Aromaöl | Bei Juckreiz der Haut & Intimpflege bei Inkontinenz

Ätherische Öle in der Pflege:
Die besten Tipps für Haut- und Intimpflege bei pflegebedürftige Menschen

Pruritus, zu Deutsch Juckreiz, zählt zu den 50 Krankheiten, die Menschen weltweit am meisten belasten. Rund 15 Prozent der Bevölkerung sollen betroffen sein. Besonders häufig tritt das sogenannte Altersjucken (Pruritus senilis) auf: Es entsteht, bedingt durch sehr trockene Haut, vor allem an Oberarmen und Unterschenkeln. Viele Patienten im Klinik- und Pflegebereich sind davon betroffen. 

Pruritus senilis macht sich hauptsächlich nachts bemerkbar. Viele Patienten leiden jedoch auch am Tage sehr darunter, denn durch das Kratzen, das im Schlaf nicht unterdrückt werden kann, entstehen kleine Hautschäden, sogenannte Kratzeffekte: längliche, zum Teil verkrustete rötliche Linien. In fortgeschrittenen Stadien ist die Haut an den befallenen Stellen leicht gerötet und verdickt, in ausgeprägten Fällen ist das Erscheinungsbild von einem Ekzem kaum zu unterscheiden. 

Die wichtigsten Tipps: Erleichterung für Juckreiz-Geplagte 

  •  Trockene Haut vermeiden, denn trockene Haut ist häufig auch juckende Haut. Deswegen empfiehlt es sich, mit Verneblern, ob mit oder ohne ätherische Öle, für angenehme Feuchtigkeit in der Raumluft zu sorgen.
  • Haut pflegen: Hier empfehlen sich hochwertige Bio-Pflegeöle und Pflegeprodukte. Duschen und Baden trocknet die Haut besonders aus – deswegen sollte sie anschließend unbedingt gut gepflegt werden. Bereits gebrauchsfertig ist das Hautstärkungsöl von PRIMAVERA, bei bereits geschädigter Haut hat sich eine Mischung aus Mandel-, Nachtkerzen- und Calendulaöl bewährt.
  • Baumwollhandschuhe tragen: Sie schützen die Haut vor Kratzattacken im Schlaf. 
  • Luftige Kleidung wählen: Empfehlenswert ist lockere Kleidung, die nicht am Körper scheuert und die Haut unnötig reizt. Sie sollte außerdem möglichst aus Naturfasern wie Baumwolle bestehen. Viele schwören auch auf Seide, weil sie kühlt und den Heilungsprozess unterstützt. 
  • Schnelle Linderung mit Pflanzenwässern: Bei plötzlich einsetzendem starkem Juckreiz hilft es, naturreine Pflanzenwässer wie Lavendel- oder Pfefferminzhydrolat aufzusprühen, ggf. direkt aus dem Kühlschrank, oder 2 Esslöffel davon verdünnt mit 1 Liter kaltem Wasser als Auflage oder Wickel anzuwenden. Auch Umschläge mit Schwarztee haben sich bewährt. Bei allen feuchten Wickeln sollte die Haut im Anschluss gut gepflegt werden. 

Zur kontinuierlichen Pflege trockener und juckender Haut bieten sich als kühlend beschriebene Basisöle in Kombination mit beruhigenden, und natürlich hautpflegenden ätherischen Ölen an. Zu den besonders angenehm, leicht kühlenden ätherischen Ölen zählen Immortelle, Pfefferminze, Palmarosa sowie Zeder. Ätherische Öle mit antihistaminischer Wirkung sind Zeder, Manuka, Lavendel und Zypresse. Als beruhigend und entspannend wirkende Öle gelten in der Literatur z.B. Lavendel fein, Bergamotte, Neroli, Kamille römisch sowie Zeder und Manuka.   

Begegnung in der Tabuzone: Intimpflege 

Ein weiteres für die Betroffenen oft schwieriges Thema ist die Intimpflege. Viele Pflegebedürftige schämen sich, wenn sie eingenässt haben oder sich dem Pflegepersonal mit unangenehmen Gerüchen präsentieren müssen. Deswegen ist bei der Intimhygiene ein besonders sanftes, einfühlsames und die Würde des Pflegebedürftigen wahrendes Vorgehen gefragt. 

Auf der anderen Seite ist bekannt, dass die Pflege des äußeren Intimbereichs für das allgemeine Wohlbefinden eine herausragende Rolle spielt. Aus den genannten Gründen bekommt diese Körperregion allerdings häufig nicht die nötige Aufmerksamkeit. Die Folge: Strapazierte Haut und eine gestörte Hautflora, die weitere, oft schwere Probleme nach sich ziehen kann. 

Um solche Beschwerden zu vermeiden, hier einige Tipps für die tägliche Grundpflege des Intimbereiches:

  • Einen möglichst geschützten und privaten Rahmen wählen. D.h.: Die Türe ist zu und es befinden sich keine weiteren Personen im Raum.
  • Bei unangenehmen Gerüchen kann es Pflegekräften helfen, einen Tropfen einer Duftmischung oder Ihres Lieblingsdufts auf ein Taschentuch zu geben und etwa in der Nähe des Dekolltées zu tragen.
  • Sanft und ohne Zeitdruck vorgehen. So sollte jede Handlung angekündigt werden – und zwar VOR der Ausführung! Ansonsten bietet es sich an, während der Körperpflege über andere Themen zu sprechen. Das lenkt ab und macht die Intimpflege zur „Nebensache“.
  • Bei der Intimhygiene grundsätzlich Handschuhe tragen. Das gibt beiden Seiten Schutz und schafft trotz aller Nähe hilfreichen Abstand.
  • Alle Pflegemittel sollten speziell für die Verwendung im Intimbereich geeignet sein. Vor allem bei Dekubitus, Inkontinenz oder offenen Wunden sind ärztliche Anordnungen einzuhalten.
  • Nach der Intimwäsche die Haut vorsichtig trocken tupfen und eine passende Pflege auftragen, beispielsweise das Intimpflegeöl bio aus der Aromapflege-Serie von PRIMAVERA. Das gebrauchsfertige Intimpflegeöl enthält wertvolle ätherische Öle wie Manuka, Niauli und Weihrauch, die eine gesunde Hautflora bewahren und zusätzlich geruchsbindende Eigenschaften haben. Außerdem enthält die Mischung reichhaltiges Johanniskrautöl und pflegendes Sanddornfruchtfleischöl. 

Rezept beruhigende Wäsche für den gereizten Intimbereich:

2 Tropfen Lavendel fein in den Inhalt eines Döschens Kaffeesahne geben. Das Ganze in 5 Liter Wasser geben und als Waschwasser nutzen. 

Rezept Pflegeöl bei Windeldermatitis (für Erwachsene)

50 ml Calendulaöl

5 Tropfen Manuka

5 Tropfen Lavendel

5 Tropfen Rosengeranie

2 Tropfen Niauli

 

Weitere Tipps und Infos zu Einsatzmöglichkeiten von ätherischen Ölen finden Sie in der Blog-Katgorie

Pflege-Tipps rechts im Blog-Bereich.

Nächste Woche gibt es einen weiteren Beitrag zu Mund- und Mundschleimhautpflege mit ätherischen Ölen!

 

Wir veröffentlichen ab sofort 1 mal wöchentlich unseren neuen Podcast: „Tipps für pflegende Angehörige“, auf allen üblichen Portalen und unserer Homepage zu spannenden, pflegerelevanten Themen, schon reingehört?

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Kommunikationsstandards bei Menschen mit Demenz

Wie kommuniziere ich angemessen und erreiche den Menschen mit Demenz, in seiner oft bereits veränderten Wahrnehmung, ist das Thema dieses Artikels.

Bewußtsein für die Kommunikation mit einem von Demenz betroffenen Menschen ist das A und O. 

Es erfordert Geduld & Basiswissen im Umgang, sowie Eigenreflexion von uns, um verstanden zu werden. Es bedarf einem Verständnis für die Erkrankung, um nicht kommunikativ zu scheitern und frustriert über die Reaktion des dementen Gesprächspartners zu sein. Wir müssen uns Gesprächsstandards verinnerlichen, die notwendig sind, um verstanden und als Gesprächspartner überhaupt wahr genommen zu werden. Oft fühlen sich Menschen mit Demenz gar nicht angesprochen.

Kann dies an uns und unserem Standard Kommunikationsmuster liegen?

Bei dem Gespräch mit einem Menschen mit Demenz muss daraufgeachtet werden, die Person von vorne anzusprechen, halten Sie Blickkontakt, man sollte den Betroffenen mit Namen ansprechen und zuerst abwarten ob er reagiert. Unterstützend ist es sinnvoll ihn kurz an der Schulter oder der Hand zu berühren, um ihm zu signalisieren, ich meine dich, ich spreche dich an.

Warten Sie die Reaktion ab und beginnen Sie nach der Kontaktaufnahme mit einem kurzen, verständlichen Satz. Überfordern Sie die Person nicht sofort mit zu vielen Informationen, mehreren Fragen oder einem Textschwall. Passen Sie ihre Gesprächslautstärke gegebenenfalls etwas an, Sie können mit ihrem Stimmvolumen spielen, höher oder tiefer, lassen Sie sich eine Rückmeldung geben, ob Sie gut verstanden werden.

Sie können auch ihre Hände oder die Arme einsetzen um etwas durch eine Gestik zu verdeutlichen, nutzen Sie Möglichkeiten der Bildsprache. Sie müssen, wenn es der Mensch mit Demenz nicht anderst gewöhnt ist, nicht ins Hochdeutsche übergehen, bleiben Sie beim gewohnten Dialekt, um verstanden zu werden.

Aufgrund des Gedächtnisabbaus, zurück bis ins Kindheitsalter bei dieser Erkrankung, ist es notwendig darauf zu achten, in welchem Bereich des bisherigen Lebens sich der Betroffene biografisch aktuell befindet. 

Dies kann die Ursache dafür sein, daß er sich beispielsweise mit einem Kosenamen, den Sie verwenden, nicht angesprochen fühlt oder mit seinem aktuellen Familiennamen nichts mehr anzufangen weiß, da er sich bereits in einer frühen Phase seines Lebens befindet, in der gerade bei Frauen noch der Mädchenname als Ansprache genutzt wurde.

Bleiben Sie ruhig und geduldig, geben Sie der Person Zeit und unterbrechen Sie sie nicht, wenn sie eigeninitiativ beginnt zu erzählen, auch wenn es nichts mit Ihrer Frage zu tun hat. Greifen Sie das Gespräch auf und lernen Sie zu zuhören.

Lesen Sie buchstäblich zwischen den Zeilen und greifen Sie das Thema, welches die demente Person anschneidet auf, gehen Sie darauf ein, begeben Sie sich in ihre Welt, in die Zeit aus der sie gerade erzählt, geben Sie Hilfestellung wenn sie ins Stocken gerät und bestätigen Sie sie durch Sätze wie, das war sicher nicht leicht, das ist aber schön, da fühlt man sich nicht verstanden etc..

Achten Sie auf eine Gesprächsatmosphäre die wenig Ablenkungsmöglichkeiten durch visuelle oder akustische Reize bietet und die Person mit Demenz überfordern könnte.

Machen Sie vor allem nicht den Fehler und korrigieren oder maßregeln Sie den Menschen mit Demenz in seinen Aussagen, auch wenn sie nicht zutreffen, er nicht recht hat oder er sich täuscht. Sie suggerieren ihm dadurch deutlich er lügt, seine Aussage stimmt nicht, was bei jedem Menschen, dement oder nicht dement, zu Frustration und im Extremfall zu Rückzug führt. 

Dies muss unbedingt vermieden werden und ist absolut nicht förderlich wenn es um den Erhalt einer Vertrauens- oder Beziehungsebene geht!

Menschen mit Demenz sind nach wie vor sehr sensibel, funktionieren primär auf der Emotionsebene, die Sachebene ist oft bereits zu komplex und kognitiv nicht mehr zu begreifen, weswegen auch jegliche Diskussion zu nichts führt und vermieden werden sollte.

Hat der Betroffene noch lichte Momente, in denen er begreift, daß er oft an Situationen oder Herausforderungen scheitert, frustriert ihn das wehement, wenn er von außen auch noch zusätzliche Frustration durch Korrektur seiner Aussagen erfährt, können Sie sich sicher vorstellen wie unnütz, verunsichert und traurig er sich fühlen muss. 

Die Person benötigt, wie wir alle, positive Erfahrungen, negative erlebt sie von selbst durch die vorhandenen geistigen Einschränkungen sehr oft.

Setzen Sie gezielt Lob ein, auch für Tätigkeiten, die nicht unbedingt Lob erfordern, geben Sie ihm ein gutes Gefühl bei allem was er macht, tun soll oder noch selbständig versucht.  Ermutigen Sie ihn, geben Sie ihm Hilfestellung und unterstützen Sie ihn dabei, beispielsweise mit Worten wie, das ist doch nicht schlimm, ich helfe dir und gemeinsam schaffen wir das doch, ich bin für dich da.

Ein weiterer Punkt ist das Vermeiden von Entscheidungsfragen.

Dies führt meistens zu Überforderung, ein Beispiel: Möchtest du gerne spazieren gehen? 

Zielführender ist es, dem Menschen mit Demenz ein Angebot zu unterbreiten, komm wir machen einen schönen Spaziergang. Er muss hierbei keine Entscheidung selbständig treffen.

Seien Sie sich bewußt, dass Sie keinen Lernerfolg mehr erzielen können, seien Sie nicht frustriert, bleiben Sie ruhig, eine Aufforderung nachzudenken bringt Sie und den Menschen mit Demenz nicht weiter, dieses ist nicht mehr umsetzbar und möglich.

Geben Sie keine Orientierungshilfe basierned auf unserer Realität, diese stellt sich für die betroffene Person ganz anderst dar als für uns. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, in ihrer Realität.

Diskutieren Sie nicht über Schuldfragen, die Person reagiert und agiert so gut es noch möglich ist, wie gesagt die Sachebene ist eingeschränkt oder bereits nicht mehr vorhanden und eine Diskussion verärgert, entmutigt und führt zu nichts.

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Abschließend möchte ich nach diesen vielen Tipps, zur Kommunikation bei Menschen mit einer Demenz Erkrankung, noch auf unser individuelles Schulungsangebot für pflegende Angehörige, in Zeiten von Corona auch per Telefon oder über Videotelefonie nutzbar, verweisen.

Lassen Sie sich professionell von uns zur Seite stehen und unterstützen, damit Sie Ihre Kraft, Energie und Nerven lange für die Versorgung Ihres Angehörigen aufrecht erhalten können.


Nähere Informationen und Blogbeiträge zum Thema Demenz und weiteren pflegerelevanten Themen finden Sie rechts im Blog in Kategorien geordnet zum Nachlesen.

Wir veröffentlichen ab sofort wöchentlich einen interessanten Podcast, auf allen gängigen Portalen und unserer Homepage, um pflegende Angehörige sicher und fit in der pflegerischen Versorgung zu machen.

Wir freuen uns über Ihr Abo des Podcasts und darauf, daß Sie regelmäßig zuhören.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Wie Low-Carb Ernährung das Diabetes Risiko reduziert

Der ernährungsbezogene Ansatz jüngster Diabetes Forschungen zeigt auf wie sich das Risiko an dieser immer weiter zunehmenden Wohlstandskrankheit, Diabetes Typ 2 extrem reduzieren und sogar ganz ausschliessen läßt. Das Verständnis dieses Zusammenhangs hilft auch bei der Früherkennung von Diabetes Risiken. In heutigen Zeiten trägt auch die Verbreitung durch Internet und soziale Medien positiv dazu bei, diese Information zu publizieren und einem weiteren Fortschreiten dieser weit verbreiteten Erkrankung in westlichen Ländern entgegen zu wirken.

Was ist Low-Carb?

Low-Crab bezeichnet die Minimierung von Kohlenhydraten in unserer Ernährung, welche vom Körper in Zucker umgewandelt werden. Durch verschiedene Ernährungsformen, wie beispielsweise der ketogenen Ernährung oder Keto genannt, wird gezielt auf den Anteil an Kohlenhydraten in unserer täglichen Ernährung verzichtet bzw. dieser extrem reduziert.

Diabetes & Low-Carb Zusammenhang:

Da wir bedingt durch industriell erzeugte Lebensmittel heutzutage zu viel Zucker, welcher fast jedem Nahrungsmittel zugesetzt ist, konsumieren, ist unser Körper mit der zusätzlichen Menge an Kohlenhydraten durch Teigwaren jeder Form, die verstoffwechselt erneut Zucker bedeuten, überfordert. Die körpereigene Insulinproduktion stösst an ihre Grenzen und es ersteht eine erworbene durch unsere Ernährung bedingte Krankheit – Diabetes Typ 2.

Problem in der Behandlung mit Insulin bei Diabetes Typ 2:

Die in der Medizin übliche Behandlung des Diabetes Typ 2 mit synthetisch produziertem Insulin stellt nur eine Symptombekämpfung dar, geht jedoch nicht gegen die eigentliche Ursache des Problems vor. Die Eigenverantwortung des Betroffenen ist gefragt, seinen Lebensstil und seine Ernährungsgewohnheiten drastisch zu ändern. Unser Anspruch mit einem gesundheitlich auftretenden Problem den Haus- oder Facharzt zu konfrontieren, mit der Erwartungshaltung ein Medikament gegen die bestehende Symptomatik verschrieben zu bekommen und mit unserem gewohnten Lebensstil unverändert fortzufahren funktioniert nicht, um eine positive Veränderung für unseren Körper zu erlangen! Diabetes Mellitus Typ 2 zählt zu den am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten weltweit und hängt ausschließlich mit unserem modernen Lebensstil zusammen. Häufige Komorbiditäten wie Schädigungen der Organe, langfristig vor allem die Niere sowie Beeinträchtigungen die Sehfähigkeit betreffend sind die häufigsten Langzeitfolgen.

Welche Bedeutung hat der HbA1c-Wert & wie beeinflusse ich ihn?

Dieser Wert bezieht sich auf des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin der roten Blutkörperchen, welcher an Glucose gebunden ist. Es handelt sich bei dieser Bindung der Glucose an das Hämoglobin A1 um einen enzymfreien Prozeß. Beeinflusst wird dieser durch den Kohlenhydratanteil unserer Nahrungsaufnahme. Wissenschafter verweisen dringend auf einen Wert der bei unter 5 Prozent liegen sollte und diesen nicht übersteigen darf, in höheren Bereichen wird in der Früherkennung bereits von einem deutlichen Risiko ausgegangen. Meßbar ist dieser Wert durch ein Blutbild des Hausarztes.


Sie fragen sich wie man diesen Wert den wissenschaftlichen Ergebnissen anpasst?

Ausschließlich durch diätetische Maßnahmen in Form einer Ernährungsanpassung oder Umstellung und den Verzicht auf Zucker und zuckerbildende Kohlenhydrate, nicht durch eine angeordnete Insulintherapie!


Insulintherapie und die Auswirkung:

In zu hohen und vor allem regelmäßigen Dosen, um unsere, nicht dem Krankheitsbild angepasste Ernährung, zu kompensieren, richtet Insulin, wissenschaftlich nachgewiesen, immense Schäden im Körper an. Es kommt zu irreversiblen Gewebeschädigungen, kardiovaskulären Problemen (Schädigungen den Herz-Kreislauf betreffend), Potenzproblemen bei Männern was durch die insulinbedingte Testosteronreduktion verursacht wird, Schädigungen größerer Gefässe oder Überfettung der Leber.

Der Einfluß des Blutzuckers:

Nicht der nüchtern Wert des Blutzuckers, sondern die Blutzuckerspitzen verursachen Nervenschädigungen, beeinträchtigen die Gefäße und rufen sogenannte Betazellschädigungen hervor.


Es empfiehlt sich bei einem positiven Diabetes Früherkennungstest dringend auf eine professionelle Ernährungsberatung zurück zu greifen, um durch eine individuelle Schulung weitere gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden und die ernährungsbedingt erworbene Erkrankung in den Griff zu bekommen!


Typ 1 Diabetes und Insulin:

Studien belegen, daß die empfohlene Kohlenhydratmenge von 240 Gramm pro Tag deutlich zu hoch ist und mit einer Insulintherapie nicht ein HbA1c Wert von unter 5 Prozent erreicht werden kann. Dies führt gerade bei Kindern mit dieser Diagnose zu einer langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigung durch die Insulintherapie, da das System noch sehr verwundbar und verletzlich ist und dadurch massiv Einfluß genommen wird auf die weitere Entwicklung, bezogen auf Gefäß-, Gewebe- und Organschädigungen. Es entsteht ein sogenannter Rollercoaster-Effekt, ein kontinuierliches hoch und runter des Blutzuckerspiegels durch Blutzuckerspitzen und den regulierenden Einsatz von großen Mengen Insulin, wird Stress im Körper erzeugt, welcher fortlaufend den Adrenalinspiegel anhebt und senkt. Ein erhöhter HbA1c Wert hat nachweislich Folgen auf das Wachstum und die körperliche Entwicklung bei Kindern

Der Gedanke und die Praxis diesen zu hohen Blutzuckerwert einfach durch Insulin wegzuspritzen ist schlichtweg falsch, nicht praktikabel und veraltet!


Studien belegen Auswirkungen auf die Psyche:

Nachweislich leiden Menschen mit Diabetes Typ 1 häufig an Depressionen, da die Erkrankung die Psyche beeinträchtigt. Es gibt eine erhöhte, nachgewiesene Suizidrate die in diesem Zusammenhang steht, bedingt durch das in Mittleidenschaft gezogene Gehirn. Typ 1 Diabetiker sterben, laut Studien hierzu, 11 – 13 Jahre früher.

Der einzig vernünftige Therapieansatz:

Wie kann ich das Diabetes Typ 2 Risiko reduzieren?

Eine Ernährungsumstellung hin zu kohlenhydratfreier oder massiv kohlenhydratreduzierter Ernährung, wie der ketogenen Ernährung ist der einzige Weg mit dieser Diagnose zu leben, den Körper nicht zusätzlich durch die kontinuierliche Insulintherapie zu schwächen und krank zu machen, das Lebensalter nicht zu reduzieren und die eigentliche Problematik in den Griff zu bekommen, durch unsere Eigenverantwortung, die wir für unseren Körper übernehmen müssen und notwendige eine Portion Selbstdisziplin.

Fazit:

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, weswegen wir dieses zucker- und kohlenhyrdatbedingte Gesundheitsproblem in unserer Gesellschaft finden und es derart verbreitet ist? Ein falsch gepoltes Belohnsystem auf welches wir intuitiv und andauernd zurück greifen. Ausgehend von Erfahrungen die unser Gehirn in der Kindheit gemacht hat, als Belohnung ein Stück Schokolade, ein Bonbon, haben wir das Bedürfnis, uns nach einem anstrengenden Tag, einer stressigen Tätigkeit zu belohnen, mit den falschen Dingen.

Es ist genau umgekehrt, wir tun unserem Körper nichts Gutes durch zucker- und kohlenhydratreiche Nahrungsmittel, wir provozieren ein gesundheitliches Problem, von dem die ganze Weltbevölkerung mit wenigen Ausnahmen betroffen ist und fördern und unterstützen verschiedenste Industrien dabei immer mehr Geld zu verdienen.

Wir konsumieren Lebensmittel die keinen Mehrwert für den Körper darstellen, Krankheiten hervorrufen, falsche Depots im Körper angelegt werden, die zu Übergewicht und weiteren Folgeerkrankungen führen, anschließend medikamentös behandelt werden müssen, was Geld in die Taschen weiterer kapitalorientierter Firmen spült.

 

Gerne beraten wir Sie zu diesem und anderen pflegerelevanten Pflegethemen.

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Mit Aromapflege leichter durch schwierige Zeiten

Auch im neuen Jahr hat uns COVID-19 (erstmal) weiter fest im Griff. Insbesondere für Pflegekräfte ist die Pandemie mit hohen zusätzlichen Anforderungen verbunden. Erschwert wird die Situation durch die Tücken der kalten Jahreszeit, die schnell einen Infekt oder auch eine „normale“ Grippe mit sich bringt.

Wenn der Stress – sei es im beruflichen oder im privaten Umfeld – Überhand zu nehmen droht, sorgt Aromapflege für Schutz und Ausgleich. In diesem Beitrag wollen wir deswegen ein paar ganz konkrete Tipps geben, die helfen, besser durchzuhalten, innerlich den Halt nicht zu verlieren und vor allem gesund zu bleiben. Denn das ist im Moment am wichtigsten!

Stress macht anfällig. Ätherische Öle bringen uns wieder ins Gleichgewicht 

COVID-19 macht vor niemandem Halt. Die einen sind selbst betroffen oder haben viele Erkrankte, um die sie sich kümmern müssen, andere – wie viele der Pflegebedürftigen – leiden an Einsamkeit und sozialer Isolation. Dieser Stress belastet das Immunsystem, das derzeit ohnehin stark gefordert ist, zusätzlich. 

Wer sich körperlich und emotional wappnen will, findet gerade jetzt in ätherischen Ölen eine wirksame Unterstützung. Warum? Weil die naturreinen Öle direkt auf das limbische System wirken, also den Teil des Gehirns, in dem die Gefühle gesteuert werden. Düfte können uns also innerhalb weniger Momente körperlich und seelisch beruhigen und Kraft schöpfen lassen. 

Wurzel- und Baumöle erden, Blütenöle heben die Stimmung

Bei der Wahl des geeigneten Öls sollte jede/r seiner Nase nach gehen, denn der Duft, der ein Lächeln ins Gesicht zaubert und am meisten berührt, ist jetzt der beste Begleiter. Warum ein bestimmtes ätherisches Öl subjektiv am angenehmsten empfunden wird, lässt sich bei näherer Betrachtung allerdings oft doch gut erklären. So stehen naturreine Öle, die aus Wurzeln gewonnen werden, für Stabilität und die tiefe Verbundenheit des Menschen mit der Erde. Zu diesen Ölen zählen unter anderem Angelikawurzel, Vetiver, Narde, Ingwer oder Iris. Aber auch die Öle von Bäumen geben Halt, schenken Kraft und innere Stärke. Die bekanntesten sind hier Atlas- oder Himalaya-Zeder sowie die Nadelöle von Douglasfichte, Kiefernnadel, Lärche oder Lacriciokiefer. Weitere stärkende Öle sind Immortelle, Lorbeerblätter, Manuka oder Myrrhe.

Viele Menschen schätzen die duftenden pflanzlichen Öle auch für ihre stimmungsaufhellenden Eigenschaften. Diese Wirkungen sind in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt worden. So vertrauen viele Anwender*innen vor allem Zitrusdüften und ätherischen Ölen wie Jasmin, Rose, Neroli, Lavendel oder Ylang-Ylang. Aber auch unbekanntere Blütenöle wie Frangipani, Ginster, Magnolienblüte oder Tuberose können durch ihren lieblich-durchdringenden Duft in unsicheren Zeiten eine emotionale Hilfe sein. Benzoe Siam, Kakao, Tonka oder Vanille gelten als „Kuscheldüfte“, die uns umarmen und schützend umhüllen. Weitere bewährte Stimmungsaufheller sind Bergamotte, Grapefruit oder Sandelholz. 

Wie setzt man die Öle am besten ein?

Nicht nur das jeweils am besten geeignete Öl, auch die Art der Anwendung richtet sich ganz nach individuellen Vorlieben und Gegebenheiten. Am schnellsten und einfachsten ist es, einfach direkt am Fläschchen mit dem ätherischen Öl zu schnuppern und den Duft mit geschlossenen Augen bewusst wahrzunehmen. Alternativ kann man ein Stück Wolle oder Stoff mit einem Tropfen des Lieblingsöls beträufeln und zum Beispiel in der Kitteltasche immer griffbereit halten. Wer seinen Lieblingsduft präsenter haben möchte, kann den Pausenraum oder das heimische Wohn- oder Schlafzimmer mit einem Duftgerät oder einer Duftlampe beduften. Und dann heißt es: Rauf aufs Sofa oder den Lieblingssessel, Augen schließen oder ein schönes Buch lesen, Musik hören und einfach nur genießen.

Schnell und einfach in der Anwendung sind übrigens auch sogenannte Pflanzenwässer. Sie enthalten nur einen Hauch ätherischen Öls, aber alle wasserlöslichen Inhaltsstoffe der jeweiligen Pflanze. Sie können direkt ins Gesicht gesprüht oder als Duftnebel in der Luft verteilt werden. Orangenblütenwasser kann beispielsweise zur Beruhigung und Stärkung bei unbestimmten Ängsten eingesetzt werden. Rosenwasser wirkt lindernd und stärkend, gerade in emotional fordernden Situationen.

Aromapflege: Wohltat für Körper und Seele     

Auch Teilmassagen und Pflegerituale mit duftenden Körperölen sorgen bei Unruhe für Entlastung. Solche Anwendungen kann man an sich selbst, aber natürlich auch bei euren Pflegebedürftigen durchführen. In der aromapflegerischen Praxis wird dabei dem Körperteil besondere Aufmerksamkeit geschenkt, in dem die Sorge „sitzt“ – also etwa der Solarplexus, die Herzgegend, der Bauchraum oder der Nacken. Zur Anwendung wird das ätherische Öl der Wahl beispielsweise mit duftneutralem Mandelöl vermischt und einmassiert.

Nach einem anstrengenden Tag helfen auch Fußbäder oder Fußmassagen ganz wunderbar dabei, das Karussell negativer Gedanken zum Halten zu bringen. Wohltuende Fußeinreibungen massieren außerdem die Reflexzonen und wirken erdend und stärkend. 

Zum Abschluss noch zwei Rezepte für aromapflegerischen Anwendungen für eine fordernde Zeit:

Körperöl „Schützende Hülle“

5 Tropfen Melisse 30% 

3 Tropfen Majoran bio

50 ml Basisöl, z.B. Mandelöl

Die ätherischen Öle und das Mandelöl mischen und das krautig-warm duftende Öl in der Herz- oder Bauchgegend auftragen.

Badezusatz „Schutz & Stärke“ für ein Fußbad

1 Tropfen Himalayazeder (oder Atlaszeder) und 3 Tropfen Rosengeranie auf 3 EL Meersalz geben, schütteln und in eine Fußbadewanne oder einen großen Eimer geben. Mit warmem Wasser auffüllen und die Füße ca. 15 Minuten lang darin baden.

 

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Haushaltsnahe Dienstleister finden & über das Verhinderungspflege Budget oder den Entlastungsbetrag von 125,- Euro abrechnen – so gehts!

Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag unseren neuen Kooperationspartner VitalKura vorstellen. Ein, wie wir finden, toller Dienstleister im Bereich haushaltsnaher Leistungen, der für die Vermittlung von Haushaltshilfen auf dem Pflegemarkt zuständig ist. Seit es den Entlastungsbetrag von 125,- Euro monatlich von der Pflegekasse bei allen Pflegegraden gibt, stoßen Versicherte an ihre Grenzen eine Haushalthilfe, einen Alltagshelfer oder eine Betreuungskraft zu finden, da die ambulanten Pflegedienste an ihre Kapazitäten stoßen und sich oft niemand für diese Tätigkeiten finden läßt. VitalKura hat die Möglichkeit ab Pflegegrad 2 über das Verhinderungspflegebudget von jährlich 1612,- Euro abzurechnen. In einigen Bundesländern ist dieses auch bereits ab Pflegegrad 1 über den 125,- Euro Entlastungsbetrag möglich, in Bayern bisher nur über Verhinderungspflege ab Pflegegrad 2. Viele Versicherte lassen dieses Budget oft unangetastet und verlieren kostbare zusätzliche Leistungen der Pflegekasse.

Ihre Pflegeversicherung übernimmt jährliche Kosten, zusammengesetzt aus dem Entlastungsbetrag von 125,- Euro monatlich und dem Verhinderungspflegebudget von insgesamt maximal 4000,- Euro im Jahr. Zusätzlich können nicht genutzte Leistungsansprüche aus den Vorjahren aufgebraucht werden.

VitalKura übernimmt die nötigen Formalitäten mit der Kasse, damit Sie die Alltagsunterstützung bekommen, die Sie benötigen!



Das Angebot umfaßt folgende Leistungen:

  • Reinigung der Wohnung
  • Gemeinsame Spaziergänge
  • Botengänge
  • Erledigung von Einkäufen
  • Leichte Gartenarbeit
  • Begleitung zu Terminen (Arzt, Therapie)
  • Begleitung bei sozialen Aktivitäten (Theater, Kino)
  • Haustierbetreuung
  • Gesellschaft leisten

Die Vorgehensweise:

  • Gemeinsam wird der individuelle Unterstützungsbedarf ermittelt.
  • VitalKura schickt Ihnen den Antrag  für die Kasse zu.
  • Nach dem Ihr Antrag vollständig ausgefüllt vorliegt, wird er an die Kasse zur Genehmigung weitergeleitet.
  • VitalKura kümmert sich um einen für Sie passenden Mitarbeiter, der mit Ihnen Kontakt aufnimmt.
  • Mit Ihnen wird ein Termin für die notwendige Unterstützung vereinbart.
  • Sie bestätigen anschließend nur die erbrachten Leistungen zur Abrechnung für die Kasse.
  • Die erbrachten Leistungen werden durch VitalKura direkt mit der Kasse abgerechnet.
  • Ihnen entstehen keine zusätzlichen Kosten.
  • Auf Wunsch erhalten Sie eine Rechnungskopie der erbrachten Leistungen, um Ihnen eine transparente Abrechnung mit Ihrer Kasse aufzuzeigen.

Wenn Sie Fragen zu unserem neuen Kooperationspartner oder dessen Leistungsangebot haben zögern Sie nicht mit uns in Kontakt zu treten, wir beantworten Ihre Fragen und vermitteln Sie gerne weiter.

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Tipps Ihrer Pflegeberatung zu Seniorenheim Besuchen in Zeiten von Corona

Gerade in der kommenden Weihnachtszeit spüren wir das Bedürfnis unsere nahen Angehörigen um uns zu haben oder diese zu besuchen, auch im Pflegefall in einer stationären Einrichtung. Es gibt vorab jedoch einige Dinge zu beachten, welche nach Vorgaben der unterschiedlichen Einrichtungsbetreiber variieren. Sie sollten am Besten vor dem Besuch den telefonischen Kontakt zur Einrichtung suchen um sich über die angeordneten Corona-Vorschriften zu informieren, nicht abgewiesen zu werden und sich adäquat über die Besuchsvorschriften abzusprechen.


Seit geraumer Zeit, coronabedingt, zeigt sich wie Menschen die in stationären Pflegeeinrichtungen leben, betreut und gepflegt werden, unter der Isolation leiden, vereinsamen und psychisch zusätzlich zu ihrer Pflegebedürftigkeit leiden. Es ist eine Gradwanderung zwischen nötigem Schutz der Risikogruppe und dem Provozieren von psychischen Problemen & Vereinsamung durch ein eingeschränktes oder komplettes Besuchsverbot in Einrichtungen der Pflege für alle Beteiligten.


  • Welche Vorschriften gelten bei Besuchen im Pflegeheim aktuell?
  • Warum & wie werden Schnelltests eingesetzt?
  • Was muss ich als Besucher beachten?
  • Gibt es spezielle Räume für Besuche?
  • Welche Maske benötige ich?

Besuchsvorschriften der Pflegeeinrichtung:

Wenn Sie bereits Erkältungssymptome zeigen, sollten Sie, auf anraten der Bundesregierung, die ein Konzept, zusammen mit dem Rober-Koch-Institut als Empfehlung heraus gegeben hat, von einem Besuch in einer stationären Einrichtung absehen. In besonderen Situation, beispielsweise bei im Sterben liegenden Menschen oder in einzelnen Demenzfällen sind Ausnahmen möglich. Dies ist mit der jeweiligen Einrichtungsleitung vorab zu besprechen. Die Einrichtungen sind angehalten bei Besuchen von Angehörigen abzufragen, ob Erkältungsanzeichen oder eine erhöhte Temperatur bestehen. Zusätzlich, abhängig vom Konzept der Pflegeeinrichtung, kann ein Corona-Schnelltest durchgeführt werden, um eine Übertragung mit dem Virus für die Bewohner auszuschliessen.


Der Einsatz von Schnelltests

Bei lokalen oder inzidenzbedingt hohen Werten in einer Region, sieht der Gesetzgeber vor, Schnelltests zur Absicherung der Bewohner durchzuführen. Dies kommt auch zum Zuge, wenn krankheitsbedingt, z.B. bei Menschen mit Demenz, eine Abstandsregelung und Einhaltung der Hygienevorschriften kaum umsetzbar ist. Als weitere Ausnahmemöglichkeit wird angegeben, wenn der Mund-Nasen-Schutz kurzfristig abgenommen werden muss, um bei der Körperpflege oder Mahlzeiteneinnahme des Pflegebedürftigen zu unterstützen. Haben wir in einer Pflegeeinrichtung einen Coronafall, kann durch regelmäßige Schnelltests der Bewohner die bisher keine Symptome zeigen, eine weitere Gefahr für die verbleibenden Bewohner präventiv reduziert werden.


Was muss ich als Besucher beachten?

Sie müssen sich an die aktuell vorgeschriebene Abstandsregelung von 1,5 Metern halten, einen enganliegenden Mund-Nasen-Schutz während des Besuchs tragen, sowie die gültigen Händedesinfektionsregeln beachten. Bei jedem Besuch einer Pflegeeinrichtung ist sich vor Ort schriftlich zu registrieren, um bei einer möglichen Infektion die Infektionskette transparent nachvollziehen zu können.


Spezielle Besucherräume

Von der Bundesregierung als geeignet eingeschätzte Räume, für den Besuch des pflegebedürftigen Angehörigen, werden bei Einzelzimmer-Bewohnern, deren Zimmer genannt, wobei auf eine gute Belüftung geachtet werden soll. In Zimmern, in denen zwei Personen leben, sollte auf einen außerhalb liegenden Raum, wenn möglich einen Spaziergang mit dem Angehörigen oder den von der Einrichtung zur Verfügung gestellten Besuchsraum zurück gegriffen werden. In vielen Einrichtungen gibt es bereits hierfür einen Belegplan, auf dem sich eingetragen werden kann, was Doppelbelegungen mit anderen Besuchern und Bewohnern vermeidet. Unsere Empfehlung ist sich vorab in der jeweiligen Einrichtungen nach möglichen Räumen die der Zusammenkunft dienen zu erkundigen.


Benötige ich eine spezielle Maske für den Besuch?

Die Bundesregierung sieht den herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz als ausreichend an. Sogenannte FFP2-Masken sind sinnvoll, alle Masken sollten auf ihre Dichtigkeit und Passform überprüft worden sein. Erkennt ein älterer Mensch seinen Besuch nicht, aufgrund der getragenen Maske, kann dieses in Absprache mit dem Einrichtungsbetreiber, unter Einhaltung des notwenigen Abstands von 1,5 Metern, auch in Ausnahmefällen abgenommen werden.


Fazit:

Welche Coronamaßnahmen gelten aktuell für Pflegeheimbesucher?

Informieren Sie sich beim Betreiber der Einrichtung nach individuellen Standards. Es muss eine Maske getragen werden. Die Abstandsregelung von 1,5 Metern muss eingehalten werden. Händehygienevorschriften sind zu beachten. Es kann eine Limitierung bezogen auf Anzahl der Besucher und Besuchstage vorgegeben sein. Informieren Sie sich über bestimmte Besuchsräume um Ihren Angehörigen aufsuchen zu können.


 

Sind Sie sich des Risikos einer Übertragung durch COVID19 durch sich selbst bewußt, handeln Sie verantwortungs- und rücksichtsvoll Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen, sowie den anderen Bewohnern und auch dem Personal gegenüber.

Hinterfragen Sie ob jeder Besuch momentan dringend erforderlich ist, vermieden werden kann oder durch den Einsatz von, wenn möglich, Telefonaten oder von modernen Kommunikationsmethoden wie Videotelefonie ersetzbar ist!

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Eckdatenpapier zur erweiterten Pflegereform 2021 das Entlastungsbudget betreffend

Die Ideen, von Gesundheitsminister Spahn, für die neue Pflegereform Erweiterung bezogen auf das Entlastungsbudget für pflegende Angehörige wurden vor kurzem über die BILD-Zeitung veröffentlicht. Wir fragen uns zurecht ob dies nicht primär eine Verschlechterung der bisherigen Regelungen des Pflegeversicherungsgesetzes darstellt, was uns hier als positive Neuerung verkauft wird.

Wenn dies ernsthaft das Ergebnis der GROKO darstellt, mit welchen ab 2021 das Entlastungsbudget geregelt ist, sollte sich aus allen Bereichen an der Pflege beteiligter, vor allem von den Leistungsbeziehern, den pflegenden Angehörigen, Widerstand zeigen!

Eine Übersicht der angedachten Reformpunkte:

  1. Pflegesachleistungen, Pflegegeld und das Budget für die Tagespflege sollen ab 07/2021 um 5 % angehoben werden. Ab 2023 zusätzlich jährlich um die Höhe der Inflationsrate.
  2. Die Pauschale für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wird von 40,- Euro monatlich auf 60,- Euro erhöht.
  3. Die Verhinderungspflege kann auch ohne Vorpflegezeit von 6 Monaten, was bisher die Voraussetzung war, genutzt werden.
  4. Den Versicherten wird bei der Versorgung durch ambulante Pflegedienste zugestanden, die Kostenvoranschläge nach Leistungskomplexen oder Zeitkontingenten auswählen zu können.
  5. Wird eine 24h-Betreuungskraft im eigenen Haushalt für die Pflege genutzt, kann unter gewissen Voraussetzungen der Pflegesachleistungsbetrag zu 40% für die Finanzierung der Betreuungskraft umgewandelt werden.
  6. Leistungen aus dem Topf der Kurzzeit- und Verhinderungspflege sollen flexibler genutzt werden können, hierfür ist ein Jahresbudget von 3300,- Euro vorgesehen.

Was sich auf den ersten Blick als bereichernde Neuerung in diesem Eckdatenpapier liest, wirft bei genauerer Betrachtung Fragen und berechtigte Kritik auf.

Punkt 1 stellt keinen Reformpunkt dar, sondern eine Überprüfung der Pflegeversicherungsleistungen durch die Bundesregierung, welche im Gesetz alle 5 Jahre verpflichtend verankert ist, eine Erhöhung der angegebenen 5 % deckt gerade die inflationäre Entwicklung ab.

Punkt 2 ist die logische Konsequenz aufgrund der hohen, auch coronabedingten, Nachfrage und dem damit verbundenen Preisanstieg für Verbrauchsprodukte für die Pflege wie Handschuhe, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel. Die Pauschale wurde bereits vergangenen Sommer 2020 angehoben und wird nun nur dauerhaft bei 60,- Euro pro Monat bleiben, was abzusehen war.

Punkt 3 Die Vorpflegezeit von 6 Monaten die bisher für die Verhinderungspflege Bewilligung bindend war, wurde seit langen als nicht realitätsnah kritisiert und eine Abschaffung gefordert. Dieser Forderung wird nun endlich entsprochen.

Punkt 4 wurde bereits in einigen Bundesländern, wie beispielsweise in Bayern, seit Jahren angeboten und umgesetzt, es handelt sich nun nur um eine für alle Bundesländer verbindliche Regelung, welche sinnvoll ist.

Punkt 5 könnte hoffentlich eine Diskussion und einen gesellschaftlichen Denkanstoß, bezogen auf den rechtlich fragwürdig geregelten Bereich der 24h-Betreuungskraftpflege, anregen.

Punkt 6 Die Neuerung der hundertprozentigen Kombination aus beiden Budgets, die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege betreffend, welche bisher mit 50% kombinierbar waren, ist angemessen und wird seit langem gefordert. Seit dem Pflegestärkungsgesetz 2 profitierten beispielsweise Patienten mit kognitiven Einschränkungen nicht von dieser Möglichkeit, da diese nicht in der Lage waren diese Leistung der Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen zu können.


Resultierend aus den bisherigen Punkten kann man diese gesetzlich verankerten Neuerungen des Eckdatenpapiers als gute und sinnvolle Erweiterung des Entlastungsbudgets für pflegende Angehörige ansehen. Die zwei folgenden Punkte sind jedoch eine massive Einschränkung und sollten mit breitem Widerstand kritisiert werden.


Ab 07/2022 sollen für die stundenweise Verhinderungspflege durch eine Ersatzpflegeperson nur noch maximal 40% des Budgets eingesetzt werden können, die restlichen 60% sollen der Ersatzpflege der für einen längeren Zeitraum verhinderten, privaten Pflegeperson vorbehalten bleiben. Sind zukünftig nur noch 40% des Verhinderungspflege Budgets flexibel nutzbar, stellt sich die Frage, was die Verbesserung der GROKO, bezogen auf die flexiblere Nutzung des neuen, grossen Entlastungsbudgets ist, wenn Familien nicht mehr frei entscheiden können, wie und in welchem Umfang sie den Verhinderungspflegebetrag einsetzen können. Möchte oder kann ein Angehöriger nicht auf eine urlaubs- oder krankheitsbedingte Vertretung zurückgreifen, bedeutet dies für ihn eine finanzielle Benachteiligung von ca. 45%, denn bisher wurden 2418,- Euro jährlich übernommen, die Neuregelung sieht nur noch 1320,- Euro vor.

Ein weiterer grosser Kritikpunkt ist die Kürzung des Budgets für die Tagespflege um 50%. Dieses soll ab 07/2022 bei Inanspruchnahme von ambulanten Pflegesachleistungen oder Geldleistungen entsprechend gekürzt werden. Hintergrund ist, daß viele Pflegeanbieter vermehrt kombinierte Angebote aus Betreutem Wohnen und Tagespflege anbieten und damit die falschen Anreize setzen. Ältere und / oder pflegebedürftige Menschen sehen in diesen Angeboten einen Nutzen durch mehr individuelle Freiheit und finanzielle Ersparnisse, ohne Abstriche in der Sicherheit der pflegerischen Versorgung zu haben.

Eine vorgesehene Reduktion des Budgets für Tagespflege um 50% bedeutet für einen Versicherten mit beispielsweise Pflegegrad 4 eine Mehrbelastung von jährlich 9672,- Euro!

Eine absolute Zumutung, wie wir finden.


Die Einsparung durch die Budgetreduzierung von 50% für die Tagespflegenutzung von noch im eigenen Haushalt gepflegten Menschen, stellt für die Pflegeversicherung eine jährliche Ersparnis von 500.000.000 Euro dar – eine Unverschämtheit dies als positive Neuerung und Reform, die von Nutzen für Versicherte und pflegenden Angehörige sei, darzustellen!


Stellt dies die Neuerung des Entlastungsbudgets für pflegende Angehörige dar, mit denen uns eine Verbesserung in Aussicht gestellt werden soll?

Wir werden, aus unserer Sicht, für dumm verkauft und uns werden minimale, längst nötige, kleine Veränderungen in den ersten Punkten als Verbesserung verkauft, jedoch findet alles in allem eine massive Verschlechterung in wesentlichen Punkten zu Gunsten der Pflegeversicherung, bezogen auf deren Einsparprogramm statt. 

Gegen diese Maßnahmen muss sich Widerstand aus allen Interessensgruppen, Verbänden & Vereinen sowie von Betroffenen zeigen, dies kann so nicht ernst gemeint sein und hingenommen werden!


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Weswegen Logopädie-Therapie bei Menschen mit Demenz sinnvoll ist

Der langsame Verlust der eigenen Sprache durch das Vergessen, während des Krankheitsverlaufs einer Demenz ist ein Thema welches die Teilnahme am Leben sehr einschränkt. Nicht verstanden werden, sich nicht adäquat ausdrücken zu können, führt zu sozialer Isolation und Rückzug ins eigene Innere. Die Logopädie sollte als therapeutischer Ansatz, gerade in der frühen Phase der Demenz-Erkrankung präventiv genutzt werden, um diesen Prozeß der sprachlichen Barriere, des langsamen Vergessens von Wörtern, sowie dem Bilden von ganzen Sätzen entgegen zu wirken.


Bei welchen Symptomen nutze ich die Logopädie-Therapie?

  • Wortfindungsstörungen treten auf
  • Ersatzwörter oder Floskeln werden genutzt
  • Der Faden im Satz geht oft verloren
  • Sprachverständnisprobleme werden offensichtlich & führen zu Missverständnissen
  • Inhalte des Gesprächs werden schnell vergessen
  • Antriebslosigkeit beim Sprechen, die Sprachbeteiligung nimmt ab
  • Sprunghafte Wechsel während des Erzählens / Sprechens


Der Therapieansatz der Logopädie:

Die Therapie bezieht sich auf auftretende Sprachstörungen, Störungen der Stimme sowie Schluckprobleme, welche oft nach einer Krankheit oder während dieser, wie im Fall der fortgeschrittenen Demenz, zu beobachten sind. Ihr Hausarzt kann Ihnen bei auftretenden Problemen ein Therapierezept ausstellen. Ziel ist es eine Verbesserung der Sprach-, Stimm- und Schluckqualität zu erwirken oder einen aktuellen Stand zu halten.

Logopädie und Demenz:

Das Ziel bei Menschen mit Demenz ist es, die Kommunikations- und Ernährungsmöglichkeit, unter der krankheitsbedingten Veränderung, möglichst lange aufrecht zu erhalten. Zu Beginn der Erkrankung ist es bereits sinnvoll diese logopädische Unterstützung in Anspruch zu nehmen und präventiv auf den Krankheitsverlauf einzuwirken, um Kommunikationsstörungen entgegen zu wirken. Da der Lernprozeß bei Menschen mit Demenz, aufgrund des eingeschränkten oder nicht mehr vorhandenen Kurzzeitgedächtnisses, nicht mehr stattfindet, ist ein ressourcenorientierter Ansatz nötig, nachdem die Logopädie-Therapie vorgeht.

Die noch vorhandenen Ressourcen werden genutzt um den betroffenen Menschen zu spiegeln, seine noch präsenten Fähigkeiten zu fördern und möglichst aufrechtzuerhalten. Hierbei spielt die nonverbale Kommunikation eine primäre Rolle. Diese kommunikativen Fähigkeiten wie, Sprachmelodie, Gestik und Mimik werden beobachtet und geben wertvolle Hinweise auf eventuelle Förderansätze der Therapie.

Der logopädische Ansatz erfolgt nach dem Grundsatz, es ist wichtiger wie etwas gesagt wird als was gesagt wird!

Prägend für die Kommunikation bei Menschen mit Demenz ist der Tonfall der empfunden wird, sowie ein weiterer Grundsatz, die Beziehung vor dem Inhalt des Gesagten.


Therapieziele:

  • Aufrechterhaltung der Teilhabe am sozialen Leben
  • Größtmögliche Erhaltung der Lebensqualität für den betroffenen Menschen
  • Der Erhalt der sprachlichen Selbständigkeit
  • Unterstützung bei der Mahlzeiten- und Getränkeeinnahme & Reduktion von auftretenden Schluckproblemen

Bisher sind diese therapeutischen Möglichkeiten bei der Förderung & Begleitung von Menschen mit Demenz nur wenigen bekannt. Wird erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf diese therapeutische Möglichkeit zurückgegriffen, kann dies bereits zu spät sein und eine Unterstützung bereits nicht mehr möglich sein bzw. nur noch geringe Erfolge zeigen.

Wir haben Ihnen anschliessend eine Übersicht von Logopädie-Praxen und Logopädie-Therapeuten verlinkt, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, in Ihrer Nähe eine therapeutische Unterstützung, mit dem Schwerpunkt auf Demenzbehandlung zu finden.

https://www.dbl-ev.de/service/logopaedensuche/

Fazit:

Was bringt Logopädie bei Demenz?

Eine Teilhabe am sozialen Leben & eine größtmögliche Lebensqualität soll aufrechterhalten bleiben. Die sprachliche Selbständigkeit soll erhalten werden. Die Unterstützung bei bereits auftretenden Schluckproblemen ist therapeutisch gewährleistet. Eine unabhängige Pflegeberatung gibt Ihnen weitere Informationen & Tipps.

 

Bei Fragen, Anregungen und Beratungswünschen kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage.

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Entlastungsmöglichkeit für pflegende Angehörige – Tagespflege-Einrichtung

Sie stoßen durch die Pflegesituation Ihres Angehörigen an Ihre Belastungsgrenzen?

Sie benötigen dringend einige Stunden tagsüber eine Entlastung und Erholung für sich selbst?

Sie wissen nicht, wie Sie sich noch um eigene Termine, Alltagstätigkeiten und soziale Kontakte kümmern können?


Im folgenden Beitrag möchten wir auf die Möglichkeit eine Tagespflege-Einrichtung zu Ihrer Entlastung eingehen und Ihnen folgende Punkte erklären:

  • Definition Tagespflege
  • Konzept einer Tagespflege
  • Kosten & Finanzierung der Tagespflege
  • Leistungen der Tagespflege

Definition Tagespflege:

Es handelt sich bei der teilstationären Tagespflege um eine Leistung der Pflegeversicherung. Diese bietet pflegenden Angehörigen die Möglichkeit, Abstand zum belastenden Pflegealltag zu bekommen, sich selbst um Termine, Alltagsarbeiten, die Pflege eigener sozialer Kontakte und vor allem Erholung zu kümmern. Die pflegebedürftige Person ist während eines, durch das Tagespflegeangebot variierenden Zeitraums, in einer teilstationären Einrichtung. Dort findet durch Betreuungs- und Pflegekräfte strukturiert, ein auf Beschäftigungsmöglichkeiten, Essens- und Ruhezeiten basierendes Angebot statt, welches auch die notwendige Pflege und medizinische Versorgung, durch beispielsweise Verabreichen von Medikamenten, gewährleistet. Mit anderen, unterschiedlich pflegebedürftigen Menschen, verbringt Ihr Angehöriger den Tag unter personeller Beaufsichtigung. Ein spezieller Fahrdienst der Einrichtungen kümmert sich an den vereinbarten Tagen um den Transfer zur Tagespflege und zurück.


Konzept einer Tagespflege:

Es handelt sich um ein Angebot welches eine personelle, durchgehende Anwesenheit einer Betreuungskraft voraussetzt, der pflegebedürftige Mensch jedoch nicht auf kontinuierliche Pflege selbst angewiesen ist.

Unter folgenden Voraussetzung kann eine Tagespflege-Einrichtung in Anspruch genommen werden:

  • Die Gefahr einer Mangelernährung besteht.
  • Die Person ist hochbetagt und alleinstehend.
  • Eine geistige / kognitive Beeinträchtigung besteht.
  • Bewegungseinschränkungen, welche die Alltagskompetenz beeinträchtigen, liegen vor.
  • Wenn Alltagskompetenzen erhalten oder wiederhergestellt werden sollen.
  • Die Person transportfähig und nicht bettlägerig ist.

Kosten & Finanzierung der Tagespflege:

  • Je nach Einrichtung wird eine Stunden- oder Tagespauschale abgerechnet, Preise sind zu erfragen.
  • Eine Pauschale für die Mahlzeiten wird berechnet.
  • Eine Kilometerpauschale für den Fahrdienst wird in Rechnung gestellt, entfällt bei selbst organisierter Anfahrt.
  • Investitionskosten zum Erhalt der Tagespflege-Einrichtung werden berechnet.

Je nach Aufwand des pflegerischen und medizinischen Bedarfs der zu betreuenden Person, rechnet die Tagespflege-Einrichtung, ab Pflegegrad 2, direkt mit Kranken- und / oder Pflegekasse die erbrachten, notwendigen Leistungen ab. Die Tagespflege-Einrichtung hat entsprechend eine Kassenzulassungsnummer, welche diese Abrechnung möglich macht.


WICHTIG:

Den Ihnen zugestandenen Entlastungsbetrag von 125,- Euro monatlich, können Sie zur Finanzierung der Investitionskosten, Mahlzeitenpauschale und der Unterbringung in der Tagespflege nutzen!


Durch die Pflegeversicherung ist ein Budget pro Monat, variierend nach Pflegegrad 2 – 5, für die pflegebedürftige Person geregelt. Hiermit kann ein Angebot der Tagespflege bezahlt werden. Anschließend können Sie die hinterlegten Pflegeversicherungsleistungen für die Tagespflege Nutzung anhand des Pflegerads einsehen:

  • Pflegegrad 2:                 689,00 €
  • Pflegegrad 3:               1298,00 €
  • Pflegegrad 4:               1612,00 €
  • Pflegegrad 5:               1995,00 €

Bei diesen Beträgen handelt es sich um zweckgebundene, ausschließlich für die Tagespflege nutzbare Budgets, die auch nicht anteilig ausbezahlt oder mit anderen Leistungen kombiniert werden können!


Fazit:

Was ist eine Tagespflege?

Es handelt sich um eine Leistung der Pflegeversicherung, welche pflegenden Angehörigen die Möglichkeit bietet, sich selbst während des Tages Freiraum & Entlastung zu verschaffen, sich um alltägliches zu kümmern und Abstand & Erholung zu einer belastenden Pflegesituation zu bekommen. Weitere Infos kann Ihnen Ihr unabhängiger Pflegeberater vermitteln.


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Demenz – In welcher, der drei Phasen der Erkrankung, befindet sich mein Angehöriger?

Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen Tipps zur Selbsteinschätzung des aktuellen Krankheitsverlaufs Ihres Angehörigen mit Demenz ermöglichen. Beleuchten Sie selbst, wie Sie den Krankheitsverlauf Ihres Angehörigen einschätzen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei unterschiedlichen Verlaufsphasen, je nach Fortschritt der Erkrankung. Unterschieden werden Prozesse des geistigen Abbaus bezogen auf die Merkfähigkeit, Sprache, die eigene Handlungsfähigkeit, Wesensveränderungen und Einschränkungen bezogen auf die noch bestehenden Möglichkeiten der Selbstversorgung.

Wir erklären Ihnen in kurzen Stichpunkten die einzelnen der drei Phasen.



Symptomatik der Demenz-Phase 1, beginnende Demenz:

  • Während des Gesprächs wird oft der Faden verloren
  • Die Merkfähigkeit ist eingeschränkt
  • Neue Informationen werden nicht mehr oder nur teilweise behalten
  • Das Kurzzeitgedächtnis läßt nach
  • Fragen werden mehrmals gestellt
  • Ersatzwörter werden vermehrt genutzt
  • Die Konzentration ist beeinträchtigt
  • Schwierigkeiten beim Benennen von Datum & Uhrzeit
  • Namen werden vergessen
  • Sätze werden verkürzt
  • Störungen bei Alltagstätigkeiten ( Körperpflege, Mahlzeitenzubereitung, sich kleiden etc.)
  • Erste Wortfindungsstörungen treten auf
  • Oft stimmt die Reihenfolge von Handlungsabläufen nicht mehr
  • Bereits erledigtes wird nochmal aufgegriffen
  • Es entsteht eine Passivität und Teilnahmslosigkeit
  • Komplexe Zusammenhänge können bereits nicht mehr erfaßt werden
  • Erste örtliche Orientierungsschwierigkeiten treten auf, auch in gewohnter Umgebung
  • Die Merkfähigkeit an länger zurückliegende Ereignisse oder Situationen ist noch nicht beeinträchtigt

Symptomatik der Demenz-Phase 2, mittelgradig fortgeschrittene Demenz:

  • Die Gedächtnisleistung baut noch mehr ab
  • Tag-Nacht-Rhythmus-Störungen treten auf
  • Häufige Stimmungsschwankungen sind bemerkbar, bis zu aggressivem Verhalten
  • Es kommt zu Desorientiertheit außerhalb der eigenen Wohnung / des eigenen Hauses
  • Gefühlsschwankungen nehmen vermehrt zu
  • Der Betroffene zieht sich noch mehr zurück, beteiligt sich kaum noch am Alltagsgeschehen
  • Die personell notwendige Unterstützung, bei bisher selbständigem, nimmt zu
  • Alltagstätigkeiten bereiten dem Betroffenem größte Mühe
  • Ein Beruf kann nicht mehr ausgeübt werden
  • Auch das Langzeitgedächtnis ist massiv beeinträchtigt
  • Gegenwart und Vergangenheit sind nicht mehr unterscheidbar

Symptomatik der Demenz-Phase 3, schwere Demenz:

  • Eine Kontaktaufnahme gestaltet sich sehr schwierig oder ist kaum noch möglich
  • Eine Infektanfälligkeit nimmt zu
  • Bewegungen sind nur noch eingeschränkt möglich, bis hin zur Bettlägerigkeit
  • Es kommt zu auftretenden Schluckstörungen
  • Die Darm- und Blasenkontrolle nimmt ab
  • Gehen und Stehen ist erschwert
  • Der Wortschatz ist stark reduziert
  • Sätze können meist gar nicht mehr gebildet werden
  • Die Artikulation findet oft nur noch über Laute statt

Fazit:

Wie ist der Verlauf einer Demenz Erkrankung?

Grundsätzlich unterscheidet man den Verlauf einer Demenz in drei unterschiedlichen Phasen, welche den geistigen Abbau und die kognitive Leistung, Sprache, Wesensveränderungen, die eigene Handlungsfähigkeit & Selbständigkeit betreffen.

 

In allen der drei Stadien der Demenz, ist es wichtig die Nerven zu behalten, ruhig zu bleiben, den Betroffenen nicht zu maßregeln, ihn nicht zusätzlich auf seine Fehler aufmerksam zu machen und auf diese zu reduzieren. Behandeln Sie Ihren Angehörigen wetschätzend und versuchen Sie den Zugang über die emotionale Ebene aufrecht zu halten, vermeiden Sie sachliche Diskussionen, die zu nichts führen. Denken Sie an Ihre Selbstfürsorge und planen Sie regelmäßige Aus- und Erholungszeiten für sich selbst in den schwierigem Pflegealltag ein!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis