Demenz-Tests bei Haus- und Facharzt

Im letzten Beitrag stellten wir Ihnen Möglichkeiten zur Selbsteinschätzung einer beginnenden Demenz-Erkrankung vor. Wenn Sie nun Ihren Haus- oder Facharzt (Neurologen) mit der von Ihnen eruierten Problematik konfrontieren, wird dieser Ihren Angehörigen mit folgenden infrage kommenden Tests näher untersuchen, um zu einer präzisen Diagnose zu gelangen.

In den meistens Krankheitsituationen, auch im Falle einer Demenzerkrankung sollte jedem Menschen das Recht zugestanden werden, eine Diagnose zu bekommen. Sicher stellt sich oft dir Frage wie sinnvoll dies im Fall einer Demenz ist.

Alleine um eine Diagnose bezogen auf die Argumentation im Pflegerad-Einstufungsverfahren mit dem MDK oder Medicproof zu haben und den eigenen, pflegerischen Zeitaufwand darstellen zu können, ist dies absolut sinnvoll, um einen angemessenen Pflegerad zu bekommen. Als pflegender Angehöriger können Sie mit einer präzisen, medizinischen Diagnose auch deutlich besser, durch genaue Vorinformationen über die Krankheit und deren Verlauf umgehen und sich auf zu erwartendes einstellen.


Hier eine Auswahl der möglichen, medizinischen, der Diagnostik und Erkennung dienenden, Tests bei Verdacht auf eine Demenz-Erkrankung.

Früherkennungstests bei Verdacht auf Demenz:

Alle diese Tests sind speziell dafür entwickelt worden, die geistige Leistungsfähigkeit zu überprüfen und eine beginnende Demenz zu erkennen. Wird der im Raum stehende Verdacht durch ein Testverfahren bestätigt, folgen weitere, in die Tiefe gehende, diagnostische Untersuchungen beim Facharzt.

Zur Basisdiagnostik gehören sowohl ausführliche Gespräche mit Angehörigen und Betroffenem, eine körperliche Untersuchung und der Einbezug der ganzen Krankheitsgeschichte (Anamnese).

Weitere Tests bei bestätigtem Verdacht auf Demenz:

  • CERAD-Test
  • ADAS-cog-Test
  • SIDAM-Test

Desweiteren können, um andere Erkrankungen, die den Gedächtnisverlust beeinträchtigt haben könnten, Blut- und Urintests durchgeführt. Das gleiche Ziel verfolgen auch technische Untersuchungen, nachfolgend aufgelistet.

  • EEG (Elektroenzephalographie)
  • CT (Computertomographie)
  • Kernspin (Magnetresonanztomographie, kurz MRT)

Eine Demenz kann durch diese diagnostischen Verfahren festgestellt werden, anders verhält es sich im Falle einer Alzheimer-Diagnose. Das Morbus Alzheimer die Ursache für die kognitiven Einschränkungen ist, wird durch ein Ausschlußverfahren der anderen möglichen Faktoren festgestellt. Es gibt zur Feststellung einer Alzheimer-Demenz kein bestätigtes Verfahren, wie einen Blut- oder Gentest oder ein bildgebendes Verfahren.

Die SPECT-Untersuchung:

SPECT ist die Abkürzung für Single-Photon-Emission-Computer-Tomographie. Die Durchblutung in den unterschiedlichen Gehirnregionen wird damit abgebildet und gemessen. Durchblutungsbedingte Anomalien lassen sich hierbei feststellen, messen und können z. B. auf eine Alzheimer Erkrankung Rückschluß geben. Es handelt sich um keine Routineuntersuchung, da dieses Verfahren teuer, strahlenreich und aufwändig ist.

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Demenz-Test zur Selbsteinschätzung für pflegende Angehörige

Hörverlust frühzeitig vorbeugen – eine Demenzursache!

Experten fordern von den gesetzlichen Krankenkassen, dass die Leistung des Hörscreenings ab dem 50. Lebensjahr übernommen werden muss.

In Deutschland leben circa 5,8 Millionen Menschen, die mit einem Hörverlust konfrontiert sind, jedoch unternimmt nur jeder Dritte etwas dagegen. Dies mag primär am Schamgefühl und am verdrängten Alterungsprozeß liegen. Bei frühzeitigem Gegensteuern, können primär Folgeerscheinungen, wie eine Demenzerkrankung vermieden werden. Je früher der beginnende Hörverlust ausgeglichen wird, desto besser!

Wer unter Hördefiziten leidet nimmt berufliche Schwierigkeiten und auch soziale Isolation in Kauf. Bleibt die Hörbeeinträchtigung unbehandelt, zeigen sich laut Wissenschaftlern kognitive Defizite ab, die die Entwicklung einer Demenzerkrankung oder Depression, aufgrund dessen, dass Bereiche des Gehirns nicht mehr vollständig angesprochen und genutzt werden fördern.

Der Präsident der Hals, Nasen- und Ohrenärzte fordert deswegen einen Hörtest für alle ab dem 50. Lebensjahr, um auch eine damit zusammenhängende Sturzgefahr und eine allgemeine Hilfsbedürftigkeit zu vermeiden. Er stellt sich mit seiner Forderung hinter die WHO (Weltgesundheitsorganisation), die diese Forderung ebenfalls vertritt.

Niemand sollte aufgrund eines Hördefizits seine sozialen Kontakte einschränken, auf Musik verzichten, isoliert leben und auf Tätigkeiten verzichten, die er zuvor gerne gemacht hat und die ihm Freude bereitet haben.

Wer also die Vermutung hat, schlechter zu hören, sollte sich präventiv an einen Hals-Nasen- & Ohrenarzt oder Hörakustiker wenden!

Studien belegen, das ein Mensch mit einem unbehandelten Hörverlust ein fünf Mal höheres Risiko hat an Demenz zu erkranken, als ein Mensch mit einem intakten Hörvermögen. Dies ist durch den Mangel an akustischen Reizen begründet, die durch diese akustische Isolation entsteht. Andere Theorien besagen, dass das Gehirn selbständig versucht dieses Defizit durch andere Gehirnregionen zu kompensieren, was zu einem deutlichen Mehraufwand anderer Hirnregionen führt, wobei bereits deutliche, beginnende Demenzsymptome erkennbar sind. Weiterhin wurde festgestellt, dass die kognitive Leistung bei Menschen mit einem Hördefizit bereits deutlich früher abnimmt, als bei gleichaltrigen ohne Hördefizit. Wir sprechen von einem Prozentsatz von 41% des geistigen Abbaus! Bei Menschen, die dieser Problematik frühzeitig mit einem Hörgerät entgegenwirken, fällt die Quote deutlich geringer aus.

