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Tipps | Demenz & Partnerschaft

Probleme die durch die Demenz Ihre Partnerschaft beeinträchtigen


In unserer individuellen Beratung zu pflegerrelevanten Demenz Problemen für pflegende Angehörige taucht auch immer die Problematik auf, daß sich das Beziehungsleben durch die Erkrankung des Partners massiv verändert. Dies führst zu zusätzlicher Frustration, Rollenverhältnisse verändern sich, man fühlt sich unverstanden, nicht mehr gesehen, funktioniert nur noch für den anderen.

Wir möchten Ihnen im folgenden Beitrag Informationen zu folgenden, immer wieder auftauchenden Fragen geben.

  • Wie gehe ich mit meinem privaten Umfeld um?
  • Kann ich meinen Partner überhaupt noch anderen Menschen zumuten?
  • Welche Unterstützungsangebote gibt es in der Partnerschaft für Menschen mit Demenz?
  • Was mache ich wenn ich an Grenzen bei der Versorgung stoße?
  • Wie erreiche ich meinen an Demenz erkrankten Angehörigen, wenn die bisherige Kommunikation scheitert?

Partnerschaft Demenz


Wie gehe ich mit meinem privaten Umfeld um?


Versuchen Sie mit offenen Karten zu spielen, sprechen Sie offen mit Freunden, Bekannten, Nachbarn und der Familie über die Diagnose. Verheimlichen Sie nicht die Demenz Diagnose Ihres Angehörigen. Niemand ist schuld, auch nicht der Mensch mit Demenz, daß Sie in Ihrer Partnerschaft als pflegender Angehöriger die Verantwortung für einen Menschen mit Demenz übernommen haben. Sind Sie stolz auf sich & wachsen Sie durch Wissen & Aufgeklärtheit an dieser Herausforderung.

Die Diagnose zu verheimlichen, führt über kurz oder lang in die soziale Isolation. Es ist leichter mit seinen Problemen, Sorgen & Ängsten verstanden zu werden und Unterstützung zu erfahren bzw. zu bekommen. Alleine und ohne Unterstützung ist dies nicht zu leisten. Alleine in Deutschland zählen wir ca. 1,8 Millionen Menschen mit Demenz, Sie sind mit Ihrem Problem nicht alleine, das ist gut zu wissen.


Kann ich meinen Partner mit Demenz überhaupt noch anderen Menschen zumuten?


Aktuell wird viel über eine Gesellschaft, die offener für Menschen mit Demenz werden muss, gesprochen. Es sinnvoll integrativ vorzugehen, den Betroffenen nicht auszuklammern, ihn in Tätigkeiten und den Alltag zu integrieren, ihn teilhaben zu lassen. Wenn Sie sich fragen wie das geht, ohne ständig negativ aufzufallen, haben wir einen Tipp für Sie.

Nutzen Sie kleine gedruckte oder beschriebene Visitenkarten, mit der Notiz „Mein Partner hat eine Demenz Erkrankung“. Diese sind leicht zu erstellen oder können gedruckt, auch im Internet, für Sie individuell erstellt werden & kosten nicht viel.

Dies wirkt für Sie selbst erklärend, beispielsweise im Café, im Supermarkt oder in Geschäften. Es erspart Ihnen mühsames Erklären und Sie müssen sich in Ihrer Partnerschaft in der Öffentlichkeit nicht schämen und stellen Ihren Partner auch nicht vor fremden Menschen direkt bloß.

 


Welche Unterstützungsangebote gibt es in der Partnerschaft für Menschen mit Demenz


Wenn Sie ihren Angehörigen mit Demenz zu Hause pflegen, gibt es natürlich die Möglichkeit sich Hilfe & Unterstützung durch niedergelassene, ambulante Pflegedienste zu holen. Diese übernehmen die Körperpflege, unterstützen im Haushalt. Der Umfang des Unterstützungsbedarfs wird individuell mit Ihnen abgesprochen. Zusätzlich können für eine stundenweise Betreuung über ambulante Pflegedienste sogenannte Betreuungskräfte gestellt werden, die sich um Beaufsichtigung und Beschäftigung kümmern, wenn Sie selbst etwas zu erledigen haben oder mal eine kurze Auszeit für sich selbst benötigen. Abrechenbar sind Betreuungskräfte über den zusätzlich von der Pflegeversicherung zur Verfügung gestellten monatlichen Entlastungsbetrag von 125,- Euro. Unsere unabhängige Pflegeberatung berät Sie hierzu gerne.

Eine weitere Möglichkeit ist das dem Pflegesachleistungsbetrag zugrunde liegende, monatliche Budget für die Nutzung einer Tagespflegeeinrichtung. Diese stellt sicher, daß Ihr Angehöriger für ca. acht Stunden am Tag beaufsichtigt, beschäftigt und versorgt ist, wenn Sie eventuell noch Ihrem Beruf nachgehen müssen oder auch tagsüber Zeit zum Abschalten und für sich nutzen möchten.

Es bietet sich immer an, Leistungen der Pflegeversicherung, die zur Entlastung pflegender Angehöriger dienen, zu kombinieren!

Selbsthilfegruppen und individuelle Schulungen für pflegende Angehörige eines Menschen mit Demenz vermitteln Ihnen das nötige Fachwissen, geben Ihnen die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Betroffenen & erklären Ihnen wie sich, in einer Partnerschaft lebend, mit dieser Problematik zurecht finden können. Wir bieten diese Schulungen in der Häuslichkeit an. Es wird individuell auf Ihre Fragen, Probleme und Sorgen eingegangen. Dieses Angebot wird über einen Gutschein der Kasse, für einen begrenzten Zeitrahmen, einmalig beantragt oder je nach Bedarf individuell gegen Privatrechnung über unsere Pflegeberatung gebucht.

