erklären: Als Vielstoffgemische enthalten ätherische Öle bis zu 500 verschiedene Wirkstoffe. Einige von ihnen, die Gruppe der Sesquiterpene etwa, wirken stärkend auf das Immunsystem. Andere, wie die Phenole, aktivieren die körpereigenen Abwehrzellen und tragen dazu bei, dass unerwünschte Eindringlinge schnell unschädlich gemacht werden. Das macht sie zu wirksamen und wohltuenden Begleitern, die Husten, Schnupfen und andere Beschwerden frühzeitig bekämpfen, Symptome lindern und den Verlauf einer Erkältung deutlich verkürzen können. 

Die fünf wichtigsten ätherischen Öle bei Erkältungsbeschwerden: 

  • Ravintsara bio

Ravintsara ist ein Kampherbaum, der auf Madagaskar gedeiht. Er kann mehr als 30 Meter hoch werden und je nach Herkunft unterschiedliche Chemotypen ausbilden. Der Cineol-Chemotyp Ravintsara findet in der Naturheilkunde Verwendung bei Erkältungsbeschwerden und zur Raumluftverbesserung. Manchmal wird es auch als „Virenschutzöl“ bezeichnet. 

  • Lorbeerblätter bio
    Lorbeer, auch Gewürzlorbeer genannt, ist ein immergrüner Baum mit aromatischen Blättern und blauschwarzen Beeren, der ursprünglich aus Asien stammt. Das aus den Blättern gewonnene ätherische Öl kann bei Atemwegserkrankungen befreiend wirken und dient als Schutzschild, wenn die Menschen im Umfeld kränkeln. Dann empfiehlt es sich, die Raumluft durch das Verdampfen von Lorbeeröl zu reinigen.
  • Latschenkieferöl bio
    Latschenkiefer, auch Latsche oder Legföhre genannt, ist ein immergrüner strauchartiger Nadelholzbaum, der in Höhen zwischen 1.000 und 2.700 Meter gedeiht. In der Naturheilkunde kommt das aromatisch holzig duftende Öl traditionell bei Erkältungsbeschwerden zum Einsatz. Als ätherischer Allrounder auch gegen Unwohlsein und Stress sollte es in keiner Haus- und Reiseapotheke fehlen. Latschenkieferöl vertieft die Atmung, stärkt die Abwehrkräfte, wirkt befreiend und entzündungshemmend. Einreibungen auf der Brust mit Latschenkieferöl in einen Bio Pflegeöl sind bei Erkältungsbeschwerden besonders wohltuend.
     
  • Thymian Thymol bio
    Thymian ist ein Kraut, das je nach Klima und Bodenbeschaffenheit unterschiedliche Inhaltsstoffe, Duft- und Wirkungsprofile ausbilden kann. Thymian Thymol hat sich in der Naturheilkunde speziell bei Erkrankungen der unteren Atemwege und Infekten bewährt.
  • Zitrone bio
    Das ätherische Öl aus der Schale der Frucht punktet nicht nur mit reinigenden Eigenschaften, sondern eignet sich wegen seines frischen Dufts auch zur Raumbeduftung und hat dabei eine stimmungsaufhellende, beruhigende Wirkung. Anwendung findet das Öl unter anderem in Gurgellösungen, Wickeln und in der Handhygiene.

Rezept SOS-Halsspray:

15 ml Pfefferminzwasser

10 ml Mandelöl

5 ml Sanddornfruchtfleischöl

10 Tropfen Zitrone bio

6 Tropfen Ravintsara bio

5 Tropfen Lorbeer bio

2 Tropfen Thymian Thymol bio

Pflanzenöle in ein Sprühfläschchen mit 30 ml Inhalt füllen, ätherische Öle einträufeln und mit Pfefferminzwasser auffüllen. Vor jeder Anwendung kräftig schütten. Ein- bis dreimal täglich in den Rachenraum sprühen.

Rezept „Grippe-Prophylaxe-Mischung“ zum Inhalieren

1 TL Salz

2 Tropfen Lorbeer bio

2 Tropfen Ravintsara bio

1 Tropfen Zitrone bio

Ätherische Öle mit dem Salz vermengen und direkt ins heiße Wasser geben.

Rezept Hustenbalsam

25 mg Bio-Koosöl

5 ml Jojobaöl

6 Tropfen Lavandin bio

5 Tropfen Ravintsara bio

5 Tropfen Weißtanne bio

4 Tropfen Thymian Thymol bio

Kokosöl im Wasserbad schmelzen, Jojobaöl und ätherische Öle zugeben, gut verrühren und in einen sauberen Tiegel füllen. Bei starkem Hustenreiz auf der Brust sanft einmassieren. 

Alle Rezepte stammen aus dem Buch „Ätherische Öle in der Erkältungszeit – Schnelle Hilfe bei Husten, Schnupfen, und grippalen Infekten. Immunstärkend • schützend • heilend.“ von Maria M. Kettenring und Anusati Thumm. Es ist im JOY-Verlag erschienen und im PRIMAVERA-Online-Shop erhältlich (https://www.primaveralife.com/shop/literatur).

 

Weitere Interessante Artikel und Tipps finden Sie rechts Im Blog-Bereich nach Kategorien geordnet, viel Spaß beim Stöbern!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Tipps zur Pflege Ihres Angehörigen nach Schlaganfall

Im folgenden Beitrag möchten wir ihnen die notwendigen und wichtigen Aspekte in der Pflege eines Schlaganfall-Patienten erklären:

  • Körperwahrnehmung des Betroffenen
  • Tipps bei der Körperpflege
  • Anziehtraining
  • Raumgestaltung
  • Schmerzproblematik
  • Richtiges Lagern und Positionieren

Körperwahrnehmung des Betroffenen:

Da der Betroffene seine Körperhälfte im Moment gar nicht oder nur teilweise wahrnimmt, was von der Ausprägung und Region des Schlaganfalls im Gehirn abhängt, ist es die wichtigste Priorität ihn für diese Körperseite wieder zu sensibilisieren. Seine Wahrnehmung richtet sich aktuell nur auf die funktionierende, nicht betroffene, Körperhälfte. Die gelähmten Extremitäten sind schlaff, hängen teilnahmslos, müssen unterstützt, gelagert, positioniert werden und sind vor allem schmerzfrei! Sie werden vom Patient nicht mit einbezogen, er vergißt diese schlicht und beachtet sie oft gar nicht oder nur teilweise.

Auch der rehabilitative Ansatz geht nur in die Richtung der erneuten Sensibilisierung der betroffenen Körperteile. Ein Umdenkansatz im Gehirn muss angelernt und antrainiert werden!


Unterstützung bei der Körperpflege:

Der pflegerische Standard sieht vor, immer zuerst die betroffenen Körperpartien, vor den nicht betroffenen in die Pflege einzubeziehen. Am praktischen Beispiel der Körperpflege lassen Sie Ihren Angehörigen, unter Anreichen der Pflegeutensilien, zuerst die betroffene Seite des Gesichts waschen, dann den nicht betroffenen Bereich. Anschließend zuerst mit der gesunden, nicht gelähmten Hand, die gelähmte Hand und den gelähmten Arm waschen, eventuell können Sie Bereiche die er nicht selbständig erreicht, ergänzend waschen. Achten Sie darauf, daß der gelähmte Arm nicht frei hängt, sondern abgestützt wird, er kann zum Beispiel im Waschbecken liegen oder mit einem Kissen auf dem Schoß, erhöht gelegt werden.

Machen Sie nicht den Fehler ihm diese Tätigkeiten ganz abzunehmen, er muss lernen, diese Seite wieder zu fühlen, spüren und an sie zu denken!

Fahren Sie fort und lassen Sie ihn das betroffene Bein und den Fuß waschen. Bei der gesunden Seite des Körpers und Teilen des Körpers die er nicht erreichen kann, übernehmen Sie die Waschtätigkeit. Der Intimbereich kann im Sitzen, beispielsweise auf einem Duschstuhl, welcher unten offen ist, sitzend selbständig gewaschen werden.

