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Aromapflege in der Onkologie & bei Krebs

In diesem Artikel möchten wir Ihnen die unterstützenden Möglichkeiten der Aromapflege in der Onkologie & bei einer Krebs Erkrankung empfehlen.

Wer Krebspatient*innen betreut oder Tumorpatient*innen im Familien- oder Freundeskreis hat, der weiß: Übelkeit (Nausea) und Erbrechen (Emesis) zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen von chemotherapeutischen Behandlungen und Bestrahlung. 

Länger anhaltende Übelkeit ist an sich schon sehr belastend. Bei onkologischen Patient*innen ist dies umso dramatischer, als die Erkrankten durch den meist unerwünschten Gewichtsverlust zusätzlich geschwächt werden. Weil Übelkeit und Erbrechen biologische Warn- und Schutzmechanismen sind, die den Körper vor Vergiftungen, verdorbenen Lebensmitteln und vergleichbaren Schädigungen bewahren sollen, lassen sie sich auch kaum durch Willensanstrengung unterdrücken. Zwar sind entsprechende Medikamente, die sogenannten Antiemetika, mittlerweile fester Bestandteil der meisten Krebstherapien. Aber auch die Aromapflege bietet vorbeugend und begleitend einiges an Möglichkeiten. 

Die wichtigsten Ursachen von Übelkeitsbeschwerden

  • Bei der Chemotherapie oder anderen Medikamenten reagiert der Körper genau wie auf giftige oder verdorbene Nahrungsmittel: Er will sie durch Erbrechen loswerden.
  • Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide haben wiederum eine andere Wirkung: Sie setzen direkt am zentralen Nervensystem an, manche stimulieren als Nebenwirkung direkt das Brechzentrum.
  • Schmerzmittel wie die nichtsteroidalen Antiphlogistika – „Aspirin“ ist ein solches – reizen die Magen-Darm-Schleimhaut und können auf diesem Weg zu Unwohlsein führen.
  • Bei einer Bestrahlung vermuten Fachleute verschiedene mögliche Ursachen: Liegt das Strahlenfeld beispielsweise im Bauchraum, ist dort oft die Magen-Darmschleimhaut gereizt und entzündet. Dies kann Unwohlsein verursachen. Bei sehr hoch dosierten Bestrahlungen kann die Übelkeit aber auch durch körpereigene Abbauprodukte und Entzündungsfaktoren hervorgerufen werden.

Riechsticks, Raumbeduftung und Massagen zur Linderung und Entspannung

In der aromapflegerischen Begleitung haben sich neben Riechstiften mit ätherischen Ölen, die nachweislich die Übelkeit verringern, auch angstlösende und entspannende Mischungen, Massagen und Einreibungen bewährt.

Riechsticks gibt es ganz neu jetzt auch gebrauchsfertig von PRIMAVERA. Die Sets (https://www.primaveralife.com/aroma-sticks-zum-selbstbefuellen.html) enthalten jeweils fünf Aroma Sticks mit wiederverwendbaren Verschlusskappen, die selbst befüllt werden können – bei Übelkeit etwa mit einem Tropfen Ingwer, einem Tropfen Zitrone, Orange oder Pfefferminze. 

Aromapflege Onkologie Krebs

Je nach Beschwerdebild haben sich folgende „Rezepte“ für selbstgemachte Aroma Sticks bewährt (jeweils einen 1 Tropfen der Mischung auf das Vlies geben):

Bei Übelkeit:

1 Tropfen Ingwer (Bio)

1 Tropfen Orange (Demeter)

Bei Unruhezuständen:

1 Tropfen Neroli 10 %

1 Tropfen Orange (Demeter)

Bei Appetitlosigkeit:

1 Tropfen Grapefruit (Bio)

1 Tropfen Tonka-Extrakt (Bio)

Als weitere gebrauchsfertige Aromapflegeprodukte empfehle ich für eine beruhigende Massage das Entspannungsöl (https://www.primaveralife.com/aromapflege-entspannungsoel-bio.html) zum Beispiel für Handmassagen, Einreibungen an der Fußsohle und/oder dem Solarplexus oder auch für ein Fußbad.

Wer selbst mischen möchte, findet hier eine gute Grund-Rezeptur:

Angstlösende und entspannende Grundmischung zur Raumbeduftung: 

30 Tropfen Limette

15 Tropfen Myrte türkisch

10 Tropfen Neroli 10%

20 Tropfen Lavendel fein

25 Tropfen Benzoe siam

Von dieser Grundmischung für die Duftlampe 5-8 Tropfen nutzen.


Gerade bei häufigem Erbrechen ist auch eine entsprechende Mundpflege wichtig: Hier kann ich unser gebrauchsfertiges Aromapflege Mund-Vital-Öl bio (https://www.primaveralife.com/aromapflege-mund-vital-oel-bio.html) empfehlen. Die enthaltenen ätherischen Öle von Ravintsara und Lorbeer reinigen die Mundhöhle wirksam, Kokosnussöl und Pfefferminze spenden Frische und wirken feuchtigkeitsbildend.

Auch Roll-Ons zum Auftragen auf die bepulsten Stellen der Haut (z. B. Handgelenke, Schläfen oder Halsbereich) werden bei Übelkeitsbeschwerden oft als wohltuend empfunden. Als gebrauchsfertige Option aus dem PRIMAVERA-Sortiment bieten sich der „Gute Laune Duft Roll-On bio“ (https://www.primaveralife.com/gute-laune-duft-roll-on-bio.html) oder auch der „Kopfwohl Roll-On bio“ (https://www.primaveralife.com/kopfwohl-roll-on-bio.html) mit Pfefferminze speziell bei Übelkeit an.


Weitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zum Thema Aromapflege in der Onkologie und bei Krebs Patienten,  finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, um Ihnen die nötige transparenz im Bereich Pflege aufzuzeigen.

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Demenz | Verständnis durch Validation nach Naomi Feil

Was versteht man unter Validation bei Demenz


Verständnis für einen Menschen mit Demenz zu zeigen, fällt nicht immer leicht, Naomi Feil gibt uns ein wertvolles Instrument durch die Technik der Validation an die Hand. Bedingt durch die Wesensveränderung, die ein Mensch bei einer Demenz Erkrankung durchläuft, kommt es häufig zu Unverständnis aufgrund seiner Reaktionen, ablehnendem oder abwehrendem Verhalten. Die Gerontologin Naomi Feil hat sich mit dieser Thematik und Problematik beschäftigt. Sie hat das Konzept der Validation entwickelt. Dieses wird bei hochbetagten,  an Alzheimer Demenz erkrankten Menschen angewendet.

Pflegende Angehörige und Pflegepersonal bekommen eine empathische, urteilsfreie, verbale oder nonverbale Kommunikationstechnik & Grundeinstellung vermittelt. Die Technik der Validation nach Naomi Feil hilft den Menschen mit Demenz und seine Reaktionen besser zu verstehen. Es wird davon ausgegangen, daß aufgrund der geistigen Rückentwicklung bis ins Kindesalter, ein Prozeß des Aufarbeitens, von Ereignissen im Leben, im Unterbewusstsein stattfindet.

Durch Validation sind wir in der Lage die betroffene Person in dieser Aufarbeitung zu unterstützen, uns mit ihr auseinander zusetzen, um sie und ihre Reaktionen zu verstehen. Wenn ein Mensch mit Demenz beispielsweise plötzlich eine bereits verstorbene Person zu sehen glaubt, kann dieses nicht nur mit der Erkrankung zusammen hängen. Oft ist dies der Fall wenn im bisherigen Leben eine Strategie fehlte, Situationen aufzuarbeiten und damit zu bewältigen. Die Situation wird neu durchlebt. Validation ist hierbei eine tolle, unterstützende Möglichkeit dieses gemeinsam zu bewältigen. Diese Technik schafft nicht nur Verständnis für Situationen, die im ersten Moment nicht begreifbar für uns sind, sondern sie erleichtert den Umgang mit dem Menschen mit Demenz. Sie unterstützt ihn in seinem Krankheitsverlauf, schafft und erhält Vertrauen und erleichtert den Umgang mit dem Krankheitsbild Demenz.


Demenz Validation Naomi Feil

Die 4 Phasen für angewendete Validation


Phase 1: Mangelhafte Orientierung – oft unglücklich

Der Mensch mit Demenz leugnet seine Gefühle vermehrt. Er projiziert Konflikte und nicht aufgearbeitete Probleme oft auf Personen aus der Gegenwart.

