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Pflegeberatung München Pflegegrad Antrag & Widerspruch MDK

Vorsicht vor Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten

Immer wieder rufen Angehörige bei unserer Pflegeberatung an, wenn sie den Verdacht auf Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten erkennen. Leider ist dies immer öfter der Fall. Wir haben es, auf den Bereich Pflege bezogen, mit einem großen Wirtschaftszweig zu tun. Auch in diesem Bereich gibt es selbstverständlich schwarze Schafe, die demographisch bedingt, die Chance wittern sich finanziell zu bereichern.


Abrechnungsbetrug | Welche Dinge kann ich selbst kontrollieren und prüfen?


Es ist für einen pflegenden Angehörigen nicht leicht zu durchschauen, was hinter den im Kostenvoranschlag enthaltenen Leistungen an auszuführenden Tätigkeiten steckt. Im Idealfall muß beim Aufnahmegespräch des Patienten der Kostenvoranschlag besprochen und transparent erklärt sein. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Wir stellen immer wieder fest, daß Angehörige & Patienten keine Ahnung davon haben, was sie da eigentlich unterschreiben.

Ambulante Pflegedienste haben somit leicht die Möglichkeit Abrechnungsbetrug zu betreiben. Dies können Sie, anhand der nächsten beiden Fallbeispiele, vermeiden. Wir bieten unseren Kunden als Teil unserer Pflegeberatung  immer an, wenn Unklarheiten zwischen Kostenvoranschlag und erbrachten Leistungen bestehen, diesen zu prüfen. Wir gehen präzise auf die Einzelleistungen ein, erklären, was von Seite der Kasse vorgegeben ist und wie sich die Punkte auf die Versorgung des Patienten beziehen.Deutsche Pflegeberatung Matheis | Abrechungsbetrug ambulanter Pflegedienst


Fallbeispiel Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten


Ein Kunde wendet sich an uns, da der Pflegesachleistungsbetrag bei Pflegegrad 3 von 1298,- Euro vom ambulanten Pflegedienst voll ausgeschöpft wird. Zusätzlich verrechnet der ambulante Pflegedienst den monatlichen Entlastungsbetrag von 125,- Euro für die hauswirtschaftliche Versorgung. Seine Mutter erhält jedoch, nachdem wir den vorliegenden Kostenvoranschlag durchgehen, nicht die vereinbarten Leistungen. Der ambulante Pflegedienst rechnet diese jedoch monatlich voll ab.

Es sind teilweise Punkte, die nicht mit anderen Leistungskomplexen kombiniert abrechenbar sind. Es werden Leistungen im Kostenvoranschlag und gegenüber der Kasse als erbracht abgerechnet, obwohl die Versicherte diese selbst ausführt. Sie erhält keinerlei Unterstützung bei diesen Tätigkeiten durch den ambulanten Pflegedienst, wir sprechen von Abrechnungsbetrug.

Wir erstellen, zusammen mit dem Sohn, der Versicherten, eine Übersicht der tatsächlich notwendigen Leistungen. Die Übersicht zeigt uns nun eine Differenz von insgesamt 620,25 Euro monatlich. Dieser Betrag wird regelmäßig bei der Kasse abgerechnet, für angeblich erbrachte Pflegeleistungen.

Die Versicherte kann sich den Restbetrag, des nicht verbrauchten Pflegegeldes, als Kombinationsleistung von der Kasse anteilig ausbezahlen lassen.

Bei der Durchsicht des Pflegevertrags finden wir zusätzlich nicht rechtskräftige Klauseln, auf die Kündigungsfrist bezogen. Ein ambulanter Pflegedienst ist nicht berechtigt eine Kündigungsfrist für den Patienten vorzuschreiben. In diesem Fall soll der Pflegedienst, laut Vertrag, mindestens 6 Monate genutzt und nicht gekündigt werden. Das Patientenrecht sieht vor, daß ein Patient den ambulanten Pflegedienst von einem Tag auf den anderen kündigen & wechseln kann.