Es gibt im Buchhandel Literatur, um sich selbst über den Umgang, die Kommunikation oder Themen wie Validation bei Demenz einzulesen. Besorgen Sie sich Informationsbroschüren im Internet beispielsweise unter folgendem Link:

https://www.zqp.de/

Bestellen Sie diese oder laden Sie diese direkt als PDF-Datei herunter.

In unserem Blog auf unserer Homepage, unter der Kategorie Demenz, erhalten Sie zusätzlich viele kostenfreie Beiträge zum Thema Demenz. Es gibt Podcasts im Internet, wie unseren „Tipps für pflegende Angehörige“ die Ihnen viele Ratschläge und Informationen gratis zur Verfügung stellen.

Partnerschaft Demenz


Was mache ich wenn ich an Grenzen bei der Versorgung stoße

Nicht jeder Tag ist gleich gut, in der Partnerschaft, mit und ohne Demenz. Ständiges erklären und wiederholen kostet Nerven & raubt unsere Energie. Geplante Auszeiten für die eigene Selbstfürsorge sind essentiell und wichtig. Die Grundvoraussetzung für die Pflege eines Menschen mit Demenz ist Verständnis und Wissen über die Erkrankung. Man lernt über den Verlauf der Erkrankung, nimmt die Wesensveränderung des Menschen mit Demenz an, verstehst Zusammenhänge und lernt auf den betroffenen Partner einzugehen. Aus Situation buchstäblich heraus zu gehen, wenn eine Situation eskaliert, ist sinnvoll. Gehen Sie nicht mit der „Brechstange“ vor. Verstehen Sie, daß die Sachebene immer mehr schwindet. Die Emotionsebene funktioniert jedoch noch immer sehr gut. Ihren Partner steuern und erreichen Sie darüber am besten. Stellen Sie ihre eigene Sichtweise und Kommunikation um. Reflektieren Sie Ihren Tag abends in einer ruhigen Minute, überlegen Sie in welcher Situation war ich überfordert. Was war der Auslöser dafür. Wie kann ich besser mit dieser Situation umgehen und wie verhalte ich mich beim nächsten Mal anders.


Wie erreiche ich meinen an Demenz erkrankten Angehörigen, wenn die bisherige Kommunikation scheitert?

Menschen mit Demenz sind sehr sensibel. Sie spüren Stress, Hektik und Veränderung. Behalten Sie gewohnte Strukturen bei. Geben Sie zumutbare Aufgaben & greifen Sie nur bei auftretender Überforderung ein. Schaffen Sie positive Momente durch Anerkennung und Lob für Ihren betroffenen Partner. Jeder benötigt Bestätigung für sein Tun. Die Kommunikation auf kurze, verständliche Sätze umzustellen ist wichtig. Verdeutlichen Sie diese durch Gestik und Körpersprache, denken Sie an die Mimik. Holen Sie sich Rückmeldung und Bestätigung, ob Sie verstanden wurden.

Überfordern Sie Ihren Partner nicht, achten Sie auf die Tagesform und Ermüdungszeichen. gönnen Sie ihm Pausen, er ist nicht mehr so leistungsfähig wie bisher, vor der Demenz-Erkrankung. Das Gehirn ist schneller überfordert und erschöpft. Oft werden Ersatzworte verwendet, lernen Sie diese zu deuten und zu erkennen. Ihr Partner kommuniziert mit Ihnen so gut er es noch kann.

Vermeiden Sie unbedingt Diskussionen, die führen zu nichts und überfordern den betroffenen Menschen. Sie müssen lernen zu verstehen, daß kein Lerneffekt, wie bei Kindern in der Erziehung, mehr eintreten wird. Wiederholung ist nicht zielführend, diese wird im Kurzzeitgedächtnis, nicht mehr oder nur noch bedingt, wie früher als Gelerntes abgespeichert!

Nehmen Sie Ihren Partner mit seinen Eigenheiten an, akzeptieren Sie die Veränderungen und stellen Sie sich auf ihn und seine Demenz Erkrankung ein. Ihn in das Hier und Jetzt zurück zu holen ist ein energieraubender, nicht zielführender Versuch, der zum Scheitern verurteilt ist.



Kontaktieren Sie uns bei allen pflegerelevanten Fragen und Problemen, wie beispielsweise Demenzberatung, Pflegegrad beantragen und Unterstützung beim Widerspruch eines abgelehnten oder nicht angemessenen Pflegegrads.

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Demenz | Risikofaktor industrielle Nahrungsmittel

In diesem Blog Artikel erfahren Sie alles zu aktuellen Studien die sich mit dem Thema Demenz und dem verursachenden Risiko durch hochverarbeitete Nahrungsmittel der Industrie beschäftigen.

Sei langem steht, wie bei anderen Krankheiten, beispielsweise Diabetes Mellitus Typ 2, Adipositas, Herzkrankenheiten und Schlaganfällen die Industrie im Verdacht, diese durch vorproduzierte Lebensmittel zu begünstigen. Uns sollte bekannt sein, daß wir alle täglich dazu neigen zu viel Zucker, ungesunde Fette, künstliche Aromen und Geschmacksstoffe durch industriell erzeugte Nahrungsmittel zu uns nehmen. Auch lässt es sich bei diesen nicht vermeiden, daß produktionsbedingt Mineralölrückstände, Schadstoffe, wenn auch nur in gesetzlich vertretbaren, geringen Mengen, mitkonsumiert werden. Dies führt jedoch bei regelmässigem Konsum, laut Studien, auf die wir hier eingehen, zu einem Risiko für Demenz.

Hochverarbeitete Nahrungsmittel der Industrie haben immense Auswirkungen auf unsere neuronale Gesundheit & stellen damit ein Risiko für Demenz dar.

