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Demenz-Beratung & Demenz-Schulungen in München

Demenz Schulung & Demenz Beratung

Unsere individuelle Demenz Schulung & Demenz Beratung in München richtet sich an Sie, die pflegenden Angehörigen. Da Sie täglich mit dem Menschen und seinen durch die Krankheit bedingten Wesensveränderungen konfrontiert sind. Die ergänzenden ambulanten Pflegedienste übernehmen nur Teile der Versorgung. Mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste sind oft nur wenige Minuten vor Ort.

Den Großteil des Tages sind Sie mit dem Krankheitsbild des Menschen mit Demenz konfrontiert. Sie übernehmen den riesigen Berg der notwendigen Betreuung!


Inhalte unserer Demenz-Beratung & Demenz-Schulungen:

  • Individuelle Demenz Beratung & Demenz Schulung vor Ort in München & München-Land
  • Information über Entlastungsangebote für pflegende Angehörige
  • Kommunikation & Methodik bei Demenz
  • Wohnumfeldanpassung & Orientierung schaffen bei Demenz Erkrankung
  • Ernährung bei Demenz Erkrankung
  • Informationen zu krankheitsspezifischen Wohn- & Unterbringungsformen
  • Buch-Tipps und Informationsmaterial zum Thema Demenz
  • Telefonische Schulungen oder Videotelefonieschulungen
  • Vermittlung von Basiswissen & Standards zum Thema Demenz
  • Allgemeine Beratung zu Pflegegrad, Höherstufung oder Widerspruch des Pflegegrads bei Ablehnung
  • Finanzierungsmöglichkeiten der Pflegesituation

Die aktuelle Versorgungssituation


In einer, demographisch bedingt kontinuierlich alternden Gesellschaft, sind in Deutschland aktuell ca. 1,6 Millionen Menschen von einer Demenz-Form betroffen. Die überwiegende Zahl der Erkrankten leidet an der Alzheimer Variante. Mit der festgestellten Diagnose sind nicht nur die Erkrankten betroffen sondern auch die Familien, Angehörige & Freunde.

Die pflegerische Versorgung durch ambulante Pflegedienste & stationäre Pflegeinrichtungen stößt bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen. Es wird von einer Zahlenentwicklung bis zum Jahr 2050 von mehr als 3 Millionen Demenz-Patienten ausgegangen.

Die Versorgung wird immer mehr zur Aufgabe der direkten Angehörigen, ganzer Familien. Diese müssen sich organisieren, um sich um ihren, von Demenz betroffenen Angehörigen zu sorgen, zu kümmern. Grosse Teile der pflegerischen Versorgung müssen dadurch übernommen werden.

Dies ist ohne ein umfangreiches Basiswissen in diesem neuen Themenfeld nicht möglich. Hilflos mit einer Diagnose, mit der man bisher nicht konfrontiert war. Die Demenz-Diagnose die man noch nicht einschätzen kann und gerade erst kennenlernt, eine grosse Herausforderung!

Wir stossen, nach bestem Wissen & Gewissen vorgehend, umgehend an unsere psychischen und physischen Belastungsgrenzen. Uns fehlt die Distanz, im Gegensatz zu professionell Pflegenden. Es sind Emotionen im Spiel, denn es geht um unseren Angehörigen & Verwandten.


Unser Demenz Wissen – Ihre Sicherheit


Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit dem Krankheitsbild der unterschiedlichen Demenz Formen. Oft sind wir dabei selbst an Grenzen gestossen.

In Teamsitzungen konnten wir gemeinsam anhand von Fallbeispielen, bei sogenanntem herausforderndem Verhalten des Menschen mit Demenz, Beobachtungen und Analysen erstellen. Weswegen stößt man an Grenzen, weswegen verhält sich der Betroffene, wie er sich gibt. Welche Möglichkeiten  gibt es damit umzugehen und damit zurecht zu kommen.

Dieses Wissen und die angewendete Praxis möchten wir an Sie weitergeben!


Unglaublich wichtig ist vor Allem, zu verstehen wie dieses Krankheitsbild verläuft und was uns erwartet. Ohne ein grundsätzliches Krankheitsverständnis machen wir uns selbst bei der Versorgung und dem Umgang mit dem Menschen mit Demenz kaputt, brennen aus, verlieren die Nerven und Kraft, diese schwierige Aufgabe zu bewältigen.



Kontaktieren Sie uns, wir nehmen uns Zeit Sie im Umgang mit der Demenz Erkrankung Ihres Angehörigen sicher und fit zu machen.

Wir gehen individuell und persönlich auf Ihre Pflegesituation ein. Unsere Experten zeigen Ihnen Fehler in der Versorgung, Sprache oder Wortwahl auf. Sie geben Ihnen hilfreiche und erleichternde Tipps und Ratschläge nach Standard der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Demenz Forschung.

 

Wir schaffen das nötige Verständnis für das neue Krankheitsbild mit dem Sie konfrontiert sind!


 

Weitere interessante Beiträge zu pflegerelevanten Themen finden Sie im Blog-Bereich in Kategorien für Sie geordnet.

Zusätzlich veröffentlichen wir wöchentlich im Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ auf unserer Startseite der Homepage sowie allen gängigen online Podcast Plattformen interessante Beiträge und Interviews, hören Sie doch mal rein!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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Kommunikationsstandards bei Menschen mit Demenz

Kommunikation bei Demenz


Wie kommuniziere ich angemessen und erreiche den Menschen mit Demenz, in seiner oft bereits veränderten Wahrnehmung, ist das Thema dieses Artikels.

Bewußtsein für die Kommunikation mit einem von Demenz betroffenen Menschen ist das A und O. 

Es erfordert Geduld & Basiswissen im Umgang, sowie Eigenreflexion von uns, um verstanden zu werden. Es bedarf einem Verständnis für die Erkrankung. Sonst scheitern Sie kommunikativ und bleiben frustriert über die Reaktion des dementen Gesprächspartners zurück. Wir müssen uns Gesprächsstandards verinnerlichen, die notwendig sind, um verstanden und als Gesprächspartner überhaupt wahr genommen zu werden. Oft fühlen sich Menschen mit Demenz gar nicht angesprochen.

Kann dies an uns und unserem Standard Kommunikationsmuster liegen?

Tipps zur Kommunikation

Bei dem Gespräch mit einem Menschen mit Demenz muss daraufgeachtet werden, die Person von vorne anzusprechen. Halten Sie Blickkontakt, man sollte den Betroffenen mit Namen ansprechen und zuerst abwarten ob er reagiert. Unterstützend ist es sinnvoll ihn kurz an der Schulter oder der Hand zu berühren. Sie signalisieren ihm damit, ich meine dich, ich spreche dich an.

Warten Sie die Reaktion ab und beginnen Sie nach der Kontaktaufnahme mit einem kurzen, verständlichen Satz. Überfordern Sie die Person nicht sofort mit zu vielen Informationen, mehreren Fragen oder einem Textschwall. Passen Sie ihre Gesprächslautstärke gegebenenfalls etwas an. Sie können mit ihrem Stimmvolumen spielen, höher oder tiefer, lassen Sie sich eine Rückmeldung geben, ob Sie gut verstanden werden.