Das Risiko an Demenz zu erkranken, steigt proportional, pro 10 Dezibel Hörverlust, um einen Faktor von 2,7. Bei einem Hörverlust von 30 – 50 Dezibel, spricht man von einer leichten Hörminderung, die jedoch durch das Tragen eines Hörgeräts sofort kompensierbar ist und einer Altersschwerhörigkeit und Demenzentwicklung vorbeugt. Auditive Reize, bleiben, aufgrund des eingesetzten Hörsystems erhalten, das Gehirn wird kontinuierlich stimuliert.

 

Als pflegender Angehöriger oder Angehöriger eines älteren Menschen können auch Sie positiv und ermutigt auf die Person einwirken, bei der Sie festzustellen glauben, ein Hördefizit zu erkennen.

Nehmen Sie der Person die Angst und erklären Sie die präventive Notwendigkeit eines Ausgleichs des Hördefizits. Geräte sind aktuell bereits so modern konzipiert, dass sie in der Lage sind, sich der Situation und Umgebung durch unterschiedliche Filtersysteme des Betroffenen anzupassen.

Fragen die zu einem Selbsttest oder dem Test unter Einbezug des bereits Betroffenen überprüft werden sollten:

  • Sind Telefonanrufe für mich / die Person anstrengender geworden?
  • Stellen Sie / stellt die Person das TV, Radio deutlich lauter um besser hören zu können als früher?
  • Sprechen Sie / spricht die Person noch in einer angemessenen Lautstärke oder muss er des öfteren korrigiert werden?
  • Müssen Gesprächsinhalte regelmäßig wiederholt werden?
  • Gibt es Probleme die Herkunft eines Geräuschs zu lokalisieren?
  • Sind einige Frequenzen bereits unerträglich und laut?
  • Meiden Sie / meidet die Person bereits soziale Treffen und Kontakte?

Gutes Hören bedeutet Lebensqualität. Vielleicht wurden Sie bereits auf einen Hörverlust angesprochen? Eine Hörminderung tritt  schleichend auf. Oft wird es zunehmend schwieriger, Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in lauter Umgebung mit vielen Nebengeräuschen zu verstehen. Wiederholte Verständnisschwierigkeiten im Beruf und Alltag können Sie und Ihr Gegenüber gleichermaßen frustrieren und an Grenzen stoßen lassen.


Wußten Sie, dass es online bereits Hörtests gibt, die Sie von zu Hause aus, zur Selbsteinschätzung, durchführen können?

Wenn Sie ein neues Hörgerät erhalten haben, gibt es für Patienten, um sich an das neue, wieder deutlichere und differenzierte Hören zu gewöhnen, sogenannte Hörschulen, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen beantragt und übernommen werden können. Die Hörregion im Gehirn muss übrigens wieder lernen, mit der neuerworbenen Geräuschkulisse zurecht zu kommen, was viele Menschen mit einem neuen Hörgerät zuerst in den ersten Wochen überfordert und aufgrund der plötzlichen Lautstärke frustriert!
 

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Wohnraumanpassung für Menschen mit Demenz

Für Menschen mit Demenz, stellt oft die eigenen Wohnung noch sehr lange eine feste Orientierungsmöglichkeit dar. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag Möglichkeiten aufzeigen, dem Betroffenen durch eine Wohnraumanpassung diese Orientierung weiter aufrecht zu erhalten, damit er möglichst lange in dieser gewohnten Umgebung verweilen kann, sich zurecht findet und diese als vertraut akzeptiert.

  • Erinnerungsecken, Aktivitätszonen und gemütliche Bereiche
  • Der Garten oder Balkon
  • Gefahrenquellen erkennen und beseitigen
  • Orientierungshilfen
  • Selbständigkeit des Betroffenen erhalten, nutzen und fördern
  • Die Pflegesituation erleichtern
  • Eigene Rückzugsmöglichkeiten für pflegende Angehörige gestalten

Erinnerungsecken, Aktivitätszonen & gemütliche Orte:

Nutzen Sie Bilder, die zur zeitlichen Epoche, des Menschen mit Demenz passen, diese können jederzeit umdekoriert und angepasst werden, je nachdem in welchem Lebensabschnitt sich die Person gerade befindet. Musik aus der jeweiligen Zeit kann Erinnerungen wecken, Wohlbefinden schaffen, Emotionen wecken, auch hier ist darauf zu achten, in welchem Bereich des Lebens sich der Mensch mit Demenz aktuell befindet. Die musikalische Untermalung sollte entsprechend angepasst sein. Gegenstände aus dem bisherigen Leben können an diesen Orten platziert werden, als Dekoration und Orientierungshilfe für den Betroffenen.

Schaffen und erhalten Sie Bereiche an denen gearbeitet wird. Ein Wäsche- und Bügelbereich, die Küche, ein Werk- oder Schreibplatz helfen, diese Aktivitäten klar zu strukturieren und zwischen verschiedenen Aktivitätszonen zu wechseln. Überlagern Sie die Bereiche nicht zu sehr mit zu vielen Gegenständen, klar und strukturiert hilft dem Menschen mit Demenz sich zu konzentrieren und nicht unnötig abzuschweifen.

Ein gemütlicher Rückzugsort kann eine Ecke des Zimmers mit einem Sessel, einer Couch, einem Mittagsschlafplatz mit Kissen oder Decke sein. Gestalten Sie diesen Bereich gemütlich und für den Betroffenen klar erkenn- und ansprechbar.

Der Garten oder Balkon:

Wenn im bisherigen Leben Interesse an Gratenarbeit und Blumenpflege bestanden hat, halten Sie diese Aktivität aufrecht und bieten sie Möglichkeiten und Unterstützung an.

Hochbeete, Pflanzen in Blumenkästen oder Töpfen in Sichthöhe, sind ein gute Möglichkeit, um sich nicht bücken zu müssen. Achten Sie darauf, dass keine giftigen Pflanzen für den Menschen mit Demenz erreichbar sind. Versuchen Sie den Zugangsbereich barrierefrei zu gestalten, begradigen Sie Schwellen, die eine Stolpermöglichkeit darstellen könnten. Ein angelegter Weg als Rundweg im Garten gibt eine Struktur vor den Garten zu begehen und bietet Orientierung für den Menschen mit Demenz.

Gefahren erkennen und beseitigen:

Überdenken Sie die Ausstattung der Wohnung, ähnlich den Kriterien eines Kindes. Benötigen Sie nach wie vor einen Herd, der eine Gefahrenquelle durch die heissen Herdplatten darstellen kann, gibt es die Möglichkeit auf diesen zu verzichten, indem morgens ein kaltes Frühstück, abends eine Brotzeit oder etwas, das auch in einer Mikrowelle erhitzt werden kann angeboten wird. Eine warme Mahlzeit mittags kann auch geliefert werden.

Entfernen Sie gegebenenfalls spitze Scheren & Messer die auch in Schubladen verschlosssen aufbewahrt werden können.

Fensterglas kann durch farbige Folien oder Aufkleber erkennbar gemacht werden. Ein Doppelseitiger Schließzylinder an der Wohnungstüre kann das Türöffnen von außen erleichtern, wenn sich der Betroffene versehentlich ausgesperrt hat.

Räumen Sie Putz- und Reinigungsmittel aus dem für den Betroffenen zugänglichen Bereich, diese können mit Getränken, aufgrund ihrer Farbe verwechselt werden.

Beseitigen Sie Stolperfallen und unnötig herumstehende Möbelstücke, Menschen mit Demenz verändern ihr Gangbild hin zu kleinschrittigem Tippeln, sie tasten sich langsam vorwärts und die Gefahr des Hängenbleibens mit den Zehenspitzen besteht.

Leuchten Sie Bereiche der Wohnung mit Leuchtmitteln einer höheren Wattzahl aus, Gefahrenbereiche können lichtreduziert gestaltet werden und werden so eher gemieden.

Piktogramme können als Warnhinweise angebracht werden, um zu verdeutlichen, wo sich etwas oder ein Ort befindet. Diese können nach dem jeweiligen Bedarf leicht bei einem Werbemittelersteller bestellt oder gekauft werden. Rot bleibt als Signalfarbe übrigens für den Menschen mit Demenz sehr lange als Signalfarbe in Erinnerung.

Selbständigkeit des Betroffenen erhalten, nutzen und fördern:

Greifen Sie auf Haltestangen, die an den Wänden befestigt werden können, zurück. Denken Sie über Erleichterungen des Aufstehens nach. Kann eine Toilettensitzerhöhung Unterstützung bieten? Kann das Bett erhöht werden? Stellen Sie Dinge des täglichen Gebrauchs in den Sichtbereich, greifen Sie wenn nötig zusätzlich auf unterschiedliche Farbgestaltungsmöglichkeiten zurück. Ein Toilettensitz kann beispielsweise farbig gewählt werden, ein Lichtschalter angestrichen werden oder mit einem Aufkleber versehen sein.

Seniorentelefone sind technisch optimiert, haben nicht zu viele verwirrende Bedienoptionen und können bei Bedarf auch mit Bildern einer Person an den Kurzwahltasten gekennzeichnet werden. Ein Telefon von früher, auch mit Wählscheibe oder Tastatur bekommen Sie gebraucht in gängingen Auktionsplattformen im Internet oder auf dem Flohmarkt.

Greifen Sie auch im Bereich der Küche auf Gegenstände zurück, die aus früheren Zeiten bekannt sind. Moderne Haushaltsgeräte werden oft nicht mehr als solche für ihren Zweck bestimmt erkannt und ignoriert, da nicht erkennbar. Schaffen Sie nur wenn wirklich nötig, neue Geräte und Gegenstände an, diese können zusätzliche Verwirrung stiften, da sie nicht als bekannt und dem Betroffenen gehörend erkannt werden.

Die Pflegesituation erleichtern:

Pflegebetten und verstellbare Lattenroste:

Diese erleichtern das Aufstehen und schonen bei einer Pflegesituation Ihren Rücken. Sie bieten zusätzlich die Möglichkeit Kopf- und Beinteil bei Bedarf zu verstellen. Für das klassische Doppelbett kann auf der Seite des Menschen mit Demenz ein verstellbarer Lattenrost integriert werden, Ihr Sanitätshaus oder Pflegeberater kann für weitere Informationen hinzugezogen werden.

Dusche, Bad und Naßbereich:

Denken Sie über eine eingeebnete Dusche statt des bisherigen Duschstocks nach. Hilfmittel für die Badewanne oder die Dusche wie ein Duschstuhl, mit oder ohne Lehne, ein Badewannenlifter, ein Badewannenbrett und eine Antirutschmatte können eine weitere Hilfestellung sein und Ihre Arbeit immens erleichtern.

Treppen, Schwellen und Barrierefreiheit:

Achten Sie bei einem notwenigen Umzug auf die Barrierefreiheit der neuen Unterkunft. Türschwellen, Absätze und Treppen stellen mögliche Sturzoptionen für den Betroffenen dar. Auch das Bad sollte, wie oben beschrieben, barrierefrei ausgebaut sein.

Eigene Rückzugsmöglichkeiten für pflegende Angehörige gestalten:

  • Bereiche die für den Betroffenen unzugänglich sein sollen, können weniger oder gar nicht ausgeleuchtet werden, dies wirkt für ihn uninteressant.
  • Mit einem Vorhang, einer Jalousie oder einer Gardine können Sie Ihren Bereich im Wohnraum als Rückzugsort abtrennen.
  • Setzen Sie ein Babyphon ein, wenn Sie sich in ein eigenes Zimmer zurückziehen und trotzdem mitbekommen möchten, was nebenan geschieht.
  • Um nachts Ihre notwenige Ruhe zu finden, greifen Sie, wenn es räumlich möglich ist, auf getrennte Schlafzimmer zurück.

Sie sehen, beim Zusammenleben mit einem Menschen mit Demenz sind einige Vorrichtungen zu treffen, um Sicherheit zu gewährleisten, Struktur zu schaffen und Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten nutzen zu können.


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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Ihre Demenzexperten in München erklären: Demenz – Hinlauftendenz

Menschen mit Demenz haben in den frühen Phasen der Erkrankung eine innere Unruhe in sich. Diese ist oft dadurch bedingt, dass sie sich auf der Suche nach etwas, einem Ziel, einer Person oder einem Ort befinden, den sie oft kognitiv bedingt, nicht näher bezeichnen können. Äußern sie den Grund ihrer Suche nach etwas zu dem sie hinwollen, sollte dies ernst genommen und validiert werden.