Ein weiteres Beispiel für Abrechnungsbetrug durch ambulante Pflegedienste

Der Aufmerksamkeit der Tochter ist es zu verdanken, daß sie stutzig geworden ist, über die abgerechneten Leistungen im Pflegefall ihrer Mutter. Diese wird auch zu Hause von einem ambulanten Pflegedienst pflegerisch versorgt. In diesem Fallbeispiel ist mit dem ambulanten Pflegedienst vereinbart, sich um die Hauswirtschaft zu kümmern. Es wurde kein Auftrag für pflegerische oder medizinische Leistungen erteilt. Die Versicherte hatte über den Entlastungsbetrag von monatlich 125,- Euro ingesamt 1254,- Euro angespart. Der ambulante Pflegedienst soll mit diesem Budget haushaltsnahe Dienstleistungen erbringen.

Der Umfang hierfür ist mit der Tochter besprochen bei wöchentlichen 5,25 Stunden. Die Tochter wundert sich im folgenden Monat über das Ausbleiben des von der Kasse bezahlten Pflegegeldes. Dieses wird nach Geldleistung ausbezahlt. die Tochter übernimmt als pflegende Angehörige die pflegerische Versorgung ihrer Mutter. Auf Nachfrage bei der Kasse erfährt sie, daß der ambulante Pflegedienst zusätzlich zum Entlastungsbetrag für die Haushaltstätigkeiten, die Pflegesachleistungspauschale für angebliche Leistungen der Körperpflege abrechnet. Deswegen findet keine Auszahlung des Pflegegeldes statt, es gibt keinen Restbetrag. Es wurden nicht vereinbarte Leistungen über 2263,71 Euro bei der Kasse abgerechnet.

Die Reklamation der Tochter gegenüber dem ambulanten Pflegedienst

Die Tochter konfrontiert den ambulanten Pflegedienst mit den Vorwürfen, sieht die Leistungsnachweise ein. dabei stellt sich heraus, daß die zu unterschreibenden Leistungsnachweise nicht stimmen. Ihre Mutter hat diese ihr vorgelegten Nachweise gutgläubig unterschrieben. Eine Leistungsnachweis hat eine offensichtlich gefälschte Unterschrift, die nicht von der Mutter stammt. es sind Tage abgerechnet an denen keine Pflegekraft vor Ort war. Weiterhin stellt sich heraus, daß diese Leistungsnachweise nachträglich erstellt wurden. Der Haushaltshelfer, aus einem Drittland stammend, hat diese gegen gezeichnet. Er versteht diese Formulare jedoch laut Tochter überhaupt nicht. Handelt ausschließlich nach Anweisung seiner Pflegedienstleitung. Nach seinen Angaben ist diese oft cholerisch, schreit ihn an und droht ihm bei Unfolgsamkeit mit Kündigung.

Für einen Vormonat tauchen zusätzlich zwei erstellte Leistungsnachweise auf. Es macht den Anschein als wären zwei Personen, unabhängig voneinander, tätig gewesen. Auch das gibt keinen Sinn und verhärtet den Verdacht auf Abrechnungsbetrug des ambulanten Pflegedienstes. Weiterhin wurden die Rechnungen der nicht getätigten Leistungen nicht nur an die Kasse sondern auch an die BFS-Abrechnungstelle weitergeleitet. Der Verdacht des Versuchs der doppelten Abrechnung des ambulanten Pflegedienstes steht im Raum. Nach einem weiteren Telefonat mit der Techniker Krankenkasse, bei dem auch der Sachbearbeiter nicht mehr durchsteigt, wird eine Überprüfung veranlaßt.

Eine weitere Möglichkeit für Abrechnungsbetrug bei ambulanten Pflegediensten

Die Tochter schildert uns, daß der Betreiber des ambulanten Pflegedienstes auch Transferfahrten ins Impfzentrum, coronabedingt, anbietet. Es liegt jedoch, wie bei allen ambulanten Pflegediensten kein Personenbeförderungsschein vor. Dieser ist aus Versicherungsgründen jedoch erforderlich um Patienten im KFZ zu transportieren. Wir sprechen von grober Fahrläßigkeit dem Patienten gegenüber. Es wird auch eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren betrieben. Diese nutzen morgens und abends den Hol- und Bringservice. Unabhängig davon, daß die Kunden nicht täglich für die Fahrten bezahlen, sind diese jedoch notwendig für den Umsatz der Tagespflege und mit einkalkuliert.

Die Gesetzesgrundlage

Daher hat der Gesetzgeber entschieden, dass solch eine Fahrt eine entgeltliche Personenbeförderung ist. Diese ist ohne den notwendigen Unternehmerschein, einem eigenen Standortleiter und speziellen gewerblichen Parkplätzen (die Genehmigung muss das Bauamt der Gemeinde geben) nicht betriebbar. Die Versicherung ist für diese Fahrzeuge (V-Klassen) erheblich teurer, zudem müssen sie jährlich zum TÜV und obliegen hier auch der BO-Kraftverordnung. Es fällt auch eine Beitragspflicht zur dazugehörigen Berufsgenossenschaft in Hamburg an. Die Behörde, die dazu gehört, ist das Landratsamt München. Der Ansprechpartner ist Herr Burkhardt vom Bereich Verkehrswesen. Bei den V-Klassen sind auch die Türgriffe manipuliert. So wird die Betreuungskraft, die bei solchen „Krankenfahrten“, zusätzlich genehmigt sein muss, gespart. Scheinbar – das weiß die Tochter nur vom Hörensagen – sind die Türgriffe so manipuliert – nicht mit der Kindersicherung – dass die Menschen mit Demenz im Notfall nicht alleine aussteigen können. Der ambulante Pflegedienst handelt zusätzlich gesetzwidrig.

Das Gesetz ist da, um Chauffeursunternehmen und Taxiunternehmer zu schützen. Im Sprachgebrauch der Behörden spricht man von der Genehmigung / Konzession für Taxi- und Mietwagenunternehmer. Mietwagen sind Chauffeursunternehmen. Das was wir umgangssprachlich als Mietwagen bezeichnen, ist die sogenannte Selbstfahrervermietung.


Fazit:

Selbstverständlich sind dies Fälle von Abrechnungsbetrug, die zum Glück nicht bei allen Betreibern von ambulanten Pflegediensten auftreten. Jedoch empfehlen wir immer nicht zu gutgläubig zu sein, diese regelmäßig zu kontrollieren. stellen Sie Fragen wenn Sie etwas nicht verstehen! Ziehen Sie unsere Serviceleistung der Prüfung von Kostenvoranschlägen & Pflegeverträgen in Erwägung. Lassen Sie sich finanziell nicht betrügen und vor allem keine falschen Tatsachen vortäuschen!

Vertrauen ist gut – Kontrolle dringend nötig!!!


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Ihre Pflegeberatung informiert: Ketogene Ernährung | KETO

Ihre Pflegeberatung erklärt:

Was ist KETO | Ketogene Ernährung?


Im folgenden Artikel erklärt Ihnen Ihre Pflegeberatung den Nutzen die Ketogene Ernährung, auch KETO genannt, für Sie beinhaltet.


  • Was bedeutet ketogen?
  • Worauf basiert ketogene Ernährung
  • Wie funktioniert dieser Stoffwechselprozeß?
  • Was kann ich damit beeinflussen?
  • Was erreiche ich mit dieser Ernährung?
  • Welche Lebensmittel sind relevant?

Die ketogene Ernährung basiert auf kohlenhydratlimitierter, proteinreicher und deshalb fettreicher Ernährung. Die notwendige Energie für den Körper wird nicht mehr aus Glucose & Fett, sondern nur noch aus Fetten aus der Nahrung und den dadurch in Gang gesetzten Ketonkörpern geliefert.

Es handelt sich um einen Stoffwechselprozeß, welcher durch den Verzicht auf Kohlenhydrate & Zucker in Gang gesetzt wird.

Für wen ist Ketogene Ernährung sinnvoll?

  • Patienten mit Übergewicht
  • Patienten mit Epilepsie
  • Patienten mit Alzheimer Demenz
  • Sportler
  • Patienten mit Glucosetransportstörung
  • Gesundheitsbewußte Menschen

Pflegeberatung Ketogene Ernährung KETO

Stoffwechselprozeß bei Ketogener Ernährung:

Der Körper wandelt ca. 50% der aufgenommenen Proteine & nur ca. 10% der Fette aufgrund des geringen Glycerinanteils in Glucose (Energie/Zucker) um.

Wenn wir Hunger verspüren greift unser Körper zuerst auf gespeicherte Kohlenhyrdat Vorräte in unserer Leber zurück. 

Wir setzen hiermit einen Stoffwechselprozeß in Gang den der Körper als Hungestoffwechsel interpretiert. Hierbei werden Fettsäuren aus der Leber zu Ketokörpern umgestaltet, welche anschliessend als Energiequelle für unser Gehirn dienen. Dieser Stoffwechsel-Prozeß wird Ketose genannt.

Umsetzung:

Bei der Errechnung unseres Bedarfs sind diese zwei Faktoren ausschlaggebend. Einmal die Höhe des Energiebedarfs und die des Proteinbedarfs.

Man geht davon aus, dass der Fettanteil mit ca. 80% berechnet wird und der Anteil der zuzuführenden Proteine mit ca. 20% aus unserer Nahrung.

Um die Wirksamkeit der Ketose aufzubauen, sollten Kohlenhydrate nur in sehr geringem Maß zugeführt werden.

Eine korrekte Durchführung wird zu Beginn von einem Ernährungsberater oder einem Facharzt begleitet und durch Urin sowie Blutproben kontrolliert. Hierbei lassen sich Rückschlüsse auf den Bedarf und eine eventuelle Anpassung von Fetten und Proteinen ziehen!

Lebensmittel:

  • Fleisch, Geflügel sowie Fisch
  • Avocados
  • Nüsse & Samen
  • Eier
  • Käse
  • Low-Carb-Gemüse und Früchte
  • dunkle, zartbitter Schokolade und Kakao

Eventuelle Nebenwirkungen zu Beginn:

  • vorübergehnde Verdauungs- und Stuhlprobleme durch die Umstellung
  • gelegentliche Müdigkeit

Pflegeberatung Ketogene Ernährung KETO

Ergebnis:

Innerhalb kurzer Zeit werden Sie feststellen, dass Sie sich deutlich fitter, wacher und leistungsstärker fühlen. 

Sie verlieren an überflüssigem Gewicht und fühlen sich wohler. 

Eine Gelenkbelastung wird reduziert durch die Gewichtsabnahme. 

Sie senken Ihren Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise.

Weniger Triglyceride und HDL-Cholesterin – dadurch Verringerung der Arteriosklerosegefahr

Melden sie sich gerne telefonisch oder über unser Kontaktformular auf unserer Homepage bei unserer Pflegeberatung für weitere Information zum Thema Ketogene Ernährung & KETO.


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

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Palliativ Pflege | Das nötige Wissen für Laien

Was ist Palliativ Pflege | Palliativ Care?


Im nachfolgenden Text möchten wir ihnen die Unterstützungsmöglichkeiten der Palliativ Pflege oder Palliativ Care erklären.

  • Was versteht man darunter?
  • Zu Hause oder stationär möglich?
  • Ab wann ist ein Patient palliativ zu pflegen?
  • Gibt es ein Therapieziel?
  • Kann dieses Ziel geändert werden?
  • Bei welcher Indikation?

Man spricht in der Pflege von Palliativpflege, wenn keine Aussicht mehr auf Heilung besteht und der Patient sich am Lebensende einer Krankheitsphase befindet.

Der Fokus der Pflege richtet sich in diesem Stadium auf Selbstbestimmung, Linderung, Schmerzreduktion und Lebensqualität.

Der Patient wird im Sterbeprozeß begleitet, nach dem Prinzip:

Alles kann – nichts muss!

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  • Wann hört man auf zu heilen?
  • Wer entscheidet über diesen Prozeß?
  • Habe ich als Angehöriger ein Mitspracherecht?
  • Können Pflegekonzepte auch kombiniert werden?
  • Klare Grenze oder fliessender Übergang?Palliativ Pflege Hospiz Palliativ Care

Definition Palliativ Pflege:

Die herkömmliche Pflege des Patienten hat einen kurativen Fokus, welcher im Palliativbereich nicht mehr verfolgt wird. 

Der Patient wird in seinen letzten Stunden, Tagen oder Wochen behutsam begleitet.

Es wird, wenn verbal noch möglich, auf seine Vorstellungen und Wünsche eingegangen. Er bestimmt was noch stattfindet und was nicht. 

Eine zwingende Ernährung oder Getränkezufuhr bleibt dem Wollen des Patienten überlassen. Der begleitende Arzt setzt meistens die bisherige Medikation ab und es wird mit palliativ üblichen, lindernden, angst- und unruhelösenden Medikamenten gearbeitet. 

Die eventuelle Schmerzproblematik steht im Vordergrund und wird mit starken schmerzstillenden Medkamenten, wie Morphium, behandelt um dem Patienten keinen unnötigen Qualen auszusetzen.

Die Körperpflege wird auf ein Minimum reduziert, um den Patienten nicht unnötig zu fordern, ihn zu belasten oder anderweitig zu beeinträchtigen.

Es wird darauf geachtet, dass bei reduzierter Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, die Mundschleimhaut feucht gehalten wird und die Lippen nicht austrocknen. Dies dient alleinig dem Wohlbefinden.

Wo wird palliativ gepflegt:

Eine palliative Versorgung kann nicht nur auf speziellen Palliativ-Stationen in der Klinik erbracht werden, diese arbeiten mit erweiterten Personalschlüsseln, um Zeit für die Sterbenden zu haben. 

Unter Einbezug eines speziellen ambulanten Palliativ-Teams (SAPV-Team) zusätzlich zum ambulanten Pflegedienst kann dies auch zu Hause stattfinden.

Therapieziele der Palliativ Pflege:

Ist dieses palliative Ziel von Seiten des behandelnden Arztes besprochen, leitet dieser notwenige Schritte und Änderungen an alle an der Pflege beteiligten weiter.

Dieses Ziel kann revidiert werden, wenn es der Patientenwille ergibt oder die Indikation sich verändert bzw. verbessert.

Das Ziel ist auf die Linderung, Begleitung und Selbstbestimmung des Patienten gerichtet.

Therapiemaßnahmen der Palliativ Pflege | Palliativ Care:

Man unterscheidet unter den vier folgenden Therapiemaßnahmen.

  • indiziert
  • zweifelhaft
  • nicht indiziert
  • kontraindiziert

Nur wenn diese Maßnahmen angemessen sind, werden sie dem Betroffenen angeboten. Sind diese zweifelhaft, sollte man offen und konkret, unter Einbezug aller, an der Pflege beteiligten, darüber sprechen.

So lange es möglich ist, wird auf den Willen des Patienten eingegangen. Dies ist auch der Fall, wenn eine Chance auf Besserung bestehen würde, der Patient, krankheitsbedingt, jedoch keine Kraft und keinen Lebenswillen meht aufbringt und dies klar äußert.

Ist der Patient im Vorfeld adäquat über Risken, Problematiken und entstehende Komplikationen aufgeklärt worden, wird seine Entscheidungsfreiheit nicht weiter beeinflusst.

Dies ist nur dann möglich, wenn der Patient ansprechbar, orientiert und geistig nicht eingeschränkt ist, sonst muss ein eventueller vorhandener gesetzlicher Betreuer oder eine von Patient vorab ernannte Person (Patientenverfügung oder Patientenvollmacht) über das weitere Vorgehen entscheiden.

Gibt es im Vorfeld keine vorliegenden Vorsorgeunterlagen, gilt es den Pateintenwillen zu deuten, wenn dieser ihn nicht mehr klar oder gar nicht äußern kann.Palliativ Pflege Hospiz Palliativ Care

Therapieumsetzung der Palliativ Pflege:

Der ambulante Pflegedienst, die Pflegekräfte der Palliativstation arbeiten Hand in Hand mit Ärzten und SAPV-Team zusammen. es gibt regelmäßige Übergaben den Patientenzustand betreffend, wobei aktuelle Therapien abgewogen, geändert oder auch belassen werden.

Das Personal des SAPV-Teams oder speziell ausgebildete Pflegekräfte im Palliativbereich geben den zusätzlich Pflegenden wertvolle Tips und Tricks zur Versorgung des Betroffenen, man arbeitet zusammen in einem interdisziplinären Team.

Sollten Sie mit dieser Problmatik konfrontiert und überfordert sein, Beratung & Unterstützung benöigen, zögern Sie nicht uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage zu kontaktieren.


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So gehts | Pflegekurse für Angehörige über die Kasse beantragen

Pflegekurse & Pflegeschulungen für pflegende Angehörige


Pflegekurse Pflegeschulung Pflegende Angehörige

In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, als pflegende Angehörige, welche Möglichkeit es gibt, durch die Kasse eine Pflegeschulung oder Pflegekurse finanziert zu bekommen.

Sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern, fordert nicht nur Zeit und gute Nerven, sondern auch fachliche Grundkenntnisse.

Die Pflegekasse bietet pflegenden Angehörigen die Möglichkeit sich in diesem Themenfeld Sicherheit vermitteln zu lassen. Sie können bei Ihrer Pflegekasse einen Antrag nach §45 SGB XI auf Pflegeschulungen & Pflegekurse stellen. 

Inhaltlich geht es in diesen kostenlosen Schulungen um diese Themen:

  • Grundlagen der Körperpflege 
  • Transferunterstützungskniffe die das Bewegen des Patienten mit Unterstützung erleichtern
  • Basiswissen über krankheitsbedingte Problematiken 
  • Hygiene
  • Recht & Soziales

Diese Pflegekurse & Pflegeschulungen sind auch für ehrenamtlich tätige, interessierte Personen frei zugänglich.

Es gibt die Möglichkeit öffentliche Kurse zu besuchen oder individuelle Unterstützung im eigenen privaten häuslichen Umfeld zu bekommen.

Öffentliche Kurse werden meistens von Alten- & Servicezentren, Volkshochschulen oder Sozialstationen angeboten.

Pflegeschulungen in der eigenen Häuslichkeit sind oft praxisnäher, da auf individuelle Probleme, beispielsweise den Gebrauch von Pflegehilfsmitteln direkt eingegangen werden kann.

FAZIT:

  • Grundlage: §45 Sozialgesetzbuch 11 (SGB XI)
  • Zielgruppe: pflegende Angehörige & ehrenamtliche Personen
  • Kosten: kostenfrei
  • Freiwillig oder verpflichtend: Freiwillige Teilnahme
  • Termine: Bitte erfragen Sie diese für Ihre Region bei Ihrer Pflegekasse

Sollten Sie aufgrund Ihrer Situation bereits mit den pflegerischen Grundlagen vertraut sein, jedoch in einem Krankheitsfeld wie einem Schlaganfall, Multipler Sklerose, Demenz oder Parkinson Unterstützung und Schulung benötigen, gibt es die Möglichkeit sich bei Ihrer Kasse nach speziellen Pflegeschulungen zu erkundigen, die die einzelenen Krankheitsbilder behandeln und Ihnen wertvolles Wissen vermitteln.

In diesen Spezialschulungen haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, Kontakt zu Menschen aufzunehmen, die in einer ähnlichen Situation stecken und können Probleme, Fragen oder Tipps austauschen.

Fazit:

Welche Pflegekurse gibt es für pflegende Angehörige?

Man kann z. B. auf individuelle Demenzschulungen, Schulungen zur Körperpflege, Schulungen zu Hebe- & Transfertechniken zurück greifen.

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Sollten Sie Fragen zur Beantragung Ihrer kostenfreien Schulungen nach §45 Sozialgesetzbuch 11 (SGB XI) haben, kontaktieren Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage!


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Wohnen im Alter | Eine Alternative | Wohnen für Hilfe

Pflegeberatung Wohnen für Hilfe

Ich bin letzte Woche auf ein interessantes Projekt gestossen, welches ich Ihnen vorstellen möchte.

Eine neue interessante und kostensparende alternative Wohnform für jung & alt!

Gerade wenn man älter wird, stellt man oft fest, dass einem Dinge im Haushalt und Alltag nicht mehr so leicht von der Hand gehen wie früher.

Man traut sich oft nicht, die Nachbarn um Hilfe bei Alltäglichem zu Fragen und weiß, dass auch die eigene Familie fest in ihre Strukturen eingebunden ist und kaum Zeit hat. Man möchte anderen, mit seiner Problemen nicht zur Last fallen. Im Gegenzug ist man vielleicht im Besitz davon, was andere dringend brauchen und realisiert es nur noch nicht. Wohnraum, ist in Ballungszentren, wie München, ein grosses Problem für jung & alt. Viele Menschen leben nach dem Tod ihres Partners in einer zu grossen Wohnung oder einem zu grossen Haus. Man fühlt sich mit handwerklichen Tätigkeiten überfordert, abends allein im Haus auch zusätzlich unsicher.

Viele haben die Möglichkeit, ihren vorhandenen Wohnraum zu separieren oder mit einer weiteren Person, die auf Wohnungssuche ist, zu teilen, kommen aber gar nicht auf diese, eigentlich naheliegende Idee.

Weswegen, vermieten wir nicht, gegen Hilfe im Haushalt oder kleine anfallende Reparaturen ein Zimmer an einen wohnungssuchenden Studenten?

Daraus kann sich nicht nur eine Zweckgemeinschaft die für beide Parteien eine Win-Win-Situation darstellt ergeben sondern auch eine Bereicherung der sozialen Kontakte. Es kommt durch die unterschiedlichen Generationen zu frischem Wind im Leben, Einsamkeit wird vorgebeugt, Hilfe ist notfalls vor Ort, Ängsten durch Einbruch wird vorgebeugt.