Die Hautpflege mit einer Lotion oder Creme, kann in der gleichen Reihenfolge von Ihrem Angehörigen selbst erfolgen. Immer zuerst die gelähmte Seite des Körpers, anschließend die gesunde Seite.

Bei männlichen Angehörigen können Sie, ohne Hinweis und Anleitung, am Beispiel des Rasierens im Gesicht sehen, dass meist nur eine Seite des Gesichts rasiert wird, die andere Hälfte liegt außerhalb der Wahrnehmung und wird nicht rasiert. Weisen Sie ihn sachte darauf hin zuerst die betroffene Seite zu rasieren, helfen Sie gegebenenfalls nach und lassen Sie ihn anschliessend die gesunde Seite rasieren. Das Gleiche gilt beim Akt des Zähneputzens.


Anziehtraining:

Reichen Sie Ihrem Angehörigen nach Möglichkeit die Kleidung nur an oder legen Sie diese so in seine Reichweite, dass er unter Ihrer Anleitung und mit nur geringer Hilfe, immer zuerst das betroffene Körperteil bekleidet, bei einem Oberteil zum Beispiel, zuerst den betroffenen Arm, anschließend den Kopf und danach erst den gesunden Arm. Das Gleiche beim Bekleiden des Unterkörpers. Reißverschlüsse und Knöpfe stellen eine große Herausforderung dar, können jedoch mit speziell erhältlichen Einfädelhilfen (Schlaganfallprodukte) bewältigt werden. Reißverschlüsse können mit einem Bändchen verlängert werden, um leichter bedienbar zu sein.

Strümpfe oder Socken können mit einer speziell erhältlichen Greifzange (Ergotherapie-Zange / Ergo-Greifzange) übergestreift oder hochgezogen werden. Bei den Schuhen empfiehlt es sich auf Klettverschlüsse zurück zu greifen, Schleifen zu binden ist mit einer Hand möglich, jedoch nur sehr schwer zu erlernen.

Beim Entkleiden am Abend gehen Sie genau in der umgekehrten Reihenfolge vor – immer zuerst die gesunde Seite, anschliessend die betroffene Seite. Sie beugen damit einer Verletzung durch die schlaffe Lähmung der Extremität vor, beim Hängenbleiben eines Fingers oder der ganzen Hand im Kleidungsstück beispielsweise .


Raumgestaltung:

Stellen Sie zu benutzende Gegenstände, wie Trinkglas, Uhr, Zeitschriften, Fernbedienung etc. immer auf die betroffene Seite, weisen Sie ihren Angehörigen darauf hin, er muss den Kopf bewegen um die Gegenstände zu sehen und erlernt somit durch fortlaufendes Wiederholen die betroffene Körperhälfte wahrzunehmen, da er über diese greifen muss. Positionieren Sie das Bett so, daß er über die durch den Schlaganfall betroffene Seite das restliche Zimmer wahrnimmt, er muss den Kopf bewegen, über die betroffene Seite hinweg sehen, auch dies dient der zu erlernenden Selbstwahrnehmung. Auch für das Aufstellen des Fernsehers gilt diese Regel, nicht auf die gesunde, sondern auf die betroffene Seite Ihres Angehörigen.

Im Badezimmer können Sie seine Pflegeutensilien so stellen, dass er über die betroffene Seite greifen muss.

Versuchen Sie sich in seine Position zu begeben und gehen Sie mit weiteren Möbelstücken oder Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens nach diesem Standard vor.


Schmerzproblematik:

Eine schlaganfallbedingt hängende Schulter ist oft eine Pein für den Betroffenen. Er nimmt den hängenden Arm ohne kontinuierliche Hinweise nicht wahr, die Schulter und der Arm hängen und verursachen durch das Eigengewicht einen zu großen Zug an der Schulter, was starke Schmerzen auslöst. Der betroffene Arm muss von der gesunden Hand gehalten oder im Sitzen auf dem Schoß mit einem zusätzlichen Kissen hochgelagert werden. Dies beugt dem Schulterschmerz vor!

