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Pflegeberatung München Pflegegrad Antrag & Widerspruch MDK

Fallbeispiel Pflegeberatung | Vorgehensweise des Pflege-Experten

Fallbeispiel unserer Pflegeberatung in München


Die Herausforderung | der Auftrag für die Pflegeberatung:

Fallbeispiel unserer Pflegeberatung in München, wir erklären Ihnen die mögliche Vorgehensweise.

Ein Anruf einer 93-jährigen Dame aus München, kraftbedingt überfordert mit der Versorgung ihres Ehemanns und der Bürokratie von Seiten der Krankenkasse, erreicht uns.

Wir vereinbaren einen Termin bei ihr in der häuslichen Umgebung zur Einschätzung der Situation.

 

Die Umsetzung | die Vorgehensweise der Pflegeberatung im Fallbeispiel:

  • Im Erstgespräch werden, die dem Patienten / Angehörigen bekannten Daten, bisherige Anträge, Ablehnungen, der aktuelle Pflegegrad und vorhandene Pflegehilfsmittel, die Erstanamnese erfasst.
  • Der Pflegeberater macht sich ein Bild der Ist-Situation des Ehepaars vor Ort.
  • Wir wägen, basierend auf unserem Fachwissen, ab, wo Möglichkeiten der weiteren Finanzierungshilfe für diesen Fall gegeben sind.
  • Der berater zeigt Entlastungsmöglichkeiten auf, um einer Überforderung vorzubeugen.
  • Er begutachtet den Patient und bezieht ihn wenn möglich mit in das Gespräch, um seine Vorstellungen und Wünsche, auf die pflegerische Versorgung zu erfahren.
  • Ist der aktuelle Pflegegrad ausreichend.
  • Gibt es bereits einen unterstützend tätigen ambulanten Pflegedienst?
  • Gibt es eine zusätzliche Haushaltshilfe oder kann diese empfohlen & organisiert werden.
  • Welche Pflegehilfsmittel sind zur Entlastung vor Ort und welche benötigen wir.
  • Was übernehmen eventuelle Angehörige, Freunde oder Bekannte.
  • Welche Anträge sind bereits gestellt und wie sieht das Ergebnis aus.
  • Gibt es Gefahrenquellen im Haushalt und wo besteht individueller Beratungsbedarf.
  • Es werden, entsprechend der pflegerischen Expertenstandards, Empfehlungen bzgl. bestehender Risiken gegeben.

Das Ergebnis der Pflegeberatung:
  • Es besteht seit seit 17 Monaten ein zugestandener Pflegerad 2.
  • Dem Versicherten (Ehemann) steht ein monatlicher Pflegegeldbetrag sowie ein Entlastungsbeitrag zu.
  • Die Familie nimmt bisher keinen ambulanter Pflegedienst unterstützend in Anspruch.
  • Ich erkläre das jedem Pflegegrad ein Geldbetrag zugrunde liegt, der für die pflegerische Versorgung des Betroffenen gedacht ist.
  • Die Höhe des Betrages differiert, je nachdem ob ein ambulanter Pflegedienst beauftragt ist oder ein Angehöriger, als Laie, die Pflege selbst übernimmt.
  • Im Falle der Angehörigenpflege ist die reduzierte, sogenannte Geldleistung greifend. Der Pflegedienst bekommt einen höheren Betrag aufgrund der professionellen Pflege und den damit verbundenen Personal- & Betriebskosten, sogenannte Sachleistungen.
  • Die Krankenkasse hat bisher kein Pflegegeld an die Ehefrau ausbezahlt.
  • Aufgrund der Tatsache, dass seit 17 Monaten ein bewilligter Pflegegrad vorliegt, sprechen wir in diesem Fall von einer sehr hohen Summe.
  • Sie können diesen Anspruch für das Jahr 2019 noch bis 30.06.2020 nutzen.
  • Alle Ansprüche davor sind leider bereits verfallen.
Weiteres Vorgehensweise der Pflegeberatung in München zu diesem Fallbeipiel:
  • Wir beschliessen, die Kasse telefonisch mit diesem Problem zu konfrontieren.
  • Die Sachbearbeiterin gleicht mit uns die Bankverbindung ab und stellt eine Fehler im System fest.
  • Der Betrag wurde auf ein fremdes Konto transferiert, nicht jedoch an den eigentlich Bezugsberechtigten.
  • Die Sachbearbeiterin entschuldigt sich, sichert umgehend eine Nachzahlung zu.
  • Wir stellen das Pflegegeld auf Kombinationsleistung um.
  • Bei einer Kombinationsleistung ist ein Pflegedienst tätig, ein Restbetrag des Pflegegeldes, der nicht ausgeschöpft ist, wird anteilig von der Kasse an den Versicherten überwiesen.
  • Das Ehepaar ist froh, dass ihnen diese Information gegeben wurde, dass ein Pflegegrad mit einer finanziellen Leistung zur Basissicherung der Pflege dient und ihnen seit Monaten zusteht.
  • Es gibt in Bayern die Möglichkeit, zusätzlich Landespflegegeld zu beantragen, hierfür liegen die Voraussetzungen vor.
  • Der Pflegeberater stellt den Antrag.
  • Wir gehen auf die Pflegesituation ein und ich erkläre den Unterschied zwischen Kranken- und Pflegekasse und die damit verbundenen unterschiedlichen Leistungszuständigkeiten.
  • Ich organisiere über den Hausarzt eine Verordnung für häusliche Krankenpflege.
  • Ein ambulanter Pflegedienst kann die medizinische Leistung, des An- und Ausziehens der Kompressionstrümpfe, darüber abrechnen.
  • Dieser Punkt greift das Pflegegeld nicht an, sondern wird separat über die Krankenkasse als medizinische Leistung verrechnet.
  • Ich mache mich online auf die Suche nach einem guten, vertrauenswürdigen ambulanten Pflegedienst. ich erfrage die Kapazitäten für die pflegerische und medizinische Versorgung des Ehemanns.
  • Wir besprechen mit der Leitung des ambulanten Pflegedienstes, welche Leistungen in diesem Fall nötig sind.
  • Die bestimmten Tage, die Uhrzeit, ob eine männliche oder weibliche Pflegeperson gewünscht ist.
  • Die Pflegedienstleitung macht mit dem Ehepaar einen Termin für die Erstaufnahme aus und beginnt noch am selben Tag mit der Unterstützung.
Fazit für das Fallbeispiel unserer Pflegeberatung in München:

Abschliessend konnte dem Ehepaar durch eine angemessene Antragsstellung & das Aufdecken des Fehlers der Kasse ein einmaliger Betrag zur Finanzierung der Pflegesituation von ca. 8000,- Euro rückwirkend zugesichert werden.

Weiterhin profitieren sie von fortlaufenden monatlichen Pflegegeldzahlungen durch die Kasse.

Mit den Leistungen des organisierten Pflegedienstes ist das Ehepaar, auf meine spätere Nachfrage, sehr zufrieden und die Ehefrau ist dankbar über die entstandene Entlastung.

Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

Was ist Pflegeberatung?

Individuelle Bedarfsanalyse Ihre Pflegesituation betreffend. Die Beratung erfolgt im Bereich Organisation der Pflegesituation, Entlastung der Pflegeperson, Antragswesen mit Krankenkassenassen & Behörden, Widerspruchswesen bei abgelehntem Pflegegrad, Finanzierungsmöglichkeiten, Individuelle Pflegeschulungen – Coachings für pflegende Angehörige, Pflegehilfsmittelberatung und weitere die Pflege betreffende Themen.


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Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, hören Sie doch mal rein!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

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Palliativ Pflege | Das nötige Wissen für Laien

Was ist Palliativ Pflege | Palliativ Care?


Im nachfolgenden Text möchten wir ihnen die Unterstützungsmöglichkeiten der Palliativ Pflege oder Palliativ Care erklären.

  • Was versteht man darunter?
  • Zu Hause oder stationär möglich?
  • Ab wann ist ein Patient palliativ zu pflegen?
  • Gibt es ein Therapieziel?
  • Kann dieses Ziel geändert werden?
  • Bei welcher Indikation?

Man spricht in der Pflege von Palliativpflege, wenn keine Aussicht mehr auf Heilung besteht und der Patient sich am Lebensende einer Krankheitsphase befindet.

Der Fokus der Pflege richtet sich in diesem Stadium auf Selbstbestimmung, Linderung, Schmerzreduktion und Lebensqualität.

Der Patient wird im Sterbeprozeß begleitet, nach dem Prinzip:

Alles kann – nichts muss!

________________________________________________________________

  • Wann hört man auf zu heilen?
  • Wer entscheidet über diesen Prozeß?
  • Habe ich als Angehöriger ein Mitspracherecht?
  • Können Pflegekonzepte auch kombiniert werden?
  • Klare Grenze oder fliessender Übergang?Palliativ Pflege Hospiz Palliativ Care

Definition Palliativ Pflege:

Die herkömmliche Pflege des Patienten hat einen kurativen Fokus, welcher im Palliativbereich nicht mehr verfolgt wird. 

Der Patient wird in seinen letzten Stunden, Tagen oder Wochen behutsam begleitet.

Es wird, wenn verbal noch möglich, auf seine Vorstellungen und Wünsche eingegangen. Er bestimmt was noch stattfindet und was nicht. 

Eine zwingende Ernährung oder Getränkezufuhr bleibt dem Wollen des Patienten überlassen. Der begleitende Arzt setzt meistens die bisherige Medikation ab und es wird mit palliativ üblichen, lindernden, angst- und unruhelösenden Medikamenten gearbeitet. 

Die eventuelle Schmerzproblematik steht im Vordergrund und wird mit starken schmerzstillenden Medkamenten, wie Morphium, behandelt um dem Patienten keinen unnötigen Qualen auszusetzen.

Die Körperpflege wird auf ein Minimum reduziert, um den Patienten nicht unnötig zu fordern, ihn zu belasten oder anderweitig zu beeinträchtigen.

Es wird darauf geachtet, dass bei reduzierter Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, die Mundschleimhaut feucht gehalten wird und die Lippen nicht austrocknen. Dies dient alleinig dem Wohlbefinden.

Wo wird palliativ gepflegt:

Eine palliative Versorgung kann nicht nur auf speziellen Palliativ-Stationen in der Klinik erbracht werden, diese arbeiten mit erweiterten Personalschlüsseln, um Zeit für die Sterbenden zu haben. 

Unter Einbezug eines speziellen ambulanten Palliativ-Teams (SAPV-Team) zusätzlich zum ambulanten Pflegedienst kann dies auch zu Hause stattfinden.

Therapieziele der Palliativ Pflege:

Ist dieses palliative Ziel von Seiten des behandelnden Arztes besprochen, leitet dieser notwenige Schritte und Änderungen an alle an der Pflege beteiligten weiter.

Dieses Ziel kann revidiert werden, wenn es der Patientenwille ergibt oder die Indikation sich verändert bzw. verbessert.

Das Ziel ist auf die Linderung, Begleitung und Selbstbestimmung des Patienten gerichtet.

Therapiemaßnahmen der Palliativ Pflege | Palliativ Care:

Man unterscheidet unter den vier folgenden Therapiemaßnahmen.

  • indiziert
  • zweifelhaft
  • nicht indiziert
  • kontraindiziert

Nur wenn diese Maßnahmen angemessen sind, werden sie dem Betroffenen angeboten. Sind diese zweifelhaft, sollte man offen und konkret, unter Einbezug aller, an der Pflege beteiligten, darüber sprechen.

So lange es möglich ist, wird auf den Willen des Patienten eingegangen. Dies ist auch der Fall, wenn eine Chance auf Besserung bestehen würde, der Patient, krankheitsbedingt, jedoch keine Kraft und keinen Lebenswillen meht aufbringt und dies klar äußert.

Ist der Patient im Vorfeld adäquat über Risken, Problematiken und entstehende Komplikationen aufgeklärt worden, wird seine Entscheidungsfreiheit nicht weiter beeinflusst.

Dies ist nur dann möglich, wenn der Patient ansprechbar, orientiert und geistig nicht eingeschränkt ist, sonst muss ein eventueller vorhandener gesetzlicher Betreuer oder eine von Patient vorab ernannte Person (Patientenverfügung oder Patientenvollmacht) über das weitere Vorgehen entscheiden.

Gibt es im Vorfeld keine vorliegenden Vorsorgeunterlagen, gilt es den Pateintenwillen zu deuten, wenn dieser ihn nicht mehr klar oder gar nicht äußern kann.Palliativ Pflege Hospiz Palliativ Care

Therapieumsetzung der Palliativ Pflege:

Der ambulante Pflegedienst, die Pflegekräfte der Palliativstation arbeiten Hand in Hand mit Ärzten und SAPV-Team zusammen. es gibt regelmäßige Übergaben den Patientenzustand betreffend, wobei aktuelle Therapien abgewogen, geändert oder auch belassen werden.

Das Personal des SAPV-Teams oder speziell ausgebildete Pflegekräfte im Palliativbereich geben den zusätzlich Pflegenden wertvolle Tips und Tricks zur Versorgung des Betroffenen, man arbeitet zusammen in einem interdisziplinären Team.

Sollten Sie mit dieser Problmatik konfrontiert und überfordert sein, Beratung & Unterstützung benöigen, zögern Sie nicht uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage zu kontaktieren.


Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Inkontinenz – Kostenbeteiligung der Krankenkasse

Inkontinenzpauschale der Krankenkasse nutzen


In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die bei bestehender Inkontinenz die Inkontinenzpauschale nutzen und sich eine Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse anteilig dafür sichern.

Viele Menschen leiden ab einem fortgeschrittenen Alter unter Inkontinenz, vorwiegend Harninkontinenz. Die ersten Zeichen einer Blasenschwäche zeigen sich in From von geringen Harnabgängen beim Niesen, Husten oder Lachen.

Oft ziehen sich Betroffene aus Scham aus dem gesellschaftlichen Leben zurück, gehen nicht mehr ins Kino, Theater oder finden Ausreden sich mit Freunden zu treffen.

Dies ist jedoch unnötig, moderne Hilfsmittel für die Inkontinenzversorgung schaffen Sicherheit ein unbeschwertes, aktives Leben weiterzuführen.

Hierfür übernimmt Ihre Krankenkasse einen Teil der anfallenden Kosten für die notwendigen Produkte.

Grundlage für die Kostenbeteiligung bei Inkontinenz:

Sie benötigen ein Inkontinenzrezept, welches Ihnen Ihr Hausarzt ausstellen kann.

Je nach Krankenkasse fällt die Inkontinenzpauschale unterschiedlich aus, diese liegt in der Regel zwischen 30 – 60 Euro monatlich.

Bei privaten Krankenversicherungen hängt die Kostenübernahme von Ihrem gewählten Tarif ab.

In diesem Fall setzen Sie sich bitte direkt mit der Krankenkasse in Verbindung und erfragen die Möglichkeiten.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme bei Inkontinenz durch die Krankenkasse:

Grundsätzlich unterscheiden die Krankenkassen zwischen Inkontinenzformen, Harn- und oder Stuhlinkontinenz. 

Zusätzlich differenziert die Krankenkasse zwischen folgenden drei Fallgruppen:

Notwendige Informationen für die Kasse auf dem Inkontinenz-Rezept:
  • Fallgruppe
  • Verordnungszeitraum, im Idealfall 12 Monate
  • Diagnose, beispielsweise starke Harninkontinenz
  • Vorlagen, Einlagen, Inkontinenz-Mobilhosen, geschlossene Windelhosen oder ein Produktname
  • Stückzahl der Hilfsmittel, beispielsweise 4 – 5 Stück pro Tag

Das Inkontinenz-Rezept muss eindeutige Informationen enthalten, um genehmigt zu werden. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass alle für die Krankenkasse relevanten Angaben beinhaltet sind!

Nachdem Ihnen Ihr Hausarzt das nötige Rezept ausgestellt hat, ist es Ihnen freigestellt, es über Anbieter im Internet oder einem niedergelassenen Sanitätshaus einzulösen bzw. sich beliefern zu lassen.

Wir beraten Sie gerne zu einer angemessenen Inkontinenzproduktauswahl!

Fazit:

Wie bekomme ich eine Kostenbeteiligung für Inkontinenzpauschale durch die Krankenkasse erstattet?

Sie benötigen ein Dauerinkontinenzrezept von Ihrem Hausarzt, mit Bezeichnung der Inkontinenzform (Harn / Stuhl), Verordnungszeitraum, Art der Inkontinenz-Artikel und notwenige Menge pro Tag. Ihr Pflegeberater informiert Sie bei weiteren Fragen.

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Weswegen freiheitseinschränkende oder freiheitsentziehende Maßnahmen in der psychatrischen Pflege?

Freiheitsentziehende Maßnahmen | Freiheitseinschränkende Maßnahmen in der Pflege


Fixierende bzw. freiheitseinschränkende oder freiheitsentziehende Maßnahmen sind in der Pflege Teil des Tagesgeschäfts. Es gibt nicht nur Fixierungen oder Bettgitter die Aktivitäten des Patienten einschränken sollen, Medikamente sind ein weiterer Teil Patienten in ihren Bewegungen einzuschränken, dessen sind sich viele oft nicht bewußt.

Oft liegt es am Personalmangel, dass Patienten als anstrengend, zeitraubend oder zu unruhig wahrgenommen werden. Sie schränken uns Pflegekräfte in unserer Arbeit ein, da sie mehr Aufmerksamkeit, Zuwendung & Zeit benötigen, die wir aufgrund der Personalsituation nicht aufbringen können.

Es ist, in vielen Fällen humanistisch kaum zu akzeptieren, dass die Person und ihre Erkrankung nicht im Vordergrund stehen. Man ist als Pflegekraft zeitlich und psychisch überlastet, da sich nicht ausreichend und angemessen um die jeweilige, individuelle Situation des Einzelnen gekümmert werden kann.

Hier macht es sich das Gesundheitssystem sehr einfach und sieht über Notwendigkeiten hinweg. Wir haben uns daran gewöhnt, dass es Mittel und Möglichkeiten gibt, die Patienten an uns und unseren Berufsalltag anzupassen uns zu entlasten.

In der Psychatrie gibt es zwar einen angepassten, höheren Personalschlüssel als in anderen pflegerischen Bereichen, jedoch ist dieser noch immer nicht ausreichend. Wir sprechen über eine krankheitsbedingt, stark auf individuelle Zuwendung angewiesene Patientengruppe, die oft sehr lange braucht, um eine Vertrauensbasis entstehen zu lassen, skeptisch und herausfordernd reagiert und eine psychische Herausforderung für die Pflegekräfte darstellt.

Deswegen ziehen sich auch aus diesem Berufsfeld viele Mitarbeiter zurück, da ihnen die Belastung zu gross ist und sie sich dieser nicht langfristig gewachsen fühlen.

Artikel im Spiegel Online vom 09.09.2019

https://www.spiegel.de/karriere/psychiatrien-patienten-werden-regelmaessig-wegen-personalnot-zwangsfixiert-mitarbeiterumfrage-a-1285840.html


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