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Tipps von Profis | Nahrungsverweigerung bei Demenz

Nahrungsverweigerung bei Menschen mit Demenz


Das Problem der Nahrungsverweigerung eines an Demenz erkrankten Menschen kommt Ihnen bekannt vor?

Sie verzweifeln an den Versuchen des Erklärens?

Denken über mögliche Gründe und Ursachen nach?

Stoßen mal wieder an Grenzen dieses schwierigen Krankheitsbildes?


Wir möchten Ihnen mögliche Lösungsmöglichkeiten für dieses Verhalten, eines Menschen mit Demenz, erklären und Sie im Umgang mit dem Krankheitsbild sicherer machen. Ihre Nerven schonen und Verständnis für den Betroffenen, sein Verhalten & daraus resultierende Reaktionen aufzeigen.


Je fortgeschrittener der Krankheitsverlauf eines Menschen mit Demenz, desto wahrscheinlich ist eine Ablehnung der Mahlzeit. Dies kann rein objektive oder auch subjektive Gründe haben. Sie sollten der Sache jedoch auf den Grund gehen. Lernen Sie den Betroffenen zu verstehen, ihn zu unterstützen und möglich Abhilfe zu schaffen.

Mögliche Ursachen der Nahrungsverweigerung bei Demenz

Sind Mahlzeiten zu heiss, zu schwach gewürzt, kann dies bereits die erste Ursache sein. Der Geschmackssinn eines Menschen mit Demenz verändert sich im Laufe der Erkrankung. Dieses geht soweit, daß am Ende nur noch süsses geschmeckt wird. Gehen Sie beim Würzen von Gerichten auf die Person ein. Beachten Sie seine Mimik, bieten Sie an nachzuwürzen, wie verhält sich die Person beim Essen. Ißt sie mit Appetit, stochert sie nur im Essen herum, kann sie überhaupt noch das Besteck benutzen oder ist sie bereits damit überfordert? Wird das Essen überhaupt noch als solches wahrgenommen?

Zahnschmerzen, eine schlecht sitzende Prothese, oder Entzündungen der Mundschleimhaut sind weitere Möglichkeiten für eine Nahrungsverweigerung. Dem kann Abhilfe geschaffen werden. Ihre Beobachtungsgabe oder eine Abklärung durch Haus- Zahn- oder Hals-Nasen-& Ohrenarzt ist gefragt. Gelegentlich liegen auch bereits Schluckprobleme vor, selbst der Schluckreflex kann im fortgeschrittenen Stadium der Demenzerkrankung beeinträchtigt sein. Er ist nicht mehr willkürlich steuerbar. Es ist Ihre Aufgabe dies durch einen Logopäden abklären zu lassen. Er kann Ihnen nützliche Tipps für die Eingabe und Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme geben und Verständnis schaffen.

Vorgehensweise bei Nahrungsverweigerung und Demenz

 

Erklären Sie in einfachen, verständlichen Worten was mit der Mahlzeit und dem Besteck zu geschehen hat, beobachten Sie den Menschen mit Demenzerkrankung wenn er nicht mehr weiter weiß. Unterstützen Sie ihn gegebenenfalls mit dem Besteckführen oder geben Sie die Nahrung ein und ermutigen und loben Sie ihn, wenn er es schafft bzw. sich helfen lässt und dieses toleriert.

Zwingen Sie den Betroffenen niemals!

Begeben Sie sich auf die Suche nach Ursachen und Gründen für sein Verhalten um ihn zu unterstützen und zu verstehen.

Gehen Sie bei der Nahrungsauswahl nicht davon aus, dass ein älterer Mensch mit unserer modernen Küche, exotischen Zutaten, die er nicht kennt etwas anfangen kann und das es ihm schmeckt, nur weil Sie es mögen. Orientieren Sie sich an der Küche früherer Zeiten, vielleicht wissen Sie über Lieblingsgerichte Bescheid, die früher gerne von ihm selbst gekocht und zubereitet wurden. Greifen Sie notfalls auf einfache Gerichte zurück. Besorgen Sie sich Kochbücher oder nutzen das Internet um angemessene Gerichte zu zubereiten, die eventuell bessere Akzeptanz finden. Spielen Sie mit unterschiedlichen Lebensmitteln und Farben, sehen Sie worauf die Person zuerst zurückgreift, was sie anspricht und was sie bevorzugt! Nutzen Sie diese Informationen für die zukünftige Mahlzeitenzubereitung.

Psychische Probleme bei Nahrungsverweigerung des Menschen mit Demenz

Ziehen Sie auch in Erwägung, dass eine psychische Problematik, wie eine Depression vorliegen kann, auch diese geht in vielen Fällen mit einer Appetitlosigkeit einher. Oft kann auch die aktuelle Medikation eine Geschmacksveränderung und somit eine Verweigerung der Mahlzeiten die Ursache sein, das Essen schmeckt nach nichts oder durch den veränderten Geschmackssinn bitter bzw. einfach nicht wie gewohnt.

Ein Mensch mit Demenz ist oft überfordert, wenn zu viele unterschiedliche Dinge auf dem Esstisch stehen. Dadurch ist er abgelenkt, kann sich nicht auf wesentliches, wie die eigentliche Mahlzeit konzentrieren. schaffen Sie Struktur und Ordnung auf dem Tisch, benutzen Sie weisses Geschirr, einfarbige Platzsets und reduzieren Sie die Gegenstände auf dem Esstisch nur auf nötiges.

Auch bei Menschen mit Demenz sollten Sie im Auge behalten, dass das Essen appetitlich angerichtet ist, auch hier ißt nach wie vor das Auge mit!

 

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Kontaktieren Sie uns zu Fragen oder Problemen die Demenz-Erkrankung betreffend, wir versuchen Ihnen nach allen Möglichkeiten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen!


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

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Sozialhilfe durch Pflege – Erzwungene Altersarmut

Sozialhilfe & Altersarmut durch Pflege


Wie sich der Kostenanstieg in der Pflege auf Sie auswirkt, Altersarmut entsteht und welches Risiko Sozialhilfe zu beantragen, lesen sie in diesem Beitrag. Sie fragen sich wie man die immensen Kosten, die durch die pflegerische Versorgung entstehen, überhaupt noch finanzieren soll? Diese Frage stellte sich auch ein Ko-Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Linken, Hr. Dietmar Bartsch. Er fordert eine Pflegefinanzreform, zurecht!

Es ist zu hoffen, dass Sie, für eine eventuelle Pflegesituation, genügend Geld angespart haben, sonst droht jedem Einzelnen schnell die Gefahr ein Sozialhilfefall zu werden. Die Kosten in Deutschland, gerade in der pflegerisch stationären Unterbringung, steigen und steigen ins Unermeßliche. Gesundheitsminister Spahn hatte zu diesem Thema bereits Vorschläge zu möglichen Änderungen präsentieren wollen, bleibt diese jedoch bisher schuldig. Das Thema wird offenbar ausgesessen und verschleppt, es macht den Anschein als passiere nichts. Die Kostenexplosion steigt, es muss dringend, gerade auch aus demografischer Sicht, etwas unternommen werden, Die Regierung darf nicht untätig zusehen und dies akzeptieren. Immer mehr, von einer Pflegesituation Betroffene, momentan bereits jeder Dritte in Deutschland, sind zur Finanzierung der Pflegekosten auf Sozialhilfe angewiesen.


Sozialhilfe Pflege Altersarmut

Man fragt sich seit der Einführung der Pflegeversicherung zurecht, weswegen man überhaupt Beiträge bezahlt. Die Pflegeversicherung bietet nur eine  Basisfinanzierung der notwendigen Versorgung, es droht im Pflegefall die Verarmung. Diese Versicherungsoption ist langfristig keine Lösung, die Leistungen daraus sind schon lange nicht mehr ausreichend.

Nach einer Studie der DAK Krankenkasse von 2019, fürchten 80% der Deutschen, nicht in der Lage zu sein, die entstehenden Pflegekosten, im eintretenden Fall noch finanzieren zu können.

Diese Problematik in der Pflege, durch den immensen Kostenanstieg führt dazu, daß viele Menschen als Sozialhilfefall enden.

Für die Politik sollte sich die Frage stellen, ob diese Versicherungsform noch angemessen, akzeptabel und legitim ist!

Es muss über ein Reduktion des Eigenanteils der Pflegekosten gesprochen werden und zu einem zeitnahen Ergebnis gekommen werden. Eine Pflegevollversicherung, in die alle einzahlen, wäre eine denkbare Lösung. Gerade im Bereich der stationären Pflege, ist diese Kostenexplosion zu beobachten. Beispielsweise kostete ein Pflegeheimplatz im Jahr 2018 in Mecklenburg-Vorpommern, laut Verband der Ersatzkassen, noch 1159,- Euro Eigenanteil, heute bereits 1540,- Euro. Im Bundesland Brandenburg ist ein Anstieg von 1372,- Euro auf 1697,- Euro durchschnittlich zu sehen. Auf Bundesebene liegt der Eigenanteil sogar bei 2015,- Euro monatlich! Führend hierbei die Bundesländer Hamburg, Bayern und Baden Württemberg. Auch in den ostdeutschen Bundesländern ist ein erschreckend rasanter Anstieg der Kosten zu verzeichnen.

 

Durch Pflege zum Sozialhilfefall

Aufgrund des Rentenniveaus, ist es nicht verwunderlich, dass dies von kaum jemandem mehr tragbar und finanzierbar ist. Jedem Dritten in Deutschland greift bereits das Sozialamt finanziell unter die Arme, es droht eine immense Altersarmut, die bereits jetzt spürbar ist.

Die Sozialhilfe im Pflegefall wird jedoch erst bewilligt, wenn Privatvermögen und Immobilien aufgebraucht oder veräußert sind. Das Lebenswerk, welches man sich ein Leben lang aufgebaut, abbezahlt hat, droht in kürzester Zeit aufgebraucht, nicht ausreichend zu sein. Geld wird von der Pflegesituation verschlungen, da die Pflegeversicherung nicht ausreichend ist.

Für diejenigen, die sich diese Kosten bewältigen lassen, ist keine Einschränkung ersichtlich, jedoch können sich immer weniger Menschen in Deutschland einen Friseurbesuch, qualitativ hochwertige oder biologisch angebaute Lebensmittel leisten. Die Pflegekosten werden zur Armutsfalle, die meisten von uns sind oder werden betroffen sein.

Woran liegt diese Kostenexplosion?

Das Lohnniveau in der Pflege ist wohl kaum der ausschlaggebende Faktor für diese Entwicklung!

Wenn man sich die Steigerung in Ostdeutschland ansieht, sind proportional die Eigenanteile der Pflegekosten um 30% gestiegen, nicht die Löhne. Der Anteil der von der Pflegeversicherung übernommen wird stagniert im Gegenzug, die Kosten für die Pflegesituation geraten ausser Kontrolle, für viele jetzt schon existenzgefährdend und unbezahlbar.

Die Linke versucht sich dagegen zu wehren, das Thema erneuet in den Vordergrund zu stellen, dies nicht hinzunehmen. Menschen die zu nicht tragbaren Konditionen in der Pflege arbeiten und Versicherte die Jahrzehnte in ein System, welches soziale Sicherheit suggeriert, einbezahlt haben scheinen gegeneinander ausgespielt zu werden!

Die nächste Bundesregierung muss dringend die Weichen stellen, dass sich umgehend in diesem Finanzierungsfeld der Pflege etwas ändert, die Zustände sind nicht mehr akzeptabel und tragbar. Großverdiener, Selbständige, Abgeordnete und Beamte müssen sich in Zukunft an der Finanzierung beteiligen.

Die Pflegeversicherung muss, laut Dietmar Bartsch, auf ein breiteres Fundament gestellt werden, dies wäre ein möglicher Finanzierungsbeginn, der natürlich auch weitere, angemessen hohe finanzielle Zuschüsse der Regierung erfordert.

Es ist nicht hinzunehmen, daß der Kostenanstieg in der Pflege uns alle gefährdet, ein Sozialhilfefall zu werden.


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Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung verstehen

Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung verstehen


Sie beobachten bei Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen mit Demenz, dass er Sie nachts nicht schlafen lässt, am Tag nur müde und antriebslos ist, nachts aktiv wird, keine Ruhe und Schlaf findet und wissen nicht was Sie dagegen unternehmen sollen? Wir sprechen in der Pflege von einer Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung. Bei Menschen mit Demenz ist oft nicht nur die räumliche und örtliche Orientierung verloren gegangen, sondern es leidet auch das Zeitgefühl unter dem Krankheitsbild. Die Nacht wird zum Tag gemacht, was uns als pflegende Angehörige zusätzlich auslaugt und belastet, da auch wir keinen Schlaf und keine Erholung finden, die wir für den nächsten Tag unbedingt benötigen.

 

Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung

  • Ursachen
  • Folgen
  • Orientierung schaffen
  • Auswirkung von Dunkelheit & Licht
  • Den Tag strukturieren & organisieren
  • Auswirkungen durch Medikamente
  • Auswirkungen von Getränken
  • Beschaffenheit von Bett & Matratze

Ursachen der Tag-Nacht-Rhythmus-Störung bei Demenz verstehen:

Als Grund ist meistens fehlende körperliche Auslastung, Unterforderung und zu wenig Aktivität tagsüber zu sehen. Den Betroffenen ist oft nicht klar was sie tun sollen. Sie langweilen sich, dösen vor sich hin, nicken ein und verfallen in Tiefschlafphasen. Deswegen sind sie oft nachts nicht müde, wenn es Zeit dafür wäre zu schlafen, sie werden wach und aktiv.

Hinzu kommt, dass die innere Uhr, welche sich im Gehirn befindet und aus Nervenzellen besteht, die bei einer Alzheimer-Demenz langsam absterben, nicht mehr funktioniert.

Sauerstoffmangel tagsüber und fehlendes Tages- oder Sonnenlicht, lassen den Körper zusätzlich ermüden. Betroffene verbringen viel zu viel Zeit in geschlossen Räumen unter künstlicher Beleuchtung.

Folgen der Tag-Nacht-Rhythmus-Störung:

Resultierend entsteht eine ungewollte Nachtaktivität. Menschen mit Demenz versuchen sich dann zu beschäftigen, irren umher, langweilen sich. Da sie ja nicht müde sind und suchen sie nach einer Aufgabe. Hierbei werden wir, wenn der Betroffene im selben Haushalt lebt, in unserer Nachtruhe gestört. Darauf reagieren wir oft ungehalten, genervt und verständlich gestresst.

Orientierung schaffen:

Der Hinweis von uns auf aktuelle Tageszeiten ist eien Orientierungsmöglichkeit für den Menschen mit Demenz. Wecken Sie die betroffene Person mit einem fröhlichen guten Morgen. Weisen Sie ihn beim gemeinsamen Frühstück auch durch Wortwiederholungen auf die jeweilige Mahlzeit hin. Beispielsweise können Sie mehrfach beim Frühstück das Wort in ähnlichen Verbindungen wiederholen. Wortbeispiele wie Frühstücksei, Frühstückstoast, leckeres Frühstück, es ist schön mit dir gemeinsam zu frühstücken. Ähnlich bei allen anderen täglichen Mahlzeiten.

Geben Sie feste Schlafenszeiten vor. Jetzt ist es aber Zeit für eine Mittagspause oder einen Mittagsschlaf. Auch abends dient dieses zur Orientierung. Jetzt ist es aber Zeit ins Bett zu gehen, wir haben uns jetzt aber ein Schläfchen verdient, du bist sicher müde etc..

Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung
Auswirkung von Licht & Dunkelheit bei Demenz Erkrankung:

Wenn es morgens noch dämmrig ist, schalten Sie möglichst viele Lichtquellen ein, um zu verdeutlichen, dass es hell ist, der Tag da ist und es Zeit zum Aufstehen ist. Verwenden Sie höhere Wattzahlen bei Ihren Leuchtmitteln, sorgen Sie für saubere Fenster und zurück gezogene Gardinen, öffnen Sie Rollos, soweit wie möglich, um Tageslicht in Wohnung und Zimmer zu bekommen.

Reduzieren Sie gegen Abend hingegen die Beleuchtung um den Abend anzuzeigen. Schliessen Sie gegebenenfalls Gardinen und Rollos wieder, um Dunkelheit zu gewinnen.

 

Den Tag für Menschen mit Demenz strukturieren & organisieren:

Schaffen Sie feststehende Rituale & Strukturen, wie Sie gemeinsam mit dem Menschen mit Demenz den Tag gestalten.

  • Aufsteh- und Zubettgehzeiten
  • Körperpflegezeiten
  • Essenszeiten
  • Toilettenzeiten – Toilettentraining
  • Spaziergangszeiten
  • Beschäftigungszeiten
  • Mittagsschlafzeit etc.
Auswirkungen von Medikamenten:

Sprechen Sie mit Ihrem Haus- oder Facharzt über eventuelle Nebenwirkungen die den Schlaf beeinflussen können. Medikamente können auch lang- oder kurzfristig hinzugezogen werden, um einen Tag- Nacht-Rhythmus wiederherzustellen.

Auswirkungen von Getränken:

Koffeinhaltige Getränke sollten nach 16 Uhr gemieden werden, da sie das nächtliche Schlafverhalten beeinflussen können. Setzen Sie diese gezielt ein, um den Menschen mit Demenz zu steuern und ihn wach zu halten oder wach zu bekommen – morgens oder nach dem Mittagsschlaf, das selbe gilt übrigens für Mahlzeiten oder Snacks die Zucker enthalten – dies sind als Energiekicks zu sehen.

Versuchen Sie die erforderliche Tagestrinkmenge bis ca. 16 Uhr erreicht zu haben, damit nachts nicht zusätzlich unnötige Toilettengänge stattfinden müssen.

Alkohol ist bei Betroffenen absolut risikobehaftet. Die Sturzgefahr nimmt zu, Verwirrtheitszustände werden gefördert. Wird abends Alkohol getrunken, versucht der Körper diesen nachts zu verarbeiten und abzubauen, es entsteht ein unruhiger, nicht erholsamer Schlaf!

Bettbeschaffenheit und Matratze:

Ein Mensch mit Demenz ist in seiner Eigenwahrnehmung gestört, er muss sich fühlen, ist oft auf der Suche nach sich selbst. Er wird unruhig, nervös oder ängstlich, versucht die Eigenwahrnehmung wieder herzustellen, sucht nach Berührung, sucht sich selbst.

Es kann schon beispielsweise eine schwerere Bettdecke Abhilfe schaffen. Bei der Auswahl einer geeigneten Matratze sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht zu weich gewählt wird. Eine weiche Matratze beeinflusst die Wahrnehmung des Körpergefühls. Der Betroffene kann sich zusätzlich nur mit grösserem Kraftaufwand selbst drehen, der Eigenaufwand ist grösser, dies ist bei einer etwas härteren Matratze leichter möglich.

Vermeiden Sie, dass der Betroffene in der Matratze versinkt, oft fehlt ihnen, dementiellbedingt, die Kraft sich selbst aus dieser Position zu befreien, sie werden nervös und unruhig. Das Resultat ist, er wird wach und benötigt oft sehr viel Zeit um wieder zur Ruhe zu finden und einzuschlafen.

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Wenn Sie weitere Tipps zum Thema Demenz Tag-Nacht-Rhythmus-Störung oder anderen pflegerelevanten Themen benötigen, zögern Sie nicht uns zur weiteren Beratung, gerne auch telefonisch, per Videotelefonie oder in München & angrenzendem Umland auch individuell vor Ort hinzuzuziehen.


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12 Tipps das Demenz Risiko zu reduzieren

Demenz Risiko reduzieren


Lesen Sie nachfolgende Tipps das Risiko einer Demenz reduzieren. Basierend auf einer neuen Studie aus der Fachzeitschrift „The Lancet“ vom 30.07.2020, ließen sich 40% der Erkrankungen an Demenz durch unsere Lebensgewohnheiten & unsere Wohnortwahl verringern und verzögern. Wenn wir diese anpassen und uns für einen gesünderen Lebensstil einsetzen. Ausschlaggebend für diese Studie sind folgende zwölf, unser Leben beeinflussende, Faktoren:

  1. Bildungsstand
  2. Alkoholkonsum
  3. Bluthochdruck
  4. Hörbeeinträchtigungen
  5. Kopfverletzungen
  6. Körperliche Aktivität
  7. Übergewicht
  8. Rauchen
  9. Luftverschmutzung und Passivrauchen
  10. Diabetes Erkrankungen
  11. Wohnort
  12. Menschen aus Entwicklungs- & Schwellenländern

Laut dieser Studie wirken sich diese Faktoren nachweislich auf unser Risiko an Demenz zu erkranken aus. Weltweit sind von den unterschiedlichen Demenzerkrankungen aktuell ca. 50 Millionen Menschen betroffen. Demografisch bedingt wird diese Zahl bis 2050 auf ca. 152 Millionen Erkrankte ansteigen. 28 weltweit führende Demenzforscher kamen zu dem Ergebnis, dass gerade diese Zahl in Entwicklungs- und Schwellenländern massiv ansteigen wird. Die Forscher richten sich mit ihrer Analyse nicht nur an die Politik. Diese wird auf ein notwendigen Umdenkens hingewiesen. An jeden Einzelnen und dessen Eigenverantwortung wird zusätzlich dringend appelliert. Es werden Einflußfaktoren und Tipps gegeben das Risiko der Demenz zu reduzieren.

Risiken für Demenz


Krankheiten

Ab einem Alter von ca. 40 Jahren sollte dringend darauf geachtet werden, dass der oberer Blutdruckwert von 130 mm/Hg nicht überschritten wird. Die Behandlung von Bluthochdruckerkrankungen mit Medikamenten ist bisher die einzige, wirksame Möglichkeit einer Demenzerkrankung entgegen zu wirken.

Hörverlust

Wer bei sich selbst im mittleren Lebensalter ein Hördefizit feststellt, sollte dieses früh mit einem Hörgerät kompensieren. Schützen Sie Ihr Gehör vor Lärm schreiben die Forscher in dieser Studie, dies sei präventiv absolut von Nutzen um einer Demenz vorzubeugen.

Verletzungen

Seien Sie sich über die langfristigen Auswirkungen von Verletzungen des Kopfes durch straßenverkehrsbedingte Unfälle oder Sportverletzungen, wie Schläge bei beispielsweise dem Boxen, bewußt. Schliessen Sie diese, nach Möglichkeit unbedingt aus.

Gesundheit

Achten Sie auf Ihre Ernährung. Reduzieren Sie eventuell bereits vorhandenes Übergewicht und senken Sie zusätzlich Ihr Risiko an Diabetes zu erkranken.

Lebensstil

Das rauchen sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt, ist nichts Neues. Forscher bestätigen jedoch, dass sich auch im fortgeschrittenen Alter ein Verzicht auf Nikotin, noch positiv auf die Risikoreduktion auswirkt. Dies gilt auch für Passivrauch und Luftverschmutzung, der wir oft indirekt oder direkt ausgesetzt sind.

Umgebung | Wohnort

Am grössten ist das gesellschaftliche Risiko laut dieser Studie für Menschen die benachteiligt in Entwicklungs- und Schwellenländern groß werden oder leben.

Genetische Faktoren

Unsere Gene sind nach wie vor am meisten für die Wahrscheinlichkeit an einer Demenzform zu erkranken verantwortlich. Jedoch obliegt es der Eigenverantwortung von uns Einzelnen, dieses zu beeinflussen. Dies ist mehr als sinnvoll, da noch immer keine medikamentöse Therapie für diese Erkrankung vorhanden ist.


Sind wir in der Lage, wenigstens einige dieser Risikofaktoren auszuschalten, verzögern wir das Erkrankungsrisiko wenigstens bzw. verringern es für uns & erhalten unsere Lebensqualität und Autonomie einige Zeit länger!


Wenn Sie weitere spezifische Fragen zum Thema Demenz haben, nehmen Sie mit uns kontakt auf. Es besteht Schulungsbedarf bezogen auf einen Menschen mit Demenz? Sie pflegen selbst & Ihnen fehlt das nötige Basiswissen für die Kommunikation und den Umgang mit diesem Krankheitsbild? Wir bieten Unterstützung für pflegende Angehörige, nutzen Sie unsere Expertenberatung. Möglichkeiten dafür, telefonisch, per Videotelefonie oder in München und Umland direkt vor Ort bei Ihnen zu Hause!


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