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15 Tipps | Dehydration bei Demenz im Sommer vorbeugen

Die Wichtigkeit von Flüssigkeit für den menschlichen Körper


Gerade in den heißen Monaten im Sommer, sollte auf die Gefahr einer Dehydration bei Menschen mit Demenz geachtet werden. Bei alternden Menschen und gerade bei dem Krankheitsbild Demenz muss unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Menschen mit Demenz denken nicht selbständig daran ausreichend zu trinken. Die Gefahr eines Austrocknens, der Dehydration, muss von Pflegenden vorgebeugt werden. Vielen ist die Wichtigkeit der regelmäßigen Flüssigkeitszufuhr für unseren Körper nicht bewußt. Man weiß, daß dieser zu 65-70 Prozent aus Wasser besteht. Durch Schwitzen, körperliche Betätigung verlieren wir tgl. zwischen 500ml und 1000ml Flüssigkeit. Dieses Defizit gilt es auszugleichen und aufzufüllen. Jede Zelle des Körpers benötigt Flüssigkeit, sonst reagiert dieser mit Leistungsabfall, kognitiven Defiziten, gerade bei Demenz, Konzentrationsproblemen oder Kopfschmerzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt eines angemessenen Flüssigkeitshaushalts ist die Elastizität unsere Haut.

Demenz Dehydration Sommer

Was genau kann ich also tun und worauf kann ich bei Menschen mit Demenz im Sommer achten, um einer Dehydration vorzubeugen? Wir geben Ihnen in diesem Artikel 15 Tipps, um dieser Problematik als pflegender Angehöriger vorzubeugen, daß es nicht zu weiteren, dehydrationsbedingten Verwirrheitszuständen Ihres Angehörigen mit Demenz kommt. Eine angemessene Tagestrinkmenge bei Menschen mit Demenz zu erreichen ist nicht schwierig, da diese oft vergessen, gerade getrunken zu haben. Es erfordert also Ihre Aufmerksamkeit und Ausdauer, ihn kontinuierlich zu erinnern. Zusätzlich gibt es Möglichkeiten, ihn in den heissen Monaten im Sommer, auch wenn man ihn vielleicht nicht mit zum Baden nehmen kann, zu erfrischen und den Körper zu revitalisieren.

15 Tipps für heisse Sommermonate


  1. Starten Sie morgens bereits beim Wachwerden mit einem Lieblingsgetränk an der Bettkante, bevor Sie mit dem Morgenritual beginnen.
  2. Gemeinsames Trinken macht deutlich mehr Spaß, auch kann dieses mit einem Zuprosten oder einem Trinkspruch getan werden.
  3. Stellen Sie Getränke an Plätze, an denen sich der Mensch mit Demenz aufhält oder an denen er tagsüber sitzt, er wird dadurch visuell erinnert.
  4. Bieten Sie viel frisches Obst als Snack oder Zwischenmahlzeit an, beispielsweise Weintrauben, Melone, Erdbeeren oder Ananas.
  5. Bereiten Sie 1 x tgl. einen Salat als Mahlzeit an, vorzugsweise mit Gurke, Tomaten und Gemüsesorten die ähnlich viel Flüssigkeit beinhalten.
  6. Bieten Sie nachmittags einen kalten Eiskaffee, eine Eisschokolade oder grundsätzlich ein Eis an.
  7. Ein kühles Tuch, bei Hitze, wirkt erfrischend & revitalisierend.
  8. Ein Fußbad mit Eiswürfeln und um zusätzlich die Haut zu pflegen mit Olivenöl im Wasser, regt den Kreislauf an und macht die Haut geschmeidig & weich.
  9. Das gleiche kann auch als Handbad angerichtet werden, achten Sie darauf, daß die Unterarme ruhig auch mit im kühlenWasser liegen oder eingetaucht werden.
  10. Achten Sie bei der Getränkeauswahl auf bevorzugte Getränke des Menschen mit Demenz, diese wird er eher annehmen, auch wenn er keinen Durst verspürt.
  11. Nutzen Sie ansprechende Adjektive beim Anbieten des Getränks, wie köstlich, lecker, toll, fruchtig, erfrischend etc..
  12. Lüften Sie morgens die Räume & halten Sie tagsüber die Fenster, wenn möglich, geschlossen. Die Hitze wird vom älteren Menschen ferngehalten.
  13. Achten Sie auf Kleidung ohne Synthetikanteil, dies fördert das Schwitzen. Baumwolle oder Leinen sind sinnvolle Materialien. Auch Menschen mit Demenz oder ältere Menschen können kurze Hosen oder Röcke tragen, um der Witterung entsprechend gekleidet zu sein.
  14. Ein Ventilator, aufgestellt im Zimmer oder Wohnraum, bietet kühle Luft und macht es drinnen angenehmer.
  15. Vermeiden Sie unnötige körperliche Aktivitäten und gönnen Sie Ihrem Angehörigen Pausen, Ruhe und Schlafpausen, um sich zu erholen, überfordern Sie ihn nicht.

Demenz Dehydration Sommer

Diese Tipps können Sie selbstverständlich auch für sich selbst und nicht nur zum Vorbeugen einer Dehydration im Sommer bei Menschen mit Demenz anwenden!

Wir wünschen Ihnen einen phantastischen Sommer, denken Sie bei der Pflege Ihres Angehörigen auch an Pausen und Erholungszeiten für sich selbst!


Demenz Dehydration SommerWeitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zum Thema Dehydration im Sommer bei Demenz vorbeugen, finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, um Ihnen die nötige transparenz im Bereich Pflege aufzuzeigen.

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Demenz | Verständnis durch Validation nach Naomi Feil

Verständnis für einen Menschen der Symptome der Demenz zeigt, fällt nicht immer leicht, Naomi Feil gibt uns ein wertvolles Instrument durch die Technik der Validation an die Hand. Bedingt durch die Wesensveränderung, die ein Mensch bei einer Demenz Erkrankung durchläuft, kommt es häufig zu Unverständnis aufgrund seiner Reaktionen, ablehnendem oder abwehrendem Verhalten. Die Gerontologin Naomi Feil hat sich mit dieser Thematik und Problematik beschäftigt. Sie hat das Konzept der Validation entwickelt. Dieses wird bei hochbetagten,  an Alzheimer Demenz erkrankten Menschen angewendet.

Pflegende Angehörige und Pflegepersonal bekommen eine empathische, urteilsfreie, verbale oder nonverbale Kommunikationstechnik & Grundeinstellung vermittelt. Die Technik der Validation nach Naomi Feil hilft den Menschen mit Demenz und seine Reaktionen besser zu verstehen. Es wird davon ausgegangen, daß aufgrund der geistigen Rückentwicklung bis ins Kindesalter, ein Prozeß des Aufarbeitens, von Ereignissen im Leben, im Unterbewusstsein stattfindet.

Wenn ein Mensch mit Demenz beispielsweise plötzlich eine bereits verstorbene Person zu sehen glaubt, kann dieses nicht nur mit der Erkrankung zusammen hängen. Oft ist dies der Fall wenn im bisherigen Leben eine Strategie fehlte, Situationen aufzuarbeiten und damit zu bewältigen. Die Situation wird neu durchlebt. Validation ist hierbei eine tolle, unterstützende Möglichkeit dieses gemeinsam zu bewältigen. Diese Technik schafft nicht nur Verständnis für Situationen, die im ersten Moment nicht begreifbar für uns sind, sondern sie erleichtert den Umgang mit dem Menschen mit Demenz. Sie unterstützt ihn in seinem Krankheitsverlauf, schafft und erhält Vertrauen und erleichtert den Umgang mit dem Krankheitsbild Demenz.


Demenz Symptome Validation Naomi Feil

Die 4 Phasen für angewendete Validation


Phase 1: Mangelhafte Orientierung – oft unglücklich

Der Mensch mit Demenz leugnet seine Gefühle vermehrt. Er projiziert Konflikte und nicht aufgearbeitete Probleme oft auf Personen aus der Gegenwart.

Techniken der Validation in der 1. Phase:

  • Offene Fragen stellen, beispielsweise „Wie fühlst du dich?“, „Wie geht es dir?“ oder „Hast du einen schönen Tag?“. Es geht darum die Gefühlsebene durch offene Fragen zu ermitteln.
  • Nach Extremen oder dem Gegenteil fragen. Beschuldigt eine mangelhaft orientierte Person jemanden böse zu ihr gewesen zu sein, hinterfragen Sie ob sie das immer tut oder antworten sie, das kommt aber nicht jeden Tag vor, oder?
  • Sich gemeinsam erinnern. Bieten Sie Fragen auf die Vergangenheit bezogen an und gehen Sie auf das Gesagte ein, ergänzen Sie wenn möglich, um eine gemeinsame Erinnerungssituation zu gestalten, die positive Erinnerungen hervorruft.
  • Umformulieren von Gesagtem, dieses führt zu verstanden werden und Akzeptanz.
  • Bewältigungsmechanismen erfahren dient dem Zweck herauszufinden, ob die Person diese Situation früher schon einmal erlebt hat und wie sie damit umgegangen ist. Als Beispiel, der Mensch mit Demenz beschwert sich darüber, daß eine andere Person immer so laut schreit.

 

Phase 2: Zeitverwirrtheit

Rückzug aus der Realität, Verluste sind willkürlich nicht mehr zu leugnen. Vertraute Gegenstände oder Menschen erinnern den Menschen mit Demenz an die Vergangenheit, in die er sich immer mehr zurück zieht. Die Gefühlsebene wird in den Vordergrund gestellt, Themen drehen sich um Liebe, Trennung, Hass und Trauer. Hierüber schafft sich der Betroffene seine Identität.

Techniken der Validation in der 2. Phase:

  • Offene Fragen, kommuniziert die Person noch verbal, versuchen Sie es mit dem Stellen von offenen Fragen.
  • Geschlossene Fragen, ist die verbale Kommunikation kaum noch möglich, stellt man geschlossene Fragen. Bieten Sie Fragen mit nur zwei Antwort Optionen, dieses fällt dem Betroffenen leichter.
  • Nonverbale Techniken können, beschrieben in Phase 3, eingesetzt werden.

 

Phase 3: Bewegungen werden wiederholt

Gefühle werden in dieser Phase durch sich kontinuierlich wiederholende Bewegungen ersetzt. Beispiele können Streichbewegungen über den Tisch, zupfen an einer Tischdecke oder Daumen drehen sein. Sprachliche Veränderungen, hin zu Lauten, wie Pa pa pa helfen Menschen mit Demenz, die unverständliche Gegenwart für eine kurze Zeit zu verlassen und in die Vergangenheit zu driften. Hier kommen ausschließlich nonverbale Techniken zum Einsatz:

  • Blickkontakt hilft zu suggerieren, ich spreche dich an, begeben Sie sich auf Augenhöhe, achten Sie auf Gesicht & Augen Ihres Gegenübers bei der Ansprache.
  • Spiegeln Sie durch Bewegungen, Körperhaltung und Gesichtsausdruck die Person und zeigen damit Bestätigung, dadurch zeigen Sie gezielt Mitgefühl und Empathie.
  • Berührung ist eine gute Möglichkeit in Kontakt zu treten. Legen Sie der Person behutsam die Hand auf die Schulter, nehmen Sie seine Hand bei der Ansprache. Diese Gesten erzeugen Vertrautheit und Geborgenheit.
  • Musik & Singen ist oft, auch nach dem Verlust der Sprache, noch eine Möglichkeit eine Emotionsebene aufzubauen. Musik ruft Erinnerungen aus der Vergangenheit des Menschen mit Demenz hervor, gelegentlich kommen sogar noch Worte oder Teilsätze aus dem Mund des Betroffenen.
Phase 4: Vegetieren

In dieser Phase nehmen die Personen die Außenwelt kaum und gar nicht mehr wahr, Vergangenes wird nicht mehr aufgegriffen und verarbeitet. In dieser Phase ist Berührung, Anerkennung und Fürsorge essentiell und wichtig. Ehrliche Worte spielen eine übergeordnete Rolle und werden durch einen positiven Unterton gespürt. Verwenden Sie Sätze wie, „Es ist schön, dich zu sehen“, „Ich freue mich immer wenn ich dich besuche“ oder beispielsweise „Du siehst heute sehr hübsch oder gut aus“. Erwarten Sie keine Gegenreaktion des Menschen mit Demenz, seien Sie einfach für ihn da.


Was lernen wir also wenn Symptome der Demenz auftreten durch die Technik der Validation nach Naomi Feil?

 

  • Nicht aufgearbeitetes im Leben positiv aufzuarbeiten
  • Eine bessere, gefühlvolle Kommunikation mit dem Betroffenen
  • Unverständliche Situationen besser zu begreifen
  • Einfühlungsvermögen für die betroffene Person
  • Die Aufmerksamkeit auf die noch vorhandenen Fähigkeiten des Menschen mit Demenz zu lenken

Validieren kann jeder lernen. die Grundvoraussetzung ist eine emphatische, gefühlvolle Ebene aufzubauen, eigene Gedanken und Vorurteile in den Hintergrund zu stellen. Vermeiden Sie Ausreden & Lügen dem Menschen mit Demenz gegenüber. Erzeugen Sie eine wertschätzende Atmosphäre. Die Emotionsebene bleibt bis zum Schluß erhalten. Ehrlichkeit ist spürbar, mag die betroffene Person auch noch so verwirrt wirken.

Fazit:

Was ist Validation

Durch Validation sind wir in der Lage die betroffene Person in dieser Aufarbeitung zu unterstützen, uns mit ihr auseinander zusetzen, um sie und ihre Reaktionen zu verstehen.


Demenz Validation Naomi Feil

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Demenz | GPS-Technik als Prävention beim Weglaufen

Weglaufen bei Demenz – auch bekannt als Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz


Demenz GPS Uhr

Welche Vorteile bietet moderne GPS Technik bei Orientierungsverlust des Menschen mit Demenz & der Gefahr von weglaufen?

Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen moderne technische Möglichkeiten vorstellen, wenn es aufgrund einer Demenz Erkrankung zu Orientierungsverlust im Außenbereich kommt. Diese Situation kann für den Betroffenen schnell zu einer immensen Gefahr werden. Menschen mit Demenz versuchen ihrem Bewegungsdrang nach zu gehen. Dabei kommt es außerhalb der eigenen vier Wände schnell zur Orientierungslosigkeit. Der Betroffene geht seiner Intuition nach, ohne auf witterungsgerechte Kleidung zu achten, Angehörigen sein Vorhaben zu kommunizieren. Er denkt einfach nicht mehr daran, daß er sich nicht mehr zurecht finden könnte. Nicht nur die Temperaturen außerhalb der Wohnung stellen ein Gefahrenpotential dar, sondern auch der Verkehr, welchem der Betroffene oft nicht mehr gewachsen ist. Verkehrsschilder werden übersehen, Ampeln nicht beachtet, Geschwindigkeiten von Fahrzeugen nicht richtig eingeschätzt.

Wie funktioniert GPS Technik


Eine Möglichkeit einen Menschen mit Demenz wieder zu finden oder ihn zu orten ist ein auf GPS Technik basierendes Hilfsmittel wie eine Uhr. Dieses kann ein Sensor oder ein Armband bzw. eine Kette, die um den Hals getragen wird, sein. Diese Geräte arbeiten, genau wie bei einem Mobiltelefon, mit einer integrierten SIM-Karte. Über eine APP auf dem Mobiltelefon, kann man nachvollziehen wo sich die Person befindet. Im Notfall grenzen Sie sofort den Bereich ein und sehen genau, wo sich die Person befindet.

Demenz GPS Uhr

Unterschiedliche GPS Technik Systeme für Menschen mit Demenz


Geo-Fence System

Sie legen einen Bereich für die betroffene Person fest, in dem sie sich frei bewegen kann. Verläßt die Person diesen Bereich, erhalten Sie automatisch eine SMS Benachrichtigung mit den GPS basierenden Daten, wo sich die Person aufhält. Ein Mobilgerät an welches die Daten übermittelt werden empfiehlt sich. eine andere Möglichkeit ist ihr Computer oder ein Notebook, auf dem Sie die Daten abrufen können. Die Bewegungsdaten werden hierbei alle 2 – 4 Minuten aktualisiert.

GPS-Tracking Systeme ohne Geo-Fence

Bei diesem einfachen Basissystem schrieben Sie eine SMS an den Anbieter und Ihnen werden die Koordinaten des Sender Trägers übermittelt.

Demenz-Ortungssysteme

Die Daten werden wahlweise an eine oder mehrere Mobilfunknummern übermittelt. Sie haben die Möglichkeit dies entsprechend Ihres Nutzens im System einzutragen.

Demenz Ortungssystem mit Notruffunktion

Bei diesem System ist eine Notrufzentrale zwischengeschaltet. Diese ist 24 Stunden besetzt. Im Notfall ruft dieses einen Arzt hinzu, das Ortungssystem übermittelt die Daten direkt an die Notrufzentrale.

Systeme mit Sturzalarm Signal

Sensible Geräte die am Körper, in Form eines Senders, getragen werden. Bei Erschütterung lösen diese Alarm aus, der an eine Einsatzzentrale weitergeleitet wird. Wenn es sich um einen Fehlalarm handelt, kann dieser durch Bestätigung einer Taste abgebrochen werden. Über die Lautsprechfunktion kann innerhalb der Wohnung mit der Person Kontakt aufgenommen werden. Meldet diese sich nicht, wird ein hinterlegter Angehöriger verständigt. Es besteht bei vielen Anbietern auch die Möglichkeit einen Notfallschlüssel zu hinterlegen, daß im Bedarfsfall zur Hilfe geeilt werden kann.

GPS Uhr

Der Standard dieser am Handgelenk getragenen Uhr, ist eine Erschütterungsfunktion, ein Alarmtaste und ein GPS Sender zur Ortung bei Verlust des Menschen mit Demenz. Die Ortung erfolgt in Echtzeit.

GPS Uhr & Telefonfunktion

Systeme die als Armbanduhr mit integrierter Telefonfunktion ausgestattet sind, bieten den Vorteil auch in geschlossenen Häusern oder Räumen Anrufe entgegen zu nehmen oder zu tätigen. Bei diesem Gerät sollten allerdings die kognitiven Einschränkungen noch nicht zu weit fortgeschritten sein. Der Bedienungsmodus ist etwas komplexer. Die Ortungsmöglichkeit ist hierbei durch die Standards GPRS und WLAN erweitert. Diese kann Funktion ist variabel zu- und abschaltbar.


Kosten für Ortungssysteme

Der technische Fortschritt ist in diesem Fall eine enorme Sicherheit und Hilfestellung. Die Kosten dafür sind beginnend bei ca. 50,- Euro plus monatliche Kosten für die SIM-Karte des Netzbetreibers. Technisch aufwendigere Geräte liegen im Preisbereich bis ca. 150,- Euro und können im Internet oder bei spezialisierten Anbietern erworben werden.

 

Denken Sie über die sinnvolle Nutzung der GPS Technik bei Menschen mit Demenz nach, wenn diese von einer Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz betroffen sind. Eine sinnvolle Möglichkeit zum Schutz des Menschen mit Demenz und zu Ihrer eigenen Absicherung, sowie der eigenen Beruhigung.

 


Fazit:

Welche Möglichkeiten gibt es wenn ein Mensch mit Demenz wegläuft?

Moderne Technik durch Ortungsgeräte die über GPS Technik, beispielsweise als Uhr, verfügen, bieten eine Möglichkeit den Menschen mit Demenz aufzufinden und zu lokalisieren.


Demenz Orientierungsverlust GPS TechnikWeitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zu GPS Uhr & Orientierungsverlust des Menschen mit Demenz der weglaufen will, finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

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Was ist eigentlich eine Demenz Wohngemeinschaft oder Demenz WG?

Sie haben von einer speziellen Pflege in einer Demenz Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz oder Alzheimer gehört? Wir gehen im folgenden Beitrag auf die Struktur, die Organisation & die Betreuung durch ambulante Pflegedienste ein.  Als Angehöriger übernehmen Sie übrigens auch die Pflicht der Gremiumtätigkeit in der Demenz-WG.


Die Demenz Wohngemeinschaft als Versorgungsmöglichkeit


Der kleinste gemeinsame Nenner dieser alternativen Wohnform ist die Grunderkrankung Demenz. Menschen mit Demenz sind in kleinen Wohngruppen über 24 Stunden betreut. Die maximale Größe der Wohngruppe beträgt 12 Personen. Dies stellt einen wesentlichen Vorteil gegenüber einem Platz in einem Pflegeheim dar. Die Grösse ist überschaubar, die Mitarbeiter kennen jeden Bewohner sehr genau. Sie sind in der Lage präzise auf die Eigenheiten und Gewohnheiten des einzelnen Menschen mit Demenz einzugehen.

In einem geeigneten, idealerweise barrierefreien Objekt, hat jeder der Bewohner sein eigenes Zimmer. Dieses können Sie zusätzlich zu den notwenigen Pflegehilfsmitteln, mit persönlichen Gegenständen wie Möbeln oder Bildern ausstatten. Je nach Objekt, verfügt jedes Zimmer über ein eigenen Bad und eine eigene Toilette. Dieses kann auch durch ein Gemeinschaftsbad oder gemeinschaftlich genutzte Toiletten gelöst sein. In einem Gemeinschaftsraum finden Gruppenaktivitäten oder gemeinsame Mahlzeiten statt. Auch Beschäftigungsmöglichkeiten und Therapien finden vor Ort statt. Je nach individuellem Bedürfnis des Einzelnen, werden Therapeuten über den Hausarzt über ein Rezept beauftragt.

Eine Gemeinschaftsküche in der die Pflege- und Betreuungskräfte, mit oder ohne die Bewohner, die Mahlzeiten zubereiten ist vor Ort. Noch rüstige Bewohner der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz oder Alzheimer, können sich je nach Möglichkeit noch in der Demenz-WG nützlich machen. Sie werden gefördert und erhalten zumutbare Aufgaben, je nach Interesse und noch vorhandener Möglichkeit.

Wohngemeinschaft Demenz Pflege WG

Die Versorgung durch Pflegepersonal in der Demenz-WG


Der von der Bewohnervertretung, dem Gremium, beauftragte ambulante Pflegedienst stellt das Pflegepersonal für die 24-Stunden-Beaufsichtigung. Dieser arbeitet mit einem vorgegebenen Personal- und Betreuungsschlüssel. Es ist rund um die Uhr Personal vor Ort. Die Pflege- und Betreuungskräfte kümmern sich um die Pflege, die Ernährung und die Beschäftigung der Demenz-WG Bewohner. Es wird gemeinsam gesungen, gespielt, gelesen oder gebastelt. Bewohner können sich nach ihren noch vorhandenen Möglichkeiten an Alltagstätigkeiten beteiligen. Das Prinzip der Selbstbestimmtheit wird gelebt. Niemand wird zu etwas gezwungen. Es gibt Angebote, hat ein Mensch mit Demenz oder Alzheimer kein Interesse ist dies in Ordnung. das gilt auch für die Körperpflege, welche sich oft sehr schwierig gestaltet. Der Bewohner sieht dieses oft nicht ein, es wird versucht ihn zu motivieren, einen Zugang zu ihm zu bekommen, jedoch ohne Zwang.

Die ist gerade oft für die Angehörigen ein Problem, da sie erwarten, daß ihr Angehöriger top gepflegt aussieht. Dies umzusetzen ist bei Menschen mit Demenz jedoch oft nicht möglich. Die Angehörigen müssen dieses zwanglose Konzept verstehen, sich darauf einlassen und ihre eigenen Erwartungshaltungen zurück schrauben. das Prinzip der Selbstbestimmtheit des Menschen mit Demenz oder Alzheimer hat in der Demenz-WG oberste Priorität. Druck und sachliche Diskussionen bringen bei diesem Krankheitsbild nichts. Im Gegenteil rufen wir Aggressionen und Mißtrauen hervor. Der Betroffene zieht sich zurück, fühlt sich nicht verstanden und respektiert in seinen Wünschen und Vorstellungen.

Das Gremium – die Bewohnervertretung


Das Konzept der ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz sieht ein Gremium vor. Diese Angehörigenvertretung trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen. Demenz-WG interne Aufgaben sind unter den Mitgliedern verteilt. Beispielsweise kümmert sich eine Person um die Einkäufe, ein weiterer um kleine Reparaturen, Feste sind zu organisieren, Gelder zu verwalten. Für alle Bewohner besteht ein Gemeinschaftsmietvertrag mit dem Vermieter. Der ambulante Pflegedienst hat damit nichts zu tun. er hat nur ein sogenanntes Gastrecht für die Versorgung der Bewohner.

Wenn ein Bewohner ausscheidet sorgt das Gremium für einen neuen Interessenten für die Nachbesetzung. Das Gremium wählt auch einen Sprecher, der als Ansprechpartner für den versorgenden ambulanten Pflegedienst dient. Probleme, Anregungen und Verbesserungen, die in einer Sitzung besprochen wurden, werden durch ihn weitergetragen. Anschaffungen, die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz betreffend, tätigt das  Gremium. Elektrogeräte, Mobilar, Küchenbedarf und Dekorationsgegenstände gehören damit der Allgemeinheit. Es werden monatliche Rücklagen für Reparaturen oder Neuanschaffungen geschaffen. Die Angehörigen kümmern sich auch um die Reinigung der Wohngemeinschaft. Dies kann vom Gremium, über eine angestellte Reinigungskraft oder in Absprache über eine Haushaltshilfe des ambulanten Pflegedienstes erfolgen.

Wohngemeinschaft Demenz Pflege WG

Die Kosten für einen WG Platz in der Wohngemeinschaft

Zusätzlich zu den Pflegekosten (ca. 2000,- – 2500,- Euro montalich), die individuell nach Pflegeaufwand variieren, kommen Pauschalen für Miete, Verpflegung und Rücklagen für die Demenz-WG. Die Mietkosten des Objekts sind durch die Anzahl der Bewohner geteilt. Eine Verpflegungspauschale liegt etwa bei 200,- – 300,- Euro monatlich. Die Pauschale für die Rücklagen ist individuell geregelt. Sie haben Anspruch auf den Wohngruppenzuschlag der Kasse von aktuell monatlich 214,- Euro, zusätzlich zum Pflegesachleistungsbetrag, je nach Pflegegrad.


Fazit:

Was ist eine Demenz Wohngemeinschaft

Eine alternative Möglichkeit, in einer kleinen Wohngruppen von 8 -12 Menschen mit Demenz, über 24 Stunden von einem ambulanten Pflegedienst der das Personal stellt, als Betroffener zu leben, beaufsichtigt & gepflegt zu werden.


Demenz Wohngemeinschaft Pflege WG

Wir blicken auf jahrelange Erfahrung als Leitung mehrerer ambulant betreuter Demenz Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz oder Alzheimer zurück & beantworten Ihnen gerne weitere Fragen zur Pflege WG.

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Demenz-Beratung & Demenz-Schulungen in München

Demenz Schulung & Demenz Beratung

Unsere individuelle Demenz Schulung & Demenz Beratung in München richtet sich an Sie, die pflegenden Angehörigen. Da Sie täglich mit dem Menschen und seinen durch die Krankheit bedingten Wesensveränderungen konfrontiert sind. Die ergänzenden ambulanten Pflegedienste übernehmen nur Teile der Versorgung. Mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste sind oft nur wenige Minuten vor Ort.

Den Großteil des Tages sind Sie mit dem Krankheitsbild des Menschen mit Demenz konfrontiert. Sie übernehmen den riesigen Berg der notwendigen Betreuung!


Inhalte unserer Demenz-Beratung & Demenz-Schulungen:

  • Individuelle Demenz Beratung & Demenz Schulung vor Ort in München & München-Land
  • Information über Entlastungsangebote für pflegende Angehörige
  • Kommunikation & Methodik bei Demenz
  • Wohnumfeldanpassung & Orientierung schaffen bei Demenz Erkrankung
  • Ernährung bei Demenz Erkrankung
  • Informationen zu krankheitsspezifischen Wohn- & Unterbringungsformen
  • Buch-Tipps und Informationsmaterial zum Thema Demenz
  • Telefonische Schulungen oder Videotelefonieschulungen
  • Vermittlung von Basiswissen & Standards zum Thema Demenz
  • Allgemeine Beratung zu Pflegegrad, Höherstufung oder Widerspruch des Pflegegrads bei Ablehnung
  • Finanzierungsmöglichkeiten der Pflegesituation

Demenz Beratung Demenz Schulung München

Die aktuelle Versorgungssituation


In einer, demographisch bedingt kontinuierlich alternden Gesellschaft, sind in Deutschland aktuell ca. 1,6 Millionen Menschen von einer Demenz-Form betroffen. Die überwiegende Zahl der Erkrankten leidet an der Alzheimer Variante. Mit der festgestellten Diagnose sind nicht nur die Erkrankten betroffen sondern auch die Familien, Angehörige & Freunde.

Die pflegerische Versorgung durch ambulante Pflegedienste & stationäre Pflegeinrichtungen stößt bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen. Es wird von einer Zahlenentwicklung bis zum Jahr 2050 von mehr als 3 Millionen Demenz-Patienten ausgegangen.

Die Versorgung wird immer mehr zur Aufgabe der direkten Angehörigen, ganzer Familien. Diese müssen sich organisieren, um sich um ihren, von Demenz betroffenen Angehörigen zu sorgen, zu kümmern. Grosse Teile der pflegerischen Versorgung müssen dadurch übernommen werden.

Dies ist ohne ein umfangreiches Basiswissen in diesem neuen Themenfeld nicht möglich. Hilflos mit einer Diagnose, mit der man bisher nicht konfrontiert war. Die Demenz-Diagnose die man noch nicht einschätzen kann und gerade erst kennenlernt, eine grosse Herausforderung!

Wir stossen, nach bestem Wissen & Gewissen vorgehend, umgehend an unsere psychischen und physischen Belastungsgrenzen. Uns fehlt die Distanz, im Gegensatz zu professionell Pflegenden. Es sind Emotionen im Spiel, denn es geht um unseren Angehörigen & Verwandten.


Unser Demenz Wissen – Ihre Sicherheit

Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit dem Krankheitsbild der unterschiedlichen Demenz Formen. Oft sind wir dabei selbst an Grenzen gestossen.

In Teamsitzungen konnten wir gemeinsam anhand von Fallbeispielen, bei sogenanntem herausforderndem Verhalten des Menschen mit Demenz, Beobachtungen und Analysen erstellen. Weswegen stößt man an Grenzen, weswegen verhält sich der Betroffene, wie er sich gibt. Welche Möglichkeiten  gibt es damit umzugehen und damit zurecht zu kommen.

Dieses Wissen und die angewendete Praxis möchten wir an Sie weitergeben!


Unglaublich wichtig ist vor Allem, zu verstehen wie dieses Krankheitsbild verläuft und was uns erwartet. Ohne ein grundsätzliches Krankheitsverständnis machen wir uns selbst bei der Versorgung und dem Umgang mit dem Menschen mit Demenz kaputt, brennen aus, verlieren die Nerven und Kraft, diese schwierige Aufgabe zu bewältigen.


Demenz Beratung Demenz Schulung München


Kontaktieren Sie uns, wir nehmen uns Zeit Sie im Umgang mit der Demenz Erkrankung Ihres Angehörigen sicher und fit zu machen.

Wir gehen individuell und persönlich auf Ihre Pflegesituation ein. Unsere Experten zeigen Ihnen Fehler in der Versorgung, Sprache oder Wortwahl auf. Sie geben Ihnen hilfreiche und erleichternde Tipps und Ratschläge nach Standard der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Demenz Forschung.

 

Wir schaffen das nötige Verständnis für das neue Krankheitsbild mit dem Sie konfrontiert sind!


 

Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

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