Sie können auch ihre Hände oder die Arme einsetzen um etwas durch eine Gestik zu verdeutlichen. Nutzen Sie Möglichkeiten der Bildsprache. Wenn es der Mensch mit Demenz nicht anders gewöhnt ist, selbst Dialekt spricht, bleiben Sie beim gewohnten Dialekt, um verstanden zu werden.

Biographie & Orientierung bei Demenz

Aufgrund des Gedächtnisabbaus, zurück bis ins Kindheitsalter bei dieser Erkrankung, ist es notwendig darauf zu achten, in welchem Bereich des bisherigen Lebens sich der Betroffene biografisch aktuell befindet. 

Dies kann die Ursache dafür sein, daß er sich beispielsweise mit einem Kosenamen, den Sie verwenden, nicht angesprochen fühlt. Eine weibliche Person kann mit dem Familiennamen nichts mehr anfangen?  Sie befindet sich eventuell bereits in einer frühen Phase ihres Lebens. Gerade bei Frauen kann dann der Mädchenname als Ansprache genutzt werden.

Bleiben Sie ruhig und geduldig, geben Sie der Person Zeit und unterbrechen Sie sie nicht. Wenn sie z. b. eigeninitiativ beginnt zu erzählen, auch wenn es nichts mit Ihrer Frage zu tun hat. Greifen Sie das Gespräch auf und lernen Sie zu zuhören.

Lesen Sie buchstäblich zwischen den Zeilen und greifen Sie das Thema, welches die demente Person anschneidet auf. Gehen Sie darauf ein, begeben Sie sich in ihre Welt, in die Zeit aus der sie gerade erzählt. Geben Sie Hilfestellung wenn sie ins Stocken gerät und bestätigen Sie sie. Durch Sätze wie, das war sicher nicht leicht, das ist aber schön, da fühlt man sich nicht verstanden etc., zeigen Sie Ihre Gesprächsteilnahme.

Achten Sie auf eine Gesprächsatmosphäre, die wenig Ablenkungsmöglichkeiten durch visuelle oder akustische Reize bietet. Dies überfordert die Person mit Demenz.

Machen Sie vor allem nicht den Fehler und korrigieren oder maßregeln Sie den Menschen mit Demenz in seinen Aussagen. Auch wenn sie nicht zutreffen, er nicht recht hat oder er sich täuscht. Sie suggerieren ihm dadurch deutlich er lügt, seine Aussage stimmt nicht. Bei jedem Menschen, dement oder nicht dement, führt das zu Frustration und im Extremfall zu Rückzug. 


Dies muss unbedingt vermieden werden und ist absolut nicht förderlich. Es geht um den Erhalt einer Vertrauens- oder Beziehungsebene!


Die Emotionsebene bei Menschen mit Demenz

Menschen mit Demenz sind nach wie vor sehr sensibel.  Sie funktionieren primär auf der Emotionsebene, die Sachebene ist oft bereits zu komplex und kognitiv nicht mehr zu begreifen. Deswegen ist auch jegliche Diskussion zu nichts führend und sollte vermieden werden.

Hat der Betroffene noch lichte Momente, in denen er begreift, daß er oft an Situationen oder Herausforderungen scheitert, frustriert ihn das wehement. Er sollte von außen nicht zusätzliche Frustration durch Korrektur seiner Aussagen erfahren. Stellen Sie sich vor wie unnütz, verunsichert und traurig er sich fühlen muss. 

Die Person benötigt, wie wir alle, positive Erfahrungen. Negative Erfahrungen erlebt sie von selbst durch die vorhandenen geistigen Einschränkungen sehr oft.

Setzen Sie gezielt Lob ein, auch für Tätigkeiten, die nicht unbedingt Lob erfordern. Geben Sie ihm ein gutes Gefühl bei allem was er macht, tun soll oder noch selbständig versucht. Ermutigen Sie ihn, geben Sie ihm Hilfestellung. Unterstützen Sie ihn dabei, beispielsweise mit Worten wie, das ist doch nicht schlimm, ich helfe dir und gemeinsam schaffen wir das doch, ich bin für dich da.

Fragestellung bei Demenz

Ein weiterer Punkt ist das Vermeiden von Entscheidungsfragen.

Dies führt meistens zu Überforderung, ein Beispiel: Möchtest du gerne spazieren gehen? 

Zielführender ist es, dem Menschen mit Demenz ein Angebot zu unterbreiten, komm wir machen einen schönen Spaziergang. Er muss hierbei keine Entscheidung selbständig treffen.

Seien Sie sich bewußt, dass Sie keinen Lernerfolg mehr erzielen können, seien Sie nicht frustriert, bleiben Sie ruhig, eine Aufforderung nachzudenken bringt Sie und den Menschen mit Demenz nicht weiter, dieses ist nicht mehr umsetzbar und möglich.

Geben Sie keine Orientierungshilfe basierned auf unserer Realität, diese stellt sich für die betroffene Person ganz anderst dar als für uns. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, in ihrer Realität.

Diskutieren Sie nicht über Schuldfragen, die Person reagiert und agiert so gut es noch möglich ist, wie gesagt die Sachebene ist eingeschränkt oder bereits nicht mehr vorhanden und eine Diskussion verärgert, entmutigt und führt zu nichts.

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Abschließend möchte ich nach diesen vielen Tipps, zur Kommunikation bei Menschen mit einer Demenz Erkrankung, noch auf unser individuelles Schulungsangebot für pflegende Angehörige, in Zeiten von Corona auch per Telefon oder über Videotelefonie nutzbar, verweisen.

Lassen Sie sich professionell von uns zur Seite stehen und unterstützen. Sie benötigen Ihre Kraft, Energie und Nerven noch lange für die Versorgung Ihres Angehörigen.


Nähere Informationen und Blogbeiträge zum Thema Demenz und weiteren pflegerelevanten Themen finden Sie im Blog in Kategorien geordnet zum Nachlesen.

Wir veröffentlichen ab sofort wöchentlich einen interessanten Podcast, auf allen gängigen Portalen und unserer Homepage, um pflegende Angehörige sicher und fit in der pflegerischen Versorgung zu machen.

Wir freuen uns über Ihr Abo des Podcasts und darauf, daß Sie regelmäßig zuhören.

 

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Weswegen Logopädie-Therapie bei Menschen mit Demenz sinnvoll ist

Der Mehrwert von Logopädie bei Demenz

Der langsame Verlust der eigenen Sprache durch das Vergessen, während des Krankheitsverlaufs einer Demenz ist ein Thema welches die Teilnahme am Leben sehr einschränkt. Nicht verstanden werden, sich nicht adäquat ausdrücken zu können, führt zu sozialer Isolation und Rückzug ins eigene Innere. Die Logopädie sollte als therapeutischer Ansatz, gerade in der frühen Phase der Demenz-Erkrankung präventiv genutzt werden, um diesen Prozeß der sprachlichen Barriere, des langsamen Vergessens von Wörtern, sowie dem Bilden von ganzen Sätzen entgegen zu wirken.


Bei welchen Demenz-Symptomen nutze ich die Logopädie-Therapie?

  • Die Person hat Wortfindungsstörungen
  • Die Person verwendet Ersatzwörter oder
  • Der Faden im Satz geht oft verloren
  • Sprachverständnisprobleme werden offensichtlich & führen zu Missverständnissen
  • Es werden Gesprächsinhalte nicht verstanden
  • Antriebslosigkeit beim Sprechen, die Sprachbeteiligung nimmt ab
  • Sprunghafte Wechsel während des Erzählens / Sprechens


Der Therapieansatz der Logopädie bei Demenz:

Die Therapie bezieht sich auf auftretende Sprachstörungen, Störungen der Stimme sowie Schluckprobleme, welche oft nach einer Krankheit oder während dieser, wie im Fall der fortgeschrittenen Demenz, zu beobachten sind. Ihr Hausarzt kann Ihnen bei auftretenden Problemen ein Therapierezept ausstellen. Ziel ist es eine Verbesserung der Sprach-, Stimm- und Schluckqualität zu erwirken oder einen aktuellen Stand zu halten.

Logopädie und Demenz:

Das Ziel bei Menschen mit Demenz ist es, die Kommunikations- und Ernährungsmöglichkeit, unter der krankheitsbedingten Veränderung, möglichst lange aufrecht zu erhalten. Zu Beginn der Erkrankung ist es bereits sinnvoll diese logopädische Unterstützung in Anspruch zu nehmen und präventiv auf den Krankheitsverlauf einzuwirken, um Kommunikationsstörungen entgegen zu wirken. Da der Lernprozeß bei Menschen mit Demenz, aufgrund des eingeschränkten oder nicht mehr vorhandenen Kurzzeitgedächtnisses, nicht mehr stattfindet, ist ein ressourcenorientierter Ansatz nötig, nachdem die Logopädie-Therapie vorgeht.

Nutzen Sie die noch vorhandenen Ressourcen, um den betroffenen Menschen zu spiegeln, seine noch präsenten Fähigkeiten zu fördern und möglichst aufrechtzuerhalten. Hierbei spielt die nonverbale Kommunikation eine primäre Rolle. Beobachten Sie kommunikativen Fähigkeiten wie, Sprachmelodie, Gestik und Mimik diese geben Ihnen wertvolle Hinweise auf eventuelle Förderansätze der Therapie.

Erinnern Sie sich immer an den Grundsatz der Logopädie, es ist wichtiger wie sage ich etwas als was Sie sagen!

Beachten Sie den Grundsatz der Kommunikation bei Menschen mit Demenz. Achten Sie auf den Tonfall der empfunden wird, dieser steht bei Menschen mit Demenz, vor dem Inhalt des Gesagten.


Therapieziele:
  • Aufrechterhaltung der Teilhabe am sozialen Leben
  • Größtmögliche Erhaltung der Lebensqualität für den betroffenen Menschen
  • Der Erhalt der sprachlichen Selbständigkeit
  • Unterstützung bei der Mahlzeiten- und Getränkeeinnahme & Reduktion von auftretenden Schluckproblemen

Bisher sind diese therapeutischen Möglichkeiten bei der Förderung & Begleitung von Menschen mit Demenz nur wenigen bekannt. Wird erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf diese therapeutische Möglichkeit zurückgegriffen, kann dies bereits zu spät sein und eine Unterstützung bereits nicht mehr möglich sein bzw. nur noch geringe Erfolge zeigen.

Wir haben Ihnen anschliessend eine Übersicht von Logopädie-Praxen und Logopädie-Therapeuten verlinkt, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, in Ihrer Nähe eine therapeutische Unterstützung, mit dem Schwerpunkt auf Demenzbehandlung zu finden.

https://www.dbl-ev.de/service/logopaedensuche/

Fazit:

Was bringt Logopädie bei Demenz?

Eine Teilhabe am sozialen Leben & eine größtmögliche Lebensqualität soll aufrechterhalten bleiben. Die sprachliche Selbständigkeit soll erhalten werden. Die Unterstützung bei bereits auftretenden Schluckproblemen ist therapeutisch gewährleistet. Eine unabhängige Pflegeberatung gibt Ihnen weitere Informationen & Tipps.

 

Bei Fragen, Anregungen und Beratungswünschen kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage.

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Wir veröffentlichen in unserem Podcast „Tipps für pflegende Angehörige“ wöchentliche neue Interviews & Beiträge.

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Demenz – In welcher, der drei Phasen der Erkrankung, befindet sich mein Angehöriger?

Demenz Phasen erklärt


Im folgenden Beitrag möchten wir Ihnen Tipps zur Selbsteinschätzung des aktuellen Krankheitsverlaufs Ihres Angehörigen mit Demenz ermöglichen. Beleuchten Sie selbst, wie Sie den Krankheitsverlauf Ihres Angehörigen einschätzen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei unterschiedlichen Verlaufsphasen, je nach Fortschritt der Erkrankung. Unterschieden werden Prozesse des geistigen Abbaus bezogen auf die Merkfähigkeit, Sprache, die eigene Handlungsfähigkeit, Wesensveränderungen und Einschränkungen bezogen auf die noch bestehenden Möglichkeiten der Selbstversorgung.

Wir erklären Ihnen in kurzen Stichpunkten die einzelnen der drei Phasen.



Symptomatik der Demenz-Phase 1, beginnende Demenz:

  • Während des Gesprächs wird oft der Faden verloren
  • Die Merkfähigkeit ist eingeschränkt
  • Neue Informationen werden nicht mehr oder nur teilweise behalten
  • Das Kurzzeitgedächtnis läßt nach
  • Fragen werden mehrmals gestellt
  • Ersatzwörter werden vermehrt genutzt
  • Die Konzentration ist beeinträchtigt
  • Schwierigkeiten beim Benennen von Datum & Uhrzeit
  • Namen werden vergessen
  • Sätze werden verkürzt
  • Störungen bei Alltagstätigkeiten ( Körperpflege, Mahlzeitenzubereitung, sich kleiden etc.)
  • Erste Wortfindungsstörungen treten auf
  • Oft stimmt die Reihenfolge von Handlungsabläufen nicht mehr
  • Bereits erledigtes wird nochmal aufgegriffen
  • Es entsteht eine Passivität und Teilnahmslosigkeit
  • Das Erfassen von komplexen Zusammenhängen ist nicht mehr möglich
  • Erste örtliche Orientierungsschwierigkeiten treten auf, auch in gewohnter Umgebung
  • Die Merkfähigkeit an länger zurückliegende Ereignisse oder Situationen ist noch nicht beeinträchtigt

Symptomatik der Demenz-Phase 2, mittelgradig fortgeschrittene Demenz:

  • Die Gedächtnisleistung baut noch mehr ab
  • Tag-Nacht-Rhythmus-Störungen treten auf
  • Häufige Stimmungsschwankungen sind bemerkbar, bis zu aggressivem Verhalten
  • Es kommt zu Desorientiertheit außerhalb der eigenen Wohnung / des eigenen Hauses
  • Gefühlsschwankungen nehmen vermehrt zu
  • Der Betroffene zieht sich noch mehr zurück, beteiligt sich kaum noch am Alltagsgeschehen
  • Die personell notwendige Unterstützung, bei bisher selbständigem, nimmt zu
  • Alltagstätigkeiten bereiten dem Betroffenem größte Mühe
  • Die Ausübung des Berufs ist unmöglich
  • Auch das Langzeitgedächtnis ist massiv beeinträchtigt
  • Gegenwart und Vergangenheit sind nicht mehr unterscheidbar

Symptomatik der Demenz-Phase 3, schwere Demenz:

  • Eine Kontaktaufnahme gestaltet sich sehr schwierig oder ist kaum noch möglich
  • Eine Infektanfälligkeit nimmt zu
  • Bewegungen sind nur noch eingeschränkt möglich, bis hin zur Bettlägerigkeit
  • Es kommt zu auftretenden Schluckstörungen
  • Die Darm- und Blasenkontrolle nimmt ab
  • Gehen und Stehen ist erschwert
  • Der Wortschatz ist stark reduziert
  • Das Bilden von Sätzen ist erschwert
  • Die Artikulation findet oft nur noch über Laute statt

Fazit:

Wie ist der Verlauf einer Demenz Erkrankung?

Grundsätzlich unterscheidet man den Verlauf einer Demenz in drei unterschiedlichen Phasen, welche den geistigen Abbau und die kognitive Leistung, Sprache, Wesensveränderungen, die eigene Handlungsfähigkeit & Selbständigkeit betreffen.

 

In allen der drei Stadien der Demenz, ist es wichtig die Nerven zu behalten, ruhig zu bleiben, den Betroffenen nicht zu maßregeln, ihn nicht zusätzlich auf seine Fehler aufmerksam zu machen und auf diese zu reduzieren. Behandeln Sie Ihren Angehörigen wetschätzend und versuchen Sie den Zugang über die emotionale Ebene aufrecht zu halten, vermeiden Sie sachliche Diskussionen, die zu nichts führen. Denken Sie an Ihre Selbstfürsorge und planen Sie regelmäßige Aus- und Erholungszeiten für sich selbst in den schwierigem Pflegealltag ein!


 

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Demenz-Tests bei Haus- und Facharzt

Demenz Tests und Testverfahren


Im letzten Beitrag stellten wir Ihnen Möglichkeiten zur Selbsteinschätzung einer beginnenden Demenz-Erkrankung vor. Wenn Sie nun Ihren Haus- oder Facharzt (Neurologen) mit der von Ihnen eruierten Problematik konfrontieren, wird dieser Ihren Angehörigen mit folgenden infrage kommenden Tests näher untersuchen, um zu einer präzisen Diagnose zu gelangen.

In den meistens Krankheitsituationen, auch im Falle einer Demenzerkrankung sollte jedem Menschen das Recht zugestanden werden, eine Diagnose zu bekommen. Sicher stellt sich oft dir Frage wie sinnvoll dies im Fall einer Demenz ist.

Alleine um eine Diagnose bezogen auf die Argumentation im Pflegerad-Einstufungsverfahren mit dem MDK oder Medicproof zu haben und den eigenen, pflegerischen Zeitaufwand darstellen zu können, ist dies absolut sinnvoll, um einen angemessenen Pflegerad zu bekommen. Als pflegender Angehöriger können Sie mit einer präzisen, medizinischen Diagnose auch deutlich besser, durch genaue Vorinformationen über die Krankheit und deren Verlauf umgehen und sich auf zu erwartendes einstellen.


Hier eine Auswahl der möglichen, medizinischen, der Diagnostik und Erkennung dienenden, Tests bei Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung.

Früherkennungstests bei Verdacht auf Demenz:

Alle diese Tests sind speziell dafür entwickelt worden, die geistige Leistungsfähigkeit zu überprüfen und eine beginnende Demenz zu erkennen. Wird der im Raum stehende Verdacht durch ein Testverfahren bestätigt, folgen weitere, in die Tiefe gehende, diagnostische Untersuchungen beim Facharzt.

Zur Basisdiagnostik gehören sowohl ausführliche Gespräche mit Angehörigen und Betroffenem, eine körperliche Untersuchung und der Einbezug der ganzen Krankheitsgeschichte (Anamnese).

Weitere Tests bei bestätigtem Verdacht auf Demenz:

  • CERAD-Test
  • ADAS-cog-Test
  • SIDAM-Test

Desweiteren können, um andere Erkrankungen, die den Gedächtnisverlust beeinträchtigt haben könnten, Blut- und Urintests durchgeführt. Das gleiche Ziel verfolgen auch technische Untersuchungen, nachfolgend aufgelistet.

  • EEG (Elektroenzephalographie)
  • CT (Computertomographie)
  • Kernspin (Magnetresonanztomographie, kurz MRT)

Eine Demenz kann durch diese diagnostischen Verfahren festgestellt werden, anders verhält es sich im Falle einer Alzheimer-Diagnose. Das Morbus Alzheimer die Ursache für die kognitiven Einschränkungen ist, wird durch ein Ausschlußverfahren der anderen möglichen Faktoren festgestellt. Es gibt zur Feststellung einer Alzheimer-Demenz kein bestätigtes Verfahren, wie einen Blut- oder Gentest oder ein bildgebendes Verfahren.

Die SPECT-Untersuchung:

SPECT ist die Abkürzung für Single-Photon-Emission-Computer-Tomographie. Die Durchblutung in den unterschiedlichen Gehirnregionen wird damit abgebildet und gemessen. Durchblutungsbedingte Anomalien lassen sich hierbei feststellen, messen und können z. B. auf eine Alzheimer Erkrankung Rückschluß geben. Es handelt sich um keine Routineuntersuchung, da dieses Verfahren teuer, strahlenreich und aufwändig ist.

Fazit:

Welche Tests gibt es bei Demenz?

Es gibt unterschiedliche Testverfahren für die Früherkennung dazu gehören der MMST-Test, der Uhrentest, der DEM-Tect-Test sowie der TFDD-Test. Bei bestätigtem Verdacht sind Testverfahren, die weiter in die Tiefe gehen sinnvoll, hierzu gibt es den CERAD-Test, den ADAS-Test sowie den SIDAM-Test. Für Fragen zu diesen Testverfahren empfiehlt es sich einen Demenzexperten, den Haus- oder Facharzt (Neurologen) zu befragen.


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Demenz-Test zur Selbsteinschätzung für pflegende Angehörige

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Hörverlust frühzeitig vorbeugen – Ursache & Risiko für Demenz!

Hörverlust und Risiko & Ursache für Demenz


Experten fordern von den gesetzlichen Krankenkassen, dass diese die Leistung des Hörscreenings ab dem 50. Lebensjahr übernehmen. Sie gehen bei beginnendem Hörverlust von einer Ursache und einem Risiko für Demenz aus.

In Deutschland leben circa 5,8 Millionen Menschen, die mit einem Hörverlust konfrontiert sind, jedoch unternimmt nur jeder Dritte etwas dagegen. Dies mag primär am Schamgefühl und am verdrängten Alterungsprozeß liegen. Bei frühzeitigem Gegensteuern, können primär Folgeerscheinungen, wie das Risiko einer Demenzerkrankung vermieden werden. Je früher der beginnende Hörverlust ausgeglichen wird, desto besser!

Wer unter Hördefiziten leidet nimmt berufliche Schwierigkeiten und auch soziale Isolation in Kauf. Wenn die Hörbeeinträchtigung unbehandelt bleibt, zeigen sich laut Wissenschaftlern kognitive Defizite ab, diese begünstigen die Entwicklung & das Risiko einer Demenzerkrankung oder Depression, aufgrund dessen, dass Bereiche des Gehirns nicht mehr vollständig angesprochen und genutzt werden.

Der Präsident der Hals, Nasen- und Ohrenärzte fordert deswegen einen Hörtest für alle ab dem 50. Lebensjahr, um auch eine damit zusammenhängende Sturzgefahr und eine allgemeine Hilfsbedürftigkeit zu vermeiden. Er stellt sich mit seiner Forderung hinter die WHO (Weltgesundheitsorganisation), die diese Forderung ebenfalls vertritt.

Niemand sollte aufgrund eines Hörverlusts seine sozialen Kontakte einschränken, auf Musik verzichten, isoliert leben und auf Tätigkeiten verzichten, die er zuvor gerne gemacht hat und die ihm Freude bereitet haben.

Wer also die Vermutung hat, schlechter zu hören, sollte sich präventiv an einen Hals-Nasen- & Ohrenarzt oder Hörakustiker wenden!

Studien belegen, das ein Mensch mit einem unbehandelten Hörverlust ein fünf Mal höheres Risiko hat an Demenz zu erkranken, als ein Mensch mit einem intakten Hörvermögen. Dies ist durch den Mangel an akustischen Reizen begründet, die durch diese akustische Isolation entsteht. Andere Theorien besagen, dass das Gehirn selbständig versucht dieses Defizit durch andere Gehirnregionen zu kompensieren, was zu einem deutlichen Mehraufwand anderer Hirnregionen führt, wobei bereits deutliche, beginnende Demenzsymptome erkennbar sind. Weiterhin wurde festgestellt, dass die kognitive Leistung bei Menschen mit einem Hördefizit bereits deutlich früher abnimmt, als bei gleichaltrigen ohne Hördefizit. Wir sprechen von einem Prozentsatz von 41% des geistigen Abbaus! Bei Menschen, die dieser Problematik frühzeitig mit einem Hörgerät entgegenwirken, fällt die Quote deutlich geringer aus.

Das Risiko an Demenz zu erkranken, steigt proportional, pro 10 Dezibel Hörverlust, um einen Faktor von 2,7. Bei einem Hörverlust von 30 – 50 Dezibel, spricht man von einer leichten Hörminderung, die jedoch durch das Tragen eines Hörgeräts sofort kompensierbar ist und einer Altersschwerhörigkeit und Demenzentwicklung vorbeugt. Auditive Reize, bleiben, aufgrund des eingesetzten Hörsystems erhalten, das Gehirn wird kontinuierlich stimuliert.

Als pflegender Angehöriger oder Angehöriger eines älteren Menschen können auch Sie positiv und ermutigt auf die Person einwirken, bei der Sie festzustellen glauben, ein Hördefizit zu erkennen.

Nehmen Sie der Person die Angst und erklären Sie die präventive Notwendigkeit eines Ausgleichs des Hördefizits. Geräte sind aktuell bereits so modern konzipiert, dass sie in der Lage sind, sich der Situation und Umgebung durch unterschiedliche Filtersysteme des Betroffenen anzupassen.

Überprüfen sie folgende Fragen unter Einbezug des bereits Betroffenen:

  • Sind Telefonanrufe für mich / die Person anstrengender geworden?
  • Stellen Sie / stellt die Person das TV, Radio deutlich lauter um besser hören zu können als früher?
  • Sprechen Sie / spricht die Person noch in einer angemessenen Lautstärke oder muss er des öfteren korrigiert werden?
  • Müssen Gesprächsinhalte regelmäßig wiederholt werden?
  • Gibt es Probleme die Herkunft eines Geräuschs zu lokalisieren?
  • Sind einige Frequenzen bereits unerträglich und laut?
  • Meiden Sie / meidet die Person bereits soziale Treffen und Kontakte?

Gutes Hören bedeutet Lebensqualität. Vielleicht wurden Sie bereits auf einen Hörverlust angesprochen? Eine Hörminderung tritt  schleichend auf. Oft wird es zunehmend schwieriger, Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in lauter Umgebung mit vielen Nebengeräuschen zu verstehen. Wiederholte Verständnisschwierigkeiten im Beruf und Alltag können Sie und Ihr Gegenüber gleichermaßen frustrieren und an Grenzen stoßen lassen.


Wußten Sie, dass es online bereits Hörtests gibt, die Sie von zu Hause aus, zur Selbsteinschätzung, durchführen können?

Wenn Sie ein neues Hörgerät erhalten haben, gibt es für Patienten, um sich an das neue, wieder deutlichere und differenzierte Hören zu gewöhnen, sogenannte Hörschulen, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen beantragt und übernommen werden können. Die Hörregion im Gehirn muss übrigens wieder lernen, mit der neuerworbenen Geräuschkulisse zurecht zu kommen, was viele Menschen mit einem neuen Hörgerät zuerst in den ersten Wochen überfordert und aufgrund der plötzlichen Lautstärke frustriert!

Kümmern Sie sich bei beginnendem Hörverlust rechtzeitig und reduzieren Sie ein Ursache, sowie das Risiko einer Demenz Erkrankung.
 

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Wohnraumanpassung für Menschen mit Demenz

Wohnraumanpassung bei Menschen mit Demenz


Für Menschen mit Demenz, stellt oft die eigenen Wohnung noch sehr lange eine feste Orientierungsmöglichkeit dar. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag Möglichkeiten aufzeigen, dem Betroffenen Menschen mit Demenz durch eine Wohnraumanpassung diese Orientierung weiter aufrecht zu erhalten, damit er möglichst lange in dieser gewohnten Umgebung verweilen kann, sich zurecht findet und diese als vertraut akzeptiert.

  • Erinnerungsecken, Aktivitätszonen und gemütliche Bereiche
  • Der Garten oder Balkon
  • Gefahrenquellen erkennen und beseitigen
  • Orientierungshilfen
  • Selbständigkeit des Betroffenen erhalten, nutzen und fördern
  • Die Pflegesituation erleichtern
  • Eigene Rückzugsmöglichkeiten für pflegende Angehörige gestalten

Erinnerungsecken, Aktivitätszonen & gemütliche Orte für Menschen mit Demenz:

Bilder, die zur zeitlichen Epoche passen, geben dem Menschen mit Demenz Orientierung. Dekorieren sie diese, wenn angemessen um, je nachdem in welchem Lebensabschnitt sich die Person gerade befindet. Musik aus der jeweiligen Zeit bringt Erinnerungen zurück, schafft Wohlbefinden, weckt Emotionen, auch hier achten Sie darauf, in welchem Bereich des Lebens sich der Mensch mit Demenz aktuell befindet. Die musikalische Untermalung passen Sie entsprechend an. Gegenstände aus dem bisherigen Leben platzieren Sie an diesen Orten, als Dekoration und Orientierungshilfe für den Betroffenen.

Schaffen und erhalten Sie Bereiche an denen gearbeitet wird. Ein Wäsche- und Bügelbereich, die Küche, ein Werk- oder Schreibplatz helfen, diese Aktivitäten klar zu strukturieren und zwischen verschiedenen Aktivitätszonen zu wechseln. Überlagern Sie die Bereiche nicht zu sehr mit zu vielen Gegenständen, Klarheit und Struktur hilft dem Menschen mit Demenz bei der Wohnraumanpassung sich zu konzentrieren und nicht unnötig abzuschweifen.

Ein gemütlicher Rückzugsort kann eine Ecke des Zimmers mit einem Sessel, einer Couch, einem Mittagsschlafplatz mit Kissen oder Decke sein. Gestalten Sie diesen Bereich gemütlich und für den Betroffenen klar erkenn- und ansprechbar.

Die Garten- oder Balkongestaltung bei Menschen mit Demenz:

Wenn im bisherigen Leben Interesse an Gartenarbeit und Blumenpflege bestanden hat, halten Sie diese Aktivität aufrecht und bieten sie Möglichkeiten und Unterstützung an, dieses Interesse beizubehalten und positive Momente zu schaffen.

Hochbeete, Pflanzen in Blumenkästen oder Töpfen in Sichthöhe, sind ein gute Möglichkeit, um sich nicht bücken zu müssen. Achten Sie darauf, dass keine giftigen Pflanzen für den Menschen mit Demenz erreichbar sind, er könnte sie in den Mund stecken oder sogar essen. Versuchen Sie den Zugangsbereich zu Garten oder Balkon barrierefrei zu gestalten, begradigen Sie Schwellen, die eine Stolpermöglichkeit darstellen könnten. Ein angelegter Weg als Rundweg im Garten gibt eine Struktur vor den Garten zu begehen und bietet Orientierung für den Menschen mit Demenz.

Gefahren erkennen und beseitigen bei Demenz Erkrankung:

Überdenken Sie die Ausstattung bei der Wohnungraumanpassung, ähnlich den Kriterien eines Kindes. Wenn Sie keinen Herd mehr benötigen, der eine Gefahrenquelle durch die heissen Herdplatten darstellt, gibt es die Möglichkeit auf diesen zu verzichten, indem morgens ein kaltes Frühstück, abends eine Brotzeit oder etwas, das auch in einer Mikrowelle erhitzt werden kann angeboten wird. Eine warme Mahlzeit mittags können Sie beispielsweise auch liefern lassen.

Entfernen Sie gegebenenfalls spitze Scheren & Messer aus dem Sichtbereich, die auch in Schubladen verschlossen aufbewahrt werden können und vermeiden Sie ein unnötiges Verletzungsrisiko.

Fensterglas kann durch farbige Folien oder Aufkleber erkennbar gemacht werden. Ein Doppelseitiger Schließzylinder an der Wohnungstüre kann das Türöffnen von außen erleichtern, wenn sich der Betroffene versehentlich ausgesperrt hat.

Räumen Sie Putz- und Reinigungsmittel aus dem für den Betroffenen zugänglichen Bereich, diese können, aufgrund ihrer Farbe,  mit Getränken verwechselt werden.

Beseitigen Sie Stolperfallen und unnötig herumstehende Möbelstücke, wenn Sie den Wohnraum anpassen, Menschen mit Demenz verändern ihr Gangbild hin zu kleinschrittigem Tippeln, sie tasten sich langsam vorwärts und die Gefahr des Hängenbleibens mit den Zehenspitzen besteht.

Leuchten Sie Bereiche der Wohnraumanpassung mit Leuchtmitteln einer höheren Wattzahl aus. Gefahrenbereiche können lichtreduziert gestaltet werden und werden so eher gemieden.

Bringen Sie Piktogramme als Warnhinweise an, um zu verdeutlichen, wo sich etwas oder ein Ort befindet. Diese bekommen Sie nach dem jeweiligen Bedarf leicht bei einem Werbemittelersteller. Rot bleibt als Farbe übrigens für den Menschen mit Demenz sehr lange als Signalfarbe in Erinnerung.

Selbständigkeit des Demenz Betroffenen erhalten, nutzen und fördern:

Befestigen Sie  Haltestangen an den Wänden, um Haltemöglichkeiten zu bieten. Denken Sie über Erleichterungen des Aufstehens nach. Kann eine Toilettensitzerhöhung Unterstützung bei der Wohnraumanpassung für den Menschen mit Demenz bieten? Erhöhen Sie zum leichteren Aufstehen das Bett. Stellen Sie Dinge des täglichen Gebrauchs in den Sichtbereich, greifen Sie wenn nötig zusätzlich auf unterschiedliche Farbgestaltungsmöglichkeiten zurück. Installieren Sie einen Toilettensitz, der farbig ist, einen Lichtschalter streichen Sie einfach an oder versehen ihn mit einem Aufkleber.

Seniorentelefone sind technisch optimiert, sie haben nicht zu viele verwirrende Bedienoptionen.  Bei Bedarf versehen Sie die Kurzwahltasten mit Bildern einer Person. Ein Telefon von früher, auch mit Wählscheibe oder Tastatur ist leicht zu bedienen. Sie finden gebrauche Geräte in gängigen Auktionsplattformen im Internet oder auf dem Flohmarkt, diese haben eine besseren Erkennungswert als moderne Geräte.

Greifen Sie auch im Bereich der Küche auf Gegenstände zurück, die aus früheren Zeiten bekannt sind. Moderne Haushaltsgeräte werden oft nicht mehr als solche für ihren Zweck bestimmte erkannt und ignoriert. Schaffen Sie nur, wenn wirklich nötig, neue Geräte und Gegenstände an, diese verwirren oft zusätzlich, da der Betroffene sie oft nicht als mehr als sein Eigen erkennt.

Die Pflegesituation bei Demenz erleichtern:
Pflegebetten und verstellbare Lattenroste:

Diese erleichtern das Aufstehen und schonen bei einer Pflegesituation Ihren Rücken. Sie bieten zusätzlich die Möglichkeit Kopf- und Beinteil bei Bedarf zu verstellen. Für das klassische Doppelbett können Sie, auf der Seite des Menschen mit Demenz, einen verstellbaren Lattenrost integrieren, Ihr Sanitätshaus oder Pflegeberater berät Sie für weitere Informationen.

Dusche, Bad und Naßbereich:

Denken Sie über eine eingeebnete Dusche statt des bisherigen Duschstocks nach. Hilfmittel für die Badewanne oder die Dusche wie ein Duschstuhl, mit oder ohne Lehne, ein Badewannenlifter, ein Badewannenbrett und eine Antirutschmatte können eine weitere Hilfestellung sein und Ihre Arbeit immens erleichtern.

Treppen, Schwellen und Barrierefreiheit:

Achten Sie bei einem notwenigen Umzug auf die Barrierefreiheit der neuen Unterkunft. Türschwellen, Absätze und Treppen stellen mögliche Sturzoptionen für den Betroffenen dar. Auch das Bad sollte, wie oben beschrieben, barrierefrei ausgebaut sein. Auch wenn kein Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung stattfindet, nutzen Sie, wenn möglich, die Umbaukostenpauschale der Krankenkasse von 4000,- Euro. Diese ermöglicht es Ihnen bei der Wohnraumanpassung für Menschen mit Demenz, Stolperfallen zu beseitigen und Barrierefreiheit zu schaffen.

Eigene Rückzugsmöglichkeiten bei der Wohnraumanpassung für pflegende Angehörige gestalten:

  • Gestalten Sie Bereiche die für den Betroffenen unzugänglich sein sollen, weniger oder gar nicht ausgeleuchtet, dies wirkt für ihn uninteressant.
  • Mit einem Vorhang, einer Jalousie oder einer Gardine können Sie Ihren Bereich im Wohnraum als Rückzugsort abtrennen.
  • Setzen Sie ein Babyphon ein, wenn Sie sich in ein eigenes Zimmer zurückziehen und trotzdem mitbekommen möchten, was nebenan geschieht.
  • Um nachts Ihre notwenige Ruhe zu finden, greifen Sie, wenn es räumlich möglich ist, auf getrennte Schlafzimmer zurück.

Sie sehen, beim Zusammenleben mit einem Menschen mit Demenz sind einige Vorrichtungen zu treffen, um Sicherheit zu gewährleisten, Struktur zu schaffen und Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten nutzen zu können.


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Zusätzlich veröffentlichen wir regelmäßig einen Podcast zum Thema „Tipps für pflegende Angehörige“ auf allen gängigen online Portalen, sowie der Startseite unserer Homepage, hören Sie doch mal rein!

 

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Ihre Demenzexperten in München erklären: Demenz – Hinlauftendenz

Hinlauftendenz bei Menschen mit Demenz


Menschen mit Demenz haben in den frühen Phasen der Erkrankung eine innere Unruhe in sich. Diese ist oft dadurch bedingt, dass sie sich auf der Suche nach etwas, einem Ziel, einer Person oder einem Ort befinden. Diesen Ort können die Personen oft kognitiv bedingt, nicht näher bezeichnen. Äußern sie den Grund ihrer Suche nach etwas zu dem sie hinwollen, sollte dies ernst genommen und validiert werden.

Erklärung Hinlauftendenz:

Früher wurde von einer Weglauftendenz gesprochen. Man ging davon aus, die Betroffenen würden wegrennen oder weglaufen. Heute weiß man um die Sinnhaftigkeit des Laufens bei Menschen mit Demenz besser Bescheid. Man spricht von einer Hinlauftendenz bei Menschen mit Demenz, gerichtet auf ein Ziel, welches der Mensch mit Demenz vor Augen hat.

Wenn ihr zu pflegender Angehöriger darüber spricht, daß er doch beispielsweise zur Arbeit oder nach Hause muss, gehen Sie in beruhigenden Gesprächen auf ihn ein. Nehmen Sie ihn ernst, versuchen Sie sich in seine Situation und seinen Lebensabschnitt, in dem er sich aufgrund seiner Demenzerkrankung befindet, einzufinden. Sie können präventiv versuchen ihn durch Erklärungen, wie, du hast doch heute frei, du hast Urlaub bezogen auf die Idee zur Arbeit zu müssen, zu beruhigen. Wenn Menschen den Wunsch äußern und nach Hause wollen, ist dies nur eine Äußerung. Sie erkennen nicht mehr  wo sie sich gerade befinden, die Umgebung ist ihnen fremd, sie haben vergessen, wie ihre Wohnung, ihr Haus oder ihr Zimmer, mit den früher vertrauten Gegenständen, aussieht. Lenken Sie ihn ab. Greifen Sie in anderes Thema auf und versuchen Sie ihn aus dieser Gedankenspirale zu befreien.

Beim unbeaufsichtigten Verlassen der Wohnung, des Hauses bei Hinlauftendenz eines Menschen mit Demenz

Merken Sie sich, was den Betroffenen emotional beschäftigt, welche Orte er aufsuchen möchte, worüber er spricht. Sollte er Ihnen doch einmal ausbüchsen und zu einem, ihn anziehenden Ziel in seinem Kopf hinlaufen, haben Sie eventuelle Anhaltspunkte, wo Sie ihn suchen oder wiederfinden können.

Scheuen Sie sich nicht davor im Notfall die Polizei einzuschalten und diese an der Suche zu beteiligen. Für einen Menschen mit Demenz können außerhalb des Wohnumfeldes viele Gefahren lauern, da er sich nicht auf Witterungsverhältnisse, den Straßenverkehr, Stolpermöglichkeiten, die Uhrzeit oder ähnliches bei der Suche konzentriert, sondern seinen inneren Intuitionen folgt.

Es ist immer sinnvoll, ein aktuelles Bild des Betroffenen parat zu haben, darauf zu achten, welche Kleidung er am jeweiligen Tag trägt um eine angemessene Beschreibung der zu suchenden Person abgeben zu können. Markieren Sie Kleidung mit Etiketten innerhalb, beispielsweise mit einer Telefonnummer, dem Namen oder einer Adresse.

Tipps zur Vermeidung des Verlassen der Wohnung, des Hauses bei einer Hinlauftendenz bei Menschen mit Demenz 

Technische Hilfsmittel bei Demenz:

Nutzen Sie die auf dem Markt befindlichen Hilfsmittel, wie Bewegungssensor-Matten, die ein akustisches Signal abgeben und unter einer Fußmatte oder als Fußmatte vor der Ein- Ausgangstüre liegen. Dadurch werden Sie auf den Versuch des Entfernens der Person hingewiesen.

GPS-Armbänder geben Sicherheit, wenn der Mensch mit Demenz weggelaufen ist. Über das Internet können Sie diese erwerben. Mit einer eingesetzten SIM-Karte, die auch für Mobiltelefone genutzt wird, können Sie es am Arm des Menschen mit Demenz anbringen. Es gibt Magnetverschlüsse die nur mit einem Gegenstück geöffnet werden können. Diese verhindern ein selbständiges Abnehmen des Sensorbands. Auf Ihrem Mobiltelefon passend installieren Sie die entsprechende App zum Herstellerarmband. Im Notfall können Sie die Person nachverfolgen.

Lichteinflüsse bei Demenz:

Licht und Schatten haben bei Menschen mit Demenz ihren eigenen Effekt. Orte die gut ausgeleuchtet und hell sind, werden als attraktiv & interessant wahrgenommen. Bereiche die dunkel und weniger ausgeleuchtet sind, ziehen die Aufmerksamkeit weniger auf sich. Überlegen Sie ob es im Bereich der Ausgangstüre Möglichkeiten gibt, eine Lichtquelle zu entfernen und einen entgegengesetzen Bereich, von der Türe entfernt, anziehender zu gestalten & auszuleuchten. Si entziehen so die Aufmerksamkeit von der Ausgangstüre. Eine dunkle Fußmatte wird, von Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium, vor der Türe als grosses Loch wahrgenommen. Diese kann zusätzlich verhindern, daß dieser Bereich betreten wird, da die Person dieses als Gefahr wahrnimmt und nicht begehen wird. Optisch angebrachte Querstreifen vor der Türe, die nicht betreten werden soll, können auch als visuelles Hindernis angebracht werden. Das Hindernis wird dadurch von Betroffenen als solches wahrgenommen.

Garten- Balkonsicherung bei Demenz:

Garten und Balkon sollten für den Bedarfsfall abgesichert sein. Bekleben Sie eine Balkon- oder Terrassentüre im unteren Bereich mit einer dunklen Folie, dadurch wird die Türe meist als Fenster wahrgenommen. Sichern Sie den Garten durch begrenzende Pflanzen oder einen Zaun. Stellen Sie Gartenmöbel so platziert, daß sie als zusätzliche Barriere dienen und nicht umgangen werden können. Schliessen Sie Ein Gartentor oder machen Sie es durch einen Sonnenschirm oder eine Gartenbank davor nicht erkennbar.

Entfernen Sie Wohnungsschlüssel, Handtasche, Gehstock oder ähnliche Gegenstände, die die Person üblicherweise zum Verlassen der Wohnung mit sich führen würde. Dies stellt eine weitere Möglichkeit dar, ihn am Verlassen der Wohnung zu hindern.

Fazit:

Woher kommt die innere Unruhe bei Demenz?

In den frühen Phasen einer Demenz Erkrankung ist die Person oft auf der Suche nach etwas, einem Ziel, einem Ort, einer Person, die Ursache kann der Betroffene oft nicht benennen. Er bewegt sich auf ein Ziel zu, welches in das Erleben seiner momentan präsenten Lebensphase passt. Weitere Hilfestellung & Schulung zu dieser Problematik erhalten sie von Ihrem Demenzexperten.

 

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Nahrungsverweigerung bei Menschen mit Demenz

Nahrungsverweigerung bei Menschen mit Demenz


Das Problem der Nahrungsverweigerung eines an Demenz erkrankten Menschen kommt Ihnen bekannt vor?

Sie verzweifeln an den Versuchen des Erklärens?

Denken über mögliche Gründe und Ursachen nach?

Stoßen mal wieder an Grenzen dieses schwierigen Krankheitsbilds?

Wir möchten Ihnen mögliche Lösungsmöglichkeiten für dieses Verhalten, eines Menschen mit Demenz, erklären und Sie im Umgang mit dem Krankheitsbild sicherer machen. Ihre Nerven schonen und Verständnis für den Betroffenen, sein Verhalten & daraus resultierende Reaktionen aufzeigen.


Je fortgeschrittener der Krankheitsverlauf eines Menschen mit Demenz, desto wahrscheinlich ist eine Ablehnung der Mahlzeit. Dies kann rein objektive oder auch subjektive Gründe haben. Sie sollten der Sache jedoch auf den Grund gehen. Lernen Sie den Betroffenen zu verstehen, ihn zu unterstützen und möglich Abhilfe zu schaffen.

Mögliche Ursachen der Nahrungsverweigerung bei Demenz

Sind Mahlzeiten zu heiss, zu schwach gewürzt, kann dies bereits die erste Ursache sein. Der Geschmackssinn eines Menschen mit Demenz verändert sich im Laufe der Erkrankung. Dieses geht soweit, daß am Ende nur noch süsses geschmeckt wird. Gehen Sie beim Würzen von Gerichten auf die Person ein. Beachten Sie seine Mimik, bieten Sie an nachzuwürzen, wie verhält sich die Person beim Essen. Ißt sie mit Appetit, stochert sie nur im Essen herum, kann sie überhaupt noch das Besteck benutzen oder ist sie bereits damit überfordert? Wird das Essen überhaupt noch als solches wahrgenommen?

Zahnschmerzen, eine schlecht sitzende Prothese, oder Entzündungen der Mundschleimhaut sind weitere Möglichkeiten für eine Nahrungsverweigerung. Dem kann Abhilfe geschaffen werden. Ihre Beobachtungsgabe oder eine Abklärung durch Haus- Zahn- oder Hals-Nasen-& Ohrenarzt ist gefragt. Gelegentlich liegen auch bereits Schluckprobleme vor, selbst der Schluckreflex kann im fortgeschrittenen Stadium der Demenzerkrankung beeinträchtigt sein. Er ist nicht mehr willkürlich steuerbar. Es ist Ihre Aufgabe dies durch einen Logopäden abklären zu lassen. Er kann Ihnen nützliche Tipps für die Eingabe und Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme geben und Verständnis schaffen.

Vorgehensweise bei Nahrungsverweigerung und Demenz

Erklären Sie in einfachen, verständlichen Worten was mit der Mahlzeit und dem Besteck zu geschehen hat, beobachten Sie den Menschen mit Demenzerkrankung wenn er nicht mehr weiter weiß. Unterstützen Sie ihn gegebenenfalls mit dem Besteckführen oder geben Sie die Nahrung ein und ermutigen und loben Sie ihn, wenn er es schafft bzw. sich helfen lässt und dieses toleriert.

Zwingen Sie den Betroffenen niemals!

Begeben Sie sich auf die Suche nach Ursachen und Gründen für sein Verhalten um ihn zu unterstützen und zu verstehen.

Gehen Sie bei der Nahrungsauswahl nicht davon aus, dass ein älterer Mensch mit unserer modernen Küche, exotischen Zutaten, die er nicht kennt etwas anfangen kann und das es ihm schmeckt, nur weil Sie es mögen. Orientieren Sie sich an der Küche früherer Zeiten, vielleicht wissen Sie über Lieblingsgerichte Bescheid, die früher gerne von ihm selbst gekocht und zubereitet wurden. Greifen Sie notfalls auf einfache Gerichte zurück. Besorgen Sie sich Kochbücher oder nutzen das Internet um angemessene Gerichte zu zubereiten, die eventuell bessere Akzeptanz finden. Spielen Sie mit unterschiedlichen Lebensmitteln und Farben, sehen Sie worauf die Person zuerst zurückgreift, was sie anspricht und was sie bevorzugt! Nutzen Sie diese Informationen für die zukünftige Mahlzeitenzubereitung.

Psychische Probleme bei Nahrungsverweigerung des Menschen mit Demenz

Ziehen Sie auch in Erwägung, dass eine psychische Problematik, wie eine Depression vorliegen kann, auch diese geht in vielen Fällen mit einer Appetitlosigkeit einher. Oft kann auch die aktuelle Medikation eine Geschmacksveränderung und somit eine Verweigerung der Mahlzeiten die Ursache sein, das Essen schmeckt nach nichts oder durch den veränderten Geschmackssinn bitter bzw. einfach nicht wie gewohnt.

Ein Mensch mit Demenz ist oft überfordert, wenn zu viele unterschiedliche Dinge auf dem Esstisch stehen. Dadurch ist er abgelenkt, kann sich nicht auf wesentliches, wie die eigentliche Mahlzeit konzentrieren. schaffen Sie Struktur und Ordnung auf dem Tisch, benutzen Sie weisses Geschirr, einfarbige Platzsets und reduzieren Sie die Gegenstände auf dem Esstisch nur auf nötiges.

Auch bei Menschen mit Demenz sollten Sie im Auge behalten, dass das Essen appetitlich angerichtet ist, auch hier ißt nach wie vor das Auge mit!

 

Kontaktieren Sie uns zu Fragen oder Problemen die Demenz-Erkrankung betreffend, wir versuchen Ihnen nach allen Möglichkeiten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen!


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