Erklärung Hinlauftendenz:

Früher wurde von einer Weglauftendenz gesprochen, da man davon ausging die Betroffenen würden wegrennen oder weglaufen. Heute weiß man um die Sinnhaftigkeit des Laufens bei Menschen mit Demenz besser Bescheid und spricht von einer Hinlauftendenz, gerichtet auf ein Ziel, welches der Mensch mit Demenz vor Augen hat.

Wenn ihr zu pflegender Angehöriger darüber spricht, daß er doch beispielsweise zur Arbeit oder nach Hause muss, gehen Sie in beruhigenden Gesprächen auf ihn ein, nehmen Sie ihn ernst, versuchen Sie sich in seine Situation und seinen Lebensabschnitt, in dem er sich aufgrund seiner Demenzerkrankung befindet, einzufinden. Sie können präventiv versuchen ihn durch Erklärungen, wie, du hast doch heute frei, du hast Urlaub bezogen auf die Idee zur Arbeit zu müssen, zu beruhigen. Wenn Menschen den Wunsch äußern und nach Hause wollen, ist dies nur eine Äußerung, daß sie nicht mehr erkennen wo sie sich gerade befinden, die Umgebung ist ihnen fremd, sie haben vergessen, wie ihre Wohnung, ihr Haus oder ihr Zimmer, mit den früher vertrauten Gegenständen, aussieht. Lenken Sie ihn ab, greifen Sie in anderes Thema auf und versuchen Sie ihn aus dieser Gedankenspirale zu befreien.

Beim unbeaufsichtigten Verlassen der Wohnung, des Hauses:

Merken Sie sich, was den Betroffenen emotional beschäftigt, welche Orte er aufsuchen möchte, worüber er spricht. Sollte er Ihnen doch einmal ausbüchsen und zu einem, ihn anziehenden Ziel in seinem Kopf hinlaufen, haben Sie eventuelle Anhaltspunkte, wo Sie ihn suchen oder wiederfinden können.

Scheuen Sie sich nicht davor im Notfall die Polizei einzuschalten und diese an der Suche zu beteiligen. Für einen Menschen mit Demenz können außerhalb des Wohnumfeldes viele Gefahren lauern, da er sich nicht auf Witterungsverhältnisse, den Straßenverkehr, Stolpermöglichkeiten, die Uhrzeit oder ähnliches bei der Suche konzentriert, sondern seinen inneren Intuitionen folgt.

Es ist immer sinnvoll, ein aktuelles Bild des Betroffenen parat zu haben, darauf zu achten, welche Kleidung er am jeweiligen Tag trägt um eine angemessene Beschreibung der zu suchenden Person abgeben zu können. Kleidung kann mit Etiketten innerhalb beschriftet werden, beispielsweise mit einer Telefonnummer, dem Namen oder einer Adresse.

So kann ich das Verlassen der Wohnung, des Hauses vermeiden:

  • Nutzen Sie die auf dem Markt befindlichen Hilfsmittel, wie Bewegungssensor-Matten, die ein akustisches Signal abgeben und unter einer Fußmatte oder als Fußmatte vor der Ein- Ausgangstüre liegen. Dadurch werden Sie auf den Versuch des Entfernens der Person hingewiesen.
  • Licht und Schatten haben bei Menschen mit Demenz ihren eigenen Effekt. Orte die gut ausgeleuchtet und hell sind, werden als attraktiv & interessant wahrgenommen. Bereiche die dunkel und weniger ausgeleuchtet sind, ziehen die Aufmerksamkeit weniger auf sich, Überlegen Sie ob es im Bereich der Ausgangstüre Möglichkeiten gibt, eine Lichtquelle zu entfernen und einen entgegengesetzen Bereich, von der Türe entfernt, anziehender zu gestalten & auszuleuchten um die Aufmerksamkeit von der Ausgangstüre zu entziehen. Eine dunkle Fußmatte wird, von Menschen mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium, vor der Türe als grosses Loch wahrgenommen und kann zusätzlich verhindern, daß dieser Bereich betreten wird, da die Person dieses als Gefahr wahrnimmt und nicht begehen wird. Optisch angebrachte Querstreifen vor der Türe, die nicht betreten werden soll, können auch als visuelles Hindernis angebracht werden und werden von Betroffenen als solches wahrgenommen.
  • Garten und Balkon sollten für den Bedarfsfall abgesichert sein. Eine Balkon- oder Terrassentüre kann im unteren Bereich mit einer dunklen Folie beklebt werden und wird dadurch meist als Fenster wahrgenommen. Sichern Sie den Garten durch begrenzende Pflanzen oder einen Zaun. Gartenmöbel können so platziert sein, daß sie als zusätzliche Barriere dienen und nicht umgangen werden können. Ein Gartentor kann verschlossen werden oder durch einen Sonnenschirm oder eine Gartenbank davor nicht erkennbar gemacht werden.
  • GPS-Armbänder können über das Internet gekauft und mit einer eingesetzten SIM-Karte, die auch für Mobiltelefone genutzt wird, am Arm des Menschen mit Demenz angebracht werden. es gibt Magnetverschlüsse die nur mit einem Gegenstück geöffnet werden können. Diese verhindern ein selbständiges Abnehmen des Sensorbands. Auf Ihrem Mobiltelefon passend installieren Sie die entsprechende App zum Herstellerarmband, um im Notfall die Person nachverfolgen zu können.
  • Entfernen Sie Wohnungsschlüssel, Handtasche, Gehstock oder ähnliche Gegenstände, die die Person üblicherweise zum Verlassen der Wohnung mit sich führen würde, eine weitere Möglichkeit sein, ihn am Verlassen der Wohnung zu hindern.

 

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Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nahrungsverweigerung bei Menschen mit Demenz

Das Problem der Nahrungsverweigerung eines an Demenz erkrankten Menschen kommt Ihnen bekannt vor?

Sie verzweifeln an den Versuchen des Erklärens?

Denken über mögliche Gründe und Ursachen nach?

Stoßen mal wieder an Grenzen dieses schwierigen Krankheitsbilds?

Wir möchten Ihnen mögliche Lösungsmöglichkeiten für dieses Verhalten, eines Menschen mit Demenz, erklären und Sie im Umgang mit dem Krankheitsbild sicherer machen, Ihre Nerven schonen und Verständnis für den Betroffenen, sein Verhalten & daraus resultierende Reaktionen aufzeigen.


