Richtiges Gehen am Rollator und dadurch Stürze vermeiden

Aufgrund einer Bewegungsunsicherheit oder Bewegungseinschränkung läuft Ihr Angehöriger jetzt an einem Gehwagen oder Rollator?

Damit ist jedoch noch nicht sichergestellt, dass wirklich eine Sturzreduktion gegeben ist, dies ist abhängig von der Nutzung durch den Patienten!

Im Idealfall wurde das Gerät auf den Patienten vom Sanitätshaus eingestellt und der Patient wurde geschult, korrekt an diesem neuen Pflegehilfsmittel zu gehen.

Muss ich meinen pflegebedürftigen Angehörigen regelmässig kontrollieren, ob er das Hilfsmittel angemessen verwendet?

Ja, dies sollten Sie unbedingt machen!

Folgende Punkte können Ihnen helfen, einzuschätzen ob das Hilfsmittel sachgerecht angewendet wird:

  • Das richtige Einstellen der Höhe ist das A und O, ist dieser zu hoch eingestellt, neigen die Patienten dazu, weit hinter dem Rollator zu laufen und können sich im Bedarfsfall nicht rechtzeitig abstützen und es kommt zum Sturz da er ihnen wegrollt.
  • Die Handgriffe sollten idealerweise auf der Höhe des Beckens arretiert sein. Die Arme zeigen nach unten nicht nach vorne. Geht der Patient gebückt oder nach vorne gebeugt, ist er in sich nicht mehr stabil und der Körperschwerpunkt verlagert sich nach vorne, weg von der Körpermitte und es kann zu einem Sturz kommen.
  • Der Stand mit den Füssen am Rollator ist zwischen den beiden Rädern und nicht dahinter, was bei vielen Patienten zu beobachten ist.
  • Den Oberkörper beim Gehen aufrecht halten und nicht in sich zusammengesackt gehen, dies kann langfristig zu Verspannungen und chronischen Schmerzen führen, das Gerät wird jetzt täglich mehrmals genutzt und nicht nur gelegentlich, beugen sie Haltungsschäden vor!
  • Beachten Sie auch ob beide Bremsen zum Abstellen des Hilfsmittels gedrückt und eingerastet sind und der Patient sich so beim Umsetzen oder Aufstehen abstützen kann, rollt dieser ungebremst davon, kann dies eine weitere Sturzgefahr darstellen.
  • Wenn die Sitzfläche des Rollators zum Pausieren genutzt wird, bietet es sich an, wenn nicht bereits bei Ihrem Modell vorhanden, einen Rückengurt zu ergänzen, dieser gibt beim Sitzen auf der Sitzfläche des Rollators zusätzlichen Halt um nicht nach hinten abzurutschen.
  • Nutzen Sie auch das mitgelieferte Tablett für die Sitzfläche und den einhängbaren Korb, um Dinge zu transportieren und nicht einhändig am Rollator zu balancieren.

Sehen Sie sich unterschiedliche Modelle im Sanitätshaus an und lassen Sie sich beraten. Es gibt verschiedene, auch überbreite Modelle aus leichteren und schwereren Metallen.

Achten Sie auch auf die Bereifung, hierbei gibt es Vollgummiräder, Hartplastikräder und auch auch mit Luft gefüllte Schlauchreifen. Der Unterschied, gerade wenn Sie mit dem Gerät ausserhalb des Hauses unterwegs sein sollten, ist vom Gehkomfort erheblich!

Üben Sie, wenn dies nicht bereits bei der Einführung des neuen Hilfsmittels erfolgt ist, das Überwinden von Schwellen oder Hindernissen. Bedenken Sie, dass mit sicherem Halt, der Rollator auch rückwärts laufend eingesetzt werden kann, beispielsweise um ein Hindernis besser bewältigen zu können.

Vermeiden Sie beim Gehen am Rollator unbedingt lose Hausschlappen oder offene Sandalen oder Schuhe. Trittsicherheit ist notwendig um sich auf das richtige Gehen konzentrieren zu können und nicht durch loses Schuhwerk Probleme zusätzlicher Art zu haben, zu kippen oder herauszurutschen!

Ihre Deutsche Pflegeberatung Matheis berät Sie gerne auch zu weiteren Hilfsmitteln und deren sachgerechter Nutzung!

Rufen Sie uns an oder nutzen Sie unser Kontaktformular auf unserer Homepage.

 

 

 

 

 

 

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