Achten Sie unbedingt bei Ihrem Angehörigen, wenn er im Rollstuhl sitzt, auf den betroffenen Arm, er könnte abrutschen und sich im Rad des Rollstuhls mit der Hand verfangen, was zu unnötigen Verletzungen und weiteren Schmerzen beitragen würde!

Sinnvoll sind Lockerungs- und Bewegungsübungen durch regelmäßige Physiotherapie, die Ihnen Ihr Hausarzt rezeptiert, diese tragen zum Lockern der Schulter und damit zur Schmerzreduktion bei.


Richtiges Lagern und Positionieren der betroffenen Extremitäten:

Das Standard Konzept nach Bobath, gibt die korrekte Positionierung der betroffenen Extremitäten vor. Das Konzept wurde erarbeitet um die bewußte Körperwahrnehmung nach Schlaganfall für die gelähmte, betroffene Körperpartie zu fördern. Sie sieht den Einsatz von unterschiedlichen Lagerungskissen vor, die zur Stabilisierung der betroffenen Region hinzugezogen werden. Wichtig hierbei, die betroffene Schulterpartie wird immer frei positioniert, es soll kein Druck entstehen! Je nach Drucktoleranz Ihres Angehörigen wird die jeweilige Position alle 2 – 3 Stunden verändert. Aufgrund der Sensibilitätsstörungen besteht eine erhöhte Gefahr für einen Dekubitus (Wund-Druckgeschwür, siehe Lexikon im Menü unserer Homepage), da der Patient auch diese Druckentstehung nicht wahrnimmt. Wir beraten Sie hierzu gerne ausführlicher.

Dies textlich zu beschreiben ist schwieriger als nachfolgende bildliche Darstellung für die Positionierung und deren Wechsel im Liegen:

Weitere Interessante Artikel finden Sie rechts im Blogbereich in unterschiedlichen, themenbezogenen Kategorien.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Eiweißmangel bei pflegebedürftigen Patienten vorbeugen

Ein Großteil der Bevölkerung 60+ leidet an Eiweißunterversorgung. Dieser Mangel ruft oft Folgeprobleme wie Muskelschwäche, Wundheilungsprobleme, trockene Haut, brüchige Haare und Fingernägel, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen und mehr hervor.

In diesem neuen Beitrag möchten wir auf folgende Punkte eingehen & Ihnen möglichst vielseitige Informationen zur Verfügung stellen.

  • Was ist Eiweiß?
  • Symptome bei Eiweißmangel
  • Ursachen eines Eiweißmangels
  • Wie kann ich meinen Eiweißhaushalt regulieren und aufrechterhalten?
  • Wieviel Eiweiß benötige ich?
  • Welche Auswirkungen hat dieser Mangel auf eine Wundheilung?

Eiweiß:

Dieser für den Körper essentielle Mikronährstoff, auch als Protein bekannt, stellt neben Fetten und Kohlenhydraten einen Grundbaustein unseres täglichen Ernährungsgerüsts dar. Ein Gramm Eiweiß hat eine Kaloriendichte von 4,3. Wird dem Körper Eiweiß zugeführt, spaltet dieser durch Enymprozesse das Protein auf und wandelt es in Aminosäuren um.

Symptome bei Eiweßmangel:

  • Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe)
  • Haarausfall, brüchige Fingernägel
  • Schlecht heilende Wunden
  • Schlechte Immunabwehr
  • Zahnfleischschwund
  • Muskelschwäche
  • Gewichtsverlust
  • Allgemeine Schwäche & Kraftlosigkeit

Ursachen eines Eiweißmangels:

  • Zöliakie, also Glutenunverträglichkeit.
  • Funktionsstörung der Schilddrüse.
  • Erkrankungen der Leber oder Niere.
  • Alkoholsucht oder Drogenmissbrauch.
  • Tuberkulose
  • AIDS.
  • Zu geringe Aufnahme durch falsche Ernährung

Eiweißhaushalt regulieren & ausgleichen:

Der Tagesbedarf an Proteinen sollte durch ungefähr 20 Prozent gedeckt sein, dann kann von einer eiweißreichen Ernährung gesprochen werden. Einweiß ist sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten und sollte in einem ausgewogenen Verhältnis auf unserem Speiseplan auftauchen.