Je fortgeschrittener der Krankheitsverlauf eines Menschen mit Demenz, desto wahrscheinlich ist eine Ablehnung der Mahlzeit. Dies kann rein objektive oder auch subjektive Gründe haben, Sie sollten der Sache jedoch auf den Grund gehen, um den Betroffenen zu verstehen, ihn zu unterstützen und möglich Abhilfe zu schaffen.

Sind Mahlzeiten zu heiss, zu schwach gewürzt, kann dies bereits die erste Ursache sein. Der Geschmackssinn eines Menschen mit Demenz verändert sich im Laufe der Erkrankung soweit, dass am Ende nur noch süsses geschmeckt wird. Gehen Sie beim Würzen von Gerichten auf die Person ein, beachten Sie seine Mimik, bieten Sie an nachzuwürzen, wie verhält sich die Person beim Essen, ißt sie mit Appetit, stochert sie nur im Essen herum, kann sie überhaupt noch das Besteck benutzen oder ist sie bereits damit überfordert? Wird das Essen überhaupt noch als solches wahrgenommen?

Zahnschmerzen, eine schlecht sitzende Prothese, oder Entzündungen der Mundschleimhaut sind weitere Möglichkeiten für eine Nahrungsverweigerung, denen Abhilfe geschaffen werden kann, Ihre Beobachtungsgabe oder eine Abklärung durch Haus- Zahn- oder Hals-Nasen-& Ohrenarzt ist gefragt. Gelegentlich liegen auch bereits Schluckprobleme vor, selbst der Schluckreflex kann im fortgeschrittenen Stadium der Demenzerkrankung beeinträchtigt und nicht mehr willkürlich steuerbar sein, es ist Ihre Aufgabe dies durch einen Logopäden abklären zu lassen. er kann Ihnen nützliche Tipps für die Eingabe und Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme geben und Verständnis schaffen.

Erklären Sie in einfachen, verständlichen Worten was mit der Mahlzeit und dem Besteck zu geschehen hat, beobachten Sie den Menschen mit Demenzerkrankung wenn er nicht mehr weiter weiß. Unterstützen Sie ihn gegebenenfalls mit dem Besteckführen oder geben Sie die Nahrung ein und ermutigen und loben Sie ihn, wenn er es schafft bzw. sich helfen lässt und dieses toleriert.

Zwingen Sie den Betroffenen niemals!

Begeben Sie sich auf die Suche nach Ursachen und Gründen für sein Verhalten um ihn zu unterstützen und zu verstehen.

Gehen Sie bei der Nahrungsauswahl nicht davon aus, dass ein älterer Mensch mit unserer modernen Küche, exotischen Zutaten, die er nicht kennt etwas anfangen kann und das es ihm schmeckt, nur weil Sie es mögen. Orientieren Sie sich an der Küche früherer Zeiten, vielleicht wissen Sie über Lieblingsgerichte Bescheid, die früher gerne von ihm selbst gekocht und zubereitet wurden. Greifen Sie notfalls auf einfache Gerichte zurück. Besorgen Sie sich Kochbücher oder nutzen das Internet um angemessene Gerichte zu zubereiten, die eventuell bessere Akzeptanz finden. Spielen Sie mit unterschiedlichen Lebensmitteln und Farben, sehen Sie worauf die Person zuerst zurückgreift, was sie anspricht und was sie bevorzugt! Nutzen Sie diese Informationen für die zukünftige Mahlzeitenzubereitung.

Ziehen Sie auch in Erwägung, dass eine psychische Problematik, wie eine Depression vorliegen kann, auch diese geht in vielen Fällen mit einer Appetitlosigkeit einher. Oft kann auch die aktuelle Medikation eine Geschmacksveränderung und somit eine Verweigerung der Mahlzeiten die Ursache sein, das Essen schmeckt nach nichts oder durch den veränderten Geschmackssinn bitter bzw. einfach nicht wie gewohnt.

Ein Mensch mit Demenz ist oft überfordert, wenn zu viele unterschiedliche Dinge auf dem Esstisch stehen. Dadurch ist er abgelenkt, kann sich nicht auf wesentliches, wie die eigentliche Mahlzeit konzentrieren. schaffen Sie Struktur und Ordnung auf dem Tisch, benutzen Sie weisses Geschirr, einfarbige Platzsets und reduzieren Sie die Gegenstände auf dem Esstisch nur auf nötiges.

Auch bei Menschen mit Demenz sollten Sie im Auge behalten, dass das Essen appetitlich angerichtet ist, auch hier ißt nach wie vor das Auge mit!

 

Kontaktieren Sie uns zu Fragen oder Problemen die Demenz-Erkrankung betreffend, wir versuchen Ihnen nach allen Möglichkeiten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen!

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Ihr Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

Demenz – Wenn die Nacht zum Tag gemacht wird

Sie beobachten bei Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen mit Demenz, dass er Sie nachts nicht schlafen lässt, am Tag nur müde und antriebslos ist, nachts aktiv wird, keine Ruhe und Schlaf findet und wissen nicht was Sie dagegen unternehmen sollen?

Bei Menschen mit Demenz ist oft nicht nur die räumliche und örtliche Orientierung verloren gegangen, sondern es leidet auch das Zeitgefühl unter dem Krankheitsbild. Die Nacht wird zum Tag gemacht, was uns als pflegende Angehörige zusätzlich auslaugt und belastet, da auch wir keinen Schlaf und keine Erholung finden, die wir für den nächsten Tag unbedingt benötigen.

  • Ursachen
  • Folgen
  • Orientierung schaffen
  • Auswirkung von Dunkelheit & Licht
  • Den Tag strukturieren & organisieren
  • Auswirkungen durch Medikamente
  • Auswirkungen von Getränken
  • Beschaffenheit von Bett & Matratze

Ursachen:

Als Grund ist meistens fehlende körperliche Auslastung, Unterforderung und zu wenig Aktivität tagsüber zu sehen. Den Betroffenen ist oft nicht klar was sie tun sollen, sie langweilen sich, dösen vor sich hin, nicken ein und verfallen in Tiefschlafphasen. Deswegen sind sie oft nachts nicht müde, wenn es Zeit dafür wäre zu schlafen, sie werden wach und aktiv.

Hinzu kommt, dass die innere Uhr, welche sich im Gehirn befindet und aus Nervenzellen besteht, die bei einer Alzheimer-Demenz langsam absterben, nicht mehr funktioniert.

Sauerstoffmangel tagsüber und fehlendes Tages- oder Sonnenlicht, lassen den Körper zusätzlich ermüden, Betroffene verbringen viel zu viel Zeit in geschlossen Räumen unter künstlicher Beleuchtung.

Folgen:

Resultierend entsteht eine ungewollte Nachtaktivität. Menschen mit Demenz versuchen sich dann zu beschäftigen, irren umher, langweilen sich, da sie ja nicht müde sind und suchen nach einer Aufgabe. Hierbei werden wir, wenn der Betroffene im selben Haushalt lebt, in unserer Nachtruhe gestört, worauf wir oft ungehalten, genervt und verständlich gestresst reagieren.

Orientierung schaffen:

Der Hinweis von uns auf aktuelle Tageszeiten ist ein Orientierungsmöglichkeit für den Menschen mit Demenz. Wecken Sie die betroffene Person mit einem fröhlichen guten Morgen. Weisen Sie ihn beim gemeinsamen Frühstück auch durch Wortwiederholungen auf die jeweilige Mahlzeit hin, beispielsweise können Sie mehrfach beim Frühstück das Wort in ähnlichen Verbindungen wiederholen – Frühstücksei, Frühstückstoast, leckeres Frühstück, es ist schön mit dir gemeinsam zu frühstücken. ähnlich bei allen anderen täglichen Mahlzeiten.

Geben Sie feste Schlafenszeiten vor, jetzt ist es aber Zeit für eine Mittagspause oder einen Mittagsschlaf. Auch abends dient dieses zur Orientierung, jetzt ist es aber Zeit ins Bett zu gehen, wir haben uns jetzt aber ein Schläfchen verdient, du bist sicher müde etc..

Auswirkung von Licht & Dunkelheit:

Wenn es morgens noch dämmrig ist, schalten Sie möglichst viele Lichtquellen ein, um zu verdeutlichen, dass es hell ist, der Tag da ist und es Zeit zum Aufstehen ist. Verwenden Sie höhere Wattzahlen bei Ihren Leuchtmitteln, sorgen Sie für saubere Fenster und zurück gezogene Gardinen, öffnen Sie Rollos, soweit wie möglich, um Tageslicht in Wohnung und Zimmer zu bekommen.

Reduzieren Sie gegen Abend hingegen die Beleuchtung um den Abend anzuzeigen. Schliessen Sie gegebenenfalls Gardinen und Rollos wieder, um Dunkelheit zu gewinnen.

Den Tag strukturieren & organisieren:

Schaffen Sie feststehende Rituale & Strukturen, wie Sie gemeinsam mit dem Menschen mit Demenz den Tag gestalten.

  • Feste Aufsteh- und Zubettgehzeiten
  • Feste Körperpflegezeiten
  • Feste Essenszeiten
  • Feste Toilettenzeiten – Toilettentraining
  • Feste Spaziergangszeiten
  • Feste Beschäftigungszeiten
  • Feste Mittagsschlafzeit etc.

Auswirkungen von Medikamenten:

Sprechen Sie mit Ihrem Haus- oder Facharzt über eventuelle Nebenwirkungen die den Schlaf beeinflussen können. Medikamente können auch lang- oder kurzfristig hinzugezogen werden, um einen Tag- Nacht-Rhythmus wiederherzustellen.

Auswirkungen von Getränken:

Koffeinhaltige Getränke sollten nach 16 Uhr gemieden werden, da sie das nächtliche Schlafverhalten beeinflussen können. Setzen Sie diese gezielt ein, um den Menschen mit Demenz zu steuern und ihn wach zu halten oder wach zu bekommen – morgens oder nach dem Mittagsschlaf, das selbe gilt übrigens für Mahlzeiten oder Snacks die Zucker enthalten – dies sind als Energiekicks zu sehen.

Versuchen Sie die erforderliche Tagestrinkmenge bis ca. 16 Uhr erreicht zu haben, damit nachts nicht zusätzlich unnötige Toilettengänge stattfinden müssen.

Alkohol ist bei Betroffenen absolut risikobehaftet. Die Sturzgefahr nimmt zu, Verwirrtheitszustände werden gefördert. Wird abends Alkohol getrunken, versucht der Körper diesen nachts zu verarbeiten und abzubauen, es entsteht ein unruhiger, nicht erholsamer Schlaf!

Bettbeschaffenheit und Matratze:

Ein Mensch mit Demenz ist in seiner Eigenwahrnehmung gestört, er muss sich fühlen, ist oft auf der Suche nach sich selbst. Er wird unruhig, nervös oder ängstlich, versucht die Eigenwahrnehmung wieder herzustellen, sucht nach Berührung, sucht sich selbst.

Es kann schon beispielsweise eine schwerere Bettdecke Abhilfe schaffen. Bei der Auswahl einer geeigneten Matratze sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht zu weich gewählt wird. Eine weiche Matratze beeinflusst die Wahrnehmung des Körpergefühls. Der Betroffene kann sich zusätzlich nur mit grösserem Kraftaufwand selbst drehen, der Eigenaufwand ist grösser, dies ist bei einer etwas härteren Matratze leichter möglich.

Vermeiden Sie, dass der Betroffene in der Matratze versinkt, oft fehlt ihnen, dementiellbedingt, die Kraft sich selbst aus dieser Position zu befreien, sie werden nervös und unruhig. Das Resultat ist, er wird wach und benötigt oft sehr viel Zeit um wieder zur Ruhe zu finden und einzuschlafen.

Wenn Sie weitere Tipps zum Thema Umgang und Kommunikation bei Menschen mit Demenz benötigen, zögern Sie nicht uns zur weiteren Beratung, gerne auch telefonisch, per Videotelefonie oder in München & angrenzendem Umland auch individuell vor Ort hinzuzuziehen. Weitere Beiträge zum Thema Demenz finden Sie rechts im Blog, kategorisiert unter dem Themenfeld Demenz!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

Demenz – Wie kann ich das Risiko reduzieren?

Basierend auf einer neuen Studie aus der Fachzeitschrift „The Lancet“ vom 30.07.2020, ließen sich 40% der Erkrankungen an Demenz durch unsere Lebensgewohnheiten & unsere Wohnortwahl verringern und verzögern, wenn wir diese anpassen und uns für einen gesünderen Lebensstil einsetzen. Ausschlaggebend für diese Studie sind folgende zwölf, unser Leben beeinflussende, Faktoren:

  1. Bildungstand
  2. Alkoholkonsum
  3. Bluthochdruck
  4. Hörbeeinträchtigungen
  5. Kopfverletzungen
  6. Körperliche Aktivität
  7. Übergewicht
  8. Rauchen
  9. Luftverschmutzung und Passivrauchen
  10. Diabetes Erkrankungen
  11. Wohnort
  12. Menschen aus Entwicklungs- & Schwellenländern

Laut dieser Studie wirken sich diese Faktoren nachweislich auf unser Risiko an Demenz zu erkranken aus. Weltweit sind von den unterschiedlichen Demenzerkrankungen aktuell ca. 50 Millionen Menschen betroffen. Demografisch bedingt wird diese Zahl bis 2050 auf ca. 152 Millionen Erkrankte ansteigen. 28 weltweit führende Demenzforscher kamen zu dem Ergebnis, dass gerade diese Zahl in Entwicklungs- und Schwellenländern massiv ansteigen wird. Die Forscher richten sich mit ihrer Analyse nicht nur an die Politik bezüglich eines notwendigen Umdenkens, sondern auch an jeden Einzelnen und dessen Eigenverantwortung.

Ab einem Alter von ca. 40 Jahren sollte dringend darauf geachtet werden, dass der oberer Blutdruckwert von 130 mm/Hg nicht überschritten wird. Die Behandlung von Bluthochdruckerkrankungen mit Medikamenten ist bisher die einzige, wirksame Möglichkeit einer Demenzerkrankung entgegen zu wirken.

Wer bei sich selbst im mittleren Lebensalter ein Hördefizit feststellt, sollte dieses früh mit einem Hörgerät kompensieren. Schützen Sie Ihr Gehör vor Lärm schreiben die Forscher in dieser Studie, dies sei präventiv absolut von Nutzen um einer Demenz vorzubeugen.

Seien Sie sich über die langfristigen Auswirkungen von Verletzungen des Kopfes durch straßenverkehrsbedingte Unfälle oder Sportverletzungen, wie Schläge bei beispielsweise dem Boxen, bewußt und schliessen Sie diese unbedingt aus.

Achten Sie auf Ihre Ernährung, reduzieren Sie eventuell bereits vorhandenes Übergewicht und senken Sie zusätzlich Ihr Risiko an Diabetes zu erkranken.

Das rauchen sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt, ist nichts Neues, Forscher bestätigen jedoch, dass sich auch im fortgeschrittenen Alter ein Verzicht auf Nikotin, noch positiv auf die Risikoreduktion auswirkt. Dies gilt auch für Passivrauch und Luftverschmutzung, der wir oft indirekt oder direkt ausgesetzt sind.

Am grössten ist das gesellschaftliche Risiko laut dieser Studie für Menschen die benachteiligt in Entwicklungs- und Schwellenländern groß werden oder leben.

Unsere Gene sind nach wie vor am meisten für die Wahrscheinlichkeit an einer Demenzform zu erkranken verantwortlich, jedoch obliegt es der Eigenverantwortung von uns Einzelnen, dieses zu beeinflussen. Dies ist mehr als sinnvoll, da noch immer keine medikamentöse Therapie für diese Erkrankung vorhanden ist.

Sind wir in der Lage, wenigstens einige dieser Risikofaktoren auszuschalten, verzögern wir das Erkrankungsrisiko wenigstens bzw. verringern es für uns & erhalten unsere Lebensqualität und Autonomie einige Zeit länger!

Wenn Sie weitere spezifische Fragen zum Thema Demenz haben, Schulungsbedarf bezogen auf einen Menschen mit Demenz, den Sie selbst pflegen auftreten oder Ihnen das nötige Basiswissen für die Kommunikation und den Umgang mit diesem Krankheitsbild fehlt, Sie Unterstützung als pflegender Angehöriger suchen, nutzen Sie unsere Expertenberatung, telefonisch, per Videotelefonie oder in München und Umland direkt vor Ort bei Ihnen zu Hause!

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedächtnisverlust und Gedächtnislücken im Alter pflanzlich vorbeugen

Nachlassendes Gedächtnis, geistige Erschöpfung, beginnende Altersvergeßlichkeit?

Kommt Ihnen das bekannt vor ?

Sie gehen beschwingt von einem Raum in den anderen, um dort etwas zu holen bzw. zu machen, und eben angekommen wissen Sie nicht mehr, was Sie tun bzw. holen wollten! Sie haben einen Namen oder Begriff auf der Zunge, können es aber partout nicht ausdrücken! 

Diese geistige Ermüdung mit vorübergehender, oder beginnender und fortschreitender Gedächtnisschwäche, ist ein Fall für das Komplexhomöopathische Mittel REGENAPLEX Nr.112:

 

 

 

 

 

Arzneimittelbilder aus einzelnen Bestandteilen:

Die Phosphorsäure (Acidum phosphoricum) ist wichtig bei Nervenschwäche, nervöser Erschöpfung mit Schlaflosigkeit und anämischen Tendenzen. 

Das Silbernitrat (Argentum nitricum) beseitigt die nervöse, geistige und auch körperliche Erschöpfung, schwächt schon eingetretene Verwirrung ab und erfrischt den Geist wieder. Die Arnika löst die zerebrale Kongestion, die einen Apoplex zur Folge haben könnte und der Sonnenhut (Echinacea) stärkt den Gesamtorganismus bei Entkräftung, Müdigkeit, Schwindel und Verwirrtheit im Kopf. 

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) hat antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die Rosskastanie (Aesculus) löst venöse Stauungszustände und fördert die Durchblutung, und die Eberraute (Artemisia abrotanum) lässt Drüsen abschwellen. 

Die Brunnenkresse (Nasturtium) reinigt das Blut und trägt zur Entgiftung bei, während Buchenholzteeer (Kreosotum) die Nerven beruhigt, das Gedächtnis stärkt und zusammen mit dem weissen Germer (Veratrum album) der Zerebral-Sklerose und dem Kreislaufversagen entgegen wirkt. 

Die oben beschriebene Situation ist kein „Privileg“ des Alters, so dass eine 4-wöchige Kur mit Nr. 112 schon in jüngeren Jahren prophylaktisch sehr empfehlenswert ist, um geistige Frische und volle Aufmerksamkeit wieder zu erlangen, insbesondere wenn beruflich oder privat Wichtiges auf der Tagesordnung steht, wo Konzentration und geistige Präsenz absolut notwendig sind. 

In Kombination mit Entgiftung, Ausleitung und geistigem Training ist das REGENAPLEX Nr.112 eine sehr wertvolle Bereicherung in den reifen Jahren, um nicht „zum alten Eisen“ zu zählen!

Autorin: Monique Stahlkopf
Buch: REGENAPLEXE –Natürliche Wirkstoffakkorde, Band 2

Das Buch und mehr Informationen finden Sie hier:

https://www.regenaplex.de/literatur/

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

Fallbeispiel | Individuelle Pflegeschulung von Angehörigen bei Demenzproblemen

 

Eine pflegende Ehefrau, deren Ehemann an Demenz erkrankt ist, schildert telefonisch folgende Probleme bei der Versorgung, bittet uns um Hilfestellung & Rat.

 

Problem:

  • Vermehrt verbales aggressives Verhalten des Menschen mit Demenz.
  • Ausgeprägte Skepsis der Pflegeperson gegenüber.
  • Auftretende Handgreiflichkeiten, Übergriffe und sogenanntes, herausforderndes Verhalten.
  • Überforderung der pflegenden Ehefrau.
  • Grenzerfahrung nervlich bedingt.
  • Der Betroffene möchte fortlaufend das KFZ benutzen.
  • Es besteht, natürlich, keine Krankheitseinsicht.
  • Es besteht eine Hinlauftendenz, früher Weglauftendenz (Er ist ständig gedrängt nach draussen zu gehen, umherzulaufen, etwas oder jemanden zu suchen, Orte aufzusuchen, dies erfolgt auch oft plan- und ziellos. Korrekte Uhrzeiten werden nicht mehr berücksichtigt.

 

Anamnese:

  • Es liegt eine fortgeschrittene Demenz-Diagnose vor.
  • Die Ehefrau pflegt ohne Vorkenntnisse, nach bestem Wissen & Gewissen.
  • Es ist bisher kein ambulanter Pflegedienst tätig.
  • Der Betroffene hat noch viele wache Momente, realisiert noch Zusammenhänge.
  • Er spricht noch klar und bewegt sich noch ohne Pflegehilfsmittel (Rollator etc.).
  • Er äußert Wünsche & Bedürfnisse.
  • Er verwendet Floskeln und versucht die Fassade zu wahren.
  • Es kommt bereits zum Nichterkennen von Personen.
  • Er befindet sich nicht mehr komplett im Hier und Jetzt.
  • Er erkennt Risiken und Gefahren nicht mehr.

Vorgehensweise:

  • Telefonisch grundlegende Tipps zum Umgang und der Kommunikation.
  • Es wird Zeit für Fragen und Antworten gegeben.
  • Bisherige, genutzte Entlastungsmöglichkeiten werden erfragt.
  • Ein Termin vor Ort wird vereinbart um die Situation kennen zu lernen.
  • Der Betroffene wird nicht über den Termin mit dem Pflegeberater informiert, Unruhe vermeiden.
  • Die Ehefrau wird aufgefordert, beim Hausbesuch, ein normales Gespräch mit ihrem an Demenz erkrankten Mann zu führen.
  • Wir organisieren die Tochter des Ehepaars zu ihnen nach Hause, jedoch eine Stunde zeitversetzt, zur späteren Beaufsichtigung des an Demenz erkrankten Vaters.

Umsetzung:

  • Treffen in der häuslichen Umgebung.
  • Der Pflegeberater gibt sich vor dem Menschen mit Demenz als früherer Arbeitskollege der Frau aus.
  • Der Berater stellt sich vor und erkundigt sich nach der Verfassung des Betroffenen.
  • Ihm wird Raum & Zeit gegeben sich mitzuteilen und Fragen zu stellen.
  • Die Ehefrau beginnt eine Unterhaltung und stellt ihrem Mann Fragen um ihn in ein Gespräch zu verwickeln.
  • Der Berater sitzt, nicht am Gespräch teilhabend, sich Notizen machen dabei.
  • Für dieses Gespräch gibt es einen Zeitrahmen von ca. 1/2 Stunde.
  • Nach dem Erscheinen der Tochter, die auf ihren Vater anschliessen aufpassen soll, geht der Pflegeberater mit der Ehefrau spazieren und arbeitet die gemachten Notizen des Gesprächsverlaufs, sowie die Reaktionen des Menschen mit Demenz, gemeinsam mit ihr auf und erklärt ihr bestehende Kommunikationsfehler und Fehler im Umgang mit ihrem Mann.
  • Lösungsvorschläge bezüglich der Fahrzeugnutzung des Menschen mit Demenz werden gegeben.

Ergebnis:

  • Offene Fragen wurden erklärt & beantwortet.
  • Beispiele aufgezeigt & erklärt.
  • Lösungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt.
  • Der Umgang und die Kommunikation aufgezeigt und korrigiert.
  • Triggerpunkte für den Menschen mit Demenz aufgezeigt und Verständnis geschaffen.
  • Sicherheit im Umgang mit diesem Krankheitsbild wurde vermittelt.
  • Die Standards für den Umgang und die Kommunikation wurden mündlich & schriftlich weitergegeben.
  • Die Ehefrau wurde motiviert nicht aufzugeben und an sich, auf den Umgang mit ihrem erkrankten Mann bezogen, zu arbeiten.
  • Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige wurden aufgezeigt und angesprochen.
  • Die KFZ-Nutzung bei Demenzerkrankung wurde lösungsorientiert abgearbeitet.

Evaluation:

  • Der Pflegeberater bietet die Möglichkeit an, bei Unsicherheiten oder Problemen der Ehefrau, jederzeit zu den Bürozeiten anzurufen und sich Unterstützung zu holen.
  • Wir vereinbaren einen festen, wöchentlichen Telefontermin zum Austausch bezüglich des Fortschritts.
  • Es wird auf einen möglichen, weiteren Hausbesuchstermin zur Hilfestellung hingewiesen.

 

Wenn auch Sie oft an Ihre Versorgungsgrenzen bei einem zu pflegenden Menschen mit Demenz oder auch einer anderen Erkrankung stoßen, nutzen Sie die Möglichkeit unserer individuellen Angehörigenschulung vor Ort in München und dem angrenzenden Umland. 

Für weitere Entfernungen bieten wir telefonische Schulungen auch über Videotelefonie, Whatsapp, Skype oder Facetime an.

 

Kontaktieren Sie uns telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage, wir helfen Ihnen weiter und finden einen praktikablen Weg der Hilfestellung für Sie.

 

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis