Tipps: Deutsche Pflegeberatung Matheis in München zu Autofahren bei Demenz-Diagnose

Warnzeichen:

  • Die Orientierung fehlt?
  • Zu langsame Fahrweise?
  • Unentschlossenheit an Kreuzungen?
  • Verfahren auf gewohnten Strecken?

Sie merken, bei Ihrem Angehörigen, dass diese Punkte leider zutreffen oder die Unsicherheit im Straßenverkehr zunimmt?

Wie gehe ich mit dem Verlustgefühl für seine Unabhängigkeit um?

Keine Einsicht bei Fahruntauglichkeit?

Wer ist im Schadensfall haftbar?

Kann ich die Fahrtauglichkeit prüfen lassen?

Die Freiheit & Unabhängigkeit:

Viele Fragen, die sich durch diese neue Diagnose Demenz für Angehörige ergeben.

Wir sehen die nachlassende Verantwortung des Betroffenen bei der Autofahrt, fühlen uns mitverantwortlich und suchen nach einer Lösung dies zu ändern.

Selbstverständlich ist uns bewußt, wie wichtig vielen ihre Radiuserweiterung mit dem PKW ist und dass das benutzen des Fahrzeugs etwas mit Unabhängigkeit und Freiheit zu tun hat.

Ein Fahrzeug ist oft notwendig um noch an Aktivitäten teilnehmen zu können, Einkäufe zu erledigen oder Freunde / Angehörige zu besuchen.

Eine Einschränkung dessen ist das Resultat, oft verbunden mit Frustration beider Parteien, Streit, Ärger und anstrengenden, zu nichts führenden Diskussionen.

Bedenken Sie, eine sachliche Auseinandersetzung ist mit der Diagnose Demenz nicht mehr oder in nur sehr geringem Maß möglich.

Beeinträchtigungen des Fahrverhaltens durch die Demenz:

Am Anfang der Demenzerkrankung wird den Betroffenen, laut Studien, noch eine hohe, kaum reduzierte Fahrkompetenz zugesprochen.

In diesem Stadium ist die Erlaubnis zum Führen eines Kraftfahrzeugs noch gegeben.

Schreitet die Erkrankung fort, lässt auch die geistige, kognitive Leistung nach.

Davon betroffen sind Orientierung, Reaktionsfähigkeit, Wahrnehmung & Konzentration.

Oft ist diese nachlassende Fahrtüchtigkeit nicht sofort zu erkennen, sie wird durch demenztypische Floskeln kaschiert, um eine gesellschaftslich akzeptabele Fassade zu wahren.

Dies liegt primär am unterschiedlichen Verlauf der Erkrankung, die natürlich bei jedem Betroffenen individuell ist.

Meiden Sie bei diesen, beginnenden Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit unbedingt Fahrten zu Berufsverkehrzeiten, Dunkelheit, auftretender Müdigkeit oder schlechten Witterungsverhältnissen, wie Eis, Schnee & Glätte!

Überprüfen der Fahrtauglichkeit:

Es gibt die Möglichkeit, über beispielsweise den ADAC, an einem Fahr-Fitness-Check teilzunehmen.

In Form eines Fahrsicherheitstrainings für Autofahrer im fortgeschrittenen Alter.

Bestehen Sie, bei auftretenden kognitiven Einschränkungen, auf einen solchen Test, um nicht nur andere Personen zu schützen, sondern primär ihren betroffenen Angehörigen.

Bei einer Demenzform, der frontotemporalen Demenz, neigen die Betroffenen zu einem unkontrolliert schnellen Fahrstil, dieser ist oft aggrssiv und offensiv. 

Beispielsweise werden rote Ampeln ignoriert, die Geschwindigkeitsbegrenzungen werden nicht mehr erkannt.

Wie gehe ich als Angehöriger damit um?

Sie sollten dem Thema Raum geben und es in einem ruhigen Moment, vorwurfsfrei, sensibel und verständnisvoll aufgreifen, damit der Betroffene nicht in die Verteidigungsposition gerät.

Versuchen Sie auf alternative Möglichkeiten einzugehen, Taxifahrten, sich chauffieren lassen oder auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurück zugreifen.

Uneinsichtigkeit der Fahruntauglichkeit:

Menschen mit Demenz reagieren auf visuelle Reize. Die ersten Schritte die Sie unternehmen können:

  • Autoschlüssel verstecken
  • Fahrzeug ausser Sichtweite parken, Zugangsbarrieren schaffen
  • Batterie abklemmen
  • Ausreden erfinden; das KFZ wird vom Sohn gebraucht oder es befindet sich in der Werkstatt

Seien Sie nicht frustriert und nehmen Sie negative Äußerungen vor allem nicht persönlich!

Zeigen Sie Möglichkeiten auf, die notwendige Mobilität anderweitig aufrecht zu erhalten.

Sprechen Sie Mut zu.

Versuchen Sie das Thema zu wechseln, Ablenkung funktioniert bei Menschen mit Demenz, da sie schnell wieder vergessen, worüber eben noch diskutiert oder gestritten wurde, nutzen Sie die emotionale Ebene für Ihre Kommunikation, diese bleibt lange erhalten.

Eine amtliche Überprüfung der Fahrtauglichkeit:

Sie haben die Möglichkeit bei Ihrer Stadt eine Überprüfung der Verkehrtauglichkeit Ihres Betroffenen anzumelden.

Eine Behörde ist verpflichtet solchen Hinweisen nachzugehen.

Als Basis für die Beurteilung dient ein medizinisch-psychologischer Test der TÜV-Stelle, die MPU.

Bei diesem Test werden unter anderem Reaktionsfähigkeit & Konzentrationsfähigkeit überprüft.

Wichtig: Ist diese Prüfung amtlich angeordnet entstehen Ihnen keine Kosten!

Fahren trotz Fahruntüchtigkeit:

Wird trotz einer vorliegenden Demenzdiagnose das Fahrzeug bewegt, gilt durch die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, die Aufhebung der Schweigepflicht für den Arzt.

Dieser ist verpflichtet die zuständige Behörde zu verständigen.

Haftbarkeit des Angehörigen:

Im, durch den Menschen mit Demenz, zustande gekommenen Schaden reguliert die KFZ-Versicherung zuerst den Schaden, welcher Dritten zugeführt wurde.

Diese ist, bei vorliegender Demenz Diagnose des Schadenverursachers, in der Position sich den Schaden ersetzen zu lassen. Angehörige haben eine Aufsichtspflicht, wie bei einem Kind und können haftbar gemacht werden.

Es wird sich auf die Vorhersehbarkeit berufen, Sie haben ihre Aufsichtspflicht verletzt und unterlassen, alles in Ihrer Kraft stehende zu unternehmen, einen Schaden abzuwenden.

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem sensibelen Thema haben kontaktieren Sie uns auf gewohntem Weg telefonisch oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis

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