Techniken der Validation in der 1. Phase:

  • Offene Fragen stellen, beispielsweise „Wie fühlst du dich?“, „Wie geht es dir?“ oder „Hast du einen schönen Tag?“. Es geht darum die Gefühlsebene durch offene Fragen zu ermitteln.
  • Nach Extremen oder dem Gegenteil fragen. Beschuldigt eine mangelhaft orientierte Person jemanden böse zu ihr gewesen zu sein, hinterfragen Sie ob sie das immer tut oder antworten sie, das kommt aber nicht jeden Tag vor, oder?
  • Sich gemeinsam erinnern. Bieten Sie Fragen auf die Vergangenheit bezogen an und gehen Sie auf das Gesagte ein, ergänzen Sie wenn möglich, um eine gemeinsame Erinnerungssituation zu gestalten, die positive Erinnerungen hervorruft.
  • Umformulieren von Gesagtem, dieses führt zu verstanden werden und Akzeptanz.
  • Bewältigungsmechanismen erfahren dient dem Zweck herauszufinden, ob die Person diese Situation früher schon einmal erlebt hat und wie sie damit umgegangen ist. Als Beispiel, der Mensch mit Demenz beschwert sich darüber, daß eine andere Person immer so laut schreit.

 

Phase 2: Zeitverwirrtheit

Rückzug aus der Realität, Verluste sind willkürlich nicht mehr zu leugnen. Vertraute Gegenstände oder Menschen erinnern den Menschen mit Demenz an die Vergangenheit, in die er sich immer mehr zurück zieht. Die Gefühlsebene wird in den Vordergrund gestellt, Themen drehen sich um Liebe, Trennung, Hass und Trauer. Hierüber schafft sich der Betroffene seine Identität.

Techniken der Validation in der 2. Phase:

  • Offene Fragen, kommuniziert die Person noch verbal, versuchen Sie es mit dem Stellen von offenen Fragen.
  • Geschlossene Fragen, ist die verbale Kommunikation kaum noch möglich, stellt man geschlossene Fragen. Bieten Sie Fragen mit nur zwei Antwort Optionen, dieses fällt dem Betroffenen leichter.
  • Nonverbale Techniken können, beschrieben in Phase 3, eingesetzt werden.

 

Phase 3: Bewegungen werden wiederholt

Gefühle werden in dieser Phase durch sich kontinuierlich wiederholende Bewegungen ersetzt. Beispiele können Streichbewegungen über den Tisch, zupfen an einer Tischdecke oder Daumen drehen sein. Sprachliche Veränderungen, hin zu Lauten, wie Pa pa pa helfen Menschen mit Demenz, die unverständliche Gegenwart für eine kurze Zeit zu verlassen und in die Vergangenheit zu driften. Hier kommen ausschließlich nonverbale Techniken zum Einsatz:

  • Blickkontakt hilft zu suggerieren, ich spreche dich an, begeben Sie sich auf Augenhöhe, achten Sie auf Gesicht & Augen Ihres Gegenübers bei der Ansprache.
  • Spiegeln Sie durch Bewegungen, Körperhaltung und Gesichtsausdruck die Person und zeigen damit Bestätigung, dadurch zeigen Sie gezielt Mitgefühl und Empathie.
  • Berührung ist eine gute Möglichkeit in Kontakt zu treten. Legen Sie der Person behutsam die Hand auf die Schulter, nehmen Sie seine Hand bei der Ansprache. Diese Gesten erzeugen Vertrautheit und Geborgenheit.
  • Musik & Singen ist oft, auch nach dem Verlust der Sprache, noch eine Möglichkeit eine Emotionsebene aufzubauen. Musik ruft Erinnerungen aus der Vergangenheit des Menschen mit Demenz hervor, gelegentlich kommen sogar noch Worte oder Teilsätze aus dem Mund des Betroffenen.
Phase 4: Vegetieren

In dieser Phase nehmen die Personen die Außenwelt kaum und gar nicht mehr wahr, Vergangenes wird nicht mehr aufgegriffen und verarbeitet. In dieser Phase ist Berührung, Anerkennung und Fürsorge essentiell und wichtig. Ehrliche Worte spielen eine übergeordnete Rolle und werden durch einen positiven Unterton gespürt. Verwenden Sie Sätze wie, „Es ist schön, dich zu sehen“, „Ich freue mich immer wenn ich dich besuche“ oder beispielsweise „Du siehst heute sehr hübsch oder gut aus“. Erwarten Sie keine Gegenreaktion des Menschen mit Demenz, seien Sie einfach für ihn da.


Was lernen wir also durch die Technik der Validation nach Naomi Feil?

 

  • Nicht aufgearbeitetes im Leben positiv aufzuarbeiten
  • Eine bessere, gefühlvolle Kommunikation mit dem Betroffenen
  • Unverständliche Situationen besser zu begreifen
  • Einfühlungsvermögen für die betroffene Person
  • Die Aufmerksamkeit auf die noch vorhandenen Fähigkeiten des Menschen mit Demenz zu lenken

Validieren kann jeder lernen. die Grundvoraussetzung ist eine emphatische, gefühlvolle Ebene aufzubauen, eigene Gedanken und Vorurteile in den Hintergrund zu stellen. Vermeiden Sie Ausreden & Lügen dem Menschen mit Demenz gegenüber. Erzeugen Sie eine wertschätzende Atmosphäre. Die Emotionsebene bleibt bis zum Schluß erhalten. Ehrlichkeit ist spürbar, mag die betroffene Person auch noch so verwirrt wirken.

Weitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur zum Thema Validation nach Naomi Feil bei Demenz, finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

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Demenz | GPS-Technik einsetzen bei Orientierungsverlust

Weglaufen bei Demenz – auch bekannt als Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz


Demenz Orientierungsverlust GPS Technik

Welche Vorteile bietet moderne GPS Technik bei Orientierungsverlust des Menschen mit Demenz ?

Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen moderne technische Möglichkeiten vorstellen, wenn es aufgrund einer Demenz Erkrankung zu Orientierungsverlust im Außenbereich kommt. Diese Situation kann für den Betroffenen schnell zu einer immensen Gefahr werden. Menschen mit Demenz versuchen ihrem Bewegungsdrang nach zu gehen. Dabei kommt es außerhalb der eigenen vier Wände schnell zur Orientierungslosigkeit. Der Betroffene geht seiner Intuition nach, ohne auf witterungsgerechte Kleidung zu achten, Angehörigen sein Vorhaben zu kommunizieren. Er denkt einfach nicht mehr daran, daß er sich nicht mehr zurecht finden könnte. Nicht nur die Temperaturen außerhalb der Wohnung stellen ein Gefahrenpotential dar, sondern auch der Verkehr, welchem der Betroffene oft nicht mehr gewachsen ist. Verkehrsschilder werden übersehen, Ampeln nicht beachtet, Geschwindigkeiten von Fahrzeugen nicht richtig eingeschätzt.

Wie funktioniert GPS Technik


Eine Möglichkeit einen Menschen mit Demenz wieder zu finden oder ihn zu orten ist ein auf GPS Technik basierendes Hilfsmittel. Dieses kann ein Sensor oder ein Armband bzw. eine Kette, die um den Hals getragen wird, sein. Diese Geräte arbeiten, genau wie bei einem Mobiltelefon, mit einer integrierten SIM-Karte. Über eine APP auf dem Mobiltelefon, kann man nachvollziehen wo sich die Person befindet. Im Notfall grenzen Sie sofort den Bereich ein und sehen genau, wo sich die Person befindet.

Demenz Orientierungsverlust GPS Technik

Unterschiedliche GPS Technik Systeme für Menschen mit Demenz


Geo-Fence System

Sie legen einen Bereich für die betroffene Person fest, in dem sie sich frei bewegen kann. Verläßt die Person diesen Bereich, erhalten Sie automatisch eine SMS Benachrichtigung mit den GPS basierenden Daten, wo sich die Person aufhält. Ein Mobilgerät an welches die Daten übermittelt werden empfiehlt sich. eine andere Möglichkeit ist ihr Computer oder ein Notebook, auf dem Sie die Daten abrufen können. Die Bewegungsdaten werden hierbei alle 2 – 4 Minuten aktualisiert.

GPS-Tracking Systeme ohne Geo-Fence

Bei diesem einfachen Basissystem schrieben Sie eine SMS an den Anbieter und Ihnen werden die Koordinaten des Sender Trägers übermittelt.

Demenz-Ortungssysteme

Die Daten werden wahlweise an eine oder mehrere Mobilfunknummern übermittelt. Sie haben die Möglichkeit dies entsprechend Ihres Nutzens im System einzutragen.

Demenz Ortungssystem mit Notruffunktion

Bei diesem System ist eine Notrufzentrale zwischengeschaltet. Diese ist 24 Stunden besetzt. Im Notfall ruft dieses einen Arzt hinzu, das Ortungssystem übermittelt die Daten direkt an die Notrufzentrale.

Systeme mit Sturzalarm Signal

Sensible Geräte die am Körper, in Form eines Senders, getragen werden. Bei Erschütterung lösen diese Alarm aus, der an eine Einsatzzentrale weitergeleitet wird. Wenn es sich um einen Fehlalarm handelt, kann dieser durch Bestätigung einer Taste abgebrochen werden. Über die Lautsprechfunktion kann innerhalb der Wohnung mit der Person Kontakt aufgenommen werden. Meldet diese sich nicht, wird ein hinterlegter Angehöriger verständigt. Es besteht bei vielen Anbietern auch die Möglichkeit einen Notfallschlüssel zu hinterlegen, daß im Bedarfsfall zur Hilfe geeilt werden kann.

GPS Uhr

Der Standard dieser am Handgelenk getragenen Uhr, ist eine Erschütterungsfunktion, ein Alarmtaste und ein GPS Sender zur Ortung bei Verlust des Menschen mit Demenz. Die Ortung erfolgt in Echtzeit.

GPS Uhr & Telefonfunktion

Systeme die als Armbanduhr mit integrierter Telefonfunktion ausgestattet sind, bieten den Vorteil auch in geschlossenen Häusern oder Räumen Anrufe entgegen zu nehmen oder zu tätigen. Bei diesem Gerät sollten allerdings die kognitiven Einschränkungen noch nicht zu weit fortgeschritten sein. Der Bedienungsmodus ist etwas komplexer. Die Ortungsmöglichkeit ist hierbei durch die Standards GPRS und WLAN erweitert. Diese kann Funktion ist variabel zu- und abschaltbar.


Kosten für Ortungssysteme

Der technische Fortschritt ist in diesem Fall eine enorme Sicherheit und Hilfestellung. Die Kosten dafür sind beginnend bei ca. 50,- Euro plus monatliche Kosten für die SIM-Karte des Netzbetreibers. Technisch aufwendigere Geräte liegen im Preisbereich bis ca. 150,- Euro und können im Internet oder bei spezialisierten Anbietern erworben werden.

 

Denken Sie über die sinnvolle Nutzung der GPS Technik bei Menschen mit Demenz nach, wenn diese von einer Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz betroffen sind. Eine sinnvolle Möglichkeit zum Schutz des Menschen mit Demenz und zu Ihrer eigenen Absicherung, sowie der eigenen Beruhigung.

 


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Wichtige Informationen zur Pflege-WG für Menschen mit Demenz

 

Sie haben von einer speziellen Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz oder Alzheimer, einer Demenz-WG gehört? Wir gehen im folgenden Beitrag auf die Struktur, die Organisation & die Betreuung durch ambulante Pflegedienste ein.  Als Angehöriger übernehmen Sie übrigens auch die Pflicht der Gremiumtätigkeit in der Demenz-WG.


Die Wohngemeinschaft bei Demenz oder Alzheimer


Der kleinste gemeinsame Nenner dieser alternativen Wohnform ist die Grunderkrankung Demenz. Menschen mit Demenz sind in kleinen Wohngruppen über 24 Stunden betreut. Die maximale Größe der Wohngruppe beträgt 12 Personen. Dies stellt einen wesentlichen Vorteil gegenüber einem Platz in einem Pflegeheim dar. Die Grösse ist überschaubar, die Mitarbeiter kennen jeden Bewohner sehr genau. Sie sind in der Lage präzise auf die Eigenheiten und Gewohnheiten des einzelnen Menschen mit Demenz einzugehen.

In einem geeigneten, idealerweise barrierefreien Objekt, hat jeder der Bewohner sein eigenes Zimmer. Dieses können Sie zusätzlich zu den notwenigen Pflegehilfsmitteln, mit persönlichen Gegenständen wie Möbeln oder Bildern ausstatten. Je nach Objekt, verfügt jedes Zimmer über ein eigenen Bad und eine eigene Toilette. Dieses kann auch durch ein Gemeinschaftsbad oder gemeinschaftlich genutzte Toiletten gelöst sein. In einem Gemeinschaftsraum finden Gruppenaktivitäten oder gemeinsame Mahlzeiten statt. Auch Beschäftigungsmöglichkeiten und Therapien finden vor Ort statt. Je nach individuellem Bedürfnis des Einzelnen, werden Therapeuten über den Hausarzt über ein Rezept beauftragt.

Eine Gemeinschaftsküche in der die Pflege- und Betreuungskräfte, mit oder ohne die Bewohner, die Mahlzeiten zubereiten ist vor Ort. Noch rüstige Bewohner der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz oder Alzheimer, können sich je nach Möglichkeit noch in der Demenz-WG nützlich machen. Sie werden gefördert und erhalten zumutbare Aufgaben, je nach Interesse und noch vorhandener Möglichkeit.

Wohngemeinschaft Demenz Alzheimer WG

Die Versorgung durch Pflegepersonal in der Demenz-WG


Der von der Bewohnervertretung, dem Gremium, beauftragte ambulante Pflegedienst stellt das Pflegepersonal für die 24-Stunden-Beaufsichtigung. Dieser arbeitet mit einem vorgegebenen Personal- und Betreuungsschlüssel. Es ist rund um die Uhr Personal vor Ort. Die Pflege- und Betreuungskräfte kümmern sich um die Pflege, die Ernährung und die Beschäftigung der Demenz-WG Bewohner. Es wird gemeinsam gesungen, gespielt, gelesen oder gebastelt. Bewohner können sich nach ihren noch vorhandenen Möglichkeiten an Alltagstätigkeiten beteiligen. Das Prinzip der Selbstbestimmtheit wird gelebt. Niemand wird zu etwas gezwungen. Es gibt Angebote, hat ein Mensch mit Demenz oder Alzheimer kein Interesse ist dies in Ordnung. das gilt auch für die Körperpflege, welche sich oft sehr schwierig gestaltet. Der Bewohner sieht dieses oft nicht ein, es wird versucht ihn zu motivieren, einen Zugang zu ihm zu bekommen, jedoch ohne Zwang.

Die ist gerade oft für die Angehörigen ein Problem, da sie erwarten, daß ihr Angehöriger top gepflegt aussieht. Dies umzusetzen ist bei Menschen mit Demenz jedoch oft nicht möglich. Die Angehörigen müssen dieses zwanglose Konzept verstehen, sich darauf einlassen und ihre eigenen Erwartungshaltungen zurück schrauben. das Prinzip der Selbstbestimmtheit des Menschen mit Demenz oder Alzheimer hat in der Demenz-WG oberste Priorität. Druck und sachliche Diskussionen bringen bei diesem Krankheitsbild nichts. Im Gegenteil rufen wir Aggressionen und Mißtrauen hervor. Der Betroffene zieht sich zurück, fühlt sich nicht verstanden und respektiert in seinen Wünschen und Vorstellungen.

Das Gremium – die Bewohnervertretung


Das Konzept der ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz sieht ein Gremium vor. Diese Angehörigenvertretung trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen. Demenz-WG interne Aufgaben sind unter den Mitgliedern verteilt. Beispielsweise kümmert sich eine Person um die Einkäufe, ein weiterer um kleine Reparaturen, Feste sind zu organisieren, Gelder zu verwalten. Für alle Bewohner besteht ein Gemeinschaftsmietvertrag mit dem Vermieter. Der ambulante Pflegedienst hat damit nichts zu tun. er hat nur ein sogenanntes Gastrecht für die Versorgung der Bewohner.

Wenn ein Bewohner ausscheidet sorgt das Gremium für einen neuen Interessenten für die Nachbesetzung. Das Gremium wählt auch einen Sprecher, der als Ansprechpartner für den versorgenden ambulanten Pflegedienst dient. Probleme, Anregungen und Verbesserungen, die in einer Sitzung besprochen wurden, werden durch ihn weitergetragen. Anschaffungen, die Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz betreffend, tätigt das  Gremium. Elektrogeräte, Mobilar, Küchenbedarf und Dekorationsgegenstände gehören damit der Allgemeinheit. Es werden monatliche Rücklagen für Reparaturen oder Neuanschaffungen geschaffen. Die Angehörigen kümmern sich auch um die Reinigung der Wohngemeinschaft. Dies kann vom Gremium, über eine angestellte Reinigungskraft oder in Absprache über eine Haushaltshilfe des ambulanten Pflegedienstes erfolgen.

Wohngemeinschaft Demenz Alzheimer WG

Die Kosten für einen WG Platz in der Wohngemeinschaft

Zusätzlich zu den Pflegekosten (ca. 2000,- – 2500,- Euro montalich), die individuell nach Pflegeaufwand variieren, kommen Pauschalen für Miete, Verpflegung und Rücklagen für die Demenz-WG. Die Mietkosten des Objekts sind durch die Anzahl der Bewohner geteilt. Eine Verpflegungspauschale liegt etwa bei 200,- – 300,- Euro monatlich. Die Pauschale für die Rücklagen ist individuell geregelt. Sie haben Anspruch auf den Wohngruppenzuschlag der Kasse von aktuell monatlich 214,- Euro, zusätzlich zum Pflegesachleistungsbetrag, je nach Pflegegrad.


Wir blicken auf jahrelange Erfahrung als Leitung mehrerer ambulant betreuter Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz oder Alzheimer zurück & beantworten Ihnen gerne weitere Fragen zur Pflege WG.

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Pflegegrad 1 – 5 | Pflegegeld – Leistungen richtig nutzen

Welche Leistungen stehen mir bei welchem Pflegegrad zu, welche Ansprüche kann ich geltend machen & wieviel Pflegegeld bezahlt die Kasse


Wir zeigen Ihnen auf welche Leistungen & Ansprüche Sie bei welchem Pflegegrad geltend machen können und wieviel Pflegegeld die Kasse bezahlt.

Pflegegeld Leistungen beziehen

Es gilt bei den 5 unterschiedlichen Pflegegraden zwischen Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder Kombinationsleistungen zu unterscheiden. Sie bekommen als pflegender Angehöriger einen Geldleistungsbetrag ausbezahlt wenn Sie Geldleistungen beziehen. Dieser ist im Gegensatz zu den Pflegesachleistungen niedriger. Dieses begründet sich wie folgt. Die Kasse geht von einer Laienpflege aus, die privat erbracht wird & welche nicht gewerblich ist. Ein ambulanter Pflegedienst erbringt professionelle Pflegeleistungen und ist Gewerbetreibender. Deswegen sind seine Kosten entsprechend der Personal- Betriebs- und Fuhrparkkosten höher. Er bezahlt zusätzlich Steuerabgaben. es gibt die dritte Möglichkeit der Kombinationsleistungen. Ein ambulanter Pflegedienst erbringt Teile der notwendigen Pflege. Er schöpft dabei jedoch nicht den vollen Sachleistungsbetrag aus. Ein Restansprcuh besteht und wird anteilig, als Pflegegeld, an den Versicherten ausbezahlt.


Ansprüche bei Pflegegrad 1 – 5

  • Es stehen Ihnen nicht nur Geldleistungen für die Pflege zu. Als pflegender Angehöriger haben Sie zusätzlich Anspruch auf verschiedene weitere Pauschalen der Kasse. Im Falle Ihrer Verhinderung durch Krankheit oder Urlaub gibt es eine nutzbare Verhinderungspflegepauschale über 1612,- Euro jährlich. Diese ist aktuell mit einem weiteren Budget der Kurzzeitpflege von 1612,- Euro jährlich kombinierbar. Die Voraussetzung ist, daß diese während des laufendes Jahres nicht in Anspruch genommen wurde. Der kombinierbare Betrag ist genau die Hälfte des Budgets, also 806,- Euro. Sie verfügen also über eine Entlastungsbudget von 2418,- Euro pro Jahr für maximal 28 Tage.
  • Der Entlastungsbetrag von 125,- Euro monatlich für haushaltsnahe Dienst- oder Betreuungsleistungen kommt hinzu. Er ist zweckgebunden, kann nicht ausbezahlt werden. Ein ambulanter Pflegedienst kann ihn verrechnen. Sie erhalten über diesen die vereinbarte Leistung für eine Haushaltshilfe oder Betreuungskraft in diesem finanziellen Rahmen.
  • Ein weiteres Budget, in der Höhe des Pflegesachleistungsbetrags des entsprechenden Pflegegrads, dient der Nutzung einer Tages- oder Nachtpflegeeinrichtung. Dies dient Ihnen als pflegender Angehöriger zur Entlastung.
  • Sie haben Anspruch auf ein Budget, aktuell 60,- Euro, für sogenannte zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, wie Handschuhe, Desinfektionsmittel, Bettauflagen oder beispielsweise Schutzkittel für die Pflege.
  • Die Kasse bezuschußt einen notwendigen Hausnotruf mit 23,- Euro.
  • Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen bezuschußt die Kasse einmalig mit 4000,- Euro. Nutzen Sie diese Pauschale für den Einbau eines Treppenlifts oder den Umbau eines barrierefreien Bades.
  • Wohnt Ihr Angehöriger in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft, kommt ein Anspruch für den Wohngruppenzuschuß hinzu.

Ansprüche entsprechend dem Pflegegrad

Den folgenden Grafiken entnehmen Sie die jeweiligen Leistungen entsprechend dem Pflegegrad & Ihrer Ansprüche auf Pflegegeld.

 

Pflegegrad Leistungen Pflegegeld Ansprüche

Pflegegrad Leistungen Pflegegeld Ansprüche

Pflegegrad Leistungen Pflegegeld Ansprüche

Pflegegrad Leistungen Pflegegeld Ansprüche

Pflegegrad Leistungen Pflegegeld Ansprüche


Bei Fragen zu den jeweiligen Leistungen & Ansprüche den Pflegegrad und das damit verbundene Pflegegeld betreffend, kontaktieren Sie uns selbstverständlich jederzeit. Wir zeigen Ihnen die möglichen Nutzungsmöglichkeit auf und erklären Ihnen diese ausführlich.

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Pflegereform 2021 | Die Änderungen im Überblick

Es geht in der umfassenden Pflegereform 2021 um folgende Änderungen. Unser Pflegesystem ist in den letzten Jahren, nicht nur durch die laufende Corona Pandemie immer mehr unter Druck geraten. Eine umfassende Reform ist nötig. Gesundheitsminister Spahn hat weitere Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige erarbeitet, die primär eine finanzielle Entlastung geben sollen. Ambulante Pflegeleistungen wurden nun angepasst & die Kosten des Eigenanteils für Pflegeheimkosten sind gedeckelt.

Details entnehmen Sie dem folgenden Beitrag.

Pflegereform 2021 Änderungen

Pflegeheim Eigenanteil Deckelung


Angehörige die in einem Pflegeheim versorgt werden, haben nun eine Deckelung des monatlichen Eigenanteils für die Pflegeheimkosten von 700,- Euro. Diese greift für einen maximalen Zeitraum von 3 Jahren. Begründet ist dieses, da der Eigenanteil seit 2017 kontinuierlich um durchschnittliche 238,- Euro gestiegen ist. Zusätzlich werden jedoch noch Kosten für die Verpflegung und die Nutzung der Unterbringung in Rechnung gestellt. Es sind nur die Kosten des Eigenanteils für die Pflege gedeckelt.

Bundesländer beteiligen sich an den Investitionskosten


In einer stationären Pflegeeinrichtung beteiligt sich nach SGB XI § 9 das Bundesland an den zu tätigenden Investitionen der Pflegeeinrichtung und fördert diese. Die Länder entlasten zukünftig Pflegebedürftige & Angehörige mit einem Pauschalbetrag von 100,- Euro, durch einen monatlichen Zuschuß. Durch eine neu geschaffene online Plattform sollen Angehörige & Pflegebedürftige in Zukunft auch bei der Suche nach einem freien Pflegeheimplatz Unterstützung bekommen. Einrichtung der Pflege melden in Zukunft verpflichtend freie Plätze, um die Suchmöglichkeit aktuell gestalten zu können.

Finanzielle Entlastung im Bereich teilstationäre – und häusliche Pflege


In den Änderungen der Pflegereform 2021 ist eine finanzielle Entlastung für Pflegebedürftige, welche zu Hause versorgt und betreut werden, verankert. Die bisherigen Leistungen werden ab 01.07.201 erhöht. Diese Änderungen bezieht sich sowohl auf das Pflegegeld und auch die Pflegesachleistungen.

Die Erhöhungen im Überblick:

  • Bei Pflegegrad 2 findet eine Erhöhung von 316,- Euro Pflegegeld auf 332,- Euro im Monat statt. Die Pflegesachleistungen werden von 689,- Euro auf 723,- Euro angehoben.
  • Die Bezüge bei Pflegegrad 3 sind angepasst von 545,- Euro auf 572,- Euro monatlich. Pflegesachleistungen erhöhen sich von 1298,- Euro auf monatliche 1363,- Euro.
  • Versicherte mit Pflegegrad 4 erhalten dann statt bisher 728,- Euro Pflegegeld in Höhe von 764,- Euro monatlich. Die Pflegesachleistungen werden von 1612,- Euro auf monatliche 1693,- Euro angepasst.
  • Das Pflegegeld bei Pflegegrad 5 wird von 901,- Euro auf 946,- Euro angehoben. Die Pflegesachleistungen betragen dann nicht mehr 1995,- Euro sondern 2095,- Euro im Monat.
Änderungen der Pflegereform 2021 bezogen auf Pflegehilfsmittel & Verhinderungspflege

Die Pauschale für sogenannte zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wird von 40,- Euro auf 60,- Euro monatlich angepasst.

Im Bereich der Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege ist durch die Pflegereform 2021 eine flexiblere Änderung erarbeitet worden. Diese beiden Budgets werden als Entlastungsbetrag zusammen gefaßt. Diese sind zu einem Gesamtbetrag von 3300,- Euro jährlich zusammengefaßt. Die bisherige Vorpflegezeit für pflegende Angehörige entfällt komplett, dies bedeutet, daß der Anspruch in Zukunft nicht mehr erst nach einer Pflegezeit von 6 Monaten genutzt werden kann sondern ab sofort. Der Vorteil ist eine flexiblere, individuellere Nutzung des Entlastungsbudgets.


Ein wesentlicher Punkt, der von vielen bisher kritisiert wird, daß dieses Budget ab 01.07.2022 nur noch zu 40% individuell für die Ersatzpflege genutzt werden kann, es schränkt die Flexibilität wieder erneut ein. Dies ergibt keinen Sinn und ist für viele pflegende Angehörige ein enormer Einschnitt in ihre bisherige Versorgung!


Bedarfsorientierte Versorgung im eigenen zu Hause

Es geht um die bedarfsgerechte Versorgung durch ambulante Pflegedienste, die durch die Pflegerefrom 2021 eine Änderung erfährt. Sie haben ab 01.07.2021 die Möglichkeit Ihre Pflegeleistungen nicht nur nach einzelnen Leistungspunkten zu erhalten, sondern auch nach Zeitkomplexen bei ambulanten Pflegediensten zu bekommen. Der Vorteil ist, daß Sie individuell nach Ihren Bedürfnissen die Pflege Ihres Angehörigen gestalten können.

24-Stunden-Betreuungskräfte

Über Agenturen vermittelte 24-Stunden-Betreuungskräfte können unter bestimmten Voraussetzungen über 40% des Pflegesachleistungsbetrags verrechnet werden. Dies ergibt die Möglichkeit diesen Betrag nicht nur für den ambulanten Pflegedienst zu nutzen sondern auch für die zusätzlich notwendige Betreuungskraft.

Vermeidung von Pflegebedürftigkeit

Die Pflegereform 2021 sieht eine weitere Änderung im Bereich der Rehabilitation des Patienten / Versicherten vor. Die Kosten für alle Versicherten ab dem 70. Lebensjahr werden zu 50% von der sozialen Pflegeversicherung übernommen. Eine geriatrische Rehabilitation ist die Basis für eine weitere Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, zur Vermeidung bzw. Reduktion einer Pflegebedürftigkeit.

Die Kurzzeitpflege wird aus dem selben Grund gestärkt. Pflegebedürftige haben Anspruch nach einer Krisensituation, nach Krankenhausaufenthalt oder um einen pflegenden Angehörigen zu entlasten die Möglichkeit der Kurzzeitpflege zu nutzen.

Anpassung des Pflege Bahr

In der Pflegereform 2021 wird auch an die Zukunft des Einzelnen gedacht, nicht nur an bereits pflegebedürftige Menschen. Detailliert geht es um die Vorsorge der Pflegeversicherung und die damit verbundene Anhebung des sogenannten Pflege Bahr. Der Einzelne wird motiviert, an das eigene Altern zu denken und zusätzlich für die eigene Pflegesituation vorzusorgen. Durch eine staatliche Förderung wird eine privat abgeschlossene Pflegeversicherung subventioniert, in Höhe von 15,- Euro monatlich, bisher  5,- Euro.

Fazit

Aktuell wird noch an einigen Eckpunkten, in einem koalitionsinternen Arbeitsentwurf, gearbeitet, da Punkte unschlüssig sind und zu Kritik Anlaß geben. Das grösste Problem ist nach wie vor die Finanzierung der Pflegereform 2021. Geplant sind Ausgaben in Milliardenhöhe, finanziert durch Bund, Länder, die Pflegeversicherung und realistisch Steuererhöhungen, die zu erwarten sind. Der Bundeshaushalt bezuschusst diese Vorhaben allein mit 5 Milliarden Euro jährlich. Die Pflegeversicherung beteiligt sich offenbar mit weiteren 6,3 Milliarden Euro.

Obwohl die Finanzierungsfrage noch ungeklärt ist, soll sie noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden.

 

 

Weitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, um Ihnen die nötige transparenz im Bereich Pflege aufzuzeigen.

Reinhören lohnt sich!

 

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Buchvorstellung Teil 3 | Christel Schoen | Krebs: Gemeinsam sind wir stark

Krebs | Selbstfürsorge | Eigenverantwortung | Positives Denken | Mindset


Die selbst von der Diagnose Krebs betroffene Autorin Christel Schoen schreibt über ihre Erfahrungen zum Thema Diagnose und alternative Therapie Möglichkeiten.

„Aller guten Dinge sind Drei.“ – in diesem Sinne das Projekt „Mut-mach-Buch“ abrunden.

Als Quintessenz der Reaktionen auf die beiden ersten Mut-mach-Bücher und um damit das Buchprojekt abzurunden, suchte ich für den dritten Sammelband, nach Expert*innen aus unterschiedlichen Gesundheits-, Beratungs- und Unterstützungsbereichen und Betroffene, die mit ihren persönlichen Erfahrungsberichten vielfältige Mittel und Wege aufzeigen, vielleicht auch Auswege, bei einer ganzheitlichen Bewältigung der Krebserkrankung.

Als eine Art nachhaltiger Routenplaner bzw. Wegbegleiter sollten hier Krebsbetroffene,  für ihre Entscheidungsfindung, zieldienliche Informationen und Praxis-relevante Impulse finden. Sie sollten Leser*innen umfänglich informieren, inspirieren, sensibilisieren und befähigen, das Gesundwerden mit passender fachlicher und menschlicher Unterstützung, vertrauensvoll, mutig und selbstbestimmt in die eigenen Hände zu nehmen.

Ende 2019 konnte das Mut-mach-Buch  „Krebs: Gemeinsam sind wir stark; Ärzte, Therapeuten und Betroffenen berichten“ (4) veröffentlicht werden.  

Ein Projekt der ganz besonderen Art 

Wenn mehr als 150  Autor*innen in den drei Sammelbänden des Buchprojektes mit ihren Geschichten auf persönliche und bewegende Weise ihren Weg  vom „Behandelten zum Handelnden“ aufzeigen, dann kommt etwas Spezielles dabei heraus. Die Erfahrungsberichte sind keine Expertisen – sie wollen nicht belehren, sondern  aufzeigen, wie Leidensgleiche ihre Last erleben, wie sie damit umgehen, wie sie fühlen, denken, sprechen, handeln.

Sie wollen die Leser*innen nicht unter Druck setzen, alles anwenden zu müssen: Jeder Tumor ist anders, jeder Mensch, der an einem Tumor erkrankt ist, ist anders. So vielfältig wie die Krebsarten, deren Ursachen und Krankheitsverläufe sind, sind auch die Wege der Krankheitsbewältigung. Jede Variante kann richtig sein. Das rechte Maß für ähnliche Diagnosen kann aber völlig unterschiedlich sein. Ein Patentrezept und eine Garantie gibt es nicht.

Für manche Entscheidungen brauchen wir verschiedene Blickwinkel oder einen Perspektivenwechsel. Erfahrungen von Menschen, die alternative Wege gegangen sind, können unsere begrenzenden Vorstellungen aufbrechen und die eigenen Entscheidungen auch für einen unkonventionellen Behandlungsweg unterstützen. 

So trafen die Autor*innen eigene Entscheidungen, vertrauten auf sich und konnten mit allen Kräften hinter den gewählten Therapiemethoden stehen. Die Erfahrungsberichte in den drei Mut-mach-Büchern können andere in ähnlichen Situationen trösten, ermutigen, informieren, inspirieren ja sogar unterhalten und erheitern. Vor allem aber können sie die besonderen Empfindungen widerspiegeln, die nur Menschen in ähnlichen Lebens-Grenzsituationen wirklich verstehen können.

Eine Kernbotschaft der Geschichten:

Wer seine Krankheit annimmt und sich nicht von ihr entmutigen lässt, hat bessere Chancen auf Heilung. Eine hoffnungsvolle Einstellung aktiviert die inneren Selbstheilungskräfte und fördert konstruktive Bewältigungsstrategien. 

Den Leser*innen werden neben wichtigen Informationen zum Thema Krebs Welten erschlossen, die sich außerhalb mancher Vorstellungskraft befinden, die auf besondere Weise bereichern, weil sie auch ein Gefühl für das Spirituelle aufkommen lassen, den Menschen an die Wurzeln des Lebens führen, an das wirklich Wichtige.

Durch die unterschiedlichen Charaktere der Autor*innen und ihren speziellen Schreibstile werden verschiedenen Blickwinkel eingenommen, durch die Leserinnen und Leser sich selbst erkennen oder erahnen können, wie sie in einer entsprechenden Situation gehandelt hätten. Jede Geschichte verändert die Dramatik in den Büchern, manche wirken zu weilen sogar komisch und halten so die Spannung beim Lesen. Die Bücher bieten einen Vergleich, um die eigene Situation, bezogen auf Krebs Diagnose & Therapie, besser einschätzen zu können, sie als Chance zu begreifen. 

Es ist auch für Ärzte und Therapeuten eine gute Informationsquelle. 

In einem Geleitwort weist der Ärztliche Direktor der GfBK e.V., Dr. med. György Irmey, daraufhin, dass es ein Allheilmittel gegen Krebs auf absehbare Zeit nicht geben werde. Aber dennoch… „haben wir  heute, in allen Bereichen der Medizin und auch jenseits von ihr, Zugang zu einem großen Potenzial an Heilungsmöglichkeiten, welches viel umfassender ist, als es die heutige Medizin den Menschen suggerieren mag.“ Diesem Informationsdefizit wollen die vorliegenden Mut-mach-Bücher abhelfen. 

Jeder Buch-Anhang enthält Literaturempfehlungen der Autor*innen und eine Link- und Adressenliste für wichtige Kontakte und Informationen zum Thema Krebs im deutschsprachigen Raum.

Informationen zur Projektinitiatorin, Herausgeberin und Autorin:

Christel Schoen, 1956 im Münsterland geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend hier auf 

dem elterlichen Hof. 1974 zog sie zum Studium „Sozialpädagogik/Soziale Arbeit“ von NRW nach Bayern. In den ersten Berufsjahren bzw. am Beginn der Familienphase absolvierte sie an der Uni den Studiengang Diplompädagogik. Unterschiedliche berufliche Arbeitsfelder, von Kleinkindpädagogik bis 

Erwachsenenbildung, folgten in verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen, bis zu ihrer Krebserkrankung 2008, zuletzt als  Geschäftsführerin in Berlin.

Sie ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und fünf Enkelkinder. Seit 2009 lebt sie wieder in Ingolstadt und ist mittlerweile verrentet. 

Neben dem „eigenen zeitaufwendigen Gesundheitsmanagement“ ist sie beschäftigt mit dem Buchprojekt, Lesungen dazu, Kreativen Schreibwerkstätten und freiberuflich in der Erwachsenenbildung mit Vorträgen, Seminaren und als Gesundheitstrainerin (BGT) nach dem Modell der Ruhr-Universität Bochum – www.bochumergesundheitstraining.de 

Diplom-Sozialpädagogin/Diplompädagogin, lebt jetzt wieder in Ingolstadt. Sie erkrankte selbst zwei Mal an Krebs und ist daher mit extremen Notsituationen vertraut. Nach 2008  erhielt sie zwölf Jahre später,  April 2020 ein zweites Mal die Diagnose Krebs: Nervenscheidentumor in der rechten Wade. Es handelte sich zwar um eine neue Krebsvariante, aber wie 2008 war es wieder ein großer Tumor an einer sehr sensiblen Stelle. Ein zweites Mal rettet die Schulmedizin ihr Weiterleben. Sie ist unbeschreiblich dankbar und glücklich, auch dieses Mal, aber in Regensburg wieder die kompetentesten Chirurgen gefunden zu haben, die sie Bein erhaltend operieren konnten. Sie freut sich nun jeden Tag, dass sie mit beiden Beinen weiter durchs Leben gehen kann.

Neben bester Unterstützung durch Familie und Freunde, wurde ihr oft bewusst, wie stark die guten Erfahrungen mit der ersten Krebs Diagnose & Therapie und mit dem gesamten Buchprojekt, sie durch diese schwierige Zeit tragen. Herzlichen Dank allen Autor*innen, die aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen, für die unkomplizierte, aber für andere Krebsbetroffene wertvolle und nachhaltige Zusammenarbeit.


Die GfBK e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung ganzheitlicher Therapien. Als größte Beratungsorganisation für ganzheitliche Heilverfahren bei Krebs im deutschsprachigen Raum informieren und begleiten ihre ärztlichen Berater*innen und erfahrenen  Mitarbeiter*innen  Patienten auf deren Genesungsweg. Ihre Arbeit wird ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und private Spenden finanziert und ist deshalb unabhängig von staatlicher Förderung und Unterstützung durch die pharmazeutische Industrie. Ihre Informationsangebote und Beratungen stehen allen Ratsuchenden kostenfrei zur Verfügung. Näheres: https://biokrebs.de


Fazit:

Wer für die Bewältigung einer Krebserkrankung nach bewährten ganzheitlichen Therapien oder gesundheitsfördernde Methoden und Mittel als unterstützende oder ergänzende Maßnahmen zur konventionellen Medizin sucht, soll in diesem Buch ein breites Spektrum an Informationen finden. In persönlichen Erfahrungsberichten, die hier im Sinne eines Handbuches von A (Atemtherapie) bis Z (Komplementäre Zahnmedizin) gegliedert sind, beschreiben Fachleute aus unterschiedlichen Gesundheits- und Heilberufen ihre Arbeit mit Krebsbetroffenen, in unterschiedlichen Gesundheits-, Beratungs-, Begleit- und Betreuungseinrichtungen aus ganzheitlicher Sicht. Es geht dabei um Bewältigungsstrategien für Körper, Geist und Seele. Unter jedem Beitrag stehen Linkadressen für weiterführende Informationen und Literatur. 

Durch ein Miteinander von Schul- und Komplementärmedizin entstehen neue Perspektiven für eine integrative Medizin, die das Beste aus beiden Welten zum Wohl des Kranken vereint. Dies fördert eine positive Mitarbeit, aktiviert die Selbstheilungskräfte und stärkt vor allem das Immunsystem als Wächter der Gesundheit. 

Um sich wohlüberlegt und selbstbestimmt für ein individuell passendes Maß an medizinischen Therapien entscheiden zu können, lassen sich von Krebsbetroffenen anhand dieses umfangreichen Informationspaketes gezielter Fragen stellen. 

Ein sachlich vielfältiges Wissen beruhigt alle Beteiligten, schafft Vertrauen und Zuversicht in die eigenen Ressourcen und Fähigkeiten und lässt mutig die Herausforderungen angehen, die zu bewältigen sind. 

Im Anhang des Buches finden Sie eine Link- und Adressenliste für wichtige Kontakte im deutschsprachigen Raum. 

Taschenbuch: 380 Seiten 

Verlag: Books on Demand, Norderstedt; 2. Edition (November 2019/ Feb. 2020) 

ISBN-10: 3750451494

ISBN-13: 978-3-7504-5149-0

Größe: 18,9 x 2 x 24,6 cm

Im Buchhandel vor Ort und online erhältlich, auch als E-Book in diversen Formaten. 

Preis:

Print: 22,95 €

https://www.projekt-mut-mach-buch.de


Christel Schoen (HG): Krebs: Alles ist möglich – auch das Unmögliche

Persönliche Berichte von Krebsbetroffenen, BoD Norderstedt 2015, 2. Auflage

Christel Schoen (HG): Krebs: Wege aus der lauten Stille des Schweigens

Persönliche Berichte von Krebsbetroffenen und ihnen nahestehenden Menschen, BoD Norderstedt, 2016

Christel Schoen (HG): Krebs: Gemeinsam sind wir stark

Ärzte, Therapeuten und Betroffene berichten, BoD Norderstedt, 2019


Zusätzlich veröffentlichen wir demnächst ein Interview mit der Autorin über unseren Podcast

„Tipps für pflegende Angehörige“,

den Sie auf allen gängigen Portalen & unserer Homepage hören können!


Weitere interessante Beiträge, nicht nur zum Thema Krebs Diagnose & Therapie gibt es fortlaufend im Blog in Kategorien für Sie geordnet zum Nachlesen.

 

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Demenz-Beratung & Demenz-Schulungen in München

Demenz Schulung & Demenz Beratung

Unsere individuelle Demenz Schulung & Demenz Beratung in München richtet sich an Sie, die pflegenden Angehörigen. Da Sie täglich mit dem Menschen und seinen durch die Krankheit bedingten Wesensveränderungen konfrontiert sind. Die ergänzenden ambulanten Pflegedienste übernehmen nur Teile der Versorgung. Mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste sind oft nur wenige Minuten vor Ort.

Den Großteil des Tages sind Sie mit dem Krankheitsbild des Menschen mit Demenz konfrontiert. Sie übernehmen den riesigen Berg der notwendigen Betreuung!


Inhalte unserer Demenz-Beratung & Demenz-Schulungen:

  • Individuelle Demenz Beratung & Demenz Schulung vor Ort in München & München-Land
  • Information über Entlastungsangebote für pflegende Angehörige
  • Kommunikation & Methodik bei Demenz
  • Wohnumfeldanpassung & Orientierung schaffen bei Demenz Erkrankung
  • Ernährung bei Demenz Erkrankung
  • Informationen zu krankheitsspezifischen Wohn- & Unterbringungsformen
  • Buch-Tipps und Informationsmaterial zum Thema Demenz
  • Telefonische Schulungen oder Videotelefonieschulungen
  • Vermittlung von Basiswissen & Standards zum Thema Demenz
  • Allgemeine Beratung zu Pflegegrad, Höherstufung oder Widerspruch des Pflegegrads bei Ablehnung
  • Finanzierungsmöglichkeiten der Pflegesituation

Demenz Beratung Demenz Schulung München

Die aktuelle Versorgungssituation


In einer, demographisch bedingt kontinuierlich alternden Gesellschaft, sind in Deutschland aktuell ca. 1,6 Millionen Menschen von einer Demenz-Form betroffen. Die überwiegende Zahl der Erkrankten leidet an der Alzheimer Variante. Mit der festgestellten Diagnose sind nicht nur die Erkrankten betroffen sondern auch die Familien, Angehörige & Freunde.

Die pflegerische Versorgung durch ambulante Pflegedienste & stationäre Pflegeinrichtungen stößt bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen. Es wird von einer Zahlenentwicklung bis zum Jahr 2050 von mehr als 3 Millionen Demenz-Patienten ausgegangen.

Die Versorgung wird immer mehr zur Aufgabe der direkten Angehörigen, ganzer Familien. Diese müssen sich organisieren, um sich um ihren, von Demenz betroffenen Angehörigen zu sorgen, zu kümmern. Grosse Teile der pflegerischen Versorgung müssen dadurch übernommen werden.

Dies ist ohne ein umfangreiches Basiswissen in diesem neuen Themenfeld nicht möglich. Hilflos mit einer Diagnose, mit der man bisher nicht konfrontiert war. Die Demenz-Diagnose die man noch nicht einschätzen kann und gerade erst kennenlernt, eine grosse Herausforderung!

Wir stossen, nach bestem Wissen & Gewissen vorgehend, umgehend an unsere psychischen und physischen Belastungsgrenzen. Uns fehlt die Distanz, im Gegensatz zu professionell Pflegenden. Es sind Emotionen im Spiel, denn es geht um unseren Angehörigen & Verwandten.


Unser Demenz Wissen – Ihre Sicherheit

Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit dem Krankheitsbild der unterschiedlichen Demenz Formen. Oft sind wir dabei selbst an Grenzen gestossen.

In Teamsitzungen konnten wir gemeinsam anhand von Fallbeispielen, bei sogenanntem herausforderndem Verhalten des Menschen mit Demenz, Beobachtungen und Analysen erstellen. Weswegen stößt man an Grenzen, weswegen verhält sich der Betroffene, wie er sich gibt. Welche Möglichkeiten  gibt es damit umzugehen und damit zurecht zu kommen.

Dieses Wissen und die angewendete Praxis möchten wir an Sie weitergeben!


Unglaublich wichtig ist vor Allem, zu verstehen wie dieses Krankheitsbild verläuft und was uns erwartet. Ohne ein grundsätzliches Krankheitsverständnis machen wir uns selbst bei der Versorgung und dem Umgang mit dem Menschen mit Demenz kaputt, brennen aus, verlieren die Nerven und Kraft, diese schwierige Aufgabe zu bewältigen.


Demenz Beratung Demenz Schulung München


Kontaktieren Sie uns, wir nehmen uns Zeit Sie im Umgang mit der Demenz Erkrankung Ihres Angehörigen sicher und fit zu machen.

Wir gehen individuell und persönlich auf Ihre Pflegesituation ein. Unsere Experten zeigen Ihnen Fehler in der Versorgung, Sprache oder Wortwahl auf. Sie geben Ihnen hilfreiche und erleichternde Tipps und Ratschläge nach Standard der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Demenz Forschung.

 

Wir schaffen das nötige Verständnis für das neue Krankheitsbild mit dem Sie konfrontiert sind!


 

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Alle top Infos zum Beratungseinsatz nach SGB XI §37,3?

Weswegen ein Beratungseinsatz nach SGB XI §37,3 erforderlich ist

Bei Patienten die ausschließlich von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt werden, einen Pflegegrad 2 oder höher zugestanden bekommen haben, ist ein sogenannter Beratungseinsatz nach Sozialgesetzbuch 11 (SGB XI) | §37,3 mehrmals jährlich erforderlich.


  • Häufigkeit bei welchem Pflegegrad
  • Dauer
  • Kosten
  • Durchführung
  • Inhalt der Beratung
  • Wer führt den Beratungseinsatz durch
  • Kürzung des Pflegegeldes

Häufigkeit des §37,3 Beratungseinsatzes:

Der Gesetzgeber möchte das bei Pflegegrad 2 & Pflegegrad 3 ein einmal im Vierteljahr ein Beratungseinsatz erfolgt.

Bei Pflegegrad 4 & Pflegegrad 5 muss dieser einmal im Halbjahr durchgeführt werden.

Da bei zugestandenem Pflegegrad 1 kein Pflegegeld ausbezahlt wird, ist auch kein Beratungseinsatz erforderlich!

Dauer des Beratungseinsatzes:

Hierfür sind ca. 30 – 45 Minuten pro Termin einzuplanen.

Kosten für den Beratungseinsatz nach SGB XI §37,3:

Es entstehen Ihnen keine zusätzlichen Kosten, den Begutachtenden bezahlt die Pflegekasse des Versicherten mit einem Pauschalbetrag.

Durchführung & Inhalt des Beratungseinsatzes:

Bei der Beratung wird auf die Pflegesituation, den pflegerischen Zustand des Patienten, sowie das Wohnumfeld geachtet. Der Beratende kann Ihnen Hilfestellung bei notwendigen Anträgen für Pflegehilfsmittel geben, Empfehlungen für eine Pflegeschulung für den, die Pflegeperson, versorgenden Angehörigen an die Kasse weiterleiten oder Sie bei Zustandsverschlechterungen beraten den Pflegegrad durch einen Höherstufungsantrag anpassen zu lassen. Fragen Sie auch nach Möglichkeiten, Sie als pflegenden Angehörigen, beispielsweise durch eine Tagespflege Einrichtung, in die der Pflegebedürftige stundenweise gehen kann, zu entlasten.

Wer führt den Beratungseinsatz nach SGB XI §37,3 durch?

Ein Pflegeberater ist in der Lage Ihnen den entsprechenden Nachweis, nach Hausbesuch und sogenannter Inaugenscheinnahme des Patienten, sowie des Wohnumfelds, auszustellen und an die Pflegekasse weiterzuleiten. Wenn es, was in ländlichen Strukturen oft der Fall ist, keinen Pflegeberater vor Ort gibt, kann dies auch ein niedergelassener ambulanter Pflegedienst durchführen.

Kürzung des Pflegegeldes:

Die Kasse ist berechtigt, wenn sie der Aufforderung Ihres Beratungseinsatzes nicht nachkommen, Ihr Pflegegeld zu kürzen. Es ist wichtig, sich diese anstehenden Termine im Kalender zu vermerken & sich rechtzeitig innerhalb des Quartals oder Halbjahres, je nach Höhe des Pflegegrades, um einen Termin bei Ihrem Pflegeberater oder einem ambulanten Pflegedienst zu kümmern, daß es nicht soweit kommt.


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Buchvorstellung Teil 2 | Christel Schoen | Krebs: Wege aus der lauten Stille des Schweigens

Krebs | Selbstfürsorge | Eigenverantwortung | Positives Denken | Mindset


Wir stellen ihnen im folgenden Text das Mut-Mach-Buch der Autorin Christel Schoen mit dem Titel: Krebs: Wege aus der lauten Stille des Schweigens vor. Die Autorin geht auf die Intuition des Schreibens. ihre Krebs Diagnose, die Krebs Therapie & den entdeckten Mehrwert des positiven Denkens ein. 

„…Das Leben ist nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden,…
Wir sind’s noch nicht, wir werden‘s aber.“   Martin Luther

Oft ist es in der Außenwelt kaum wahrnehmbar, wie belastet die Familie als Einheit, der Freundeskreis oder die Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz sind, wenn sie mit dem Trauma der Krebsdiagnose und den daraus resultierenden Entscheidungs- und Veränderungsprozessen konfrontiert werden.

Die Erfahrungsberichte in diesem Buch bieten eine Orientierungshilfe an, die zum Wohle des Krebsbetroffenen möglichst viele Richtungen, innerhalb sowie außerhalb der Medizin, sinnvoll zu integrieren sucht. 

Wichtige Informationen in Gesprächen mit anderen Krebspatienten und durch das Lesen von Erfahrungsberichten zu finden, war meine Intuition.

Ich brauchte diese Vorbilder, um selbst ein mögliches Ziel vor Augen zu haben, nach dem Motto: Wenn die oder der es geschafft hat, dann kann ich es auch schaffen…  Sie gaben mir mit ihren unterschiedlichen Genesungswegen die Kraft, meinen eigenen für mich passenden zu suchen und auch zu gehen. 

Die liebevolle Unterstützung meiner Familie und die persönliche Begleitung von lieben Freunden, Bekannten, Nachbarn, Kollegen aus dem Berufsleben trugen mich durch diese sehr schwierige Zeit. Vor allem mein Glaube und die Gebete vieler mitfühlender Menschen trösteten mich, stärkten meinen Mut und meine Zuversicht.

 

Für mich war Schreiben schon immer „eine Art Ventil“. 

Es hilft mir, das eigene Erleben mit Abstand zu betrachten. Mich entlastet diese Distanz, erleichtert mein Wahrnehmungsvermögen und ordnet die Gedanken. Deshalb kam mir mein Hobby „Kreatives Schreiben“ in dieser schwierigen Zeit sehr zu Gute. Es wurde ein wichtiger Teil meiner eigenen Therapie. Meine heilenden Erfahrungen durch Schreiben wollte ich gern weitergeben und andere Krebskranke zum Mitschreiben motivieren. So entwickelte ich im Laufe meiner medizinischen Therapien die Idee, ein „Mut-Mach-Buch“ mit vielen unterschiedlichen Erfahrungsberichten zusammen zu stellen.

Im Buchprojekt sollte es weniger um mich selbst als vielmehr um Menschen gehen, die Ähnliches wie ich durchmachen mussten – vielleicht auf ganz andere Weise. Denn jede Krankengeschichte nimmt einen anderen Verlauf. In ihm sollten Menschen, wie “Du und Ich“, die Spaß am Schreiben haben, eine hoffnungsvolle, erstaunliche oder bewegende Geschichte über ihren konstruktiven Umgang mit der Krebs Diagnose und Therapie erzählen.

Ich wollte Erfahrungsberichte von Menschen sammeln, die den Mut hatten, sich über sich, ihr Leben vorm Krebs, das schon teilweise ein Leben mit dem Krebs war und über den Bewältigungsprozess danach zu reflektieren und diese Gedanken  in Worte festzuhalten. Weil es mir selbst nach der Krebsdiagnose gefehlt hatte, sollten hier besonders Menschen, die gerade erst damit konfrontiert wurden, neben wichtigen Informationen auch eigene Ängste und Zweifel wiedererkennen, aber gleichzeitig in dieser Lebenskrise auch ein tröstliches Gefühl des „nicht allein seins“ erfahren. 


Nach den ersten Aufrufen meldeten sich Autor*innen aus  dem gesamten deutschsprachigen Raum. 

Es bestätigte mich, wie wichtig es ist, diese oft im Verborgenen gebliebenen Krebsbetroffenen mit ihren wertvollen, vielfältigen Erfahrungen und positiven Bewältigungsstrategien in die Öffentlichkeit zu holen. Ihre Beispiele können so zu „Leuchttürmen“ werden, im Meer der negativen gesellschaftlichen Vorstellungen. Bereits Ende 2011 konnte ich das erste Mut-mach-Buch „Alles ist möglich – auch das Unmögliche; Persönliche Berichte von Krebspatienten“ herausgeben. 2015 erschien die überarbeitete und erweiterte Neuauflage dieses Buches mit dem etwas veränderten Titel „Krebs: Alles ist möglich – auch das Unmögliche“(2).

Viele Reaktionen und Fragen von Angehörigen beflügelten meine Idee, das Buchprojekt zu erweitern. 

Krebspatienten nahestehenden Menschen, wie Angehörige, aber auch Arbeitskolleg*innen oder Nachbarn, die ebenfalls von deren Erkrankung massiv betroffen sind, fragten mich beispielsweise auf Lesungen zum ersten Buch immer wieder nach Literatur, die auch ihre Sorgen und Nöte anspricht. Im Laufe der Zeit machte ich mich auf, für ein zweites Mut-mach-Buch, Erfahrungsberichte von Krebspatienten nahestehenden Menschen zu sammeln. Ihre Sichtweise, wie sie die schwere Zeit erlebt haben, ihre persönlichen Einblicke in eine der größten Krise ihres Lebens sollten so ins Blickfeld rücken. Auch hierzu kam nach meinen Aufrufen, wie beim ersten Mal, eine große Teilnehmerschar zusammen. 

Den Autorinnen und Autoren geht es um Antworten auf wichtige Fragen:

  • Wie kann es gelingen, eine Atmosphäre der Offenheit zu schaffen, die es allen Beteiligten erleichtert, mit den komplexen Gefühlswelten fertig zu werden, welche die Krankheit auslöst? 
  • Wie werden wir souveräner im Umgang miteinander und handeln bewusst, anstatt aus Unsicherheit nur reflexartig zu reagieren?
  • Wie können wir dabei unsere Grenzen erkennen und die des anderen tolerieren? 
  • Was tut mir beispielsweise als Angehöriger gut und was bereichert den Kranken?
  • Welche Anstrengungen und Flexibilität erfordert das Engagement füreinander von allen Beteiligten – bei der Gratwanderung zwischen einer Überbehütung und Überforderung des Krebskranken?

In einer vertrauensvollen Umgebung und unter einer wohlwollenden Perspektive können sich alle Beteiligten leichter den Herausforderungen des veränderten Lebens stellen. Es gilt, mit Zuversicht und Mut einen stimmigen Genesungsweg zu gehen und hinter den gewählten Therapiemethoden zu stehen.

Es ist ein „mit kleinen und großen Wundern“ volles Buch.

Im Anhang finden Sie außerdem Literaturempfehlungen der Autorinnen und Autoren sowie eine Link- und Adressenliste für wichtige Kontakte und Informationen im deutschsprachigen Raum.

Taschenbuch: 380 Seiten 

Verlag: Books on Demand, Norderstedt; Auflage 2 (Januar 2015/ Feb. 2016) 

ISBN-10: 3734753104 

ISBN-13: 978-3734753107 

Größe: 18,9 x 2 x 24,6 cm

Im Buchhandel vor Ort und online erhältlich, auch als E-Book in diversen Formaten. 

Preis:

Print: 19,60 €

https://www.projekt-mut-mach-buch.de


In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen Band 3 der Autorin Christel Schoen vor.

Es lohnt sich diesen spannenden Büchern zu Erfahrungen über Krebs Therapie & Diagnose zu folgen und weiter zu lesen.


Zusätzlich veröffentlichen wir ein Interview mit der Autorin über unseren Podcast

„Tipps für pflegende Angehörige“,

den Sie auf allen gängigen Portalen & unserer Homepage hören können!


Weitere interessante Beiträge gibt es fortlaufend im Blog in Kategorien für Sie geordnet zum Nachlesen.

 

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