Demenz Nahrungsmittel Industrie Risiko

Auswirkung durch hochverarbeitete Nahrungsmittel auf unsere Hirngesundheit


Wie sich der Verzicht von hochverarbeiteten Lebensmitteln auf unsere neuronale Gesundheit auswirkt wurde in einer aktuellen Studie anhand von 72083 Probanden erforscht. Alle Teilnehmer waren älter als 55 Jahre und hatten bei Studienbeginn keine demenztypischen Krankheitssymptome. In der Studie geht es darum, wie sich minimal oder nicht industriell verarbeitete Nahrungsmittel auf unsere geistige Leistung im Vergleich zu einer Ernährungsweise mit primär hochverarbeiteten Nahrungsmitteln der Industrie auswirken. Hierbei wurde der Verzehr von hochverarbeiteten Nahrungsmitteln basierend auf Fragebögen erfasst.

Abgebildet werden konnte in dieser Studie, daß eine 10% hochverarbeitete Nahrung, wie Fastfood, konsumierende Teilnehmerzahl ein 25% höheres Risiko für eine Erkrankung an Demenz im allgemeinen und ein 28% höheres Risiko für eine gefäßbedingte, vaskuläre Demenz entwickelte. Auch wurde ein minimaler Anstieg um 14% für eine Alzheimer Erkrankung festgestellt.

In der Teilnehmergruppe die nur unverarbeitete oder minimal verarbeitete Nahrungsmittel konsumiert hatte, konnte das Risiko sogar gesenkt werden. Aufgrund der erkennbaren Dosis-Wirkungsbeziehung konnte proportional zur Einnahme der entsprechenden Nahrungsmittel sogar prozentual gemessen werden, wie hoch das Risiko zugenommen hat. In Zahlen wurde abgebildet, daß bei einer 5 prozentigen Beigabe von nichtverarbeiteten oder minimal verarbeiteten Nahrungsmitteln, das Risiko um 10 Prozent gesunken ist, bei einer 10 prozentigen Beigabe sank das Risiko um 19 Prozent, bei einer 20 prozentigen Beigabe sank das Risiko sogar um 34 Prozent.

Wie kann man den Verarbeitungsgrad von Lebensmitteln einteilen?


Je nach Grad der Verarbeitung der Nahrungsmittel oder Getränke, wird auf die sogenannte NOVA-Klassifizierung, welche Lebensmittel in vier unterschiedliche Stufen einteilt zurückgegriffen. Diese dient Wissenschaftlern als Anhaltspunkt für ihre Kategorisierung. In den ersten drei Stufen dieser Einteilung handelt es sich um reine, nicht verarbeitete Nahrungsmittel und Getränke, sowie Mischungen oder Zubereitungen aus diesen. In der vierten Stufe sprechen wir von hochverarbeiteten Lebensmitteln, welche ausschließlich industriell, oft chemisch, erzeugt werden, unter Einsatz von mehreren Produktionsstufen.

Die Definition von hochverarbeiteten Nahrungsmitteln


Zu hochverarbeiteten Nahrungsmittel zählen folgende Produkte aus dem Supermarktregal, die abgepackt und industriell vorproduziert sind.

  • Fertiggerichte
  • Wurstwaren
  • Fertigsaucen (Ketchup, Mayonnaise, Dressing, Grillsaucen etc.)
  • Süßigkeiten
  • Knabbereien (Chips, Nachos, Flips etc.)
  • Abgepackte Backwaren
  • Eiscreme
  • Limonaden
  • Frühstückscerealien
  • Instant-Nudelgerichte
  • Hotdogs, Hamburger, Pizza & Co.

Auszeichnend für diese Gruppe von Lebensmitteln ist ein sehr hoher Anteil von Fett & Zucker, oft noch verstärkt durch Fructose-Sirup. Wertvolle Nährstoffe wie Ballaststoffe, Proteine, Pflanzenstoffe und Mikronährstoffe suchen wir hier vergeblich. Diese wurden in den industriellen Verarbeitungsschritten im großen Stil entzogen. In diesen Nahrungsmitteln lassen sich hohe Konzentrationen von Rückständen der industriellen Produktion wie, Weichmacher aus der Verpackung, Acrylamid aus der Erhitzung für die Haltbarmachung des Produkts, sowie Schadstoffe in Form von Mineralölrückständen, welche hoch giftig & krebserregend sind nachweisen. Diese sind jedoch notwendig um die visuelle Anpassung & Attraktivität des Produkts, die Konsistenz und den Geschmack zu gestalten, sowie im Regal lagernd zu erhalten.

Es ist zu beobachten, daß der Konsum dieser schnell zuzubereitenden, schnell konsumierbaren Produkte aufgrund unseres Lebensstils, Stress und Zeitmangels die letzten Jahre bedenklich zugenommen hat und die Industrie immer mehr auf diese Produkte im Verkauf setzt und auf dieses Konsumverhalten eingeht.

Demenz Nahrungsmittel Industrie Risiko

Bestätigung dieser Erkenntnisse anderer Forschungsgruppen


Auf der internationalen Konferenz der Alzheimervereinigung stellte vor kurzem ein brasilianisches Forscherteam seine Ergebnisse, der Untersuchung von hochverarbeiteten Lebensmitteln, im Zusammenhang mit einer Demenz Erkrankung vor.

Hierbei wurde eine Gruppe von Probanden untersucht, die grössere Mengen dieser hochverarbeiteten Lebensmittel konsumierte und dadurch nachweislich einen deutlich zu verzeichnenden Rückgang der Hirnleistung und auch der Arbeits- und Konzentrationsleistung abbildete, als die Gruppe, die diese Nahrungsmittel nicht konsumierte.