Die besten tierischen Proteinquellen in Lebensmitteln:

  • Eier
  • Hühnchenbrust
  • Hüttenkäse
  • Griechischer Joghurt
  • Rinderfilet
  • Thunfisch
  • Shrimps
  • Trockenfleisch

Die besten pflanzlichen Proteinquellen in Lebensmitteln:

  • Brokkoli
  • Linsen & Erbsen
  • Mandeln
  • Haferflocken
  • Kichererbsen
  • Kürbiskerne
  • Quinoa
  • Leinsamen

Wieviel Eiweiß benötige ich?

Unsere täglicher Bedarf ist abhängig von Körperbau, Aktivität & auch bestehenden Wunden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schlägt vor, 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen. Menschen ab dem 60. Lebensjahr sollten eine Menge von ca. 1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Diese Menge kann und sollte bei bestehenden Wunden mindestens erreicht werden um die Regeneration der neu aufzubauenden Zellen zu unterstützen und somit die Wundheilung zu beschleunigen.

Wie beeinflußt Eiweiß die Wundheilung?

Eine Wundheilung kann ohne Eiweiß, welches durch die Ernährung aufgenommen wird nicht stattfinden. Dieses Protein ist maßgebend am Aufbau des neuen Gewebes und der Regeneration der neu zu bildenden Zellen beteiligt. Bei chronischen Wunden wie Dekubitus, Ulcus, Tumoren etc., gehen beachtliche Mengen an Flüssigkeit und Eiweiß durch das abgesonderte Wundsekret verloren und müssen vom Betroffenen im Körper durch die Nahrung vermehrt aufgefüllt werden. Fehlen Eiweiße, kommt zu Störungen die alle drei Wundheilungsphasen betreffen.

 

 

Bei weiteren Fragen zu Ernährung im Alter oder bei pflegerelevantenThemen, finden Sie rechts im Blogbereich, hilfreiche Kategorien, nicht nur zur Ernährungsfragen.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

Herbstzeit – Nasen-Nebenhöhlenentzündungen homöopathisch behandeln, so gehts!

Der CinnabaritDie Front bei Nasen-Nebenhöhlen-Entzündungen

Der Cinnabarit ist weitläufig als Zinnober bekannt. In der Homöopathie ist das Mittel auch als Mercurius sulfuratus ruber, Hydrargyrum sulfuratum rubrum geführt. Dort sind seine Hauptanwendungsgebiete Nasennebenhöhlenentzündung, Bindehautentzündung, Heuschnupfen und Warzen. Patienten bei denen Cinnabaris gut anspricht, wirken oft schwach, nervös und traurig. Auch Vergesslichkeit und Konzentrationschwierigkeiten gehören dazu. Sie sind oft berührungs- und geräuschempfindlich und wollen am Liebsten in Ruhe gelassen werden.

Gerade bei Patienten mit einer Vielzahl an Medikamenten ist die Homöopathie eine gute Ergänzung, die mit der Schulmedizin gut kombinierbar ist. 

Auslöser für Nasennebenhöhlenentzündungen können Viren sein, chronisch allergisches Geschehen oder eine bakterielle Entzündung, die im Winter durch Frischluftmangel generell oder schlechtes Lüften noch begünstigt wird. Die Nasenschleimhäute schwellen an, sind trocken und gereizt, die Durchlüftung der Nasennebenhöhlen wird erheblich behindert und der Kreislauf kann nur sauerstoffreduziert funktionieren. Die Erreger haben jetzt gute Chancen sich zu vermehren. Der Körper beginnt sich zu wehren, indem er Schleim absondert. Der Geruchssinn kann durch die verschleimte Nase ebenfalls beeinträchtigt sein und es kommt zu einem Druckgefühl über der Stirn, im Wangenbereich, hinter den Augen oder im Hinterkopf.

Aus einem banalen Schnupfen kann schnell eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) entstehen. Am häufigsten betroffen sind die Kieferhöhlen, gefolgt von den Siebbeinhöhlen und der Stirnhöhle. Angeschwollene Schleimhäute verhindern ein Abfließen des Schleims aus der Nase, sodass die Krankheitserreger nicht mehr einfach aus dem Körper transportiert werden können. Es kommt zu einem Stau des Schleims in den Nasennebenhöhlen und zu einer Entzündung, die mitunter sehr schmerzhaft sein kann. 

Viel trinken ist nicht nur bei Erkältungskrankheiten wichtig. Hier aber besonders, damit der Schleim flüssig gehalten wird und nicht verstockt und dann im Nasennebenhöhlenraum verbleibt. Dampfinhalationen sind eine gute Ergänzung. Am besten über einen Vernebler, der die Teilchen weit in den Nasennebenhöhlen oder Bronchialbereich hinein verteilt. 

 

Eine schöne Ergänzung zu Cinnabaris bietet Ferrum Phosphoricum, das als Schüssler Salz Nummer 3 bestens bekannt ist, sowie Mercurius solubilis, zu dessen Leitsymptomen Schleimhautentzündungen und geschwollene Lymphknoten gehören.

Diese Kombination findet sich in Sinfrontal® wieder:

Cinnabaris (Trit. D4), Ferrum phosphoricum (Trit. D3), Mercurius solubilis Hahnemanni (Trit. D6).

Falls nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 12-mal täglich, je 1 Tablette im Mund zergehen lassen.

Bei chronischen Verlaufsformen 1- bis 3-mal täglich je 1 Tablette im Mund zergehen lassen. Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Anwendung zu reduzieren.

Nehmen Sie Sinfrontal® ohne ärztlichen Rat nicht länger als eine Woche ein.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Ihrem Apotheker oder einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Sinfrontal® zu stark oder zu schwach ist.

Sinfrontal® ist ein homöopathisches Arzneimittel bei Erkrankungen der Atemorgane.

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Nasennebenhöhlenentzündungen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

https://www.klein-naturarznei.de/produkte/atemwege/sinfrontal-R/

Weitere interessante Tipps und Artikel zu pflegerelevanten Themen finden Sie rechts im Blogteil nach Kategorien geordnet.

Viel Spaß beim Lesen!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Wie sammle ich Rentenpunkte als pflegender Angehöriger?

Sie haben sich entschieden Ihren pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause zu pflegen und möchten wissen, unter welchen Voraussetzungen Sie Punkte für die zukünftige Rente ihrerseits gutgeschrieben bekommen?

Liegen folgende Punkte vor, sind Sie antragsberechtigt:

  • Sie dürfen als Pflegeperson die wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden nicht überschreiten.
  • Sie pflegen als Pflegeperson mindestens 10 Stunden pro Woche an mindestens 2 Tagen.
  • Ihr zu pflegender Angehöriger hat Pflegegrad 2 oder höher.
  • Die Pflegezeit ist mindestens 2 Monate oder mehr.
  • Ihr Wohnsitz befindet sich in Deutschland.

Sie können diese Anforderungen erfüllen? Dann wenden Sie sich bzgl. der gutzuschreibenden Rentenpunkte für Sie an die Pflegekasse Ihres zu pflegenden Angehörigen. Damit Ihre aufgewendete Zeit für die Pflege, durch berufliche Abstriche ihrerseits, nicht zu einer finanziellen Benachteiligung, auf die Rente bezogen wird, werden Rentenbeiträge für Ihre, nicht berufliche Tätigkeit, angerechnet. Es spielt hierbei keine Rolle ob Sie vom Pflegebedürftigen eine finanzielle Anerkennung erhalten oder nicht. Die Pflegeversicherung behält sich lediglich vor, gegebenenfalls zu prüfen, ob eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt, was nicht der Fall ist, wenn die obigen Voraussetzungen vorliegen.

Fordern Sie bei der Pflegeversicherung des Betroffenen den “ Fragebogen zur Zahlung der Beiträge zur sozialen Sicherung für nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen“ an.

Die Berechnung der Rentenbeiträge:

Ihre aufgewendete Pflegezeit wird von der Rentenversicherung als Beitragszeit gewertet. Sie wird auf dem Versicherungskonto angerechnet, als Wartezeit, so wird die Mindestwartezeit, für verschiedene Rentenbeiträge erfüllt.

Die Pflegekasse führt zusätzlich die Beiträge, für Sie als Pflegeperson, bei der Rentenversicherung ab.

Der Rentenanspruch ergibt sich daraus, daß Sie als Pflegeperson so gestellt werden, als würde Ihr monatliches Arbeitsentgelt zwischen 562,28 Euro und 2975,- Euro entsprechen.

Je nachdem wie hoch der zeitliche Aufwand und der zugestandene Pflegegrad ist, entspricht dies einem monatlichen Rentenbeitrag von 5 – 30 Euro. Diese Zahlen variieren und werden jährlich neu bestimmt.

Die Deutsche Rentenversicherung kann Ihren individuellen Fall kostenfrei unter folgender Telefonnummer: o800-1000 4800 berechnen.


Wichtig:

Als pflegender Angehöriger, müssen Sie gegebenenfalls, Ihre wöchentliche Arbeitszeit in Ihrem primären Beruf reduzieren, um nicht über die gesetzliche Wochenarbeitszeit, welche im Sozialgesetzbuch verankert ist, zu kommen!


Bei grösseren Arbeitgebern haben Sie zusätzlich das Recht, Ihre wöchentliche Arbeitszeit für 6 Monate zu reduzieren – Pflegezeit, anschließend haben Sie Anspruch wieder Ihre bisherige Wochenarbeitszeit aufzunehmen. Die Voraussetzungen hierfür müssen gegeben sein. Der Betrieb verfügt über mehr als 16 Mitarbeiter. In Firmen mit mindestens 26 Mitarbeitern, gibt es die Möglichkeit, bei einer Mindestarbeitszeit von wöchentlich 15 Stunden beschäftigt zu blieben, dies ist vom Familienpflegezeitgesetz geregelt. Ab einer Mitarbeiterzahl von 45 Beschäftigten, muss Ihnen eine Brückenarbeitszeit gewährt werden, diese kann über Jahre in Anspruch genommen werden, mit der Möglichkeit anschließend wieder zu ihren bisherigen Konditionen zu arbeiten.

Anrechnungsmöglichkeit für Rentner:

Sie haben als Vollzeitrentner die Möglichkeit, sich vom Gesetzgeber mit einer Rentenerhöhung, bezogen auf die aufgewendete Pflegezeit, honorieren zu lassen. Hierfür müssen Sie sich als Rentner zum 99-Prozent-Teilzeitrenter, für den Zeitraum der Pflegezeit, zurückstufen lassen. Während dieser Zeit verzichten Sie also auf 1 % Ihrer Rente, bekommen jedoch eine Aufwertung Ihrer Rente, entsprechend der aufgewendeten Pflegezeit. Ist die Pflegezeit beendet, bekommen Sie als Rentner wieder Ihre volle Rente, zusätzlich bis zu 30,- Euro monatlich, durch die gutgeschriebenen Rentenpunkte aufgrund der Pflegesituation.

Fazit:

Wie kann ich meine Pflegezeit für die Rente angerechnet bekommen?

Die Pflegeversicherung Ihres zu pflegenden Angehörigen beteiligt, sich nach Antragsstellung & Prüfung der Voraussetzungen, an Ihren Rentenbeiträgen. Ein Pflegeberater hilft Ihnen bei diesem Thema weiter.

 

Weitere Fragen beantworten wir ihnen gerne telefonisch, zu unseren, auf der Homepage ersichtlichen, Bürozeiten.

 Beachten Sie auch, rechts im Blogteil, unsere unterschiedlichen pflegerelevanten Themen, nicht nur das Antragswesen betreffend!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

Demenz-Tests bei Haus- und Facharzt

Im letzten Beitrag stellten wir Ihnen Möglichkeiten zur Selbsteinschätzung einer beginnenden Demenz-Erkrankung vor. Wenn Sie nun Ihren Haus- oder Facharzt (Neurologen) mit der von Ihnen eruierten Problematik konfrontieren, wird dieser Ihren Angehörigen mit folgenden infrage kommenden Tests näher untersuchen, um zu einer präzisen Diagnose zu gelangen.

In den meistens Krankheitsituationen, auch im Falle einer Demenzerkrankung sollte jedem Menschen das Recht zugestanden werden, eine Diagnose zu bekommen. Sicher stellt sich oft dir Frage wie sinnvoll dies im Fall einer Demenz ist.

Alleine um eine Diagnose bezogen auf die Argumentation im Pflegerad-Einstufungsverfahren mit dem MDK oder Medicproof zu haben und den eigenen, pflegerischen Zeitaufwand darstellen zu können, ist dies absolut sinnvoll, um einen angemessenen Pflegerad zu bekommen. Als pflegender Angehöriger können Sie mit einer präzisen, medizinischen Diagnose auch deutlich besser, durch genaue Vorinformationen über die Krankheit und deren Verlauf umgehen und sich auf zu erwartendes einstellen.


Hier eine Auswahl der möglichen, medizinischen, der Diagnostik und Erkennung dienenden, Tests bei Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung.

Früherkennungstests bei Verdacht auf Demenz:

Alle diese Tests sind speziell dafür entwickelt worden, die geistige Leistungsfähigkeit zu überprüfen und eine beginnende Demenz zu erkennen. Wird der im Raum stehende Verdacht durch ein Testverfahren bestätigt, folgen weitere, in die Tiefe gehende, diagnostische Untersuchungen beim Facharzt.

Zur Basisdiagnostik gehören sowohl ausführliche Gespräche mit Angehörigen und Betroffenem, eine körperliche Untersuchung und der Einbezug der ganzen Krankheitsgeschichte (Anamnese).

Weitere Tests bei bestätigtem Verdacht auf Demenz:

  • CERAD-Test
  • ADAS-cog-Test
  • SIDAM-Test

Desweiteren können, um andere Erkrankungen, die den Gedächtnisverlust beeinträchtigt haben könnten, Blut- und Urintests durchgeführt. Das gleiche Ziel verfolgen auch technische Untersuchungen, nachfolgend aufgelistet.

  • EEG (Elektroenzephalographie)
  • CT (Computertomographie)
  • Kernspin (Magnetresonanztomographie, kurz MRT)

Eine Demenz kann durch diese diagnostischen Verfahren festgestellt werden, anders verhält es sich im Falle einer Alzheimer-Diagnose. Das Morbus Alzheimer die Ursache für die kognitiven Einschränkungen ist, wird durch ein Ausschlußverfahren der anderen möglichen Faktoren festgestellt. Es gibt zur Feststellung einer Alzheimer-Demenz kein bestätigtes Verfahren, wie einen Blut- oder Gentest oder ein bildgebendes Verfahren.

Die SPECT-Untersuchung:

SPECT ist die Abkürzung für Single-Photon-Emission-Computer-Tomographie. Die Durchblutung in den unterschiedlichen Gehirnregionen wird damit abgebildet und gemessen. Durchblutungsbedingte Anomalien lassen sich hierbei feststellen, messen und können z. B. auf eine Alzheimer Erkrankung Rückschluß geben. Es handelt sich um keine Routineuntersuchung, da dieses Verfahren teuer, strahlenreich und aufwändig ist.

Fazit:

Welche Tests gibt es bei Demenz?

Es gibt unterschiedliche Testverfahren für die Früherkennung dazu gehören der MMST-Test, der Uhrentest, der DEM-Tect-Test sowie der TFDD-Test. Bei bestätigtem Verdacht sind Testverfahren, die weiter in die Tiefe gehen sinnvoll, hierzu gibt es den CERAD-Test, den ADAS-Test sowie den SIDAM-Test. Für Fragen zu diesen Testverfahren empfiehlt es sich einen Demenzexperten, den Haus- oder Facharzt (Neurologen) zu befragen.

Weitere interessante Artikel zum Thema Demenz und anderen pflegerelvanten Themen finden Sie rechts im Blogteil in Kategorien nach Themen sortiert, viel Spass beim Stöbern.

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Demenz-Test zur Selbsteinschätzung für pflegende Angehörige