Eine grossartige Idee!

Dieser gemeinnützige Verein hat genau diesen Gedanken aufgegriffen und vermittelt, seit 1996, beispielsweise Studenten an Senioren, welche auf zusätzliche Miete verzichten können und lieber eine Hilfe im Alltag in Anspruch nehmen möchten.

Basierend auf dem Gedanken der nachbarschaftlichen Hilfe und Solidarität.

Pflegeberatung Wohnen für Hilfe

Wenn auch Sie sich durch dieses Problem angesprochen fühlen, einen Mehrwert und eine Entlastung für sich selbst sehen, stellen wir gerne für Sie den Kontakt her.

https://www.studentenwerk-muenchen.de/wohnen/weitere-wohnangebote/wohnen-fuer-hilfe/

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Inkontinenz – Kostenbeteiligung der Krankenkasse

Inkontinenzpauschale der Krankenkasse nutzen


In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die bei bestehender Inkontinenz die Inkontinenzpauschale nutzen und sich eine Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse anteilig dafür sichern.

Viele Menschen leiden ab einem fortgeschrittenen Alter unter Inkontinenz, vorwiegend Harninkontinenz. Die ersten Zeichen einer Blasenschwäche zeigen sich in From von geringen Harnabgängen beim Niesen, Husten oder Lachen.

Oft ziehen sich Betroffene aus Scham aus dem gesellschaftlichen Leben zurück, gehen nicht mehr ins Kino, Theater oder finden Ausreden sich mit Freunden zu treffen.

Dies ist jedoch unnötig, moderne Hilfsmittel für die Inkontinenzversorgung schaffen Sicherheit ein unbeschwertes, aktives Leben weiterzuführen.

Hierfür übernimmt Ihre Krankenkasse einen Teil der anfallenden Kosten für die notwendigen Produkte.

Grundlage für die Kostenbeteiligung bei Inkontinenz:

Sie benötigen ein Inkontinenzrezept, welches Ihnen Ihr Hausarzt ausstellen kann.

Je nach Krankenkasse fällt die Inkontinenzpauschale unterschiedlich aus, diese liegt in der Regel zwischen 30 – 60 Euro monatlich.

Bei privaten Krankenversicherungen hängt die Kostenübernahme von Ihrem gewählten Tarif ab.

In diesem Fall setzen Sie sich bitte direkt mit der Krankenkasse in Verbindung und erfragen die Möglichkeiten.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme bei Inkontinenz durch die Krankenkasse:

Grundsätzlich unterscheiden die Krankenkassen zwischen Inkontinenzformen, Harn- und oder Stuhlinkontinenz. 

Zusätzlich differenziert die Krankenkasse zwischen folgenden drei Fallgruppen:

Notwendige Informationen für die Kasse auf dem Inkontinenz-Rezept:
  • Fallgruppe
  • Verordnungszeitraum, im Idealfall 12 Monate
  • Diagnose, beispielsweise starke Harninkontinenz
  • Vorlagen, Einlagen, Inkontinenz-Mobilhosen, geschlossene Windelhosen oder ein Produktname
  • Stückzahl der Hilfsmittel, beispielsweise 4 – 5 Stück pro Tag

Das Inkontinenz-Rezept muss eindeutige Informationen enthalten, um genehmigt zu werden. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass alle für die Krankenkasse relevanten Angaben beinhaltet sind!

Nachdem Ihnen Ihr Hausarzt das nötige Rezept ausgestellt hat, ist es Ihnen freigestellt, es über Anbieter im Internet oder einem niedergelassenen Sanitätshaus einzulösen bzw. sich beliefern zu lassen.

Wir beraten Sie gerne zu einer angemessenen Inkontinenzproduktauswahl!

Fazit:

Wie bekomme ich eine Kostenbeteiligung für Inkontinenzpauschale durch die Krankenkasse erstattet?

Sie benötigen ein Dauerinkontinenzrezept von Ihrem Hausarzt, mit Bezeichnung der Inkontinenzform (Harn / Stuhl), Verordnungszeitraum, Art der Inkontinenz-Artikel und notwenige Menge pro Tag. Ihr Pflegeberater informiert Sie bei weiteren Fragen.

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