In Australien wurden 3632 gesunde Teilnehmer über 60 Jahre für eine Studie untersucht, um den gleichen Zusammenhang bezogen auf die Ernährungsweise festzustellen. Auch hier liessen sich anhand des sogennaten Animal Fluency Tests deutliche Verschlechterungen, bedingt durch industriell hochverarbeitete Nahrungsmittel, im Bereich der kognitiven Fähigkeiten, der Konzentration und Arbeitsleistung des Gehirns feststellen.


Auch in Israel zeigte eine Studie anhand 568 Diabetes Typ 2 Patienten, die nicht an Demenz erkrankt und älter als 65 Jahre sind, daß verschiedene Lebensmittelgruppen sich deutlich auf die Einschränkung kognitiver Leistungen beziehen. Getestet wurde gezielt der Konsum von industriellen Wurst- und Backwaren, sowie von hochverarbeiteten Ölen, bezogen auf die geistigen Leistungen. Auch hier wurden Verschlechterungen im Bereich der sogenannten kognitiven Exekutivfunktionen, sowie der globalen Hirnfunktionen festgestellt.

Aufgrund der bekannten Zusammenhänge bezogen auf die metabolischen Prozesse im Körper, wie den Zuckerstoffwechsel und dessen Zusammenhang mit der Alzheimerkrankheit, basierend auf anderen Studien, wundern uns diese Ergebnisse nicht, sondern bestätigen den Einfluß durch unsere Ernährungsgewohnheiten.

Demenz | Prävention durch unsere Ernährung

Ein Verzicht auf diese, durch die Industrie hochverarbeitetete Nahrungsmittel, bedeutet also folgerichtig ein geringeres Risiko an kognitiven Defiziten, einer Demenz-Erkrankung oder fortschreitendem Abbau von Gehirnfunktionen. Wir haben einen Teil des Risikos selbst in der Hand und sind in der Lage durch unser Konsum- und Ernährungsverhalten gegenzusteuern.

 

Links zur Studienübersicht & Referenznachweise:

  • Monteiro CA, Cannon G , Levy RB, et al (2019) Ultra-processed foods: what they are and how to identify them. Public Health Nutrition: 22(5), 936–941 doi:10.1017/S1368980018003762
  • Li H, Yang H, Zhang Y, et al. Association of ultraprocessed food consumption with risk of dementia: A prospective cohort (2022) Neurology September 06; 99 (10) DOI: https://doi.org/10.1212/WNL.0000000000200871
  • Goncalves N, Ferreira NV, Khandpur N, et al. (2022) Consumption of ultra-processed foods and cognitive decline in the ELSA-Brazil study: A prospective study. AAIC Abstract 63301 https://alz.confex.com/alz/2022/meetingapp.cgi/Paper/63301.
  • Cardoso BR, Machado P, Steele EM (2022) Association between ultra-processed food consumption and cognitive performance in US older adults: a cross-sectional analysis of the NHANES 2011-2014. Eur J Nutr Jul 1. In Print doi: 10.1007/s00394-022-02911-1.
  • Weinstein G, Vered S, Ivancovsky-Wajcman D, Springer RR, et al. (2021) Consumption of ultra-processed food and cognitive decline among older adults with type-2 diabetes. J Gerontol A Biol Sci Med Sci, Mar 19,  doi: 10.1093/gerona/glac070.
  • Leonie Elizabeth, Machado P, Zinöcker M, Baker P, Lawrence M (2020) Ultra-Processed Foods and Health Outcomes: A Narrative Review. Nutrients 12, 1955; doi:10.3390/nu12071955

Pflegeberatung München Pflegegrad Antrag & Widerspruch MDK

 

Kontaktieren Sie uns bei allen pflegerelevanten Fragen und Problemen, wie beispielsweise Demenzberatung, Pflegegrad beantragen und Unterstützung beim Widerspruch eines abgelehnten oder nicht angemessenen Pflegegrads.

Weitere interessante Beiträge, nicht nur zu Demenz & dem Risiko durch Nahrungsmittel der Industrie, sondern wissenswertes & informatives der Pflegeberatung, finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Demenz & Schmerz | Ursache für Unruhe durch BESD erkennen

Im folgenden Artikel erklären wir Ihnen, wie Sie beim Menschen mit Demenz eine eventuelle Schmerz Erkennung anhand einer BESD-Skala durchführen.

Warum reagieren Menschen mit Demenz oft abweisend, aggressiv und zeigen ein herausforderndes Verhalten? Kann dies nicht auch an anderen Ursachen, außer der veränderten Wahrnehmung bedingt durch den Krankheitsverlauf der Demenz liegen, den wir nicht verstehen? Sehen wir den Menschen mit seinen Wünschen & Bedürfnissen überhaupt? Nehmen wir seine Gefühle und Bedürfnisse überhaupt als Außenstehender wahr und erkennen seine, oft nicht artikulierbaren Probleme richtig?

Wenn die Fähigkeit durch die Demenz Erkrankung nicht mehr gegeben ist, Gefühle, Ängste und auch Probleme in Worte zu fassen, sind wir als Bezugspersonen gefragt, diese durch unsere Beobachtungen zu deuten und auf diese einzugehen.

Demenz Schmerz BESD


  • Ursachen von Schmerzen bei Menschen mit Demenz
  • Zeichen von Schmerzen bei Menschen mit Demenz
  • Möglichkeiten der Beobachtung bei Verdacht auf Schmerzen
  • Was bedeutet Schmerzeinschätzung durch BESD?
  • Kriterien einer Schmerzeinschätzung mit einer BESD Skala
  • Anwendung einer BESD Skala

Ursache von Schmerzen bei Menschen mit Demenz


Oft ist die Ursache des abweisenden Verhaltens für den Mensch mit Demenz nicht in Worte zu fassen und liegt unter anderem daran, daß die Person sich nicht wohl fühlt, ihr etwas weh tut, was wir nicht erkennen. Fatal sind Reaktionen unsererseits, diese Abwehr, oft in Form von Unruhe, durch Medikamente zu unterdrücken. Vielfach kommen Sedativa (Beruhigungsmittel in Medikamentenform) oder Psychopharmaka zum Einsatz, da wir uns nicht zu helfen wissen oder schlicht mit dem Verhalten des Menschen mit Demenz überfordert sind.

In diesem Beitrag soll es um die Problematik des Schmerzes, welcher oft nicht mehr klar geäußert werden kann, gehen. Wie kann ich bei einem Menschen mit Demenz und dessen reduzierten oder gar nicht mehr vorhandenen Wortschatz eruieren, ob seine Abwehrhaltung nur durch einen Schmerzzustand hervorgerufen wird, welchen wir nicht erkennen? Ein Mensch ohne Demenz ist in der Lage diesen anhand von Schmerzlinealen oder einem Schmerztagebuch zu erfassen, mit welchem ein behandelnder Arzt in der Lage ist, eine angemessene Diagnose durch Untersuchungen und anschliessender Behandlung & Medikation zu stellen.


Beispiele für Schmerz Problematiken bei Menschen mit Demenz


Verweigert er die Mahlzeiteneinnahme aus Gründen von Schmerzen die im Mundbereich auftreten und kann diese nur nicht äußern. Das Problem ist offensichtlich und jeder von uns kann sich in diese Lage versetzen, wenn wir beispielsweise unter Zahnschmerzen leiden, tun wir uns auch mit dem Essen schwer. Wir sind jedoch in der Lage darauf zu regieren, uns zwingt niemand zum Essen, sondern wir planen einen Besuch beim Zahnarzt. 

Ein weiteres Beispiel für einen nicht artikulierbaren Schmerzzustand, der unsere Beobachtungsgabe erfordert wäre, der Versuch mit einem Menschen mit Demenz spazieren zu gehen, vielleicht mit Unterstützung durch einen Rollator.

Wir haben einen Plan, der Mensch mit Demenz weiß davon bisher nichts, wir haben eine Erwartungshaltung, dieser soll er gerecht werden. Haben wir uns überlegt, welche Strecke er schaffen kann, ob er zu dieser Uhrzeit leistungsfähig ist, besteht eine eventuelle Schmerzmedikation, hat er diese bereits eingenommen und hatte das Medikament auch Zeit seine Wirkung zu entfalten? Habe ich mich rückversichert und seine Mimik und Gestik berücksichtigt, auf den Vorschlag mit ihm spazieren zu gehen? Kann ich diese für oder gegen den Vorschlag deuten?

Starte ich die Aktion ohne gewisse Dinge vorab zu überdenken und zu prüfen, kann dieses Vorhaben auch nach hinten losgehen. Er weigert sich, wird ablehnend oder aggressiv, schafft die vorgegeben Strecke nicht, leidet unter Schmerzen und bricht eventuell zusammen. Wir haben die Situation schlicht schlecht eingeschätzt und ihn überfordert, sein Schmerzzustand wurde nicht richtig gedeutet oder ignoriert und seine Fähigkeiten überschätzt. Auch eine Mensch mit Demenz steht nicht unter ständiger Beobachtung von uns, es kann in unserer Abwesenheit zu einer Verletzung beispielsweise durch einen leichten oder schwereren Sturz gekommen sein. Diesen kann und wird er uns nicht angemessen mitteilen können. Deswegen gibt uns die Mimik und Gestik unter anderem Informationen um zu lesen, wie es dem Menschen geht, wenn die Sprache uns nicht mehr ausreichend Informationen über seinen Gefühlszustand geben kann.

Demenz Schmerz BESD


Möglichkeiten der Beobachtung bei Schmerz Verdacht


Was habe ich also für Möglichkeiten bei einem, im Wesen, durch die Demenz Erkrankung veränderten Menschen, herauszufinden, weswegen er sich aggressiv oder abweisend zeigt?

Ich kann durch genaue Beobachtung feststellen, wie seine Reaktion auf eine Berührung oder Bewegung ist, wenn ich mit ihm auf pflegerischer Ebene arbeite.

Wie ist seine Mimik? Setzt die Person seine Hände oder Beine ein, um eine Aktion unsererseits abzuwehren, da er sich verbal nicht adäquat äußern kann? Nimmt er kontinuierlich eine Schonhaltung ein, die jetzt beobachtet werden kann und vorher nicht eingenommen wurde.

Oft besteht auch die Möglichkeit einen Schmerzzustand durch die Atmung zu beobachten, wenn diese nicht gleichmäßig und ruhig, sondern bei beispielsweise einer Bewegung hektisch und beschleunigt ist, sich anschliessend durch eine eingenommene Schonhaltung oder Gegenbewegung wieder normalisiert. Sie sehen es ist eine Menge Grundverständnis erforderlich um einen Menschen mit Demenz zu verstehen, es würde nichts bringen die Probleme medikamentös zu unterdrücken, das Problem des Schmerzes würde weiter bestehen bleiben.


Was bedeutet Schmerzerkennung nach BESD?

Es gibt in der Pflege ein Instrument, die Schmerzeinschätzung nach BESD, welche dazu entwickelt wurde, den Schmerz bei einem Menschen mit Demenz zu eruieren. Diese dient als Basis für den behandelnden Arzt um eine Ursache herauszufinden und eine sinnvolle Behandlung durchführen zu können. Jedoch ist unsere Beobachtungsgabe des Betroffenen gefragt. Wir sind diejenigen die den Menschen mit Demenz als Pflegende täglich sehen und wahrnehmen. Der Arzt sieht diesen nur seltenst und kann mit unserer Dokumentation und Beobachtung, durch eine professionelle Schmerzeinschätzung nach BESD, individuell auf die Person eingehen und reagieren, um ihm zeitnah zu helfen.


Nach welchen Kriterien erfolgt eine Schmerzeinschätzung nach BESD?

