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Pflegeberatung München Pflegegrad Antrag & Widerspruch MDK

Muss der Personalmangel, laut Studie, dazu führen die Sicherheit der Patienten zu gefährden?

Ein trauriger Artikel zum Thema Personalmangel in der Pflege die zur Patientengefährdung führt & für diesen ein Risiko darstellt, welches sich vermeiden ließe.

Das Problem des Personalproblems in der Pflege ist seit langem bekannt, nur interessierte sich die Politik bisher zu wenig für dieses Thema und es wurde nur aufgeschoben, was in vielen anderen Bereichen ja auch nichts neues ist.

Schwierig ist es in unseren Augen, wenn eine sehr grosse Gruppe in Deutschland einfach keine Lobby hat, da diese nicht wahr oder ernst genommen werden, da sie auch in Zukunft nur vereinzelt in der Lage sein werden wieder im Berufsleben teilzunehmen, primär jedoch in den Augen der Politik nur Kosten verursachen…
Der in diesem Artikel erwähnte primäre Personalmangel in der ambulanten Pflege ist darauf zurück zu führen, dass die Mitarbeiter gezwungen sind unter katastrophalen Bedingungen in der Pflege zu arbeiten, da die Patientenwohnungen nur als Gast besucht werden um dem Patienten Hilfestellung zu leisten.

Wir finden natürlich keine barrierefreien Wohnungen, sondern Wohnungen die abgenutzt, herunter gewohnt und Mobilar eines bisherigen Lebens aufweisen, zudem selten angemessen gepflegt und aufgeräumt sind, was an der Überforderung des Einzelnen, oft verbunden mit seiner Krankheit liegt.

Auch der angesprochene Personalwechsel, bei mehreren Hausbesuchen pro Tag im ambulanten Bereich lässt sich nur schwer in den Griff bekommen, ist jedoch weder neu noch etwas anderes gemessen an einem Dreischichtsystem, welches auch im Krankenhaus praktiziert wird. Realistisch sind 6-8 Pflegekräfte auf einen Monat gesehen. Es gibt Schichtwechsel die bei der Planung so gut wie möglich berücksichtigt werden, dass eine angemessene Bezugspflege umgesetzt werden kann, jedoch brauchen Pflegekräfte auch ihre Frei- bzw. Urlaubszeiten zum Ausgleich.

Angesprochene Missverständnisse und Probleme entstehen nicht durch diese Themen, sondern durch den zeitlichen Druck der aufgebaut wird, aufgrund von sinnfreier Minutenpflege und damit von den Kassen vorgegebene Minutenkontingenten für die jeweiligen verkauften Einzelleistungen, die am Patient erbracht werden. Dazu kommt in der ambulanten Pflege, dass wir mit den irrsinnigsten Verkehrssituationen klar kommen müssen, auf dem Land und in der Stadt. Auf dem Land sind die Strecken aufgrund der Distanzen nicht in den von der Kasse vorgegebenen Fahrzeiten zu erreichen, in der Stadt haben wir Problem im Berufsverkehr zügig voran zu kommen, sind behindert von Grossveranstaltungen und Demonstration. Parkplätze müssen vor und nach jedem Patienten gesucht und gefunden werden, die Strafzettel bezahlt nicht der Pflegedienst sondern der jeweilige Mitarbeiter von seinem geringen Einkommen. Mitarbeiter sind gestresst aufgrund ständigem Einspringen, versucht durch eine zu dünne Personaldecke und kontinuierliche Mitarbeiterausfälle durch Krankheiten oder private Probleme. Der Anspruch auf acht freie Tage, bei einer Vollzeit arbeiten Pflegekraft ist oft reduziert auf drei bis vier Tage, es muss eingesprungen werden, irgendjemand muss nach den Patienten / Bewohnern sehen und die Arbeit ausführen, nicht wie in Bürojobs, wo Dinge zwar auch dringend sind aber auch einmal liegen bleiben müssen.Personalmangel Pflege Patientengefährdung Risiko

Die Patienten sind jedoch auf unsere Hilfe angewiesen. Das unter diesen Voraussetzungen Fehler und Probleme auftauchen ist vorprogrammiert. Die Sicherheit des Patienten eine angemessene pflegerische Versorgung zu bekommen, sollte im Vordergrund stehen!

Es ist richtig, dass viele Dinge in der Pflege nicht zu verantworten sind und grob fahrlässig gehandelt werden muss, da diese Berufsgruppe seit Jahren vernachlässigt wurde und fast ausschliesslich auf unqualifiziertes, angelerntes Personal zurück gegriffen werden muss, das keine Alternative auf dem Markt besteht.

Ein Zeichen für das Versagen der Politik seit Jahren. Patienten werden von Pflegediensten abgelehnt, was als kompetent gesehen werden muss, denn wenn es zeitlich nicht umsetzbar ist, noch mehr Patienten aufzunehmen und dadurch noch mehr Stress auf die einzelnen Mitarbeiter zu übertragen, ist dieser Schritt weg vom Gewinndenken ein richtiger. Ich kenne genügend Beispiele von Unternehmen, die unreflektiert Patienten aufnehmen, egal ob es machbar ist oder nicht, der Leidtragende ist der noch weiter gestresste Mitarbeiter, Hauptsache die Finanzen stimmen für die Geschäftsleitung.

In diesem Artikel wird eine zeitsparende digitale Dokumentation erwähnt, welche ich ebenfalls aus eigener Erfahrung kritisch sehe. Viele ältere Mitarbeiter sind mit dieser technischen Neuerung, trotz Schulung & Einweisung gnadenlos überfordert. Geräte stürzen technisch ab, Leistungen die erbracht wurden, müssen manuell eingegeben werden, Akkus halten nicht die komplette Schicht durch, Geräte synchronisieren sich nicht zuverlässig. Zusätzlich haben wir extrem viele aus dem Ausland stammende Pflegekräfte, welche sprachlich auf Barrieren stossen, Missverständnisse entstehen und dadurch erneute Probleme verursachen, die korrigiert werden müssen.

Wenn man den Arbeitstag einer Pflegekraft aufschlüsselt, ist diese zu einem Drittel im Fahrzeug unterwegs, zu einem Drittel am Patienten beschäftigt und zu einem weiteren Drittel mit der zeitraubenden Dokumentation beschäftigt. Es bleibt also kaum Zeit für den Patienten, der diese dringend benötigen würde.

Hier sollte man ansetzen und etwas ändern. die Kassen bauen immer höheren Druck bzgl. der Beratungen, Risikoeinschätzungen und Dokumentation auf, der nicht aufrecht zu erhalten ist, mit dieser Personaldecke und fast nur noch Hilfskräften in diesem Berufsfeld! es kann nicht sein, daß durch den tolerierten Personalmangel in der Pflege eine Patientengefährdung  & ein Risiko in der pflegerischen Versorgung entsteht.

Hierzu ein passender Artikel im Spiegel Online vom 31.09.2019

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/pflege-personalmangel-gefaehrdet-laut-studie-sicherheit-von-patienten-a-1289263.html


Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

Weitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen, nicht nur dem Personalmangel in der Pflege und dem Risiko welches eine Patientengefährdung darstellt, finden sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, hören Sie doch mal rein!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Welche Problematiken entstehen durch Personal aus dem Ausland?

In diesem Beitrag geht es um Pflegekräfte aus dem Ausland & dadurch oft auftretende Probleme in der Pflege für alle Beteiligten.

Problematisch an diesem Beispiel ist, das es zu erkennen gibt in welchem Zwiespalt unser Gesundheitssystem steckt.

Wir sind auf der einen Seite jetzt schon nicht mehr in der Lage uns um die bestehende Patientenzahl zu kümmern, benötigen auf der anderen Seite dringend Unterstützung durch ausländische Fach- und Hilfskräfte, jedoch fehlt es an einem angemessenen Konzept zur Zusammenarbeit in einem interkulturellen Team.

Die neueingestellten Mitarbeiter werden schnellstmöglich oberflächlich eingearbeitet um unsere personellen Lücken zu kompensieren, sind aber oft unsicher und auf sich allein gestellt, überfordert mit unseren Gegebenheiten.

Sie sind andere Strukturen aus ihren Ländern gewohnt, andere Standards und andere Hyrachien. Sie werden zum sofortigen Einsatz als Lückenfüller unseres Personalsystems eingesetzt.

Dies führt, fern von der eigenen Familie und von Freunden, fremd in einem neuen Land und Kulturkreis oft zu Frustration & Desillusion der neuangeworbenen Pflegekraft. Zusätzlich haben sie es oft durch fehlende Dankbarkeit und Anerkennung durch Angehörige und Patienten zusätzlich schwer bei uns anzukommen.Pflegekräfte Pflege Probleme

Die Patienten sind oft sehr anspruchsvoll, möchten nicht von ausländischem Personal versorgt werden, dies ist bereits bei der Versorgung durch hiesige Pflegekräfte ein Problem, da Männer und Frauen eine gleichgeschlechtliche Versorgung bevorzugen und dies oft am Personalschlüssel der jeweiligen Schicht scheitert.

Aus eigener Erfahrung sind ältere Patienten aufgrund ihrer Kriegs- & Lebenserfahrung nicht bereit sich von Pflegefach- oder Hilfskräften aus anderen Ländern, Kulturen oder auch anderen Religionszugehörigkeitäen versorgen zu lassen. Sie streiken schlicht und äußern den Wunsch einer personellen Änderung.

Die Idee mit Pflegeräften aus anderen Ländern zusammen zu arbeiten ist grundsätzlich gut, stösst jedoch oft auf Problematiken.

Es Bedarf intensiver Schulungen und transparenter Aufklärung aller Beteiligten, auch der Patienten, um auf diese Notwendigkeit aufmerksam zu machen, sonst werden wir diese Möglichkeit der Personalakquise aus dem Ausland nicht lange aufrecht erhalten können und die neuangeworbenen Kräfte gehen zurück in ihre Länder zu ihren Familien und Freunden, frustriert, unverstanden und enttäuscht von uns.

Nachfolgend der Link zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 01.03.2019

https://sz.de/1.4349314


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis