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Eckdatenpapier zur erweiterten Pflegereform 2021 das Entlastungsbudget betreffend

Die Ideen, von Gesundheitsminister Spahn, im Eckdatenpapier zur Pflegereform 2021, für die neue Pflegereform Erweiterung bezogen auf das Entlastungsbudget für pflegende Angehörige wurden vor kurzem über die BILD-Zeitung veröffentlicht. Wir fragen uns zurecht ob dies nicht primär eine Verschlechterung der bisherigen Regelungen des Pflegeversicherungsgesetzes darstellt, was uns hier als positive Neuerung verkauft wird.

Wenn dies ernsthaft das Ergebnis der GROKO darstellt, mit welchen ab 2021 das Entlastungsbudget geregelt ist, sollte sich aus allen Bereichen an der Pflege beteiligter, vor allem von den Leistungsbeziehern, den pflegenden Angehörigen, Widerstand zeigen!

Eine Übersicht der angedachten Reformpunkte:

  1. Pflegesachleistungen, Pflegegeld und das Budget für die Tagespflege sollen ab 07/2021 um 5 % angehoben werden. Ab 2023 zusätzlich jährlich um die Höhe der Inflationsrate.
  2. Die Pauschale für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wird von 40,- Euro monatlich auf 60,- Euro erhöht.
  3. Die Verhinderungspflege kann auch ohne Vorpflegezeit von 6 Monaten, was bisher die Voraussetzung war, genutzt werden.
  4. Den Versicherten wird bei der Versorgung durch ambulante Pflegedienste zugestanden, die Kostenvoranschläge nach Leistungskomplexen oder Zeitkontingenten auswählen zu können.
  5. Wird eine 24h-Betreuungskraft im eigenen Haushalt für die Pflege genutzt, kann unter gewissen Voraussetzungen der Pflegesachleistungsbetrag zu 40% für die Finanzierung der Betreuungskraft umgewandelt werden.
  6. Leistungen aus dem Topf der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sollen flexibler genutzt werden können, hierfür ist ein Jahresbudget von 3300,- Euro vorgesehen.

Eckdatenpapier Pflegereform 2021

Was sich auf den ersten Blick als bereichernde Neuerung in diesem Eckdatenpapier liest, wirft bei genauerer Betrachtung Fragen und berechtigte Kritik auf.

Punkt 1 stellt keinen Reformpunkt dar, sondern eine Überprüfung der Pflegeversicherungsleistungen durch die Bundesregierung, welche im Gesetz alle 5 Jahre verpflichtend verankert ist, eine Erhöhung der angegebenen 5 % deckt gerade die inflationäre Entwicklung ab.

Punkt 2 ist die logische Konsequenz aufgrund der hohen, auch coronabedingten, Nachfrage und dem damit verbundenen Preisanstieg für Verbrauchsprodukte für die Pflege wie Handschuhe, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel. Die Pauschale wurde bereits vergangenen Sommer 2020 angehoben und wird nun nur dauerhaft bei 60,- Euro pro Monat bleiben, was abzusehen war.

Punkt 3 Die Vorpflegezeit von 6 Monaten die bisher für die Verhinderungspflege Bewilligung bindend war, wurde seit langen als nicht realitätsnah kritisiert und eine Abschaffung gefordert. Dieser Forderung wird nun endlich entsprochen.

Punkt 4 wurde bereits in einigen Bundesländern, wie beispielsweise in Bayern, seit Jahren angeboten und umgesetzt, es handelt sich nun nur um eine für alle Bundesländer verbindliche Regelung, welche sinnvoll ist.

Punkt 5 könnte hoffentlich eine Diskussion und einen gesellschaftlichen Denkanstoß, bezogen auf den rechtlich fragwürdig geregelten Bereich der 24h-Betreuungskraftpflege, anregen.

Punkt 6 Die Neuerung der hundertprozentigen Kombination aus beiden Budgets, die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege betreffend, welche bisher mit 50% kombinierbar waren, ist angemessen und wird seit langem gefordert. Seit dem Pflegestärkungsgesetz 2 profitierten beispielsweise Patienten mit kognitiven Einschränkungen nicht von dieser Möglichkeit, da diese nicht in der Lage waren diese Leistung der Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen zu können.


Resultierend aus den bisherigen Punkten kann man diese gesetzlich verankerten Neuerungen des Eckdatenpapiers als gute und sinnvolle Erweiterung des Entlastungsbudgets für pflegende Angehörige ansehen. Die zwei folgenden Punkte sind jedoch eine massive Einschränkung und sollten mit breitem Widerstand kritisiert werden.


Ab 07/2022 sollen für die stundenweise Verhinderungspflege durch eine Ersatzpflegeperson nur noch maximal 40% des Budgets eingesetzt werden können, die restlichen 60% sollen der Ersatzpflege der für einen längeren Zeitraum verhinderten, privaten Pflegeperson vorbehalten bleiben. Sind zukünftig nur noch 40% des Verhinderungspflege Budgets flexibel nutzbar, stellt sich die Frage, was die Verbesserung der GROKO, bezogen auf die flexiblere Nutzung des neuen, grossen Entlastungsbudgets ist, wenn Familien nicht mehr frei entscheiden können, wie und in welchem Umfang sie den Verhinderungspflegebetrag einsetzen können. Möchte oder kann ein Angehöriger nicht auf eine urlaubs- oder krankheitsbedingte Vertretung zurückgreifen, bedeutet dies für ihn eine finanzielle Benachteiligung von ca. 45%, denn bisher wurden 2418,- Euro jährlich übernommen, die Neuregelung sieht nur noch 1320,- Euro vor.

Ein weiterer grosser Kritikpunkt ist die Kürzung des Budgets für die Tagespflege um 50%. Dieses soll ab 07/2022 bei Inanspruchnahme von ambulanten Pflegesachleistungen oder Geldleistungen entsprechend gekürzt werden. Hintergrund ist, daß viele Pflegeanbieter vermehrt kombinierte Angebote aus Betreutem Wohnen und Tagespflege anbieten und damit die falschen Anreize setzen. Ältere und / oder pflegebedürftige Menschen sehen in diesen Angeboten einen Nutzen durch mehr individuelle Freiheit und finanzielle Ersparnisse, ohne Abstriche in der Sicherheit der pflegerischen Versorgung zu haben.

Eine vorgesehene Reduktion des Budgets für Tagespflege um 50% bedeutet für einen Versicherten mit beispielsweise Pflegegrad 4 eine Mehrbelastung von jährlich 9672,- Euro!

Eine absolute Zumutung, wie wir finden.


Die Einsparung durch die Budgetreduzierung von 50% für die Tagespflegenutzung von noch im eigenen Haushalt gepflegten Menschen, stellt für die Pflegeversicherung eine jährliche Ersparnis von 500.000.000 Euro dar – eine Unverschämtheit dies als positive Neuerung und Reform, die von Nutzen für Versicherte und pflegenden Angehörige sei, darzustellen!


Stellt dies die Neuerung des Entlastungsbudgets für pflegende Angehörige dar, mit denen uns eine Verbesserung in Aussicht gestellt werden soll?

Wir werden, aus unserer Sicht, für dumm verkauft und uns werden minimale, längst nötige, kleine Veränderungen in den ersten Punkten als Verbesserung verkauft, jedoch findet alles in allem eine massive Verschlechterung in wesentlichen Punkten zu Gunsten der Pflegeversicherung, bezogen auf deren Einsparprogramm statt. 

Gegen diese Maßnahmen muss sich Widerstand aus allen Interessensgruppen, Verbänden & Vereinen sowie von Betroffenen zeigen, dies kann so nicht ernst gemeint sein und hingenommen werden!


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Eigenanteil Pflegeheim Deckelung auf 700,- Euro | Der Finanzierungsplan

Pflegeheim | Stationäre Altenpflege | Eigenanteil der Kosten


Unser Gesundheitsminister Spahn äußerte sich am Wochenbeginn vor den Medien, mit einem neuen Pflegereformteil, der die finanzielle Entlastung von Angehörigen Pflegebedürftiger vorsieht, durch angebliche Reduktion des Eigenanteil der Pflegeheimkosten.

Konkret spricht er den immer höher werdenden Eigenanteil für die stationäre Unterbringung eines Pflegebedürftigen an und stellt sein Konzept für eine Deckelung dieses Eigenbetrags von maximal 700,- Euro monatlich vor. Doch wie soll dies finanziert werden, die Zuzahlung für die Angehörigen beträgt aktuell in einigen Bundesländern durchschnittlich 2000,- Euro, bei steigender Tendenz.

Eigenanteil Deckelung Pflegeheim | Pflegereform

Steigen die Löhne der Pflegekräfte oder wird durch den Betreiber einer stationären Pflegeeinrichtung mehr Personal eingestellt, macht sich dieses finanziell für den untergebrachten Pflegebedürftigen bemerkbar und dessen Eigenanteil steigt erneut. Durch die aktuelle Pflegeversicherung ist nur ein Basisteil der tatsächlichen Kosten gedeckt. Pflegekräfte und Pflegebedürftige werden in diesem System gegeneinander ausgespielt, hierbei muss sich dringend etwas ändern. Dies haben auch die Abgeordneten des Bundestags begriffen, nur sind die Vorschläge unterschiedlichster Art und es wird kein gemeinsamer Nenner gefunden.

Gesundheitsminister Spahn greift mit seinem Vorschlag, die Eigenanteilskosten zu deckeln, einen alten Entwurf der Sozialdemokraten auf um eine Entlastung finanzieller Art zu bewirken. Er spricht zusätzlich von einer Grenze von drei Jahren, die maximal, als Eigenanteilszahlungspflicht im Raum steht. Wenn Familien von Pflegebedürftigen, durch dieses Modell geschont werden, wer kommt dann für die Finanzierungslücke auf?

Sein Finanzierungskonzept nimmt die zukünftigen Steuerzahler in die Pflicht. Der Bundeshaushalt soll sich zusätzlich an diesen Kosten mit jährlich sechs Milliarden Euro beteiligen. Aufgrund der Tatsache, dass das Gesundheitswesen in Deutschland primär durch Versicherungsbeiträge funktioniert, dort jedoch aktuell kaum Finanzierungsmittel abgeschöpft werden können, was auch an der aktuellen Corona Pandemie liegt, werden wohl die Steuerzahler mit einem höheren Pflegeversicherungsbeitrag belastet werden.

Es ist davon auszugehen, dass der Versicherungsbeitrag von aktuell monatlich 1,1 Prozent im kommenden Jahr auf 1,3 Prozent angehoben wird. Die Sozialversicherungsbeiträge blieben somit noch knapp unter der Grenze von 40 Prozent – ein psychologischer Wert, der nicht überschritten werden soll.

Es sieht so aus als hätte uns die aktuelle Corona Pandemie die Finanzierungsmöglichkeiten für dringende Reformen im Gesundheitswesen genommen. Die Kassen stellen die Situation nicht ganz so einseitig dar. Die Mehrausgaben durch Gesundheitsminister Spahn liegen bei bisher zehn Milliarden Euro, die coronabedingten Kosten belaufen sich auf ca. fünf Milliarden Euro. Der Finanzierungsplan Spahns bezieht sich aktuell nur auf 2021, spannend wird es für die nachfolgenden Jahre, in denen keine weiteren Finanzierungshilfen mehr vorgesehen sind.

Müssen wir also ab 2022 mit einem Kollaps des Gesundheitssystems rechnen?

Der Krankenversicherungsexperte & Vorstand des BKK-Dachverbands Franz Knieps, geht von diesem Szenario aus. Dann wären, laut Knieps, auch die Reserven der Kassen am Limit, der Zusatzbeitrag müsste sich verdoppeln und Spahns Nachfolger müsste über die psychologische Grenze der Sozialversicherungsbeiträge von 40 Prozent treten oder wieder Sparmaßnahmen durchzusetzen. Daraus resultierend würden für den Versicherten Leistungseinschränkungen der Kassen zu erwarten sein und der Eigenanteil für Behandlungen würde ansteigen.

Fazit: Neue Steuererhöhungen sind zu erwarten…


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

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Gewalt & Übergriffe in der Pflege


Wie kommt es zu Gewalt in der Pflege durch Übergriffe?


Im nachfolgenden Artikel erklären wir Ihnen wie es zu Gewalt in der Pflege durch Übergriffe kommt.

Die Umsorgung eines pflegebedürftigen Menschen bringt uns oft psychisch und physisch an unsere Grenzen. Überforderung und Stress treten auf, es fehlt der nötige Kanal Luft abzulassen. Wir haben vor Überlastung nicht die Möglichkeit uns Auszeiten zu schaffen, fühlen uns gebraucht und verantwortlich und vergessen, wie nötig auch für pflegende und pflegende Angehörige ein Ventil ist um mit mit neuer Kraft und Abstand unsere Arbeit anschließend wieder konzentriert und mit neuer Energie aufnehmen zu können.

Gerade jetzt in den Zeiten von häuslicher Isolation und gesellschaftlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, hat die Zahl der häuslichen Gewaltfälle auch in der Pflege zugenommen. Die hohe Arbeitsbelastung, fehlende Ruhezeiten und ein angemessener Freizeitausgleich werden als Gründe erkannt.

Es wird aktuell davon ausgegangen, dass in diesem Jahr jeder sechste Mensch über 60 Jahren mit einer Form der Gewalt in der Pflege konfrontiert war.

Gewalt Übergriffe Pflege

Welche Signale sendet der Körper?

Wichtig ist, sich selbst bewußt zu machen und zu erkennen, wenn der eigene Körper Signale sendet. Die Stimme wird lauter und zur Verdeutlichung von Gesagtem gehoben. Man reagiert nervös & gereizt. Raucher werden vermehrt auf Zigaretten zurück greifen. Schlafstörungen können stressbedingt auftreten. Lustlosigkeit & Müdigkeit blockieren uns darin, Freunde zu treffen und einem angemessenen Ausgleich nachzugehen. Wir sind schlapp und erschöpft und fallen nur noch kraftlos auf unsere Couch oder ins Bett.

Wie äußert sich Gewalt in der Pflege?

Gewalt muss hierbei nicht ausschließlich körperlich angewendet werden, auch verbale Äußerungen der Überforderung gegenüber einem hilfs- und pflegebedürftigen Menschen zählen dazu.

Aussagen wie, du machst mein ganzes Leben kaputt, ich habe überhaupt nichts mehr von meinem Leben und wärest du doch nur endlich tot, erzeugen psychischen Druck und sind eine Form der verbalen Gewalt gegenüber einem Menschen.

Welche Ursachen gibt es für Gewalt in der Pflege?

Dieses zeigt sich primär bei pflegenden Angehörigen, denen natürlich die nötige Distanz und oft die Professionalität für den Umgang damit fehlen, wir sprechen von Laienpflege.

Jedoch macht sich Überforderung, Stress und Ermüdung auch bei professionellen Pflegekräften bemerkbar. Nicht jeder ist in der Lage dies selbst für sich zu kompensieren, damit umzugehen und sich um einen entsprechenden Ausgleich zu kümmern, um neue Energie für die Arbeit zu tanken.

Zusätzliche Schichten in der Pflege und fehlende Freizeit- und Ruhezeiten sind ein grosses Problem. Zusätzliche Dienste sind an der Tagesordnung, irgendjemand muss sich auch bei personellen Ausfällen um die Patienten kümmern.

Zustände des Patienten verschlechtern sich und es bedarf eines Mehraufwands und noch mehr Zeit für die Versorgung.

Wir haben schlicht das Gefühl keine Zeit mehr für uns selbst zu haben, nur noch zu funktionieren und zu arbeiten.

Welche Präventionsmöglichkeiten gibt es bei Gewalt in der Pflege?
  • Nutzen Sie die Möglichkeit der Tagespflege für ihren pflegebedürftigen Angehörigen
  • Denken Sie daran die Verhinderungspflege zu nutzen
  • Ergänzen Sie die Leistungen des ambulanten Pflegedienstes
  • Ist Kurzzeitpflege eine Entlastung für mich
  • Kann ich Familienmitglieder mit in den Pflegeprozeß involvieren
  • Können ehrenamtliche Helfer eine Unterstützung geben
  • Ist eine Betreuungskraft zusätzlich eine Entlastung für mich
  • Kann ich auf eine 24h-Betreuung zurückgreifen und mir diese leisten
  • Kümmere ich mich ausreichend um meine Selbstfürsorge
  • Planen Sie feste Pausen und Erholungsphasen für mich
  • Kann Meditation eine Entspannungsmöglichkeit für mich sein
  • Trinken Sie genügend Wasser & ernähren Sie sich ausgewogen
  • Treiben Sie Sport und bewegen Sie sich zum Ausgleich
  • Viele kleine Pausen sind effektiver als eine grosse Auszeit am Tag
  • Versuchen Sie erholsamen und ausreichenden Schlaf zu finden
  • Schalten Sie unnötige Stressfaktoren, wie Mobiltelefone gelegentlich einfach ab
  • Greifen Sie auf Selbsthilfegruppen zurück
  • Holen Sie sich, wenn nötig, Unterstützung durch Psychologen

 

Gewalt Übergriffe Pflege

Wenn auch Sie merken wie ausgelaugt und psychisch oder physisch überlastet Sie durch Ihre Pflegesituation sind, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen bei notwendigen Schritten und Anträgen damit Sie nachhaltig und langfristig diese wertvolle und wichtige Arbeit am Patienten mit neuer Energie & Kraft fortführen können! Es darf in der Pflege nicht zu Gewalt durch Übergriffe kommen!


Pflegeberatung Pflegegrad Widerspruch MDK-Bescheid

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

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Aktueller Kabinettbeschluß: Nationale Demenz-Strategie

Die Nationale Demenz-Strategie


Wir haben bundesweit aktuell 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Demographisch wird diese Zahl bis 2050 auf 2,8 Millionen steigen. Das Bundeskabinett hat hierzu zum 01.07.2020 eine nationale Demenz-Strategie beschlossen, um auf diese gravierende Problematik eingestellt zu sein.

Nationale Demenz Strategie

 

Zusammen mit ausgewählten Partnern der Bundesregierung soll im September diesen Jahres noch das erarbeitete Konzept, das endlich, auf die seit langem bekannte Problematik eingehen soll, umgesetzt werden.

Da uns dieses Krankheitsbild alle angeht und jeder betroffen sein kann, wurde in einem breiten Bündnis zusammen mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Ländern und Kommunen, Verbänden des Gesundheitswesens und auch der Pflege, Sozialversicherungsträgern, Zivilgesellschaft und Wissenschaftlern herausgearbeitet, wie man dieser Problematik in Zukunft entgegen treten möchte.

Es soll ein neues Bewusstsein in allen Lebensbereichen geschaffen werden, Unterstützungsnetzwerke vor Ort, wie unsere Deutsche Pflegeberatung Matheis in München, müssen vermehrt genutzt & beworben werden. Zusätzlich benötigen wir eine bessere medizinische Versorgung, präventive Maßnahmen und mehr Gelder, die in die Forschung dieses Bereichs investiert werden. Ein Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Faktoren, kann diese Strategie erfolgreich werden lassen.


Auf folgende Zielsetzung wurde der Fokus bei der Demenz Strategie gerichtet:

  1. Mehr Aufmerksamkeit für Menschen mit Demenz
  2. Beratung & Begleitung
  3. Netzwerke Pflege & Beruf
  4. Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige
  5. Abgestimmte Abläufe in der Versorgung des Betroffenen
  6. Demenzsensible Krankenhäuser
  7. Forschung zur Demenz-Erkrankung

 

Mehr Aufmerksamkeit:

Eine bundesweite Kampagne soll sensibilisieren und zum Engagement aufrufen. Es wird die Möglichkeit geschaffen, sich als „Demenzpartner“ schulen zu lassen.

Beratung & Begleitung:

Ehrenamtliche und vor allem professionelle Beratungs- und Schulungsangebote, wie auch von unserer Beratungsagentur seit langem angeboten, sollen gerade für die schwierige, erste Phase der Erkrankung ausgebaut werden.

Netzwerke:

Es sollen Strategien von pflegenden Angehörigen, Unternehmen und den Kommunen erarbeitet werden, wie Pflege innerhalb der Familie auch mit dem Beruf vereinbart werden kann. Hierfür ist eine Regiestelle des Bundesseniorenministeriums geplant.

Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige:

Es werden verbesserte Gesundheits- und Präventionsangebote für pflegende Angehörige geschaffen, da diese bereits massiv an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Hierfür wird aktuell ein neues Förderprogramm geprüft.

Abgestimmte Abläufe in der Versorgung der Betroffenen:

Alle Versorgungs- und Unterstützungsangebote müssen endlich ineinander greifen. Es muss interdisziplinär gedacht und gearbeitet werden, ein roter Faden zu Gunsten des Betroffenen, muss erkennbar sein. Dazu müssen Kliniken, Pflege, Ärzte und Fachärzte sowie pflegende Angehörige und Beratungsstellen nah zusammen arbeiten. Das Schnittstellenmanagement muss optimiert werden.

Demenzsensible Krankenhäuser:

Die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz müssen in die Gestaltung von Krankenhäusern mit einfliessen.

Ausgebildetes & qualifiziertes Personal muss ausreichend zur Verfügung stehen, um die arbeits- und zeitintensive Versorgung von Menschen mit Demenz in unvermeidbaren Klinikaufenthalten in den Griff zu bekommen. Diese gehen aktuell im Versorgungsbetrieb der Krankenhäuser und Kliniken unter, werden vernachlässigt und bekommen nicht die angemessene Versorgung, die sie benötigen würden. Patienten kommen oft in einem extrem verschlechterten Zustand aus den Krankenhäusern und Kliniken zurück!

Forschung zu Demenz:

Der Aufbau eines nationalen klinischen Demenzforschungsnetzwerks und eines Demenzversorgungsforschungs-Netzwerks ist geplant. Der Zugang zu Daten für Forschungszwecke soll zusätzlich erleichtert werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen schneller und wirksamer für den Betroffenen in die Praxis umgesetzt werden können.


Fazit:

In unseren Augen, bleibt es abzuwarten, wie sich dies möglichst schnell in die Realität umsetzen lässt & ob erste Erfolge gegen das Problem der zunehmenden Vergesslichkeit der Bevölkerung zu erkennen sind.

Es ist auf jeden Fall positiv zu bewerten, dass die Problematik von Seiten der Bundesregierung ernst genommen wird & an einer Lösung gearbeitet wird.


Wir schulen bereits seit langem, individuell, pflegende Angehörige und gehen als Pflegeberatungs-Agentur auf Ängste, Sorgen und Probleme bei der Versorgung von Menschen mit Demenz ein. Wir bieten Lösungsansätze um pflegende Angehörige, die zu Hause den grössten Teil der pflegerischen Betreuung und Versorgung übernehmen müssen, im Umgang mit dem Erkrankten Sicherheit und fachliches Grundwissen zu vermitteln.

Melden Sie sich bei uns, wenn auch Sie bereits an Ihre Belastungsgrenzen in der Versorgung stossen und professionelle Unterstützung oder Beratung, auch über moderne Kommunikationsmedien, wie Videotelefonie, benötigen.


Wir sind bundesweit für Sie da!

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