Diese ist eine Skala zur Beurteilung von Schmerzen bei Demenz basierend auf der Beobachtung folgender Faktoren:

  • Atmung
  • Negative Lautäußerungen
  • Körper- und Schonhaltung
  • Mimik & Gestik
  • Reaktion auf Trost

Anwendung der BESD Skala in der Praxis

Entsprechend unserer Einschätzung & Beobachtung legen wir eine Beobachtungszeitpunkt fest.

Anhand der Skala, es gibt unterschiedliche Modelle, welche jedoch einen ähnlichen Aufbau zeigen und kostenlos im Internet zu finden sind, vergeben wir Punkte. Eine Legende für die Vergabe der Punkte befindet sich zur Orientierung bei den meisten Skalen ganz unten aufgelistet und dient uns als Hilfestellung.

Beispielsweise ist 0 Punkte keine Veränderung oder Reaktion des Menschen mit Demenz. 10 Punkte werden bei einer deutlich sichtbaren Aktion des Menschen mit Demenz, bezogen auf die in diesem Bereich abgefragte Reaktion, vergeben. Dazwischen liegende Punkte, dienen einen mittelgradigen Einschätzung, die immer unsere subjektive Einschätzung darstellt.

Die festgestellten Punkte werden abschließend zusammengezählt und sind anhand der jeweiligen Einschätzungsskala auszuwerten und das Ergebnis kann so, bei bestehender Notwenigkeit, dem Arzt als Orientierungshilfe Ihrer Beobachtung zur anschließenden Behandlung vorgelegt werden.

Man muss sich immer bewußt sein, daß eine vom Betroffenen gezeigte Reaktion, oft nicht persönlich zu nehmen ist, sondern eine den Umständen entsprechende, überhaupt mögliche Reaktion darstellt, die oft aus einer Hilflosigkeit heraus entsteht, sich nicht verbal artikulieren zu können.

Demenz Schmerz BESD

Greifen Sie niemals sofort zu ruhigstellenden Medikamenten, wenn ein Mensch mit Demenz vermehrt unruhig ist. Auch hier gilt das Prinzip des Ausschlußverfahrens. Setzen Sie sich intensiv mit Ihrem zu pflegenden Angehörigen, Bewohner oder Patient auseinander. Versuchen Sie seine Wünsche, Ängste, Probleme & Sorgen oder gezeigte Symptome zu sehen und deuten. Ihre Beobachtungsgabe ist gefragt. Seien Sie sich seinen fehlenden Artikulationsmöglichkeiten bewußt. Bleiben Sie ruhig nehmen Sie ihn ernst und unterstützen Sie ihn.


Vorbereitung MDK Termin Pflegebegutachtung

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

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Tipps & Gefahren | Fernsehen bei Menschen mit Demenz

In Bezug auf Fernsehen muss bei einem Menschen mit Demenz bedacht werden, daß eine oft bereits ausgeprägte Wesensveränderung vorliegt. Er ist aufgrund seiner krankheitsbedingt, veränderten Wahrnehmung, im fortgeschrittenen Stadium, meist nicht mehr in der Lage zwischen tatsächlicher Realität und Fiktion oder Darstellung eines Films zu unterscheiden.

Hinzu kommt, daß bei den meisten ausgestrahlten Fernsehsendungen im Privatfernsehen, diverse Werbeblöcke zur Unterbrechung der eigentlichen Sendung kommen, welche die Konzentration beeinträchtigen und das Kurzzeitgedächtnis nicht in der Lage ist, nach diversen Minuten Werbung, den Kontext der unterbrochenen Sendung aufzugreifen, zu verstehen und einen fortlaufenden Sinn und Zusammenhang herzustellen. es führt zu kognitiver, geistiger Überforderung.

Ein Mehrwert, durch die Beschäftigung des Fernsehens, ist oft nicht mehr gegeben. 

Tipps Gefahren Fernsehen Demenz

Tipps zum Thema Fernsehen bei Demenz


  • Programmauswahl
  • Berücksichtigen der Biographie
  • Länge der Fernsehunterhaltung
  • Beobachten des Menschen mit Demenz
  • Aufarbeiten des Gesehenen im Gespräch
  • Gefahren der zusätzlichen Verwirrtheit durch Fernsehen

Die Auswahl von Sendungen für Menschen mit Demenz


Suchen Sie wenn möglich gezielt vorab im Programm, ähnlich wie bei Kindern, Sendeformate heraus, die geistig verarbeitet werden können. Ruhige Formate wie Dokumentationen, Tiersendungen oder Musiksendungen bieten sich an. Greifen Sie, wenn möglich auf Sender zurück, welche ohne Werbeunterbrechungen ausstrahlen. Die Gedanken schweifen dadurch nicht unnötig ab, die betroffene Person mit Demenz, hat die Möglichkeit beim Thema zu bleiben und den Inhalt noch eher zu begreifen.

Berücksichtigen der biographischen Interessen des Menschen mit Demenz


Wer sich in seinem bisherigen Leben gerne mit Themen wie kochen, handarbeiten oder Tieren beschäftigt hat, wird einer Sendung zu diesen Bereichen interessiert folgen. Überdenken Sie, aufgrund der vorhandenen Personenkenntnis Ihres Angehörigen mit Demenz, was ihn interessieren könnte und suchen Sie das Programm darauf bezogen für ihn aus.

Themen die einen im Leben nicht interessiert haben, werden sicher weniger interessiert aufgenommen, langweilen und stellen keinen Mehrwert oder einen erfolgreiche Unterhaltung für den Menschen mit Demenz oder auch einen nicht betroffenen Menschen dar.

Musiksendungen bieten eine sinnvolle Unterhaltung, gerade wenn Lieder aus der Vergangenheit gesungen werden, die dem Menschen mit Demenz aus der Vergangenheit bekannt sind schöne Erinnerungen hervor rufen. Beginnen Sie, gerne auch während der Sendung, gemeinsam die Lieder mit zu summen oder zu singen, animieren Sie den Menschen mit Demenz zum mitmachen, erzeugen Sie eine ansprechende Stimmung. Vergessen Sie nicht, daß Sie den Betroffenen primär über die Emotionsebene erreichen!

Auswahl der Sendungslänge beim Fernsehen mit einem Menschen mit Demenz

Überfordern Sie die Person nicht durch zu lange Sendeformate.

Oft kann diesen gar nicht mehr gefolgt werden, gehen Sie nicht nur von sich selbst aus. Orientieren Sie sich bei dieser Art der Beschäftigung an den Tagesphasen, in denen Ihr Angehöriger am wachsten und aufmerksamsten ist. Wenn der Tag dem Ende entgegen geht, leidet auch die Aufmerksamkeit und die Müdigkeit überwiegt, überfordern Sie den Menschen mit Demenz nicht. Geben Sie die Zeit für die Beschäftigung gezielt vor.

Beobachten Sie den Menschen mit Demenz beim Fernsehen

Tipps Gefahren Fernsehen Demenz

Gerade in Zeiten, wie diesen, in denen fast auf jedem Sender Kriegsberichterstattungen, aus gegebenem Anlass, übertragen werden, können diese Erinnerungen an die eigenen Kriegserlebnisse hervorrufen, verängstigen und verwirren. Denken Sie an Ihre Fürsorgepflicht dem Menschen mit Demenz gegenüber.

Schaffen Sie nicht unnötig Angst, Desorientiertheit und Situationen die zu massiver innerer Unruhe und Unverständnis führen. Diese müssen Sie selbst anschliessend wieder in den Griff bekommen, durch verständliche Erklärung, Beruhigung und unter Einsatz von viel Kraft & Energie, die Sie besser für die Pflege Ihres Angehörigen benötigen. 

Beobachten Sie den Gesichtsausdruck, die Mimik, Ihres Gegenübers. Lassen Sie ihn nicht alleine fernsehen, um notfalls eingreifen bzw. abschalten zu können, wenn Angst und Unsicherheit auftritt. Achten Sie auf die Körperhaltung, wie wirkt die Person mit Demenz? Zieht sie sich innerlich zurück, können Sie hervorgerufene Emotionen erkennen? Wird der Mensch mit Demenz unruhig, kann er sich in dieser Situation nicht selbständig helfen, seine Gefühle nicht artikulieren? Situationen in denen ihr Eingreifen erforderlich ist. Sehen Sie Parallelen zu Kindern? Genau, 

darauf wollen wir hinaus. Ein Kind, ist in jungen Jahren, auch nicht in der Lage Sendeformate mit Inhalten, die nicht dem Alter entsprechend sind zu verwerten, zu begreifen und zu verarbeiten. Ihre Pflicht ist es, Unterhaltung in Form von fernsehen zu begleiten, sinnvolle Formate und die Sendelänge zu steuern.

Aufarbeiten des Gesehenen im Anschluss

Planen Sie, wenn Sie vorhaben Ihren betroffenen Angehörigen, mit Fernsehunterhaltung zu begleiten, Zeit für ein anschliessendes Gespräch zur Aufarbeitung des Gesehenen mit ein.

Menschen mit Demenz benötigen, nachdem Eindrücke auf sie eingewirkt haben, mehr Zeit um diese zu verarbeiten.

Nehmen Sie sich Zeit für die Aufarbeitung, Zeit für Erklärungen und Fragen. Dies dient auch Ihrer weiteren Auswahl in Form von Fernsehangeboten. Gehen Sie auf die gesehenen Inhalte ein, reflektieren Sie diese gemeinsam. Lassen Sie sich rückversichern, wie es für den Menschen mit Demenz war, fernzusehen. Fragen Sie nach seinen Emotionen. Fragen Sie ihn ob er das Gesehene als schön empfunden hat. Greifen Sie Passagen der Sendung auf, sprechen Sie über das Gesehene. Gehen Sie auf die Eindrücke, die Ihnen mitgeteilt werden ein und bestätigen Sie die Person mit Demenz in ihrer Wahrnehmung.

Gefahren von Fernsehen bei Menschen mit Demenz

Verwirrtheitszustände, die zusätzlich zum bestehenden Krankheitsbild hervor gerufen werden sind vermeidbar. Schaffen Sie eine demenzentsprechende Atmosphäre. Greifen Sie noch bestehende Interessen auf, fördern Sie diese gezielt und wirken einem weiteren Gedächtnisabbau bewusst entgegen. schaffen Sie positive Momente für den Menschen mit Demenz, entsprechend seiner noch vorhanden Fähigkeiten. Sie können auf den Krankheitsverlauf dadurch bedingt einwirken. Geben Sie die nötige Sicherheit die diese Personen benötigen, auch in Form von beschäftigungsangeboten und vermeiden Sie kognitive, geistige Überforderung, Angst, Unverständnis und weitere Desorientiertheit.

Rückzug, eine reduzierte Gesprächsteilnahme lassen sich vermeiden, wenn der Mensch mit Demenz Unterstützung, Verständnis und eine bedarfsgerechte Atmosphäre erlebt. 

Seien Sie sich über Ihre Steuerungs- und Beeinflussungsmöglichkeiten des Menschen mit Demenz im Klaren.


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Weitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zum Thema Tipps & Gefahren beim Fernsehen bei Menschen mit Demenz, finden Sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, hören Sie doch mal rein!

 

Ihr Team

Deutsche Pflegeberatung Matheis


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Aktueller Kabinettbeschluß: Nationale Demenz-Strategie

Die Nationale Demenz-Strategie


Wir haben bundesweit aktuell 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Demographisch wird diese Zahl bis 2050 auf 2,8 Millionen steigen. Das Bundeskabinett hat hierzu zum 01.07.2020 eine nationale Demenz-Strategie beschlossen, um auf diese gravierende Problematik eingestellt zu sein.

Nationale Demenz Strategie

 

Zusammen mit ausgewählten Partnern der Bundesregierung soll im September diesen Jahres noch das erarbeitete Konzept, das endlich, auf die seit langem bekannte Problematik eingehen soll, umgesetzt werden.

Da uns dieses Krankheitsbild alle angeht und jeder betroffen sein kann, wurde in einem breiten Bündnis zusammen mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Ländern und Kommunen, Verbänden des Gesundheitswesens und auch der Pflege, Sozialversicherungsträgern, Zivilgesellschaft und Wissenschaftlern herausgearbeitet, wie man dieser Problematik in Zukunft entgegen treten möchte.

Es soll ein neues Bewusstsein in allen Lebensbereichen geschaffen werden, Unterstützungsnetzwerke vor Ort, wie unsere Deutsche Pflegeberatung Matheis in München, müssen vermehrt genutzt & beworben werden. Zusätzlich benötigen wir eine bessere medizinische Versorgung, präventive Maßnahmen und mehr Gelder, die in die Forschung dieses Bereichs investiert werden. Ein Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Faktoren, kann diese Strategie erfolgreich werden lassen.


Auf folgende Zielsetzung wurde der Fokus bei der Demenz Strategie gerichtet:

  1. Mehr Aufmerksamkeit für Menschen mit Demenz
  2. Beratung & Begleitung
  3. Netzwerke Pflege & Beruf
  4. Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige
  5. Abgestimmte Abläufe in der Versorgung des Betroffenen
  6. Demenzsensible Krankenhäuser
  7. Forschung zur Demenz-Erkrankung

 

Mehr Aufmerksamkeit:

Eine bundesweite Kampagne soll sensibilisieren und zum Engagement aufrufen. Es wird die Möglichkeit geschaffen, sich als „Demenzpartner“ schulen zu lassen.

Beratung & Begleitung:

Ehrenamtliche und vor allem professionelle Beratungs- und Schulungsangebote, wie auch von unserer Beratungsagentur seit langem angeboten, sollen gerade für die schwierige, erste Phase der Erkrankung ausgebaut werden.

Netzwerke:

Es sollen Strategien von pflegenden Angehörigen, Unternehmen und den Kommunen erarbeitet werden, wie Pflege innerhalb der Familie auch mit dem Beruf vereinbart werden kann. Hierfür ist eine Regiestelle des Bundesseniorenministeriums geplant.

Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige:

Es werden verbesserte Gesundheits- und Präventionsangebote für pflegende Angehörige geschaffen, da diese bereits massiv an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Hierfür wird aktuell ein neues Förderprogramm geprüft.

Abgestimmte Abläufe in der Versorgung der Betroffenen:

Alle Versorgungs- und Unterstützungsangebote müssen endlich ineinander greifen. Es muss interdisziplinär gedacht und gearbeitet werden, ein roter Faden zu Gunsten des Betroffenen, muss erkennbar sein. Dazu müssen Kliniken, Pflege, Ärzte und Fachärzte sowie pflegende Angehörige und Beratungsstellen nah zusammen arbeiten. Das Schnittstellenmanagement muss optimiert werden.

Demenzsensible Krankenhäuser:

Die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz müssen in die Gestaltung von Krankenhäusern mit einfliessen.

Ausgebildetes & qualifiziertes Personal muss ausreichend zur Verfügung stehen, um die arbeits- und zeitintensive Versorgung von Menschen mit Demenz in unvermeidbaren Klinikaufenthalten in den Griff zu bekommen. Diese gehen aktuell im Versorgungsbetrieb der Krankenhäuser und Kliniken unter, werden vernachlässigt und bekommen nicht die angemessene Versorgung, die sie benötigen würden. Patienten kommen oft in einem extrem verschlechterten Zustand aus den Krankenhäusern und Kliniken zurück!

Forschung zu Demenz:

Der Aufbau eines nationalen klinischen Demenzforschungsnetzwerks und eines Demenzversorgungsforschungs-Netzwerks ist geplant. Der Zugang zu Daten für Forschungszwecke soll zusätzlich erleichtert werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen schneller und wirksamer für den Betroffenen in die Praxis umgesetzt werden können.


Fazit:

In unseren Augen, bleibt es abzuwarten, wie sich dies möglichst schnell in die Realität umsetzen lässt & ob erste Erfolge gegen das Problem der zunehmenden Vergesslichkeit der Bevölkerung zu erkennen sind.

Es ist auf jeden Fall positiv zu bewerten, dass die Problematik von Seiten der Bundesregierung ernst genommen wird & an einer Lösung gearbeitet wird.


Wir schulen bereits seit langem, individuell, pflegende Angehörige und gehen als Pflegeberatungs-Agentur auf Ängste, Sorgen und Probleme bei der Versorgung von Menschen mit Demenz ein. Wir bieten Lösungsansätze um pflegende Angehörige, die zu Hause den grössten Teil der pflegerischen Betreuung und Versorgung übernehmen müssen, im Umgang mit dem Erkrankten Sicherheit und fachliches Grundwissen zu vermitteln.

Melden Sie sich bei uns, wenn auch Sie bereits an Ihre Belastungsgrenzen in der Versorgung stossen und professionelle Unterstützung oder Beratung, auch über moderne Kommunikationsmedien, wie Videotelefonie, benötigen.


Wir sind bundesweit für Sie da!

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Wir veröffentlichen in unserem Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ wöchentliche neue Interviews & Beiträge.

Zu hören auf der Startseite unserer Homepage und auf allen gängigen online Podcast-Portalen!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis